Giorgio Figus

Aus Duckipedia
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Giorgio Figus

Giorgio Figus (* 7. November 1958 in Turin) ist ein italienischer Comicautor, der vor allem für seine Abenteuergeschichten bekannt ist. Viele seiner Geschichten haben reale und historische Hintergründe.[1]

Werdegang und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Comicdebüt mit Hurubars StreitwagenEgmont Ehapa)

Giorgio Figus wurde am 7. November 1958 in Turin geboren und begann im Alter von 17 Jahren, seine ersten Skripte zu schreiben, wodurch er mit dem Verlag Edizioni Paoline in Kontakt kam. Als großer Bewunderer der Disney-Figuren fühlte er sich schon von Kindesbeinen an besonders vom Stil von Carl Barks angezogen.

Im Jahr 1975 fing er an, Geschichten für Comics zu schreiben, und schon bald stellte er fest, dass viele seiner Lieblingsgeschichten direkt in Italien in der Mailänder Redaktion des Verlags Arnoldo Mondadori Editore entstanden. Sein erstes Skript für das italienische Topolino-Heft verfasste er im Herbst 1980, die fertige Geschichte mit Zeichnungen von Guido Scala wurde in der Topolino-Ausgabe Nr. 1377 erstveröffentlicht. In Deutschland wurde diese Geschichte unter dem Namen Der Streitwagen von Ittika (in DD 267) bzw. unter dem Namen Hurubars Streitwagen (in LTB Enten-Edition 5 und Donald Duck & Co 48) veröffentlicht.

Viele seiner Geschichten haben historisch-archäologische Anknüpfungspunkte: Darunter Abenteuergeschichten wie Die Steine der Kelten (1982, erschienen u. a. DD 294, LTB Spezial 51, LTB Abenteuer 8) mit Zeichnungen von Giorgio Cavazzano oder Der geheime Pfad (1984, erschienen DD 348, LTB Enten-Edition 15), in der Onkel Dagobert auf den Spuren des Konquistadoren Francisco Pizarro wandelt.

Als großer Liebhaber der Berge und der Natur lässt Figus einen Großteil seiner Geschichten in den Bergen spielen. Trotz seiner sardischen Vorfahren haben es ihm die Berge angetan: Vor allem die des Aostatals, wo er Ideen für viele seiner Geschichten sammelt.[2] In seiner produktivsten Phase schrieb er durchschnittlich sechs Skripte pro Jahr für das Topolino-Heft, vornehmlich um die Ducks.[3]

In seiner über vierzig Jahre andauernden Schaffensphase betätigte sich in den verschiedensten Genres: Abenteuer, Science-Fiction, Archäologie, Krimi, Mystery und viele andere. Seine Geschichten handeln oft von fantastischen Welten, mythischen Artefakten und geheimnisvollen Phänomenen bis hin zu moralisch anspruchsvollen Science-Fiction-Storys. Ein Beispiel hierfür ist die Comic-Parodie „Celsius 154“ (ital. „Papercelsius 154“) aus dem Jahr 1997 (erschienen u. a. in LTB 243), einer Adaption des SciFi-Romans Fahrenheit 451 von Ray Bradbury.

Comicserien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Duck’scher Geheimdienst (© Egmont Ehapa)

Zu seinen bekanntesten Geschichten zählen die Missionen der Comicserie Duck'scher Geheimdienst, in denen Giorgio Figus regelmäßig die Agenten Donald Duck und Dussel Duck gegen Verbrechersyndikate und skrupellose Konkurrenten von Onkel Dagobert antreten lässt. Nachdem diese beliebte Serie Mitte der 1970er Jahre eingestellt worden war, setzte sich Giorgio Figus für eine Wiederaufnahme ein, legte den Schwerpunkt auf mehr Gags und führte wiederkehrende Elemente ein (etwa die unterirdischen Geheimbasen des DGD). Die erste Geschichte dieses neuen Zyklus mit Zeichnungen von Franco Valussi wurde in der Ausgabe 1710 von Topolino vom 4. September 1988 veröffentlicht und erschien unter dem Titel Geheimagent der D.I.A. auf Deutsch (u. a. in DD 427).[4]

In der zweiteiligen Auralon-Saga aus Der Retter von Auralon (1993, erschienen u.a. in LTB 187) und Rückkehr nach Auralon (1998, erschienen u.a. in LTB 264) mit Zeichnungen von Roberto Marini erleben die Ducks ein spannendes Abenteuer in einer liebevoll ausgestalteten Fantasy-Welt, in der das Gute gegen das Böse kämpfen muss.

Zwischen 1994 und 1996 schuf Figus drei Geschichten für die Serie Aus der Chronik der Ducks (ital. I paralipomeni della dinastia dei paperi) eine Art Anhang zur Reihe Glanz und Gloria derer von Duck. Mit den Zeichnungen wurde Valerio Held beauftragt. Die neuen drei Geschichten wurden als Fortsetzung der Originalserie aus dem Jahr 1970 konzipiert; dieser Aspekt wird von Figus selbst zu Beginn der ersten Geschichten hervorgehoben, indem er die Leser an jene Serie erinnert.[5]

Ende 2015 schuf Giorgio Figus zusammen mit Bruno Sarda die (auf Deutsch noch unveröffentlichte) 5-teilige Miniserie A cena con Indiana, in der Indiana Goof Gäste aus dem Maus-Universum zum Abendessen einlädt und von einigen seiner kulinarischen Abenteuerreisen erzählt.[6] Etwa zeitgleich wirkte er an der Serie Indiana Goofs Fotoalbum mit.

Sonstige Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben seiner Tätigkeit für Disney verfasste Figus auch eine Geschichte zur Werbung für die Nutzung des „Verde Sacchetto“ (des Behälters für die Sammlung organischer Abfälle) für die Firma ACEA in Pinerolo und schrieb Comic-Geschichten für Peugeot und Alfa Romeo, für Letztere anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der A.R. Giulietta.[7]

Geschichten (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abenteuer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gagstorys[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Duck’scher Geheimdienst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus der Chronik der Ducks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]