Duckipedia:Werkstatt/Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!
| Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! | |
|---|---|
| Buon compleanno, Paperino! | |
| Erstveröffentlichung: | 1984 |
| Entstehungsdatum: | |
| Storycode: | I HBP 1-1 |
| Story: | Marco Rota |
| Zeichnungen: | Marco Rota |
| Seiten: | 32 |
| Deutsche Übersetzung: | unbekannt |
| Deutsche Erstveröffentlichung: | Disney-Sonderalbum 1 |
| Weiterführendes | |
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(© Egmont Ehapa)

(© Egmont Ehapa)
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! (im italienischen Original Buon compleanno, Paperino!) ist eine Comicgeschichte von Marco Rota, die 1984 zu Donalds 50. Jubiläum erschien. Darin berichtet Donald in einem Interview von seinem Leben, vom Schlüpfen aus dem Ei bis jetzt.
Die Geschichte wurde im italienischen Comicband Happy Birthday Paperino erstveröffentlicht und zählt zu einer der bekanntesten Biografien Donalds sowie zu einer der prominentesten Beispiele für Comics, in denen Oma Duck und Dagobert Duck als Geschwister dargestellt werden.
Der Comic wurde 2023 von Disney Publishing Worldwide zu einer der 100 besten Disney-Geschichten ernannt.[1]
Figuren
- Donald Duck
- Daisy Duck
- Tick, Trick und Track
- Onkel Dagobert
- Oma Duck
- E. E. Kusch
- Madame Triple-X (Cameo)
Handlung
Ein Hubschrauber fliegt bei strahlend blauem Himmel über die Dächer der pulsierenden Großstadt New York. Die grandiose Aussicht beeindruckt nicht nur den Piloten, sondern auch einen begeisterten Fotoreporter, der gar nicht weiß, wo er zuerst hinschauen soll. Doch auf einmal entdeckt er auf einer Dachterrasse eines hohen Gebäudes vier ihm bekannte Gestalten, die er in New York nicht vermutet hätte. Auf Bitte des Reporters landet der Pilot, der die vier Personen nicht kennt, kurzerhand auf dem Dach.
Hier stehen nämlich Donald Duck und seine drei Neffen Tick, Trick und Track, die ebenfalls die grandiose Aussicht genießen und auf die Stadt mit ihren zahllosen Gebäuden hinabblicken. Der Reporter stellt sich Donald als E. E. Kusch vor und erklärt, dass er zurr Zeit an einer Reportage über Großstädte schreibt, wobei er New York für die interessanteste hält. Zögerlich gibt Donald zu erkennen, dass er seine Heimat Entenhausen für noch herausragender hält. Herr Kusch bestätigt Donalds Meinung und bittet ihn, sich ihm für ein Interview bereitzustellen, um ihm zu erzählen, wie Donald Duck einst nach Entenhausen gekommen ist.
Allerdings konfrontiert der neugierige Journalist Donald gleich zu Beginn damit, dass der Erpel vor allem wegen seiner immensen Schulden Bekanntheit überall auf der Welt erlangt hat, was dem vor Scham errötenden Donald gar nicht gefällt. Nun will Donald mit seinen Neffen das Gespräch abbrechen, da er sowieso in einer Stunde einen wichtigen Termin habe. Jedoch ist Herr Kusch als erfahrener Journalist intelligent genug, um Donald nun eine Reihe von Komplimenten zu machen und ihm durchweg positive Charaktereigenschaften zuzuschreiben. Das Lob schmeichelt Donald und er entscheidet sich abermals um, sodass er nun bereitwillig Auskunft über seinen Lebensweg gibt.
Donald erinnert sich an die Nacht des 9. Juni 1934, als ein Blitz in einem verheerenden Sturm den Ast zerbrach, auf dem sich sein Nest befand. Das frisch geschlüpfte Küken fiel mitten auf die Straße und wäre beinahe überfahren worden, hätte nicht eine Limousine im letzten Moment gebremst. Daraus stiegen die Geschwister Dagobert und Dorette Duck aus. Als sie das kleine, völlig durchnässte Küken sahen, beschlossen sie, es zu adoptieren. Trotz Dagoberts Bedenken, dass so ein Kind viel kosten würde, appelliert Dorette an ihren Bruder, dem hilflosen Kind in der Not beizustehen. Sie kommen überein, dass Dagobert von nun an Klein-Donalds Onkel sein sollte und Dorettes Kosename „Oma“ von nun an auch von Donald verwendet werden sollte. Demzufolge wuchs der kleine Donald also im großzügigen Anwesen von Oma Duck auf dem Land auf. Sie war es, auch die ihm den Namen Donald gab und ihn später zum ersten Mal mit einem blauen Matrosenanzug bekleidete – auch, wenn dieser noch ein bisschen zu groß für den kleinen, neugierigen und lebensfrohen Erpel war.
Nachdem er die Kindheit hinter sich gelassen hatte, zog es den Jungsporn Donald Duck in die pulsierende Megacity New York. Durch eine Reihe von Zufällen gelang es ihm, einen Job als Zeitungsverkäufer an einer Straßenecke zu finden und bekam schon bald eine Anstellung beim Entenhausener Kurier, den Onkel Dagobert kurzerhand übernahm. Das ermöglichte Donald, ein bescheidendes Apartment zu mieten.
Eines Tages, müde davon, um Passanten zu werben, wechselte Donald den Beruf. Er versuchte sich als Mechaniker, Glaser, Maurer, Klempner und Tischler – aber jedes Mal richtete er nur Unheil an. Dennoch weigerte er sich, Onkel Dagobert um einen Job zu bitten, da er beweisen wollte, dass er es alleine schaffen konnte. Schließlich musste er jedoch seine Prinzipien aufgeben, da er ein noch größeres Desaster als die anderen angerichtet hatte (er hatte versehentlich einen Ozeandampfer versenkt). Um den Schaden zu bezahlen, musste er seinen reichen Verwandten um Hilfe bitten. Das war der Beginn einer langen Liste von Schulden und seiner ehrenvollen Karriere als Münzpolierer.
Onkel Dagobert beschloss in einem seltenen Anfall von „Großzügigkeit“, ihm ein Haus zu schenken das jedoch ziemlich renovierungsbedürftig war. Schon bald standen drei Drillinge vor seiner Tür, die ihm einen Brief seiner Schwester überreichten. Von nun an sollten die ungestümen Jungs Tick, Trick und Track in Donalds Haus und Leben einziehen. Ihre Ankunft veränderte Donalds Leben völlig, doch schon bald hatte er das glückliche Gefühl, nicht mehr ohne sie auskommen zu können. In der Zwischenzeit fand Onkel Dagobert nach gründlicher Recherche heraus, dass er und Donald tatsächlich verwandt waren, und begann, ihm gegenüber sparsamer zu werden. Dank seiner Neffen lernte Donald Duck wenig später auch Daisy Duck kennen. Die drei Jungs hatten wieder einmal Unfug getrieben und ihr Vormund war bei dem Versuch, sie zu fangen, mitten in die um die Ecke kommende Daisy gelaufen, in die er sich sofort verliebte (auch wenn sie nichts anderes tat, als ununterbrochen zu reden).
Im Laufe der Zeit erlebte Donald Duck erlebte ein Abenteuer nach dem anderen. Er wirkte in Propagandadokumentationen in Hollywood mit, wo er in die Rolle eines Soldaten schlüpfte, bis er mit einem Kampfjet einen Unfall verursachte und fliehen musste. Außerdem bezwang er die Höhen einer unwegsamen Bergkette, durchquerte die Wüsten Arabiens, die grenzenlosen Ozeane und stellte zahlreiche andere Heldentaten auf, fast immer im Auftrag von Onkel Dagobert und in Begleitung seiner drei trickreichen Neffen Tick, Trick und Track.
Nun hört Donald auf, von seiner Vergangenheit zu erzählen, denn plötzlich ist auch Dagobert auf dem Dach des Wolkenkratzers aufgetaucht. Der reichste Mann der Welt fordert den Journalisten ohne Umschweife auf, mit seinem Hubschrauber, damit die gesamte Familie rechtzeitig den Bus zurück nach Entenhausen bekäme. Als Dagobert erfährt, dass der Journalist seinen Neffen interviewt hat, fühlt er sich ziemlich gekränkt, dass nicht er selbst Gegenstand des Interviews ist, da er doch er reichste Mann der Welt ist. Donald und Dagobert beginnen daraufhin zu streiten. Der Journalist Herr Kutsch beschließt, dass es Zeit zu gehen ist. Unbemerkt entfernt er sich, steigt wieder in den Hubschrauber und wünscht Donald Duck aus der Ferne noch alles Gute zum Geburtstag.
Donalds 50. Jubiläum in Italien und Deutschland
Zum 50. Jubiläum von Donald Duck stelle sich der italienische Autor und Zeichner Marco Rota die Frage, wie man einer Figur gratulieren könnte, die niemals altert. Auf dieses Dilemma stießen Disney-Künstler spätestens seit 1984 und damit dem Jahr, in dem der erste Donald-Cartoon Die kluge kleine Henne 50 Jahre alt wurde. Um das runde Jubiläum gebührend zu feiern, schuf Rota zu diesem Anlass die Comicgeschichte „Buon Compleanno Paperino“, zu Deutsch „Herzlichen Glückwunsch, Donald“, in der Donald ein Interview zu seinem bisherigen Leben vom Ei bis zum ausgewachsenen Comicstar gibt. Die Handlung spielt demzufolge außerhalb der gewöhnlichen Kontinuität der Disney-Comics. Der neugierige Journalist ist in Rotas Geschichte nur durch seine Hände zu erkenenn, die aus dem Off in die Panels ragen und damit buchstäblich die vierte Wand durchbrechen.
„Buon Compleanno Paperino“ erschien zuerst im italienischen Album „Happy Birthday Paperino“. Bei der zum 50. Jubiläum von Donald Duck veröffentlichten Geschichte handelt es sich um die einzige im italienischen Band,[2] welcher in Deutschland mit demselben Titelbild, aber etwas abweichendem Inhalt abgedruckt wurde.
Die im Disney-Sonderalbum 1 unter dem deutschen Titel „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“ abgedruckte Geschichte war laut Beschreibung des Herausgebers Adolf Kabatek wohl zu exzentrisch, um sie alleinstehend abzudrucken: „Die vorliegende Lebensgeschichte von Donald Duck ist aus Anlaß des 50jährigen Jubiläums verfaßt worden. Sie hält sich zwar nicht an die Regeln, die von Carl Barks und anderen berühmten Erfindern von Donald-Geschichten gesetzt wurden. Aber vielleicht liegt gerade darin der Reiz, daß eine völlig neue Seite von Donald Duck entdeckt wurde.“[3] Deshalb wurde zu der erstveröffentlichten Rota-Geschichte noch der Barks-Comic „Die Prüfung“ sowie der erst wenige Monate vorher erstveröffentlichte Stammbaum der Ducks von Volker Reiche nachgedruckt.[4]
Die Originalzeichnung des Covers fand 2001 den Weg ins Internet.[5]
Analyse
Aufbau und Struktur
Fast die komplette Geschichte besteht aus Donalds Rückblick auf sein Leben, verursacht durch eine Rahmengeschichte, die aus der ersten Perspektive des Reporters E. E. Kusch gezeigt wird. Von Journalist Kusch sind im gesamten Comic nur die Hände zu sehen, welche im Vergleich zu den Cartoon-Händen der anderen Figuren eher naturalistisch dargestellt werden – sogar mit fünf statt vier Fingern.
Der Name des Reporters, aus dessen Perspektive die Rahmenhandlung erzählt wird, lautet E. E. Kusch und spielt damit an den mehrfach ausgezeichneten, deutschen Journalisten Erich B. Kusch (1930 bis 2010) an.[6]
In einem Interview mit Michael Bregel sagte Rota über diese Gestaltung: „Ich denke, dass die Idee, Donald von einem Journalisten interviewen zu lassen – der aber in der Geschichte nie auftaucht – den Lesern gefallen hat. Auf diese Weise wird es dem Leser ermöglicht, sich mit dem Reporter zu identifizieren und so selbst zu einem der Hauptdarsteller zu werden. So ist es also der Leser selbst, der unserem Helden direkt die Fragen stellt und Donald in pseudorealistischer Weise Art und Weise mit einbezieht. Donald wird so quasi materiell – zum Beispiel, wenn er und der Journalist sich die Hände schütteln – und deshalb wirkt es, als träfe man ein anderes real existierendes Lebewesen.“[7] Geoff Moses äußerte in seiner Rezension der Geschichte die These, dass Rota sich mit Kusch selbst in die Geschichte gebracht haben könnte.[8]
Moses nennt die Geschichte „nicht wirklich [...] eine zusammenhängende ‚Geschichte‘, sondern eher [...] eine Reihe von Episoden, die nur sehr lose miteinander verbunden sind“. In der Rahmengeschichte wären zwar die Drillinge an Donalds Seite zu sehen, sie hätten aber weitgehend keinen Text. Die Geschichte würde aber insgesamt Donald in einem eher negativen Licht darstellen: Donald kann keinen eigenen Job halten und muss bei seinem Onkel jobben, er erlebt Abenteuer in aller Welt, bei denen er sich aber eher feige und tollpatschig anstellt, und er demütigt am Ende Dagobert, nachdem dieser Donald vor Kusch bloßstellt.[8]
Rollen
Charakterisierung von Donald Duck
Beinahe die komplette Geschichte wird von Donald Duck erzählt, der seine humorvollen Missgeschicke in den Panels manchmal übertrieben heldenhaft umschreibt oder seine Kinderstreiche gegen Oma und Dagobert stark untertreibt. Seinen Job als Dagoberts Münzpolierer beschreibt Donald Herrn Kusch gegenüber zum Beispiel stolz als „verantwortliche Stelle im Finanzwesen“. In anderen Worten erweist sich Donald als unzuverlässiger Erzähler. Dieser Umstand könnte wiederum andere Aspekte der Geschichte erklären. Um seine Eltern zu verschweigen, beschreibt sich Donald als Findelkind. Sein Haus sei eine von ihm wieder auf vordermann gebrachte Bruchbude gewesen, welche ihm einst Dagobert schenkte. Daisy ist in seiner Erzählung leicht cholerisch und redet ununterbrochen.
All diese Aspekte verlieren ihre eindrückliche Authentizität, wenn man berücksichtigt, wer sie von sich gibt. Außerdem will sich Donald zu Beginn der Geschichte gar nicht auf das Interview einlassen, nachdem der Reporter ihn gleich mit seiner gewaltigen Schuldenliste konfrontiert hat, die quasi überall in der Welt Gesprächsthema sei. Erst, als der schlaue Reporter Donald schmeichelt und ihm Komplimente macht, entscheidet sich Donald um und möchte das Gespräch fortsetzen, obwohl er und Tick, Trick und Track in einer Stunde noch einen wichtigen Termin haben.
Rota sieht in Donalds vergeblichen Versuch, sich nach oben zu arbeiten, eine Identifikationsfigur: „Wie schon bei anderen Gelegenheiten erwähnt, schätze ich Donald sehr, weil er mehr als andere Charaktere die Vorzüge und Fehler menschlicher Wesen in sich vereint. Natürlich wirke im wirklichen Leben vor allem ich selbst auf mich wie Donald, aber um mich herum sehe ich noch ziemlich viele andere von der Sorte. Letztlich sind wir alle ein bisschen wie er!“[7] Bei Donalds Erzählung von Donalds Leben bemühte sich Rota um einen „gewissen Realismus“, baute bestimmte Situationen aber in „Disney-Codes“ ein.[7]
Charakterisierung von Onkel Dagobert
Onkel Dagoberts Charakterisierung in der Geschichte ist sehr wechselhaft. Einerseitszeigt er sich beim plötzlichen Auffinden von Baby Donald sehr besorgt und liebevoll, zumal er das Kind beinahe überfahren hätte. Dann wiederum weigert er sich, Donalds Vaterfigur zu werden, fürchtet, dass er ihnen „die Haare vom Kopf frisst“ und lacht ausdauernd über Donalds zu großen Matrosenanzug. Wahrscheinlich spielte ihm wegen dieser leichten Bosheit der kindliche und verspielte Donald auch gerne Streiche. Zu Onkel Dagoberts Verteidigung sollte man jedoch sagen, dass er, obwohl er zu der Zeit oft das Opfer von Donalds Streichen war, nie cholerisch wurde oder seine Frustration am Kind ausließ.
Als Donald erwachsen wurde und durch mehrere Kündigungen bewies, dass er nicht auf eigenen Füßen stehen konnte, bietet Onkel Dagobert ihm sogar eine Tätigkeit an (wenn auch nur schlecht bezahlt) und schenkt ihm ein (baufälliges) Einfamilienhaus. Donald lebte vorher nur in einem gemieteten möblierten Zimmer, sodass es auch an jenem Einfamilienhaus gelegen haben könnte, dass bald darauf die Drillinge Tick, Trick und Track bei ihm einziehen konnten (sonst hätte die Mutter der Kinder vermutlich eine andere Person ausgewählt).
Dagobert schenkt Donald ein Haus, welches von ihm ordentlich renoviert werden muss. Dass Donalds Haus eigentlich Dagobert gehört,[9] wurde erst in den italienischen Geschichten eingeführt, in denen Dagobert Donald regelmäßig mit seiner enormen Schuldenliste droht.
Doch Dagoberts Großzügigkeit fand ein Ende, als er nach weiterne Ermittlungen beim Standesamt erfuhr, dass Donald tatsächlich sein leiblicher Neffe ist, worauf er sofort dessen Gehalt kürzte. Bei seiner Familie ist Dagobert also offenbar geiziger als bei seinem restlichen Personal, wie diese Comicgeschichte demosntriert.
Charakterisierung von Oma Duck
Von Oma Duck hat Donald zu jeder Zeit eine sehr gute Meinung. Ohne sie und ihre Resolutheit hätte sich Dagobert vermutlich geweigert, das findelkind aufzunehmen. Zu diesem Zeitpunkt lebten beide noch in einem großen Landhaus. Dorette Duck habe sich immer rührend um ihn gekümmert, ihn mit Leckereien und Spielzeug umsorgt, ihm einen eigenen Matrosenanzug geschneidert und sich immer sehr verständnisvoll gezeigt.
Dabei gesteht Donald selbst ein, dass er wohl kein einfaches Kind gewesen sei und Oma Duck und Dagobert „oft graue Haare“ beschert hätte. Er habe eine unbeschwerte Kindheit auf dem Lande verbracht, wo er viel herumtoben konnte, bis es ihn eines Tages in die Stadt zog. Ob Oma Duck vorher bereits Kinder großgezogen hat oder sie deswegen so enthusiastisch auf Donalds Eintritt in die Familie Duck reagiert, weil sie selbst keine eigenen Kinder hatte, bleibt unklar.
Als Dorette 1934 einen Namen für das Findelkind sucht, meint Dagobert in der deutschen Übersetzung, dass ihn das gefräßige Baby, welches faul in Dorettes Arm liegt, an seinen alten Freund Ronald aus Alaska erinnere. Damit wird auf Dagoberts erfolgreichen Jahre beim Goldrausch am Klondike angespielt, welcher 1896 ausbrach.
Bezüge und Anspielungen
Bezüge zu Carl Barks
(© Egmont Ehapa)
(© Egmont Ehapa)
Bei „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“ handelt es sich in erster Linie um eine Hommage an die Geschichten von Carl Barks, der nicht seltenn als der „Vater der Ducks“ bezeichnet wird. Rota verwendet in drei Szenen an die Ducks signierte Gemälde, die im Italienischen von einem Marks und im Deutschen von einem C. Barks unterschrieben wurden.[10] „Marks“ steht dabei für „Marco [Rota] und [Carl] Barks“.[11] Die Zeichnung auf Omas Bauernhof, welche im Italienischen Oma selbst gewidmet ist („A Nonna Papera, Marks“), ist in der deutschen Übersetzung aber genauso wie die Zeichnung in Donalds Haus („A Paperone, Marks“) Donald gewidmet: „Für Donald, C. Barks“.
Auch vereinzelte Szenen im Comic referieren spezifische Situationen aus bekannten Barks-Comics.[10] Die Titelseite übernimmt den Aufbau des Splash-Panels von „Die magische Sanduhr“, auf dem die Ducks von einem Hochhaus aus auf die Gumpe schauen. Die Hochhäuser, mit denen Barks Entenhausen ausstattete, werden bei Rota durch die Hochhäuser New Yorks ersetzt, der East River ersetzt die Gumpe. Die Szene, in welcher die Drillinge den 313 einen Berg hoch schieben und ziehen, entspricht derselben Szene aus „Familie Duck auf Ferienfahrt“, Donalds Erschrecken vor einem Frosch stammt aus „Vorsicht, Turnierfrosch!“, sein Kampf als Matador gegen einen Stier ist aus „Gefährliches Spiel“. Ein Panel vor diesem Stierkampf wird Donald von der Agentin Madame X aus ihrer Dusche geworfen: Madame X stammt ebenfalls aus „Gefährliches Spiel“, diese frivole Szene findet dort aber nicht statt.[8]
Woher kommt Szene des vor Ertrinken geretteten Donalds?
Donald versucht sich in zahlreichen Jobs, bis er dann aber für seinen Onkel als Münzpolierer arbeitet. Sowohl eine große Auswahl an Jobs, in denen sich Donald selbstständig macht, als auch seine niederen Arbeiten für Dagobert tauchen in Barks-Comics oft auf.
Sonstige Bezüge
(© Egmont Ehapa)
Donald nennt als seinen Geburtstag den 9. Juni 1934, welcher auch seinen Erstauftritt im Cartoon „Die kluge kleine Henne“ darstellt.[12] Andere Quellen nennen eine frühere Premiere des Cartoons am 3. Mai 1934 in Los Angeles.[13]
Dass der Ast, an dem sein Ei in einem Nest liegt, bricht und den noch ungeborenen Donald mit in die Tiefe reißt, klingt nach dem englischen Schlaflief „Rock-a-Bye, Baby“, wo aber statt einem Nest und Ei eine Wiege mit Kind den Baum herabfällt:
- „Rock a bye baby, on the tree top,
- When the wind blows the cradle will rock.
- When the bough breaks the cradle will fall,
- And down will come baby, cradle and all.“
Das Schlaflied begann als Gedicht mit etwas abgewandeltem Text, welches sich als „Warnung für die Stolzen und Ehrgeizigen, die so hoch klettern, dass sie im Allgemeinen schließlich fallen“, sieht.[14]
Dass Oma und Dagobert beim Vorbeifahren das Waisenkind Donald finden und es auf einer Farm aufziehen, wo Donald erst als Erwachsener in die Großstadt zieht, entspricht einem Teil der Entstehungsgeschichte von Superman.[15]
Optisch gestaltete Rota die Stadt bewusst nach dem Vorbild New York: Auf der Titelseite ist klar das Chrysler Building (405 Lexington Avenue) zu erkennen. Als Donald in die Stadt reist, ist das spitzwinklige Gebäude das bekannte Flatiron Building (175 5th Avenue). Das von Donald versenkte Schiff ist die SS United States. Das Flugzeug, welches Donald stibitzt, ist ein Vultee P-66 Vanguard, wird im Comic aber als P-34 markiert, um auf Donalds Geburtsjahr anzuspielen; eine P-34 gibt es nämlich nicht.
Bei Onkel Dagoberts luxuriöser Limousine handelt es sich sehr wahrscheinlich um das Modell Fiat 521cv Torpedo aus dem Jahr 1928, zum Zeitpunkt von Donalds Schlüpfen also gerade mal sechs Jahre auf dem Markt.
Donalds erster Job in der großen Stadt ist es, Zeitungen zu verkaufen. Dies tat er auch bei seinem ersten Auftritt in den Tagesstrips, genauer gesagt 1935 in der Geschichte „Presse unter Druck“ von Floyd Gottfredson, Ted Osborne und Ted Thwaites. Der Zeitungsverkauf ist nur der erste zahlreicher Jobs, die Donald sowohl in „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“ als auch anderen Comics übernimmt. Zahlreiche Zehnseiter von Carl Barks behandeln seine häufigen Berufswechsel, in denen er sich zeitweise gut anstellt.[8] Der Besuch von Tick, Trick und Track referiert auch einen Comicstrip, nämlich die Sonntagsseite vom 17. Oktober 1937, in der Ted Osborne und Al Taliaferro das Trio das erste Mal einführen.[16] Dank der drei Satansbraten lernt Donald Daisy kennen und geht mit ihr auf mehrere Dates. In einem davon trägt er einen Anzug und Strohhut: ein stilsicheres Outfit, das er auch in den Cartoons „Ein Tänzchen mit Daisy“ (1940), „Die schmucken Neunziger“ (1941) und „Verrückt nach Daisy“ (1950) trägt.
Dass Donald unter anderem in Hollywood Kurzfilme zur Kriegspropaganda dreht, ist ein Meta-Witz[8] und verweist auf die Donald-Cartoons, die während des Zweiten Weltkriegs in den Disney-Studios entstanden. Sechs dieser Cartoons zeigen Donald beim Militär, obwohl er lieber bei der Air Force gelandet wäre.[17] Auch in dem Comic „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“ zieht es Donald zum Flugzeug hin, mit desaströsem Ende.
Der Prominente, der während Donalds Aufenthalt in Hollywood jungen Damen Autogramme gibt, wird im deutschen Text bereits als „Clark Gable“ genannt, bei dem Mann, der Donalds Raub des Vultee P-34 bemerkt, handelt es sich wahrscheinlich um Joe E. Brown. Auf den Straßen New Yorks wird Donald von niemand Geringerem als dem Disney-Animator Ward Kimball gefragt: „Also, was wollen Sie?“.
Verwandtschaftsverhältnisse
Stammbaum der Ducks
Die Geschichte stellt einen Versuch Rotas dar, die Verwandtschaftsverhältnisse zwischen den verschiedenen Disney-Figuren zu klären, die damals mangels einer offiziellen Genealogie äußerst unübersichtlich waren. Der Mailänder Autor bediente sich ausschließlich der Figuren, die nur in den Geschichten von Barks vorkamen und auf die er aus dem unter Fans bekannt gewordenen Stammbaum der Ducks, den Barks für sich selbst geschaffen hatte, zurückgreifen konnte.
Die bereits vorher von Guido Martina etablierten Verwandtschaftsverhältnisse aus „Glanz und Gloria derer von Duck“ von 1970 wurden von Marco Rota beim Kreieren von „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“ ignoriert.[10] Der Fokus der Serie liegt jedoch nicht auf den gegenwärtigen Familienmitgliedern, sondern den historischen Vorfahren der Ducks in jeweiligen zeitgeschichtlichen Epochen. Für einen Sammelband zur Glanz und Gloria derer von Duck-Saga fertigte Marco Rota 1987 sogar einen Stammbaum an, der die Vorfahren zeigt.
Dennoch griff Rota aus eigener Entscheidung die italienische Version auf, wonach Oma Duck und Dagobert Duck Geschwister sind (was Barks selbst mehrfach dementierte). Rota vermutete, dass die beiden älteren Ducks den jungen Donald Duck einst adoptiert hätten, um erst Jahre später herauszufinden, dass er tatsächlich mit ihnen verwandt war. Dieser Kunstgriff ermöglichte es Rota, nicht in die missliche Lage versetzt zu werden, Donalds Eltern darstellen zu müssen.
Ein Jahrzehnt später hingegen wagte sich Don Rosa, der sich auf einige private Notizen von Barks stützte, daran, einen vollständigne Stammbaum der Ducks für seinen Duck-Kosmos zu entwickeln. Darin sind die Drillinge mit den bunten Mützen die Kinder von Della Duck, die Rota in Anlehnung an die Originalzeichnung von Al Taliaferro aus dem Jahr 1937 als Cousine von Donald Duck und nicht als seine Schwester darstellte – eine Verwandtschaftsbeziehung, die hingegen 1950 in die Barks-Tradition übernommen und in Don Rosas Werk illustriert wurde.
Die genealogische Definition von Marco Rota blieb folglich ein Einzelfall.
Dorette und Dagobert als Geschwister
(© Egmont Ehapa)
Als Marco Rota 2006 von Michael Bregel unter anderem über diesen Comic interviewt wurde, geht Rota explizit auf die Entscheidung ein, Dagobert und Dorette als Geschwisterpaar zu zeigen:
- „Im Folgenden will ich ein weiteres Mal erklären, diesmal etwas detaillierter, warum Dagobert und Oma Duck in dieser Geschichte Bruder und Schwester sind. Die Sache ist etwas komplex.
- Ich erinnere mich nicht, in welchem Heft oder Buch das war, aber damals kam es mir vor – und ich bin davon noch immer überzeugt – dass ich mal eine Geschichte (nicht von Barks) gelesen habe, in der die beiden Geschwister waren.
- Als ich also über „Buon compleanno, Paperino!“ nachdachte, musste ich einen Anschein von Familie erwecken. Kurz: Ich brauchte ein Entenpaar, das Donald, nachdem es ihn zufällig gefunden hatte, großziehen würde. So kam ich auf Onkel Dagobert und Oma Duck und zeigte sie als Bruder und Schwester zusammenlebend. Es erschien mir einfach als die richtige Lösung. Ansonsten hätte ich echte Eltern für Donald erfinden müssen, und dieser Ansatz hat mir nicht gefallen. Das hätte die Geschichte ziemlich durcheinandergebracht und als Konsequenz Donalds Geburt beeinträchtigt.
- Dass Oma Duck von Dagobert „Oma“ genannt wird, war für mich ein Ausdruck freundschaftlicher Zuneigung. Er nennt sie so, weil sie seine ältere Schwester ist, und nicht, weil sie vielleicht tatsächlich jemandes Großmutter ist. Und so ist sie eben für immer „Oma“ geblieben – nicht „Mama“ – auch für Donald. Dasselbe gilt für „Onkel“ Dagobert.
- Es ist, als hätte er diese Anrede gewollt. Als hätte er Donald, als der als Kind fragte, „Wer bist du denn?“, geantwortet: „Dein ‚Onkel‘!“, weil er nicht „Papa“ genannt werden wollte. Was „den Papa“ und „die Mama“ betrifft, das sind üblicherweise Institutionen, die einen gewissen Respekt einflößen, manchmal schüchtern sie auch ein. Und im Licht dieser Emotionen wird es natürlich schwieriger, ihnen Streiche zu spielen, mit ihnen zu spielen und zu scherzen, allgemein mit ihnen zu leben. Mit den Großeltern oder mit Onkel und Tante ist die Beziehung dagegen freier und freundschaftlicher. Mit denen kann man auch mal Spaß machen, das ist ein Verhältnis, das manchmal eher in Richtung „Freund“ als „Verwandter“ geht. Tja, und dann hat Don Rosa diesen Stammbaum der Entenhausener Enten geschaffen… Ich persönlich halte es mit Barks, der gesagt hatte, die Enten hätten keine Eltern. Auch mir hat der Gedanke immer gefallen – und er tut es bis heute – dass die Verwandtschaftsbeziehungen zwischen den verschiedenen Charakteren auf einem sympathischen Nimbus des Geheimen aufgebaut sind! Da sollte es in Sachen Verwandtschaft keinerlei Gewissheiten geben, weder „Väter“ noch „Mütter“ oder sonst wen. Das würde ansonsten notwendigerweise ein Element einführen, das bei Disney nie auftreten sollte, nämlich den Tod. Deswegen konnte auch der Freiraum, den ich der Fantasie des Lesers in der Geschichte gelassen habe, gefallen haben und die dadurch gegebene Möglichkeit, sich verschiedene mögliche Szenarien vorzustellen, wie Donald geboren worden sein könnte, und dabei trotzdem den Schleier des Geheimnisses zu belassen, der vielleicht das eigentlich mitreißende Element des Ereignisses ist.“[7]
Obwohl „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“ einer der prominenteren Geschichten ist, in denen Dorette und Dagobert als Geschwister bezeichnet werden,[18][19] gab es bereits vorher Beispiele in italienischen Comics, in denen die beiden bereits diesen Verwandtschaftsgrad haben. Rota berichtet in einem Interview, dass er bereits vor der Arbeit an „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“ in einem Comic las, dass Dagobert und Dorette Geschwister wären. Er wisse nur noch, dass der Comic nicht von Barks wäre.[7] Tatsächlich stammt der heute früheste bekannte Fall, bei dem in Italien die beiden als Geschwister bezeichnet werden, aus dem Jahr 1960 und aus der Feder von Guido Martina.[20][21][22] In den Jahrzehnten bis zu Rotas Comic erschienen zahlreiche weitere Beispiele.[21]
Auch in Deutschland wurden Dagobert und Dorette als Geschwister bezeichnet, laut Boemund von Hunoltstein seit 1958.[23] Im Micky-Maus-Magazin-Comic „Onkel Dagoberts zweite Kindheit“ bezeichnete Dorette Dagobert als ihren Bruder.[21][24] Seitdem taucht die Verwandtschaft der beiden immer wieder in Geschichten auf[25] und wurde auch in Grobian Gans’ Stammbaum der Ducks aufgegriffen, bevor Don Rosas Stammbaum der Ducks 1994 mit dieser Norm brach.[23]
Tick, Trick und Track
Donalds erstes Treffen auf die Drillinge stammt aus der Sonntagsseite vom 17. Oktober 1937 und wurde mehrfach aufgegriffen. Am bekanntesten dürfte ihr Debüt im Cartoon „Kurzbesuch bei Onkel Donald“ vom 15. April 1938 sein. Zudem wird ihr Antrittsbesuch bei Donald in „Walt Disney′s Life of Donald Duck“ und in „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“ geschildert. Obwohl die Drillinge auch in „This Is Your Life, Donald Duck“ und „So war mein Leben“ auftauchen, wird ihr erstes Treffen mit Donald nicht näher gezeigt.
Auffällig ist in Marco Rotas Jubiläumsgeschichte das Verwandtschaftsverhältnis von Donald und der Mutter von Tick, Trick und Track, welche in der italienischen Fassung Cousin und Cousine sind. Das entspricht dem Verwandtschaftsgrad in den Comicstrips von Taliaferro, wo von „Base Della“ die Rede ist,[16] anders als die Cartoon-Adaption des Comicstrips „Kurzbesuch bei Onkel Donald“, wo aus ihr Schwester Dumbella wurde.[10][26] Da Donald ein Findelkind ist, passt es auch besser, wenn er eine Cousine (über seine Adoptiveltern) statt einer Schwester hat. In der deutschen Übersetzung wird dieses Thema umgangen, indem die Drillinge als Donalds Neffen beschrieben werden, die einen Brief von ihrer namentlich nicht genannten Mutter dabei haben.
Daisy Duck
Anders als bei den Drillingen gibt es bei Daisy keine Geschichte der ersten Begegnung, die immer wieder aufgegriffen wird. Im Cartoon „Donalds Tagebuch“ von 1954 wird eine ungewöhnliche Liebesgeschichte der beiden gezeigt, in der die Drillinge Daisys Brüder statt Donalds Neffen sind. Als Daisy in den Zeitungsstrips von Al Taliaferro eingeführt wurde, zog sie als Donalds Nachbarin ein. „Donalds Tagebuch“ wurde in „This Is Your Life, Donald Duck“ wieder aufgegriffen, in „So war mein Leben“ dagegen gingen Donald und Daisy zusammen zur Schule. „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“ zeigt, wie Donald bei der wilden Jagd auf seine Neffen zufällig in Daisy hineinläuft, das sprichwörtliche erste Aufeinandertreffen der beiden.
Erwähnenswerte Abweichungen und Änderungen
(© Egmont Ehapa)
Zu Beginn seiner Erzählung sagt Donald, wie er in einem Ei in einem Nest auf einem Ast steckte, bevor der Ast brach und er so seine Verwandtschaft verlor. Obwohl es fraglich ist, ob anthropomorphe Enten zur Fortpflanzung Eier legen, kann man mit Sicherheit sagen, dass sie nicht auf Bäume nisten.[8] Anzumerken ist, dass Enten ihre Eier lieber in Schilfpolstern in der Nähe von Gewässern ablegen. Ein paar Seiten später bewirft Baby Donald Dagobert mit Eiern von Omas Farm.
Wenn Donalds Angaben stimmen und er sowohl 1934 geboren wurde als auch während des Krieges Werbefilme drehte, müsste er während des Angriffs auf Pearl Harbor (1941) sieben Jahre alt gewesen sein.[8]
Die Großstadt, in der Reporter Kusch die Ducks trifft und in die Donald nach seiner Kindheit auf Omas Farm fährt, ist in der italienischen Originalfassung des Comics Entenhausen,[10] was auch in die englische und italienische Übersetzung übertragen wurde.[8] In der deutschen und niederländischen Übersetzung wurde daraus die Großstadt New York, in der trotzdem der Entenhausener Kurier seinen Hauptsitz hat.[27]
Vergleich mit vorherigen Biografien von Donald Duck
- „So viel wir auch über Donald zu wissen glauben, es wird sich immer noch ein Schwank aus seinem Leben finden, der das Gegenteil zu beweisen scheint.[28]“
Die erste Biografie von Donald Duck war laut Titelseite auch die einzige von ihm autorisierte Biografie von ihm: „This is my only Authorized Biography (signed) d. duck“. „Walt Disney′s Life of Donald Duck“ beginnt mit Donalds Schlüpfen aus dem Ei. Da er sich dabei viel Zeit ließ, verließ ihn seine Mutter bereits nach dreizehn Wochen. Donald kam also alleine an einem Freitag, den Dreizehnten, mit einem Wutanfall zur Welt. Das Schlüpfen aus einem Ei durch die Hilfe eines Wutanfalls wurde für die „Walt Disney Presents“-Folge „This Is Your Life, Donald Duck“ vom 11. März 1960 sowie dessen Comic-Adaption „So war mein Leben“ vom 23. Juni 1960 übernommen. Ein friedlicheres Schlüpfen mit dem Geburtsdatum 9. Juni 1934 wurde im Comic „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“ verwendet.
Für „This Is Your Life, Donald Duck“ wurde 1960 auch erstmals über Donalds Kindheit auf Oma Ducks Bauernhof berichtet. In dem vorher entstandenen Bilderbuch „Walt Disney′s Life of Donald Duck“ stapfte der frischgeborene Donald in die nächste Großstadt, wo er in einem Kinderheim aufwuchs. Die Kindheit bei Oma wurde in „So war mein Leben“, der Comic-Adaption von „This Is Your Life, Donald Duck“, erweitert, sodass Donalds Wutausbrüche als Kind thematisiert worden sind und auch der Moment, in dem Oma ihm seinen charakteristischen Matrosenanzug schenkte. Donalds Kindheit bei Oma wurde auch in den darauf folgenden Comics aufgegriffen, unter anderem in „Alte Erinnerungen“ vom März 1964. Auch „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“ zeigt Donalds Kindheit mit Oma Duck, seine Wutausbrüche im Kindesalter sowie das erste Mal, als er seinen Matrosenanzug bekam.
In „Walt Disney′s Life of Donald Duck“ spazierte Donald bereits als Baby vom Land in die Großstadt, „This Is Your Life, Donald Duck“ ließ ihn nach dem College und seiner Zeit beim Militär in der Großstadt jobben. „So war mein Leben“ ließ einerseits die Zeit beim Militär aus, „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“ behandelt stattdessen Donalds College-Zeit nicht und stellte Donalds Zeit beim Militär als einen seiner Jobs dar, die er in der Großstadt bekam. Eine Karriere als Schauspieler in Hollywood hatte er bereits in „Walt Disney′s Life of Donald Duck“, „This Is Your Life, Donald Duck“, „So war mein Leben“ und „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“.
Internationale Veröffentlichungen
In den internationalen Übersetzungen wurde der Glückwunsch im italienischen Comictitel „Buon compleanno, Paperino!“ meist auch als solcher übersetzt, wobei es nennenswerte Ausnahmen gibt.
Die brasilianische Veröffentlichung etwa lautet „Esta é A Sua Vida, Donald!“ (entspricht ungefähr „Das ist dein Leben, Donald!“), in China wurde es „唐老鸭“蛋”生记“ (ungefähr „Die Geschichte von Donald Ducks ‚Ei‘“), der dänische Titel „Mit liv i en æggeskal“, norwegische Titel „Mitt liv i et eggeskall“, schwedische Titel „Mitt liv i ett äggskal“ und der litauische Titel „Mano gyvenimas kiaušinio lukšte“ bedeuten dasselbe („Mein Leben in einer Eierschale“), der Erstabdruck in Frankreich lautete „Un canard nommé Donald“ („Eine Ente namens Donald“), wurde bei Nachdrucken aber in Glückwünsche geändert.
Bevor der Comic 2024 in den USA abgedruckt wurde, hatte er den inoffiziellen Titel „From Egg to Duck“, der dem niederländischen Titel „Van ei tot eend“ („Vom Ei zur Ente“) entspricht. In Spanien ist der Titel mit „Del cascarón a la fama“ („Von der Eierschale zum Ruhm“) leicht anders.[8][29]
Deutschsprachige Veröffentlichungen
- Disney-Sonderalbum 1 (1984)
- Die tollsten Geschichten von Donald Duck – Spezial 8 (2006, mit Interview)
- Die Ducks – Eine Familienchronik (2010)
- LTB Enten-Edition 42 (2014)
Bei der deutschen Erstveröffentlichung der Geschichte im Disney-Sonderalbum 1 wurde kein Übersetzer der Geschichte angegeben. Dies führte dazu, dass die Angabe dessen auch bei den Nachdrucken der Geschichte fehlt.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ „Donald Duck: The 90th Anniversary Collection“, S. 181
- ↑ „Happy Birthday Paperino“. inducks.org
- ↑ Disney-Sonderalbum 1, S. 48
- ↑ „Disney-Sonderalbum 1“. inducks.org
- ↑ „Marco Rota – Happy Birthday Paperino, cover“. comicartfans.com
- ↑ „Erich B. Kusch“. wikipedia.org, abgerufen am 27.03.2026
- ↑ 7,0 7,1 7,2 7,3 7,4 Michael Bregel (Interviewpartner und Übersetzer; 24.10.2006). Interview mit Marco Rota, Die tollsten Geschichten von Donald Duck – Spezial 8, S. 49-51. Volles Interview: ehapa.de (archiviert), Qde/TGDDSP 8
- ↑ 8,0 8,1 8,2 8,3 8,4 8,5 8,6 8,7 8,8 Geoff Moses / GeoX (07.02.2011). „From Egg to Duck“. duckcomicsrevue.blogspot.com
- ↑ „Donald’s House“. disney.fandom.com
- ↑ 10,0 10,1 10,2 10,3 10,4 „Buon compleanno, Paperino!“ disney-comics.fandom.com
- ↑ Peter Kylling. „Marco Rota“. cbarks.dk
- ↑ Wolfgang J. Fuchs (1994). „60 Jahre Superstar Donald Duck“, in: DDSH 131
- ↑ „The Wise Little Hen“. wikipedia.org, abgerufen am 13.02.2026
- ↑ „Rock-a-bye Baby“. wikipedia.org, abgerufen am 26.03.2026
- ↑ „Origin of Superman“. wikipedia.org, abgerufen am 26.03.2026
- ↑ 16,0 16,1 inducks.org
- ↑ „Donald Gets Drafted“. wikipedia.org, abgerufen am 26.03.2026
- ↑ Scroogerello (02.04.2018). „Dorette = Dagoberts Schwester?“ comicforum.de
- ↑ NRW-Radler (12.01.2019). „Dorette = Dagoberts Schwester?“ comicforum.de
- ↑ Spectaculus 1/4 (12.01.2019). „Dorette = Dagoberts Schwester?“ comicforum.de
- ↑ 21,0 21,1 21,2 Simone Cavazzuti (26.05.2022). „Nonna Papera e Zio Paperone sono fratelli?“ ecodelmondo.blogspot.com
- ↑ „Ignara Nonna Papera al fratello“. inducks.org
- ↑ 23,0 23,1 Boemund von Hunoltstein / Plattnase (12.01.2019). „Dorette = Dagoberts Schwester?“. comicforum.de
- ↑ „Scrooge’s Second Childhood“. inducks.org
- ↑ Plattnase (12.01.2019). „Dorette = Dagoberts Schwester?“ comicforum.de
- ↑ Simone Cavazzuti (18.05.2023). „Alla ricerca di Della Duck“. ecodelmondo.blogspot.com
- ↑ Geoff Moses / GeoX (17.02.2014). „‚From Egg to Duck‘ Re-ducks“. duckcomicsrevue.blogspot.com
- ↑ Donald Duck – Der Duck! in: Die Ducks – Eine Familienchronik, S 50f. Qde/DDEF 1B
- ↑ „Buon compleanno, Paperino!“ inducks.org
https://inducks.org/story.php?c=I+HBP+++1-1 https://disney-comics.fandom.com/it/wiki/Buon_compleanno,_Paperino! https://it.wikipedia.org/wiki/Marco_Rota https://duckcomicsrevue.blogspot.com/2014/02/from-egg-to-duck-re-ducks.html https://duckcomicsrevue.blogspot.com/2011/02/from-egg-to-duck.html https://ecodelmondo.blogspot.com/2022/05/nonna-papera-e-zio-paperone-sono.html https://ecodelmondo.blogspot.com/2023/05/alla-ricerca-di-della-duck.html https://ecodelmondo.blogspot.com/2021/03/a-proposito-di-cornelius-coot.html https://www.fieselschweif.de/kuenstler/wahl-2013/rota/6/