So war mein Leben

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Das ist dein Leben, Donald Duck
So war mein Leben
This Is Your Life, Donald Duck
Erstveröffentlichung: 23. Juni 1960
Entstehungsdatum:
Storycode: W OS 1109-02
Story: Vic Lockman
Zeichnungen: Tony Strobl (Bleistift),
Steve Steere (Tusche)
Seiten: 32
Deutsche Übersetzung: Erika Fuchs,
Michael und Luzia Czernich
Deutsche Erstveröffentlichung: Micky Maus Beilagen 28
Weiterführendes
Infos zu Das ist dein Leben, Donald Duck beim I.N.D.U.C.K.S.

So war mein Leben (im Original: This Is Your Life, Donald Duck) oder Das ist dein Leben, Donald Duck ist eine von Vic Lockman geschriebene und von Tony Strobl und Steve Steere gezeichnete Comicgeschichte aus dem Jahr 1960. Sie basiert auf der „Walt Disney Presents“-Folge „This Is Your Life, Donald Duck“ und beschreibt Donald Ducks Jugend und Aufstieg zum Ruhm im Rahmen einer von Jiminy Grille moderierten Sendung.

Figuren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cameos von Donalds weiteren Freunden

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anmerkung: Die hier angegebene Inhaltszusammenfassung entspricht der Handlung der Erika Fuchs-Übersetzung.

Jiminy Grille stellt vor laufender Kamera seine neue Fernsehsendung vor, „Mein Foto-Album“: „Guten Abend, liebe Fernsehzuschauer! Heute beginnen wir mit einer neuen Sendereihe. Sie behandelt das Leben berühmter Zeitgenossen und heißt: Mein Foto-Album! Wir bringen in jeder Folge die Lebensgeschichte eines berühmten Mannes, die von seinen Freunden erzählt wird. […] Der Witz unserer Sendefolge ist, daß der Betreffende dazu eingeladen wird, ohne zu wissen, um was es sich handelt.“ Doch genau das sorgte dafür, dass der erste berühmte Mann nicht im Fernsehstudio ist. Donald Duck konnte von seinen Neffen Tick, Trick und Track nicht überredet werden, also schlägt Jiminy mit einem Blick auf ein Zorro-Poster vor, dass die drei mit ein paar Requisiten und etwas Gewalt nachhelfen.

Wieder daheim sehen sie, wie Donald jetzt erst die Sendung „Mein Foto-Album“ einschaltet und sich königlich über Jiminy amüsiert, der vor der Kamera verzweifelt Zeit schindet. Doch dann wird er von den Drillingen in Zorro-Verkleidungen und Degen attackiert, die ihn ins Studio verschleppen. Dort ist er von der Einsicht, dass er das Thema der Sendung ist, überwältigt. Jiminy lässt sich nicht davon abhalten, das titelgebende Foto-Album zu öffnen und über Donalds lautstarke Geburt zu berichten, bei der Klein-Donald mit einem Wutschrei aus dem Ei brach. Der nächste Gast der Sendung kann über Donalds Jahre als Kleinkind berichten und ruft bereits hinter der Bühne: „Weißt du noch, Donnilein?“ Donald erkennt Oma Duck natürlich sofort, doch diese läuft zuerst etwas kurzsichtig an ihm vorbei.

Jiminy fragt Oma auch direkt nach Donalds Kinderzeit. Sie berichtet, dass Donald ein richtiger Wutnickel war, und mit ihrer Erzählung beginnt die erste Rückblende.

Kapitel I: Kinderjahre
Oma berichtet, dass Donald als Baby oft seinen Rappel bekam und dann seinen Kopf gegen den Fußboden schlug, um seinen Frust Ausdruck zu verleihen. Zur Beruhigung setzte ihn Oma auf ihren Schoß und schaukelte im Schaukelstuhl. Als sie bemerkte, dass er sich draußen nicht mit Omas Tieren verstand, fuhr sie ihn mit ihrem Elektromobil in die Stadt. Auf der Fahrt wurd Donalds Baby-Häubchen fortgeweht, doch Donald reagierte sogar positiv, statt einen Wutausbruch zu bekommen. „So was!“, dachte Oma laut, „Ob er die Kopfbedeckung die ganze Zeit als unwürdig empfunden hat?“
In Entenhausen wollte Donald direkt auf die Statue „der wachsame Matrose“ klettern, doch als er abstürzte, bekam er wieder seinen Rappel und schlug seinen Kopf an den Sockel. Oma wollte ihn zurückhalten, doch ein herannahender Polizist interpretierte die Situation eher so, als würde Oma Donald misshandeln. Vor dem Amtsgericht konnte Oma aber ihre Unschuld beweisen, als Donald unaufgefordert seinen Kopf gegen das Richterpult schlug. Der Richter schlug vor, dass Oma das Kind lieber auf dem Land aufziehen soll, damit es mehr Freiheit habe, weshalb Oma wieder heim fahren wollte. Am Hafen zeigte Baby-Donald auf ein Schiff, weshalb Oma mit der Erlaubnis des Kapitäns noch einen kleinen Ausflug auf das Schiff machte. Als Donald die von ihm geklaute Matrosenmütze wieder zurückgeben musste, bekam er wieder seinen Rappel und schlug seinen Kopf auf das Deck. Durch das dumpfe Geräusch bemerkte die Crew, dass Wasser im Schiff war, also durfte Donald die Matrosenmütze des dankbaren Matrosen behalten. Und Donald war zu Omas Überraschung zufrieden: „Vielleicht hat er sich tatsächlich nur nach einer männlichen Kopfbedeckung gesehnt, und jetzt kriegt er keinen Wutanfall mehr.“
Und zurück auf dem Bauernhof schlug Donald nicht mehr seinen Kopf auf den Boden, da er nicht seine neue Mütze beschädigen wollte.

Im Studio ist es Zeit für die nächsten Gäste, diesmal auf Donalds Knabenzeit. Donald erkennt direkt die Stimmen von Micky Maus, Goofy und Pluto, die auf der Bühne erzählen, wie sie einen Haufen Bretter fanden und sich stritten, was man daraus bauen kann.

Kapitel II: Knabenjahre
Donald wollte ein Floß bauen, während Micky, Goofy und der Welpe Pluto für den Bau eines Bauhauses stimmten. Für das Baumhaus wählte Micky den Baum unten am Fluss, doch Donald bekam eine Idee. Warum die Bretter nach unten schleppen, um sie dort erst zusammenzubauen? Sie zimmerten die Baumhaus-Plattform kurzerhand schon vorher zusammen, um auf diese bergab zum Baum zu rutschen. Doch Klein-Donald hatte einen Plan. Er schnappte sich die Plattform, rutschte darauf den Hügel runter, zielte aber auf den Fluss zu. Die Baumhaus-Plattform wurde zum Floß. Doch Micky bemerkte bald Donalds Denkfehler: Er hatte kein Paddel dabei und rauschte auf dem Fluss auf einen Wasserfall zu. Doch Donalds Wasserfall-Sturz hatte auch einen Vorteil, wie Goofy sah: Das Floß landete auf einem weiteren Baum, wodurch es doch zu einem Baumhaus wurde.

Donald ist beschämt über die Geschichte seiner Freunde. Micky und Goofy verabschieden sich vorerst, als die nächsten zwei Gäste zu hören sind: Daisy Duck und Gustav Gans, die zu Donalds Ärger auch noch miteinander flirten. Donald muss an den Sessel gebunden werden, damit Gustav und Daisy erzählen können, wie sie damals alle drei aufs Gymnasium gingen.

Kapitel III: Jünglingsjahre
Als Daisy von der Handarbeits-Stunde kam, fragten sie Donald und Gustav, ob sie mit ihnen zum Tanzstundenball geht. Donald war ihr Tanzstundenpartner, hatte aber auch mit seinen Freunden von der Schülerzeitung einen Weltrekord im Papierkorbstopfen aufgestellt. Und Schüler in einen Papierkorb stopfen hatte nicht dasselbe Prestige, was Gustavs Sportpreis beim Rugby hatte, so Daisy. Also versuchte sich Donald daraufhin in verschiedenen Sportarten, um auch einen Sportpreis zu gewinnen. Beim Freistilringen kam er nicht weit, dafür lernte er beim Rugby das Weglaufen, weshalb er schließlich im Hundert-Meter-Lauf einen Sportpreis bekam.
Doch als er damit Daisy imponieren wollte, sieht er, wie Gustav mit einem Sportwagen angibt, den er bei einer Tombola gewonnen hat. Um es gleichzuziehen, musste Donald also Geld borgen, und bei wem ging das besser als bei Dagobert Duck. Mit fünf Talern in der Tasche kaufte er ein Tretauto, mit dem er sogleich zur Eisdiele fuhr, in der Daisy und Gustav saßen. Doch Daisy war sich noch immer uneins, da beide nun einen Wagen und einen Sportpreis hatten. Also nutzte sie die Gelegenheit, dass Moritz Moll beim nahen Kino war, und bot demjenigen, der ihr ein Autogramm von Moll bringt, ihre Hand beim Tanze. Donald hatte gehörig Übung beim Stopfen, also war die Menschenmenge um Moll eine Kleinigkeit. Daisy wollte nun mit ihm gehen, wenn er das Papierkorbstopfen aufgibt.
Beim Tanzstundenball tanzten Daisy und Donald, doch schließlich riss sich Donald von seiner Tanzpartnerin los und übt sich mit seinen Freunden in einer neuen Sportart, dem Tubastopfen.

Mit der Schulzeit endete auch Donalds Jugend, so Jiminy, und als ausgewachsener Mann war er bereit für neue Abenteuer. Aus dem Off meldet sich der neue Gast, Daniel Düsentrieb, der sogleich auch von ihren frühen Abenteuern erzählt.

Kapitel IV: Zeit des Lernens
Zusammen mit Tick, Trick und Track sauste Düsentrieb auf einem Traktor mit Raketenantrieb an Donald vorbei, Richtung Wald. Dort arbeiteten die drei Jungs als Düsentriebs Assistenten und stellten seine Kästen an einem Pfad auf. Die Kästen schießen Intelligenzstrahlen auf alle Tiere, die zwischen den beiden Kästen durchgingen. Daheim machte sich Donald über Düsentrieb lustig, doch die Drillinge halteten weiter zu ihm: „Große Erfinder werden zuerst immer ausgelacht! Graf Zeppelin hat sich auch erst spät durchgesetzt.“
Für Donald bedeutete dies die ideale Gelegenheit für einen Streich, um Düsentrieb vor den Jungs vorzuführen. Er borgte sich ein Wolfskostüm und spielte am nächsten Tag im Wald den durch die Kästen klug gewordenen Wolf, der nun Lust auf Entenbraten hatte. Als der verkleidete Donald die Jungs jagte, stellte ihm ein fremder Mann ein Bein. Die Jungs entkamen.
Um die Situation zu erklären, demaskierte sich Donald. Doch da demaskierte sich auch der fremde Mann: Er war wirklich ein Wolf, der dank der Intelligenzstrahlen klug wurde. Er fing Donald und wollte ihn als Entenbraten verzehren. Die Jungs kehrten zurück und sahen anhand der Spuren, dass der Wolf Donald gefangen hat. „Typisch Onkel Donald! Immer stellt er was an!“ Also schnappten sie sich Düsentrieb und die Kästen, um dem Wolf die Intelligenz wieder zu nehmen. Danach befreiten sie Donald: „Dir ist jetzt wohl klargeworden, warum man eines Tages nicht mehr über den Grafen Zeppelin gelacht hat.“ Und tatsächlich erzählte Donald danach jedem, der nicht schnell genug wegkam, von Düsentriebs unglaublichen Leistungen.

Langsam beginnt Donald Spaß an seiner Sendung zu haben. Düsentrieb nimmt ihm auf seinem Hüpfstab zur Studiokamera, vor der Donald den nächsten Gast erwartet. Doch für den nächsten Teil könne nur einer am besten erzählen, Donald selbst. Denn es geht darum, wie Donald zum Filmstar wurde. Donald blättert begeistert die Seite im Foto-Album um.

Kapitel V: Jahre des Erfolgs
Im Thalia-Theater wurden Nachwuchs-Schlagersänger gesucht. Diese hatten Zeit, das Publikum von sich zu überzeugen, bis der Gong schlug. Als sich Donald schadenfroh über die Künstler amüsierte, fragte ihn der Portier, ob er es denn besser könne. Also eilte Donald auf die Bühne, wo er dem Moderator Micky Maus ankündigte, dass er nun singe und tanze. Doch statt Applaus bekam er nur faule Tomaten und den Gong, doch er verließ nicht die Bühne, sang weiter und warf die Tomaten zurück. Dabei traf er auch einen Agenten aus Lollywood, der von Donald überzeugt ihm einen Vertrag mit Walt Disney ermöglichte. Dort spielte er erst in komischen Rollen und später in Verfilmungen der Weltliteratur.

„Tja, und das alles aus eigener Kraft!“, gibt Donald an.

Jiminy überreicht Donald noch als Überraschung ein goldenes Ei als Symbol für Donalds Leben und Erfolg. Doch zur Überraschung beider steigen Tick, Trick und Track heraus, um klarzustellen, dass er nur dadurch eine Karriere hatte, dass sie ihn jeden Morgen aus dem Bett ins Studio schleppten. Donald stopft sie wieder wütend zurück in das goldene Ei, als Jiminy die letzten Gäste der Sendung ankündigt. Als sich diese mit einem lautstarken „Hallo, Donald!“ melden. Doch Donald kennt keine Freunde, die wie „hundert nackte Wilde“ klingen. Langsam kommen die Freunde heraus, Jacki und Karli, Peter Pan, Käpt'n Huck, Bongo und… „Alle meine Freunde!“, ruft Donald begeistert. „Kein Wunder, daß es sich angehört hat wie hundert nackte Wilde.“

Hintergrund und Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Comic erschien Juni 1960 im für August vordatierten Four Color Comics-Comicheft „This is Your Life, Donald Duck“ bei Dell Publishing. Der Comic adaptiert dabei die „Walt Disney Presents“-Folge „This Is Your Life, Donald Duck“, einer Hommage an „This Is Your Life“ von Ralph Edwards sowie an Donald Duck selbst.[1] Die Comic-Adaption des Fernsehfilms nimmt sich einige Freiheiten.

Die Rahmenhandlung entspricht fast komplett der Rahmenhandlung des Fernsehfilms. Jiminy Grille moderiert die Sendung, während Donald noch daheim hockt, also müssen die Drillinge Donald als drei Zorros ins Studio verschleppen. Dort erzählt Jiminy mithilfe seines Buchs und seiner Gäste die Lebensgeschichte Donalds. Die Gäste unterscheiden sich dabei teilweise: Im Fernsehfilm werden Oma Duck, Donalds rotes Fahrrad, Kater Karlo, Chip und Chap, Elefant Dolores und Daisy Duck auf der Bühne willkommen geheißen, im Comic sind es Oma Duck, Micky Maus, Goofy, Pluto, Daisy Duck, Gustav Gans, Daniel Düsentrieb sowie Tick, Trick und Track. Außerdem nennt Jiminy im Fernsehfilm explizit Ralph Edwards und dessen Sendung als Inspiration der Folge, im Comic wird Edwards verschwiegen. Der Fernsehfilm endet mit Donalds Freunden, die auf Mickys Signal die Bühne stürmen und für den zu Tränen gerührten Donald singen. Im Comic schmuggeln sich Tick, Trick und Track in einem Gold-Ei auf die Bühne, wo sie den überheblichen Donald verbal zurechtstutzen. Erst danach kommen Donalds Freunde auf die Bühne, aber ohne Gesang. Auch die spezifische Auswahl an Donalds Freunden unterscheidet sich etwas.

Die vielen Freunde von Donald Duck, die ihm auf der letzten Comicseite Tribut zollen wollen, sind aus zahlreichen Cartoons, Comics und Filmen. Aus dem Maus-Universum stammen Micky Maus, Minni Maus, Mack und Muck, Klarabella Kuh und Pluto, aus dem Duck-Universum zudem Tick, Trick und Track, Oma Duck, Dagobert Duck, Daisy Duck, Daniel Düsentrieb, Franz Gans und die Panzerknacker. Aus dem Silly Symphonies-Cartoon „Die drei kleinen Schweinchen“ stammen der große böse Wolf und Schweinchen Schlau, aus dem Cartoon „Goliath II“ zudem die Titelfigur Goliath II. Vereinzelte Figuren stammen aus den Filmen, aus „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ stammen die Zwerge Chef und Seppl, aus „Dumbo“ kommt Titelfigur Dumbo und Timotheus, aus „Onkel Remus’ Wunderland“ erscheint Gevatter Fuchs, „Fröhlich, Frei, Spaß dabei“ bietet Bongo und Grobian, die beiden Mäuse Jacki und Karli stammen aus „Cinderella“ und aus dem Film Peter Pan kommen neben Titelfigur Peter Pan auch Glöckchen und Käpt'n Hook.

Statt die im Fernsehfilm als Erzählungen der Gäste integrierten Cartoons zu adaptieren, schrieb Comicautor Vic Lockman fünf eigene Abenteuer als Rückblick auf Donalds Leben. Bei einem der Abenteuer handelt es sich um Ausschnitte aus „Die Intelligenzstrahlen“ von Carl Barks, neu gezeichnet von Tony Strobl.[2] Der Barks-Comic wurde dabei gekürzt.

Ein weiterer Rückblick übernimmt eine Szene aus einem der Cartoons, die im Fernsehfilm gezeigt werden. Im Cartoon „Mickys Talentschuppen“ nimmt Donald an einem Amateur-Abend teil, wo er „Twinkle, Twinkle, Little Star“ vortragen will, aber immer wieder unterbrochen wird, unter anderem vom Gong. Im Comic unterbricht der Gong seinen Gesang. In beiden Versionen moderiert Micky den Abend.

Düsentrieb hüpft auf einem Hüpfstab auf die Bühne. Dieses Fortbewegungsmittel stammt aus seinem ersten Auftritt in „Eine peinliche Enthüllung“.

Unterschiede in den Versionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland erschien der Comic in zwei verschiedenen Übersetzungen. Die deutsche Erstveröffentlichung fand als Teil der Micky Maus Beilagen-Comics statt. Als Beilage zum Micky Maus Magazin 33/1962 bis 39/1962 wurde der Comic als „So war mein Leben“ in losen Comicstreifen, die man sich selbst zurechtfalten musste, in einer Übersetzung von Erika Fuchs hinzugefügt. 1984 wurde der Comic im Buch „Donald Duck – Eine Ente wie Du und ich“ beim Unipart-Verlag erneut abgedruckt, diesmal aber unter dem Titel „Das ist dein Leben, Donald Duck“ und der Übersetzung von Michael und Luzia Czernich. In den darauf folgenden Jahren wurde der Comic noch mehrfach nachgedruckt, stets aber in der Fuchs-Übersetzung. Der Abdruck in „Donald Duck – Vom Ei zum Erpel“ von 2012 hebt sich dabei etwas ab, da dort nur das sechsseitige erste Kapitel von Donalds Leben abgedruckt wurde, „Kindheit auf dem Lande“.

In Details unterscheiden sich die beiden Übersetzungen voneinander und von der englischen Vorlage. Um Zeit für die Drillinge zu schinden, sodass diese Donald ins Studio holen können, singt Jiminy im Fernsehspecial „When You Wish Upon A Star“, wobei sich der Star diesmal auf den Ehrengast bezieht. Im englischen Comic machte Lockman daraus „Oh, where has my TV rating gone?“ (auf deutsch sinngemäß „Oh, wo ist meine TV-Einschaltquote geblieben?“), eine Parodie des Kinderlieds „Where, Oh Where Has My Little Dog Gone?“. Fuchs ließ Jiminy „Mein kleiner grüner Kaktus“ singen, dem Lied der Comedian Harmonists von 1934. Ehepaar Czernich parodierten mit „Sag mir, wo mein Stargast ist“ ebenfalls ein Lied, nämlich Marlene Dietrichs „Sag′ mir, wo die Blumen sind“.
Donalds erstes Auto, von dem optisch suggeriert wird, dass es sich dabei um den 313 handelt, wird in der Fuchs-Übersetzung als Tretauto bezeichnet.
Als Donald auf die Bühne steigt, um sein Talent zu zeigen, trägt er im Fernsehspecial das Schlaflied „Twinkle, Twinkle, Little Star“ vor. In der Comic-Adaption singt er im Englischen dank Lockman „The Fountain in the Park“ von Ed Haley, Fuchs übertrug es als das Seemannslied „La Paloma“ von Sebastián Iradier und die Czernichs als „Veronika, der Lenz ist da“ von Walter Jurmann und Fritz Rotter ins Deutsche.
Ebenfalls bemerkenswert ist der Platz, der im letzten Comicpanel für „A Pledge To Parents“ von Dell Publishing gelassen wurde. Statt diesem wurde in den meisten deutschen Abdrucken eine retuschierte Fassung abgedruckt, in „Donald Duck – Eine Ente wie Du und ich“ wurde die originale Fassung verwendet und der Platz für eine Erzählerbox benutzt.

Vergleich der Übersetzungen
This Is Your Life, Donald Duck
(Vic Lockman, Tony Strobl)
So war mein Leben
(Erika Fuchs)
Das ist dein Leben, Donald Duck
(Michael und Luzia Czernich)

Auch die einzelnen Kapitel-Titel unterschieden sich voneinander:

Vergleich der Übersetzungen
This Is Your Life, Donald Duck
(Vic Lockman, Tony Strobl)
So war mein Leben
(Erika Fuchs)
Das ist dein Leben, Donald Duck
(Michael und Luzia Czernich)
Buchtitel
This is your Life, Donald Duck
Mein Foto-Album
Das ist dein Leben
Kapitel I
His early ducklinghood
Kinderjahre
Frühe Kükenjahre
Kapitel II
Growing up
Knabenjahre
Flegel-Jahre
Kapitel III
Talent in the Teens
Jünglingsjahre
Die Sportskanone
Kapitel IV
Clever strategy
Zeit des Lernens
Allzu tierisches
Kapitel V
The sweet and sticky smell of success
Jahre des Erfolgs
Erste Bühnenerfahrung

Für die Veröffentlichung in der „Walt Disney′s Donald and Mickey“-Ausgabe 25 änderte Gladstone Publishing 1994 die Intelligenzstrahlen-Sequenz ab. Statt der neuen Zeichnungen von Strobl wurden die entsprechenden Szenen im Barks-Comic eingefügt, wobei den Augen der Ducks ein kleiner Schlitz in die Augen retuschiert wurde. Da Strobl in seiner Adaption die Handlung etwas straffte, ist die „So war mein Leben“-Version mit den Barks-Panels drei Seiten länger als der reguläre Andruck.

Weitere Donald-Biografien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Veröffentlichung des Comics gab es kaum Angaben über Donalds Leben vor der Gegenwart der Cartoons und Comics. 1941 erschien beim New Yorker Verlag Random House das Bilderbuch „Walt Disney′s Life of Donald Duck“, von dem in Deutschland 1984 eine aktualisierte und erweiterte Fassung als „Donald Duck – Eine Ente wie Du und ich“ erschien. Im Bilderbuch platzte Donald als Baby bereits durch einen Wutausbruch aus seinem Ei, statt normal zu schlüpfen.

In der „Walt Disney Presents“-Folge „This Is Your Life, Donald Duck“, auf dem der Comic „So war mein Leben“ von Lockman und Strobl basiert, wird zum ersten Mal gesagt, dass Donald seine Kindheit und Jugend auf Oma Ducks Bauernhof verbrachte. Diese Angabe prägte weitere Geschichten über Donalds Biografie. Wenige Jahre später wurde wieder in einem Strobl-Comic Donalds Kindheit auf Omas Bauernhof referiert, nämlich in „Alte Erinnerungen“ (orig. The Good Old Daze, 1964, deutsch im Micky Maus Magazin 16/1965).

In der Jubiläumsgeschichte „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“ (orig. Buon compleanno, Paperino!, 1984, deutsch u.a. im Disney-Sonderalbum 1) schrieb Marco Rota eine etwas andere Fassung von Donalds Leben, die Elemente aus „So war mein Leben“ aufgriff. Auch in „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“ wuchs Donald auf Omas Bauernhof auf. Oma Duck nahm das normal, aber alleine geschlüpfte Baby Donald auf, als Dagobert und sie es auf der Straße fanden. Seinen später so oft getragenen Matrosenanzug bekam er in „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“ ebenfalls von Oma, so wie er in „So war mein Leben“ seine Matrosenmütze auch während seiner Zeit bei Oma bekam.

Auch Donalds Schulzeit und seine Versuche, so viele Schüler wie möglich in einen Papierkorb zu stopfen, wurden in weiteren Comics wieder aufgegriffen. Der Comic Lar, Turístico Lar (1978) von Carlos Edgard Herrero beschreibt Donald und Dussels Schulzeit, „Wo die Liebe hinfällt“ (orig. Margarida, Seu Passado A Espera, 1988, deutsch in Minnie – Mehr Spaß für Mädchen 1/1991) von Arthur Faria Jr. und Euclides K. Miyaura behandelt den jungen Donald und Daisy.

Die Comicserie Donni Duck geht explizit auf die Kindheit von Donald Duck auf Omas Hof ein.

Deutsche Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „This is Your Life, Donald Duck“. inducks.org I.N.D.U.C.K.S.
  2. Geoff Moses alias GeoX (19.02.2014). „This Is Your Life, Donald Duck“. duckcomicsrevue.blogspot.com