Phantomime

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Phantomime in ihrer Heldenkleidung

Phantomime (im italienischen Original Paperinika) ist Daisy Ducks Geheimidentität, wenn sie als Superheldin die Straßen betritt. Der feministische Pendant und Konkurrent Phantomias' hatte 1973 in Phantomime und der Ariadnefaden (unter anderem in LTB 57) von Guido Martina und Giorgio Cavazzano seinen ersten Comicauftritt.

Entstehungsgeschichte

Bereits 1972 war in dem italienischen Büchlein Il Manuale di Paperinik („Phantomias' Handbuch“) mit Zeichnungen von Giovan Battista Carpi eine Vorgängerin Phantomimes zu sehen. Diese trug den Namen „Paperinikka“ (also nahezu identisch mit dem aktuellen italienischen Namen „Paperinika“) und war auch schon vom Aussehen sehr nah an der späteren Phantomime dran.[1] Gut ein Jahr später trat die Superheldin dann auch erstmals im Comic auf, nämlich im Klassiker Phantomime und der Ariadnefaden (LTB 57, LTB Ultimate 1 & Daisy Duck – Die Anthologie) von Guido Martina und Giorgio Cavazzano. Die feministische Konkurrentin Phantomias' hatte von Anfang an eine sehr starke Persönlichkeit und bekam auch gleiche weitere Figuren an die Seite gestellt, wie die Erfinderin Genia Gans. So ist es kaum verwunderlich, dass sie bald wiederverwendet wurde, erst einmal nur von Guido Martina in Phantomias gegen Phantomime (unter anderem in LTB 57) und Paperinika e la selvaggia banda dei Mekanos (auf Deutsch noch unveröffentlicht, hier greift Zeichner Giancarlo Gatti interessanterweise auf Phantomimes Aussehen aus dem Phantomias-Handbuch von 1972 zurück).[1]

Phantomime heute

Cover des LTB 466 (© Egmont Ehapa)

Danach wurde sie in Italien jedoch erst einmal eher selten verwendet und trat nur in brasilianischen Comics regelmäßig auf (wo sie freudig in die Welle der Superhelden aufgenommen wurde). Auch in den letzten Jahren war sie eher unregelmäßig zu sehen, wobei unter anderem Auftritte in der Serie Ultrahelden, in Rückkehr der Heldin (Riccardo Secchi & Vitale Mangiatordi, LTB 379 & LTB Sonderedition 2015-4) und 2015 in Phantomime kehrt zurück (Sune Troelstrup & Giorgio Cavazzano, LTB 466, hier tritt sie mit neuem Outfit und neuen Waffen auf und macht die berüchtigte Gungo-Gang unschädlich) erwähnenswert sind. Besonders bei den dänischen Geschichten ist der Stil von Andreas Pihl stark zu spüren und die Figur weist einige Charakterunterschiede zur italienischen Vorlage auf.

Eigenschaften

Genia Gans (© Egmont Ehapa)

Ihren ersten richtigen Auftritt hat Phantomime wie gesagt in der Geschichte Phantomime und der Ariadnefaden (LTB 57) zurück, in der Dagobert Duck Frauen als unnütz und minderwertig bezeichnet. Von solchem Machismus empört, begibt sich Daisy zu Genia Gans, einer feministisch-emanzipatorischen Dame. Diese klügelt für ihre Freundin ein raffiniertes Kostüm aus, inklusive Cape, Maske, Brille, Gürtel mit Multi-Funktionen sowie ein Arsenal von verschiedenen technischen Wundern, die aus Daisy Duck Phantomime machen, die feministische Verfechterin des Gesetzes und die Rächerin aller geknechteten Frauen. Obwohl Daisy sonst normalerweise für Phantomias schwärmt, ist dieser in diesem Fall für sie ein rotes Tuch. Grundsätzlich kann man zwischen italienischen, dänischen und brasilianischen Phantomime-Geschichten unterscheiden, die vom Artwork und Erzählstil sehr unterschiedlich sind.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise