Priska (ital. Priscilla) ist eine Bewohnerin von Hofwiesen und die Nichte von Herrn Astblatt. Sie geht diesem oft bei seiner Arbeit zu Hand. Wenn sie nicht im Kolonialwarenladen aushilft, arbeitet sie ebenfalls als Farmerin oder ist als Lehrerin für Literatur in der kleinen Dorfschule von Hofwiesen tätig, wo sie sich gut um die Schülerinnen und Schüler kümmert.

Priska (© Egmont Ehapa)

Charakter Bearbeiten

Priska hilft Gustav Gans dabei, die Grundregeln eines guten Landwirts zu verstehen und nimmt ihn in der Gemeinschaft von Hofwiesen auf. Sie lehrt ihn, worauf es beim Gemüse-Anbau ankommt und erklärt ihm, dass es besser sei, klein anzufangen und der Natur Zeit zu geben. Von dieser Erfahrung Priskas ist Gustav Gans sehr beeindruckt, und es wird offenkundig, dass die beiden sich sehr gern haben und ab und zu Zeit zusammen verbringen, um zum Beispiel von den Hügeln aufs Tal hinab zu blicken.[1]

In Der Himmel von Hofwiesen erzählt Priska, dass sie sich schon von Klein auf für Literatur interessiert und bestimmte Bücher schon unzählige Male gelesen hat. Es ist ihr Traum, ein eigenes Buchgeschäft für Jung und Alt zu eröffnen, doch sie glaubt nicht, dass Hofwiesen der richtige Ort dafür sei, da die Leute hier nur ihre harte Arbeit im Kopf hätten. Schließlich trifft sie die bewusste Entscheidung, eine Chance in Entenhausen zu ergreifen und dort einen Buchladen zu eröffnen. Nach einigen Fehlschlägen in vielen Wochen wird ihr Traum – nicht zuletzt dank der Hilfe von Gustav Gans – ein Erfolg. Dennoch entschließt sie sich, wieder nach Hofwiesen zurückzuziehen.

Im Besonderen bei ihrem zweiten Auftritt wird deutlich, dass Priska und Gustav romantische Gefühle füreinander hegen. Andererseits stammen sie aus unterschiedlichen Welten und können nicht dauerhaft zusammenleben. Für Gustav ist Priska der erste Mensch, der ihn und seinen Charakter vollends durchdrungen hat und sie ihn mit all seinen guten wie schlechten Gewohnheiten annimmt – vor allen Dingen auch ohne sein ewiges Glück. Aus Priskas Sicht ist Gustav der erste interessante Mensch, der nicht aus Hofwiesen stammt und sich dennoch für das urige Landleben begeistern kann. Trotz deines Glücks ist er bereit, sich zurückzunehmen, dazuzulernen und uneigennützig für andere Leute einzustehen. Gustavs Glück kann damit auch für fremde Personen ein Gewinn sein, ohne, dass er sich dafür schämen müsse.

Am Rande erscheint Priska in der Geschichte Der Stammbaum des Glücks (2024, LTB 604), als sie versucht, Gustav Gans telefonisch zu erreichen, während dieser sich auf einer abenteuerlichen Reise mit seiner Tante Desideria Gans durch Norditalien befindet. Am Ende dieser Geschichte schneidert Tante Desideria ein weißes Kleid für Priska und wird von Gustav mit Ölfarben auf Leinwand verewigt.

Aussehen Bearbeiten

 
Gustav malt Priska

Priska ist sehr schlank und trägt eine Latzhose mit hochgekrempelten Hosenbeinen. Ihre roten Haare hat sie meistens mit einem Tuch zusammengebunden, manchmal trägt sie die im Winde flatternden Haare aber auch offen. Um den Hals hat sie ein rotes Halstuch in der gleichen Farbe wie ihr Haarband. Charakteristisch für sie sind zudem ihre grünen Augen.

Auftritte Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten