Disney-Autoalbum 2

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Disney-Autoalbum

2

Dagobert Duck – 100 Jahre Auto aus Entenhausen

(© Egmont Ehapa)
Erscheinungsdatum: 1986
Redaktion:

Dorit Kinkel, Hansjürgen Meyer




Seitenanzahl:

56

Geschichtenanzahl:

1

Preis: D: DM 5,90
A: öS 44
CH: SFR 5.90
Weiterführendes
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Dagobert Duck – 100 Jahre Auto aus Entenhausen ist der zweite Band der Albenreihe Disney-Autoalbum und erschien im August 1986 im Egmont Ehapa Verlag. Der Band enthält nur eine Comicgeschichten, nämlich die eigens für diesen Band angefertigte Titelgeschichte 100 Jahre Auto aus Entenhausen, in der Onkel Dagobert und seine Vorfahren die historische Entwicklung des Automobils nachvollziehen.

Cover[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

GC DAA 2

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

100 Jahre Auto aus Entenhausen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

G DAA 2

Der brave Bauer Eugen Duck aus dem schönen Schwabenland gilt im 16. Jahrhundert als fleißiger Landwirt, doch im Winter schneidet er das das Eis aus seinem alten Brunnen in Blöcke und transportiert diese mit seinem alten Pferdegespann in die Großstadt Stuttgart, wo das Eis in den Gaststätten und Schenken zur Kühlung benötigt wird. Das Geschäft wirft allerdings keine großen Gewinne ab, weil das Eis regelmäßig schon geschmolzen ist, wenn Eugen mit seinem Karren in der Stadt ankommt. Auch seine direkten Nachfahren können das Problem nicht lösen, da selbst die Verdopplung der Ochsen nicht den gewünschten Erfolg bringt und auch ein hastig eingefettetes Räderwerk nicht gerade zur sicheren Ankunft beiträgt. Noch müssen sich die deutschen Ducks also gedulden, bis der technische Fortschritt ein revolutionäres Transportmittel hervorgebracht hat.

Träume der Technik (© Egmont Ehapa)

Nach einigen Generationen gibt es keinen Nachkommen mehr, der auf Eugen Duck zurückzuführen ist, und so übernimmt der schottische Flügel des Clans die Familiengeschäfte. Gerüchten zu Folge schicken die schottischen Ducks ihren Spross Onkel Dagobert, da dieser selbst für einen waschechten Schotten zu geizig sei. In Paris trifft der junge Dagobert im Jahr 1860 auf den belgischen Erfinder J.J. Etienne Lenoir, der an einem Motor mit passendem Kraftstoff forscht. Dagobert leiht ihm Geld, sodass die Experimente zügig vorangehen, doch der entwickelte Kraftstoff hat einen so geringen Wirkungsgrad, dass der gesamte Herstellungsprozess sich nicht lohnt. Erst nachdem Dagobert beginnt, mit Nikolaus August Otto, der 1872 mit Eugen Langen die Gasmotorenfabrik Deutz gegründet hatte, zusammenzuarbeiten, nimmt die Entwicklung fahrt auf. Mithilfe eines verdichteten Gas-Luft-Gemischs laufen die Motoren deutlich besser und verbrauchen weniger Kraftstoff.

Dagobert hat große Ziele, und so zieht es ihn ebenfalls nach Schwaben, wo er sich auf dem geerbten Grundstück von Urgroßonkel Eugen niederlässt. Es dauert nicht lange, bis Dagobert sich mit dem Unternehmer und Erfinder Gottlieb Daimler anfreundet, der bei Bad Cannstatt wohnt. Auch Daimler träumt davon, ein motorbetriebenes Fahrzeug zu bauen. Nach dem Erfolg eines motorisierten Reitrates gelingt es Daimler im Jahr 1886, eine Motor-Kutsche zu entwickeln. Das Gefährt wird von Onkel Dagobert begeistert erworben und nach vielen Jahrhunderten kann er endlich im Winter Eis in die Stadt transportieren – allerdings benötigt man dort gar kein Eis aus dem Umland mehr, weil es mittlerweile eine Eisfabrik in der Stadt gibt.

Niedergeschlagen zieht es Onkel Dagobert auf sein Grundstück zurück, wo in ihm der Gedanke reift, Mineralwasser aus seinem Brunnen zu schöpfen und teuer zu verkaufen. Jedoch gräbt Dagobert in dem ausgetrockneten Brunnenschacht vergeblich, denn es sammelt sich nur ungenießbare schwarze Brühe in dem Loch. Daraufhin tritt Onkel Dagobert als Quacksalber mit einem Karren auf und verkauft das übelriechende, schwarze Zeug in kleinen Fläschchen als Wunderheilmittel – bis die wütenden Käufer den Scheindel entdecken und ihn aus der Stadt jagen.

Geblieben ist Onkel Dagobert nur seine alte Motor-Kutsche aus dem Hause Daimler, die er liebevoll „Bärbel“ nennt. Einige Zeit später beschließt Onkel Dagobert, aus der schwarzen Brühe in seinem Brunnen einen Kraftstoff zu entwickeln. Doch bevor aus dem dünnen Erdöl auch wirkungsmächtiges Benzin wird, braucht es viele Experimente und einen ruhigen Kopf. Irgendwann aber ist es endlich soweit und Onkel Dagobert eröffnet eine erste Tankstelle. Der Markt für Automobile hat sich inzwischen rasch entwickelt, und so darf sich Dagobert über zahlreiche Kundschaft freuen und stellt sogar einen Tankwart ein. Das Geschäft floriert, die Tankstelle wird immer größer und Dagobert kauft immer mehr Erdöl hinzu.

Onkel Dagoberts Visionen (© Egmont Ehapa)

Eines schönen Tages kommt die Limousine der jungen Kathy Lysator an Onkel Dagoberts Tankstelle, die Nichte eines erfolgreichen Autobauers. Obwohl sich beide auf den ersten Blick interessant finden und eine Leidenschaft für schnelle Automobile teilen, knirscht es bei der ersten Begegnung gewaltig: Kathy verpasst Dagobert eine Ohrfeige und Dagobert versohlt Kathy den Hintern. Als das Fräulein den alten Daimler in Onkel Dagoberts Scheune entdeckt, ist sie begeistert und will diesen für jeden Preis kaufen – aber Onkel Dagobert lehnt entschieden ab und schickt Kathy davon. Diese schwört, dass sie eines Tages am Steuer des Oldtimers sitzen wird.

Es vergehen die Jahre und Jahrzehnte. Onkel Dagobert hat inzwischen auch in Autoreifen investiert und beliefert sämtliche Hersteller mit seinen „Duckolin“-Reifen. Regelmäßig besucht Onkel Dagobert Autorennen und Große Preise überall in Europa, denn in allen Ländern gibt es mittlerweile eigene Marken, Wettfahrten und umjubelte Rennfahrer. Immer öfter begegnen sich auch Dagobert und Kathy, die aus ihrer kühlen Abneigung den hartgesottenen und großspurigen Dagobert keinen Hehl macht. Irgendwann fasst Onkel Dagobert den Entschluss, direkt bei den Autoherstellern einzusteigen und kauft Anteile von allen bekannten Marken, sodass er in kürzester Zeit zum König des Automobils und infolgedessen zum reichsten Mann der Welt wird.

Nach all den Jahren hat sich der sichtlich gealterte Dagobert in einer prächtigen Stadtvilla in der Nähe von Stuttgart zur Ruhe gesetzt. Regelmäßig inspiziert er sein eigenes Automobil-Museum, doch eines Morgens muss er mit Schrecken feststellen, dass sein absolutes Prachtstück – die Motor-Kutsche von Daimler, die als das erste richtige Automobil überhaupt gilt – gestohlen wurde. Keiner der herbeigerufenen Detektive findet auch nur eine Spur. In seiner Not telegrafiert Onkel Dagobert seine Neffen Donald Duck sowie Tick, Trick und Track herbei, die in Entenhausen wohnen und sofort in das nächste Flugzeug Richtung Deutschland steigen.

Die Neffen lassen sich von Onkel Dagoberts Kammerspiel überzeugen und bewegen ihn dazu, von seiner alten Freundin Kathy zu erzählen, die immerhin ein handfestes Motiv hätte. Als Tick, Trick und Track in der Stuttgarter Zeitung lesen, dass in Kürze ein Oldtimer-Rennen zum 100. Jubiläum des Automobils ausgetragen wird, wird ihnen klar, dass jemand Onkel Dagobert provozieren möchte. Wenig später statten Tick, Trick und Track der betagten Katy Lysator einen Besuch ab, doch die Dame ist noch immer hellwach und ausgesprochen gescheit, sodass sie sich nicht anmerken lässt, dass sie hinter allem steckt. So fehlen den Jungs und Donald die Beweise, um die rüstige Autonärrin zu überführen.

Am Tag des großen Oldtimer-Rennens geht zur Verwunderung von Onkel Dagobert seine alte Freundin Katy Lysator ebenfalls an Start – ausgerechnet mit seinem Daimler Nummer 1! Nun wird klar, dass sie den Wagen kurzzeitig ausgeborgt hat, um damit beim Großen Rennen mitzumachen. Nach dem Startschuss fährt Kathy davon, doch Onkel Dagobert zögert keine Sekunde, mit seinen Neffen die Verfolgung aufzunehmen. Ihnen wiederum folgen die wütenden Verfolger in ihren anderen Oldtimern. Die Jagd führt durch das Stuttgarter Umland und birgt einige Hindernisse, Überraschungen und Gefahrensituationen.

Am Ende jedoch kommen Onkel Dagobert und Kathy Lysator darüber ein, dass es zum Wohle aller besser ist, das Kriegsbeil nach all den Jahren endlich zu begraben und von nun an gemeinsam die Leidenschaft für Automobile auszuleben.

Extra - 100 Jahre Auto aus Entenhausen - Comic Cars der Duckschen Sammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Qde/DAA 2

  • redaktioneller Beitrag
  • Autor: Hansjürgen Meyer
  • Erstveröffentlichung: 1986
  • Seiten: 10

Artikel über Autos aus neun Comics mit Panels und technischen Daten. Eingeleitet wird der Artikel vom Luxuswagen der Panzerknacker aus dem Comic „Die Panzerknacker gehen auf den Leim“ (u.a. DDSH 95).

Die weiteren Wagen sind:

  • Dagoberts Flug-Auto (Türflügler) aus dem Comic „Wunder des Schneeschuhs“ (u.a. DDSH 114)
  • Primus von Quack und Daniel Düsentriebs Schallmotor aus dem Comic „Primus von Quacks Geistestat Nr. 16“ (Micky Maus 34/1963)
  • Max, das Robot-Auto aus dem namenlosen Comic (W OS 782-02, Micky Maus 22/1958)
  • Mickys Landschafts-Mobil aus dem Comic „Sammlerfreuden“ (u.a. Micky Maus 46/1962)
  • der Hermeswagen aus dem Comic „Der herrenlose "Hermes"“ (Micky Maus 5-6/1958)
  • Düsentriebs Miezi-Mobil aus dem gleichnamigen Comic „Das Miezi-Mobil“ (Micky Maus 23/1963)
  • Dagoberts Feudalmobil aus dem Comic „Wer nicht wirbt, der stirbt“ (u.a. Die besten Comics aus Micky Maus 2)
  • Der Lochstössel der Panzerknacker AG aus dem Comic „Der Kugeltank“ (u.a. DDSH 34)
  • Staatskarosse des Maharadscha von Zasterabad aus dem Comic „Der reichste Mann der Welt“ (u.a. DDSH 11)

Divergenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da die Geschichte 100 Jahre Auto aus Entenhausen vollständig in Deutschland spielt, weicht sie in vielen Dingen vom bekannten Kosmos um Entenhausen und der Biographie von Onkel Dagobert ab.

Insbesondere wird geschildert, dass die erfindungsreichen Vorfahren der Ducks aus Schwaben stammen und dort schon seit dem 16. Jahrhundert lebten. einen Namen machte sich der fleißige Eiswürfelverkäufer Meister Eugen, und das trotz seines schwäbischen Dialakts. Nachdem es jedoch im 19. Jahrhundert keinen männlichen Nachfahren der Ducks mehr gab, übernahm der schottische Flügel der Familie die Oberhand. Daher zog der junge Onkel Dagobert aus Schottland nach Stuttgart, wurde dank seiner Investition in Benzin, Autoreifen und schließlich Automobile zum reichsten Mann der Welt und setzte sich in einer prächtigen Villa am Rande von Stuttgart zur Ruhe. Seine Neffen Donald sowie Tick, Trick und Track leben in Entenhausen und müssen erst ein Flugzeug besteigen, um Onkel Dagobert in Deutschland zu besuchen.

Im Comic wird gezeigt, wie Onkel Dagobert im Jahr 1860 in Paris den französischen Erfinder J. J. Etiennw Lenoir und dessen gasgetriebenen Verbrennungsmotor finanziell unterstützte. Seit diesem Tag investierte Dagobert Duck in Kraftstoffe, Reifen und schließlich in die Produktion von Autos. Als reichster Mann der Welt beteiligte er sich an allen großen Marken. Die Handlung setzt danach im Jahr 1986 ein, dem Jahr des 100-jährigen Jubiläums des Automobils. Im Sinne dieser chronologischen Kontinuität müsste Onkel Dagobert etwa 120 Jahre alt sein.

Automobile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Automobile werden in der Geschichte 100 Jahre Auto aus Entenhausen gezeigt und im oder am Panel benannt:

  • Dampfbetriebenes Dreirad von Joseph Cugnot
  • Dampfbetriebene Kutsche von Richard Trevethick
  • Bordino-Kutsche von 1854
  • Motorbetriebenes Reitrad von Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach von 1885
  • Americain-Kutschwagen von Gottlieb Daimler von 1886
  • Motorisiertes Veloziped von Carl Benz von 1886
  • Mercedes Simplex von 1902
  • Ford A. von 1903
  • Wolseley von 1904
  • Darracq „Anastasie“, Frankreich 1906
  • Horch Tonneau, Deutschland 1909
  • Morris Oxford, England 1914
  • Opel, Deutschland 1912
  • Ford „T“, USA 1915
  • Chevrolet, USA 1919
  • Fiat 804, Italien 1922
  • Issotta Fraschini, Italien 1923
  • Rolls Royce (Spezifierung unbekannt)
  • Alfa Romeo 8C 2300 Spider Touring, Baconin Borzacchinis Siegerfahrzeug der Mille Miglia 1932
  • Mercedes-Benz W 154, Richard Seamans Siegerfahrzeug beim Großen Preis von Deutschland 1938
  • Maserati 8CTF, Warren Wilbur Shaws Siegerfahrzeug bei den 500 Meilen von Indianpolis 1939
  • Ferrari F2, Alberto Ascaris Siegerfahrzeug beim Großen Preis von Italien 1952
  • Lancia 0-24, Juan Manuel Fangios Siegerfahrzeug bei der Carrera-Panamericana 1953
  • Mercedes-Benz W 196, Juan Manuel Fangios Siegerfahrzeug bei der Automobil-Weltmeisterschaft 1954
  • Lotus 25, Jim Clarks Siegerfahrzeug Automobil-Weltmeisterschaft 1963
  • Jaguar
  • Ferrari
  • Maserati
  • Ford Mustang
  • Dodge Dart
  • Mercedes 300D
  • Porsche 924
  • Opel von 1908
  • Hispano von 1908
  • Opel 1912 von (dreifach)
  • Marchand von 1904
  • Vauxhall von 1904
  • „Agathe“ La Licorne von 1912
  • Daimler Panhard von 1897
  • Düsenberg „S.J.“ von 1935
  • Delage von 1906
  • Hispano Suiza von 1906 (doppelt)
  • De Dion-Bouton von 1903
  • Fiat „508“ von 1932 (doppelt)
  • A. Panhard Lenoir von 1912
  • Renault „FK“ von 1912