Massimo De Vita: Unterschied zwischen den Versionen

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Sonstige Geschichten (Auswahl): Die Freiheitsstatue von Entenhausen
 
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==Leben und Werk==
==Leben und Werk==
[[Datei:SagaTeil1.jpg|thumb|300px|rechts|link=Asgardland|''Das gläserne Schwert'' ([[LTB 124]]), der erste Teil der [[Asgardland-Saga]] (© Egmont Ehapa)]]
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Seine Zeichnerkarriere begann 1958 im Studio der Brüder Pagot, das in Deutschland vor allem durch die Zeichentrickserie „Calimero“ bekannt ist. 1959 arbeitete er erstmals für ''[[Topolino]]'', zunächst an Titelbildern, dann an [[The Walt Disney Company|Disney]]-[[Comic]]s, anfangs zusammen mit seinem Vater. Der ersten Teamarbeit „Onkel Dagobert und der Schatz des Käpt'n Kidd“ (1961, [[LTB 10]]) folgten noch einige weitere, aber schon im selben Jahr war der Sohn auch solo aktiv. Die älteste in Deutschland veröffentlichte, vollständig von Massimo de Vita gezeichnete Geschichte ist „Onkel Dagobert sieht alles" (1963, [[LTB 28]]), zeichnerisch noch stark von de Vita senior beeinflusst.  
Seine Zeichnerkarriere begann 1958 im Studio der Brüder Pagot, das in Deutschland vor allem durch die Zeichentrickserie „Calimero“ bekannt ist. 1959 arbeitete er erstmals für ''[[Topolino]]'', zunächst an Titelbildern, dann an [[The Walt Disney Company|Disney]]-[[Comic]]s, anfangs zusammen mit seinem Vater. Der ersten Teamarbeit „Onkel Dagobert und der Schatz des Käpt'n Kidd“ (1961, [[LTB 10]]) folgten noch einige weitere, aber schon im selben Jahr war der Sohn auch solo aktiv. Die älteste in Deutschland veröffentlichte, vollständig von Massimo de Vita gezeichnete Geschichte ist „Onkel Dagobert sieht alles" (1963, [[LTB 28]]), zeichnerisch noch stark von de Vita senior beeinflusst.  


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*Das Geheimnis von Psathoúra (1982, auch als Autor, [[LTB 136]])
*Das Geheimnis von Psathoúra (1982, auch als Autor, [[LTB 136]])
*Die elektronische Revolution (1983, mit [[Giorgio Pezzin]], [[LTB 118]])
*Die elektronische Revolution (1983, mit [[Giorgio Pezzin]], [[LTB 118]])
*Topolino e la „pietra di saggezza“ (1983, auch als Autor)
*''Topolino e la „pietra di saggezza“'' (1983, auch als Autor, erschienen als ''Michael Musculus et Lapis Sapientiae'' in [[Disney Linguà Latinà]] 2)
*Das Haus der Zukunft (1984, mit [[Giorgio Pezzin]], [[DD 396]])
*Das Haus der Zukunft (1984, mit [[Giorgio Pezzin]], [[DD 396]])
*Die Hochzeit von Dagobert Duck (1984, auch als Autor, [[Disney Paperback Edition 2 – Onkel Dagobert – Der Dax der Ducks]])
*Die Hochzeit von Dagobert Duck (1984, auch als Autor, [[Disney Paperback Edition 2 – Onkel Dagobert – Der Dax der Ducks]])
*Der Rasterax 2000 (1984, mit [[Giorgio Pezzin]], [[LTB 135]])
*Der Rasterax 2000 (1984, mit [[Giorgio Pezzin]], [[LTB 135]])
*Weihnachtsmann in Nöten (1985, mit [[Luigi Mignacco]], [[OD 4]])
*Weihnachtsmann in Nöten (1985, mit [[Luigi Mignacco]], [[OD 4]])
*Die Freiheitsstatue von Entenhausen (1983, auch als Autor, [[DD 387]], [[LTB Spezial 3]])
*Treff in Transsilvanien (1986, mit [[Claudia Salvatori]], [[DD 382]])
*Treff in Transsilvanien (1986, mit [[Claudia Salvatori]], [[DD 382]])
*Nur wer die Sehnsucht kennt (1988, mit [[Massimo Marconi]], [[LTB 134]])
*Nur wer die Sehnsucht kennt (1988, mit [[Massimo Marconi]], [[LTB 134]])
*Die „Große Heldentat“ (1988, mit [[Giorgio Pezzin]], [[DD 408]])
*Die „Große Heldentat“ (1988, mit [[Giorgio Pezzin]], [[DD 408]])
*Ein Tag ohne Worte (1988, mit [[Bruno Sarda]], [[DD 419]])
*Ein Tag ohne Worte (1988, mit [[Bruno Sarda]], [[DD 419]])
*Der Tierkreisstein (1990, mit [[Bruno Sarda]] sowie Co-Zeichner [[Franco Valussi]], [[LTB 156]] und [[LTB 157|157]])
*[[Der Tierkreisstein]] (1990, mit [[Bruno Sarda]] sowie Co-Zeichner [[Franco Valussi]], [[LTB 156]] und [[LTB 157|157]])
*Die Intergalaktische Friedensflotte: Der Allmeister rettet die Welt (1991, mit [[Giorgio Pezzin]], [[LTB 164]])
*Die Intergalaktische Friedensflotte: Der Allmeister rettet die Welt (1991, mit [[Giorgio Pezzin]], [[LTB 164]])
*Kampf der Galaxien: Die Geheime Garnison (1991, mit [[Giorgio Pezzin]] und [[Manuela Marinato]], [[LTB 168]])
*[[Kampf der Galaxien]]: Die Geheime Garnison (1991, mit [[Giorgio Pezzin]] und [[Manuela Marinato]], [[LTB 168]])
*Kosmische Zeitsprünge (1993, mit [[Alessandro Sisti]], [[LTB 191]], [[LTB Sonderedition 2/2010]] & [[LTB Maus-Edition 14]])
*Kosmische Zeitsprünge (1993, mit [[Alessandro Sisti]], [[LTB 191]], [[LTB Sonderedition 2/2010]] & [[LTB Maus-Edition 14]])
*Das Elixier der ewigen Jugend (1993, mit [[Carlo Panaro]], [[LTB 194]])
*Das Elixier der ewigen Jugend (1993, mit [[Carlo Panaro]], [[LTB 194]])
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*Der unglaubliche Wladimir (1997, mit [[Tito Faraci]], [[LTB 252]])
*Der unglaubliche Wladimir (1997, mit [[Tito Faraci]], [[LTB 252]])
*Micky Maus und der König von Amerika (2001, auch als Autor, [[Carl Barks - Der Vater der Ducks]])
*Micky Maus und der König von Amerika (2001, auch als Autor, [[Carl Barks - Der Vater der Ducks]])
*Das Neujahrsspiel (2003, mit [[Alberto Savini]] (Story); Zeichnungen zusammen mit [[LTB 333#Das Neujahrsspiel| vielen weiteren Zeichnern]])
*Der sagenhafte Superjux (2004, mit [[Casty]], [[LTB 349]])
*Der sagenhafte Superjux (2004, mit [[Casty]], [[LTB 349]])
*Wer kommt mit nach Guazzabu? (2005, mit [[Casty]], [[LTB Maus-Edition 1]])
*[[Wer kommt mit nach Guazzabu?]] (2005, mit [[Casty]], [[LTB Maus-Edition 1]])
*Der Blick des Basilisken (2005, mit [[Casty]], [[LTB 403]])
*Der Blick des Basilisken (2005, mit [[Casty]], [[LTB 403]])
*Haus der ängstlichen Schatten (2005, mit [[Casty]] (Plot), [[LTB Ostern 2]])
*Haus der ängstlichen Schatten (2005, mit [[Casty]] (Plot), [[LTB Ostern 2]])
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*Viel zu viele Originale (2006, mit [[Marco Bosco]], [[LTB Ostern 5]])  
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*Gefährliche Puppenspiele (2009, mit [[Casty]], [[LTB 428]])
*Gefährliche Puppenspiele (2009, mit [[Casty]], [[LTB 428]])
*Professor Weinsteins Erfindung (2012, mit [[Casty]], [[LTB 443]])
*Professor Weinsteins Erfindung (2012, mit [[Casty]], [[LTB 443]], [[LTB Maus-Edition 12]])
*Gerangel um einen Koffer (2013, mit [[Casty]], [[LTB Maus-Edition 12]])
*Gerangel um einen Koffer (2013, mit [[Casty]], [[LTB Maus-Edition 12]])
*Der Odem von Orkus (Story von [[Casty]], [[LTB 516]])
*Der Odem von Orkus (Story von [[Casty]], [[LTB 516]])

Aktuelle Version vom 18. April 2026, 19:42 Uhr

Massimo De Vita (Quelle: Fumetti e Storie)

Massimo De Vita (* 29. Mai 1941 in Mailand) ist ein ehemaliger Comiczeichner und der Sohn von Pier Lorenzo De Vita. Im Laufe eines Vierteljahrhunderts entwickelte er sich zu einem der heute beliebtesten und besten italienischen Disney-Comic-Zeichner. Er gilt als Stammzeichner der Rächer-Ära des Phantomias.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das gläserne Schwert (LTB 124), der erste Teil der Asgardland-Saga (© Egmont Ehapa)

Seine Zeichnerkarriere begann 1958 im Studio der Brüder Pagot, das in Deutschland vor allem durch die Zeichentrickserie „Calimero“ bekannt ist. 1959 arbeitete er erstmals für Topolino, zunächst an Titelbildern, dann an Disney-Comics, anfangs zusammen mit seinem Vater. Der ersten Teamarbeit „Onkel Dagobert und der Schatz des Käpt'n Kidd“ (1961, LTB 10) folgten noch einige weitere, aber schon im selben Jahr war der Sohn auch solo aktiv. Die älteste in Deutschland veröffentlichte, vollständig von Massimo de Vita gezeichnete Geschichte ist „Onkel Dagobert sieht alles" (1963, LTB 28), zeichnerisch noch stark von de Vita senior beeinflusst.

De Vita junior erlebte von nun an eine sich stetig steigernde Bilderbuch-Karriere: Bereits in den 1960er Jahren war er ein fähiger Zeichner, ohne dabei wirklich herausragend zu sein, und es dauerte bis zum Jahr 1970, als mit „Das große Geheimnis“ endlich sein erster Sechzigseiter erschien. Bald darauf erfuhr er einen großen Popularitätsschub, als Guido Martina ihn zum Hauptzeichner von Phantomias auserkor – von 1971 bis 1980 realisierte das Duo fast alle der klassischen Episoden mit dieser Figur. In den 1980ern und 1990ern schließlich sorgten vor allem die exzellenten, oft in Zusammenarbeit mit Giorgio Pezzin entstandenen Maus-Comics dafür, dass De Vita nunmehr gar in einem Atemzug mit Scarpa, Carpi und Cavazzano genannt wurde.

Sporadisch auch als Autor tätig, erfand der Zeichner 1979 für die Geschichte Der geheimnisvolle Kontinent Mu die Figur des Professor Zapotek, dem sich 1985 in Das Geheimnis der Mona Lisa dessen Kollege Marlin hinzugesellte. Diese von Bruno Concina geschriebene Geschichte leitete den sehr erfolgreichen Zyklus der Zeitmaschinen-Geschichten ein, in denen Micky und Goofy Forschungsreisen für das obengenannte ungleiche Professorenpaar unternehmen. De Vita steuerte die Zeichnungen zu elf Episoden bei, darunter Höhepunkte wie „Atlantis, der versunkene Kontinent“, „Attila der Hunnenkönig“ oder „Wissen ist Macht“.

Dass sich der Zeichner auch als Autor hinter niemandem zu verstecken braucht, hatte er bereits mit seiner Asgardland-Saga bewiesen. Die in den Jahren 1982 bis 1984 erschienene Trilogie (samt einer Nachzügler-Story von 1993) ist eines der Highlights der italienischen Disney-Comics der 1980er Jahre. Einige Jahre später folgten in Zusammenarbeit mit Pezzin die ComicserienEs war einmal in Amerika“ (1994–99) und „Die Mauser-Chroniken“ (1999–2002), die historische Geschichten um die abenteuerlustigen Vorfahren von Micky Maus erzählen.

Ungeachtet der Tatsache, dass De Vita von vielen als der einzig wahre Phantomias-Künstler angesehen wird, gab er den Charakter in den 90ern auf und wurde stattdessen zum Spezialisten für Indiana Goof, den er bis 2020 zeichnete. Seit Ende 1996 widmete der Künstler sein Schaffen fast ausschließlich dem Maus-Universum (mit den Ducks zeichnete er, wenn überhaupt, nur noch Einseiter). Aus seinem Spätwerk ragen vor allem einige Zusammenarbeiten mit Casty heraus.

Die letzten Jahre seines Schaffens waren allerdings von vielen Konflikten geprägt. Nach eigener Aussage hatte De Vita irgendwann „die Nase voll“, er fühlte sich bei der Zusammenarbeit mit der Redaktion des Topolino nicht mehr wohl und war sehr verärgert von der Zensur einiger seiner Geschichten sowie den Urheberrechtsregelungen und den Verträgen. So kam es, dass er 2018 mit Nicht wirklich im All (LTB Maus-Edition 18) seine letzte Geschichte schrieb und einige Monate später mit Die Pyramide von Ixkaratl (LTB 582) auch seine letzte zeichnete. Im Jahr 2020 wurde die Beendung seiner Zusammenarbeit mit Panini bekanntgegeben, dem in Italien für Disney-Comics zuständigen Verlag.[1]

Comics (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Phantomias[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(alle von De Vita gezeichneten Geschichten, Autor: Guido Martina, sofern nicht anders angegeben)

Asgardland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(4 Kapitel, Autor: Massimo de Vita)

Zeitmaschinen-Geschichten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(alle von De Vita gezeichneten Geschichten in diesem Zyklus)

Indiana Goof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(alle von De Vita gezeichneten Geschichten, Autor: Bruno Sarda, sofern nicht anders angegeben)

Es war einmal in Amerika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(alle von De Vita gezeichneten Geschichten, Autor: Giorgio Pezzin)

Die Mauser-Chroniken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

→ siehe hier

Sonstige Geschichten (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]