LTB Enten-Edition 95: Unterschied zwischen den Versionen

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*Nachdruck aus: [[DD 408]], [[LTB Spezial 3]], [[LTB Spezial 10]], [[Donald Duck & Co 5]], [[Entenhausen – Weltstadt an der Gumpe]]
*Nachdruck aus: [[DD 408]], [[LTB Spezial 3]], [[LTB Spezial 10]], [[Donald Duck & Co 5]], [[Entenhausen – Weltstadt an der Gumpe]]
*Anmerkung: Emil Erpel hieß in allen älteren Übersetzungen der Geschichte Engelbert Erpel.


[[Bild:Die-große-Heldentat.jpg|thumb|rechts|Erinnerung an die „Große Heldentat“ (© Egmont Ehapa)]]
[[Bild:Die-große-Heldentat.jpg|thumb|rechts|Erinnerung an die „Große Heldentat“ (© Egmont Ehapa)]]
Im Zentrum der Stadt Entenhausen steht seit ihrer Gründung die imposante Statue einer der wichtigsten Persönlichkeiten der Metropole: Der tapfere Soldat Engelbert Erpel kämpfte einst an der Seite der Aufständischen der dreizehn Kolonien, die sich vom englischen Mutterland lossagen und eine eigene, wertebasierte Nation gründen wollten. Donald Duck, der die Statue bewundert, kennt die Geschichte bestens und schaut zu seinem Idol auf.
Im Zentrum der Stadt Entenhausen steht seit ihrer Gründung die imposante Statue einer der wichtigsten Persönlichkeiten der Metropole: Der tapfere Soldat Emil Erpel kämpfte einst an der Seite der Aufständischen der dreizehn Kolonien, die sich vom englischen Mutterland lossagen und eine eigene, wertebasierte Nation gründen wollten. Donald Duck, der die Statue bewundert, kennt die Geschichte bestens und schaut zu seinem Idol auf.


Ein Stadtführer erzählt einigen neugierigen Touristen, dass Engelbert Erpel die legendäre „Große Heldentat“ verbrachte, als er einen Spezialauftrag für niemand Geringeren als General George Washington annahm. Der erfahrene Veteran und einer der Anführer der Widerstandsbewegung sandte den Soldaten Engelbert Erpel los, um einen bestimmten Ballen Stoff aus dem Geschäft des knickerigen Krämers McDuck zu kaufen und binnen vier Tagen wieder an Ort und stelle zu sein. Das Tuchgeschäft befand sich mitten in der gefürchteten Kaktuswüste und Engelbert Erpel musste wilden Tieren trotzen und durch Feindesland eilen, um rechtzeitig wieder im Lager des Generals zu sein. Denn George Washington beabsichtigte, an diesem geschichtsträchtigen Tag seine engsten Vertrauten um sich zu sammeln, um auf einem festlich geschmückten Tisch die Unabhängigkeitserklärung unterzeichnen zu lassen, um sich ein für allemal von der englischen Krone loszulösen. Die Tischdecke auf dem Unterzeichnungstisch wurde aus ebenjenem Ballen Tuch hergestellt, für das Engelbert Erpel eine „Große Heldentat“ beging.
Ein Stadtführer erzählt einigen neugierigen Touristen, dass Emil Erpel die legendäre „Große Heldentat“ verbrachte, als er einen Spezialauftrag für niemand Geringeren als General George Washington annahm. Der erfahrene Veteran und einer der Anführer der Widerstandsbewegung sandte den Soldaten Emil Erpel los, um einen bestimmten Ballen Stoff aus dem Geschäft des knickerigen Krämers McDuck zu kaufen und binnen vier Tagen wieder an Ort und stelle zu sein. Das Tuchgeschäft befand sich mitten in der gefürchteten Kaktuswüste und Emil Erpel musste wilden Tieren trotzen und durch Feindesland eilen, um rechtzeitig wieder im Lager des Generals zu sein. Denn George Washington beabsichtigte, an diesem geschichtsträchtigen Tag seine engsten Vertrauten um sich zu sammeln, um auf einem festlich geschmückten Tisch die Unabhängigkeitserklärung unterzeichnen zu lassen, um sich ein für allemal von der englischen Krone loszulösen. Die Tischdecke auf dem Unterzeichnungstisch wurde aus ebenjenem Ballen Tuch hergestellt, für das Emil Erpel eine „Große Heldentat“ beging.
[[Datei:Die grosse Heldentat.jpg|400px|mini|links|George Washington und Engelbert Erpel (© Egmont Ehapa)]]
[[Datei:Die grosse Heldentat.jpg|400px|mini|links|George Washington und Emil Erpel (© Egmont Ehapa, Panel aus [[Entenhausen – Weltstadt an der Gumpe]] mit Engelbert statt Emil Erpel)]]
Seitdem ist es in Entenhausen Tradition, dass alle fünf Jahre ein wackerer Bürger ebenfalls eine große Heldentat begeht und von sich reden machen lässt. Den modernen Helden sind nicht nur Ruhm und Ehre gewiss, sondern auch gewichtige Posten in Politik, Wirtschaft und Kultur. Ein bisschen Anerkennung würde auch Donald nicht schaden, der vor allem seiner Freundin Daisy Duck imponieren will. Daher reift in Donald der Gedanke, in diesem Jahr selbst sein Glück in die Waagschale zu werfen und die „Große Heldentat“ zu zelebrieren. Alles, was er dafür noch braucht, ist ein finanzkräftiger Sponsor, der seine Sache unterstützt - und wer käme dafür besser in Frage als der reichste Mann der Welt?
Seitdem ist es in Entenhausen Tradition, dass alle fünf Jahre ein wackerer Bürger ebenfalls eine große Heldentat begeht und von sich reden machen lässt. Den modernen Helden sind nicht nur Ruhm und Ehre gewiss, sondern auch gewichtige Posten in Politik, Wirtschaft und Kultur. Ein bisschen Anerkennung würde auch Donald nicht schaden, der vor allem seiner Freundin Daisy Duck imponieren will. Daher reift in Donald der Gedanke, in diesem Jahr selbst sein Glück in die Waagschale zu werfen und die „Große Heldentat“ zu zelebrieren. Alles, was er dafür noch braucht, ist ein finanzkräftiger Sponsor, der seine Sache unterstützt - und wer käme dafür besser in Frage als der reichste Mann der Welt?


Kurz darauf wird Donald im Geldspeicher vorstellig und präsentiert Onkel Dagobert eine glorreiche Idee. Aber der knickerige Fantastilliardär hält die Tradition der „Großen Heldentat“ für Verschwendung von Zeit und Ressourcen. Erst, als Donald ihn darauf aufmerksam, dass die „Große Heldentat“ immerhin ein national wahrgenommenes Großereignis darstellt und sich ihm als potentiellen Sponsor unaussprechliche Möglichkeiten bieten, um sein Image aufzupolieren und für seine zahllosen Marken zu werben, wird Onkel Dagobert hellhörig. Noch am selben Tag holen sich Onkel Dagobert und Donald das Einverständnis des Bürgermeisters im Rathaus ab; auch wenn dieser eine nicht unbeachtliche Summe zugunsten des Stadtsäckels einfordert.
Kurz darauf wird Donald im Geldspeicher vorstellig und präsentiert Onkel Dagobert eine glorreiche Idee. Aber der knickerige Fantastilliardär hält die Tradition der „Großen Heldentat“ für Verschwendung von Zeit und Ressourcen. Erst, als Donald ihn darauf aufmerksam, dass die „Große Heldentat“ immerhin ein national wahrgenommenes Großereignis darstellt und sich ihm als potentiellen Sponsor unaussprechliche Möglichkeiten bieten, um sein Image aufzupolieren und für seine zahllosen Marken zu werben, wird Onkel Dagobert hellhörig. Noch am selben Tag holen sich Onkel Dagobert und Donald das Einverständnis des Bürgermeisters im Rathaus ab; auch wenn dieser eine nicht unbeachtliche Summe zugunsten des Stadtsäckels einfordert.


Donald erläutert seine Idee, die „Große Heldentat“ von Engelbert Erpel auf die historische Weise zu wiederholen – also exakt so, wie sie sich vor vielen Jahrzehnten zugetragen hat. In der Rolle als Held sieht sich Donald selbstverständlich selbst, doch Onkel Dagobert lacht seinen Neffen aus und veranstaltet stattdessen ein stadtweites Auswahlverfahren. Eine Vielzahl an sportbegeisterten Bürgern will sich der Herausforderung stellen und versammelt sich in Reih und Glied auf dem Hügel vor dem Geldspeicher. Als Onkel Dagobert jedoch vor die Massen tritt und sich wortreich darüber freut, wie viele Freiwillige sich für die unbezahlte Heldentat gemeldet haben, verlassen die Athleten das Areal allerdings wieder, weil keiner von ihnen die Aktion ohne Honorar angehen will.
Donald erläutert seine Idee, die „Große Heldentat“ von Emil Erpel auf die historische Weise zu wiederholen – also exakt so, wie sie sich vor vielen Jahrzehnten zugetragen hat. In der Rolle als Held sieht sich Donald selbstverständlich selbst, doch Onkel Dagobert lacht seinen Neffen aus und veranstaltet stattdessen ein stadtweites Auswahlverfahren. Eine Vielzahl an sportbegeisterten Bürgern will sich der Herausforderung stellen und versammelt sich in Reih und Glied auf dem Hügel vor dem Geldspeicher. Als Onkel Dagobert jedoch vor die Massen tritt und sich wortreich darüber freut, wie viele Freiwillige sich für die unbezahlte Heldentat gemeldet haben, verlassen die Athleten das Areal allerdings wieder, weil keiner von ihnen die Aktion ohne Honorar angehen will.


Einzig Donald Duck und Vetter Gustav Gans bleiben an Ort und Stelle zurück. Der vom Glück verwöhnte Vetter hatte nämlich seinen Walkman auf den Ohren und hatte daher nichts von Dagoberts Rede mitbekommen. Um die Entscheidung zwischen seinen streitsüchtigen Neffen abzukürzen, wirft Onkel Dagobert eine Münze, die allerdings im Gully landet. Bei der Suche nach dem Zehn-Kreuzer-Stück findet Gustav Gans jedoch ein Gewinnlos für eine Kreuzfahrt und verliert augenblicklich jegliches Interesse an der „Großen Heldentat“.
Einzig Donald Duck und Vetter Gustav Gans bleiben an Ort und Stelle zurück. Der vom Glück verwöhnte Vetter hatte nämlich seinen Walkman auf den Ohren und hatte daher nichts von Dagoberts Rede mitbekommen. Um die Entscheidung zwischen seinen streitsüchtigen Neffen abzukürzen, wirft Onkel Dagobert eine Münze, die allerdings im Gully landet. Bei der Suche nach dem Zehn-Kreuzer-Stück findet Gustav Gans jedoch ein Gewinnlos für eine Kreuzfahrt und verliert augenblicklich jegliches Interesse an der „Großen Heldentat“.


So kommt es, dass einige Wochen später tatsächlich Donald Duck im historischen Kostüm (er sieht Engelbert Erpel unsagbar ähnlich) vor den gut gefüllten Publikumsrängen an den Start geht. Wie schon sein großes Vorbild hat er vier Tage Zeit, in der Kaktuswüste den Krämerladen zu erreichen, einen Balle Stoff abzuholen und wieder die Ziellinie am Rathaus zu überqueren. Auch Daisy ist erschienen und motiviert ihren Freund zusätzlich, genau wie die Neffen Tick, Trick und Track, die extra ihr Fähnleinlager vorzeitig beendet haben. Bevor der Startschuss fällt, erinnert Onkel Dagobert seinen aufgeregten Neffen daran, immer und überall die Produkte der Marke Duck zu verwenden und bestmöglich in die Live-Kamera zu halten, denn Donald wird ständig aus einem Hubschrauber aus gefilmt.
So kommt es, dass einige Wochen später tatsächlich Donald Duck im historischen Kostüm (er sieht Emil Erpel unsagbar ähnlich) vor den gut gefüllten Publikumsrängen an den Start geht. Wie schon sein großes Vorbild hat er vier Tage Zeit, in der Kaktuswüste den Krämerladen zu erreichen, einen Balle Stoff abzuholen und wieder die Ziellinie am Rathaus zu überqueren. Auch Daisy ist erschienen und motiviert ihren Freund zusätzlich, genau wie die Neffen Tick, Trick und Track, die extra ihr Fähnleinlager vorzeitig beendet haben. Bevor der Startschuss fällt, erinnert Onkel Dagobert seinen aufgeregten Neffen daran, immer und überall die Produkte der Marke Duck zu verwenden und bestmöglich in die Live-Kamera zu halten, denn Donald wird ständig aus einem Hubschrauber aus gefilmt.


Am ersten Tag ist Donald noch guter Dinge, denn er fühlt sich gut vorbereitet und weiß, dass ihm mit Sicherheit keine Indianer oder feindliche Soldaten auflauern werden. Andererseits hat er die extremen Temperaturen der Kaktuswüste unterschätzt und die vielen Werbe-Artikel lenken ihn von der eigentlichen Marschroute ab. Als er endlich den Krämerladen erreicht, trifft er dort auf niemand anderen als Onkel Dagobert selbst, der hart mit ihm um den Stoffballen feilscht. Irgendwann einigen sie sich auf den Kaufpreis und Donald schleppt den schweren Ballen wieder Richtung Entenhausen.
Am ersten Tag ist Donald noch guter Dinge, denn er fühlt sich gut vorbereitet und weiß, dass ihm mit Sicherheit keine Indianer oder feindliche Soldaten auflauern werden. Andererseits hat er die extremen Temperaturen der Kaktuswüste unterschätzt und die vielen Werbe-Artikel lenken ihn von der eigentlichen Marschroute ab. Als er endlich den Krämerladen erreicht, trifft er dort auf niemand anderen als Onkel Dagobert selbst, der hart mit ihm um den Stoffballen feilscht. Irgendwann einigen sie sich auf den Kaufpreis und Donald schleppt den schweren Ballen wieder Richtung Entenhausen.

Aktuelle Version vom 3. August 2026, 08:32 Uhr

Lustiges Taschenbuch Enten-Edition
Band 95
Die Legende von Emil Erpel
Emil Erpel

Egmont Ehapa)

Erscheinungsdatum: 3. Februar 2026
Redaktion:

Kai Richter

Übersetzung: Manuela Buchholz, Peter Daibenzeiher, Petra Müller, Joachim Stahl, Susanne Walter
Geschichtenanzahl: 8
Seitenanzahl: 340
Preis: 9,99 €
Weiterführendes
Liste aller Lustigen Taschenbücher Enten-Edition
I.N.D.U.C.K.S. Infos zu LTBE 95 beim I.N.D.U.C.K.S.

Lustiges Taschenbuch Enten-Edition 95 erschien am 3. Februar 2026 unter dem Titel Die Legende von Emil Erpel und enthält auf 336 Seiten fünf Erstveröffentlichungen im Umfang von 262 Seiten. Der Band kompiliert die bisher erschienen Episoden der Comicserie Die Legende von Emil Erpel von Autor Alessandro Sisti, die sich um den jungen Emil Erpel als reisenden Pionier dreht, lange bevor der blonde Maiskolbenfreund die Stadt Entenhausen gründete. Es handelt sich dabei um deutsche Erstveröffentlichungen.

Für den Nachdruck der Geschichte Ein denkwürdiger Gedenktag wurde die Gründung von Entenhausen in der deutschen Neu-Übersetzung erstmalig auf das Jahr 1818 festgesetzt, um diese italienische Story mit der von Don Rosa kreierten Historie um Entenhausen in Einklang zu bringen.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Legende von Emil Erpel: Das Exil der Van Erpels[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

I TL 3483-4P

  • Originaltitel: L'esilio dei Van Coot
  • Story: Alessandro Sisti
  • Zeichnungen: Ivan Bigarella
  • Erstveröffentlichung: 24.08.2022
  • Genre: Historisches Abenteuer
  • Figuren: Emil Erpel, Murmeltier (Manu Mahikan), Caspar de Cleverque, Erik Van Erpel, Elsa Van Erpel, Everhard Van Erpel, Kapitän Henk Houdeg, Conrad de Cleverque
  • Seiten: 60
  • Anmerkung: zwei Teile
  • Deutsche Erstveröffentlichung

Die Legende von Emil Erpel: Ein gänzlich unbekanntes Land[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

I TL 3515-3P

  • Originaltitel: Lo stato senza mappa
  • Story: Alessandro Sisti
  • Zeichnungen: Simona Capovilla
  • Erstveröffentlichung: 05.04.2023
  • Genre: Historisches Abenteuer
  • Figuren: Emil Erpel, Murmeltier (Manu Mahikan), Caspar de Cleverque, Gouverneur Obadiah Rostrum, Snorky, Mick, Conrad de Cleverque
  • Seiten: 60
  • Anmerkung: zwei Teile
  • Deutsche Erstveröffentlichung

Die Legende von Emil Erpel: Die Farm der Kinder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

I TL 3547-3P

  • Originaltitel: Cornelius, la fattoria dei bambini
  • Story: Alessandro Sisti
  • Zeichnungen: Simona Capovilla
  • Erstveröffentlichung: 15.11.2023
  • Genre: Historisches Abenteuer
  • Figuren: Emil Erpel, Murmeltier (Manu Mahikan), Opa Tom, Oma Katharina, Greta, Banditen Rufus, Silas und Tobias
  • Seiten: 56
  • Anmerkung: zwei Teile
  • Deutsche Erstveröffentlichung

Die Legende von Emil Erpel: Ein Tag des Herzens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

I TL 3551-2

Die Legende von Emil Erpel: Apfelblüten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

I TL 3602-1P

  • Originaltitel: Fiori di melo
  • Story: Alessandro Sisti
  • Zeichnungen: Simona Capovilla
  • Erstveröffentlichung: 04.12.2024
  • Genre: Historisches Abenteuer
  • Figuren: Emil Erpel (Maiskolben), Hänschen Apfelkern, Caspar de Cleverque, Kutscher Gerrit, Simon Van Kork und Familie, Herr Grusvolk und Schergen, Lord Pfiffner
  • Seiten: 56
  • Anmerkung: zwei Teile
  • Deutsche Erstveröffentlichung

Die „Große Heldentat“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

I TL 1696-B

Erinnerung an die „Große Heldentat“ (© Egmont Ehapa)

Im Zentrum der Stadt Entenhausen steht seit ihrer Gründung die imposante Statue einer der wichtigsten Persönlichkeiten der Metropole: Der tapfere Soldat Emil Erpel kämpfte einst an der Seite der Aufständischen der dreizehn Kolonien, die sich vom englischen Mutterland lossagen und eine eigene, wertebasierte Nation gründen wollten. Donald Duck, der die Statue bewundert, kennt die Geschichte bestens und schaut zu seinem Idol auf.

Ein Stadtführer erzählt einigen neugierigen Touristen, dass Emil Erpel die legendäre „Große Heldentat“ verbrachte, als er einen Spezialauftrag für niemand Geringeren als General George Washington annahm. Der erfahrene Veteran und einer der Anführer der Widerstandsbewegung sandte den Soldaten Emil Erpel los, um einen bestimmten Ballen Stoff aus dem Geschäft des knickerigen Krämers McDuck zu kaufen und binnen vier Tagen wieder an Ort und stelle zu sein. Das Tuchgeschäft befand sich mitten in der gefürchteten Kaktuswüste und Emil Erpel musste wilden Tieren trotzen und durch Feindesland eilen, um rechtzeitig wieder im Lager des Generals zu sein. Denn George Washington beabsichtigte, an diesem geschichtsträchtigen Tag seine engsten Vertrauten um sich zu sammeln, um auf einem festlich geschmückten Tisch die Unabhängigkeitserklärung unterzeichnen zu lassen, um sich ein für allemal von der englischen Krone loszulösen. Die Tischdecke auf dem Unterzeichnungstisch wurde aus ebenjenem Ballen Tuch hergestellt, für das Emil Erpel eine „Große Heldentat“ beging.

George Washington und Emil Erpel (© Egmont Ehapa, Panel aus Entenhausen – Weltstadt an der Gumpe mit Engelbert statt Emil Erpel)

Seitdem ist es in Entenhausen Tradition, dass alle fünf Jahre ein wackerer Bürger ebenfalls eine große Heldentat begeht und von sich reden machen lässt. Den modernen Helden sind nicht nur Ruhm und Ehre gewiss, sondern auch gewichtige Posten in Politik, Wirtschaft und Kultur. Ein bisschen Anerkennung würde auch Donald nicht schaden, der vor allem seiner Freundin Daisy Duck imponieren will. Daher reift in Donald der Gedanke, in diesem Jahr selbst sein Glück in die Waagschale zu werfen und die „Große Heldentat“ zu zelebrieren. Alles, was er dafür noch braucht, ist ein finanzkräftiger Sponsor, der seine Sache unterstützt - und wer käme dafür besser in Frage als der reichste Mann der Welt?

Kurz darauf wird Donald im Geldspeicher vorstellig und präsentiert Onkel Dagobert eine glorreiche Idee. Aber der knickerige Fantastilliardär hält die Tradition der „Großen Heldentat“ für Verschwendung von Zeit und Ressourcen. Erst, als Donald ihn darauf aufmerksam, dass die „Große Heldentat“ immerhin ein national wahrgenommenes Großereignis darstellt und sich ihm als potentiellen Sponsor unaussprechliche Möglichkeiten bieten, um sein Image aufzupolieren und für seine zahllosen Marken zu werben, wird Onkel Dagobert hellhörig. Noch am selben Tag holen sich Onkel Dagobert und Donald das Einverständnis des Bürgermeisters im Rathaus ab; auch wenn dieser eine nicht unbeachtliche Summe zugunsten des Stadtsäckels einfordert.

Donald erläutert seine Idee, die „Große Heldentat“ von Emil Erpel auf die historische Weise zu wiederholen – also exakt so, wie sie sich vor vielen Jahrzehnten zugetragen hat. In der Rolle als Held sieht sich Donald selbstverständlich selbst, doch Onkel Dagobert lacht seinen Neffen aus und veranstaltet stattdessen ein stadtweites Auswahlverfahren. Eine Vielzahl an sportbegeisterten Bürgern will sich der Herausforderung stellen und versammelt sich in Reih und Glied auf dem Hügel vor dem Geldspeicher. Als Onkel Dagobert jedoch vor die Massen tritt und sich wortreich darüber freut, wie viele Freiwillige sich für die unbezahlte Heldentat gemeldet haben, verlassen die Athleten das Areal allerdings wieder, weil keiner von ihnen die Aktion ohne Honorar angehen will.

Einzig Donald Duck und Vetter Gustav Gans bleiben an Ort und Stelle zurück. Der vom Glück verwöhnte Vetter hatte nämlich seinen Walkman auf den Ohren und hatte daher nichts von Dagoberts Rede mitbekommen. Um die Entscheidung zwischen seinen streitsüchtigen Neffen abzukürzen, wirft Onkel Dagobert eine Münze, die allerdings im Gully landet. Bei der Suche nach dem Zehn-Kreuzer-Stück findet Gustav Gans jedoch ein Gewinnlos für eine Kreuzfahrt und verliert augenblicklich jegliches Interesse an der „Großen Heldentat“.

So kommt es, dass einige Wochen später tatsächlich Donald Duck im historischen Kostüm (er sieht Emil Erpel unsagbar ähnlich) vor den gut gefüllten Publikumsrängen an den Start geht. Wie schon sein großes Vorbild hat er vier Tage Zeit, in der Kaktuswüste den Krämerladen zu erreichen, einen Balle Stoff abzuholen und wieder die Ziellinie am Rathaus zu überqueren. Auch Daisy ist erschienen und motiviert ihren Freund zusätzlich, genau wie die Neffen Tick, Trick und Track, die extra ihr Fähnleinlager vorzeitig beendet haben. Bevor der Startschuss fällt, erinnert Onkel Dagobert seinen aufgeregten Neffen daran, immer und überall die Produkte der Marke Duck zu verwenden und bestmöglich in die Live-Kamera zu halten, denn Donald wird ständig aus einem Hubschrauber aus gefilmt.

Am ersten Tag ist Donald noch guter Dinge, denn er fühlt sich gut vorbereitet und weiß, dass ihm mit Sicherheit keine Indianer oder feindliche Soldaten auflauern werden. Andererseits hat er die extremen Temperaturen der Kaktuswüste unterschätzt und die vielen Werbe-Artikel lenken ihn von der eigentlichen Marschroute ab. Als er endlich den Krämerladen erreicht, trifft er dort auf niemand anderen als Onkel Dagobert selbst, der hart mit ihm um den Stoffballen feilscht. Irgendwann einigen sie sich auf den Kaufpreis und Donald schleppt den schweren Ballen wieder Richtung Entenhausen.

Plötzlich zieht ein verhängnisvoller Sandsturm auf, wirbelt Donald Sand in die Augen und zwingt auch den Begleit-Hubschrauber zur Rückkehr. Nun muss Donald irgendwo Schutz suchen und ist ganz auf sich allein gestellt. Als er wieder aus seiner Ohnmacht erwacht, stellt er fest, dass er weit vom Wege abgekommen ist und ihm zu allem Übel nur noch ein halber Tag Zeit bleibt. Also muss er in der Not erfinderisch werden, um mit dem Stoff so schnell wie möglich nach Entenhausen zu gelangen.

Kurz hinter der Stadtgrenze warten schon Tick, Trick und Track, die sich Sorgen um ihren Onkel gemacht haben und ihm Mut zusprechen. Allerdings ist es gar kein einfaches Unterfangen, mitten in der Rush Hour von der Umgehungsstraße zum Zentrum der Stadt zu gelangen, wo das Rathaus steht. Das Stadtzentrum wird regelmäßig vom Verkehr verstopft und der Stau macht es nahezu unmöglich, schnell voran zu kommen. Nur dank der umweltfreundlichen Unterstützung seiner Neffen schafft es Donald in letzter Sekunde, das Rathaus zu erreichen. Zu aller Überraschung wird sein Wagnis durch die Wüste jedoch nicht zur „Großen Heldentat“ verklärt, denn jemand anderes hat ihm offensichtlich die Schau gestohlen.

Künstlerpech[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

H 22116

Der brave Bürger Donald Duck will am Wettbewerb um den schönsten Zierstrauchschnitt teilnehmen und widmet sein botanisches Werk dem legendären Stadtgründer von Entenhausen. Leider steht das schlussendliche Ergebnis nicht gerade heldenhaft da.

Ein denkwürdiger Gedenktag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

I TL 1764-B

In der pulsierenden Großstadt Entenhausen steht der jährliche Gedenktag zu Ehren von Emil Erpel kurz bevor. Der legendäre Pionier gilt als Gründer von Entenhausen und sicherte den braven Bürgern auf Dauer Frieden und Wohlstand. Als Symbol für die Verdienste ihres Gründervaters stifteten die Entenhausener die übergroße Emil-Erpel-Statue, die Emil Erpel in heroischer Pose sowie Maiskolben in den Händen zeigt. Anlässlich der Feierlichkeiten zum Gedenktag hat die Post eine Sonderbriefmarke im Gedenken an Emil Erpel herausgegeben, auf der sein Porträt samt Lebensdaten zu sehen ist. Die drei Fieselschweiflinge Tick, Trick und Track besorgen sich in der Postfiliale gleich einen Sammelbogen mit 50 Exemplaren der Briefmarken im Gesamtwert von 25 Talern, da sie später noch viele Einladungsschreiben zum großen Fähnleintreffen an andere Pfadfinderfreunde verschicken wollen.

Zuhause treffen Tick, Trick und Track auf ihren angesäuerten Onkel Donald, der mal wieder ziemlich miese Laune hat, weil er gerade mit Onkel Dagobert telefoniert hat. Zu recht befürchtet Donald, dass er mal wieder irgendeine Fronarbeit für Onkel Dagobert übernehmen soll, obwohl er darauf überhaupt keine Lust hat. Nur widerwillig fährt Donald zum Geldspeicher und lässt sich vom gut gelaunten Onkel Dagobert in ein Gespräch verwickeln. Der reichste Mann der Welt zeigt sich ungewohnt patriotisch und erklärt seinem Neffen, dass er für die große Feier zum Emil-Erpel-Gedenktag die Innenstadt mit Fahnen und Bannern schmücken lassen will – nicht zuletzt, um seinen stadtweiten Ruf als traditionsbewusster Großunternehmer zu untermauern. Nun soll Donald sich darum kümmern, die Banner und Wimpel anzubringen.

Obwohl Donald sich nicht überarbeiten will, macht er sich bereitwillig an die gestellte Aufgabe, damit alle Entenhausener ein schönes Stadtfest feiern können. Überall auf den Kreuzungen und Straßen um die Emil-Erpel-Statue befestigt Donald Fahnen und Banner an Laternen und Häuserfassaden, sodass schon bald alles für die Feierlichkeiten vorbereitet ist. Allerdings stellt sich der uralte Lastwagen von Onkel Dagobert trotz Reparaturversuche stur, was den mürrischen Donald unvorsichtig werden lässt. Im entscheidenden Moment versagen die Bremsen des Lasters und dieser rauscht ungebremst mit Donald am Steuer mitten in die Emil-Erpel-Statue, die in Bruchteile zerfällt. Glücklicherweise wurde keine Person verletzt, aber das Denkmal ist nur noch ein Haufen Schutt.

Der Bürgermeister der Stadt ist außer sich vor Wut und beschimpft Donald solange, bis ein Polizist an ihn herantritt. Dieser hat nämlich eine kleine Schatulle in den Bruchstücken der Statue entdeckt, die bisher unbekannte Dokumente von Emil Erpel sowie Zeichnungen für Stadtentwicklungspläne enthält. Dadurch ist Donald schnell rehabilitiert und Onkel Dagobert bekommt von der Stadt sogar eine finanzielle Entschädigung für den verunfallten Lastwagen.

Wieder zuhause wird Donald jedoch von seinem arroganten Vetter Gustav Gans überrascht, der noch offene Schulden eintreiben will. Auch wenn Donald sich nicht mehr so richtig daran erinnern kann, fordert Vetter Gustav von ihm noch 25 Taler. Weil Donald kein Bargeld bei sich trägt, übergibt er Gustav kurzerhand den Bogen mit Briefmarken, den Tick, Trick und Track am Morgen auf dem Tisch abgelegt haben. Als die Jungs zurückkehren, ärgern sie sich kolossal über die Tat von Donald. Denn die Briefmarken sind mittlerweile ein kleines Vermögen wert, da die darauf abgedruckten Lebensdaten von Emil Erpel seit dem heutigen Tag korrigiert werden müssen, da aus den entdeckten Urkunden ein neues Geburtsdatum des Stadtgründers hervorgeht. Nun ärgert sich auch Donald schwarz, dass er Vetter Gustav die begehrten Briefmarken überlassen hat – dieser aber weiß gar nichts von der bemerkenswerten Entdeckung und schickt sämtliche Marken mit spöttischen Postkarten zurück an Donald Duck.

Anmerkung zur Veröffentlichung von Ein Tag des Herzens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Episode Ein Tag des Herzens ist nicht nur Teil dieser Serie, sondern zählt auch zu dem Geschichten-Zyklus Missing Christmas bzw. Die Wunderlampe, dessen Hauptkapitel (und damait unvollständig) bereits Ende 2024 in LTB Nikolaus 3 auf Deutsch veröffentlicht worden sind. Innerhalb dieser Serie existiert kein Weihnachtsfest, stattdessen gibt es im Kalender einen 32. Dezember. Die Zeitlinie, in der dieses Abenteuer spielt, existiert daher für sich genommen nicht real.

Auf diesen Umstand wurde bei der nun nachgeholten Veröffentlichung von Ein Tag des Herzens nicht gesondert hingewiesen, daher ergeben sich teilweise Abweichungen bzw. Besonderheiten in der deutschsprachigen Übersetzung.

Im italienischsprachigen Original (hier wurde die Episode als Teil beider Serien veröffentlicht) bricht am Ende der abenteuerlustige Junge Jase Mallard nicht wie Emil Erpel auf, sondern anstelle von Emil Erpel. Dieser entscheidet sich stattdessen dafür, ganz bei Mandy Mallard bleiben zu wollen und nicht bloß (wie in der deutschen Übersetzung) vorrübergehend Kräfte schöpfen will.[1] Das letzte Panel wurde daher vollständig anders übersetzt, um den Kontext der Saga Die Legende von Emil Erpel für deutsche Lesende zu bewahren. Folglich ist diese Episode in der deutschen Variante dem Kanon der Saga hinzuzurechnen und bildet keinen Bruch zu den vorherigen und sich anschließenden Entwicklungen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]