LTB 90
| Lustiges Taschenbuch | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| ||||||
| Mickys Mondfahrt | ||||||
| Mondbasis in Gefahr! | ||||||
| Erscheinungsdatum: | 11. Juli 1983 | |||||
| Chefredakteur: | ||||||
| Übersetzung: |
Gudrun Penndorf M.A. | |||||
| Geschichtenanzahl: | 12 | |||||
| Seitenanzahl: | 254 | |||||
| Preis: | D: DM 5,30 A: öS 42 CH: SFR 5.30 | |||||
| Weiterführendes | ||||||
|
| ||||||
|
| ||||||
|
| ||||||
|
| ||||||
|
| ||||||
Original Bearbeiten
Die LTB-Bände 1 bis 116 sind bis auf wenige Sonderfälle Übernahmen aus der italienischen Reihe I Classici di Walt Disney. Die Vorlage für das LTB 90 ist der Band Stratopolino I Classici di Walt Disney, Seconda Serie # 74 (Feb. 1983).
Es wurden alle Geschichten des Original-Bandes übernommen, aber das Cover ausgetauscht.
Vom I Classici der Seconda Serie # 58 an (Okt. 1981) gab es im italienischen Original keine Rahmengeschichte mehr, was es ermöglichte, die Geschichten im LTB in veränderter Reihenfolge abzudrucken, so auch in LTB 90.
Zudem erschien vom I Classici der Seconda Serie # 73 an (Jan. 1983) die italienische Vorlage mit nur noch 244 statt 260 Seiten, eine Entscheidung des italienischen Verlags Mondadori, die Ehapa für das deutsche LTB nicht nachvollzog. Deshalb wurde von nun an immer mit Kurzgeschichten aufgefüllt.
Nicht in der italienischen Vorlage von LTB 90 enthalten waren „Frühlingsgefühle“, „Frisch gekauft ist schnell gefangen!“, „Goofy und der Pferdesattel“ und „Die Einladung zum Abendessen“.
Inhalt Bearbeiten
Die Landung auf dem Mond Bearbeiten
- Originaltitel: Topolino e il mistero della base lunare
- Titel in Neuauflage: Mondbasis in Gefahr!
- Story: Franco Asteriti
- Zeichnungen: Sergio Asteriti
- Erstveröffentlichung: 02.02.1975
- Genre: Kriminalgeschichte, Science-Fiction, Weltraum
- Figuren: Micky Maus, Mack und Muck, General Lunas, Minni Maus, Pluto, Professor Robbe, Professor Zenit, Professor Nadir
- Seiten: 30
- Besonderheit: Die Namen der Astronomen Zenit und Nadir spielen auf die Lotpunkte in der Himmelsnavigation an (Zenit der höchste Punkt über einem, Nadir der tiefste Punkt unter einem)
- Anmerkung: Käpt'n Dobermann ist hier als General Lunas übersetzt und steht dem Raumfahrtzentrum vor. In der Geschichte Micky und die fliegende Kiste ist er hingegen ein unbenannter Mitarbeiter der Flughafenverwaltung. Wahrscheinlich hat Übersetzerin Gudrun Penndorf, die auch die Gottfredson-Geschichten mit der Figur nicht kannte, nicht erkannt, dass es sich beide Male um die gleiche Figur handelt.
Gerade, als er mit seinen Neffen Mondlandung spielen will, erhält Micky Besuch von General Lunas, der ihm eine echte Mondreise anbietet. Das Entenhausener Raumfahrtzentrum hat auf dem Mond eine Basis, von dieser aber vor einiger Zeit einen SOS-Ruf erhalten. Seitdem haben sie keine Nachricht mehr von den Wissenschaftlern in der Basis erhalten und auch der Rettungstrupp, den General Lunas ausgeschickt hat, ging spurlos verschwunden. Der General sieht daher keine andere Möglichkeit, als Micky in einer geheimen Mission dort hinaufzuschicken. Zufällig hören auch die abenteuerlustigen Neffen Mack und Muck, was Micky und der General zu bereden haben und sind gleich Feuer und Flamme, ebenfalls auf den Mond zu fliegen. Micky ist strikt dagegen, doch der General, der um die Geheimhaltung der Mission fürchtet, wiegelt ab und erlaubt den Kindern, das Raumfahrtzentrum zu besuchen und Micky auch am nächsten Tag, als es an den Abflug geht, zuzuwinken. Die pfiffigen Zwillinge schleichen sich jedoch heimlich vor dem Start an Bord der Rakete, die Lunas ihnen tags zuvor gezeigt hatte. Erst als sie alle im All sind, wollen sie sich ihrem Onkel zeigen. Gerade, als sie aus ihrem Versteck kommen, fällt ihnen ein Meteorit auf, der sich auf die Rakete zubewegt. Sie warnen Micky, der dem fatalen Hindernis gerade noch rechtzeitig ausweichen kann. Micky verzeiht seinen Neffen, dass sie sich über seinen Befehl hinweggesetzt haben, da sie ja nun ihn gerettet haben. Bald darauf landen sie bereits auf dem Mond.
In der Mondbasis werden sie von den beiden Wissenschaftlern begrüßt. Sie versichern Micky, dass alles in Ordnung ist und ihr Problem sich selbst gelöst hat, dass aber leider ihre Funkverbindung ausgefallen ist. Gerade Mack und Muck fallen aber einige Verdachtsmomente auf. Die Stühle unter den Professoren biegen sich durch und in der Station gibt es nichts Essbares, nur leere Dosen. In der Nacht wollen sich die beiden näher umsehen, werden jedoch von einem der Professoren entdeckt. Als er sie verfolgt, klettern die Kinder blitzschnell eine Leiter empor. Der Verfolger kracht hingegen von der Leiter hinunter, da er glatt eine Sprosse durchbricht. Dabei geht er zu Bruch – es handelt sich nämlich gar nicht um den echten Professor, sondern um einen als dieser getarnten Roboter. Schnell alarmieren die Kinder ihren Onkel, der ans Raumfahrtzentrum funken will. Doch der andere Roboter hat inzwischen die Funkanlagen komplett zerstört. Die drei entschließen sich, dem Roboter, der bereits außerhalb der Station ist, hinterherzufahren und zu verhindern, dass dieser Verstärkung holen kann.
Nach einer längeren Fahrt, in der sie von zahlreichen optischen Täuschungen aufgehalten werden, gelangen sie mitten in die geheime Basis des verrückten Professors Robbe. Er hat zahlreiche Roboter konstruiert und mit ihrer Hilfe die Macht über die Mondbasis errungen. Sein eigentlicher Plan ist es aber, sich auch noch die Erde untertan zu machen. Er sperrt zunächst die Eindringlinge zu den beiden gefangenen Professoren. Dann jedoch lässt er Micky holen und überträgt dessen Abbild auf einen weiteren Roboter. Als er diesen zu den Gefangenen schickt, erkennen Mack und Muck, dass es sich nicht um ihren echten Onkel handelt. Gemeinsam setzen sie den Roboter außer Gefecht, befreien den echten Micky und stürmen das Labor von Professor Robbe. Der jedoch kann getarnt durch weitere Luftspiegelungen entkommen.
Frühlingsgefühle Bearbeiten
- Sonntagsseiten
- Story: Del Connell
- Zeichnungen: Manuel Gonzales
- Erstveröffentlichung: 07.12.1969
- Genre: Kurzgeschichte
- Figuren: Micky Maus, Minni Maus
- Seiten: 2
Micky hat viel Hausarbeit zu erledigen, später überlegt er es sich anders und beschließt, an einem so herrlichem Frühlingstag spazieren zu gehen. Auf dem Spaziergang sieht er zahlreiche Tiere in Frühlingsstimmung: Vögel, Hunde und Katzen. Von der Inspiration geweckt, kauft er einen Strauß roter Rosen. Kurze Zeit später klingelt er bei Minni und überreicht ihr den Strauß. Im Überschwang der Gefühle umarmt und küsst Micky sie so gewaltig, dass beide auf dem Gehweg landen, wobei die Haustür zuschlägt.
Micky und die Raumstation Bearbeiten
- Originaltitel: Topolino e la base orbitale
- Titel in Neuauflage: Kampf um die Raumstation
- Story: Osvaldo Pavese
- Zeichnungen: Luciano Bottaro, Giorgio Rebuffi
- Tusche: Luciano Bottaro
- Erstveröffentlichung: 28.04.1968
- Genre: Kriminalgeschichte, Science-Fiction, Weltraum
- Figuren: Micky Maus, Goofy, Kater Karlo, Ratze, Professor Spiegelmann
- Seiten: 30
- Besonderheit: Karlos Komplize Ratze stammt aus dem Barks-Zehnseiter Der geheimnisvolle Professor
Micky und Goofy sind dazu eingeladen worden, beim Start einer Raumfähre dabei zu sein. Eingeladen hat sie Professor Spiegelmann, ein alter Freund Mickys, der mit einer neuen Mannschaft ins Weltall zu einer Raumstation fliegen will, wo er die nächsten zwei Jahre verbringen wird. Als Micky und Goofy diesen jedoch in seinem Büro aufsuchen wollen, um ihm Adieu zu sagen, finden sie ihn in aufgelöster Stimmung vor. Kater Karlo und dessen Komplize Ratze sind nämlich zuvor in das Büro eingedrungen und haben den Professor gefangengenommen. Auch Micky und Goofy nehmen sie gefangen und zwingen sie unter Waffengewalt, den Professor in die Rakete zu begleiten. Alle zusammen fliegen sie zur Raumstation, die Karlo und Ratze ebenfalls unter ihre Kontrolle bringen können. Nun enthüllen die beiden Schurken ihren gemeinen Plan. Sie wollen den Laser der Raumstation dazu benutzen, auf der Erde alles mögliche in Brand zu stecken. Auf diese weise möchte Karlo Millionen erpressen. Als Micky lacht, weil Karlos flammende Kostprobe zwar einleuchtet, aber an Rechtschreibfehlern gesegnet ist, verbannt Karlo ihn und Goofy in die Küche.
Micky will nun einen Plan austüfteln, die beiden Gauner außer Gefecht zu setzen. Wie gerufen kommt ihm da der Fischleim, der in der Küche vorrätig ist. Micky und Goofy kochen daraus einen Brei, den sie versuchen Karlo und Ratze ins Gesicht zu kippen. Während es bei Karlo klappt, schaltet der durchtriebene Ratze blitzschnell und pfeffert den klebrigen Brei stattdessen Goofy um die Ohren, der schließlich niederfällt und deswegen am Boden festpickt. Karlo und Ratze verfolgen nun Micky. Dieser erreicht die Anlage, die die Schwerkraft der Raumstation regelt und setzt sie außer Betrieb. Karlo und Ratze schweben nun, während Micky, der sich geistesgegenwärtig Magnetschuhe übergezogen hat, am Boden und damit handlungsfähig bleibt. Mit einer Luftpistole schießt er die beiden Gauner aus einer Luke hinaus ins All, um sie dort dann einzufangen und zu fesseln. Doch das geht schief. Stattdessen bringen nach einigem Kampf Karlo und Ratze Micky wieder unter ihre Kontrolle und schleppen ihn als Gefangenen nach drinnen. Sie haben nicht mit Goofy gerechnet. Als die Schwerkraft aufgehoben war, klebte dieser dank des Breis immer noch bei jedem Schritt am Boden. Trotzdem war er nun handlungsfähig und konnte den Professor befreien, der die Schwerkraft wieder einschaltete. Nun kann Goofy Karlo und Ratze endgültig außer Gefecht setzen, als diese die Raumstation betreten.
Frisch gekauft ist schnell gefangen! Bearbeiten
- Sonntagsseiten
- Story: Del Connell
- Zeichnungen: Manuel Gonzales
- Erstveröffentlichung: 13.06.1976
- Genre: Kurzgeschichte
- Figuren: Micky Maus, Goofy
- Seiten: 2
Goofy fischt eine Menge Müll aus dem Meer. Micky bedauert seinen Freund, dass er so ein Pechvogel im Angeln ist, doch dieser will das nicht gelten lassen. Immerhin kann er den Trödel für gutes Geld an den Mann und die Frau bringen.
Das Überraschungsei Bearbeiten
- Originaltitel: Topolino e l'uovo fuori stagione
- Titel in Neuauflage: Gerangel um ein Überraschungsei
- Story: Abramo Barosso, Giampaolo Barosso
- Zeichnungen: Luciano Capitanio
- Erstveröffentlichung: 13.10.1968
- Genre: Kriminalgeschichte
- Figuren: Micky Maus, Goofy, Kater Karlo, Kommissar Hunter, Inspektor Issel
- Seiten: 31
- Nachgedruckt in: LTB Ostern 10 (als Ein wahrer Eiertanz)
In der Westernstadt Old-Time-City entdecken Micky und Goofy einen Laden, der Ostereier feilbietet. Das wundert beide sehr, ist Ostern doch schon drei Monate her. Sie erfahren, dass das Geschäft Kunden die Möglichkeit bietet, Ostereier mit bestimmten Überraschungen zu füllen und dann zu verschenken. Die Eier, die nicht zu Ostern abgeholt werden, gehen schließlich in Besitz des Ladens über und werden vom Ladeninhaber regulär verkauft. Micky und Goofy gefällt die Idee, ein Ei mit einer Überraschuzng zu kaufen, sehr und sie schlagen gleich zu. Kaumsind die beiden gegangen, halten Kater Karlo und dessen Komplize Jockel mit dem Auto vor dem Ostereiergeschäft. Karlo ist nämlich der Kunde, der das Osterei nicht rechtzeitig abholen konnte, da er ins Gefängnis gewandert ist. Nun aber will er es sich holen. Verärgert erfährt er, dass das Ei soeben verkauft wurde und ausgerechnet an Micky. Er schickt seinen Kumpel, den Micky und Goofy noch nicht kennen, mit einem weiteren Ei los, um das fragliche Stück auszutauschen. Das klappt auch, doch haben Micky und Goofy zwei Eier gekauft und Jockel dummerweise das falsche erwischt.
Weitere Versuche, mit diversen Tricks und Überfällen das corpus delicti an sich zu bringen, schlagen fehl. Micky und Goofy kehren samt Ei nach Entenhausen zurück. Als Karlo auch noch in Mickys Haus einbricht, erkennt Micky, dass sein altbekannter Widersacher es auf das Ei abgesehen hat. Er vertieft sich in den Fall, da ihn interessiert, aus welchen Gründen Karlo hinter ebendiesem Ei her ist (welches sich momentan bei Goofy befindet). Micky findet heraus, dass vor drei Monaten ein wertvoller Saphir gestohlen worden war. Karlo galt als Hauptverdächtiger, man konnte seine Schuld aber nicht nachweisen. Schließlich wurde er nur wegen unerlaubten Waffenbesitzes eingesperrt. Micky schlussfolgert korrekt, dass Karlo das Beutestück nach dem Diebstahl schnurstracks zum Ostereiergeschäft spediert hat, um es sich dort einpacken und später zuliefern zu lassen. Die ungeplante Gefangennahme kam ihm allerdings dazwischen. Bei einem weiteren Versuch, sich das Osterei zu holen, können sie Karlo schließlich dingfest machen und dann, nach weiteren Verwicklungen, auch die Beute sicherstellen.
Das Postkutschenrennen Bearbeiten
- Originaltitel: Topolino e la corsa delle corriere
- Story: Abramo Barosso, Giampaolo Barosso
- Zeichnungen: Sergio Asteriti
- Erstveröffentlichung: 24.12.1967
- Genre: Western
- Figuren: Micky Maus, Goofy, Kater Karlo, Minni Maus, Onkel Mortimer, Krocker
- Seiten: 29
- Nachgedruckt in: LTB Spezial 84
Micky, Goofy und Minni sind zu Gast auf der Farm von Minnis Onkel Mortimer und genießen zunächst das Leben in vollen Zügen. Doch die Ruhe wird jäh durch einen Streit Mortimers mit dessen Nachbarn, dem verschlagenen Rancher Krocker. Krocker fordert Mortimer heraus, beim nächsten Rennen mit historischen Postkutschen gegeneinander anzutreten. Im Wortgefecht wirft Mortimer, da er nicht genug Geld als Wetteinsatz hat, glatt seinen preisgekrönten Zuchtstier Alfi in die Waagschale. Dennoch ist er siegesgewiss, da seine Postkutsche bisher noch nie ein Rennen verloren hat. Er ahnt nicht, dass Krocker Karlo und dessen Bande angeheuert hat, um dem fiesen Rancher mit üblen Tricks zum Sieg zu verhelfen. Während des Rennens sabotieren Karlo und seine Komplizen alle Kutschen, sodass bald nur noch die von Krocker und Mortimer unbeschädigt übrig sind. Zudem sorgt einer der Gauner dafür, dass Mortimers bewährtes Duo einen Alkoholrausch erleidet und nicht starten kann. Kurzentschlossen übernehmen es Micky und Goofy, Mortimers Kutsche zu steuern. Minni, die mitkommen möchte, der es aber von Micky verboten wurde, versteckt sich ebenfalls in der Kutsche.
Los geht die Fahrt. Dass Mortimers Kutsche trotzdem noch fahrfähig ist, überrascht Karlos Bande, die auf Krockers Kutsche mitfährt. Doch hat Karlo auch für diesen Fall vorgesorgt. Erst will er die Pferde mit Johannisbrot ablenken, dann nebelt er die gegnerische Kutsche in eine Staubwolke ein. Infolge des Staubs muss Minni niesen und kommt so aus ihrem Versteck. In der Nacht biwakieren die Postkutschenfahrer an einem geschützten Ort, Micky und Goofy außer-, Minni innerhalb des Wagens. Da kommt Karlo aus der Deckung und schiebt die Kutsche den Abhang hinunter. Damit, denkt er, hat er Micky und Goofy ausreichend Zeit gekostet, dass sie das Rennen nie und nimmer mehr gewinnen können. Er hat allerdings nicht damit gerechnet, dass Minni alles mitbekommen hat und Micky über Karlos Schurkereien informieren kann. Micky stellt seinem Gegner nun selbst eine Falle, indem er vorausreitet und Krockers Kutsche unter seine Kontrolle bringt. So können Micky, Goofy und Minni das Rennen für Mortimer gewinnen und zugleich Krocker öffentlich stellen.
Goofys verkehrte Welt Bearbeiten
- Originaltitel: Topolino e l'evaso al limone
- Story: Guido Martina
- Zeichnungen: Giulio Chierchini
- Erstveröffentlichung: 20.04.1969
- Genre: Kriminalgeschichte
- Figuren: Micky Maus, Goofy, Kommissar Hunter, Gauner-Gully
- Seiten: 32
Der verpeilte Goofy ist ins Druckereigewerbe eingestiegen und hat sogleich zwei wichtige Aufträge von der Stadt erhalten: Zum einen soll er Steckbriefe mit dem Konterfei des entlaufenen Verbrechers Gauner-Gully drucken und in der ganzen Stadt affichieren. Zum anderen wurde ihm die Verantwortung zum Druck von Willkommensplakaten für einen ausländischen Milliardär übertragen. Dass allerdings alles, was gedruckt wird, zunächst spiegelverkehrt gesetzt werden muss, hat unerquickliche Auswirkungen auf Goofys Gedankenwelt. Er dreht nun auch im Kopf alles um. Wenn er sich den Kopf anschlägt, jammert er, ihm würden die Füße wehtun, zudem verwechselt er unten mit oben. So kommt es, dass er das Porträt des Milliardärs auf den Strafzettel druckt und das des Gauners auf den Willkommensgruß. Mitten in der Nacht zieht er los, um die Plakate überall aufzuhängen. Vor der Bank meint er, dies sei ein guter Ort für das Plakat mit dem vermeintlichen Milliardär – und stößt prompt mit diesem, in Wahrheit natürlich Gauner-Gully, zusammen. Der Gauner begreift, was für ein seltenes Geschenk ihm der trottelige Drucker da gemacht hat. Er überzeugt Goofy, das Aufkleben der Plakate sein zu lassen und begleitet diesen zurück zur Druckerei, wo er ihn außer Gefecht setzt.
Am nächsten Morgen setzt Kommissar Hunter zur Auffindung des entflohenen Gauner-Gully zwei erstklassige Polizeispürhunde ein. Sie verfolgen die Spur bis zur Bank, wo Goofy nachts zuvor mit dem Ausbrecher zusammengestoßen war. In der Bank erfahren Micky und der Kommissar bestürzt, dass die Bankangestellten dem Gauner eine Menge Geld ausgehändigt haben. Kein Wunder, hatten sie ihn doch aufgrund des einen, von Goofy aufgehängten Plakats für den Milliardär gehalten. Sie folgen der Spur weiter zu einem Parfumladen, wo sich der trickreiche Gauner-Gully mit Duftwasser eingedeckt hat, um seinen Geruch zu übertünchen. Während der Kommissar nun mit den Hunden weiterzieht und alles abgrast, was irgendwie nach Zitronenparfum riecht, geht Micky lieber zu Goofy. Er will seinen Freund fragen, was genau in der Nacht passiert ist. In der Druckerei lauert allerdings noch Gauner-Gully, der Micky eins überzieht und ihn fesselt. Schließlich schaffen es die beiden Freunde, den Gauner mithilfe einer großen Papierrolle von den Füßen zu werfen. Kurz darauf kommt der abgehetzte Kommissar Hunter mit seinen Spürhunden zur Druckerei und kann Gauner-Gully endlich verhaften.
Micky und die fliegende Kiste Bearbeiten
- Originaltitel: Topolino e il vecchio aereo
- Titel in Neuauflage: Die fliegende Kiste
- Story: Carlo Chendi
- Zeichnungen: Giulio Chierchini
- Erstveröffentlichung: 22.09.1968
- Genre: Abenteuer, Agenten-Story, Kriminalgeschichte
- Figuren: Micky Maus, Goofy, Käpt'n Dobermann, Tommy, Baron Weinstein, Professor Tüftel
- Seiten: 27
- Besonderheit: Der Anfang dient als Fortsetzung zu Die Insel im Himmel von Floyd Gottfredson
- Nachgedruckt in: LTB Crime 23
Micky hat von der Flughafenverwaltung einen Brief bekommen, er möge sein altes Flugzeug abtransportieren. Micky kann sich gar nicht mehr an die schon betagte Kiste erinnern, ist dann aber erfreut, dass der rührige Tommy es noch gut in Schuss gehalten hat und es absolut fliegtauglich ist. Micky möchte die Antiquität dem Museum schenken und sie gemeinsam mit Goofy hinfliegen. Auf dem Flug kommt es allerdings zu Turbulenzen, da Micky vergessen hat die Maschine zu betanken. Infolgedessen legt Micky eine erzwungene Notlandung hin und Goofy wird aus dem Flugzeug geschleudert und macht Bekanntschaft mit einem aggressiven, schlagfreudigen Baron. Nachdem sich beide wieder gefunden haben, will Micky neuen Sprit holen gehen. Im nächstgelegenen Haus stoßen sie auf eine gewaltige Unordnung und bekommen beide einen heftigen Schlag auf den Kopf. Als sie endlich wieder zu sich kommen, steht kurz darauf auch schon die Polizei vor der Tür. Der bekannte Raketenforscher Professor Tüftel ist nämlich vorhin aus dem Haus entführt worden. Die Polizisten halten Micky und Goofy für die beiden Täter, nachdem sie einen anonymen Anruf bekommen haben. Dank eines Tricks gelingt es Micky und Goofy, sich von den Polizisten loszueisen, denn sie wollen selbst nach den Übeltätern suchen. Der Zigarrenstummel, den Micky in all dem Durcheinander im Haus des Professors entdeckt hat, bringt ihn auf die Spur der Gaunerbande, die sich in einem nahegelegenen Haus verkrochen hat. In einer angeblichen Paketsendung getarnt dringt Micky in das Haus ein und setzt die Banditen außer Gefecht, vor allem deren Boss, der der schlagfreudige Baron ist.
Die gestohlene Insel Bearbeiten
- Originaltitel: Topolino e l'isola delle scoordinate
- Titel in Neuauflage: Der Trick mit der Insel
- Story: Andrea Fanton
- Zeichnungen: Sergio Asteriti
- Erstveröffentlichung: 08.09.1974
- Genre: Abenteuer
- Figuren: Micky Maus, Goofy, Kater Karlo, Klarabella Kuh, Minni Maus, Kommissar Hunter, Inspektor Issel
- Seiten: 30
Ein neues Flugzeug stürzt ausgerechnet auf dem Jungfernflug über der Arktis ab. Alle Insassen können gerettet werden bis auf Micky und Goofy. Die beiden Freunde befanden sich nämlich im Heck des Flugzeugs und als dieses auf dem Eis abstürzt, bricht das Heck glatt ab und landet im stürmischen Meer. Natürlich startet man eine Suchaktion nach den beiden Vermissten, bricht diese jedoch ohne Ergebnis ab. Während in Entenhausen die Emotionen hochgehen, haben Micky und Goofy das Unglück gar nicht so schlecht überlebt und die im Gepäckraum im Heck aufbewahrten Vorräte geben ihnen sogar genug Proviant. Dennoch ist ihre Lage, so mitten auf dem Meer treibend, ziemlich trostlos. Sie wird zudem nicht besser, als ein unfreundlicher U-Boot-Fahrer in Geheimmission einen Torpedo abgibt und das noch aus dem Wasser ragende Flugzeugheck eiskalt versenkt. Micky und Goofy müssen sich schwimmend retten. Zum Glück sehen sie eine Insel vor sich, auf die sie es gerade noch schaffen. Eine sehr merkwürdige Insel ist das, mit dichter, tropischer Vegetation mitten im Eismeer. Auf der Insel machen sie Bekanntschaft mit dem schon vor langer Zeit hier gestrandeten Hopkins, früher angesehener und reicher Geschäftsmann. Hopkins erzählt ihnen, dass die Insel ein merkwürdiges Geheimnis birgt: Sie treibt. Und hin und wieder taucht sie sogar unter. Kurz darauf passiert genau das. Als sie alle wieder auftauchen, sehen sie, wie Kater Karlo mit einem Hubschrauber auf der Insel landet. Sie folgen ihm und erkennen, dass die Insel motorisiert ist und Karlo sie hinsteuern kann, wohin er möchte. So kann er sie laufend an irgendwelche Milliardäre verschachern, sie dann weitersteuern und seine reichen Kunden damit übers Ohr hauen. Micky, Goofy und Hopkins locken Karlo in eine Falle, bringen die Insel unter ihre Kontrolle und steuern sie nach Neukork, wo Karlol vor Gericht gestellt wird.
Goofy und der Pferdesattel Bearbeiten
- Originaltitel: Genuine Leather
- Story: unbekannt
- Zeichnungen: unbekannt
- Erstveröffentlichung: 18.11.1973
- Genre: Kurzgeschichte
- Figuren: Goofy, Micky Maus
- Seiten: 2
Als Goofy hört, dass der von ihm gekaufte Pferdesattel aus Rindsleder ist, bringt er ihn glatt wieder zurück. Denn er möchte nicht mit einem Rindviehsattel auf einem edlen Pferd reiten.
Der realistische Film Bearbeiten
- Originaltitel: Topolino e il film verista
- Titel in Neuauflage: Ein realistischer Film
- Story: Abramo Barosso, Giampaolo Barosso
- Zeichnungen: Giulio Chierchini
- Erstveröffentlichung: 14.04.1968
- Genre: Kriminalgeschichte, Film
- Figuren: Micky Maus, Goofy, Kater Karlo, Schnauz, Stoppel
- Seiten: 27
- Besonderheit: Erwähnung von San Jacinto, in dessen Nähe Carl Barks zweieinhalb Jahrzehnte gewohnt hat. Das reale San Jacinto liegt jedoch nicht am Meer.
Ein in seiner Begeisterung kaum zu bremsender Filmproduzent überzeugt Micky davon, einen ganz realistischen Film über dessen Kriminalfälle zu drehen. Um den Film so realistisch wie möglich zu halten, sollen Micky und Goofy jeweils sich selbst spielen. Auch ein echter Juwelier als Diebstahlopfer mit echten Juwelen ist mit an Bord. Nur die Gauner sind zur Enttäuschung des Produzenten nicht die echten. Karlo, Schnauz und Stoppel haben, als er sie angefragt hat, glatt abgesagt. Nun sollen drei Schauspieler die Rollen der drei Erzhalunken übernehmen. Auch in den Medien wird bald über den vielversprechenden neuen Film berichtet. Die Nachrichten gelangen bis in den Unterschlupf von Karlo, Schnauz und Stoppel, die nun doch beschließen, sich am Dreh zu beteiligen. Die Beute der echten Juwelen ist eben zu verlockend. Daher nehmen die drei Gauner die Plätze der Schauspieler ein und vollführen vor laufender Kamera einen echten Überfall. Der Produzent ist begeistert, dass der Überfall lebensechter ist, als er es sich vorgestellt hat. Der Juwelier ist weniger glücklich und will die Edelsteine wieder, sonst kündigt er eine Schadenersatzklage an.
Micky fängt an zu ermitteln. Schnell ist ihm klar, wer die Übeltäter sind, doch Karlo samt Komplizen aufzuspüren ist gar nicht so einfach. Ein Flugzeug haben sie nicht genommen, da dieses einen Defekt hatte. Doch welchen anderen Weg nach Entenhausen können sie gewählt haben? Goofy fragt einfach herum und findet zu Mickys Erstaunen genau den Taxifahrer, der die drei transportiert hat. Das Taxi hat die Gauner beim Busbahnhof abgesetzt, doch von dort scheint es so gut wie möglich, ihre weitere Spur zu rekonstruieren. Da fällt Goofys Blick auf die Werbung eines Bootsverleihs und Micky erklennt, dass dies der Weg sein könnte, den Karlo und seine Komplizen genommen haben. Micky und Goofy nehmen ebenfalls ein Boot, um die Ganoven zu verfolgen. In der Nacht entfernt Micky die Schiffsschraube von Karlos Boot, während dieser nichtsahnend schläft. So können die drei Halunken am nächsten Morgen nicht entkommen, als die Küstenwache sie einsammelt.
Die Einladung zum Abendessen Bearbeiten
- Originaltitel: Goofy's Good Luck Dinner
- Titel in Neuauflage: Einladung zum Abendessen
- Story: D. Stone
- Zeichnungen: Jaime Diaz Studio
- Erstveröffentlichung: Januar 1982
- Genre: Kurzgeschichte
- Figuren: Goofy, Minni Maus, Micky Maus
- Seiten: 8
Goofy möchte mit Micky und Minni feiern, dass er 20 Taler verdient hat und lädt deswegen beide zum Abendessen ein. Micky und Minni wollen an dem Tag noch ins Kino gehen, während Goofy kocht. Da seine Küche nicht funktioniert, überlässt Minni ihm kurzerhand die ihre. Doch das Kochen geht schief und es bricht ein Brand aus. Goofy ruft die Feuerwehr und da die Männer so nett sind, lädt Goofy sie ebenfalls zum Essen ein.

