Das Ungeheuer vom Schwefelsee

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Das Ungeheuer vom Schwefelsee
Be Leery Of Lake Eerie
Erstveröffentlichung: November 1972
Entstehungsdatum: 27.01.1972
Storycode: W JW 17-01
Storycode der Version von Giovan Battista Carpi: I WDP 2-B
Storycode der Version von Daan Jippes: D/D 2002-023
Story: Carl Barks
Zeichnungen: Kay Wright
Zeichner der dritten Version:

Giovan Battista Carpi

Zeichner der zweiten Version:

Daan Jippes

Seiten: 16
Deutsche Übersetzung: Claudia Fuchs, Joachim Stahl
Deutsche Erstveröffentlichung: DD 212
Weiterführendes
Liste aller Comicgeschichten von Carl Barks
Infos zu Das Ungeheuer vom Schwefelsee beim I.N.D.U.C.K.S.
Infos zur zweiten Version beim I.N.D.U.C.K.S.
Infos zur dritten Version beim I.N.D.U.C.K.S.

Das Ungeheuer vom Schwefelsee (Be Leery Of Lake Eerie), unter neuem Namen Der Dampfdrache vom Schwefelsee, ist eine von Carl Barks geschriebene Geschichte.

Figuren

Handlung

Das Fähnlein Fieselschweif möchte gerne, wie schon früher, im Schwefelsee tauchen gehen. Der See ist zwar höllisch verschmutzt von all den Fabriksabwässern der großen Chemiefabrikanlagen, aber immer noch das vergleichsweise sauberste Gewässer der ganzen Gegend. Ohne sich gut einzufetten wird aus dem Tauchspaß prinzipiell nichts, denn das Wasser ist die reinste Säure und greift das Gefieder der Kinder rücksichtslos an. Doch heute sind sogar diese Schutzmaßnahmen sinnlos, denn die Fieselschweiflinge werden von aggressiven Fischen attackiert. Mit ihren spitzen Zähnen und ihrer Beißfreude sind sie wie Piranhas. Doch machen sich die Fische, die sich auch an Land fortbewegen können, mit Begeisterung hauptsächlich über den massenhaft im See herumschwirrenden Abfall her. Der Oberstwaldmeister vermutet, dass es sich um Mutationen der Fische handelt, die irgendwie die chemische Verseuchung des Sees überlebt haben.

Normalerweise leben die Fische wohl in den inneren, tieferen Regionen des Sees. irgendetwas hat sie zum Ufer getrieben. Tatsächlich taucht kurz darauf in der Mitte des Sees ein wahrhaftes Ungeheuer auf, ein gigantischer, grüner Drache. Er besteht offenbar ganz aus Plastik und zermahlt gerade genüsslich ein altes Autowrack. Dann stößt er eine Gaswolke aus, implodiert und verschwindet. Der Oberstwaldmeister will sich die Sache nun genauer ansehen und gibt dem verängstigten Zweifeln einiger Schweiflinge zum Trotz Befehl aus, das Boot ins Wasser zu schieben und zur Seemitte zu rudern. Kaum sind sie aufgebrochen, da ergreifen die Abfallfische erneut die Flucht – ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Drache kurz davor ist, wieder aufzutauchen. Da sehen sie bereits brodelnde Schaumberge voraus. Der Oberstwaldmeister hält inne, um einen Sicherheitsabstand zu wahren. Dies nützt ihnen leider nichts, denn das Ungeheuer ist schon viel näher, als ihnen lieb ist. Da ist eilige Flucht angesagt.

Bald weiß die ganze Stadt von dem Drachen. Am Ufer des Sees drängen sich die Schaulustigen, Journalisten und Stadthonoratioren, die das Untier als echten Entenhausener, geschaffen aus Entenhausener Abfallprodukten, zu würdigen wissen. Doch noch einer zeigt unnatürliches Interesse am Mülldrachen: ein bekannter Großwildjäger, der das Tier schießen und als Krönung seiner Sammlung einverleiben will. Mit einem Helfershelfer läutet er beim Schwefelsee die Drachenjagdsaison ein. Die Fieselschweiflinge würden den gemeinen Großwildjäger gerne aufhalten, doch lassen die Abfallfische nicht zu, dass sie ins Wasser kommen. So schnell können ihre Hoffnungen, dass der Drache den See von allem Unrat säubern würde, vergebens sein. Da kracht es. Und noch einmal. Und wieder und wieder und wieder. Aber die Kugeln machen dem Mülldrachen nichts aus, er hat sie ebenso verdaut wie allen anderen Dreck. Bevor der Jäger das Tier erlegen kann, macht sein Gewehr schlapp. Da hat der Drache auch schon Notiz von den beiden Eindringlingen in sein Revier genommen und geht begeistert auf sie los. Die beiden entkommen mit blanker Not, wobei ihnen auch noch die beißenden Fische zur Schadenfreude der Pfadfinder übel zusetzen.

Nun ist alle Gefahr für den Drachen überstanden. Auf einmal ziehen dunkle Wolken auf und kündigen einen Regen an, der auch tatsächlich eintritt – der erste Regen in Entenhausen seit einem guten Jahr. Der Regen spült noch einmal tüchtig Müll in den See, was ein Festessen für den Drachen sein müsste. Doch sieht das Tier nicht glücklich aus. Wieder implodiert es – und bleibt verschwunden. Auch die Fische sind fort. Eilig herbeigerufene Wissenschaftler kommen zum Ergebnis, dass das Wasser nun zu sauber für den Drachen ist und er so viel frisches Wasser nicht verkraften konnte. Die Fieselschweiflinge setzen ihre Tauchgänge in der säurehaltigen Dreckbrühe unbekümmert fort.

Hintergrund

Die Geschichte schrieb Barks nach dem ersten Earth Day als eine Art Warnung, die Umwelt zu schützen. Der Verlag Western Publishing fand jedoch das warnende Ende zu düster, sodass Barks es ändern musste, bevor Wright es reinzeichnete. Erst 2002 zeichnete Daan Jippes die ursprüngliche Version ins Reine.[1]

Die 1992er-Version von Giovan Battista Carpi verwendet den italienischen Titel Sta' in guardia dal Lago di Guarda und wurde von Luca Boschi übersetzt.

Deutsche Veröffentlichungen

Version von 1972 (Kay Wright)

Version von 1992 (Giovan Battista Carpi)

Version von 2002 (Daan Jippes)

Weblinks

Einzelnachweise