LTB 116: Rezension

In diesem Artikel wird das LTB 116 rezensiert. Welche Geschichten erfreuen das Fan-Herz und welche sollte man dem Gemütszustand halber lieber weglassen? Das erfährst du hier! Einen neutralen enzyklopädischen Artikel findest du unter LTB 116.
Jeder kann hier seine persönliche Meinung zu den in LTB 116 erschienenen Geschichten verfassen. Eine Unterschrift unter jedem Kommentar ist erwünscht (einzufügen mit ~~~~). Die Geschichten können mit Highlight
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oder Schlecht
bewertet werden. Bei der Bewertung sollten Zeichnungen, Plot und Übersetzungen mit einbezogen werden. Eine genaue Anleitung zum Verfassen einer Rezension findest du hier. Viel Spaß!
Cover[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Seiltänzer Donald, sich ohnehin schon angestrengt per Balancierstange oben haltend, wird jetzt zusätzlich durch einen Bienenschwarm, der sich ihm von links nähert, herausgefordert. Da heißt es kräftig die Zähne zusammenbeißen…
Die spannende Bildfindung Marco Rotas, vor hyper-rotem Hintergrund, lebt von den Bewegungslinien, welche die schlotternden Knie und Ellenbogen Donalds andeuten. Erst auf den zweiten Blick fällt die Pointe auf: Es hat sich bereits eines der fleißigen Bienchen auf einem Ende der Balancierstange niedergelassen, was offenbar beim Akrobaten zusätzlichen psychischen und physischen Stress auslöst. Nicht so prall ist der unästhetische Schriftzug. (10/15 – Quite good) Hobrowili (Diskussion) 22:27, 4. Okt. 2026 (CEST)
Der Stein der Gesundheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf einer Mineralienmesse geraten die Ducks in eine Präsentation des „Steines der Gesundheit“, den der Forscher Steinklauber vor Jahrzehnten aus Thullallu im asiatischen Hochgebirge mitgebracht hat. Dieses Exemplar allerdings habe seine Heilkräfte eingebüßt, seit der Wissenschaftler ihn versehentlich fallengelassen habe. Natürlich verfällt da Onkel Dagobert auf den Gedanken, den legendären Ort selbst aufzusuchen, einen frischen Stein nach Entenhausen mitzubringen und Geld daraus zu machen. Verfolgt vom Gauner Borstinger, finden die Ducks tatsächlich den Zugang nach Thullallu. Da der magnetische, schwebende Stein im Handgemenge mit Borstinger und seinen Leuten zu Boden fällt, bleibt Dagobert nichts anderes übrig, als den Einheimischen, die somit ihres Heilsteins verlustig gegangen sind, den von ihm geretteten Rest zu überlassen…
Die sehr klassische Schatzsuche-Anlage der Geschichte irgendwo zwischen Carl Barks und den Abenteuern aus Onkel Dagoberts Schatztruhe genügt für einen ziemlich genussvollen Start in diesen Band. Wer schon viele Abenteuer dieses Genres gelesen hat, für den wirkt möglicherweise das zwar nicht eben innovative, aber ästhetisch frische Artwork der katalanischen Zeichner Joan Espinach und Miquel Pujol belebend. Es gelingt den beiden eine ziemlich authentisch wirkende Himalaya-Atmosphäre, selbst unter Verzicht auf den dort normalerweise unvermeidlichen Yeti. (10/15 – Quite good) Hobrowili (Diskussion) 22:27, 4. Okt. 2026 (CEST)
Die Popcorn-Piste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Onkel Dagobert will auf dem Sonnwendjoch ein gewinnträchtiges Skirennen durchführen, legt sich dabei aber mit Madam Mim an, die dort wie jedes Jahr mit ihren Mithexen die Wintersonnwendfeier begehen will. Sie bringt den gesamten Schnee zum Schmelzen, doch Daniel Düsentrieb hat eine Idee, wie das Sport-Event doch noch gerettet werden kann…
Pete Alvarado, dessen Arbeiten in Deutschland eher in der Micky Maus veröffentlicht wurden, zeichnete die sehr schwache Kurzgeschichte im Jahr 1971. Auf der letzten Seite (S. 39) funktioniert selbst die Ummontage auf das dreireihige Format nicht mehr. (1/15 – Dreadful) Hobrowili (Diskussion) 22:27, 4. Okt. 2026 (CEST)
Eine gerechte Strafe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nach lediglich einem halben Arbeitstag fordert Donald von seinem Onkel Dagobert bereits die vollen Arbeitnehmerrechte ein. Zudem fälscht er den Arbeitsvertrag und zerrt seinen Onkel wegen Nichteinhaltung vor Gericht. Dagobert wird zunächst verurteilt, kann dann aber nachweisen, dass in dem Originalvertrag nicht von Gehalt, sondern von „einer Million Dankeschöns“ die Rede war. Bald verzichtet Donald entnervt auf diese Form von Schadensersatz...
Zwei Aspekte machen aus einer mittelmäßigen eine gute Gag-Geschichte: Erstens diese unnachahmliche satirische Feder Giorgio Cavazzanos, zweitens aber das durch Guido Martina relativ doppelbödig behandelte Thema der Arbeitnehmerrechte. So amüsant wurden junge Comic-Konsumenten wohl selten in die Welt von Ausfallentschädigung, dreizehntem Monatsgehalt und Sonn- und Feiertagszuschlägen eingeführt. Und die Mini-Demo von Donald, Dussel und Personalchef Maier, die auf der Vorderseite ihrer Streikschilder „Ausbeuter der Arbeiterklasse“, „Räuber! Räuber!“ und „Halsabschneider!“ plakatieren, auf ihrer Rückseite aber die noch rüderen „Buuuh!“, „Pfui!“ und „Bäh!“, reduziert im Grunde 100 Jahre Klassenkampf auf das Wesentliche. So hat uns die Geschichte im Grunde schon gewonnen, bevor Onkel Dagobert seinem Neffen aus der Zelle fünf Millionen Dankeschöns entgegenzubrüllen beginnt. (10/15 – Decent) Hobrowili (Diskussion) 22:27, 4. Okt. 2026 (CEST)

Onkel Dagobert auf Abwegen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Dagobert Eisenwarenhandlung verkauft Klaas Klever fünf Kilometer Draht – und nun legt es, durch Andeutungen Klevers geködert, Dagobert natürlich darauf an herauszubekommen, was sein großer Rivale damit zu schützen beabsichtigt. Er sucht dafür sogar die Panzerknacker und deren Vordenker Streiksiggi im Gefängnis auf, um sich am Wachpersonal an Klevers Villa, das aus dem Milieu stammt, vorbeimogeln zu können. Aber Klever hat alles eingefädelt: Als er den vorgeblich gesicherten Schreibtisch Klevers aufbricht, erscheint wie aus dem Nichts ein Justizvollzugsbeamter. Dagobert wird inhaftiert, nutzt aber die Zeit zur Abfassung seiner Memoiren…
Wiedersehen macht Freude: Schon wieder eine gute Geschichte des alternden Guido Martina, hauptsächlich weil auch hier wieder der Zeichenstift Giorgio Cavazzanos im Spiel ist. Es ist ja nicht so, dass wir ähnliche Plots nicht schon kennen würden, aber selten wurde wohl ein Verbrechermilieu so locker-flockig und sympathisch charakterisiert: vom zur Wachmannschaft gehörigen Panzerknacker zweiter Generation über die „Veteranen“, „die Stamm-Bande mit den Hundertsechsundsiebziger-Nummern“ (S. 81) hin zum Streiksiggi („In Orthographie ein echtes As“), der gerade an einem Literaturband mit „Knasterlebnissen“ werkelt. Auch die Gefängniswitze („Das ist kein Kittchen, das ist ein Taubenschlag!“, wie ein Wärter moniert) funktionieren gut. Und dann gibt es ja auch noch Dagobert selbst sowie Donald und Dussel, die für Bild- und Wortwitz sorgen. Giorgio Cavazzano zeigt, wie LTBs der Zwischenphase auch hätten aussehen können, wenn man dauerhaft weniger Oldschool-Material aus den Sechzigern und mehr vom neuen Meister Cavazzano abgedruckt hätte. (11/15 – Pretty good) Hobrowili (Diskussion) 22:27, 4. Okt. 2026 (CEST)
Heißbegehrter Doktortitel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Entenhausener Universität ist (fast) pleite. Auch Dagobert Duck, dem die Ehrendoktorwürde verliehen wird, lässt nichts springen, sich aber dazu verleiten, mit Klaas Klever in einen Wettstreit um einen „echten“ Doktortitel einzutreten. Auch dafür sollen beide kräftig zahlen, aber als sie merken, dass der Rektor der Universität beide als Goldesel missbrauchen wollte, verbünden sich beide – und kaufen die Universität…
Gerade im Vergleich zu den beiden vorangehenden Cavazzanos fällt der schematisch abgespulte Plot negativ auf, der für den Autor Jerry Siegel eher untypisch ist, weil er auf jegliches Sensationswerkzeug verzichtet. Die ausführende Künstlerin Adriana Cristina zeichnet leider zum Verwechseln ähnlich mit ihrem Mentor Franco Lostaffa. Die Welt der Klugen und Gelehrten hätten wahrlich ein anderes Endprodukt verdient gehabt. (3/15 – Unsatisfactory) Hobrowili (Diskussion) 22:27, 4. Okt. 2026 (CEST)

Donald im Streß[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Donald verpflichtet sich parallel Dussel und seinen Klub-Kumpels zur Entenhausener Mini-Olympiade, Onkel Dagobert zum Talersäckeschleppen und Daisy, um ihre Gäste bei einem Stehempfang zu unterhalten. So stürzt er in raschem Wechsel von einer Verabredung zur nächsten und versemmelt dadurch alle. Und einen Termin hat er sogar noch vergessen: Mit Tick, Trick und Track wollte er eigentlich in den Zoo, um sich Eisbären anzuschauen. Da mittlerweile die ganze sonstige Verwandtschaft hinter ihm her ist, scheint es ihm ratsam, sich mit ihnen gleich zum Nordpol zu flüchten…
Man wundert sich fast ein wenig, wie gut die einzelnen Stationen auf der wilden Hatz Donalds von einer Verpflichtung zur nächsten ineinandergreifen wie die Glieder einer Kette, da liest man den Namen des Autors und gleich ist alles klar: Denn Carlo Chendi kann so was, und auch die oft etwas staksigen Zeichnungen von Guido Scala passen ziemlich gut zu dieser Art des Screwball-Humors und nähern sich angenehm denen seines Lehrmeisters Luciano Bottaro. Klasse, wie Donald aufgrund seiner Verwirrung beim Sportfest einen Talersack anstelle eines Diskus wirft und andererseits mit einem Speer aus dem Stadion auf Daisys Party auftaucht und dort weiteres Chaos stiftet. Die Pointe löst das Ganze prima auf. Mehr davon!... (11/15 – Pretty good) Hobrowili (Diskussion) 22:27, 4. Okt. 2026 (CEST)
Expedition ins Glitzersteintal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Tick, Trick und Track ergehen sich in Phantasien, sie seien große Entdecker und spitzen auch Onkel Dagobert auf das Glitzersteintal in Zentralafrika an, laut Primus von Quack die letzte noch nicht kartographierte Weltregion. Obwohl schon auf dem Hinweg durch ein schneeverwehtes Gebirge die räuberischen Nuk-Nuks die gesamte Ausrüstung klauen, stoßen Großonkel und Großneffen auf ein Diamantenvorkommen und transportieren die Steine verpackt in ihre Schlafsäcke ab. Doch je mehr die Forscher in Nöte geraten durch die Unbilden der Natur, Hunger, Durst und die hässlichen Nuk-Nuks, desto mehr Diamanten büßen sie ein, bis kein einziger Sack mehr übrigbleibt. Nur Tick, Trick und Track haben sich ganz zuletzt jeweils einen Stein gesichert…
Dass dieses Schatzsuche-Abenteuer von Michele Gazzarri und Giorgio Bordini so Null-Acht-Fünfzehn ist, gereicht ihm nicht nur zum Nachteil, bleiben dadurch einige Peinlichkeiten einer unausgereiften Story erspart. Enttäuschend bleibt das „Tal“ des Titels, handelt es sich doch vielmehr um eine kleine Senke im Hochgebirge. Im täglichen Arbeitsdruck blieb es Bordini dadurch erspart, auch noch Bäume und Bäche zeichnen zu müssen. Diese Art von Ersparnis finden wir bei diesem Zeichner häufiger. Gestutzt habe ich bei der Szene, in der Tick, Trick und Track den Inhalt eines Diamantensackes verbrennen, um ihren eingefrorenen Onkel aufzutauen: Tatsächlich können Diamanten – bei entsprechender Temperaturzufuhr von etwa 800 Grad Celsius – brennen, sind Diamanten doch, wie schon Tick, Trick und Track wissen (S. 156), „praktisch reiner Kohlenstoff“ (siehe Video. (5/15 – Pretty bad) Hobrowili (Diskussion) 22:27, 4. Okt. 2026 (CEST)
Die Topfkomödie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tick, Trick und Track müssen im Lateinunterricht die „Aulularia“, die „Topfkomödie“ des Plautus lesen. Von Onkel Dagobert borgen sie sich das Buch, und da sie Motivationsprobleme haben, beschließen sie, die Rollen im Stück mit ihren Verwandten zu besetzen: Onkel Dagobert ist der geizige Euclio, Daisy dessen schöne Nichte Phaedria, Donald ihr Verehrer Lyconides und Klaas Klever der reiche Megadorus. Die Storyline ist schnell erzählt: Euclio besitzt einen Topf voll Gold, den er misstrauisch wie einen Augapfel schützt. Megadorus will Phaedria heiraten, die aber für Lyconides brennt. Die Dinge geraten aus dem Ruder, als Megadorus vom Goldtopf erfährt und über dessen Besitz sogar bereit ist, die Hochzeit platzen zu lassen. Und wie in einer antiken Komödie üblich, haben sich am Ende doch wieder alle lieb…
Plautus‘ Verwechslungs- und Intrigenkomödie über Geiz, Geldgier und die Angst vor Besitzverlust wird von den LTB-Neulingen Alessandro Bencivenni und César Ferioli solide, aber nicht umwerfend interessant zu Papier gebracht. Ab und zu darf mal eine kleine römische Büste in der Gegend rumstehen, ein Splash Panel (S. 175) malt uns das Forum Romanum mit erstaunlich wenig Publikumsverkehr aus, am Ende steht ein römisches Gastmahl – das war es dann auch schon mit dem Antikisieren. Das Ende von Plautus‘ Stück ist übrigens verloren, konnte aber weitgehend rekonstruiert werden, weil alle losen Enden sich nur auf diese Weise manierlich zusammenfügen lassen. Bei Plautus stiehlt übrigens ein Sklave des Lyconides und nicht Klevers Anwantzer den Goldtopf. Im Comic ist die Handlung an dieser Stelle etwas brüchiger, weil es irgendwie keinen Sinn macht, dass Klever-Megadorus die Heirat, die er bis eben ja noch so ernsthaft betrieben hat, nun einfach so aus der Lamäng opfert. Bencivenni hatte sich übrigens mit Beginn seiner Tätigkeit für Mondadori als Schöpfer von Adaptionen empfohlen – im selben Jahr 1985, als die „Topfkomödie“ entstand, lieferte er auch zusammen mit Sandro del Conte eine Parodie des „Geizigen“ von Molière ab, der wiederum in der Stofftradition des Plautus steht. (7/15 – Fair) Hobrowili (Diskussion) 22:27, 4. Okt. 2026 (CEST)
Begegnung mit der Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Donald soll Daisy eigentlich die wilden Tiere vom Halse halten, während sie in der Natur ihrem Hobby, der Malerei, nachgeht, doch der Beschützer legt sich mit Ahörnchen und Behörnchen und einer Kuh an, was nicht ohne Rückwirkungen auf das künstlerische Ergebnis und vor allem das Verhältnis zu Daisy bleibt…
Zwar nicht ganz so übel wie „Die Popcorn-Piste“, bleibt auch der zweite amerikanische Beitrag im Band ein bloßer und öder Lückenfüller. (2/15 – Terrible) Hobrowili (Diskussion) 22:27, 4. Okt. 2026 (CEST)
Der Meisterdetektiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
In einer heruntergerockten Gegend in einem ebensolchen Haus will Donald ohne jede Erfahrung in diesem Beruf ein Büro als Privatdetektiv eröffnen. Tick, Trick und Track sind zu Recht skeptisch. Daisy vermisst ihre Katze Mohrle und wird seine erste Kundin. Bei den Nachforschungen zieht sich Donald aus Ungeschicklichkeit Verletzungen an Kopf, Fuß und Hand zu. Mohrle hingegen findet sich auch so wieder an…
Kaum zu glauben, dass auch eine 15-seitige Gag-Geschichte langatmig sein kann – zumindest auf den ersten Seiten, bis Daisy auf der Schwelle steht. Die Pointe ist bemüht, aber nicht ganz schlecht: Donald gibt seine neue Profession auf, weil er über „leider kein Verbandsmaterial mehr“ verfügt… (3/15 – Unsatisfactory) Hobrowili (Diskussion) 22:27, 4. Okt. 2026 (CEST)
Der mobile Geldspeicher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadt Entenhausen und seinen Bürgern geht es wirklich gut – weil Onkel Dagobert zu den dortigen Steuerzahlern zählt. Die benachbarte Gemeinde Schmuddelhausen hingegen ist arm wie eine Kirchenmaus – bis ihr Archivar einen Plan ausgräbt, nach dem Onkel Dagoberts Geldspeicher zur Hälfte auf dem Gebiet Schmuddelhausens steht. Von nun an muss Dagobert doppelt blechen – beziehungsweise dreifach, weil auch Entenhausen wegen der ausbleibenden Einnahmen seinen Steuersatz einfach mal so verdoppelt. Der gebeutelte Dagobert hilft sich, indem er aus seinem Geldspeicher ein Kettenfahrzeug macht – und ohne festen Wohnsitz doch keine Steuern, oder?... Jedenfalls bis durch ein Ungeschick Donalds alle Ducks aus dem Geldspeicher katapultiert werden und dieser nun völlig unkontrolliert durch die Gegend fährt. Daniel Düsentrieb schafft Abhilfe durch ein System gegenläufiger Ketten. Die Crux: Dadurch steht der Geldspeicher wieder an einer Stelle und das Steuer-Ungemach geht von vorne los…
Das ausgelutschte Motiv des mobilen Geldspeichers fand in dieser von Giorgio Pezzin geschriebenen und von Tiberio Colantuoni gezeichneten Geschichte 1976 eine halbwegs neue Wendung durch den Aspekt der Steuerpflichtigkeit Dagoberts. Wie das Ganze gelöst wird, ist nicht der Rede wert, aber die verschiedenen Krisenanfälle Dagoberts sind gestalterisch gelungen, und auch die Eingangssequenzen sind ganz amüsant: Der Gemeinderat Entenhausens will das Steueraufkommen für allen möglichen Popanz aus dem Fenster werfen („…ein Mineralwasserbrunnen…Ampeln mit Glockenspiel…ganzjährige Freifahrten mit dem Autobus…“, S. 217f.), während das entsprechende Kommunalorgan Schmuddelhausens eher nach Grundbedürfnissen wie „Wollpullis, Heizungen, Badewannen und Boiler“ (S. 219) giert, das dann eingenommene Geld aber offenbar eher für das eigene leibliche Wohl (S. 238) ausgegeben hat. Umso schwerer trifft den Gemeinderat Dagoberts Steuervermeidungsstrategie: „Grade jetzt, wo’s lustig wurde!“ (S. 238) (7/15 – Fair) Hobrowili (Diskussion) 22:27, 4. Okt. 2026 (CEST)
Fazit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Band zeigt, dass die LTBs bereits ganz kurz vor dem Relaunch Anfang 1987 auf dem vorsichtigen Weg der Besserung waren. Aus zwei jüngeren I-Classici-Bänden wurden die besseren Geschichten ausgewählt und neu zusammengestellt, so die beiden von Giorgio Cavazzano gezeichneten Geschichten aus dem Band „W l’Estate“, der nur vier Monate zuvor in Italien erschienen war. Aus aktuelleren Topolino-Bänden kamen einige ebenfalls ganz lesenswerte Geschichten hinzu, wie der Opener „Der Stein der Gesundheit“, dessen Erstabdruck gar erst in den Oktober fiel. Ausgesprochen schwach sind diesmal vor allem die amerikanischen S-Code-Geschichten. Hobrowili (Diskussion) 22:27, 4. Okt. 2026 (CEST)