Primus von Quack

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Primus von Quack (© Disney)

Primus von Quack (engl. Ludwig von Drake) ist ein gebürtiger Wiener und Akademiker.

Im Gegensatz zum Praktiker und Handarbeiter Daniel Düsentrieb beschäftigt sich Primus oft ausgiebig mit theoretischem Wissen. Anders als Düsentrieb, der eher den Typus des stillen Gelehrten verkörpert, nervt er seine Umgebung auch gern mit selbstgefälligem Schwadronieren. Laut Don Rosa ist er mit Mathilda Duck verheiratet.

Auftritte im Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Primus von Quack bei seinem ersten Auftritt, gemeinsam mit Walt Disney (© Disney)

Primus von Quack wurde am 24. September 1961 in der ersten Folge von Walt Disney’s Wonderful World of Color‏‎ eingeführt. Er zupfte dem NBC-Pfau, dem Maskottchen des Senders, der die Sendung ausstrahlte, einige Federn aus, und wurde von Walt Disney persönlich als einer von Donalds Onkeln vorgestellt. Aufgrund seiner Herkunft (von Quack wurde in Wien geboren) spricht er im Englischen mit starkem Akzent. Seit seinem ersten Auftritt wurde er hauptsächlich dazu verwendet, den jungen Zuschauern Dinge unterhaltsam zu erklären, wie etwa die Geschichte des Fliegens oder Leben und Kultur in fernen Ländern. Außerdem probierte er häufig seine Psychologiekenntnisse an Donald aus.

Primus von Quack in einer Szene der Disney-Fernsehserie Raw Toonage. (© Disney)

In jüngster Vergangenheit trat Primus in den Serien DuckTales (2017), Raw Toonage, Quack Pack, Neue Micky Maus Geschichten und Mickys Clubhaus auf.

Auftritte in Comics[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eines der wenigen Dinge, von denen der Professor keine Ahnung hat: Fußball

In den Vereinigten Staaten ist Primus hauptsächlich aufgrund seiner TV-Auftritte bekannt, fand jedoch auch im Medium Comic Beachtung. Sein Erstauftritt in den Zeitungscomics von Al Taliaferro erfolgte am selben Tag wie sein TV-Debüt; auch hier wurde er als Donalds Onkel vorgestellt. Noch im selben Jahr erhielt der Professor sogar seine eigene Heftreihe Ludwig von Drake. In den Micky-Maus-Heften wurden viele der damaligen, fast ausschließlich von Tony Strobl gezeichneten Geschichten unter dem Titel Professor Primus von Quacks Geistestat mit fortlaufender Nummerierung veröffentlicht. Während die Auftritte des Universalgelehrten in den Comic-Heften nach 1963 merklich weniger wurden, blieb er den Strips in schöner Regelmäßigkeit bis etwa 1990 erhalten.

Auch bei italienischen Autoren war Primus sehr beliebt und findet bei ihnen bis heute Verwendung. In Egmont-Produktionen spielte er hingegen so gut wie keine Rolle; erwähnenswert sind allenfalls die Geschichten Ein umworbener Anverwandter von Vicar und Tove Dester (1976) sowie Schnitzeljagd von Maximino und Lars Jensen (2008, beide veröffentlicht in Die Ducks – Eine Familienchronik). Tatsächlich durfte die Figur bei Egmont eine Zeit lang nicht mehr verwendet werden, da sie keinerlei Funktionen erfülle, die nicht auch Das schlaue Buch oder Daniel Düsentrieb übernehmen können. Dies veranlasste Don Rosa zu der Aussage, dass Primus von Quack offiziell tot sei. Erst 2017 tauchte Primus wieder in einem Comic von Flemming Andersen auf.

LTB Enten-Edition 46 (Titel: „Der zerstreute Professor“) ist Primus von Quack gewidmet und enthält nur Geschichten mit ihm. In 29 Geschichten – vorwiegend 6-Seiter – erklärt Primus dort die unterschiedlichsten Themen anschaulich und ausführlich (z.B. die Geschichte des Feuers, des Buches, das Thema „Energie“ etc.) Die Sechsseiter stammen aus der SerieWissen wohldosiert“.

Primus von Quack bei den DuckTales[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den neuen DuckTales ist Primus von Quack Vater von mindestens drei Kindern im Erwachsenenalter. Er hat eine Arche für Pflanzensamen im Eis erbaut. Am Ende der Serie stellt sich heraus, dass er noch lebt.

Verwandtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In älteren LTB-Geschichten bezeichnete er Dagobert Duck vereinzelt als seinen Vetter, nach etablierter Ansicht [Quelle nötig]  ist er aber dessen Schwager.

Akademische Grade[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Professor Primus von Quack kann regelmäßig eine erstaunliche Menge akademischer Grade vorweisen: Nach eigener Aussage sind es 166 Doktorhüte und 92 Staatsexamen (Wie gewonnen, so zerronnen!, 1966, LTB 25). Laut der Geschichte So ein Schlamassel! (2001, u. a. LTB Enten-Edition 32) wurden ihm bisher 2.167 Doktortitel verliehen.

Er besitzt sogar eine Urkunde, auf der ihm bescheinigt wird, dass er der Wissenschaftler mit den meisten Urkunden ist (Die Last der Bildung, 2002, u. a.LTB 307). Entsprechend der Story Technik gegen Tradition (2003, u. a. LTB Enten-Edition 32) erwarb er bisher 93 Doktortitel und hält damit den weltweiten Rekord, wie ihm von dem "Register akademischer Grade" ehrenvoll bescheinigt wurde. Es gibt wahrscheinlich kaum ein Wissensgebiet also, auf dem er sich nicht profiliert hat – er räumt lediglich ein, dass Geographie noch nie „sein Fach“ gewesen sei (MM 27/76).

Allerdings legt Primus bei seinen Studien nicht selten eine leichte Zerstreutheit an den Tag und erfüllt dabei oft die typischen Rollenklischees des "zerstreuten Professors".

Comic-Auftritte in Deutschland (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Primus in anderen Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Englisch: Ludwig Von Drake
  • Griechisch: Λούντβιχ Φον Ντρέικ (Ludwich Von Dre-ik)
  • Indonesisch: Profesor Otto
  • Niederländisch: Otto von Drakenstein

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In den Niederlanden wurde Primus häufig aus älteren Comics herausretuschiert.
  • Er bekommt in der Enten Edition 46 eine Geheimidentität und wird in der Geschichte Der Codex Monetaria zum Superhelden „Primus“.
  • In einer bisher nur auf deutsch erschienen Kurzgeschichte (erschienen 1967 im DDSH 9) wurde er Otto getauft, was vermutlich aus dem Niederländischen kommt, da er dort Otto von Drakenstein heißt.

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]