An Informal Biography of Scrooge McDuck
An Informal Biography of Scrooge McDuck (manchmal zu Informal Biography of Scrooge McDuck abgekürzt) ist eine englischsprachiges Softcover-Buch (Chapbook) von Jack L. Chalker, in dem er Onkel Dagoberts Erzählungen aus seiner Vergangenheit zu einer einheitlichen Biografie zusammenfasste, die Dagoberts Weg beschreibt, Reichtum zu erlangen und zu schützen. Als Grundlage dienten ausgewählte Barks-Comics. Das Buch erschien 1974 bei Mirage Press, Chalkers eigenem Verlag, und kostete $3.50. Die ISBN ist 9780883585023 / 0883585022. Die Auflage betrug 2000 Ausgaben.
| An Informal Biography of Scrooge McDuck | ||||||
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| (© Mirage Press) | ||||||
| Erscheinungsdatum: | 1974 | |||||
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76 | |||||
| Preis: | $3.50 | |||||
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Als Dagobert-Biografie kam Chalker späteren offiziellen Disney-Werken desselben Themas zuvor, wie etwa der DuckTales-Zeichentrick-Folge Reise in die Vergangenheit oder der Comicserie Sein Leben, seine Milliarden von Don Rosa. Inwiefern sein inoffizielles Werk die späteren Biografien beeinflusste, kann nicht verifiziert werden.
Über den Autoren Bearbeiten
Der Science-Fiction-Autor Jack Laurence Chalker arbeitete eine Zeit lang als Geschichtslehrer an der Baltimore City School in Maryland. Er war Mitglied der Washington Science Fiction Association und an der Gründung der Baltimore Science Fiction Society beteiligt. Von 1965 bis 2004 nahm Chalker (mit einer Ausnahme) an allen World Science Fiction Conventions teil. Von 1960 bis 1971 gab er die Amateur-SF-Zeitschrift Mirage heraus, die 1963 für den Hugo Award als bestes Fanzine nominiert wurde. In seinem Verlag, den Chalker nach seinem eingestellten Fanzine benannte, veröffentlichte er von 1962 bis zu seinem Tod 2005 in erster Linie unauthorisierte Sekundärliteratur, zum Beispiel über die Werke von H.P. Lovecraft, H.G. Wells und J.R. Tolkien. [1]
Am 18. September 2003, während des Hurrikans Isabel, wurde Chalker ohnmächtig und mit der Diagnose eines Herzinfarkts ins Krankenhaus gebracht. Er wurde später wieder entlassen, war aber stark geschwächt. Am 6. Dezember 2004 wurde er erneut mit Atemproblemen und Orientierungslosigkeit ins Krankenhaus eingeliefert, wo eine Herzinsuffizienz und eine kollabierte Lunge diagnostiziert wurden. Chalker kam bereits in kritischem Zustand und wurde am 9. Dezember in einen stabilen Zustand versetzt, jedoch erlangte er erst am 15. Dezember das Bewusstsein wieder. Nachdem sich sein Zustand mehrere Wochen lang verschlechterte und er im Wachkoma mehrmals in verschiedene Krankenhäuser verlegt worden war, starb er am 11. Februar 2005 an Nierenversagen und Sepsis im Bon Secours in Baltimore, Maryland. Chalker war seit 1978 verheiratet und hinterließ zwei Söhne.
Chalker erhielt u. a. den Daedalus Award (1983), die Goldmedaille der West Coast Review of Books (1984), den Skylark Award (1985) und den Hamilton-Brackett Memorial Award (1979). Er war zweimal für den John W. Campbell Award und zweimal für den Hugo Award nominiert. Am 9. April 2005 wurde er von der Southern Fandom Confederation posthum mit dem Phoenix Award ausgezeichnet.
Chalker ist heute nicht zuletzt für seine Well World-Romanreihe bekannt, deren erster Band "Midnight at the Well of Souls" sehr erfolgreich war.
Entstehung Bearbeiten
Eine etwas andere und kürzere Version des Textes erschien 1971 in Kim Westons privatem Magazin Markings. Weston war maßgeblich am Text beteiligt und stiftete bei der Veröffentlichung bei Mirage Press die Bibliografie der Barks-Comics bei.
Als Chalker und Weston nach der Veröffentlichung in Markings eine ausführlichere Version abdrucken wollten, setzten sie sich im Jahr 1971 mit Walt Disney Productions in Kontakt, was einen drei Jahre lang andauernden Dialog mit sich führte. Der Disney-Konzern untersagte als Copyright-Inhaber den beiden Autoren Chalker und Weston, bildliche Darstellungen der behandelten Figuren im Buch abzudrucken. So wurde das Titelbild die einzige Abbildung des Buches und musste von Ron Miller nach den Kriterien von Disneys Rechtsabteilung gestaltet werden. Ein kopfloser Dagobert ist darauf in einer Dollarnote abgebildet. Den Abdruck des Textes konnte Disney nicht untersagen. Um den Konzern vom Buch deutlich zu distanzieren, wird dieser Hintergrund direkt auf dem Innencover beleuchtet.
Inhalt Bearbeiten
Das Werk orientiert sich an der US-Veröffentlichung von Barks’ Comics. Dennoch kann es zu Unterschieden in der von Chalker beschriebenen Originalveröffentlichung der Comics und der deutschen Übersetzung kommen.
Introduction Bearbeiten
In vier Seiten umreißt Jack L. Chalker die Prämisse der Biografie und die Persönlichkeit von Dagobert Duck.
Prämisse Bearbeiten
Chalker berichtet, dass es außerhalb der Comics vor seinem Text keine Biografie der reichsten Ente der Welt gab. In „Alaska-Katastrophe“ (North of the Yukon) berichtet die Illustrierte ‚Komet‘ (Jolt) zehn Seiten lang über den Titelstar Dagobert Duck, aber außerhalb des Disney-Comic-Kosmos gibt nur nur einzelne Kommentare und Details in den Comics von Carl Barks. Chalker habe nun diese Sekundärquellen gesammelt und mit dem Hintergrund der damaligen Zeit in eine schlüssige, informative Biografie umgearbeitet.
Da die Comichefte, auf die sich Chalker bezieht, keine individuelle Seitennummerierung hätten, gibt er bei Zitaten als Quelle nur die Heftausgabe ohne weitere Details an. Diese Details könne man in der angehangenen Bibliografie von Kim Weston nachlesen.
Persönlichkeit Bearbeiten
Dagobert sei neben seiner Funktion als knauseriger alter Mann auch eine dreidimensionale Figur, aber nicht zwingend eine liebenswerte, so Chalker. Das sei auch nicht notwendig: Bei Reichtum bedarf es keiner Sympathie, und man erreicht auch nicht so einen Reichtum, indem man ein liebenswerter Greis ist.
Dagoberts grundlegende und offensichtlichste Schwäche ist es, dass er seine Wurzeln in der Armut nie überwunden hat. Ihm liegt das Geld am Herzen, da einem Armen das Geld immer wichtig ist. Je ärmer man ist, desto wichtiger wird einem auch Kleingeld. Diese Einstellung beobachtete Chalker auch bei Selfmademan und Showmaster Johnny Carson, der mehr als einmal schockiert über 25-Dollar-Füller war und stattdessen einen 19-Cent-Kugelschreiber verwendete. Chalker kontrastiert den Selfmademan mit John F. Kennedy, der als Sohn reicher Eltern nie kleinere Summen Geld mit sich trug und sich solche bei Bedarf oft borgte. Politisch seien Selfmademen eher konservativ und Reich-Geborene eher liberal.
Doch das Streben nach der Anerkennung der Reich-Geborenen sei bei allen Selfmademen gleich, so Chalker. Dagobert gebe zum Beispiel kein Geld für Zeitungen aus, sondern sucht lieber weggeworfene im Park, gibt aber dafür in „Die Spitzen der Gesellschaft“ (The Status Seeker) fast eine Million für eine Expedition zum Rosa-gestreiften Rubin aus, weil dieser ein Statussymbol sei und ihm Einladungen zu Treffen von Snobs ermögliche. Auch die Ausgaben des Abenteuers in „Der Hund der Whiskervilles“ (Hound of the Whiskervilles) entstanden wegen Dagoberts Bedürfnis, seine adeligen Wurzeln und seine Zugehörigkeit zu den anderen schottischen Clans zu zeigen.
Bei Dagobert sieht man auch noch den Aberglauben der Unterschicht, aus der er kommt, wenngleich Chalker eingesteht, dass der Aberglauben dort nicht exklusiv sei. Zum Beispiel kennt sich Dagobert in „Der magische Hammer von Walhalla“ (Mythtic Mystery) mit Magie aus, liest und hört in „Freitag, der 13.“ (Two-Way Luck) auf sein Horoskop, fürchtet sich vor Freitag dem 13ten, glaubt in „Der Fliegende Holländer“ (The Flying Dutchman) an Sagen und Flüche, besucht in „Wahrsagerschwindel“ (The Balmy Swami) Wahrsager und glaubt in „Das Kaffeeorakel“ (Faulty Fortune) an Kaffeesatz-Lesen.
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Dagobert zeigt Kenntnisse über Magie…
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…liest sein Horoskop…
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…glaubt an Sagen…
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…besucht Wahrsager…
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…und liest sein Kaffee-Orakel.
(Alle Bilder © Disney)
Dadurch, dass Dagobert durch die Armut seiner Familie nur eine geringe oder keine schulische Bildung vorzuweisen hat, aber sein Wissen über für ihn notwendige Bereiche enorm ist, geht Chalker davon aus, dass Dagobert viel liest. Er weist große Kenntnisse über Geografie und Geomorphologie auf, außerdem kennt er zweifellos Mathematik und Geschäftsmethoden.
Er ist bemerkenswert multilingual und zeigte schon Sprachkenntnisse in Spanisch, Niederländisch, Latein, Bengalisch, Chinesisch, Arabisch und weiteren Sprachen. Vermutlich liegt diese Veranlagung an seiner Kindheit in Schottland, wo er schon von Kindesbeinen an Englisch und Gälisch lernen musste.
Dagobert isst unregelmäßig, aber generell alles, mag jedoch laut „Das goldene Vlies“ (The Golden Fleecing) keine Pastinaken.
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Dagoberts Geschäftskenntnisse interessieren in „Eine würzige Geschichte“ (A Spicy Tale) keinen.
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Dagobert spricht Spanisch
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Niederländisch
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Latein
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und Arabisch
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Nur Pastinaken kommen ihm nicht in den Mund.
(Alle Bilder © Disney)
Als einsamen alten Mann kann man Dagobert nicht bezeichnen: Er steht im Herbst eines Lebens voller unglaublicher Abenteuer, die sich noch heute in seinem Geld widerspiegeln. Er erbte es nicht, sondern hat es sich laut „Der arme reiche Mann“ (Only A Poor Old Man) erarbeitet. Und zu seinem besonderen Stolz hat er es sich auf ehrliche Art verdient. Sein Geld verdankt er keinem anderen, weshalb er es auch liebt. Mit dem Mitleid seiner Verwandten konfrontiert meint Dagobert nur, dass „kein Mensch arm zu nennen sei, der ab und zu das tun kann, was ihm am meisten Freude macht.“
Gegen Ende gesteht Chalker auch Lücken ein. So weiß er noch immer nicht, woher der reichste Mann der Welt sich in „Der teure Smoking“ (Clothes Make the Duck) so gut in der Welt der Obdachlosen Entenhausens auskennt.
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Dagobert arbeitete hart für sein Geld…
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…und liebt es!
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Dagobert bei alten Freunden.
(Alle Bilder © Disney)
A Note on Research Sources Bearbeiten
Bei der Zusammenstellung der Biografie musste Jack L. Chalker die Comic-Quellen in drei Kategorien einteilen: kanonische Comics, nichtkanonische Barks-Comics und nichtkanonische Comics von anderen Zeichnern.
kanonische Comics Bearbeiten
Die Geschichten, die von Carl Barks in der Heftreihe Uncle Scrooge erschienen, bieten laut Chalker einen logischen und konstanten Rahmen, nach dem sich die Biografie richten kann. Deshalb sind diese die einzige Quelle, die Chalker benutzte.
nichtkanonische Barks-Comics Bearbeiten
So wie der Autor Doyle seine Figur Sherlock Holmes auch in anderen Zeitschriften auftreten ließ (The Mazarin Stone), ist auch Barks’ Dagobert in anderen Heftreihen zu finden. Diese seien klar nichtkanonisch, was man oft auch an ihren offensichtlichen Fehlern und Unklarheiten erkenne.
Chandler nennt „Das Gespenst von Duckenburgh“ (The Old Castle's Secret) als Beispiel faktischer Fehler: Warum soll Dagobert in dem Schloss Duckenburgh einen Schatz suchen unter dem Vorwand, dringend Geld zu brauchen, wenn er zum Handlungszeitpunkt in den späten 1940ern bereits Milliardär war?
Als Beispiel psychologischer Fehler wird zusätzlich „Die Mutprobe“ (Christmas on Bear Mountain) genannt, zwei Geschichten, in denen sich Dagobert völlig untypisch zu seiner späteren Charakterisierung verhält. Außerdem ist er in der Geschichte der Vorgesetzte teurer Hausangestellter, was seinem Charakter ebenfalls untreu sei.
Um solche Geschichten dennoch in den Kanon aufnehmen zu können, müsste man viel fiktives hinzudichten oder den Kontext dieser Comics so ändern, dass Qualität und Nutzen darunter litten.
nichtkanonische Comics von anderen Zeichnern Bearbeiten
Dagobert wird ebenfalls in vielen Comics verwendet, die nicht von Barks sind. Chalker wertet diese als „in der Regel so offensichtlich widersprüchlich“ ab, sodass er diese nicht beachte. [e 1] Dennoch zitiert Chalker „Die Große Langeweile“ (Chairman of the Bored), „Eine Seeschlange zuviel“ (The Beach Caper), „Das Autogramm“ (Famous Figure), „Ein gutes Geschäft“ (Wheeling and Dealing), „Dagobert, der Kavalier“ (Ducking Out), „Das Freizeitjacket“ (The New Suit) und die in Deutschland noch unveröffentlichten Comics The Cookie Jar Caper und Everybody’s Got a Whistle von Tony Strobl sowie „Chef für einen Tag!“ (Kingpin For A Day) von Jim Fletcher in seinem Werk mit direkter Quellenangabe.
Ancestry Bearbeiten
Hauptberuflich war Jack L. Chalker Geschichtslehrer, was ihm bei der Einordnung der Details zu Dagoberts Vorfahren zugunsten kam.
Obwohl die McDuck-Familie schottisch ist, habe sie auch Vorfahren von außerhalb, etwa den Kalifen von Bagdad aus „Der Erbe des Dschingis-Khan“ (King Scrooge the First). Nach Schottland kamen sie laut Chalker wohl über die Phönizier, die regen Handel mit dem mittleren Osten und den britischen Inseln führten. Der Tartan der McDucks ist laut „Der Hund der Whiskervilles“ (Hound of the Whiskervilles) oliv, grün und orange kariert, viele der Clans-Mitglieder sind der laut Chalker nichtkanonischen Geschichte „Das Gespenst von Duckenburgh“ (The Old Castle’s Secret) namentlich bekannt. Zu ihrem Unglück sind die Scottish Lowlands, in denen sich ihr Schloss befand, im Laufe der Zeit immer anglisierter und protestantischer geworden. Edinburgh wurde vom protestantischen Reformator John Knox konvertiert und immer mehr Puritaner zogen ins Lowland, darunter laut Chalker auch die Whiskervilles. Zwischen den protestantischen Puritanern und katholischen Clans kam es zu kleineren und größeren Schlachten, welche selbst die größeren Clans wie die MacDonalds und Campbells betrafen. Doch die Whiskervilles waren clever und bauten sich laut „Der Hund der Whiskervilles“ (Hound of the Whiskervilles) das Kostüm eines riesigen Hundes, um die abergläubischen McDucks zu vertreiben, ohne Blut zu vergießen.
So kam es, dass in „Reise in die Vergangenheit“ (Back to Long Ago) 1564 der McDuck Sir Dagobert Offizier bei der britischen Flotte unter Elisabeth I. auf der Fregatte Delphin wurde, begleitet von Bootsmann Bottervogel, einem Vorfahren Donalds. Ihr Schiff sank am 9. Dezember 1564.
Die McDucks lebten laut Chalker wahrscheinlich in England weiter, entweder über die Zeit zum Anglikanismus konvertiert oder heimlich noch immer ihren katholischen Glauben ausübend, bis Elisabeth I. starb und unter Jakob I. Schottland und England geeint wurden. Dies ermöglichte die Heimkehr einiger McDucks nach Schottland, die zu dem Zeitpunkt vermutlich Händler waren, so Chalker.
Dagoberts Großvater war laut „Der Hund der Whiskervilles“ (Hound of the Whiskervilles) ein Minenarbeiter – wie so viele, welche den Antrieb zur industriellen Revolution in Form von schmutziger Kohle aus dem Boden holten. Daher vermutet Chalker, dass Dagoberts Vater Fließbandarbeiter einer der vielen danach entstandenen Firmen war. Das würde Dagoberts Geburt auf zwischen 1860 und 1865 eingrenzen. Obwohl die Familie nicht genau bekannt ist, muss Dagobert laut Chalker eine kleinere Schwester haben, die später Donald gebar sowie Donalds Bruder, den Vater von Tick, Trick und Track.
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Der Tartan der McDucks
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Ein falscher Hund
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Sir Dagobert und Bottervogel
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Dagobert über seinen Großvater.
(Alle Bilder © Disney)
An Informal Biography of Scrooge McDuck Bearbeiten
Nun beginnt Jack L. Chalker mit dem titelgebenden Herzstück der Dagobert-Biografie, unterteilt in die beiden Teile „Making it“ und „Keeping it“. „Making it“ berichtet, wie Dagobert aufwuchs und sich sein Vermögen aneignete, „Keeping it“ behandelt die Gegenwart, die in den Comics behandelt wird, in der Dagobert sein Vermögen bereits besitzt.
Part 1: Making it Bearbeiten
Als junger Mann hatte Dagobert fast nichts. Seine Familienerbstücke waren ein goldenes Gebiss, welches er später im Leben gegen eine Goldgräbersammlung eintauschte, und eine Taschenuhr, welche Sonnenfinsternisse vorhersagte. Als Sohn einer Arbeiterfamilie musste er selbst Geld verdienen, um über die Runden zu kommen. Mit einem selbstgebauten Schuhputzkasten setzte er sich daran, seinem ersten Kunden – einem Grabenbauer – die Schuhe zu putzen. Der Kunde zahlte mit einer Münze, die laut Chalker auf den ersten Blick wie ein amerikanisches 1860er Zwei-Penny-Stück aussah. Doch Dagobert war es gleich: Er hat das erste Mal etwas durch eigene Arbeit verdient. (Chalker gibt zu dieser Szene „Die Große Langeweile“ (Chairman of the Bored) von Tony Strobl als Quelle an statt einer Barks-Geschichte.) Ausgeben konnte Dagobert den US-amerikanischen Groschen in Schottland nicht, aber schon alleine die Berührung brachte ihm Glück und die notwendige Motivation, weiter zu arbeiten. Der Verlust des Zehners zeigt bei ihm katastrophale Folgen, wie in „Wunder der Tiefsee“ (Lost beneath the sea) zu sehen ist. Daheim beschloss Dagobert in seinem Kommoden-Bett, das in „Die Geschichte von Onkel Dagoberts Bett“ (The invisible intruder) zu sehen ist, dass er mehr Geld verdienen müsse, weitaus mehr. Er schaffte es mit ein wenig Köpfchen, seine Arbeit beim Schuhputzen und später beim Baumfällen erheblich effektiver zu gestalten. In „Der güldene Wasserfall“ (The Golden River) erinnert er sich daran, wie er als kleiner Junge im Sommer Feuerholz sammelte, um es im Winter zu erhöhten Preisen zu verkaufen. In derselben Geschichte bezeichnet er sich in dem Alter als kleines Monster, das er lieber vergessen möchte.
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Ein goldenes Gebiss…
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…und eine Taschenuhr.
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Tagsüber harte Arbeit…
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…und abends ein hartes Bett.
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Schöne Kindheits-Erinnerungen…
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…und nicht so schöne.
(Alle Bilder © Disney)
Doch die Ferne ruft ihn. Laut Chalker wird dem jungen Dagobert immer vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten vorgeschwärmt, in das sein Onkel Diethelm reiste, und der abergläubische Junge sah seinen erstverdienten Groschen als ein Omen an. Kurzerhand schrieb er dem ausgewanderten Onkel und reiste dank positiver Antwort ungefähr 1879-1880 Richtung Neue Welt. Er wird mit offenen Armen von der Familie seines Onkels aufgenommen. Dieser legt sich später im Jahr 1880 jedoch mit einem anderen Dampferfahrer an und es kommt zu einem Wettrennen, bei dem Dagobert einen Silbertaler verdient. Das Rennen wird in „Wettfahrt auf dem Mississippi“ (The Great Steamboat Race) thematisiert, der Silberdollar in „Die Königin der sieben Meere“ (Hall of the Mermaid Queen) erwähnt. Weil sich die Jahreszahlen in beiden Comics widersprechen (1880 in „Die Königin der sieben Meere“, 1870 in „Wettfahrt auf dem Mississippi“), geht Chalker von Onkel Dagoberts üblichem schlechten Gedächtnis aus, wie es auch in „Wiedersehn mit Klondike“ (Back to the Klondike) thematisiert wurde.
Da sein Onkel ihm nun das Schiff überließ, wurde Dagobert der Job etwas langweilig. Von der Abenteuerlust angesteckt, reist er 1880 per Boot in den Norden bis Cairo in Illinois und dann in den Westen nach Ohio. Er schaffte es als Heizer der Wabash Cannonball nach St. Louis, so sagt er in „Der Rinderkönig“ (The Cattle King) [a 1], bevor er nach Minnesota reist, um dort in einer Bank zu arbeiten. Dort überlistet er die James-Gang bei einer ihrer letzten Überfälle, so Dagobert in „Der arme reiche Mann“ (Only A Poor Old Man), woraufhin er auf dem Lewis and Clark Trail den Missouri hinauf weiterreiste.
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War es 1870?
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Oder 1880?
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So ein mieses Gedächtnis!
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Dagobert kennt Maschinen
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Und auch die James- und Dalton-Gang.
(Alle Bilder © Disney)
In Montana angekommen ging sein Geld aus, weshalb er das goldene Gebiss seines Vorfahren verkaufen musste, um sich ein Schürfer-Set kaufen zu können. Dieser Verkauf wird ihm noch Jahre später in „13 Trillionen“ (The Horse-Radish Story) viele Sorgen machen. Doch um beim Schürfen reich zu werden, brauchte er Können, Glück und Wissen, was ihm noch fehlte. Also arbeitete er als Cowboy, wie er sich in „Der Rinderkönig“ (The Cattle King) erinnert. 1882 fand er eine Kupferspur während der Arbeit, wie er in „Der arme reiche Mann“ (Only A Poor Old Man) erzählt, gab seinen Job auf und lernte die Zeichensprache der dort lebenden Indianer. Aus seinem kleinen Claim wurde dank der aufkommenden Verbreitung der Elektrizität und somit der Kupferkabel eine größere Firma, um deren Gewinne er sich ebenfalls laut „Der arme reiche Mann“ (Only A Poor Old Man) mit den Daltons anlegen musste, welche 1882 nach dem Tod von James die James-Gang übernahmen. 1884 reiste der vermögend gewordene Dagobert voll Heimweh wieder nach Schottland, wo er sich 1885 seinen ersten Zwicker holte, wie er 1958 in „Die Geldquelle“ (The Money Well) beim Kauf seines zweiten Zwickers schimpfte.
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Aus Gold wird Digger-Outfit.
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Dagobert war Cowboy.
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Mal eben auf der Arbeit eine Kupferspur gefunden!
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Dagobert kennt die Zeichensprache der Indianer.
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Noch Jahre später nutzt Dagobert seinen ersten Zwicker.
(Alle Bilder © Disney)
Von Schottland aus reiste Dagobert als Verkäufer durch ganz Europa. Als er gerade Wind beim Zuyder Zee verkaufte, wie er in „Der Fliegende Holländer“ (The Flying Dutchman) erzählt, erfuhr er vom Goldfund in Südafrika. Weil er wegen seiner Zeit in Montana das Schürfen beherrschte, reiste er tief in den Süden, die letzten Kilometer laut „Der Lockruf des Mondgoldes“ (The Loony Lunar Gold Rush) auf einem Ochsenkarren. Das Schürfen war dort nicht einfacher als in Montana: Es war so heiß, dass die Sonne das Gold aus dem Felsen schmelzen ließ. Dagobert ließ sich davon nicht einschüchtern und fuhr in die Stadt, um mithilfe von Asbesthandschuhen das Gold zu bergen, doch auf seiner Rückkehr kam ihm der Verkäufer der Asbesthandschuhe beim Schürfen zuvor.
Frustriert gab Dagobert die Goldmine auf und machte sich an die nahe Stelle, wo Rhodes und seine Partner Diamanten fanden. Seine dortige Diamantenmine besuchte Onkel Dagobert in „Der reichste Mann der Welt“ (The Money Champ) wieder. Der junge Dagobert war nun ein Millionär.
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Von Holland aus…
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…unterwegs mit einem Ochsenkarren…
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…zum Gold…
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…und den Diamanten.
(Alle Bilder © Disney)
Doch auch jetzt will Dagobert weiterhin reisen. Er fuhr von Kapstadt über den Indischen Ozean und sah dort laut dem Strobl-Comic „Eine Seeschlange zuviel“ (The Beach Caper) eine Seeschlange, die zum Glück sein Schiff ignorierte. In Kalgoorlie ereilte ihn die Nachricht eines neuen Goldrauschs. Obwohl er auf schnellstem Wege, laut „Der Lockruf des Mondgoldes“ (The Loony Lunar Gold Rush) nämlich in der Tasche eines Kängurus, zu den Schürfstellen kam, konnte er dort nur wenig Gold schürfen. Von Australien aus bahnte sich Dagobert seinen Weg in den Norden nach China und Indochina, wo er in den Perlenhandel einstieg. Dort entdeckte er seine Leidenschaft für Vögel und trainierte tausende von Kormorane, nachdem er ihre Sprache lernte, wie man in „Der arme reiche Mann“ (Only A Poor Old Man) erfährt. Hier verbindet Chalker kurz die Handlung mit der des Sherlock-Holmes-Buches The Whole Art of Detection.
Das Erlebnis ließ Dagobert dem Perlenhandel abschwören und er ging laut „Der verhängnisvolle Kronenkork“ (Tralla La) nach Tibet, um dort als Yak-Händler die Sprache der alten Cathay zu lernen. Er überquerte die Wüste Gobi zur Mongolei, wo er laut „Der arme reiche Mann“ (Only A Poor Old Man) sein Geld durch einen kleinen Trick vor Räubern schützen konnte.
Dann erfuhr Dagobert von einem weiteren Goldrausch und reiste 1898 durch die Mandschurei und Russland und überkreuzte von dort aus die Beringstraße nach Alaska.
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Tierfreund Dagobert trifft Seeschlangen…
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…reitet in Kängurus…
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…spricht mit Komoranen…
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…und andere Fremdsprachen.
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Einen guten Trick kann man zweimal nutzen.
(Alle Bilder © Disney)
Als Dagobert laut „Alaska-Katastrophe“ (North of the Yukon) in die aufstrebende Stadt Goldboom reiste, war er schon ein Millionär auf dem Weg zur ersten Milliarde. Um – anders als am Transvaal – schneller an seine Ausrüstung zu kommen, nahm er einen Kredit bei Shandy Schofel auf und eröffnete seinen Claim am Frozenjaw River. Als Dagobert seine Schulden begleichen wollte, steigerte Schofel seine Zinsen von 10 auf 100%, die Dagobert nur mit Quittung und Faustschlag zahlte. Von Goldboom aus folgte er auf der Suche nach Goldnuggets dem Frozenjaw-Fluss hinab bis zum Yukon, wo er gegen die Kälte, Moskitos, Wölfe und andere Goldsucher kämpfte, wie er in „Das Goldschiff“ (The Golden Nugget Boat) erzählt. In Chillbain erarbeitete er sich schließlich viel Gold, ebenso in Windy City.
Doch an die Zeiten am Klondike erinnert sich Onkel Dagobert am häufigsten. In „Der arme reiche Mann“ (Only A Poor Old Man) beschreibt er die anstrengende Arbeit, durch die er das Gold ans Sonnenlicht brachte. In „Die Quizsendung“ (The Colossalest Surprise Quiz Show) jammert er, dass er das Gold aus dem gefrorenen Yukon kratzen musste. Den Yukon herunter ging es schließlich weiter nach Dawson, wo er einer ganz besonderen Dame begegnete.
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Dagoberts alte Schulden…
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…und seine Anstrengungen…
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…vielleicht etwas übertrieben.
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(Alle Bilder © Disney)
In „Wiedersehn mit Klondike“ (Back to the Klondike) erzählt Dagobert seiner Familie von Nelly, dem „Stern des Nordens“ und Besitzerin des Blackjack Saloons in Dawson. Als Dagobert dort einen Kaffee trinken wollte, gab er mit seinem gewaltigen Goldfund (dem Straußenei-Nugget) an. Nelly betäubte ihn mit manipuliertem Kaffee und raubte ihn sein Gold inklusive Straußenei-Nugget, Gold im Wert von tausend Talern. Als Dagobert den Diebstahl bemerkte, kehrte er in den Saloon zurück, entführte Nelly und ließ sie das Gold abarbeiten, da sie es nicht mehr bei sich hatte. Die beiden trennten sich im Streit und bald darauf verließ auch Dagobert Dawson, nachdem er einen Notfallvorrat an Goldnuggets für sich versteckte. Er eröffnete einen Kolonialwaren-Laden, wo er laut „Der Lockruf des Mondgoldes“ (The Loony Lunar Gold Rush) seine erste Milliarde verdiente. Der Bau einer Bank folgte, die er von 1899 bis 1902 führte, ohne laut „Der güldene Wasserfall“ (The Golden River) einen Bleistift oder Radiergummi zu verwenden, stattdessen nahm er mutmaßlich einen Walross-Zahn und einen Block Eis. Gegen Ende des Goldrausches lieh er Nelly hundert Taler, die er erst im hohen Alter wieder eintreiben wollte.
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Dagobert als Womanizer…
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…und als Händler.
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Das sind nur Gerüchte… oder?
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Für so ein gewaltiges Darlehen muss Nelly jemand besonderes sein.
(Alle Bilder © Disney)
1900 arbeitete Dagobert laut Strobls „Das Autogramm“ (Famous Figure) zusätzlich noch als Holzfäller, dann kaufte er einfach den ganzen Wald. Ab 1902 wollte er wieder schürfen, doch der Goldrausch war mittlerweile vorbei. Er reiste nach Schottland zurück, wo er sich laut „Das goldene Vlies“ (The Golden Fleecing) seinen charakteristischen Bürofrack kaufte. Zurück in den USA reiste er in den Nordwesten nach Nugget-Town, wo er laut „Das Geheimnis der Eisenbahnaktien“ (Mystery of the Ghost Town Railroad) einem der letzten großen Goldräusche der USA beiwohnte. In Nugget-Town freundete er sich mit Katy Kukuruz und legte sich mit den Brantewiens an. Das Jahr, in dem Dagobert seinen von den Brantewiens durchschossenen Hut flicken musste, ist laut ihm 1898 – was laut Chalker nicht stimmen könne, da er sich den Hut ja erst 1902 kaufte. Außerdem erwarb Dagobert damals Aktien der Nugget-Town Eisenbahn AG.
Auf der Flucht vor den Brantewiens reiste Dagobert wieder umher und verkaufte laut „Die Stadt der goldenen Dächer“ (City of Golden Roofs) 1904 Aufnahmen von "The Baggage Coach Ahead" auf der Weltausstellung.
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Ein illustrer Lebenslauf - wortwörtlich
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Statt Bürofrack eher ein Bürowrack
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(Alle Bilder © Disney)
Schließlich erreichte Dagobert die Gegend, die einmal seine Heimat werden würde. In der Nähe stand laut „Moderne Zeiten“ (Migrating Millions) nur ein altes Fort, als er sein Grundstück absteckte. Er baute seinen Geldspeicher: erst aus Holz, dann aus Beton und laut „Die Geldquelle“ (The Money Well) auf dem Fundament von Fort Entenhausen, einer Siedlung aus der Zeit der Indianerkriege. Als Fortbewegungsmittel erstand Onkel Dagobert laut „Rennen der Oldtimer“ (Chugwagon Derby) auch einen Wagen, den er aus Kostengründen dauerhaft in einer alten Scheune parkte: Zu Fuß gehen kam ihn billiger und schneller. Er ließ laut „Im Lande der Zwergindianer“ (Land of the Pygmy Indians) zahlreiche Fabriken in Entenhausen errichten, von denen ihm laut „Die Sieben Städte von Cibola“ (The Seven Cities of Cibola) auch noch etliche gehören. Er startete zudem eine kleine Romanze, als deren Quelle Chalker den in Deutschland unveröffentlichten Strobl-Comic Everybody’s Got a Whistle angibt. Später litt Onkel Dagobert unter der Großen Depression, auch wenn er diese laut Chalker in „Fragwürdiger Einkauf“ (A Cold Bargain) nicht mit dem richtigen Jahr verbindet: 1902 gab es historisch weder eine nennenswerte wirtschaftliche Depression noch hatte Dagobert seinen Recherchen nach zu jener Zeit schon einen Geldspeicher nach heutiger Vorstellung.
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Das namenlose Fort…
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…entpuppt sich als Fort Entenhausen.
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Eine Abgasschleuder
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Noch mehr Abgasschleudern
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Dagobert himmelhoch jauchzend…
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…zu Tode betrübt.
(Alle Bilder © Disney)
Ab 1910 boomte die Wirtschaft wieder und Entenhausen wuchs an. Dagobert ließ gemäß „Der teure Smoking“ (Clothes Make the Duck) die Kanalisation unter der Stadt bauen, nachdem er laut „Die Geldquelle“ (The Money Well) das Öl unter der Stadt abpumpte. Entenhausen war danach nur noch ein Zuhause für Dagobert und keine Herausforderung mehr.
In der Karibik tauchte Dagobert laut „Der arme reiche Mann“ (Only A Poor Old Man) nach Schiffen der Spanischen Flotte, was laut Chalker seine Sehnsucht nach Abenteuer wieder erweckte. Also reiste Dagobert abermals nach Asien. Dort half er bei der Rebellion von Putschistan, woran er sich in „Die Spitzen der Gesellschaft“ (The Status Seeker) erinnert, verkaufte laut „Die Stadt der goldenen Dächer“ (City of Golden Roofs) Ziehharmonikas an die Zarenkavallerie und lernte gemäß desselben Comic Bengalisch – allerdings laut Chalker wahrscheinlich nicht dabei, als Dagobert (wie behauptet) Karten an Marco Polo verkaufte.
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Woher kommen nur die Höhlen unterhalb Entenhausens?
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Oh. Das erklärt es.
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Bertel als Schatztaucher…
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…und als Rebell.
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Stimmt, Dagobert, Der fröhliche Landmann klingt anders.
(Alle Bilder © Disney)
Von dort ging es in den Mittleren Osten, wo seine Bank in Bagdad überfallen wurde und Dagobert den Räubern seinen Trick demonstrierte, in Geld zu tauchen. Vom fehlgeschlagenen Versuch der Diebe, es ihm nachzumachen, erzählt Dagobert in „Der arme reiche Mann“ (Only A Poor Old Man). In Arabien verkaufte er laut „Die Goldgrube der Königin von Saba“ (McDuck of Arabia) in Aden Regenhüte und reiste daraufhin über das Rote Meer nach Ägypten, um in der Sahara Rasenmäher zu verkaufen, wo er auch Arabisch lernte – woran sich Dagobert in „Die Schatzkammern König Salomos“ (The Mines of King Solomon) erinnert. In Ägypten arbeitete er nach „Schuster, bleib bei deinem Leisten!“ (Pyramid Scheme) im Salzhandel; in Kachunga entdeckte er Diamanten und eröffnete in Kooperation mit dem Stamm der Quack-Quacks eine Mine. Zum Friedensvertrag bekam er eine Miniatur-Trommel des Stamms, die Onkel Dagobert laut „Die Trommel von Bugubu“ (Bongo on the Congo) in seinem dortigen Büro verwahrt.
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Dagoberts Trick
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Regenhüte…
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…Rasenmäher…
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…und Salz.
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Und eine kleine Trommel.
(Alle Bilder © Disney)
Etwa 1916 suchte er in Südamerika nahe Smaragdville nach der sagenumwobenen Quelle, aus der Edelsteine hervorsprudeln, doch laut „Freitag, der 13.“ (Two-Way Luck) fand er diese nicht. Dagobert erlernte dabei gemäß „Eine würzige Geschichte“ (A Spicy Tale) Amazonisch, den Indianerdialekt der Region. Laut „Das Geheimnis des schwarzen Kastens“ (The Swamp of No Return) ging er danach weiter in den Norden, um in Britisch-Guayana Geschäfte zu betreiben. Im Südpazifik tauschte er laut „Die Spitzen der Gesellschaft“ (The Status Seeker) auf der Insel Rippan Taro den rosa-gestreiften Rubin gegen Handelsrechte ein. Vom unglaublichen finanziellen Boom der Börse in den USA beeindruckt, reiste Dagobert nach New York, um mit Aktien zu handeln. Dies vollführte er laut „Grüner Salat“ (How green was my lettuce) mit dressierten Tauben. Er hielt sich laut Chalker vor dem Black Friday finanziell zurück, handelte während der Roosevelt-Jahren recht konservativ, konnte während des Zweiten Weltkrieges sein Vermögen verdreifachen und in den späten 1940ern sollte es endlich soweit sein.
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Manche Sagen entgehen selbst Dagobert Duck.
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Erst mit Komoranen, dann mit Tauben sprechen…
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Onkel Dagobert hatte es nun geschafft: Er besaß drei Kubikhektar Geld und ein weltweites Wirtschaftsimperium. Zwar war er nun ein alter Mann, doch da er sich noch immer auf Trab hielt, wirkte er körperlich dreißig Jahre jünger. Seine Energie, Ausdauer und Hartnäckigkeit wird Onkel Dagobert von nun an auch weiterhin brauchen, denn sein Imperium wird von vielen Seiten bedroht.
Part 2: Keeping it Bearbeiten
Anders als beim Kapitel Making it ist die zeitliche Anordnung der Geschichten in diesem Kapitel in erster Linie grob nach den verschiedenen Schurken eingeteilt; erst innerhalb der Kapitel kommt es wieder zu einer genaueren Chronik der Ereignisse.
Die letzten 25 Jahre waren laut Chalker die schwersten für Onkel Dagobert, wobei ein Ereignis sein Leben und das von Donald sowie den Drillingen verlängerte. In „Der Jungbrunnen“ (That’s No Fable!) entdeckt Familie Duck beim Begutachten eines Grundstücks den legendären Jungbrunnen, von dem alle Ducks etwas trinken. Chalker mutmaßt, dass die Ducks deswegen auch in späteren Geschichten noch so aussehen wie Ende der 1940er, Onkel Dagobert mit über einhundert Jahren noch fit bleibt und die Drillinge erheblich reifer sind, als sie aussehen.
The Beagle Boys, Inc. (Panzerknacker) Bearbeiten
Als ersten Gegner Dagoberts behandelt Chalker die Panzerknacker.
Das Oberhaupt der Familie ist 186-802 (Opa Knack, von Chalker fehlerhaft 176-80Z geschrieben) und dieser taucht das erste Mal in „Die Geldquelle“ (The Money Well) auf. Nach den Verbrechen, die er mit seiner Frau beging, versteckte er sich in seiner Ranch auf dem Land. Chalker vergleicht die Eheleute mit historischen Gaunerpärchen Bonnie und Clyde.
Chalker zählt zwanzig Versuche der Panzerknacker auf, wenigstens etwas von Onkel Dagoberts Vermögen zu erlangen.
Als erstes Abenteuer sortiert Chalker „Die Sieben Städte von Cibola“ (The Seven Cities of Cibola) ein. Dort werden die Panzerknacker nicht mehr von der Sozialhilfe unterstützt, deren Institution sie im hohen Bogen hinauswirft. Auf der Straße entdecken sie aber den auf Schatzsuche befindlichen Dagobert und folgen ihm, um ihn schließlich zu überwältigen. Gegen Ende der Geschichte verlieren alle ihr Gedächtnis, aber die Panzerknacker haben laut Chalker noch ihre Fixierung auf Dagobert behalten. Bald darauf treten sie dem Klub ehemaliger Piraten und Flibustier-Stellenvermittlung bei, den man in „Die Spitzen der Gesellschaft“ (The Status Seeker) sieht.
Das nächste Abenteuer brachte die Panzerknacker in Konkurrenz mit anderen Verbrechern: In „Das große Tauschgeschäft“ (All At Sea) möchte Dagobert Goldbarren von Gold-Town transportieren, und nur die Panzerknacker kombinieren, dass Dagobert dafür wohl den günstigsten Weg wählt, nämlich den über das Meer. Dagobert trickst die Panzerknacker dabei sogar beinahe aus, als er die Barren als Maiskörner tarnt. Nach dem erneuten Misserfolg fangen sie an, Dagobert hinterher zu spionieren. In „Die Perlen der Kuku Maru“ (Deep Down Doings) bekommen sie dadurch mit, dass Dagobert Perlen aus einem alten Wrack bergen möchte. Für „Der Spuk vom Gumpensund“ (The Strange Shipwrecks) nahmen sie ein Darlehen auf und bauten ein Geisterschiff, um einzelne Schiffe von Dagobert zu kapern.
Laut „Der Fluch des Abbadon“ (The Doom Diamond) hatten die Panzerknacker danach eine erfolgreichere Methode: Sie schickten dressierte Blauhäher durch ein Loch in Dagoberts Fenster, um Geld zu stehlen. Wie bereits in „Das große Tauschgeschäft“ schätzte die Bande Dagoberts Geiz richtig ein: Die Reparatur des Fenster würde ihn mehr kosten als das gestohlene Geld – also hält Dagobert die Diebe nicht auf. Erst die Aussicht auf den Abbadon-Diamanten, den Dagobert kaufte, brachte sie aus dem Trott heraus, wobei sie wieder Schulden machen. In „Die Spitzen der Gesellschaft“ (The Status Seeker) lassen sie sich wieder im Klub ehemaliger Piraten und Flibustier-Stellenvermittlung vermitteln, wo sie von Borstinger wieder auf Dagobert Duck angesetzt werden. Sie sollen ihm den rosa-gestreiften Rubin abjagen, den Dagobert in einer der Kisten voller Bonbons versteckte. Die Panzerknacker kennen den Trick schon aus ihrem Abenteuer in „Das große Tauschgeschäft“ und finden den Rubin schnell, auch wenn ihnen das nicht viel nutzen soll.
Nach diesem Abenteuer änderte sich das Ziel der Panzerknacker: Statt etwas von Dagoberts Vermögen zu erbeuten, wollen sie nun alles davon. Als erstes kaufen sie sich in „Der arme reiche Mann“ (Only A Poor Old Man) das Land neben Dagoberts Geldspeicher, um das Gebäude direkt anbohren zu können. Durch ein paar Tricks verlagert Dagobert sein Vermögen in einen nahen See, doch letztendlich landet es doch auf dem Grundstück der Panzerknacker, die allerdings auf einen cleveren Schachzug von Onkel Dagobert hereinfallen.
Daraufhin änderte auch Onkel Dagobert seine Strategie gegen die Panzerknacker, da sein eigener Speicher nicht mehr sicher vor ihnen war. Für „Der neue Tresor“ (The Round Money Bin) ließ er die kantige Form des Speichers zu einer Kugel umwandeln, doch die Panzerknacker rollten diese einfach auf ihr Grundstück, ähnlich ihrer Methode in „Der arme reiche Mann“. Die Panzerknacker landeten dafür endlich im Gefängnis, kamen aber dank der trainierten Gopher von 176-671 in „Grüner Salat“ (How green was my lettuce) wieder frei. Frustriert wechselt Dagobert vom einem rollbaren Speicher zum anderen, nämlich einem fernsteuerbaren Kugeltank in der gleichnamigen Geschichte („Der Kugeltank“ (Tricky Experiment)). Diesmal werden die Panzerknacker und Dagobert allerdings Opfer eines übereifrigen Verkehrspolizisten, wonach Onkel Dagobert die Idee von rollenden Geldspeichern aufgab (zumindest in den Comics von Carl Barks).
Als Alternative plante Onkel Dagobert nun, das Geld vollständig aus dem Speicher wegzuschaffen. Als Spinat getarnt transportierte er seine aufgerollten Geldscheine in „Unternehmen Inselfrieden“ (The Menehune Mystery) zu einer entfernten Insel, doch auch fern der Heimat trachten die Panzerknacker nach Rache und die Ducks können die Schurken nur mithilfe der lokalen Bevölkerung davonjagen.
Nach dem nächsten Gefängnisausbruch wendeten sich die Panzerknacker wieder ihrer alten Berufung zu, der Piraterie, und reisten in „Die Kohldampf-Insel“ (The Mysterious Stone Ray) auf eine abgelegene Insel, auf der einige von ihnen überraschend versteinert werden. Ausgerechnet durch das Eingreifen der Familie Duck können sie aber befreit werden. Chalker betont, dass in „Die Kohldampf-Insel“ erstmals alle fünfzehn Panzerknacker zu sehen sind. In den meisten Abenteuern seien es kleinere Gruppen, meistens die Gruppe um 176-176, wahrscheinlich wegen der dressierten Gopher von 176-671.
Als nächstes Abenteuer nennt Chalker „Die Geldquelle“ (The Money Well), in dem die Panzerknacker mit einem Bohrturm den Geldspeicher anbohren wollen, aber wieder nur einen leeren Speicher vorfinden. Bedrückt ziehen sie sich wie beim letzten Mal in „Der arme reiche Mann“ zurück aufs Land, diesmal in das alte Versteck von Opa Knack. Da sich das Land dort extrem verformte, probierten sie ihren Bohrer erneut aus – und entdeckten dabei das Geld von Dagobert, das dieser nur unter Ausnutzung einer Trickserei wieder an sich bringen konnte. Alls all das Geld wieder im Speicher lag, infiltrierten die Panzerknacker in „Geschrumpfte Millionen“ (Billions in the Hole) das wissenschaftliche Team von Onkel Dagobert, klauten eine Verkleinerungsmaschine und verkleinerten zum Zweck des leichteren Transports gleich den kompletten Geldspeicher, aber leider auch die Ducks und sich selbst. Zu dem Zeitpunkt hatte Dagobert seinen erstverdienten Zehner noch in seiner Tasche, was sich nach seinen ersten Abenteuern mit Gundel ändern sollte.
Für den nächsten Versuch der Panzerknacker, den Geldspeicher zu knacken, bauten sie in „Hans Hackebeil“ (The Paul Bunyan Machine) eine riesige mechanische Axt, doch der schlaue Dagobert versteckte vorher wieder einmal sein Geld. Um das in die Maschine geflossene Kapital wieder reinzuholen, holzen die Panzerknacker einen Wald ab – zufälligerweise genau der Weld, in welchem Onkel Dagobert sein Vermögen in hohle Bäume auslagerte. Ein vorheriger Einsatz von Falschgeld wird den Panzerknackern schlussendlich zum Verhängnis.
Bei einem weiteren Ausbruchversuch verwenden sie endlich in „Grüner Salat“ (How green was my lettuce) die Gopher, um danach Dagobert auszurauben. Da jener sein Geld wieder tarnt, stehlen die Panzerknacker stattdessen Salat, um damit die Gopher auf Dagoberts Grundstück zu füttern. Doch leider entpuppt sich der Salat als das getarnte Geld. Tierisch scheitert auch der Versuch in „Der geschenkte Löwe“ (Gift Lion), als die Panzerknacker Onkel Dagobert mit einem als Löwen verkleideten Panzerknackerkollegen bedrohten, den reichsten Mann der Welt allerdings unterschätzten, denn dieser rächte sich mit einem echten Löwen.
Nach diesem Fehlschlag ging es für die Panzerknacker in ein modernes Gefängnis, zur Volkshochschule für unsere gestrauchelten Brüder, wo sie sich fortbildeten. Als sie frei kamen, hatte Dagobert in „Die Schauergeschichte von Schloss Schauerstein“ (House of Haunts) sein Geld bereits in sicherheit gebracht, doch er litt unter dem Bankiers-Jucken, ging zum Versteck und führte die Panzerknacker damit über einige Umwege in eine Falle. Ihr nächster Versuch zeigte wieder ihr mechanisches Können: Über einen gewaltigen Sauger entwendeten sie über die Klimaanlage des Speichers Geld. Erst durch Donalds Kleber werden sie in „Die Panzerknacker gehen auf den Leim“ (The Case of the Sticky Money) überführt und landeten wieder im Gefängnis. Beim nächsten technisch ausgeklügelten Raubzug übernahmen sie in „Die Riesenroboter“ (The Giant Robot Robbers) die namensgebenden Roboter und wurden erst durch die Vorliebe für Backpflaumen überwältigt, die einer der Panzerknacker schon in „Die Kohldampf-Insel“ (The Mysterious Stone Ray) zeigte.
Die letzte Auseinandersetzung zwischen den Panzerknackern und Dagobert, die Chalker nennt, ist „Das Königsrennen“ (The Heedless Horseman), wo die Panzerknacker mit mechanischen Pferden ein Rennen gewinnen wollen. Am Ende der Geschichte wurden sie jedoch nicht geschnappt.
Magica deSpell (Gundel Gaukeley) Bearbeiten
Gundel Gaukeleys Name sei laut Chalker eindeutig ein Pseudonym. Sie arbeitete lange freiberuflich als Hexe am Fuß des Vulkans Vesuv, als sie auf einen Zauber stieß, mit dem man reich werden könne, wenn man Münzen der reichsten Menschen der Welt einschmelze. So wurde Gundel auf die für den Zauber besonders interessante erste Münze des reichsten Mannes der Welt aufmerksam, die Dagobert mehr berührt haben müsse als alle anderen. Um das Material für diesen Zauber zu bekommen, kaufte sie Dagobert Duck einen Groschen für einen Taler ab. Als Dagobert bemerkt, dass er ihr versehentlich seinen Glückszehner anstatt irgendeiner beliebigen Münze, weill Onkel Dagobert seinen Glückszehner unbedingt von Gundel zurückhaben. Am Ende von „Der Midas-Effekt“ (The Midas Touch) müssen Tick, Trick und Track die Zauberin am Vesuv erwischen und davon abhalten, das Geldstück einzuschmelzen.
Onkel Dagobert ging dazu über, seinen Lieblingszehner in einer von Daniel Düsentrieb erfundenen, unzerbrechlichen Kette um den Hals zu tragen, bevor er in „Die Irrfahrten des Dagobert Duck“ (Oddball Odyssey) von Gundel auf eine Insel gelockt wird, die nun Zaubersprüche der sagenhaften Zirze für sich entdeckt hat. Nun verwahrte er den Zehner unter einem Glassturz in seinem Geldspeicher auf und lässt Gundel von seinen Detektiven überwachen. Als diese in „Anschlag auf den Glückstaler“ (For Old Dime’s Sake) den Geldspeicher mit wilden Meteorenstürmen attackierte, nutzte sie noch die zuvor entdeckten Zauber der mächtigen Hexe Zirze.
Als nächstes trafen Gundel und die Ducks in „Der fliegende Teppich“ (Rug Riders in the Sky) aufeinander, wo Gundel hinter dem titelgebenden fliegenden Teppich her war. Am Ende der Geschichte bewarf Dagobert sie mit einem Stein, der ihr die Zauberkräfte nahm. In den Comics, die Chalker nach dieser einsortiert, ist Gundel aus diesem Grund auf mechanische Zauberhilfen und magische Gegenstände angewiesen.
Zum Beispiel verwendete sie in „Die Insel der goldenen Gänse“ (Isle of Golden Geese) chemische Waffen und benötigt sogar die Unterstützung der Panzerknacker. Nach „Anschlag auf den Glückstaler“ nutzte sie für „Die vielen Gesichter der Gundel Gaukeley“ (The Many Faces of Magica de Spell) wieder einen (diesmal chemischen) Zauber, der das Aussehen von Menschen veränderte; doch als sie selbst davon getroffen wurde, reagierte sie hilflos. Zuletzt sah Dagobert seine Feindin in „Glück und Glas“ (The Unsafe Safe), als Gundel Gaukeley mit Blitzen um sich warf, bis ihrem elektrischen Apparat, der ihren Blitzen die Energie verlieh, der Strom ausging.
Gundel Gaukeley ist danach laut Chalker nicht mehr dieselbe Bedrohung wie noch am Anfang ihrer Attacken.
Flintheart Glomgold (Mac Moneysac) Bearbeiten
Als dritte große Bedrohung für Dagoberts Vermögen wird Mac Moneysac genannt, der Wirtschaftsmagnat aus Afrika, welcher der reichste Mann der Welt sein will anstelle des reichsten Manns Afrikas. Anders als Dagobert geht er auch über Leichen, um dieses Ziel zu erreichen, und er ist sich nicht zu schade, Dagoberts Geldspeicher weitgehend zu kopieren. Dreimal trafen die beiden reichsten Männer in den Barks-Comics aufeinander, in denen einerseits Moneysac immer brutaler und andererseits der Comic immer länger wird.
Anders als zum Beispiel bei den Panzerknackern entspricht für Chalker die Reihenfolge der Moneysac-Geschichten auch ihrer Chronologie.
Das erste Treffen fand in „Der zweitreichste Mann der Welt“ (The Second-richest Duck) und in Afrika statt, wo Dagobert mit Familie den Mann besuchen wollte, der von sich behauptete, der reichste Mann der Welt zu sein. Beim zweiten Aufeinandertreffen in „Der reichste Mann der Welt“ (The Money Champ) hat Onkel Dagobert den Emporkömmling schon fast vergessen, doch dieser besuchte erstmals Entenhausen und begann, Dagobert beim Wettkampf durch Schrumpfmittel aus dem Spiel zu nehmen. Beim letzten Duell in „Heia Safari“ (So Far and No Safari) wollten Dagobert und Moneysac eine Mine ersteigern, was Moneysac ausnutzte, um Dagobert und dessen Familie auf dem Weg zur Auktion zu attackieren. Zu diesem Punkt ist Moneysac bei Weitem der gefährlichste Gegner, den Dagobert begegnete, und laut Chalker wahrscheinlich auch über diesen dritten Comic hinaus eine Bedrohung.
Lesser Villains Bearbeiten
Anders als bei den anderen Schurken, deren Comic-Auftritte Chalker in eine chronologische Reihenfolge brachte, erzählt er im Kapitel zu den kleineren Schurken die Bösewichter Shandy Schofel (Soapy Slick) aus „Alaska-Katastrophe“ (North of the Yukon), Schmu Schubiack (Chisel McSue) aus „13 Trillionen“ (The Horseradish Story), Glatznick (Scalpnick) aus „Eine haarige Geschichte“ (The Great Wig Mystery) und den Harpyien (Larkies) aus „Das goldene Vlies“ (The Golden Fleecing) nur die Handlung des einzigen Auftrittes nach und setzt diesen nicht in Kontext zu anderen Geschichten. Nur beim Clan McViper aus „Das Geheimnis der Eisenbahnaktien“ (Mystery of the Ghost Town Railroad) und später „Der Rinderkönig“ (The Cattle King) sowie beim brutopischen Konsul (The Brutopian Consul) aus „Fragwürdiger Einkauf“ (A Cold Bargain) sowie später in „Das Geheimnis des schwarzen Kastens“ (The Swamp of No Return) nennt er zuerst den ersten Auftritt und dann die Rückkehr in der darauf aufbauendem Geschichte.
Scrooge As Villain Bearbeiten
Die Liste von Dagoberts Untaten ist lang. Chalker listet trotz der begrenzten Anzahl an Comics, die er sich ansah, etliche Beispiele auf:
- „Wiedersehn mit Klondike“ (Back to the Klondike): Dagobert ist bestrebt, der mittelosen Schuldnerin Nelly das letzte Geld abzunehmen, und ist nur in letzter Sekunde bereit, ihr doch noch seinen Goldvorrat unterzujubeln.
- „Onkel Dagobert geht zu weit“ (Outfoxed Fox): Um an das Grundstück von Donald Duck und seinem Nachbarn Brummel zu gelangen, trickst Dagobert sie dermaßen aus, dass sie ihre eigenen Häuser und Gärten auf der Suche nach einem imaginären Schatz verwüsten. Erst, als die beiden beginnen, auch Dagoberts Haus auf der Suche nach dem Schatz abzureißen, verrät er ihnen die Wahrheit.
- „Das Wiesenfest“ (The Tuckered Tiger): Für ein Wettrennen auf dem Wiesenfest bietet Dagobert als Hauptpreis sein Gewicht in Diamanten an, da er sicher ist, selbst zu gewinnen. Als wider Erwarten der Maharadscha von Stinkadore gewinnt, pumpt er sich mit Wasserstoffgas voll, um 15 Pfund weniger als Nichts zu wiegen. Nun muss der Maharadscha ihm Diamanten zahlen.
- „Reise in die Vergangenheit“ (Back to Long Ago): Um einen Schatz zu finden, den die Vorfahren von Dagobert und Donald gerecht unter sich aufteilen wollten, trickst Dagobert seinen Neffen zu jeder Gelegenheit aus, um als Erstes den Schatz an sich nehmen zu können.
- „Magische Mahntinte“ (The Magic Ink): Dagobert schreibt mithilfe hypnotisierender Tinte Briefe an seine Schuldner, damit sie sein Geld zurückzahlen sollen. Er zeigt weder Mitleid noch Gnade, als der hypnotisierte Schuldner Donald sich deswegen in den Ruin treibt.
- „Ein gutes Geschäft“ (Wheeling and Dealing, von Strobl): Um für seine neu erworbene Farm gratis Werbung auf die Scheune gemalt zu bekommen, müssen laut Aussage des Werbemalers nur genug Autos an der Farm vorbeifahren. Das tun sie auch – nur sitzt an jedem Steuer Onkel Dagobert selbst.
- „Rennen der Oldtimer“ (Chugwagon Derby): Dagobert und Donald veranstalten eine Wettfahrt ohne Regeln, was beide für jede Menge schmutzige Tricks ausnutzen.
- „Der Regatta-Spezialist“ (His Handy Andy): Dagobert nimmt mit seinem Abschleppboot an einem Wettrennen teil, um dort regelwidrige Waffen an die Teilnehmer zu verkaufen und deren Boote abzuschleppen, nach die Waffen zum Einsatz gekommen sind.
- „Die Geldgeiß“ (Money Bag Goat): Er verschenkt Tiere, die schrecklich teuer in der Haltung sind, etwa einen Elefanten, der nur importierte Nüsse verspeist.
- „Dagobert, der Kavalier“ (Ducking Out, von Strobl): Nach einem reichhaltigen Essen bei Oma Duck will er sie wegen alten Schulden behelligen, doch Donald hindert ihn daran. Dagobert hält sich zurück – stellt Donald aber dafür den Blumenstrauß für Oma Duck in Rechnung.
- „Eine Seeschlange zuviel“ (The Beach Caper, von Strobl): Um Donald aus seinem Strandhaus zu ekeln, benutzt Dagobert ein Buch voller schmutziger Tricks, mit denen er zuletzt einen Eremiten aus seiner Höhle jagte, damit er darin Pilze züchten kann.
- „Der gesprenkelte Elefant“ (The Billion Dollar Safari): Dagobert bietet einen hohen Geldbetrag an jeden, der seinem Zoo ein bestimmtes Tier bringen kann. Wohlwissend, dass die Suche die größere Werbung ist und er den Preis nicht zahlen muss, wenn man das Tier nicht findet, fantasiert er sich ein unmögliches Wesen zusammen, welches nur mit Gustavs Glück zu finden ist.
Auch Beispiele für Dagoberts Gier findet Chalker zuhauf:
- „Der Stein der Weisen“ (The Fabulous Philosopher’s Stone): Er verwendet den Stein der Weisen übermäßig, wohlwissend darüber, dass unverantwortlicher Umgang damit den Goldmarkt und somit das internationale Finanzsystem ruiniert.
- „Die Erbuhr“ (Heirloom Watch): Dagobert gibt ein kleines Vermögen aus, um seine Herkunft zu beweisen, und dies für ein Erbe, das schlussendlich erheblich kleiner ausfällt als erwartet.
- „Die Quizsendung“ (The Colossalest Surprise Quiz Show): Er drängelt sich zur Teilnahme bei einem Quiz vor, nur um zu bemerken, dass ein Gewinn ihn in eine höhere Steuerklasse bringt.
- „Im Lande der Zwergindianer“ (Land of the Pygmy Indians): Er kauft ein Stück Land, um dem Gestank der Großstadt zu entkommen. Als er sich das Grundstück ansieht, verwertet er im Kopf direkt die entdeckten Bodenschätze. Selbst, als die dort lebenden Zwergindianer sein Leben bedrohen, lässt er nicht von seiner Suche nach seltenen Erden ab.
- „Die Fuchsjagd“ (Yoicks! The Fox!): Seine Gier zwingt ihn dazu, bei einer Fuchsjagd zu mogeln, um den Hauptpreis, eine Motorfabrik zu gewinnen, aber sein falsches Spiel verhilft ihm nur zu einem Teilerfolg.
- „Der teure Smoking“ (Clothes Make the Duck): Um nicht für eine förmliche Feier ja keinen teuren Anzug kaufen zu müssen, flieht er durch ganz Entenhausen.
- „Das Freizeitjacket“ (The New Suit, von Strobl): Er ist sich nicht zu schade, sich als Obdachloser zu verkleiden, um Spenden besorgter Mitmenschen zu erhalten.
- „Der geizige Verschwender“ (The Thrifty Spendthrift): Seine Liste an Weihnachtsgeschenken besteht aus einem Golfball für Donald und je eine Murmel für Tick, Trick und Track. Als Donald ihn hypnotisch dazu bringen möchte, seinen Geiz zu überwinden, schenkt er einem Hund die gesamte Palette an besungenen Geschenken des Weihnachtsliedes "Twelve Days of Christmas".
- „Schuster, bleib bei deinem Leisten!“ (Pyramid Scheme): In Ägypten schickt er sich an, eine altägyptische Pyramide ausgraben zu lassen, in der Hoffnung, darin einen Pharaonenschatz zu finden. Nur leider ging der Schatz des Pharaos vollständig für den Bau der Pyramide drauf.
Chalker auch vereinzelte Beispiele, bei denen Dagoberts Geiz geradewegs unprofitabel war:
- „Heia Safari“ (So Far and No Safari): Dagobert ärgert sich über Gopher in seinem Geldspeicher, will aber keinen Kammerjäger bezahlen.
- „Der Fluch des Abbadon“ (The Doom Diamond): Von den Panzerknackern dressierte Vögel rauben Dagoberts Geld durch ein zerbrochenes Geldspeicher-Fenster, doch Dagoberts Vorsatz besteht nicht etwa darin, für die Reparatur des Fensters zu zahlen, sondern stattdessen will er weitere Säcke voll Geld verdienen, damit diese das kaputte Fenster verdecken.
- „Die Geldquelle“ (The Money Well): Dagobert spart sich das Geld für einen neuen Zwicker und verliert deshalb beinahe sein komplettes Vermögen.
Die Geschichte, die Dagoberts Charakter am meisten verändert habe, dürfte laut Chalker „Der güldene Wasserfall“ (The Golden River) sein. Hier überdenkt er seine Motivation und seine Kindheit und gesteht sich ein, dass er sich selbst nicht so ganz leiden kann. Danach wäre Dagobert humaner geworden, zum Beispiel nutzte er in „Der Schatz des Marco Polo“ (Treasure of Marco Polo) den titelgebenden Schatz, um der verarmten Bevölkerung von Unstetistan zu helfen.
Other Features Bearbeiten
Neben anderen Faktoren zählt Chalker auch Glück als einer der Gründe auf, weshalb Dagobert sein Vermögen halten kann. Sein erstverdienter Zehner wurde bereits von Gundel Gaukeley als „ein fantastisches Glücksamulett“ („fabulous good luck amulet“) bezeichnet, und als Dagobert ihn in „Wunder der Tiefsee“ (Lost beneath the sea) im Meer verliert, wirkt sich der Verlust tatsächlich negativ auf seine Geschäfte aus. Erst dadurch, dass er ihn zurück erlangte, gab es wieder wirtschaftliche Erfolge. Gegen die Marsianer in der Geschichte half ihm aber sein geologisches Wissen und nicht bloß Glück, weshalb Chalker vermutet, dass der Zehner alleine Gundel ohne die Erfahrungen und das Wissen von Onkel Dagobert nicht reich machen kann.
Weitere Beispiele, dass Dagoberts Vermögen auch auf Glück erbaut wurde, fand Chalker im in Deutschland unveröffentlichten Strobl-Comic Everybody’s Got a Whistle, in dem Dagobert seinem Hausmeister versehentlich eine Million Taler zuviel als Gehalt zahlt, auf dem Weg zu seinem belohnten Angestellten aber einen Schatz im Wert von zwei Millionen Taler findet. Selbst das Falschgeld, das ihm in „Die Spitzen der Gesellschaft“ (The Status Seeker) angedreht wurde, erweist sich als selten und historisch. Als er in „Die goldene Nase“ (Riches, Riches, Everywhere!) im australischen Outback nach Wasser sucht, findet er an jeder Stelle wertvolle Schätze. Und als er in „Das große Tauschgeschäft“ (All At Sea) seinem Piloten ein falsches Ziel sagt, findet Dagobert den größten Smaragd der Welt.
Dagoberts Wissen ist laut Chalker dennoch essenziell für seinen finanziellen Erfolg. Als Donald, Tick, Trick und Track in „Seines Glückes Schmied“ (Much Luck McDuck) versuchen, Dagobert daran zu hindern, das alte Gundermannsche Grundstück (Quackberry Place) zu verkaufen, entdeckt Dagobert auf dem Grundstück gypsum, weshalb er dort eine Zement-Fabrik baut. Und als Donald seinem Onkel Dagobert in „Faule Fische“ (Somethin’ Fishy Here) vorschwindelt, dass Fische das Bargeld als Zahlungsmittel ersetzen würden, schafft es Dagobert trotzdem, ein gewaltiges Vermögen in Fisch aufzubauen.
Dagoberts Verhältnis zu seinem Geld ist nicht immer konstant. In „Der fliegende Teppich“ (Rug Riders in the Sky) langweilt ihn sein Geld, in „Der verhängnisvolle Kronenkork“ (Tralla La) macht es ihn sogar krank. Doch noch kranker mache ihn die Aussicht, das Geld zu verlieren, wie in „Die Königin der sieben Meere“ (Hall of the Mermaid Queen) zu lesen ist. Chalker fasst es zusammen: „Das Geld als Geld ist etwas, das er hasst; das Geld als Symbol seines Lebens, das seine Errungenschaften repräsentiert und physisch verkörpert, liegt ihm hingegen am Herzen.“[e 2]
Sein Geld zu schützen wäre für Onkel Dagobert laut Chalker wie eine Manie. Im bisher in Deutschland unveröffentlichten Strobl-Comic The Cookie Jar Caper versteckt Dagobert sein Geld in einem Silo auf Oma Ducks Bauernhof. Im Speicher selbst ist das Geldbecken laut „Der Käse von Kirkebö“ (The Lemming with the Locket) mit dem Metall Impervium sowie mit sieben Schlössern an der Tresortüre gesichert. Als Dagobert in „Moderne Zeiten“ (Migrating Millions) einen neuen Ort für seinen Geldspeicher und somit sein Geld sucht, setzt er seinen Geldspeicher auf Räder.
Dagoberts weltweiten Investitionen erfordern eine klare Kommunikation. Nachdem Dagobert laut Chalker in „Hans Hackebeil“ (The Paul Bunyan Machine) lernte, nicht alle Entscheidungen selbst zu treffen, lässt er sich von Daniel Düsentrieb einen elektronischen Doppelgänger bauen, der laut dem Fletcher-Comic „Chef für einen Tag!“ (Kingpin For A Day) alle Entscheidungen in Dagoberts Abwesenheit unklar formuliert. In „Die Kunst, reich zu werden“ (Billion Dollar Pigeon) wird gezeigt, dass Dagobert fast alle seine Nachrichten über Brieftauben verschickt. Sein weltweit erzieltes Einkommen ist enorm, in „Das gibt es nur in Texas“ (The Fabulous Tycoon) wird gezeigt, dass allein der Profit seines Rinderimperiums in die Milliarden geht.
Dagobert Ducks Unternehmungen sind über die ganze Welt verteilt. Als er in „Die Schatzkammern König Salomos“ (The Mines of King Solomon) seine weltweiten Investitionen persönlich überprüft, sind es 1200 Orte in 69 Ländern, wobei er 16 Mal die sieben Weltmeere überquert. Einige der Geschäftsbereiche und Länder werden von ihm alphabetisch sortiert in „Das Kind der Wildnis“ (The Queen of the Wild Dog Pack) aufgezählt. In „Die Trommel von Bugubu“ (Bongo on the Congo) fliegt Dagobert persönlich nach Südafrika und riskiert die Gefahren durch Tsetsefliegen und feindliche Eingeborene, um herauszufinden, warum die Arbeiter seine Mine verlassen haben. In einer anderen reiselastigen Schatzsuche findet er titelgebend „Die Schatzkammern König Salomos“ (The Mines of King Solomon), und in Australien fängt er „Das Kind der Wildnis“ (The Queen of the Wild Dog Pack), das von Dingos aufgezogen wurde. Im Comic „Zauber des Orients“ (Cave of Ali Baba) wurde Dagobert sogar hypnotisiert und ausgeraubt.
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Von A…
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…durch…
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…das…
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…ganze…
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…Alphabet.
(Alle Bilder © Disney)
Doch die internationalen Geschäfte haben auch ihren Preis. Dagobert muss ausländischen Machtinhabern Schutzgelder zahlen, ständig persönlich vor Ort sein, seine Steuerzahlungen sind enorm, und gerade nach dem Artikel in Jolt aus „Alaska-Katastrophe“ (North of the Yukon) ist er die Zielscheibe verschiedener Interessengruppen, wie man auch in „Der verhängnisvolle Kronenkork“ (Tralla La) sehen kann. Kein Wunder also, dass bereits zwei Nervenzusammenbrüche von Dagobert bekannt wurden, nämlich zum einen in „Der verhängnisvolle Kronenkork“ (Tralla La) sowie zum anderen in „Der güldene Wasserfall“ (The Golden River).
Dagoberts Aberglaube und Exzentrik bergen ebenfalls regelmäßig Gefahren für ihn. Nur einmal habe sich laut Chalker Dagoberts Aberglaube ausgezahlt, nämlich als dieser in „Die Wünschelrute“ (The Witching Stick) tatsächlich mit einer Wünschelrute Gold findet.
Als Dagobert in „Das Münstermännchen“ (The Phantom of Notre Duck) ein neues, musik-gesteuertes Tresor-Schloss verwendet, will er dieses schützen, indem er die Flöte im Wunschbrunnen des Entenhausener Münster versenkt. Dagoberts Angst in „Freitag, der 13.“ (Two-Way Luck) vor dem gleichnamigen Tag kostet ihn fast ein Vermögen, sein Vertrauen in „Das Kaffeeorakel“ (Faulty Fortune) am Ende mehr als drei Millionen Taler.
In „Die Geschichte von Onkel Dagoberts Bett“ wird gezeigt, dass Dagoberts Streben nach immer mehr Geld davon motiviert wurde, sich ein immer größeres Bett leisten zu können, bis es ihm schließlich mehr schadet als nutzt. Seine Liebe für Muskatnuss-Tee wird ihm in „Eine würzige Geschichte“ (A Spicy Tale) zum Verhängnis, als er kurzzeitig versklavt und beinahe Teil einer Schrumpfkopf-Sammlung wird.
Dagobert Duck ist aber auch Teil einiger übernatürlicher Abenteuer und begegnert immer wieder fremden Völkern und Kulturen. Als er in „Der magische Hammer von Walhalla“ (Mythtic Mystery) lateinische und nordische Götter trifft, nutzt ihm sein Wissen über diese alten Götter, doch seine Gier kommt ihn wieder einmal teuer zu stehen. Als er einen Tunnel gräbt, um den Grund der Erdbeben unter seinem Geldspeicher zu erforschen, entdeckt er in „Land unter der Erdkruste“ (Land Beneath the Ground!) das unterirdische Volk der Kullern, welches eben diese Erdbeben verursacht. In „Der verlorene Zehner“ (The Secret of Atlantis) wird er in Atlantis gefangen genommen, in „Die Krone des Dschingis Khan“ (The Lost Crown of Genghis Khan!) trifft er den Yeti und er enthüllt in „Der Fliegende Holländer“ (The Flying Dutchman) das Geheimnis des gleichnamigen Schiffs. Er findet in der gleichnamigen Geschichte „Das Gold der Inkas“ (The Prize of Pizarro) aus deren verlorenen Goldminen, in „Der Erbe des Dschingis Khan“ (King Scrooge the First) kämpft Dagobert als Nachfahre eines Königs gegen einen unsterblichen Gegner, in „Besuch vom Planeten Diana“ (Micro-Ducks from Outer Space) betreibt er interplanetarischen Handel. Chalker fasst zusammen: „Ja, man kann sagen, dass er mit seltsamen und übernatürlichen Situationen konfrontiert war und einige der großen Geheimnisse der Welt gelüftet hat…“[e 3]
Onkel Dagobert beweist in „Das große Ölgeschäft“ (Pipeline to Danger) auch großes Mitgefühl und Reue. Als er einen Krater (Cabash Crater) mit Öl vollpumpt, bedroht er damit das Leben von kleinen Arabern, die im Krater leben. Als Dagobert davon erfährt, verwandelt er den Krater kurzerhand in ein kleines Paradies für die friedlichen Einheimischen.
Manchmal treibt Dagobert auch die Langeweile zu großen Abenteuern. In „Die Goldgrube der Königin von Saba“ (McDuck of Arabia) finanziert und hilft Dagobert den Scheich Dugh ben Dughi (Shiek Arrabi) bei der Bergung der ehemals verschollenen, titelgebenden Goldgrube. In „Eine windige Geschichte“ (Return To Pizen Bluff) träumt Dagobert von Geistern in der Mine von Windy City (Pizen Bluff), weshalb er die Minen erneut sucht.
Eine weitere wichtige Charakter-Eigenschaft Dagoberts ist sein Streben nach gesellschaftlicher Anerkennung. Im Strobl-Comic „Das Autogramm“ (Famous Figure) erfährt Dagobert, dass er auf einer Liste der bekanntesten Personen Entenhausens nur auf Platz elf ist; vor ihm sind lauter Athleten. Kurzerhand kauft er die Mannschaften der bekannteren Athleten und feuert diese, doch deswegen wird Dagobert noch unbeliebter. Dagobert greift in „Wettfahrt auf dem Mississippi“ (The Great Steamboat Race) das Dampfschiff-Rennen von 1880 nur auf, weil er vom prestigereichen Leben des Adels in den Südstaaten träumt. Sein Streben nach Prestige sorgte für seine Teilnahme an „Das Königsrennen“ (The Heedless Horseman), die seinem Ansehen eher schade, und lässt ihn in „Die Krone der Mayas“ (Crown of the Mayas) eine teure Schatzsuche starten, nur um einem Archäologen-Club zu imponieren. Beim Versuch, in „Wundersamer Wahlkampf“ (A Campaign of Note) in die Politik zu gehen, wird sein Geld von Donald mit eine Tuba über die Leute gepustet. Ob er gewählt wurde, taucht laut Chalker nicht in den Geschichten auf. In „Der Hund der Whiskervilles“ (Hound of the Whiskervilles) will Dagobert seinen Tartan suchen, um zu beweisen, dass er auch von nobler Geburt ist, doch am Ende der Geschichte entscheidet er sich überraschenderweise gegen die gesellschaftliche Anerkennung und stattdessen für den Profit, indem er seinen Tartan für moderne Kunst verwendet.
Ein weiterer Antrieb Dagoberts ist es, zu beweisen, dass er in seinem hohen Alter noch so gut ist wie in seiner Jugend. Chandler nennt dazu zwei Beispiele:
- In „Das Goldschiff“ (The Golden Nugget Boat) nimmt Dagobert in Alaska an einem Wettstreit teil, bei dem es ums Schürfen von Goldnuggets geht. Im Kontrast zum bis zur Erschöpfung arbeitenden Dagobert steht in der Geschichte Gustav Gans, der ohne Arbeit ein gewaltiges Goldnugget findet.
- Als Donald Dagobert in „Die Stadt der goldenen Dächer“ (City of Golden Roofs) herausfordert, dass er in der heutigen Zeit nicht so viel Erfolg haben könnte wie zu Dagoberts Jugend, geht Dagobert auf die Wette ein und schafft es tatsächlich, einen Hochofen in Indochina zu verkaufen. Chalker kommentiert diese schier unmögliche Leistung: „Wer jemals Zweifel daran hatte, dass er [Dagobert] in Aden Regenhüte oder in der Sahara Rasenmäher verkauft, sollte dies zur Kenntnis nehmen.“ [e 4][a 2]
Um zu zeigen, das Dagobert im Weltraum-Zeitalter angekommen ist, fasst Chalker die Handlungen von „Der Lockruf des Mondgoldes“ (The Loony Lunar Gold Rush), „Verlorenes Mondgold“ (The Twenty-four Carat Moon), „Weltraum-Briefträger“ (Interplanetary Postman) und „Die Insel im All“ (Island in the Sky) zusammen.
Als einzige Erben für Dagoberts Vermögen kommen nur die Drillinge Tick, Trick und Track in Frage. Donalds Freigeist, seine allgemeine Verantwortungslosigkeit sowie Gustavs Faulheit schließen die beiden Neffen als mögliche Erben aus, während die Drillinge wissen, wie man Geld vermehrt; außerdem testet Dagobert in „Die Prüfung“ (The Lemonade Fling) mit Erfolg ihre Ehrlichkeit.
APPENDIX: A Bibliography of Carl Barks’ Writings about Scrooge McDuck Bearbeiten
In Kim Westons Bibliografie werden nur die Comics mit Dagobert aufgelistet, von denen bekannt ist, dass Barks sie geschrieben hat. Als einzige Ausnahme ist „Die Geschichte von Onkel Dagoberts Bett“ (The Invisible Intruder) aufgelistet, die „doch im Geiste mit Carl Barks’ Hauptschrift über Dagobert“ übereinstimme und „einen gewissen Klang von Authentizität“ habe. [e 5]
Comics, bei denen der Autor nicht bekannt ist, wurden in der Liste mit einem Fragezeichen markiert. Da nicht jeder Comic zu seiner Erstveröffentlichung mit einem Titel bedacht wurde, werden alternativ Barks’ Arbeitstitel oder eine kurze Handlungszusammenfassung genannt.
Westons Liste basiert auf Michael Barriers Barks-Bibliografie in seinem Fan-Magazin Funny World, die später in „Carl Barks: Die Biographie“ (Carl Barks and the Art of the Comic Book) ausgearbeitet wurde. Viele der Comics bekamen erst bei Nachdrucken einen Titel.
Chalkers Biografie konzentriert sich hauptsächlich auf die Heftreihe Uncle Scrooge, doch in der Bibliografie werden zusätzlich die Dagobert-Comics in Christmas in Disneyland, Christmas Parade, Walt Disney’s Comics and Stories, Disneyland Birthday Party, Donald Duck, Gyro Gearloose, Huey, Dewey and Louie Junior Woodchucks, Mickey Mouse Almanac, March of Comics, Summer Fun und Uncle Scrooge Goes to Disneyland indiziert.
Rezeption Bearbeiten
Modernere Internet-Kritiken bewerten das Werk eher durchwachsen. So sei die eigentliche Biografie der Comicfigur seiner Zeit voraus, aber sehr kurz und ziemlich trocken. Die erste Hälfte würde die von Barks hinterlassenen Lücken nur dürftig füllen oder gar erweitern, die zweite Hälfte fasse nur Comichandlungen zusammen. Ein Leser mutmaßt, dass die trockenen Formulierungen aufgrund der Vorgaben Disneys seien. Durch den Einbau der vielen Comicgeschichten würde Dagobert eher zu einer widersprüchlicheren anstatt komplexeren Figur werden. Für Fans, die schon in der Materie stecken, sei das Werk aber eine unterhaltsame Lektüre. [2][3]
Vergleich mit späteren Dagobert-Biografien Bearbeiten
„An Informal Biography of Scrooge McDuck“ erschien 1974, drei Jahre nach der Veröffentlichung in Markings, dreizehn Jahre vor der DuckTales-Folge „Reise in die Vergangenheit“ (Once Upon A Dime, 07.12.1987) und 18 Jahre vor „Der Letzte aus dem Clan der Ducks“ (The Last of the Clan McDuck, 10.08.1992), dem ersten Kapitel von Don Rosas Magnum Opus Sein Leben, seine Milliarden. Alle drei Werke basieren hauptsächlich auf ausgewählten Barks-Comics, aber nicht nur in ihrem Medium unterscheiden sich der Text, die Zeichentrickfolge und die Comicreihe. Obwohl bei allen drei Werken nicht bekannt ist, wie sie sich gegenseitig beeinflussten, werden sie in Rezensionen gerne miteinander verglichen, meist zum Nachteil des eher trockenen Sachtextes.
Etwas, das „An Informal Biography of Scrooge McDuck“ von den anderen beiden Dagobert-Biografien unterscheidet, ist die Thematisierung von Dagoberts Leben in der Gegenwart der Comicgeschichten.
Vergleich mit DuckTales Bearbeiten
Die DuckTales-Folge „Reise in die Vergangenheit“ (Once Upon A Dime) wurde das erste Mal am 07.12.1987 in den USA ausgestrahlt. Die Regie führte David Block, geschrieben wurde die Folge von Richard Esckilsen, Ken Koonce und David Weimers. Sie umschreibt, wie der gegenwärtige Onkel Dagobert am jährlichen Kilt-Tag seiner Familie erzählt, wie er reich geworden ist.
Sein Lebenslauf in der Erzählung basiert teilweise auf denselben Comiczitaten, auf denen auch Chalker seine Biografie aufbaute. Der schottische Schuhputz-Junge Dagobert reist in die USA zu seinem Onkel, der Dampfschiffahrer ist, verdingt sich anschließend in Afrika mit Diamanten-Minen und baut seinen Geldspeicher in Entenhausen. Durch die begrenzte Folgenlaufzeit wurden auf viele weitere Lebensepisoden verzichtet, etwa auf Dagoberts Abenteuer am Klondike; diese erhielten später jedoch mit Im Goldrausch eine eigene Folge.
Einige der Figuren sind etwas anders gestaltet als in den Comics. Der Onkel vom Rivalen Patrick Pork aus dem Barks-Comic „Wettfahrt auf dem Mississippi“ (The Great Steamboat Race) ähnelt ihm gar nicht mehr: Patrick ist ein Schwein, Ol’ Man Ribbit ein Frosch. Dagoberts ersten Zehner bekam er in den DuckTales von keinem Kanalarbeiter, sondern von einem Farmer namens McDreckig.
Die Folge wurde zu einer Anreihung kleiner Abenteuer, welche zeigt, wie „Dorfdepp“ Dagobert immer erfahrener wird. Um den jungen Dagobert zu charakterisieren, wird er stets im Kilt und mit einer Leidenschaft fürs Dudelsackspielen gezeigt.
Auch weitere DuckTales-Folgen behandelten Dagoberts Vergangenheit, darunter „Im Goldrausch“ (Back to the Klondike) und „Arme reiche Ente“ (Down and Out in Duckburg), allerdings stets in einem geringeren Umfang.
Vergleich mit SLSM Bearbeiten
1991 beauftragte Nancy Dejgaard, damalige Geschäftsführerin von Egmont, Don Rosa mit der Arbeit an einer zwölfteiligen Dagobert Duck-Biographie. [4]
Don Rosa setzte sich mit anderen Fans in Verbindung und recherchierte selbst Rückblenden und Zitate in den Barks-Comics, nach denen er sich richten konnte. Dabei zählte er im Gegensatz zu Chalker erheblich mehr Geschichten als Kanon – auch wenn er einige der Barks-Fakten, wie er sie nannte, „stiefmütterlich“ behandelte oder in einen völlig neuen Kontext gesetzt.
Zum Beispiel half laut dem Barks-Comic „Die magische Sanduhr“ (The Magic Hourglass) die titelgebende Sanduhr dem unerfahrenen Dagobert beim Aufbau seines Vermögens, nachdem er diese bei seiner Überfahrt nach Amerika bekam. Die Atlantik-Überquerung findet sich auf bei Rosa, die Sanduhr wird von ihm bewusst ignoriert.[5][6]
Ein anderes Beispiel findet sich in seinem Umgang mit dem Barks-Comic „Wudu-Hudu-Zauber oder Ein Zombie geht durch die Stadt“ (Voodoo Hoodoo), in dem Dagobert voll Stolz erzählt, wie er beim Brandschatzen in Afrika einen Zombie auf den Hals gehetzt bekam. In Rosas Dagobert-Biografie wird diese Stelle als die schwärzeste Stunde in seinem Leben bezeichnet und soll sich als folgenschwere Fehlentscheidung herausstellen, die Onkel Dagoebrt zeitlebens verfolgt.
Als drittes Beispiel kann man den starken Launenwechsel bezeichnen, den Dagobert in den paar Stunden hatte, die zwischen dem Barks-Comic „Die Mutprobe“ (Christmas on Bear Mountain) und dem Rosa-Comic „Der Einsiedler der Villa Duck“ (The Recluse of McDuck Manor) hat.
Wie Chalker und Weston referiert Rosa die Geschichte „Die Große Langeweile“ (Chairman of the Bored) von Tony Strobl, die ihren jeweiligen Kriterien streng genommen nicht gerecht werden würde.
Ähnlich wie bei Chalker suchte Don Rosa stets geschichtliche Bezüge, um die Barks-Fakten darin einzubetten, auch wenn sich diese ein wenig von Chandlers Version unterscheiden. Rosa kürzt bei Dagoberts Ahnen den Kalifen von Bagdad aus „Der Erbe des Dschingis-Khan“ (King Scrooge the First) weg, die Flucht der Familie Duck nach England findet sich nur in seinen ersten Skizzen zu „Der Letzte aus dem Clan der Ducks“.
Außerdem baute Rosa auch Schurken und Prominente in Dagoberts Vergangenheit ein, welche die Handlung interessanter gestalten, aber nicht auf Barks-Fakten basieren. Zum Beispiel treten Klaas Klever in „Der Kupferkönig von Montana“ und Mac Moneysac in „Der Schrecken von Transvaal“ auf, außerdem begegnet Onkel Dagobert in der Reihe beispielsweise auf Theodore Roosevelt, Wyatt Earp und Robert Peary.
Weblinks Bearbeiten
Einzelnachweise Bearbeiten
- Zitate im englischen Original
- ↑ S. xii: „Scrooge has also been the subject of many fictional pieces written by others than Mr. Barks. These are generally so obviously inconsistent as to be beneath notice.“
- ↑ S. 36: „The money as money is something he hates; the money as symbols of his life, representing and physically embodying his achievements, is what’s dear to him.“
- ↑ S. 39: „Yes, one can say he’s faced strange and supernatural situations and solved some of the world's great mysteries…“
- ↑ S. 40: „Anyone who ever had any doubts about his selling rain hats in Aden or lawn mowers in the Sahara should take note.“
- ↑ S. 45: „One story not written by Barks is included in the listing: "Invisible Intruder" in Uncle Scrooge #44 was written by Vic Lockman but is included here because, even if it’s apocryphal, it agrees in spirit with Carl Barks’ main body of writings about Scrooge and does have a certain ring of authenticity to it.“
- Anmerkungen
- ↑ Im englischen Text des Comics nennt Dagobert den Job cannon on the Wabash Cannonball. Die Wabash Cannonball ist ein fiktiver Zug, der im gleichnamigen Lied besungen wird. (Siehe auch Wikipedia.) Da Dagobert wohl kaum als Kanone gearbeitet haben wird, hat Don Rosa aus dem cannon einen Heizer gemacht. Chalker zitiert hingegen Barks wörtlich, ohne zu erläutern, was er denn für einen Job vermutete. Für den Artikel wurde die Rosa-Interpretation übernommen.
- ↑ Laut „Die Goldgrube der Königin von Saba“ (McDuck of Arabia) verkaufte Dagobert in Aden in Arabien Regenhüte, in „Die Schatzkammern König Salomos“ (The Mines of King Solomon) erzählt er, wie er in der Sahara Rasenmäher verkaufte.
- Restliche Quellen
- ↑ „Publisher: Mirage Press“. isfdb.org
- ↑ Kritik auf librarything.com: "A biography of the Scrooge McDuck character, as detailed in the comic book adventures in which he appeared. No illustrations; Disney’s legal team would not allow it. But the book is amply documented, and interesting to a fan of the Carl Barks stories such as myself." (04.01.2007, geschrieben von User burnit99)
- ↑ Rezensionen auf goodreads.com
- ↑ Don Rosa: Meine Biographie, Teil drei. In: Don Rosa Collection 3, S. 10.
- ↑ Übersetzung: „Bei der Arbeit an meiner Serie „Sein Leben, seine Milliarden“ sah ich mich gezwungen, einige wenige Fakten aus Barks’ Dagobert-Geschichten außer Acht zu lassen. Ich ignoriere die Existenz der „magischen Sanduhr“, da sie im Widerspruch zu allem steht, wofür Dagobert steht (ebenso wie die betrügerische Idee eines „Glückszehners“). Ich ignoriere die Geschichte, in der Dagobert Ureinwohner verprügeln lässt (sowie die Datumsangaben in dieser Geschichte). Ich ignoriere das Datum auf dem Kalender in der Rückblende in „Alaska-Katastrophe“ (North of the Yukon), da es ein Jahr zu spät ist. Und ich glaube, ich ignoriere auch ein Datum in der Geschichte „Das Geheimnis der Eisenbahnaktien“ (Mystery of the Ghost Town Railroad), da es 10 Jahre zu früh ist, um möglich zu sein.“
Originaltext: „While doing my ‚Life of $crooge‘ series I have found it necessary to ignore a bare minimum of Barks’ $crooge facts. I ignore the existance of the ‚magic hourglass‘ as being antithesis to everything $crooge is (as is the fraudulent idea of a ‚lucky‘ #1 Dime). I ignore the story of $crooge having natives roughed up (as well as the dates in that story). I ignore the date on the calendar in the flashback in ‚North of the Yukon‘ as being one year too late. And I think I ignore some date pertaining to that ‚Ghosttown Railroad‘ story as being 10 years too early to be possible.“
„Don Rosa on himself: The Life and Times of Scrooge McDuck (Lo$, 12-part series)“. nafsk.se - ↑ Übersetzung: „Allerdings ignorierte Don Rosa auch Hinweise auf Dagoberts Vergangenheit aus einer Reihe klassischer Barks-Geschichten, die ihm nicht gefallen, wie beispielsweise ‚Die magische Sanduhr‘ (The Magic Hourglass, in der beschrieben wird, wie Dagobert als Schiffsjunge in Marokko an eine Sanduhr gelangte), ‚Das Wundermehl‘ (Flour Follies, insbesondere Miss Penny Wise, die eine gemeinsame Vergangenheit mit Scrooge hat und im Besitz einer Schuldverschreibung ist, die Dagobert ruinieren könnte), ‚American Football‘ (September Scrimmage, in dem Dagobert erwähnt, dass er in den 1880er Jahren an der Universität Football gespielt hat) und ‚Die schwimmende Insel‘ (The Floating Island), in der Dagobert erwähnt, dass er in den 1880er Jahren auf den Samoa-Inseln mit Kokosnüssen gehandelt hat.“
Originaltext: „However, Don Rosa also ignored references to Scrooge's past from a number of classic Barks stories that he does not like, such as ‚The Magic Hourglass‘ (which describes how Scrooge obtained an hourglass when he was a cabin boy in Morocco), ‚Flour Follies‘ (specifically Miss Penny Wise, who has a history with Scrooge and owns a note that could ruin Scrooge), ‚September Scrimmage‘ (in which Scrooge mentions that he used to play football in college during the 1880s), and ‚The Floating Island‘, where Scrooge mentions having traded coconuts on the Samoan Islands during the 1880s.“
„Don Rosa“. disney.fandom.com, abgerufen am 18.10.2026
