LTB 108: Unterschied zwischen den Versionen
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== Original == | |||
Die LTB-Bände 1 bis 116 sind bis auf wenige Sonderfälle Übernahmen aus der italienischen Reihe ''I Classici di Walt Disney''. Die Vorlage für das LTB 108 ist der Band '''''Paperinissimo''' I Classici di Walt Disney, Seconda Serie # 95'' (Nov. 1984). | |||
Im Laufe der Jahre wurden immer häufiger einzelne oder mehrere Geschichten für die deutschsprachige Ausgabe ausgetauscht, teils weil sie bereits in Deutschland veröffentlicht worden waren, teils weil Inhalte für das deutsche Publikum problematisch schienen (Thema [[Zensur]]). Auch andere Gründe mag es gelegentlich gegeben haben. Für das LTB 108 wurden „Angeln will gelernt sein“, „Harter Konkurrenzkampf“ und „Ansichtssache“ ausgetauscht. | |||
Vom I Classici der Seconda Serie # 58 an (Okt. 1981) gab es im italienischen Original keine Rahmengeschichte mehr, was es ermöglichte, die Geschichten im LTB in veränderter Reihenfolge abzudrucken, so auch in LTB 108. | |||
Zudem erschien vom I Classici der Seconda Serie # 73 an (Jan. 1983) die italienische Vorlage mit nur noch 244 statt 260 Seiten, eine Entscheidung des italienischen Verlags Mondadori, die Ehapa für das deutsche LTB nicht nachvollzog. Deshalb wurde über die ausgetauschten Geschichten hinaus von nun an immer mit Kurzgeschichten aufgefüllt. | |||
Nicht in der italienischen Vorlage enthalten waren „Gold in der Kehle“, „Echter Naturalismus“, „Maskottchen nach Maß“, „Ohne Fleiß kein Preis“ und „Das Talerbäumchen“. | |||
== Inhalt == | == Inhalt == | ||
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*Seiten: 28 | *Seiten: 28 | ||
*Nachgedruckt in: [[LTB Sonderedition 4/2014]], [[LTB Spezial 110]] | *Nachgedruckt in: [[LTB Sonderedition 4/2014]], [[LTB Spezial 110]] | ||
[[Bild:LTB_108-1.jpg|left|thumb|Ob der neueste Trend zeitgenössischer Malerei für alle im grünen Bereich bleibt? (© Egmont Ehapa)]] | |||
Sehr zum Leidwesen seiner Neffen spielt Donald lieber mit dem Modellbaukasten von Tick, Trick und Track herum, anstatt sich eine bezahlte Arbeit zu suchen. Im Park bekommt Donald mit, wie ausgerechnet Vetter Gustav Gans mit seinen schlichten Stillleben ein kleines Vermögen macht, in dem er die Bilder an den Meistbietenden verkauft. Nun ist Donalds Interesse geweckt und er beschließt, es Gustav Gans gleichzutun. Da seine ersten Versuche als Maler von Stillleben scheitern, versucht er sich auf Anraten seiner Neffen als Künstler der Moderne. Dazu holt Donald sich Inspiration im Entenhausener Museum für moderne Kunst. Als dort das Gemälde ''Windsbraut'' am hellichten Tage gestohlen wurde, fällt der Verdacht der Ermittler schnell auf Donald, der das Bild zu allem Überfluss auch noch zuhause kopiert hat. Durch Zufall schnappt die Polizei auch noch den echten Dieb, dessen Auftraggeber kein Interesse mehr an der ''Windsbraut'' hat. Auch die herbeigerufenen Experten, die Donalds stümperhafte Kopie zuvor als Original ausgewiesen haben, können die beiden Bilder nicht mehr voneinander unterscheiden. Zum Glück hat Donald sein Bild signiert, um den Irrtum aufklären zu können. Am Ende verschenkt Donald all seine Bilder an Gustav, der diese gewinnbringend verkauft und von dem Erlös einen vierwöchigen Urlaub machen will. | Sehr zum Leidwesen seiner Neffen spielt Donald lieber mit dem Modellbaukasten von Tick, Trick und Track herum, anstatt sich eine bezahlte Arbeit zu suchen. Im Park bekommt Donald mit, wie ausgerechnet Vetter Gustav Gans mit seinen schlichten Stillleben ein kleines Vermögen macht, in dem er die Bilder an den Meistbietenden verkauft. Nun ist Donalds Interesse geweckt und er beschließt, es Gustav Gans gleichzutun. Da seine ersten Versuche als Maler von Stillleben scheitern, versucht er sich auf Anraten seiner Neffen als Künstler der Moderne. Dazu holt Donald sich Inspiration im Entenhausener Museum für moderne Kunst. Als dort das Gemälde ''Windsbraut'' am hellichten Tage gestohlen wurde, fällt der Verdacht der Ermittler schnell auf Donald, der das Bild zu allem Überfluss auch noch zuhause kopiert hat. Durch Zufall schnappt die Polizei auch noch den echten Dieb, dessen Auftraggeber kein Interesse mehr an der ''Windsbraut'' hat. Auch die herbeigerufenen Experten, die Donalds stümperhafte Kopie zuvor als Original ausgewiesen haben, können die beiden Bilder nicht mehr voneinander unterscheiden. Zum Glück hat Donald sein Bild signiert, um den Irrtum aufklären zu können. Am Ende verschenkt Donald all seine Bilder an Gustav, der diese gewinnbringend verkauft und von dem Erlös einen vierwöchigen Urlaub machen will. | ||
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*Nachgedruckt in: [[LTB Spezial 68]] (unter dem Titel ''Rosen für die Künstlerin'') | *Nachgedruckt in: [[LTB Spezial 68]] (unter dem Titel ''Rosen für die Künstlerin'') | ||
[[Bild:LTB_108-2.jpg|left|500px|thumb|Eine Operndiva wie sie leibt und lebt (© Egmont Ehapa)]] | |||
Angeregt von einem Buch über Komponisten will sich Donald nun auch in die Reihe erfolgreicher Komponisten einreihen und setzt sich in den Kopf, eine Oper zu schreiben. Nach einiger Zeit ist das fulminante Werk mit dem Titel „Die Kürassier-Rosen“ fertig und Donald wird bei Onkel Dagobert vorstellig, der neuerdings der verantwortliche Direktor für das Entenhausener Opernhaus ist und sich die eigenen Taschen mit dem Etat aus der Kulturförderung vollstopfen will. Er glaubt nicht im Geringsten daran, dass Donald komponieren könne und befördert ihn hinaus. Verärgert wirft Donald seine Notenblätter weg und zieht von dannen. Allerdings findet Primus von Quack wenig später die Noten und hält diese für das verloren geglaubte Werk eines bekannten Komponisten. Er läuft schnurrstracks zu Onkel Dagobert, der die Oper schon bald aufführen will. Als Sängerin soll die gefeierte Diva Nina Nirwana die Arie singen. Die Panzerknacker entführen die Opernsängerin, um ein Lösegeld zu erpressen, doch mit der Hilfe von Primus von Quack können Onkel Dagobert und die Polizei die Gauner einsperren und die Sängerin befreien. Am Tag der Premiere traut Donald seinen Ohren nicht, als er seine eigene Musik in der Oper hört. Anhand des Wasserzeichens des Notenpapiers ist erkennbar, dass es neueren Datums sein muss. Die Vorstellung wird daher ein Fiasko für alle Beteiligten. | Angeregt von einem Buch über Komponisten will sich Donald nun auch in die Reihe erfolgreicher Komponisten einreihen und setzt sich in den Kopf, eine Oper zu schreiben. Nach einiger Zeit ist das fulminante Werk mit dem Titel „Die Kürassier-Rosen“ fertig und Donald wird bei Onkel Dagobert vorstellig, der neuerdings der verantwortliche Direktor für das Entenhausener Opernhaus ist und sich die eigenen Taschen mit dem Etat aus der Kulturförderung vollstopfen will. Er glaubt nicht im Geringsten daran, dass Donald komponieren könne und befördert ihn hinaus. Verärgert wirft Donald seine Notenblätter weg und zieht von dannen. Allerdings findet Primus von Quack wenig später die Noten und hält diese für das verloren geglaubte Werk eines bekannten Komponisten. Er läuft schnurrstracks zu Onkel Dagobert, der die Oper schon bald aufführen will. Als Sängerin soll die gefeierte Diva Nina Nirwana die Arie singen. Die Panzerknacker entführen die Opernsängerin, um ein Lösegeld zu erpressen, doch mit der Hilfe von Primus von Quack können Onkel Dagobert und die Polizei die Gauner einsperren und die Sängerin befreien. Am Tag der Premiere traut Donald seinen Ohren nicht, als er seine eigene Musik in der Oper hört. Anhand des Wasserzeichens des Notenpapiers ist erkennbar, dass es neueren Datums sein muss. Die Vorstellung wird daher ein Fiasko für alle Beteiligten. | ||
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*Figuren: [[Donald Duck]], [[Gustav Gans]], [[Tick, Trick und Track]], [[Onkel Dagobert]] | *Figuren: [[Donald Duck]], [[Gustav Gans]], [[Tick, Trick und Track]], [[Onkel Dagobert]] | ||
*Seiten: 29 | *Seiten: 29 | ||
*Nachgedruckt in: [[LTB Spezial 127]] | |||
Bei einem Preisausschreiben eines Segel-Magazins haben Tick, Trick und Track eine kleine Yacht gewonnen und sogar Donald ist sichtlich angetan von dem schmucken Bötchen. Allerdings verpflichtet ihn der Verleger der Zeitschrift dazu, mit dem Boot an einer Segelregatta teilzunehmen, bei der man sage und schreibe 50.000 Taler gewinnen kann. Schweren Herzens muss Donald sich das nötige Kleingeld für die Anmeldegebühr und Instandsetzung von Onkel Dagobert leihen, der daraufhin die Hälfte des Preisgeldes einfordert. Donald erzählt seinem Vetter Gustav Gans von der Regatta und so dauert es nicht lange, bis auch das Schoßkind des Glücks in den Bestz einer Yacht samt Crew gelangt. Bei der Regatta kämpfen Donald mit Tick, Trick und Track und Gustav Gans erbittert um den Sieg. Ein schweres Unwetter treibt die beiden Kontrahenten auseinander. Obwohl die Ducks sich mächtig ins Zeug legen, ist am Ende gegen Gustavs Glück kein Kraut gewachsen und Onkel Dagobert ist wütend, dass ihm das versprochene hälftige Preisgeld durch die Lappen gegangen ist. Tick, Trick und Track wollen nun ein Abo für ein Sportflugzeug-Magazin abschließen, was Donald gar nicht in den Kram passt. | Bei einem Preisausschreiben eines Segel-Magazins haben Tick, Trick und Track eine kleine Yacht gewonnen und sogar Donald ist sichtlich angetan von dem schmucken Bötchen. Allerdings verpflichtet ihn der Verleger der Zeitschrift dazu, mit dem Boot an einer Segelregatta teilzunehmen, bei der man sage und schreibe 50.000 Taler gewinnen kann. Schweren Herzens muss Donald sich das nötige Kleingeld für die Anmeldegebühr und Instandsetzung von Onkel Dagobert leihen, der daraufhin die Hälfte des Preisgeldes einfordert. Donald erzählt seinem Vetter Gustav Gans von der Regatta und so dauert es nicht lange, bis auch das Schoßkind des Glücks in den Bestz einer Yacht samt Crew gelangt. Bei der Regatta kämpfen Donald mit Tick, Trick und Track und Gustav Gans erbittert um den Sieg. Ein schweres Unwetter treibt die beiden Kontrahenten auseinander. Obwohl die Ducks sich mächtig ins Zeug legen, ist am Ende gegen Gustavs Glück kein Kraut gewachsen und Onkel Dagobert ist wütend, dass ihm das versprochene hälftige Preisgeld durch die Lappen gegangen ist. Tick, Trick und Track wollen nun ein Abo für ein Sportflugzeug-Magazin abschließen, was Donald gar nicht in den Kram passt. | ||
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=== Maskottchen nach Maß === | === Maskottchen nach Maß === | ||
[[Bild:LTB_108-3.jpg|right|thumb|Die Pfadfinder-Gruppe ist schließlich nach dem Waldmurmeltier („Woodchuck“) benannt (© Egmont Ehapa)]] | |||
{{I|S 79099}} | {{I|S 79099}} | ||
*Originaltitel: Junior Woodchuck Mascot | *Originaltitel: Junior Woodchuck Mascot | ||
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*Seiten: 29 | *Seiten: 29 | ||
*Nachgedruckt in: [[LTB Spezial 69]] | *Nachgedruckt in: [[LTB Spezial 69]] | ||
[[Bild:LTB_108-4.jpg|left|thumb|In Costa Blanca wird Sportsgeist großgeschrieben (© Egmont Ehapa)]] | |||
Sowohl Donald Duck als auch Gustav Gans werden vom strengen Schiedsrichter der Entenhausener Basketballmannschaft vom Platz gestellt, weil sich die beiden arroganten Vettern ständig vordrängeln und sich in die Haare kriegen. Daraufhin will sich Donald selbst als Trainer versuchen und unterrichtet seine Neffen Tick, Trick und Track und deren Freunde. Als Onkel Dagobert davon mitbekommt, inszeniert er ein Basketball-Spiel im südamerikanischen Costa Blanca gegen die dortige Jugendmannschaft. Insgeheim will er bei der Aktion einen wertvollen Diamanten aus dem Land schmuggeln, den sein Kontaktmann im Basketball des Entenhausener Teams verstecken soll. Gustav Gans will seinem Vetter zuvorkommen und fliegt mit seiner Mannschaft zeitiger nach Costa Blanca, um unter dem Namen Duck das Freundschaftsspiel zu gewinnen. Aber sein Team ist so schlecht, dass es nach der Halbzeitpause komplett durch das inzwischen angekommene Team von Donald ersetzt werden muss. Auch die Panzerknacker haben Wind von Onkel Dagoberts Plan bekommen und wollen den Ducks den Ball abluchsen. Schlussendlich kommt der Diamant im Ball doch noch wohlbehalten im Geldspeicher an, doch nicht wie angenommen in dem Ball von Donald, sondern im Ball des glücklichen Gustav Gans. | Sowohl Donald Duck als auch Gustav Gans werden vom strengen Schiedsrichter der Entenhausener Basketballmannschaft vom Platz gestellt, weil sich die beiden arroganten Vettern ständig vordrängeln und sich in die Haare kriegen. Daraufhin will sich Donald selbst als Trainer versuchen und unterrichtet seine Neffen Tick, Trick und Track und deren Freunde. Als Onkel Dagobert davon mitbekommt, inszeniert er ein Basketball-Spiel im südamerikanischen Costa Blanca gegen die dortige Jugendmannschaft. Insgeheim will er bei der Aktion einen wertvollen Diamanten aus dem Land schmuggeln, den sein Kontaktmann im Basketball des Entenhausener Teams verstecken soll. Gustav Gans will seinem Vetter zuvorkommen und fliegt mit seiner Mannschaft zeitiger nach Costa Blanca, um unter dem Namen Duck das Freundschaftsspiel zu gewinnen. Aber sein Team ist so schlecht, dass es nach der Halbzeitpause komplett durch das inzwischen angekommene Team von Donald ersetzt werden muss. Auch die Panzerknacker haben Wind von Onkel Dagoberts Plan bekommen und wollen den Ducks den Ball abluchsen. Schlussendlich kommt der Diamant im Ball doch noch wohlbehalten im Geldspeicher an, doch nicht wie angenommen in dem Ball von Donald, sondern im Ball des glücklichen Gustav Gans. | ||
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=== Der Truthahn-Angler === | === Der Truthahn-Angler === | ||
[[Bild:LTB_108-5.jpg|right|thumb|Donald ist von seinem ursprünglichen Plan des Truthahn-Angelns schon ein Stück weit abgerückt (© Egmont Ehapa)]] | |||
{{I|I TL 575-A}} | {{I|I TL 575-A}} | ||
*Originaltitel: Paperino e la "pesca" del tacchino | *Originaltitel: Paperino e la "pesca" del tacchino | ||
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== Siehe auch == | == Siehe auch == | ||
*[[Lustiges Taschenbuch|Hauptartikel der Reihe]] | *[[Lustiges Taschenbuch|Hauptartikel der Reihe]] | ||
*[https://inducks.org/issue.php?c=de%2FLTB+108 LTB 108 im Inducks] | |||
[[Kategorie:Lustiges Taschenbuch|108]] | [[Kategorie:Lustiges Taschenbuch|108]] | ||