LTB 55: Unterschied zwischen den Versionen
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Die LTB-Bände 1 bis 116 sind bis auf wenige Sonderfälle Übernahmen aus der italienischen Reihe ''[[I Classici di Walt Disney]]''. Die Vorlage für das LTB 55 ist der Band '''''Paperoniana''' I Classici di Walt Disney, Seconda Serie # 6'' (Juni 1977). | |||
Im Laufe der Jahre wurden immer häufiger einzelne oder mehrere Geschichten für die deutschsprachige Ausgabe ausgetauscht, teils weil sie bereits in Deutschland veröffentlicht worden waren, teils weil Inhalte für das deutsche Publikum problematisch schienen (Thema [[Zensur]]). Auch andere Gründe mag es gelegentlich gegeben haben. Für das LTB 55 wurden „Ein Geschenk, das hinhaut“, "Onkel Dagobert und die Jungbrunnen-Mahlzeit" sowie das in Deutschland bislang unveröffentlichte "Zio Paperone va alla guerra" gegen „Donald als Löwenbändiger“, „Der Schatz des Grafen von Monte Christo" und "Die Abkürzung" ausgetauscht. | |||
In der [[LTB 55: Rezension|Rezension]] zu LTB 55 wird dafür argumentiert, dass der oben genannte italienische I Classici-Band eindeutig die Vorlage für LTB 55 darstellte und es einer Zensurmaßnahme zuzuschreiben ist, dass er nicht in Gänze übernommen wurde. Die neu aufgenommenen Geschichten "Donald als Löwenbändiger" und "Der Schatz des Grafen von Monte Christo" entstammten dem einige Zeit vorher (März 1977) als ''I Classici di Walt Disney I Classici di Walt Disney, Seconda Serie # 3'' wiederabgedruckten allerersten Band der Prima Serie, der in Erstauflage bereits im Dezember 1957 erschienen war. | |||
Dementsprechend ist LTB 55 auch das erste, das Bestandteile von mehr als einer Rahmengeschichte abdruckt. Dies führt zu Kontinuitätsproblemen innerhalb des LTBs, dessen Rahmengeschichte im Unterschied zu früheren keine fortlaufende Handlung mehr aufweist, sondern Sprünge nur notdürftig mit Textkästen erklärt. | |||
Die anderen Geschichten des ''I Classici di Walt Disney, Seconda Serie # 3'' wurden später in [[LTB 60]] übernommen und dabei durch die in LTB 55 unter den Tisch gefallenen "Ein Geschenk, das hinhaut" und "Onkel Dagobert und die Jungbrunnen-Mahlzeit" ergänzt. | |||
== Inhalt == | == Inhalt == | ||
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* | *Seiten: 14 (Abdruck auf S. 5–12, 43–44, 120, 155–156, 188 | ||
Auf dem Heimweg überkommt Dagobert die Kälte und er sucht eilends Schutz in einem nahegelegenen Wirtshaus, um dort einen heißen Grog zu trinken. Dabei belauscht er, wie sich die Kumpane eines gewissen Felix Frenzel, der im Gefängnis sitzt, unterhalten. Als Dagobert das Wort Schatz hört, ist er sofort hellwach. Doch da aus den Kumpanen nichts weiter rauszuholen ist, muss er sich anderweitig schlau machen. Später landet Dagobert im Krankenhaus und wird wiederholt von den Pflegern mit Schlafmitteln ruhiggestellt. Im Traum erlebt er die wildesten Abenteuer. | Auf dem Heimweg überkommt Dagobert die Kälte und er sucht eilends Schutz in einem nahegelegenen Wirtshaus, um dort einen heißen Grog zu trinken. Dabei belauscht er, wie sich die Kumpane eines gewissen Felix Frenzel, der im Gefängnis sitzt, unterhalten. Als Dagobert das Wort Schatz hört, ist er sofort hellwach. Doch da aus den Kumpanen nichts weiter rauszuholen ist, muss er sich anderweitig schlau machen. Später landet Dagobert im Krankenhaus und wird wiederholt von den Pflegern mit Schlafmitteln ruhiggestellt. Im Traum erlebt er die wildesten Abenteuer. | ||
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Onkel Dagobert erfährt vom Schatz des Käpt’n Brausebart, der irgendwo auf einer Karibikinsel versteckt sei, und von dessen genauer Lage lediglich ein gewisser Felix Frenzel wisse, momentan leider Sträfling im Entenhausener Stadtgefängnis. Frenzel lehnt einen Besuch Dagoberts ab, woraufhin dieser alle Hebel in Bewegung setzt, um selbst gefangengenommen zu werden und auf diese Weise mit Frenzel in Kontakt zu kommen. Als dies scheitert, bricht er sogar in das Gefängnis ein. Donald und Tick, Trick und Track kennen den Plan nicht und versuchen immer wieder, ihrem Onkel aus den vermeintlich misslichen Lagen zu befreien. Als Dagobert endlich zu Frenzel vorgedrungen ist, offenbart dieser, dass er die Geschichte nur erfunden hatte, damit ihm seine Kumpane aus dem Gefängnis befreien... | Onkel Dagobert erfährt vom Schatz des Käpt’n Brausebart, der irgendwo auf einer Karibikinsel versteckt sei, und von dessen genauer Lage lediglich ein gewisser Felix Frenzel wisse, momentan leider Sträfling im Entenhausener Stadtgefängnis. Frenzel lehnt einen Besuch Dagoberts ab, woraufhin dieser alle Hebel in Bewegung setzt, um selbst gefangengenommen zu werden und auf diese Weise mit Frenzel in Kontakt zu kommen. Als dies scheitert, bricht er sogar in das Gefängnis ein. Donald und Tick, Trick und Track kennen den Plan nicht und versuchen immer wieder, ihrem Onkel aus den vermeintlich misslichen Lagen zu befreien. Als Dagobert endlich zu Frenzel vorgedrungen ist, offenbart dieser, dass er die Geschichte nur erfunden hatte, damit ihm seine Kumpane aus dem Gefängnis befreien... | ||
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*Genre: Adaption des Romans ''[[wikipedia:de:Tartarin von Tarascon|Die wunderbaren Abenteuer des Tartarin von Tarascon]]'' von Alphonse Daudet | *Genre: Adaption des Romans ''[[wikipedia:de:Tartarin von Tarascon|Die wunderbaren Abenteuer des Tartarin von Tarascon]]'' von Alphonse Daudet | ||
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Durch Meditationstraining bereitet sich Onkel Dagobert darauf vor, in die Dimension des Goldreichs vorzustoßen. Donald und Tick, Trick und Track nimmt er dabei gleich mit. In der Tat offenbart sich jenseits der Grenzen von Zeit und Raum ein selbst in seinen Landschaften goldenes Reich, dessen König die Finanzgröße Dagobert in Ehren empfängt. Durch den übermäßigen Konsum von „Goldobst“ – der Hauptnahrungsquelle der Bewohner – erstarren Dagobert und Donald in ebensolches. Die Rückverwandlung gelingt den Kindern, indem sie stechwütige Wespen auf ihre Onkels loslassen. Zurück in der Dimension Entenhausens nimmt Dagobert erstmals nach langer Zeit ein stinknormales Wasserbad. | Durch Meditationstraining bereitet sich Onkel Dagobert darauf vor, in die Dimension des Goldreichs vorzustoßen. Donald und Tick, Trick und Track nimmt er dabei gleich mit. In der Tat offenbart sich jenseits der Grenzen von Zeit und Raum ein selbst in seinen Landschaften goldenes Reich, dessen König die Finanzgröße Dagobert in Ehren empfängt. Durch den übermäßigen Konsum von „Goldobst“ – der Hauptnahrungsquelle der Bewohner – erstarren Dagobert und Donald in ebensolches. Die Rückverwandlung gelingt den Kindern, indem sie stechwütige Wespen auf ihre Onkels loslassen. Zurück in der Dimension Entenhausens nimmt Dagobert erstmals nach langer Zeit ein stinknormales Wasserbad. | ||
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Onkel Dagobert ärgert sich gerade noch über ein Gelände voller Blubberschlamm, das er nicht zu Geld machen kann, da entfaltet sich ein weit größeres Drama: Seine Erdöltanker verschwinden spurlos, die Besatzung rettet sich ins Beiboot und kann sich an nichts erinnern. Als geheime Mitfahrer auf dem nächsten Tanker erfahren Dagobert, Donald und Tick, Trick und Track, was passiert: Die Tanker werden auf einen entfernten Planeten entführt, wo „Ölfrösche“, roboterartige Maschinen, in einer lebensfeindlichen Umgebung das Öl absaugen und verwerten. Die Ducks werden gefangengenommen, befreien sich und setzen die Ölfrösche außer Gefecht. Und siehe da: Im König der Ölfrösche steckt ein Mensch! Dadurch, dass die Ölfrösche jetzt Dagoberts brachliegenden morastigen Blubberschlamm abpumpen, können diese überleben, und Dagobert gelangt an das darunterliegende Erdöl. | Onkel Dagobert ärgert sich gerade noch über ein Gelände voller Blubberschlamm, das er nicht zu Geld machen kann, da entfaltet sich ein weit größeres Drama: Seine Erdöltanker verschwinden spurlos, die Besatzung rettet sich ins Beiboot und kann sich an nichts erinnern. Als geheime Mitfahrer auf dem nächsten Tanker erfahren Dagobert, Donald und Tick, Trick und Track, was passiert: Die Tanker werden auf einen entfernten Planeten entführt, wo „Ölfrösche“, roboterartige Maschinen, in einer lebensfeindlichen Umgebung das Öl absaugen und verwerten. Die Ducks werden gefangengenommen, befreien sich und setzen die Ölfrösche außer Gefecht. Und siehe da: Im König der Ölfrösche steckt ein Mensch! Dadurch, dass die Ölfrösche jetzt Dagoberts brachliegenden morastigen Blubberschlamm abpumpen, können diese überleben, und Dagobert gelangt an das darunterliegende Erdöl. | ||
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*Genre: Abenteuer | *Genre: Abenteuer | ||
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Onkel Dagobert soll aus dem Schachclub ausgeschlossen werden, weil er zu schlecht spielt. Die Kinder kaufen bei einem Trödler ein antikes Schachbrett, mit dem sie Dagobert unterrichten wollen. Schriftzeichen im Boden der Figuren führen die Ducks auf die Spur eines gigantischen Rubins, der im Dorf des razedonischen Emirs Abdul El Schacho verborgen sein soll. Die Panzerknacker folgen ihnen in die Wüste des Orients, entwenden den Rubin, bekommen ihn sodann jedoch nicht verkauft. Mittlerweile haben die Kinder dem Schachbrett sein letztes Geheimnis entlockt: Wer mit den weißen Figuren spielt, gewinnt immer. Dagobert fordert Opa Knack heraus, gewinnt natürlich, erhält den Rubin und schlägt – zurück in Entenhausen – auch alle eigens angereisten Großmeister. Nichtausschluss aus dem Schachclub: Formsache! | Onkel Dagobert soll aus dem Schachclub ausgeschlossen werden, weil er zu schlecht spielt. Die Kinder kaufen bei einem Trödler ein antikes Schachbrett, mit dem sie Dagobert unterrichten wollen. Schriftzeichen im Boden der Figuren führen die Ducks auf die Spur eines gigantischen Rubins, der im Dorf des razedonischen Emirs Abdul El Schacho verborgen sein soll. Die Panzerknacker folgen ihnen in die Wüste des Orients, entwenden den Rubin, bekommen ihn sodann jedoch nicht verkauft. Mittlerweile haben die Kinder dem Schachbrett sein letztes Geheimnis entlockt: Wer mit den weißen Figuren spielt, gewinnt immer. Dagobert fordert Opa Knack heraus, gewinnt natürlich, erhält den Rubin und schlägt – zurück in Entenhausen – auch alle eigens angereisten Großmeister. Nichtausschluss aus dem Schachclub: Formsache! | ||
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*Genre: Adaption des Romans ''[[wikipedia:de:Der Graf von Monte Christo|Der Graf von Monte Christo]]'' von Alexandre Dumas d.Ä. | *Genre: Adaption des Romans ''[[wikipedia:de:Der Graf von Monte Christo|Der Graf von Monte Christo]]'' von Alexandre Dumas d.Ä. | ||
*Figuren: [[Daisy Duck]], [[Donald Duck]], [[Gustav Gans]], [[Kater Karlo]], [[Kommissar Hunter]], [[Onkel Dagobert]], [[Tick, Trick und Track]], [[Richter Stenzel]] | *Figuren: [[Daisy Duck]], [[Donald Duck]], [[Gustav Gans]], [[Kater Karlo]], [[Kommissar Hunter]], [[Onkel Dagobert]], [[Tick, Trick und Track]], [[Richter Stenzel]] | ||
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Durch Behördenfehler erhält nicht Onkel Dagobert, sondern Gustav Gans den Zuschlag für den Bau der Eisenbahnlinie Entenhausen-Gansbach. Die müsste durch Donalds Haus führen. Dagobert und Gustav tun sich zusammen und versuchen zunächst, ihm das Haus zu einem lächerlich niedrigen Preis abzukaufen. Als dies misslingt, stellen sie ihm eine Falle, in Zuge dessen Donald als Räuber von 100000 Talern aus der Entenhausener Volksbank zu Gefängnishaft verurteilt wird. In seine Zelle gräbt sich soeben versehentlich der aus dem Chateau d’If entflohene Abbé Faria durch. Der überreicht Donald eine Schatzkarte, mit deren Hilfe er den Schatz von der Pirateninsel Monte Cristo heben soll. Doch es ist der Zufall, der Donald sodann durch ein Schmugglerschiff auf eine andere Insel bringt, auf der Edmond Dantès, der „Graf von Monte Cristo“, einen Teil des Schatzes hinterlegt hatte. Donald kehrt als reiche Ente in die Heimat zurück, erlöst seine Neffen vom Spüldienst und schmiedet einen Racheplan. Als Dagobert und Gustav ihre Eisenbahnlinie feierlich eröffnen wollen, kommt keiner der Milliardäre, die sie als Passagiere vorgesehen hatten. Der Hintergrund: Donald hat in Gansbach ein Kinderland errichtet, mit eigener Polizei und Gericht, das Dagobert und Gustav zur Beseitigung der Eisenbahn und zum Wiederaufbau von Donalds Haus verurteilt. Donald aber hat all sein Geld ausgegeben und ist jetzt wieder wie sein Leben lang „arm wie eine Kirchenmaus“... | Durch Behördenfehler erhält nicht Onkel Dagobert, sondern Gustav Gans den Zuschlag für den Bau der Eisenbahnlinie Entenhausen-Gansbach. Die müsste durch Donalds Haus führen. Dagobert und Gustav tun sich zusammen und versuchen zunächst, ihm das Haus zu einem lächerlich niedrigen Preis abzukaufen. Als dies misslingt, stellen sie ihm eine Falle, in Zuge dessen Donald als Räuber von 100000 Talern aus der Entenhausener Volksbank zu Gefängnishaft verurteilt wird. In seine Zelle gräbt sich soeben versehentlich der aus dem Chateau d’If entflohene Abbé Faria durch. Der überreicht Donald eine Schatzkarte, mit deren Hilfe er den Schatz von der Pirateninsel Monte Cristo heben soll. Doch es ist der Zufall, der Donald sodann durch ein Schmugglerschiff auf eine andere Insel bringt, auf der Edmond Dantès, der „Graf von Monte Cristo“, einen Teil des Schatzes hinterlegt hatte. Donald kehrt als reiche Ente in die Heimat zurück, erlöst seine Neffen vom Spüldienst und schmiedet einen Racheplan. Als Dagobert und Gustav ihre Eisenbahnlinie feierlich eröffnen wollen, kommt keiner der Milliardäre, die sie als Passagiere vorgesehen hatten. Der Hintergrund: Donald hat in Gansbach ein Kinderland errichtet, mit eigener Polizei und Gericht, das Dagobert und Gustav zur Beseitigung der Eisenbahn und zum Wiederaufbau von Donalds Haus verurteilt. Donald aber hat all sein Geld ausgegeben und ist jetzt wieder wie sein Leben lang „arm wie eine Kirchenmaus“... | ||
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Donald und Dagobert meinen 55 Meilen vor Entenhausen eine Abkürzung zu fahren. Nach einigen Zwischenfällen und Irrwegen treffen sie auf denselben Abzweig, an dem sie die Fahrbahn verlassen hatten. Offenbar waren sie im Kreis gefahren! | Donald und Dagobert meinen 55 Meilen vor Entenhausen eine Abkürzung zu fahren. Nach einigen Zwischenfällen und Irrwegen treffen sie auf denselben Abzweig, an dem sie die Fahrbahn verlassen hatten. Offenbar waren sie im Kreis gefahren! | ||
Aktuelle Version vom 10. Januar 2026, 19:58 Uhr
| Siehe auch die Rezension dieses Bandes! |
| Lustiges Taschenbuch | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
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| Dagobert macht Geschichten | ||||||
| Der Löwenbändiger | ||||||
| Erscheinungsdatum: | 10. Juli 1978 | |||||
| Chefredakteur: |
Dr. Erika Fuchs | |||||
| Übersetzung: | ||||||
| Geschichtenanzahl: | 6 | |||||
| Seitenanzahl: | 254 | |||||
| Preis: | D: DM 4,50 A: öS 35 CH: SFR 4.90 | |||||
| Weiterführendes | ||||||
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Original[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die LTB-Bände 1 bis 116 sind bis auf wenige Sonderfälle Übernahmen aus der italienischen Reihe I Classici di Walt Disney. Die Vorlage für das LTB 55 ist der Band Paperoniana I Classici di Walt Disney, Seconda Serie # 6 (Juni 1977).
Im Laufe der Jahre wurden immer häufiger einzelne oder mehrere Geschichten für die deutschsprachige Ausgabe ausgetauscht, teils weil sie bereits in Deutschland veröffentlicht worden waren, teils weil Inhalte für das deutsche Publikum problematisch schienen (Thema Zensur). Auch andere Gründe mag es gelegentlich gegeben haben. Für das LTB 55 wurden „Ein Geschenk, das hinhaut“, "Onkel Dagobert und die Jungbrunnen-Mahlzeit" sowie das in Deutschland bislang unveröffentlichte "Zio Paperone va alla guerra" gegen „Donald als Löwenbändiger“, „Der Schatz des Grafen von Monte Christo" und "Die Abkürzung" ausgetauscht.
In der Rezension zu LTB 55 wird dafür argumentiert, dass der oben genannte italienische I Classici-Band eindeutig die Vorlage für LTB 55 darstellte und es einer Zensurmaßnahme zuzuschreiben ist, dass er nicht in Gänze übernommen wurde. Die neu aufgenommenen Geschichten "Donald als Löwenbändiger" und "Der Schatz des Grafen von Monte Christo" entstammten dem einige Zeit vorher (März 1977) als I Classici di Walt Disney I Classici di Walt Disney, Seconda Serie # 3 wiederabgedruckten allerersten Band der Prima Serie, der in Erstauflage bereits im Dezember 1957 erschienen war.
Dementsprechend ist LTB 55 auch das erste, das Bestandteile von mehr als einer Rahmengeschichte abdruckt. Dies führt zu Kontinuitätsproblemen innerhalb des LTBs, dessen Rahmengeschichte im Unterschied zu früheren keine fortlaufende Handlung mehr aufweist, sondern Sprünge nur notdürftig mit Textkästen erklärt.
Die anderen Geschichten des I Classici di Walt Disney, Seconda Serie # 3 wurden später in LTB 60 übernommen und dabei durch die in LTB 55 unter den Tisch gefallenen "Ein Geschenk, das hinhaut" und "Onkel Dagobert und die Jungbrunnen-Mahlzeit" ergänzt.
Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Vor- und Rahmengeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: Prologo a "Paperoniana"
- Story: Gian Giacomo Dalmasso
- Zeichnungen: Giuseppe Perego
- Erstveröffentlichung: 01.06.1977
- Genre: Rahmengeschichte
- Figuren: Donald Duck, Onkel Dagobert, Tick, Trick und Track
- Seiten: 14 (Abdruck auf S. 5–12, 43–44, 120, 155–156, 188
Auf dem Heimweg überkommt Dagobert die Kälte und er sucht eilends Schutz in einem nahegelegenen Wirtshaus, um dort einen heißen Grog zu trinken. Dabei belauscht er, wie sich die Kumpane eines gewissen Felix Frenzel, der im Gefängnis sitzt, unterhalten. Als Dagobert das Wort Schatz hört, ist er sofort hellwach. Doch da aus den Kumpanen nichts weiter rauszuholen ist, muss er sich anderweitig schlau machen. Später landet Dagobert im Krankenhaus und wird wiederholt von den Pflegern mit Schlafmitteln ruhiggestellt. Im Traum erlebt er die wildesten Abenteuer.
- Originaltitel: Prologo a "I classici di Walt Disney"
- Story: Guido Martina
- Zeichnungen: Giovan Battista Carpi
- Erstveröffentlichung: 01.12.1957
- Genre: Rahmengeschichte
- Figuren: Donald Duck, Onkel Dagobert
- Seiten: 3 (Abdruck auf S. 88, 247–248)
- Anmerkung: Der Rest dieser Rahmengeschichte ist in LTB 60 abgedruckt.
In den hineingeschobenen Fragmenten der zweiten Rahmengeschichte erzählt Donald seinem äußerst ungehaltenen und nicht zu Geduld fähigen Onkel im Geldspeicher mehrere Geschichten.
Im Kittchen ist kein Zimmer frei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: Zio Paperone e la claustromania
- Story: unbekannt
- Zeichnungen: Giuseppe Perego
- Erstveröffentlichung: 26.01.1969
- Genre: Abenteuer
- Figuren: Alberto, Donald Duck, Onkel Dagobert, Tick, Trick und Track
- Seiten: 30
Onkel Dagobert erfährt vom Schatz des Käpt’n Brausebart, der irgendwo auf einer Karibikinsel versteckt sei, und von dessen genauer Lage lediglich ein gewisser Felix Frenzel wisse, momentan leider Sträfling im Entenhausener Stadtgefängnis. Frenzel lehnt einen Besuch Dagoberts ab, woraufhin dieser alle Hebel in Bewegung setzt, um selbst gefangengenommen zu werden und auf diese Weise mit Frenzel in Kontakt zu kommen. Als dies scheitert, bricht er sogar in das Gefängnis ein. Donald und Tick, Trick und Track kennen den Plan nicht und versuchen immer wieder, ihrem Onkel aus den vermeintlich misslichen Lagen zu befreien. Als Dagobert endlich zu Frenzel vorgedrungen ist, offenbart dieser, dass er die Geschichte nur erfunden hatte, damit ihm seine Kumpane aus dem Gefängnis befreien...

Donald als Löwenbändiger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: Paperin di Tarascona
- Titel in Neuauflage: Der Löwenbändiger
- Story: Guido Martina
- Zeichnungen: Luciano Bottaro
- Erstveröffentlichung: 10.02.1957
- Genre: Adaption des Romans Die wunderbaren Abenteuer des Tartarin von Tarascon von Alphonse Daudet
- Figuren: Daniel Düsentrieb, Donald Duck, Onkel Dagobert, Tick, Trick und Track
- Seiten: 43
- Nachgedruckt in: LTB Sonderedition 1/2013
Onkel Dagobert kommt beim Sinnieren darüber, welches Geschäftsfeld ihm zum Glück denn noch fehlt, auf die Arzneimittelbranche. Daniel Düsentrieb erfindet für ihn die A.A.M.S.Pille. Donald ist für Dagobert ein billiges Versuchskaninchen. Die Wirkung der Pillen ist fantastisch und er bändigt mühelos den Löwen Attila, die Attraktion beim Zirkus. Dagobert wittert ein Riesengeschäft, doch leider verschwindet die Wirkung der Pillen mit Einbruch der Dunkelheit. Düsentrieb müsste die Pillen untersuchen, um den Fehler zu finden, doch das ganze Röhrchen ist mit Donald an Bord eines Frachters schon auf dem Weg nach Afrika! Dort setzt sich das Spiel des tagsüber mutigen und nachts ängstlichen Donald noch eine Weile fort, bis nach zehn Tagen die Wirkung der Pille ganz nachlässt. Donald, der das Röhrchen mit den Wunderpillen, das er bei sich trägt, schon völlig vergessen hat, gerät in Sklaverei, kann aber fliehen. Am Ende spürt Dagobert Donald in Afrika auf – doch die Pillen wurden mittlerweile von Schafen gefressen. Auch in dieser Situation verlässt Dagobert der Geschäftssinn nicht und er stellt den auf eine Palme geflüchteten Donald als „Weltmeister im Fasten“ aus…

Goldige Aussichten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: Zio Paperone e il regno dell'oro
- Titel in Neuauflage: Goldene Träume
- Story: Rodolfo Cimino
- Zeichnungen: Giulio Chierchini
- Erstveröffentlichung: 21.12.1969
- Genre: Abenteuer
- Figuren: Donald Duck, Onkel Dagobert, Tick, Trick und Track
- Seiten: 31
Durch Meditationstraining bereitet sich Onkel Dagobert darauf vor, in die Dimension des Goldreichs vorzustoßen. Donald und Tick, Trick und Track nimmt er dabei gleich mit. In der Tat offenbart sich jenseits der Grenzen von Zeit und Raum ein selbst in seinen Landschaften goldenes Reich, dessen König die Finanzgröße Dagobert in Ehren empfängt. Durch den übermäßigen Konsum von „Goldobst“ – der Hauptnahrungsquelle der Bewohner – erstarren Dagobert und Donald in ebensolches. Die Rückverwandlung gelingt den Kindern, indem sie stechwütige Wespen auf ihre Onkels loslassen. Zurück in der Dimension Entenhausens nimmt Dagobert erstmals nach langer Zeit ein stinknormales Wasserbad.

Onkel Dagobert und die Erdölfresser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: Zio Paperone e i bevitori di petrolio
- Titel in Neuauflage: Die Erdölfresser schlagen zu
- Story: Rodolfo Cimino
- Zeichnungen: Pier Lorenzo De Vita
- Erstveröffentlichung: 24.05.1970
- Genre: Gagstory
- Figuren: Donald Duck, Onkel Dagobert, Tick, Trick und Track
- Seiten: 34
Onkel Dagobert ärgert sich gerade noch über ein Gelände voller Blubberschlamm, das er nicht zu Geld machen kann, da entfaltet sich ein weit größeres Drama: Seine Erdöltanker verschwinden spurlos, die Besatzung rettet sich ins Beiboot und kann sich an nichts erinnern. Als geheime Mitfahrer auf dem nächsten Tanker erfahren Dagobert, Donald und Tick, Trick und Track, was passiert: Die Tanker werden auf einen entfernten Planeten entführt, wo „Ölfrösche“, roboterartige Maschinen, in einer lebensfeindlichen Umgebung das Öl absaugen und verwerten. Die Ducks werden gefangengenommen, befreien sich und setzen die Ölfrösche außer Gefecht. Und siehe da: Im König der Ölfrösche steckt ein Mensch! Dadurch, dass die Ölfrösche jetzt Dagoberts brachliegenden morastigen Blubberschlamm abpumpen, können diese überleben, und Dagobert gelangt an das darunterliegende Erdöl.
Schach dem Rubin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: Zio Paperone e lo scacco al... rubino
- Story: Rodolfo Cimino
- Zeichnungen: Giorgio Bordini
- Erstveröffentlichung: 09.08.1970
- Genre: Abenteuer
- Figuren: Tobia, Panzerknacker, Donald Duck, Onkel Dagobert, Opa Knack, Tick, Trick und Track
- Seiten: 31
Onkel Dagobert soll aus dem Schachclub ausgeschlossen werden, weil er zu schlecht spielt. Die Kinder kaufen bei einem Trödler ein antikes Schachbrett, mit dem sie Dagobert unterrichten wollen. Schriftzeichen im Boden der Figuren führen die Ducks auf die Spur eines gigantischen Rubins, der im Dorf des razedonischen Emirs Abdul El Schacho verborgen sein soll. Die Panzerknacker folgen ihnen in die Wüste des Orients, entwenden den Rubin, bekommen ihn sodann jedoch nicht verkauft. Mittlerweile haben die Kinder dem Schachbrett sein letztes Geheimnis entlockt: Wer mit den weißen Figuren spielt, gewinnt immer. Dagobert fordert Opa Knack heraus, gewinnt natürlich, erhält den Rubin und schlägt – zurück in Entenhausen – auch alle eigens angereisten Großmeister. Nichtausschluss aus dem Schachclub: Formsache!

Der Schatz des Grafen von Monte Christo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: Paperino e il conte di Montecristo
- Titel in Neuauflage: Die Millionärseisenbahn
- Story: Guido Martina
- Zeichnungen: Luciano Bottaro
- Erstveröffentlichung: 25.03.1957
- Genre: Adaption des Romans Der Graf von Monte Christo von Alexandre Dumas d.Ä.
- Figuren: Daisy Duck, Donald Duck, Gustav Gans, Kater Karlo, Kommissar Hunter, Onkel Dagobert, Tick, Trick und Track, Richter Stenzel
- Seiten: 58
Durch Behördenfehler erhält nicht Onkel Dagobert, sondern Gustav Gans den Zuschlag für den Bau der Eisenbahnlinie Entenhausen-Gansbach. Die müsste durch Donalds Haus führen. Dagobert und Gustav tun sich zusammen und versuchen zunächst, ihm das Haus zu einem lächerlich niedrigen Preis abzukaufen. Als dies misslingt, stellen sie ihm eine Falle, in Zuge dessen Donald als Räuber von 100000 Talern aus der Entenhausener Volksbank zu Gefängnishaft verurteilt wird. In seine Zelle gräbt sich soeben versehentlich der aus dem Chateau d’If entflohene Abbé Faria durch. Der überreicht Donald eine Schatzkarte, mit deren Hilfe er den Schatz von der Pirateninsel Monte Cristo heben soll. Doch es ist der Zufall, der Donald sodann durch ein Schmugglerschiff auf eine andere Insel bringt, auf der Edmond Dantès, der „Graf von Monte Cristo“, einen Teil des Schatzes hinterlegt hatte. Donald kehrt als reiche Ente in die Heimat zurück, erlöst seine Neffen vom Spüldienst und schmiedet einen Racheplan. Als Dagobert und Gustav ihre Eisenbahnlinie feierlich eröffnen wollen, kommt keiner der Milliardäre, die sie als Passagiere vorgesehen hatten. Der Hintergrund: Donald hat in Gansbach ein Kinderland errichtet, mit eigener Polizei und Gericht, das Dagobert und Gustav zur Beseitigung der Eisenbahn und zum Wiederaufbau von Donalds Haus verurteilt. Donald aber hat all sein Geld ausgegeben und ist jetzt wieder wie sein Leben lang „arm wie eine Kirchenmaus“...
Die Abkürzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Originaltitel: The Short Cut
- Story: unbekannt
- Zeichnungen: Tony Strobl
- Erstveröffentlichung: 31.12.1972
- Genre: Kurzgeschichte
- Figuren: Donald Duck, Onkel Dagobert
- Seiten: 6
Donald und Dagobert meinen 55 Meilen vor Entenhausen eine Abkürzung zu fahren. Nach einigen Zwischenfällen und Irrwegen treffen sie auf denselben Abzweig, an dem sie die Fahrbahn verlassen hatten. Offenbar waren sie im Kreis gefahren!

