Halloween

Aus Duckipedia
Version vom 1. Oktober 2026, 10:15 Uhr von Phantomias1234 (Diskussion | Beiträge) (→Spielfilme: + kurze Erklärung zur Attraktion "The Haunted Mansion"; außerdem erschien das Remake zu "Die Geistervilla" im Jahr 2023 ;-))
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Halloween ist ein Fest, das jährlich am 31. Oktober gefeiert wird. Im Fokus stehen dabei das Sammeln von Süßigkeiten sowie das Gruseln durch verschiedene schaurige Gestalten. Auch für Disney spielt dieses Fest eine wichtige Rolle. Seinen Ursprung in Irland, wanderte der Brauch in die USA und wandelte sich in den Jahren. Seit Anfang des 21. Jahrhunderts nimmt das Fest auch in Deutschland eine immer wichtigere Rolle ein.

Hintergrund

Jack O’Lantern (Jack mit der Laterne) Die volkstümliche Überlieferung kommt aus Irland, in der es um einen geizigen Hufschmied namens Jack geht. Dieser saß am Abend vor Allerseelen in der Kneipe, als er Besuch vom Teufel bekam.[1] Im Tausch gegen seine Seele bietet der Teufel Jack an, ihm das letzte Bier zu zahlen. Es heißt, dass es Jack O’Lantern gelang, mit einer List der Hölle zu entkommen. Als er jedoch in den Himmel kam, war die Tür für ihn verschlossen, weshalb ihm nichts anderes übrig blieb, als zwischen Himmel und Hölle zu wandeln. Dabei hat er stets eine Rübe bei sich, in der eine Kerze steckt. Daher kommt der Brauch, Fratzen in Kürbisse zu schneiden.[2]

Übersicht

Im folgenden Artikel wird nacheinander in den einzelnen Medienbereichen, in denen Disney tätig war und ist, auf Halloween eingegangen. Gibt es in diesem Bereich Produktionen von Disney und wenn ja, welche sind das und was sind ihre Inhalte? Begonnen wird mit den Cartoons, welche Walt Disney zu Beginn seiner Karriere erstellte. Weiter geht's zu den Comics, den Disney-Meisterwerken bis hin zu den hinzugekauften Bereichen von Marvel, Star Wars und 20th Century Fox. Ebenso soll auch ein Einblick über den Medienbereich hinaus gezeigt werden. Welche Publikationen gibt es, welches Merchandise und wie wirkt sich Halloween in den Disney-Parks aus? Dabei wird auch auf die Rolle von Halloween in Deutschland eingegangen, dessen Traditionen erst spät hierzulande bekannt wurden. Schlussendlich soll ein Gesamtfazit gezogen werden, inwieweit Halloween für Disney Relevanz hat und wie Disney das Fest mit seinen Inhalten gestaltet.

Classic-Cartoons

Filmplakat zum Trickfilm Donald, Geister und Gespenster (© Disney)

Der einzige Classic-Cartoon, der sich mit dem Thema „Halloween“ direkt beschäftigt, ist der Kurzfilm Donald, Geister und Gespenster. Darin sind Tick, Trick und Track verkleidet als Gespenst, Teufel und Hexe an Halloween auf Süßes-oder-Saures-Tour. Als sie bei Donald zuhaus vorbeikommen, verweigert dieser die Herausgabe der Süßigkeiten, obwohl er eigentlich eine volle Schüssel hätte. Stattdessen spielt er ihnen einen fiesen Streich. Niedergeschlagen treffen die Neffen auf die Hexe Hicksi, die sie dabei unterstützen will, Donald zur Herausgabe der Süßigkeiten zu bringen. Mithilfe von Magie gelingt es ihnen schließlich, dem störrischen Donald die Süßigkeiten abzuluchsen. Der Cartoon bietet allerlei typische Elemente eines Halloweenabends. Kinder ziehen verkleidet durch die Straßen, klingeln an Haustüren, rufen „Süßes oder Saures!“ und bekommen dann ihre Süßigkeiten geschenkt. Dazu packt man bei Disney noch gruselige Elemente hinein wie Fledermäuse, Geister und einen verzauberten Jack O’Lantern. Hexe Hicksi bringt mit ihrer Magie einen gruseligen Flair in den Cartoon, der dank Donald mehr zum Spaß für Kinder wird anstatt zum Angsterlebnis. Während der Dreharbeiten wurde Zeichner Carl Barks damit beauftragt, einen Comic zum Thema Halloween zu erstellen, bei dem er sich diesen Cartoon als Vorlage nahm. Daraus entstand die Geschichte Spendieren oder Schikanieren (→ siehe auch: Abschnitt „Comics“).

Obwohl dieser Cartoon als Einziges das Thema „Halloween“ behandelte, bedeutete dies nicht, dass es bei den früheren Classic Cartoons nicht gruselig zuging. Im Gegenteil. Bereits der erste Silly-Symphonies-Cartoon von 1929 zeigte tanzende Skelette auf einem Friedhof. Diese Idee hatte Disney-Komponist Carl Stalling, der Skeletttanznummern aus seiner Kindheit kannte, als er die Vaudevilleshows besuchte. Daher wollte er einen Cartoon mit genau diesem Thema erschaffen. „Als Kinder lieben wir, glaube ich, alle diese gruseligen Bilder und Geschichten“, so Stalling. Daraufhin produzierte Ub Iwerks innerhalb von sechs Wochen den Kurzfilm Tanz der Skelette[3]. Doch nicht nur die untoten Knochen sorgen für eine düstere Atmosphäre, sondern viele weitere Elemente. Der Cartoon spielt in einer stürmischen Nacht bei Vollmond. Ein im Wind wehender Ast wirkt wie eine Hand, die aber eine Eule erschreckt. Als die Kirchturmglocke 12 Uhr schlägt, fliegen Fledermäuse durchs Bild und eine Spinne seilt sich von oben am Bildrand herab. Hundegeheul ist zu hören und zwei Katzen streiten und fauchen sich gegenseitig an, ehe die besagten Skelette ihren Auftritt haben. Schon gleich als das erste Skelett auf dem Bild erscheint, schreckt es die streitenden Katzen so sehr auf, dass sich ihr Fell vom Körper sträubt. Die Katzen springen davon, das Skelett bleibt fröhlich klappernd zurück, ehe es einen Satz macht und mit offenem Mund auf den Zuschauer zuspringt. Der Cartoon behandelt zwar nicht Halloween, beinhaltet aber typische gruselige Elemente, die genau zum Thema passen.

Tanz der Skelette sollte aber nicht der einzige Cartoon bleiben, der ein gruseliges Thema zu Grunde liegen hatte. Im gleichen Jahr erschien Hell's Bells, ebenfalls ein Silly-Symphonies-Cartoon. Dieser spielt in der Hölle, wo sich neben Zerberus und dem Teufel noch allerlei weitere dämonische Gestalten und Dämonen, manchmal auch als dämonenhaftes Tier, befinden, die miteinander musizieren, tanzen oder sich gegenseitig fressen. In Ägyptische Melodien verirrt sich eine Spinne in einer Pyramide und trifft auf tanzende Mumien. Im Cartoon Die alte Mühle erleben Frösche, Eulen und Mäuse eine stürmische Nacht, in der ein fürchterliches Gewitter tobt, das die Windmühle wackeln lässt. Dank der Multiplan Kamera taucht der Zuschauer tiefer in das Geschehen ein, weil nun Objekte dreidimensional erscheinen. Verschiedene Lichteffekte und realistisch dargestellte Bewegungen und Verhaltensmuster der Tiere verleihen dem Cartoon eine besonders atmosphärische und zugleich unheimliche Wirkung. Das Zusammenspiel aus Gewitter, Dunkelheit, Schatten und den bedrohlichen Geräuschen der Natur erzeugt eine düstere Stimmung, die den Zuschauer unmittelbar in das Geschehen hineinversetzt[4].

Ikonisch: Die tanzenden Skelette (© Disney)

Doch nicht nur in den Silly Symphonies kommen gruselige Elemente zum Tragen. Auch seine Lieblingsfigur Micky Maus schickt Walt Disney in allerlei gruselige Szenarien. Erstmals passiert dies im Cartoon Das Spukhaus, in dem Micky in besagtem Gebäude auf Fledermäuse, Spinnen und Skelette trifft sowie eine gruselige Gestalt in einem Umhang. In The Gorilla Mystery müssen sich Micky und Minnie einem wilden Gorilla entgegenstellen, der aus dem Zoo entkommen ist. Das gleiche Szenario erleben Donald und seine Neffen in Donald Duck und der Gorilla. Im Kurzfilm Der verrückte Arzt muss Micky seinen Hund Pluto vor einem verrückten Wissenschaftler retten, der überprüfen will, ob eine Kreuzung aus Hund und Huhn ein eierlegendes Wesen hervorbringt, dass ebenfalls Mischlinge erzeugt. Dazu begibt sich der Mäuserich in die Burg, in der er sich durch die gruseligen Zimmer und Gänge schlagen muss. Schlussendlich landet Micky selbst auf dem Operationsstuhl. Es stellt sich aber heraus, dass Micky lediglich einen Alptraum hatte und Pluto wohl auf bei ihm im Schlafzimmer ist. Aber auch Pluto träumt einmal alp. So landet er im Kurzfilm Pluto vor Gericht in der Katzenhölle, wo ihm vor einem hohen Gericht, das aus Katzen besteht, der Prozess gemacht wird. In Einsame Geister begeben sich Micky, Goofy und Donald in einer alten verlassenen Villa auf Geisterjagd. Vier Geister spielen den Jungs böse Streiche, können aber durch glückliche Umstände aus der Villa vertrieben werden.

Die Classic-Cartoons der frühen Disney-Ära bieten insgesamt zwar nur einen einzigen Halloweencartoon, haben dafür aber viele Kurzfilme, die mit einer düsteren Stimmung aufwarten können, die perfekt zu Halloween passt.

Comics

Carl Barks erstellte Spendieren oder Schikanieren und Halloween-Hektik sowie einen Einseiter. Don Rosa erstellte die Geschichte Der Kürbiskampf, in welcher sich Donald mit seinem Nachbar Zorngiebel einen Wettstreit liefert, wer den schönsten Kürbis schnitzt.

Seit 2015 erscheint in Deutschland jährlich die Reihe LTB Halloween, obwohl diese mehr eine Sammlung von allgemeinen horrorlastigen Comics ist, und sich nur wenige um den Feiertag selber drehen.

Zeichentrickfilme

Meisterwerkreihe

Auch bei den Disney-Meisterwerken, beginnend mit dem ersten abendfüllenden Film Schneewittchen und die sieben Zwerge, ist Halloween ein Thema, jedoch eher selten. In Die Abenteuer von Ichabod und Taddäus Kröte wird Titelheld Ichabod zu Van Tassels jährlicher Halloweenfeier eingeladen. Als sein Konkurrent Brom Bones bemerkt, dass Ichabod sehr abergläubisch ist, nutzt er seine Chance. Vor den Leuten erzählt er die gruselige Geschichte des kopflosen Reiters, der jede Halloweennacht durch die Wälder streift, um sich sein nächstes Opfer zu suchen, dem er den Kopf abschlägt. Die einzige Rettung sei es, die Brücke mit Dach zu überqueren, um den Spuk zu entkommen. Später am Abend trifft Ichabod tatsächlich im Wald auf den kopflosen Reiter. Es folgt eine spektakuläre Verfolgungsjagd. Als Ichabod die überdachte Brücke sieht, erinnert er sich an Bones Worte und überquert diese. Es scheint, dass Ichabod in Sicherheit sei. Doch der kopflose Reiter wirft eine brennende Jack O’Lantern auf ihn. Am nächsten Morgen sind lediglich die Überreste des Kürbis und Ichabods Hut vorzufinden. Während die Geschichte im Original eindeutig in der Halloweennacht stattfindet, wird das in der deutschen Version verschwiegen. Stattdessen heißt es in der Synchro von 1990, dass Katrina Ichabod zum Sommerfest einlade. Dies liegt wohl unter anderem daran, dass Halloween in Deutschland noch nicht so bekannt war, weshalb man wohl den Zuschauer nicht verwirren wollte. Ein kurze Einsicht zu Halloween findet sich noch am Ende von Lilo und Stitch. Man sieht, wie Stitch mittels Energiepistole ein Loch in einen Kürbis franzt, was Lilo gefällt. In den anderen Disney-Meisterwerken ist Halloween als Fest nicht vertreten. Weder wird das Fest zelebriert, noch finden Vorbereitungen oder Nennungen zum Fest statt.

Die Traumsequenz der Elefantenparade finden viele verstörend (© Disney)

Gruselige Elemente findet man aber dennoch in den Filmen, bspw. wenn Schneewittchen durch den finsteren Wald irrt, Lampwick sich vor den Augen Pinocchios in einen Esel verwandelt oder Dumbo im Schlaf von einer wilden Parade von pinken Elefanten träumt. In Fantasia ist zwar zu sehen, wie Chernobog die Geister und Dämonen zu sich auf den Kahlen Berg ruft. Dieses Ereignis findet jedoch nicht an Halloween, sondern in der Nacht vom 23. auf den 24. Juni statt, wie die Geschichte des dahinterstehenden Musikstücks verrät[5]. Auch weitere Werke der späteren Disney-Zeit haben dank ihrer Konfrontation Gut gegen Böse Szenen, die für reichlich Spannung sorgen, weshalb sie gerne für Halloweenspecials genutzt wurden (→ siehe auch: Abschnitt „Fernsehen“.)

Pixar

Bei den Pixar-Filmen war Halloween bzw. sein mexikanisches Pendant bislang in einem Hauptfilm Thema. In Coco – Lebendiger als das Leben reist der Junge Miguel Rivera in das Reich der Toten, um seinen Ururgroßvater zu finden, bei dem er glaubt, es handele sich um den berühmten Musiker Ernesto de la Cruz. Das Totenreich wird von Skeletten bevölkert, welche die verstorbenen Verwandten oder Bekannten aus dem Diesseits sind. Die Skelette wirken aufgrund ihrer cartoonhaften Darstellung und der Tatsache, dass sie Kleider tragen, nicht gruselig. Insgesamt steht auch weniger das Gruseln als das Totengedenken und die Ehrung der Verstorbenen im Fokus der Geschichte. Dies passt auch zum Tag der Toten, welcher vom 31. Oktober bis zum 02. November in Mexiko gefeiert wird[6]. Im Special Toy Story of Terror landen die Spielsachen auf einer Raststätte, in der sie nicht nur von einem unbekannten Wesen verfolgt werden, sondern sich auch vor dem Besitzer der Stätte schützen müssen. Dieser lässt die Spielsachen stehlen, um sie dann auf online weiterzuverkaufen. Das Special wird aufgrund seiner gruseligen Atmosphäre gerne an Halloween im Fernsehen gezeigt. Gleiches gilt für Die Monster AG, welche ebenfalls im Oktober im Disney Channel-Programm zu finden ist. Mit der kreativen Gestaltung der Monster und dem Erschrecken von Kindern passt der Film gut zur Gruselstimmung des Monats. In ihrer Cars-Kurzfilmreihe hat Pixar zudem mit Hook und das Geisterlicht eine passende Halloween-Episode. Darin spielt der Abschleppwagen Hook den Bewohnern von Radiator Springs gerne Streiche. Lightning McQueen kontert Hooks Streich und erzählt ihm vom Geisterlicht, das die Stadt regelmäßig heimsucht.

Disney Toon Studios

Die Disney Toon Studios, die hauptsächlich Nachfolger der Disney-Meisterwerke produzierten, haben zumindest mit Winnie Puuhs Gruselspaß mit Heffalump einen Film erstellt, welcher sogar an Halloween spielt. Darin begibt sich die Bande auf die Suche nach dem Gespenst Gubold, welches jedem, der ihm fängt, einen Wunsch erfüllt. Jedoch kann das Gespenst eine Person auch in einen Kürbis verwandeln, weshalb Vorsicht geboten ist. Der Film bietet soliden Gruselspaß für die Kleinen zu Halloween. Es ist jedoch nicht das erste Mal, dass man im Winnie-Puuh-Universum sich mit Halloween auseinandersetzt. Das Special Ferkel gruselt sich spielt ebenfalls an Halloween. Ferkel muss sich darin seiner Angst stellen und an Halloween vor die Tür gehen, um seinen Freunden zu helfen.

Spielfilme

Wichtige Gruselfilme sind Hocus Pocus und dessen Fortsetzung Hocus Pocus 2 sowie Die Geistervilla (amerik. Originaltitel: The Haunted Mansion) mit Eddie Murphy, ein Film, der auf der gleichnamigen Attraktion The Haunted Mansion, eine Spukhaus-Attraktion, welche 1963 im Disneyland Anaheim eröffnet wurde und mittlerweile auch in weiteren Disney-Parks existiert, basiert und 2023 ein Remake erhielt.


Touchstone Pictures

WIRD ERGÄNZT

Serien

Eine tatsächlich größere Rolle nimmt Halloween im Serienbereich bei Disney ein. So bietet inzwischen fast jede Serie im Disney-Fernsehprogramm mindestens eine Folge, die entweder an Halloween spielt oder ein gruseliges Thema hat, das passend am 31. Oktober gesendet werden kann. Während Sendungen wie The Wuzzles und Disneys Gummibärenbande noch ohne Gruselabenteuer auskommen, bietet die erste Staffel von DuckTales – Neues aus Entenhausen gleich mehrere Episoden, in denen Grusel garantiert ist: In Folge 13 „Der unsichtbare Gast“ treibt ein Geist in einem Schloss sein Unwesen, welches Onkel Dagobert eigentlich in ein Hotel verwandeln möchte. In Folge 26 „Das Geisterschloss“ trifft Dagobert wieder auf Geister; dieses Mal aber im Schloss seiner Vorfahren in Schottland. Und in Folge 64 „Die Ducky Horror Picture Show“ muss er sich mit den klassischen Gruselgestalten Dracula, Frankensteins Monster und dem Werwolf herumschlagen, denen er ein Tagungscenter vermietet hat. Ärger mit einer Vampir-Kartoffel bekommt Darkwing Duck in Folge 5 der ersten Staffel seiner Serie. Diese hat Schurke Buchsbaum versehentlich gezüchtet, der eigentlich nur eine Pflanzenfreundin wollte. In Staffel 3, Folge 1 trifft Darkwing auf Morgana Makaber Morganas Familie, deren Vater seinen künftig möglichen Schwiegersohn nicht ausstehen kann. Deshalb verwandelt er ihn, Quack und Kiki kurzerhand in Monster, sodass die drei erfahren, wie es wirklich ist, von der Gesellschaft ausgestoßen zu sein.

Marvel

Halloween ist nicht nur bei Disney, sondern auch bei Marvel Thema. Einerseits in ihren Comics, andererseits auch in Filmen und Serien. Im MCU gibt es direkt keinen Film, der an Halloween spielt. Gruselige Stimmung bietet zumindest Doctor Strange in the Multiverse of Madness von Regisseur Sam Raimi, der bekannt für seine Horrorfilmreihe Evil Dead ist. Darin muss Doctor Strange die Hexe Wanda aufhalten, die mithilfe des Zauberbuches Darkhold ihre Kinder aus einem anderen Universum in ihre Realität bringen möchte. Dabei hinterlässt sie ein blutige Spur der Verwüstung hinter sich, bei der auch einige Helden ihr Leben lassen müssen. Die teils brutale und gruselige Gestaltung des Films sorgt gerade bei jüngeren Zuschauern für Spannung. Für den Streamingdienst Disney+ erschuf man weitere Inhalte für den Oktober, um thematisch passende Serien im Oktober bereitzuhaben, die auch Teil des MCU sind. In der Kurzserie Marvel Zombies wird die Episode sechs von What if...? weitergeführt, in der die Welt durch einen Zombievirus befallen wurde. Darin müssen sich Teile der Avengers durch Zombiehorden kämpfen, bei denen die größte Herausforderung darin liegt, die anderen zombiefizierten Avengers zu schlagen. In Agatha all along wird die Geschichte von Agatha Harkness aus WandaVision weitergeführt, die ihre Hexenkräfte zurückerlangen will. Dabei tut sie sich mit einem Teenager und anderen Hexen zusammen, um den Hexenweg zu beschreiten. Dabei wird sie von Dämonen verfolgt und muss sich schwierigen Prüfungen unterziehen. Die Stimmung ist düster und passt daher perfekt zum Grusel von Halloween.

Doch schon vor dem MCU versuchte sich Marvel an Inhalten für ältere Zuschauer. Zu nennen ist hier die Blade-Reihe. Der Halbvampir Blade macht sich auf die Jagd nach Vampiren, besonders auf ihren Oberboss Frost, der die Vampirgöttin La Magra wieder auferstehen lassen will. Ebenfalls an ältere Zuschauer richtet sich der von Fox produzierte X-Men-Film The New Mutants. der eine FSK-Freigabe ab 16 Jahren erhielt.

Für jüngere Zuschauergruppe hat Marvel ebenfalls Inhalte produziert. Im Special Spidey und die Avengers: Einsatz an Halloween verbünden sich die Helden aus Spidey und seine Super-Freunde und Iron Man aus Iron Man und seine fantastischen Freunde sowie weiteren Avengers, um gegen den Schurken Hallows Eve anzutreten. Das 29-minütige Special erschien neu 2026 auf Disney+. Die genannten Serien hatten zudem selbst jeweils Halloween-Episoden, in denen die Helden für Kindergartenkinder passend spannende Halloween-Abenteuer erleben. Gleiches gilt für die Serie Der ultimative Spider-Man. In Staffel 3, Folge 10 erlebt Spider-Man gruselige Abenteuer in einem Museum. Im Animationsfilm Hulk: Where Monsters Dwell müssen sich Hulk, Doctor Strang und die Howling Commandos gegen den Schurken Nightmare an Halloween behaupten.

Marvel bietet seinen Fans durchaus gruselige und spannende Inhalte an Halloween. In den letzten Jahren sind einige Produktionen im Film- und Serienbereich hinzugekommen, die verschiedene Zielgruppen ansprechen sollen.

Star Wars

Von Star Wars gibt es nicht direkt einen bestimmten Halloweenfilm oder eine bestimmte Halloweenserie, da dies nicht zum Ton eines Sci-Fi-Abenteuers passt. An Halloween werden jedoch gerne bestimmte Figuren wie Darth Vader, Han Solo oder Prinzessin Leia als Halloween-Kostüm von Kindern und Erwachsenen getragen. Lediglich in Zusammenarbeit mit LEGO wurde für Disney+ das Halloweenspecial LEGO Star Wars Gruselgeschichten erstellt. Darin dringen Poe Dameron und BB-8 in Darth Vaders alte Festung ein, wo sie nach Hilfe suchen. Währenddessen hören sie sich Gruselgeschichten an.

20th Century Fox

Durch den Zukauf von 20th Century Fox konnte Disney seine Film- und Serienbibliothek um Horrorfilme und -serien erweitern. Da der Konzern bis dato eher für Familienunterhaltung bekannt war, benötigte er für seinen Streamingdienst Disney+ Inhalte, die sich stärker an Erwachsene richteten. Durch dem Aufkauf von 20th Century Fox konnte Disney nun auf den Bestand von Horrorfilme zugreifen, die der Konzern früher nie gedreht hatte. Mit Filmen wie Die Fliege, The Sixth Sense oder der Omen-Reihe hatte Disney nun Klassiker in seinem Portfolio, die einem breiteren Publikum bekannt waren. Bestehende Franchise wie die Alien- und Predator-Reihe spendierte Disney Fortsetzungen und Spin-Offs. In Predator: Badlands wird ein Predator sogar zum Helden. Und mit Prey bekam die Reihe ein Prequel, welches eine Vorgeschichte zu Predator darstellt und als Protagonistin eine Commanche hat, die gegen besagtes Alien kämpfen muss. Mit Alien Romulus kam nach langer Zeit eine Fortsetzung zum letzten Film ins Kino. Und mit Alien Earth wurde zum ersten Mal eine Serie für das Franchise gedreht, welche exklusiv auf Disney+ unter dem Hulu-Label zur Verfügung stand.

Einige Horrorfilme von Fox bekamen sogar Fortsetzungen im Kino. Dazu zählt u. a. der Film 28 years later, der sich um die Folgen der Zombieakolapyse dreht. Mit Ready oder Not 2 wurde ein Sequel um die Braut gedreht, die sich durch die Schwiegerfamilie kämpfen muss, um zu überleben. Dank dem Fox-Aufkauf nutze Disney nun die Chance, auch eigenständig Horrorfilme zu produzieren. So erschien 2023 The Boogeyman im Kino, welcher auf einer Buchvorlage von Stephen King beruht. Mit Send Help arbeitete Disney mit Sam Raimi zusammen, der für seine Horrorfilmreihe „Evil Dead“ bekannt ist.

Aber auch im Serienbereich konnte Disney manches für den Horrorfan hinzugewinnen. So packte der Konzern die Serie American Horror Stories nicht nur in sein Programm, sondern spendierte ihr zugleich auch noch weitere Staffeln. Im Klassikersegment konnten Zuschauer alle Folgen der Dämonenjägerin Buffy sehen. Ebenso produzierte Disney eine deutsche Horrorserie für seinen Streamingdienst. Die Serie City of Bloods spielt in einem Berlin der fernen Zukunft, welches durch den Klimawandel sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde. Im Mittelpunkt stehen zwei Schwestern, die aus verschiedenen Schichten kommen und sich gegen Vampire behaupten müssen, die eigentlichen Herrscher Berlins im Hintergrund.

Durch den Zukauf von Fox konnte der Disney-Konzern sein Portfolio um Horrorfilme- und Serien erweitern. Sei es durch Inhalte aus der Fox-Bibliothek, sei es durch den Dreh eigener Produktionen. Für Halloween kann Disney somit erwachsenen Fans neue Inhalte anbieten, denn Horrorfilme sind an Halloween sehr beliebt. Zwar spielt keiner der Filme direkt an Halloween. Durch die Figuren wie Dämonen, Teufel und weitere Gestalten passen sie jedoch perfekt zur gruseligsten Zeit des Jahres.

Fernsehen

Specials

Für das amerikanische Fernsehen wurde ein Disney-Halloween-Special erstellt, welches später auch in Deutschland als Disneys fantastisches Halloween-Fest erschien[7]. Eine Stoffkürbispuppe führt durch einzelne Clips, welche gruselige und spannende Szenen aus bekannten Disney-Filmen und Cartoons zeigen. Unter anderem ist der Magiekampf zwischen Merlin und Madam Mim zu sehen, der Kurzfilm Donald Duck und der Gorilla und Cruella De Vils Jagd mit dem Auto auf die Dalmatinerwelpen.

Zum Beginn der Jahrtausendwende strahlte der Kindersender Super RTL zum 31. Oktober die sogenannte Halloween-Special-Nacht aus. Neben Inhalten von anderen Kinderserien und Specials wurde hier auch auf Disney-Sendungen zurückgegriffen. So zeigte man zu Beginn den Film Die Hexe und der Zauberer, gefolgt von Winnie Puuhs Gruselparty und im Anschluss Disneys fantastisches Halloweenfest[8] [9]. Durch dieses Special führte aber kein Stoffkürbis, sondern ein eigens computeranimierter Kürbis, der das Programm ansagte oder für die Werbepause unterbrach. Tagsüber wurden die Halloween-Episoden der aktuell ausgestrahlten Serien gezeigt (→ siehe: Abschnitt Serien).

Eine ähnliche Schiene fuhr der Disney Channel im Free-TV. Dort zeigte er kindgerechte Gruselfilme jedoch nicht nur an einem Abend, sondern regelmäßig am Wochenende im Oktober. Zum 31. Oktober wurde dann ebenfalls wie bei Super RTL im Programm von morgens bis abends besonders schaurige Episoden der aktuell laufenden Serien gezeigt, ehe am Abend ein Sepzialprogramm zu Halloween lief. 2014 wurde am Abend das Special Toy Story of Terror, das Mickys Clubhaus-Special Verschwörung der Superschurken, Disneys fantastisches Halloweenfest und zum Schluss Hocus Pocus ausgestrahlt. Der gesamte Oktober wird im Disney Channel als „Monstober“ geführt, zu dem auch ein eigener Song komponiert wurde[10].

Publikationen

Comics

Im 20. Jahrhundert eher unbeachtet, nahm das Thema „Halloween“ Anfang der 2000er in Deutschland richtig Fahrt auf. Bereits 1998 erhielt die letzte Oktober-Ausgabe des Micky Maus Magazins zum ersten Mal ein Cover, dass explizit ein zu Halloween passendes Bild zeigte[11]. Zu sehen ist Donald, der sich eine Taschenlampe unter das Gesicht hält, um so gruseliger zu erscheinen. Als Extra gab es einen Gruselprojektor, der laut Beschreibung gruselige Bilder an die Wand wirft. Auf dem Projektor rangt das Wort „Halloween“, bei dem das O durch einen Kürbis mit Fratze ersetzt wurde. Im Heft befindet sich ein Einseiter von Bill Walsh und Manuel Gonzales, in dem Goofy von einem Hotel träumt, in dem es spukt. Ein Jahr später, in MMM 44 von 1999, ist das ganze Heft mit Spukgeschichten aus Entenhausen ausgestattet. Zu Beginn gibt es zwei Donald-Geschichten von Vicar und Santanach mit einem Einseiter von Carl Barks, der im Deutschen zur Walpurgisnacht, im Original aber an Halloween spielt. Im ersten Comic erschafft Daniel Düsentrieb versehentlich ein Mülltonnenmonster; in der zweiten Geschichte übernachtet Donald in einem Spukhaus. Gleiches müssen auch Micky und Minnie durchmachen, die aber eine Reise buchen und dann im einem Hotel landen, in dem es spukt. In der letzten Geschichte benimmt sich Goofy wie ein Geist, nachdem er sich den Kopf an einem Ast anschlägt. Lediglich der Rätselcomic hat nichts mit Halloween zu tun. Ansonsten gibt es auch in diesem Magazin wieder ein Gruselextra (Glibberauge) sowie ein Cover mit passendem Motiv[12]. Dieses Prinzip setzte sich die folgende Jahre fort. Ende Oktober erschien eine Halloween-Ausgabe mit passendem Cover und Extra. Dabei waren nicht alle, doch aber mindestens eine Geschichte dabei, die entweder an Halloween spielte oder einen gruseligen Unterton hatte. Ab 2004 gab es zwei Ausgaben im Oktober, die sich mit Halloween befassten. Dies behielt man bis 2016 bei, ehe ab 2017 die Ausgabenzahl pro Jahr verringert wurde, weshalb es damit nur noch ein Halloweenheft pro Jahr gab.

Ganz anders sah es beim Donald Duck Sonderheft aus, das zwar seit 2001 monatlich erschien, doch erstmal gar nicht auf Halloween einging. So erhielten die ersten Oktober-Ausgaben weder ein Halloween-Cover noch eine thematisch zu Halloween passende Geschichte. DDSH 209 wagte als erstes Heft den Versuch und bot zu Beginn mit Killerpflanzen greifen an von Daniel Branca eine gruselige Geschichte, in der Gundel Gaukeley ein Haus erbt, dessen Garten sie mit ihrem Zauber verflucht. Danach blieb es in den Oktober-Ausgaben erstmal ruhig. Fünf Jahre später erschien DDSH 269 erstmals mit einem Halloween-Cover, auf dem die Neffen ihren Onkel Donald mit einem Frankenstein-Kostüm erschrecken. Eine passende Geschichte blieb aber aus. Dabei blieb es auch bei den beiden nächsten Oktober-Ausgaben. DDSH 305 hatte jedoch weder ein Halloween-Cover noch eine passende Geschichte. Dafür beschäftigte sich Wolfgang J. Fuchs in seinem Artikel mit dem 60-jährigen Halloween-Cartoon Donald, Geister und Gespenster sowie dem daraus entstandenen Comic Spendieren oder Schikanieren. Ein Jahr später bot DDSH 317 wieder ein Halloween-Cover und eine lange Geschichte mit dem schwarzen Phantom, die zumindest Spannung bot. Bei DDSH 329 war es genau umgekehrt. Kein Halloween-Cover, dafür aber mit Das Spukhaus des Grafen Horstmar von Marco Rota erstmals eine passende Geschichte. In den Entenhausener Geschichten befasst sich Wolfgang Fuchs mit Gespenstern, Hexen und Dämonen in Entenhausen. Ein Jahr später bot DDSH 341 nicht nur ein Halloween-Cover passend zu einer Geschichte im Heft, sondern gleich fünf von sechs Geschichten befassten sich mit dem Thema „Halloween“ oder es ging um etwas passend Gruseliges. Dies sollte aber vorerst in diesem Ausmaße die Ausnahme bleiben. Die nächsten drei Oktober-Ausgaben boten jeweils ein Halloween-Cover und mindestens eine Halloween-Geschichte. DDSH 389 hatte zwar kein passendes Cover, dafür aber zwei Geschichten passend zu Halloween im Heft. Während DDSH 401 immerhin kein Cover, dafür aber eine Halloween-Geschichte bot, war DDSH 413 sowohl ohne Halloween-Cover als auch ohne passende Geschichte dazu. So fuhren auch die nachfolgenden Sonderhefte das Prinzip fort. Statt Halloween gab es passende Herbstcover im Oktober. Oft gab es auch keine Geschichte dazu, die entweder am Fest spielte oder gruselig passend zum Fest wäre. Während sich also das Micky Maus Magazin regelmäßig im Oktober auf Halloween konzentrierte und seine Ausgaben mit Geschichten und Cover sowie Extras schmückt, behandelt das DDSH das Thema eher stiefmütterlich. Im Oktober kommen kaum Ausgaben mit passendem Cover und dazugehörigen Geschichten heraus. Man hat zumindest hin und wieder versucht, Halloween in den Mittelpunkt des Heftthemas zu rücken, was aber vermutlich bei der Leserschaft weniger gut ankam. Dies könnte daran liegen, dass das DDSH eher eine ältere Zielgruppe anspricht, für die Halloween eher unwichtig ist. Im Vergleich dazu lockt das Micky Maus Magazin einerseits mit seinem Extra und seiner Kindlichkeit. Andererseits spricht das Von-Haus-zu-Haus-gehen eher Kinder an, während ältere Leser sich eher albern vorkommen. Dies könnte zumindest eine mögliche Erklärung sein, warum Halloween im DDSH wenig zum Tragen kommt.

Als letzte Publikation muss natürlich noch das Lustige Taschenbuch betrachtet werden. Während das Micky Maus Magazin bereits 1998 mit seiner Halloween-Ausgabe startet, ist beim Taschenbuch noch keine Halloween-Stimmung. Stattdessen feiert LTB 252 verfrüht Mickys 70. Geburtstag. Auch die nächsten zwei Jahre ist im LTB nichts zu Halloween zu finden. Wohlwollend kann man sagen, dass LTB 291 mit der Geschichte In den Fängen der Mumie zumindest eine Figur hat, die gerne mit Halloween in Verbindung gebracht wird. Der Filmklassiker von 1932 war Teil der Monster-Filmreihe von Universal, zu der auch Frankenstein, Dracula und der Wolfsmensch gehörten. Eindeutiger wird es zwei Jahre später in LTB 317, das zwar kein Halloween-Cover, dafür aber mit Das Gespenst von Finstermoor von Francesco Guerrini und Horrorflug an Halloween von Pier Paolo Rovero zwei passende Geschichten zum Fest im Buch hatte. LTB 330 hatte wieder eine Halloween-Geschichte für die Leser, während sie in LTB 343 fehlte. LTB 356 bot einen Kampf zwischen einem Sandmonster und Phantomias, was jedoch mehr an den Superheldenfilm Spider-Man 3 erinnerte. In LTB 369 tauchte eine Monstertuba aus Transsylvanien auf. Im Jahr darauf gibt es im LTB keine Halloween-Geschichte zu finden, wohingegen ein Jahr später ein Vampir in einer Geschichte von Carlo Gentina sein Unwesen in Entenhausen treibt. LTB 421 bot eine Twilight-Parodie. In LTB 434 wurden Vampire wieder ernst genommen. Mit aufwendigen Zeichnungen und einer 72-seitigen Geschichte (Story Bruno Enna, Zeichnungen Fabio Celoni) präsentierte das LTB eine kindgerechte Comic-Adaption von Bram Stokers Dracula, mit Micky und Goofy in den Hauptrollen. Darüber hinaus gab es mit Die Geister von Gold City und Süßes oder Saures? zwei weitere Geschichten passend zu Halloween. Auch LTB 447 bot seinen Lesern wieder zwei Halloween-Geschichten, wenn auch nicht so spektakulär wie das letzte LTB. Mit Biss zum Morgen in LTB 473 hatte das Lustige Taschenbuch zum ersten Mal ein Halloween-Cover mitsamt einer Vampirgeschichte im Angebot, das wiederum eine Anspielung auf die Twilight-Reihe war. Nach einem Jahr Pause gab es im Jubiläumsband LTB 499 mit Horror an Halloween eine Geschichte mit den Ducks in der Hauptrolle. LTB 512 setzte hingegen wieder stark auf Halloween. Erneut adaptierten Bruno Enna und Fabio Celoni einen Horror-Klassiker und erschufen mit Duckenstein eine zeichnerisch aufwendige, aber kindgerechte Neuadaption von Frankenstein fürs LTB. Zudem gab es mit Der Zauberstab der Medusa eine weitere Halloween-Geschichte im gleichen Band. Auf dem Cover war Donald als Duckenstein mit seinem Monster zu sehen. Auch die nächsten Oktober-Ausgaben des Lustigen Taschenbuches boten mindestens eine Halloween-Geschichte im Band. Seit LTB 577 boten alle Bände jeweils ein Halloween-Cover mit dazugehöriger Geschichte im Innenteil, womit das LTB mit dem Micky-Maus-Magazin gleichzog. Doch gruselige Cover waren nicht nur auf die Oktober-Ausgaben des Lustigen Taschenbuchs beschränkt. Auf LTB 290 war Donald als O.M.A.-Agent zu sehen, der gegen ein Monster kämpft; Dagobert Duck war von Geistern umringt in der März-Ausgabe auf dem Cover von LTB 348 zu sehen; und die August-Ausgabe von 2010 zeigte Donald als Vampir mit Fledermaus und Werwolf.

Erstausgabe des LTB Halloween (© Disney)

Auch das Lustige Taschenbuch Spezial thematisierten in einige Ausgaben „Halloween“ und „Grusel“ als Thema. So läutet LTB Spezial 27 zur Geisterstunde in Entenhausen und präsentiert Geschichten, in den Duck und Maus auf allerlei gruselige Gestalten treffen. LTB Spezial 42 und LTB Spezial 114 hatten mit Horror und Monster, Mumien und Mutanten eine ähnliche Thematik, die zu Halloween passte, zumal diese beiden Ausgaben für September/Oktober herauskamen. LTB Spezial 27 erschien dagegen im April. Seit 2015 erscheint mit LTB Halloween eine jährliche erscheinende Publikation, die sich ausschließlich mit Grusel- und Monsterthemen auseinandersetzt und damit passenden Lesestoff für den Oktober bereithält.

VHS und DVD

Für den VHS-und DVD-Markt gab es einige Ableger, die speziell sich auf Halloween konzentrierten. Im VHS-Bereich wurde nur eine Kassette produziert, nämlich für die Winnie-Puuh-Reihe, in der jeweils einige Folgen der Serie Neue Abenteuer mit Winnie Puuh veröffentlicht wurden. So findet man auf der VHS Winnie Puuh – Lustige Spukgeschichten[13] ebenfalls einzelne Episoden mit einem gruseligen Unterton, der aber auf Kinder abgestimmt ist. Diese VHS wurde später nochmal auf DVD veröffentlicht und um das Halloweenspecial Ferkel gruselt sich erweitert[14]. Ebenfalls auf VHS sind einige Treehouse of Horror-Folgen der Simpsons vertreten. Entweder verteilt als einzelne Episoden wie in Die Simpons: Extra scharf oder eine komplette VHS, die nur die Treehouse of Horror-Folgen bietet [15]. Für das Home Video Entertainment erschien ein Halloweenspecial zu Mickys Clubhaus. In Verschwörung der Superschurken versuchen die Disney-Schurken der Zeichentrickära Mickys Clubhaus an Halloween zu übernehmen, was die Maus und seine Freunde zu verhindern versuchen. Zwischendurch werden Kurzfilme für die Clubzuschauer gezeigt. Entweder von den Classic-Cartoons oder den neueren Cartoon-Geschichten von 2001[16]. In der DVD Gruselspaß an Halloween versucht die böse Königin (oder eine Parallelversion von ihr), mithilfe eines Zauberkessels die Kraft aller Disney-Schurken zu nutzen, damit Halloween endlich ihr gehört.

Disney Parks

In den Disney-Parks gibt es einige gruselige Attraktionen[17]. Jedes Jahr finden mehrere Halloween-Paraden statt. Und demnächst soll ein Themenparkbereich kommen, der sich um Disneys Schurken wie Malefiz, Jafar oder Cruella De Vil dreht.

Merchandise

LEGO-Set zu Nightmare before Christmas (© Disney; LEGO)

Zu Halloween gibt es einiges an Merchandise. Filme wie Hocus Pocus und Nightmare before Christmas bekamen ihre eigenen LEGO-Sets. Es gibt Figuren, Dekoration und Verkleidungen von Disney.

Fazit

Kommt komischerweise immer am Schluss.

Einzelnachweise