LTB Europareise 4
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(© Egmont Ehapa) | ||||||
| Erscheinungsdatum: | 2. Juni 2026 | |||||
| Übersetzung: | ||||||
| Geschichtenanzahl: | 11 | |||||
| Seitenanzahl: | 320 | |||||
| Preis: | 12,99 € (D) 13,50 € (A) 19.90 SFR (CH) | |||||
| Weiterführendes | ||||||
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Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Medaillen-Mission in Spanien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: noch unbekannt
- Story: Alessandro Ferrari
- Zeichnungen: Valerio Manisi, Debora Grazio
- Erstveröffentlichung: 02.06.2026
- Genre: Reise (Barcelona)
- Figuren: Donald Duck, Fähnlein Fieselschweif
- Seiten: 25
- Deutsche Erstveröffentlichung
Der Barbier von Sevilla[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: Paperino barbiere di Siviglia
- Story: Gian Giacomo Dalmasso
- Zeichnungen: Pier Lorenzo De Vita
- Erstveröffentlichung: 25.02.1962
- Genre: Adaption der gleichnamigen Oper (1816) von Gioachino Rossini
- Figuren: Donald Duck (Figaro), Daisy Duck (Daisyna), Onkel Dagobert (Don Dagolo), Gustav Gans (Graf Gustaviva), Oma Duck (Donna Doretta), Franz Gans (Francesco), zwei Panzerknacker, Daniel Düsentrieb (Alcalde)
- Seiten: 31
- Nachdruck aus: Enthologien 6
Sevilla im Jahre 1784. Mitten in der Nacht befiehlt Graf Gustaviva seinen einfältigen Dienern, eine Leiter an einen der Balkone des Palasts von Don Dagolo anzulehnen: Der selbstherrliche Graf will heimlich mit der schönen Daisyna sprechen, dem Mündel des steinreichen Adligen. Das Mädchen im heiratsfähigen Alter steht unter Hausarrest und wird von der alten Haushälterin Donna Doretta bewacht. Der arrogante Graf aber wird von Geldsorgen geplagt und will gegenüber Daisyna seine Absicht bekunden, sie zu heiraten.
Genau in diesem Moment taucht der Friseur und Barbier Figaro auf – einer der wenigen, die Zutritt zu Don Dagolos imposanter Stadtvilla haben, da alle Bewohner, einschließlich Daisyna, seine Kunden sind. Figaro glaubt, der Graf habe böse Absichten und will ihn auf keinen Fall die wunderschöne Daisyna umwerben lassen, da er selbst vorhat, ihr einen Antrag zu machen. Zwischen den beiden bricht ein Streit aus, die Leiter kippt um und trifft beide, sodass sie das Bewusstsein verlieren und erst am nächsten Morgen wieder zu sich kommen.
Spontan lässt sich der schlaue Figaro eine List einfallen: Da im Spanien jener Zeit jeder wohlhabende Bürger verpflichtet war, im Notfall einen Soldaten bei sich aufzunehmen, schlägt der Barbier dem arroganten Grafen vor, sich bei Don Dagolo als Offizier der Armee auszugeben. Für diesen Einfall lässt er sich zehn Golddublonen als Belohnung auszahlen. In Wirklichkeit weiß Figaro sehr wohl, dass der geizige Don Dagolo eine Sondergenehmigung des Alcaldes (d.h. des Bürgermeisters) von Sevilla besitzt, die es ihm erlaubt, keine Soldaten beherbergen zu müssen. Folglich geht Figaro davon aus, dass sein Rivale ohnehin nicht ins Haus gelangen kann.
Als Graf Gustaviva bei Don Dagolo vorstellig wird, verweigert dieser ihm die Unterkunft und verweist auf die behördliche Genehmigung. Doch Daisyna, die ihren heimlichen Verehrer kennenlernen möchte, lässt das Dokument verschwinden. Dadurch ist Don Dagolo gezwungen, beim Bürgermeister ein Duplikat zu beantragen, wenn er den Gast loswerden will. Zu diesem Zweck schickt er seinen schläfrigen Diener Francesco los, der die Dringlichkeit der Depesche verkennt. Der faule Diener schläft mitten in der Stadt ein und zwei kriminelle Spießgesellen nutzen die Gelegenheit, um den Antrag zu lesen. Daraufhin melden sie sich bei Don Dagolo, wobei sie sich als Geheimpolizisten ausgeben und behaupten, dass für ein Duplikat der Lizenz zwei Dublonen erforderlich seien. Darüber hinaus nutzt Graf Gustaviva die Situation aus und bietet den Panzerknackern Geld an, damit sie in ihrer Maskerade den reichen Don Dagolo verhaften, um so freien Zugang zu seinem Haus zu erhalten.
Als Figaro etwas später die Villa betritt, um seiner Arbeit nachzugehen, ist er fassungslos, als er sieht, dass Graf Gustaviva von Daisyna mit zahlreichen Speisen verwöhnt wird und Don Dagolo nicht da ist. Der Graf beauftragt den Barbier, dem Gefangenen einen Brief zu überbringen, der im selben Laden wie der Friseur festgehalten wird. Nach der Übergabe erfährt der zornige Don Dagolo aus dem Brief, dass der eitle Graf Gustaviva seine Nichte Daisyna nur wegen ihrer Mitgift umwirbt. Wenn Dagolo nämlich seine Freiheit zurückerlangen will, muss er der Heirat zustimmen und dafür 10.000 Golddublonen als Mitgift zahlen oder Graf Gustaviva direkt einen entsprechenden Betrag überweisen.
Nachdem er die Panzerknacker mit seinen eigenen Friseurwerkzeugen außer Gefecht gesetzt und Don Dagolo befreit hat, eilt Figaro zum Bürgermeister, der sich zum Haus des stadtbekannten Geschäftsmannes begibt und den Grafen zum Exil verurteilt. Daisyna versucht, ihn zu verteidigen, doch als sie den Brief liest, in dem Gustaviva erklärt, dass er nur an der Mitgift interessiert sei, gerät sie in Wut und überlässt ihn seinem Schicksal. Der heuchlerische Aristokrat ist gezwungen, seine Strafe zu verbüßen und Sevilla für immer zu verlassen. Dagegen wird Figaro, der in den Augen von Don Dagolo ebenfalls schuldig ist, den Eindringling in sein Haus gebracht zu haben, dazu verpflichtet, der Familie auf unbestimmte Zeit unentgeltlich zu dienen.
Donald Quichotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: Donald Quixote
- Story: Janet Gilbert
- Zeichnungen: Vicar
- Erstveröffentlichung: Januar 2003
- Genre:
- Figuren: Donald Duck, Franz Gans, Oma Duck, Ziege Billy
- Seiten: 12
- Nachdruck aus: MMM 30/2005
Mickys Kunstgeschichte: Destino – Zwischen Traum und Fantasie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: Topolino e il surreale viaggio nel destino
- Story: Roberto Gagnor
- Zeichnungen: Giorgio Cavazzano
- Tusche: Sandro Zemolin
- Erstveröffentlichung: 28.09.2010
- Genre: Zeitreise
- Figuren: Micky Maus, Goofy, Donald Duck
- Seiten: 20
- Besonderheiten: Auftritte von Walt Disney und Salvador Dalí; Cameo von Oswald; Bezüge auf Werke von Dalí; Entstehungsgeschichte des Disney-Kurzfilms „Destino“
- Nachdruck aus: LTB 520, 100 Jahre Comics – Das Beste aus Entenhausen
Auf einem Rollfeld des Flughafens von Los Angeles ca. um die Jahreswende 1945/56. Drei wohl bekannte Gestalten - namentlich Mickey Mouse, Donald Duck und Goofy – sehen gespannt der Ankunft eines weltbekannten Künstlers aus Europa entgegen. Die drei Freunde werden übrigens von niemand Geringerem als Walt Disney persönlich begleitet, der väterlich das Geschehen beobachtet. Als das Flugzeug endlich landet, klettert ein seltsam gekleideter Herr in einem Taucheranzug die Gangway hinunter: Salvador Dalí gibt sich die Ehre! Es wird der Anfang einer großartigen Zusammenarbeit zwischen Dalí und Walt Disney! Mickey, Donald und Goofy wüssten nur zu gern, woran die beiden genialen Köpfe hinter verschlossenen Türen tüfteln. Da die Neugierde bekanntlich stärker ist als die Vernunft, geraten die drei Cartoonstars in einen gehörigen Schlamassel...
Geheimnisse des Meeres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: Zio Paperone e il „Bacalao“
- Story: Carlo Gentina
- Zeichnungen: Recreo Studio
- Erstveröffentlichung: 05.09.1993
- Genre: Schatzsuche, Abenteuer, Gagstory
- Figuren: Onkel Dagobert, Donald Duck, Tick, Trick und Track
- Seiten: 32
- Nachdruck aus: DD 473, LTB Spezial 23
Die gesamte Familie Duck hat heute ihren Spaß am Strand. Während Tick, Trick und Track am liebsten im Meer schwimmen gehen, lässt sich Donald auf der Sonnenliege die wärmenden Sonnenstrahlen auf dem Gefieder gefallen. Nur Onkel Dagobert kann weder rasten noch ruhen und ist mit seinem Metalldetektor überall dort unterwegs, wo keine Badetücher liegen. Gerade hat er ein Kreuzerstück gefunden und freut sich über seinen entdeckten Schatz.
Derweil haben Tick, Trick und Track einen überaus intelligenten Delfin kennengelernt, der mit ihnen spielt und dem sie kurzerhand den Namen Flipper gegeben haben. Die schlauen Neffen haben Flipper mit der Hilfe von Bauklötzchen mit Buchstaben darauf einfache Wörter beigebracht und können nun mit dem Meeressäuger kommunizieren. Interessanterweise bildet der intelligente Flipper immer wieder das gleiche spanische Wort aus den Bausteinen: „Bacalao“.
Da die Kinder wissen, dass ihr Onkel Dagobert viele Sprachen spricht, fragen sie ihn um Rat. Der reichste Mann der Welt erklärt, dass „Bacalao“ das spanische Wort für Kabeljau ist und ihm kommt der Gedanke, dass es sich dabei um den Namen eines Schiffes handeln muss, den der Delfin am Meeresgrund gesehen haben könnte. Dagoberts Recherche im Schifffahrtsmuseum bestätigt seine Theorie: Die „Bacalao“ war ein spanisches Handelsschiff und sank am 17.07.1717 bei einem Sturm im Meer. Nun setzen sich die Ducks in den Kopf, das Wrack der „Bacalao“ zu bergen, in dem sie der Fährte von Flipper folgen.
Mit einem speziell ausgestatten Forschungsschiff machen sich Onkel Dagobert, Donald und Tick, Trick und Track auf die Suche. Am Fundort des Wracks müssen sie jedoch zuerst einen bissigen Hai loswerden, der ihnen das Leben schwer macht. Nach dem Tauchgang zum Wrack befestigen die Abenteurer Ballons an den Planken, die sie mit Helium füllen, um das Schiff zum auftauchen zu bewegen.
Allerdings verschätzen sich die Ducks erheblich, sodass aus dem Segelschiff sprichwörtlich ein Luftschiff wird. Damit ist es aus mit dem Schatz und die „Bacalao“ tritt ihre letzte Reise an. Zum Schloss bleibt Onkel Dagobert nicht nur auf den Kosten der Bergungsmission sitzen, sondern muss auch noch eine saftige Strafe bezahlen.
Sátiras do Peninha: Don Schnarchotte auf ehrenvoller Mission[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: Dom Gansote e Sancho Pena
- Story: Ivan Saidenberg
- Zeichnungen: Irineu Soares Rodrigues & Verci de Mello
- Erstveröffentlichung: 01.06.1983
- Genre:
- Figuren: Dussel Duck, Franz Gans (als Don Schnarchotte), Klaas Klever
- Seiten: 12
- Deutsche Erstveröffentlichung
Vierkampf in Duckodilla[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: Pablo Paperiño e l'intrigo della quadrenga
- Story: Diego Fasano
- Zeichnungen: Andrea Ferraris
- Erstveröffentlichung: 29.01.2002
- Genre: Historisches Abenteuer, Wettkampf, Sport
- Figuren: Don Dagoberto, Pablo Duck, Tick, Trick und Track, Señorita Carmen, Clavigo Clevero, Don Gustavo
- Seiten: 30
- Nachdruck aus: LTB 310, LTB Spezial 48
Spanien im 18. Jahrhundert, der Vierkampf boomt und lockt tausende Sportbegeisterte in die Arenen. Der berühmteste und beste Vierkämpfer in Duckodilla ist Pablo Duck, der alle seine Gegner bei weitem deklassiert. Pablo Duck wird vom reichen Geschäftsmann Don Dagoberto gesponsert und ist seinerseits verliebt in dessen Nichte Carmen. Doch Don Dagoberto hat andere Pläne mit seiner Verwandten, er möchte sie mit dem wohlhabenden, glücksverwöhnten Junggesellen Don Gustavo verehelichen. Dass Carmen diese Liaison gar nicht recht ist, interessiert ihn wenig. Um sich doch noch die Hand der geliebten Carmen zu sichern, schlägt Pablo einen Wettkampf zwischen ihm und Don Gustavo vor. Don Dagoberto darf diesen groß ankündigen und an den Eintrittsgeldern verdienen, was ihn davon überzeugt und dazu bringt, Gustavo zur Einwilligung in den Wettbewerb zu bewegen. Allerdings spielt auch Don Dagobertos Konkurrent Clavigo Clevero bei der Angelegenheit mit, indem er Saboteure anheuert, die Pablos Sieg beim Wettkampf verhindern. Doch dank der Hilfe von Pablos drei kleinen Neffen fliegt der Betrug auf und sie erfahren von den Missetätern, dass Clevero dahintersteckt. Don Dagoberto ruft Pablo zum Sieger des Wettkampfes aus und gibt ihm die Hand seiner Nichte. Pablo wird zudem nun von der Königin zum Vierkampf in Madrid berufen, wo Don Dagoberto viele neue und lukrative Geschäfte erwarten.
Die Affen von Gibraltar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: Le bertucce di Gibilterra
- Story: Gabriella Damianovich
- Zeichnungen: Francesc Bargadà Studio
- Erstveröffentlichung: 15.04.1984
- Genre:
- Figuren: Donald Duck, Onkel Dagobert, Tick, Trick und Track
- Seiten: 26
- Nachdruck aus: DD 331
Der letzte Ritter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: The Mouse of La Mancha
- Story: Pat McGreal
- Zeichnungen: Paco Rodriguez
- Erstveröffentlichung: 1997
- Genre: Kurzgeschichte
- Figuren: Micky Maus, Minnie Maus
- Seiten: 10
- Nachdruck aus: MMM 27/1997
Carmen olé![Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: Paperin Caramba y Carmen Olè
- Story: Guido Martina
- Zeichnungen: Giovan Battista Carpi
- Erstveröffentlichung: 02.12.1979
- Genre: Adaption der Oper Carmen von Georges Bizet
- Figuren: Don Dosé, Carmen, Figaro/Barbier von Sevilla, Don Berto y Duckas, Schmuggler, Gustavillo, Dussillas Pastia
- Besonderheit: Verarbeitung der musikalischen Nummern La cloche a sonné (1. Akt), Chanson Bohême (2. Akt), La fleur que tu m'avais jetée (2. Akt) und Couplets du toréador (2. und 4. Akt) aus der Oper Carmen sowie des Largo al factotum aus der Oper Der Barbier von Sevilla von Gioacchino Rossini; Verknüpfung von Bizets Carmen mit Rossinis Oper
- Seiten: 16
- Nachdruck aus: LTB 88, LTB Spezial 48, LTB Sonderedition 4/2020, Daisy Duck – Die Anthologie
Der musikbegeisterte Don Dosé, Neffe des Zigarrenfabrikanten Don Berto y Duckas, ist schwer verliebt in die Tabakhändlerin Carmen. Carmen verspricht ihm, wenn er sich die Ausrüstung eines Dragoners zulegte, würde sie stundenlang nur für ihn tanzen. Als Dosé abends in die Schenke des Dussillas Pastia kommt, schwärmt Carmen ihm von einer Bootstour im Mondenschein vor. Obwohl sie am Boot mit ihm Zärtlichkeiten austauscht, ist Carmen eigentlich daran interessiert, dass Dosé ihr den Rücken freihält für den Zigarrenschmuggel, den sie betreibt und der Dosés Onkel das Geschäft kaputtmacht. Zunächst geht alles gut, doch die Dragoner der Küstenwache schöpfen trotzdem Verdacht. Carmen wirft Dosé kurzerhand ins Wasser und entkommt, während Dosé ins Gefängnis wandert. Als er schließlich freikommt, ist er auf Rache aus an Carmen und ihrem Liebhaber, dem Torero Gustavillo. Für Gustavillos nächsten Kampf vertauscht er dessen Degenklinge mit der wertvollen Klinge aus Kristall seines Onkels. Gustavillo verliert den Kampf und er und Carmen werden davongejagt, aber auch Dosé geht es an den Kragen, weil er die Kristallklinge zerstört hat.
Die fantastischen Abenteuer des Don Quigoof de la Bilanca und seines treuen Knappen Sancho Mausa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: Le fantastiche avventure di don Pipotte e del suo fedele scudiero Miguel Topancho
- Story: Fausto Vitaliano
- Zeichnungen: Claudio Sciarrone
- Erstveröffentlichung: 17.06.2016
- Genre: Adaption von Don Quijote
- Figuren: Goofy (als Don Quigoof), Micky Maus (als Sancho Mausa), Mortimer, Rudi Ross, Klarabella Kuh, Kommissar Hunter, Das Schwarze Phantom, Kater Karlo, Steinbeiß (nur Cameo), Zenobia (nur Cameo)
- Seiten: 94
- Anmerkung: drei Kapitel
- Nachdruck aus: LTB Sonderedition 3/2020
Kapitel 1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Irgendwo im Spanien der Gegenwart. Ein Reiseführer führt die Touristen durch die Stadt Prado de la Esmeralda. Er zeigt ihnen die Statue des Gründers, Isobaldo de Intrigante, die Bibliothek, den Luna-Park, den Zoo, den modernen Windpark und den Friedhof der ausrangierten Lokomotiven. Die Gruppe gelangt schließlich vor den Comicladen „Comics & Cartoons“, den ersten des Landes, der auf Superhelden spezialisiert ist. Die Besitzer sind Micky Maus und Goofy: Der erste ist ein richtiger Comic-Fan, der zweite ein etwas verschrobener Buchhaltungs-Fan. Wie schon bei seinem Ur-Ur-Großvater Regis Tragoof besteht sein größtes Interesse darin, die Finanzen unter einen Hut zu bringen, während er seinem Partner den Rest überlässt.
Micky versucht zwar, ihn für die angesagtesten Hefte wie „Animatronikus“ oder „Elementmann“ zu begeistern, doch Goofy hat zwischen Rechnungen, Steuern und Bilanzen keine Zeit. Ein weiterer Comic-Fan betritt den Laden, der Mechaniker Rudi, der auf der Suche nach seinem „Billy West“ ist. Plötzlich erscheint eine Horde von Kindern, die all ihre Lieblingscomics kaufen wollen und damit die Registrierkasse zum Klingen bringen. Doch selbst angesichts all dieser lukrativen Begeisterung bleibt Goofy von all den bunten Helfen-Comics unbeeindruckt.
Die beiden Freunde steigen in Goofys Beiwagen und fahren zum Mittagessen in Klarabellas Restaurant. Kurz darauf taucht Kater Karlo auf, der als fieser Hauptmann im Dienst von Gouverneur Plattnase steht, dessen Porträt an einer Wand hängt. Der hinterhältige Kater Karlo quält mit seiner Steuerwut die ganze und das ganze Geld landet in den Kassen des Gouverneurs, der im Hintergrund die Strippen zieht. Zurück im Laden sprechen die Partner weiter über Kater Karlo und Goofy meint, man bräuchte einen der Superhelden aus den Comics, um ihn aufzuhalten – aber das seien nur Fantasiewesen, an die er nicht glaube.
Micky Maus stellt ihm daraufhin keinen modernen Superhelden vor, sondern einen ebenso mutigen mittelalterlichen Ritter: Don Alonso de la Misera, der zusammen mit seinem Knappen Santo, dem Pferd Rantinose und dem Eselchen Donquito gegen schreckliche Giganten kämpft. Leider ist die Figur nicht besonders erfolgreich und fast alle Ausgaben landen in der Kiste mit den unverkauften Exemplaren, die auf dem Schrank steht. Doch Goofy scheint ungewöhnlich interessiert zu sein und vertieft sich auf der Straße in die Lektüre des Comics, sehr zum Erstaunen von Dr. Hunter und dem Schneider Mortimer, in dessen Laden ein weiteres Porträt des Gouverneurs hängt.
Goofy liest noch immer, als er in den Laden zurückkehrt, woraufhin ihm plötzlich die bereits wackelige Kiste mit den unverkauften Exemplaren auf den Kopf fällt. Kurz darauf kommt er wieder zu sich, ist aber nicht mehr er selbst: Er glaubt, Don Quigoof de la Bilanca zu sein und dass Micky Maus sein Knappe Sancho Mausa ist. Er spricht eine jahrhundertealte, verschachtelte Sprache und fragt sich, weshalb er solch neumodische Kleidung trägt.
Da auch der Knappe gemäß dem Ritterkodex „nach der anständigen und angemessenen Mode gekleidet und ausgestattet“ sein muss, bringt Quigoof seinen Freund Micky zum „Gewandnäher“, also zu einem verwirrten Mortimer, und bestellt Kleider und Jacken aus groben Vorhangstoffen. Dann kehrt er in den Comicladen zurück und döst auf seiner angeblichen Feldstätte ein. Der entsetzte Micky bittet nun Rudi um Hilfe, der jedoch nicht weiß, was er tun soll, denn er ist überzeugt, dass alles auf Mickys übermäßige Leidenschaft für Comics zurückzuführen ist. Unterdessen erzählt der intrigante Spion Mortimer dem fiesen Hauptmann Kater Karlo von Goofys seltsamem Verhalten.
Goofy wacht kurzzeitig auf und scheint wieder bei Sinnen zu sein, doch eine kleine Figur, die der des Stadtgründers ähnelt, fällt ihm auf den Kopf, und schon fühlt er sich wieder wie ein Ritter. Er sieht Rudi mit Klarabella auf dem Weg zum Luna-Park und ist überzeugt, dass die „Jungfrau“ in Gefahr ist und es an ihm liegt, sie zu retten. Er steigt also mit Micky auf „Rostinante, das mechanische Ross“, also den Motorrad-Beiwagen, und düst im Galopp davon.
In seiner Fantasie betritt er ein Schloss und befreit das im Kerker eingesperrte Mädchen. Dann zeigt er ihr das Foto von Zenobia de Dulzinea, einer „Dame aus den fernen Ländern Afrikas“, der er ergeben ist. Goofy vertraut ihr an, dass er eine wichtige Mission zu erfüllen habe, die er jedoch nicht preisgeben könne. Er merkt nicht, dass er in Wirklichkeit seinen Freund Rudi wie eine Salami gefesselt hat. Micky fragt ihn, was die Mission sei und Goofy erklärt, dass es sich um den Kampf gegen die eisernen Giganten handelt.
Er begibt sich zum Ausruhen in das Gebäude, das er für ein Gasthaus hält, bei dem es sich in Wirklichkeit jedoch um die Arztpraxis von Dr. Hunter handelt. Während Goofy schläft, schildert Micky dem Arzt den Fall. Der Doktor meint, es handele sich um literarische Besessenheit: Goofy habe seine Fantasie bei der Führung des Comicladens zu sehr unterdrückt, und nun sei das Unbehagen geradezu aus ihm herausgebrochen.
Dr. Hunter gibt Micky eine „Neurokommunikationsglocke“, die er allerdings nur in Notfällen verwendet werden soll, und rät ihm, dem frischgebackenen Ritter in seinen skurrilen Fantasien ansonsten so oft wie möglich nachzugeben. In der Zwischenzeit hat sich Goofy aus seiner Benommenheit geschüttelt und erkennt in Dr. Hunter den Großkämmerer, der ihn zum Ritter geschlagen hat. Nachdem er sich seine neue Kleidung bei Mortimer abgeholt hat, und steigt auf den bescheidenen Beiwagen, der in seiner Vorstellung zu einem mächtigen macht sich Don Quigoof mit seinem Knappen auf den Weg. Derweil informiert Kater Karlo informiert den Gouverneur Plattnase, der Goofy aufhalten will.
Kapitel 2[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Auf der Reise in die Länder jenseits des Flusses versucht Micky, seinen Freund zur Vernunft zu bringen, indem er ihn daran erinnert, wer er wirklich ist. Doch Goofy, der immer tiefer in die Rolle des Ritters schlüpft, glaubt nun an einen Zauber seines Erzfeindes, des Zauberers Madero, der Sancho Mausa daran hindert, die Realität zu erkennen.
Die beiden kommen dann zu einer Kuhherde, die Goofy als „tapfere Paladine von Languedoc, Hüter des Zauberhelms von Ogilfie“ ansieht, die von den grausamen Barbudos gefangen gehalten werden. In Wirklichkeit wurde die Herde von zwei lokalen Kleinkriminellen gestohlen, doch Goofy kann Realität und Fantasie nicht mehr unterscheiden, stellt sich den Dieben entgegen und nimmt sie gefangen, bevor er sie den herbeigeeilten Polizisten übergibt, damit diese sie „in die Kerker des Schlosses“ sperren. Auch der dankbare Besitzer des Viehs trifft ein: Er ist verwirrt, als er Goofys Sprache hört, nimmt die beiden jedoch in seinem Haus auf, das der Ritter für ein Gasthaus hält.
Unterdessen versuchen Kater Karlo und Plattnase in der Stadt, die Mitbürger davon zu überzeugen, dass Micky und Goofy, die auf mysteriöse Weise verschwunden sind, zwei Verschwörer sind und so schnell wie möglich gefangen genommen werden müssen. Als er mit Kater Karlo allein ist, gesteht der Gouverneur, besorgt zu sein, weil die beiden Dinge entdecken könnten, die sie nicht wissen dürfen. Andererseits verrät Plattnase seinem Komplizen nicht, worum es sich handelt. Daraufhin will Karlo am nächsten Tag in den Comicladen einbrechen und nach Anhaltspunkten suchen, wird aber von Klarabella konfrontiert.
Goofy und Micky, die sich von ihrem freundlichen Gastgeber verabschiedet haben, machen sich auf den Weg zum epischen Kampf von Quigoof gegen die eisernen Giganten. Zuerst aber begegnen ihnen dreiarmige Riesen, nämlich die Windräder. Der Held stürzt sich auf die Feinde, kassiert aber nur heftige Schläge, sodass Micky jetzt die neurokommunikative Glocke, läutet um Goofy in die Realität zurückzuholen.
Tatsächlich wacht dieser auf und versteht nicht, warum er nicht im Laden ist und sich um die Bilanzen kümmert. Er hat vage Erinnerungen an Kühe und hohe Pfähle, aber alles ist verschwommen. Micky setzt ihn auf den Beiwagen und setzt sich ans Steuer, um sich bei einem roten Sonnenuntergang auf den Weg nach Prado de la Esmeralda zu machen.
Kapitel 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Micky erzählt dem noch benommenen Goofy eine Notlüge über die jüngsten Ereignisse: Sie seien angeln gegangen und Goofy sei eingeschlafen. Doch dann, um den tatsächlichen Zustand seines Freundes zu überprüfen, erwähnt er die eisernen Giganten, Don Alonso und Sancho Mausa. Goofy lacht herzlich über das, was ihm wie alberne Fantasien vorkommt, doch plötzlich tauchen vor ihnen echte mechanische Windrad-Monster mit jeweils drei wirbelnden Rotorblättern auf.
In Prado de la Esmeralda stehen sich Plattnase und Kater Karlo gegenüber. Der Gouverneur, der jetzt sicher ist, dass Micky und Goofy harmlos sind, fürchtet sie nicht mehr und braucht die Hilfe des Hauptmanns nicht mehr. In Wirklichkeit ist der exzentrische Gouverneur ein finsterer Außerirdischer, der sich die im Untergrund der Stadt vorhandene kosmische Energie aneignen will. Dann enthüllt er sein wahres Gesicht gibt sich als Ritter des Schwarzen Mondes zu erkennen. Wie alle Androiden will er die Erde erobern und ihre Bewohner versklaven. Er schleudert Karlo nach draußen und geht zur nächsten Phase seines Plans über: die Aktivierung seiner riesigen Helfer.
Micky und Goofy haben derweil gegen die mechanischen Monster das Nachsehen, doch nach dem x-ten Schlag und einem Hilferuf von Micky wird aus Goofy wieder der Ritter Don Quigoof, der sich mit seinem wundersamen Säbel gegen die „bösen Giganten“ stürzt. Natürlich besiegt er sie, doch auf der Flucht verwandeln sich die Titanen wieder in Windmühlen. Micky stellt sich viele Fragen, doch Goofy klärt ihn auf: Die für immer besiegten Titanen sind die Wachen der eisernen Giganten unter dem Befehl des Ritters des Schwarzen Mondes, dem schlimmsten Feind von Quigoof, den dieser noch nicht besiegen konnte.
An diesem Punkt kann nun Micky nicht mehr zwischen Realität und Fantasie unterscheiden, während Quigoof weiter von seinen vergangenen Heldentaten erzählt, die zu den aktuellen Ereignissen geführt haben müssen. Inzwischen sind die beiden an dem Ort angekommen, an dem sich die eisernen Giganten befinden – nämlich dem Zugfriedhof. Der Kampf, in dem es mittlerweile keinen Unterschied mehr zwischen Realität und Fantasie gibt, entbrennt von Neuem
Goofy wird schwer getroffen und verliert das Bewusstsein, doch anhand der von einem der Roboter projizierten Bilder erkennt Micky, wer Plattnase in Wirklichkeit ist und was seine Pläne sind. Er lädt seinen leblosen Freund auf den Beiwagen und kehrt in die Stadt zurück, übergibt Goofy an Dr. Hunter und betritt mit Hilfe von Kater Karlo den Raum, in dem der Ritter des Schwarzen Mondes seine Maschinen bedient. Es kommt zum actionreichen Zweikampf. Als der Außerirdische mit seinem Raumschiff fliehen will, sprengt Kater Karlo den gesamten Gouverneurspalast die Luft und befreit die Stadt von der Bedrohung. Da er sich jedoch erst im letzten Moment rehabilitiert hat, muss er für seine Verfehlungen büßen, indem er umsonst für Klarabella und Rudi arbeitet.
Goofy erholt sich von den Kopfschmerzen und scheint wieder in der Realität angekommen zu sein. Und zwar so sehr, dass er immer noch nicht den Mut hat, die echte Zenobia um ein Date zu bitten. Doch Micky, der sich mittlerweile an die waghalsigen Unternehmungen von Don Quigoof gewöhnt hat, lässt ihm eine weitere Kiste auf den Kopf fallen, damit der furchtlose Ritter zurückkehrt, und macht sich mit ihm auf den Weg, dem Ruf des Abenteuers zu folgen.