Onkel Mortimer
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Mortimer Maus, meist Onkel Mortimer genannt (engl. orig. Uncle Mortimer), ist ein reicher Onkel oder Großonkel von Minnie Maus. Er besitzt eine Ranch, auf der er Kühe hütet.
Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Als Walt Disney seine Kreation Micky Maus im Jahr 1928 schuf, sollte die Figur ursprünglich Mortimer Maus heißen, doch seine Frau Lillian Disney redete ihrem Mann ein, dass Micky als Name kinderfreundlicher wäre. Zwei Jahre später wurde jedoch ein gewisser Mortimer als Onkel für Minnie Maus erschaffen. Im Jahr 1936 folgte schließlich ein weiterer und heute wesentlich bekanntere Mortimer Maus als Rivale für Micky Maus. Diese zwei Mortimer sorgen seitdem immer wieder für Verwechslungen.
Auftritte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Zum ersten Mal erschien Minnies Verwandter in Micky Maus im Tal des Todes (1930) in den amerikanischen Zeitungsstrips, die von Floyd Gottfredson (Story, Bleistiftzeichnung, Tuschezeichnung), Walt Disney (Story), Jack King (Bleistiftzeichnung), Win Smith (Bleistiftzeichnung, Tuschezeichnung), Hardie Gramatky (Tuschezeichnung) und Roy Nelson umgesetzt wurden.
Onkel Mortimer tritt weiterhin in den Klassikern Kampf gegen die Viehdiebe (1933) und Der Fledermausbandit von Inferno Gulch (1934) auf. Er besitzt sowohl die Inferno Gulch als auch eine weitere Ranch in Australien. Sein treues Pferd namens Steamboat (eine frühere Form von Tanglefoot/Schlenkerbein) lässt niemanden auf sich reiten – mit der Ausnahme des Tierfreundes Micky Maus.
Das italienische Künstler-Duo Guido Martina und Sergio Asteriti griffen die Figur des eigenwilligen Onkels 1972 in Geheimnisvolle Viehdiebstähle (DD 28) wieder auf. In der Geschichte intrigiert eine Reihe zwielichtiger Desperados gegen Onkel Mortimers Anwesen.
Hingegen handelt es sich bei den beiden Onkelfiguren aus Das Postkutschenrennen (1967, LTB 90) und Der Palast des großen Plunka (1978, LTB 109), beide ebenfalls von Asteriti gezeichnet, um andere, nicht mit Onkel Mortimer identische Figuren. Die Barossos nannten im „Postkutschenrennen“ ihre (neue) Figur Procopio McTopy, auch er Rancher. Auch die deutsche Übersetzung behauptet hier im Übrigen nicht, dass es sich um Onkel Mortimer handelt, sondern nennt sie "McMousy". Im zweitgenannten Abenteuer passt hingegen bereits die Rolle nicht: Die Figur wird als Archäologe eingeführt und tritt später als verrückter Gegenspieler seines Neffen Micky auf. Guido Martina gab dieser Gestalt im italienischen Original zwar in der Tat den Namen "Zio Mortymer", doch ist zu berücksichtigen, dass derselbe Autor "Onkel Mortimer" für die italienischen Comics schon Jahrzehnte zuvor abweichend "Zio Martino" getauft hatte. Er hätte auch die Figur aus dem Comic von 1978 zweifelsohne wieder so benannt, wenn er sie gemeint hätte.
In der Kurzgeschichte Ausgefuchst! (Micky Maus 48/1994) ist er wieder ein harmloser Ranch-Besitzer und deutlich fülliger. Einen kleinen Cameo-Auftritt hat er in einer Rahmengeschichte von David Gerstein aus dem Jahr 1998 (erschienen in Micky Maus präsentiert 24). Zudem tritt Onkel Mortimer in Das Rodeo an der Teufels-Schlucht (LTB 310) wieder auf.
Aussehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Während Onkel Mortimer in „Mickey Mouse in Death Valley“ noch ziemlich mager war und einen Schnurrbart hatte, trug er in der Geschichte Kampf gegen die Viehdiebe von Ted Osborne (Story), Floyd Gottfredson (Bleistiftzeichnung), Al Taliaferro (Tuschezeichnung) und Ted Thwaites (Tuschezeichnung) einen ziemlich prallen Bauch mit sich, und einen Backenbart, der den dort weggelassenen Schnurrbart ersetzte. Außerdem bekam er eine Brille aufgesetzt.
Während er in den italienischen Geschichten eher von schlanker Statur ist, spannt sich sein Bauch in den Egmont-Abenteuern und auch der buschige Backenbart ist wieder zu sehen. Meistens trägt er einen großen Cowboy-Hut.
