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cbarks.dk - Entwicklung Gundel Gaukeley
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Andreas Platthaus: Wer wird Milliardär, in: Barks Onkel Dagobert 1, S. 4 & 5).
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Gustav Schwab
| Die Irrfahrten des Dagobert Duck | |
|---|---|
| Oddball Odyssey | |
| Erstveröffentlichung: | 4. Oktober 1962 |
| Entstehungsdatum: | 12. April 1962 |
| Storycode: | W US 40-02 |
| Story: | Carl Barks |
| Zeichnungen: | Carl Barks |
| Seiten: | 19 |
| Deutsche Übersetzung: | Dr. Erika Fuchs |
| Deutsche Erstveröffentlichung: | MM 33 – 35/1963 |
| Weiterführendes | |
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(© Egmont Ehapa)
Die Irrfahrten des Dagobert Duck (im englischen Original Oddball Odyssey) ist eine 19-seitige Comicgeschichte von Carl Barks aus dem Jahr 1962. Sie gilt als Vorgeschichte zur später, ebenfalls von Carl Barks geschriebenen und erschienenen, Geschichte Anschlag auf den Glückstaler.
Figuren
Handlung
Dagobert bekommt einen Brief von einer Nachfahrin Circes zugestellt. Sie sei bereit, Odysseus’ sagenumwobenen Schatz, den sie als Nachfahrin geerbt hat und immer noch besitzt, ihm billigst zu überlassen. Er müsse dafür nur nach Italien kommen und ihn abholen. Einzige Bedingung: Er soll sein erstes selbstverdientes Zehnerlein als Erkennungszeichen mitbringen, dass er der ist, der er vorgibt zu sein.
Zunächst glaubt auch Donald noch an einen Schwindel. Aber kaum nimmt er den mysteriösen Brief selbst in die Hand, ist auch er ganz hin und weg, von der Idee unverzüglich nach Italien zu reisen. Einzig die drei Neffen können widerstehen, den Brief in die Hand zu nehmen. Aber jegliche Versuche, ihre Onkel vom Betrug zu überzeugen schlagen fehl: Zu stark ist der betörende Duft, der auf dem Briefpapier haftet, den nur Gundel Gaukeley darauf geträufelt haben kann. Auf der Überfahrt ist es den Kindern möglich, Dagobert immerhin den Brief mithilfe ihrer Steinschleuder aus der Hand ins offene Meer zu befördern. So hoffen sie, dass die Wirkung des betörenden Duftes langsam aber sicher nachlassen wird.
In Italien angekommen verkleidet Gundel sich geschickt als die wunderschöne Circe, der die beiden Herren nicht widerstehen können. In ihren Gemächern liegt ein Goldschatz, der jegliche Vorstellungskraft der beiden zu sprengen vermag. Tick erkennt aus sicherer Entfernung, dass es sich bloß um Modeschmuck aus Neu-Gablonz handelt; sprich, sehr minderwertigen Produkten. Doch Dagobert bietet Gundel eine utopisch hohe Summe Geld, die er bei üblicher Geistesgegenwart niemals bieten würde. Allerdings ist Gundel alias Circe an Geld keineswegs interessiert. Sie möchte nur eins: Den Glückstaler, um aus ihm ein magisches Amulett zu schmelzen! Jedoch ist hier Dagoberts Geist stärker als jegliches Mittel, das Gundel auszugeben vermag. Den Zehner legt er auch in dieser Situation auf keinen Fall ab.
Selbst mehr Gold (bzw. „Gablonzer Modeschmuck“), das Gundel (bzw. „Circe“) bereit ist zu opfern, kann den Willen Dagoberts nicht überwinden. Gerade als sie daraufhin Dagobert und Donald erneut mit dem betörenden Duft besprühen will, trifft die Flasche ein Stein – geschleudert von den Neffen aus deren Steinschleuder.
Nun zeigt Gundel ihr wahres Gesicht. Sie zerreißt ihr Kostüm und schmeißt mit Bombastik-Buff-Bomben – ihrer größten und zerstörerischsten Waffe, die sie zu bieten hat. Davon werden Donald und Dagobert benommen und sind nun gänzlich weggetreten und bekommen nichts mehr mit. Als Gundel feststellen muss, dass sie die Kette, an der Dagobert den Glückstaler trägt, unzerstörbar ist, möchte sie telefonisch einen Schneidbrenner ordern. Diesen Moment nutzen Tick, Trick und Track flugs aus und fangen ihre beiden Oheime ein und wollen sie zum Schiff bringen.
Als Gundel bemerkt, dass sie jetzt gänzlich alleine ist, tritt sie vor Wut gegen eine Wand, die sogleich birst. Auf diese Weise entdeckt sie einen antiken Raum mit seltsamen Gefäßen, in welchen Kräuter und Salben gehalten sind. Es stellt sich heraus, dass die Räume tatsächlich Circe, der Tochter des Apoll, gehörten und es ihre Werkstatt war.

(© Egmont Ehapa)
Sogleich geht Gundel auf die Suche nach dem Zauberstab, mit dem Circe der Sage nach Menschen in Tiere verwandelt haben soll. Tatsächlich findet sie ihn und auch ein erster Test, ihren treuen Raben Nimmermehr in eine Ratte zu verwandeln, funktioniert.
Währenddessen gelingt es den Kindern ihre Onkel mit Hilfe von Meerwasser wieder in die Realität zurückzuholen. Jedoch wirken sie immernoch recht benommen.
Gerade als die Kinder das Boot wieder zu Wasser lassen wollen, kommt Gundel angerannt und verzaubert die drei in Schweine. Donald ergeht es nicht besser. Ihn verwandelt die Hexe in eine Ziege. Jedoch beißt sie bei Dagobert förmlich auf Granit: Bei der Verwandlung Dagoberts in einen Esel, wird auch der Zehner mit verwandelt. Also muss sie Dagobert zurückverwandeln. Jetzt heißt es: Verhandeln!
Dagobert steht nun vor der Wahl: Entweder seine Anverwandten bleiben für immer Tiere, oder er rückt den Zehner raus.
Hier wird auch der härteste Geschäftsmann ganz weich. Er kann seine Familienangehörigen nicht im Stich lassen. So gibt er den Taler frei. Allerdings rennt Gundel weg, ohne die Kinder und Donald zu befreien. Gundel möchte sich an nichts erinnern und Dagobert in eine Kirchenmaus verwandeln.
Bei der anschließenden Verfolgung gelingt es Donald (der Ziege), Gundel umzustoßen, sodass der Zauber gegen Dagobert wirkungslos bleibt. Nun verwandelt sie Donald allerdings in eine Schildkröte, sodass er keine Möglichkeit mehr hat, einzugreifen.
Derweil hat Dagobert sich in einer antiken Vase versteckt. Gundel denkt pragmatisch, und möchte dann zunächst den Glückszehner einschmelzen um ihn für ihre Zwecke nutzen zu können. Dabei lässt sie den Zauberstab stehen. Dies sehen die drei zu Schweinen verwandelten Jungs. Jedoch können sie mit ihren lauten Hufen nicht eingreifen. Ein versuchter Diebstahl des Stabs würde umgehend auffliegen. Hier kann aber Donald (die Schildkröte) wunderbar seine verzauberte Form nutzen. Jedoch fliegt auch er auf, kurz nachdem er den Stab mit seinem Maul übernommen hat.
Als Gundel das bemerkt und den Zauberstab wieder an sich reißen möchte, stürmen die drei Schweinchen los und überrumpeln so die Hexe. Diesen Moment weiß Dagobert zu nutzen: Er springt aus der Vase heraus und übernimmt den Zauberstab. Auch er möchte die Macht des Stabs nutzen und mit ihm Gundel in eine Katze verwandeln. Jedoch kann nicht jeder einfach so zaubern und der vermeintliche Zauber bleibt wirkungslos. Aus Trotz zerbricht Dagobert den Stab in „tausend Stücke“.
Damit wird auch der Bann gebrochen und die Kinder und Donald werden zurückverwandelt.
Gundel wird erneut wütend und schmeißt mit Bombastik-Buff-Bomben, jedoch halten sich alle die Augen zu, sodass deren Einsatz wirkungslos bleibt. Donald schnappt sich eine antike Vase und stülpt sie Gundel über. Derweil kann Track den Zehner mit Hilfe einer Kneifzange aus dem Feuer nehmen und sie Ducks flüchten gemeinschaftlich zum Boot, während Gundel, die sich aus der Vase befreien konnte, Schmuck der schönen Helena, made in Neu-Gablonz, hinterherwirft.
Hintergrundinformationen und Trivia
Carl Barks und andere Zeichner erhielten von Western Publishing die Vorgabe für ein einheitliches Layout. So mussten die Panels eine gewisse Größe erfüllen, sowie die Sprechblasen gewisse Abstände zum Panelrand einhalten. Auch durften die Sprechblasen nicht rund sein sondern waren rechteckig zu gestalten. Von Barks gibt es neben Die Irrfahrten des Dagobert Duck nur noch eine weitere Geschichte mit eben jener Layout-Vorgabe („Erfinden tut not“; erschienen u. a. im DDSH 172), ehe er rebellierte.[1] Aus diesem Grund musste er die zweite Seite der Geschichte komplett neu zeichnen. Allerdings waren die Änderungen marginal.[2]
Carl Barks kündigte bereits im Vorfeld der Geschichte in einem Brief an Malcolm Willits an, die Figur der Gundel Gaukeley erneut in einer Geschichte nutzen zu wollen. Als Grund nannte er, sie sei absolut unpolitisch – ganz gleich in welcher Sprache.[2]
Ursprünglich sollte die Geschichte 20 Seiten umfassen.[1]
Analyse
Zu Beginn der Geschichte mutet Dagobert noch als Haupt-Protagonist an. Das ändert sich aber bereits bei der Überfahrt mit dem Schiff nach Italien. Auch Donald oder Gundel können hier eher als Nebenfiguren betitelt werden, wenn man die Rolle der drei Neffen sich betrachtet.
So sorgen die Kinder dafür, dass das mit Gundels Dufttonikum bestäubte Schriftstück über Bord geht und so die Wirkung des Tonikums bei Dagobert und Donald nachlässt, kurz nachdem sie vor Circes Insel anlanden. Auch sind die Kinder es, die dafür Sorgen, dass ihre Onkel die Chance bekommen – wenn auch noch schwer benommen – aus den Fängen der Hexe zu entkommen.
Zwar gelingt es ihr kurze Zeit später noch ein Mal, die Gewalt über Dagobert zu erlangen, allerdings sind es wieder die Kinder, die ihn praktisch befreien, als Dagobert sich in der Vase versteckt hält. Erst durch Tick, Trick und Tracks (verwandelt zu Schweinen) Einsatz kann Dagobert aus seinem Versteck herauskommen und sogar ihres Zauberstabs habhaft werden.
Des Weiteren ist es in dieser Geschichte bemerkenswert, wie ausgeprägt der Familiensinn bei allen Ducks zu sein scheint.
Schon mit Beginn der Geschichte zeigt sich die Enge Bande zwischen Donald und Dagobert, wo sie doch sonst eher Gegner sind (auf der einen Seite der Kapitalist, der nichts von Freizeit hält, auf der anderen Seite, der Faulpelz, der sein Dasein am Liebsten in der Hängematte fristen würde).
Auch die Neffen sind bereits von Beginn an voller Sorge, da sie als einzige erkennen, welch „Gaukelei“ hinter dem Brief steckt.
Nicht zu vergessen auch der Moment, in welchem Gundel Dagobert einen Handel vorschlägt und ihm so die Pistole an die Brust hält. Entweder der Glückszehner geht in ihren Besitz über, oder seine Familienangehörige bleiben auf ewig Tiere.
In diesem Moment ist Dagobert bereit, für seine Familie, seinen höchsten materiellen und ideellen Wert – seinen Glückszehner – aus der Hand zu geben und in ewigem Pech zu leben.
Auch die Entwicklung von Gundel Gaukeley schreitet hier bereits voran, ist allerdings noch nicht so weit wie in der Folgegeschichte Anschlag auf den Glückstaler. So sind ihre größte Waffe hier nach wie vor die „Bombastik-Buff-Bomben“, die man möglicherweise aus heutiger Sicht mit Blend- oder Nebelgranaten vergleichen kann. So sind die Protagonisten stets benommen, wenn sie in der Nähe der explodierenden Bomben sind, und auch geblendet. Gundel setzt diese Waffe in der Geschichte zwei Mal ein. Beim zweiten Mal wissen die Ducks sich zu schützen, indem sie ihre Augen mit ihren Armen bedecken.
Außerdem ist auffällig, dass auch Carl Barks um die erotische Note der Hexe wusste. Barks, der ohnehin ein Faible für ein wenig Erotik in seinen Geschichten hatte, zeigte Gundel (alias Circe) ganz offensiv sehr lasziv in ihrer Chaise-longue liegend, als die Ducks in Italien anlanden.
Veröffentlichungen
- Micky Maus 33 – 35/1963
- Micky Maus 35 – 37/1980
- DDSH 120 (1992)
- Die tollsten Geschichten von Donald Duck – Sammelband 12 (~1992)
- Die tollsten Geschichten von Donald Duck – Sammelband 20 (~1994)
- DDSH 120 (1998, Zweitauflage)
- Die tollsten Geschichten von Donald Duck – Sammelband 28 (~2000)
- Barks Library Special Onkel Dagobert 24 (2002)
- Carl Barks Collection XXIV (2006)
- Barks Onkel Dagobert 9 (2011)
- Entenhausens Most Wanted – Schwere Jungs und leichte Beute (2016)
- LTB Classic Edition 17 (2022)
- Entenhausen-Edition 98 (Juni 2026, angekündigt)
Siehe auch
- Weiterführendes zu den Erwähnungen rund um die griechische Mythologie in der deutschsprachigen Wikipedia
Weblinks
- Die Geschichte im Inducks
- Die Geschichte in der Barksbase
- weitere Hintergrundinformationen zur Geschichte auf arche-arc.blogspot.com, vom 24. Februar 2020, abgerufen am 28. Januar 2026 (englisch)
Anmerkungen
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 27 April 1962 letter to Joseph Cowles, auf seriesam.com
- ↑ 2,0 2,1 W US 40-02 Oddball Odyssey, auf seriesam.com