Duckipedia:Werkstatt/Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!
Buon compleanno, Paperino!
Erstveröffentlichung: 1984
Entstehungsdatum:
Storycode: I HBP 1-1
Story: Marco Rota
Zeichnungen: Marco Rota
Seiten: 32
Deutsche Übersetzung: unbekannt
Deutsche Erstveröffentlichung: Disney-Sonderalbum 1
Weiterführendes
Infos zu Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! beim I.N.D.U.C.K.S.
Die Stadt, die niemals schläft…
(© Egmont Ehapa)

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! (im italienischen Original Buon compleanno, Paperino!) ist eine Comicgeschichte von Marco Rota, die 1984 zu Donalds 50. Jubiläum erschien. Darin berichtet Donald in einem Interview von seinem Leben, vom Schlüpfen aus dem Ei bis jetzt.

Die Geschichte wurde im italienischen Comicband Happy Birthday Paperino erstveröffentlicht und zählt zu einer der bekanntesten Biografien Donalds sowie zu einer der prominentesten Beispiele für Comics, in denen Oma Duck und Dagobert Duck als Geschwister dargestellt werden.

Figuren Bearbeiten

Handlung Bearbeiten

nachtragen

Hintergrund Bearbeiten

„Buon Compleanno Paperino“ erschien zuerst im italienischen Album „Happy Birthday Paperino“. Bei der zum 50. Jubiläum von Donald Duck veröffentlichten Geschichte handelt es sich um die einzige im italienischen Band,[1] welcher in Deutschland mit demselben Titelbild, aber etwas abweichendem Inhalt abgedruckt wurde. Die im Disney-Sonderalbum 1 unter dem deutschen Titel „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“ abgedruckte Geschichte war laut Beschreibung des Herausgebers Adolf Kabatek wohl zu exzentrisch, um sie alleinstehend abzudrucken: „Die vorliegende Lebensgeschichte von Donald Duck ist aus Anlaß des 50jährigen Jubiläums verfaßt worden. Sie hält sich zwar nicht an die Regeln, die von Carl Barks und anderen berühmten Erfindern von Donald-Geschichten gesetzt wurden. Aber vielleicht liegt gerade darin der Reiz, daß eine völlig neue Seite von Donald Duck entdeckt wurde.“[2] Deshalb wurde zu der erstveröffentlichten Rota-Geschichte noch der Barks-Comic „Die Prüfung“ sowie der erst wenige Monate vorher erstveröffentlichte Stammbaum der Ducks von Volker Reiche nachgedruckt.[3]

Die Originalzeichnung des Covers fand 2001 den Weg ins Internet.[4]

Aufbau und Analyse Bearbeiten

Fast die komplette Geschichte besteht aus Donalds Rückblick auf sein Leben, verursacht durch eine Rahmengeschichte, die aus der ersten Perspektive des Reporters E. E. Kusch gezeigt wird. Von Kusch werden nur die Hände gezeigt, welche im Vergleich zu den Cartoon-Händen der anderen Figuren eher naturalistisch dargestellt werden. In einem Interview mit Michael Bregel sagte Rota über diese Gestaltung: „Ich denke, dass die Idee, Donald von einem Journalisten interviewen zu lassen – der aber in der Geschichte nie auftaucht – den Lesern gefallen hat. Auf diese Weise wird es dem Leser ermöglicht, sich mit dem Reporter zu identifizieren und so selbst zu einem der Hauptdarsteller zu werden. So ist es also der Leser selbst, der unserem Helden direkt die Fragen stellt und Donald in pseudorealistischer Weise Art und Weise mit einbezieht. Donald wird so quasi materiell – zum Beispiel, wenn er und der Journalist sich die Hände schütteln – und deshalb wirkt es, als träfe man ein anderes real existierendes Lebewesen.“[5]


Wie schon bei anderen Gelegenheiten erwähnt, schätze ich Donald sehr, weil er mehr als andere Charaktere die Vorzüge und Fehler menschlicher Wesen in sich vereint. Natürlich wirke im wirklichen Leben vor allem ich selbst auf mich wie Donald, aber um mich herum sehe ich noch ziemlich viele andere von der Sorte. Letztlich sind wir alle ein bisschen wie er! Davon abgesehen könnte es auch sein, dass die Leser die Art, in der unser Held hier sein Leben erzählt, zu schätzen wussten: Der Erzählrhythmus der Bilder und Texte, die mit einem gewissen Realismus – wenn auch in Disney-Codes – verbundene Szenarien – vielleicht hat all das bei den Lesern eine, wenn auch kleine, emotionale Erinnerung hinterlassen.
[5]


Ronald aus Alaska
Dagobert ist bei Verwandten noch geiziger als bei seinem sonstigen Personal


https://duckcomicsrevue.blogspot.com/2011/02/from-egg-to-duck.html


unzuverlässiger Erzähler?

Bezüge… Bearbeiten

…auf Barks… Bearbeiten

 
Kaum hat er einen Namen, schon sieht man diesen im Hintergrund!
(© Egmont Ehapa)
 
Madame X.
(© Egmont Ehapa)

Bei „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“ handelt es sich in erster Linie um eine Hommage an die Geschichten von Carl Barks. Rota verwendet an drei Stellen an die Ducks signierte Gemälde, die im Italienischen von einem Marks und im Deutschen von einem C. Barks unterschrieben wurden.[6] „Marks“ steht dabei für „Marco [Rota] und [Carl] Barks“.[7] Die Zeichnung auf Omas Bauernhof, welche im Italienischen Oma selbst gewidmet ist („A Nonna Papera, Marks“), ist in der deutschen Übersetzung aber genauso wie die Zeichnung in Donalds Haus („A Paperone, Marks“) Donald gewidmet: „Für Donald, C. Barks“.

Auch vereinzelte Szenen im Comic referieren spezifische Situationen aus Barks-Comics.[6] Die Titelseite übernimmt den Aufbau des Splash-Panels von „Die magische Sanduhr“, auf dem die Ducks von einem Hochhaus aus auf die Gumpe schauen. Die Hochhäuser, mit denen Barks Entenhausen ausstattete, werden bei Rota durch die Hochhäuser New Yorks ersetzt, der East River ersetzt die Gumpe. Die Szene, in welcher die Drillinge den 313 einen Berg hoch schieben und ziehen, entspricht derselben Szene aus „Familie Duck auf Ferienfahrt“, Donalds Erschrecken vor einem Frosch stammt aus „Vorsicht, Turnierfrosch!“, sein Kampf als Matador gegen einen Stier ist aus „Gefährliches Spiel“. Ein Panel vor dem Stierkampf wird Donald von Madame X aus ihrer Dusche geworfen. Madame X stammt ebenfalls aus „Gefährliches Spiel“, diese Szene findet dort aber nicht statt.[8]

Woher kommt Szene des vor Ertrinken geretteten Donalds?

Donald versucht sich in zahlreichen Jobs, bis er dann aber für seinen Onkel als Münzpolierer arbeitet. Sowohl eine große Auswahl an Jobs, in denen sich Donald selbstständig versucht, als auch seine Arbeit für Dagobert tauchen in Barks-Comics oft auf.

…und andere Bearbeiten

 
Familie Duck auf Ferienfahrt.
(© Egmont Ehapa)

Donald nennt als seinen Geburtstag den 9. Juni 1934, welcher auch seinen Erstauftritt im Cartoon „Die kluge kleine Henne“ darstellt.[9] Andere Quellen nennen eine frühere Premiere des Cartoons am 3. Mai 1934 in Los Angeles.[10] Dass der Ast, an dem sein Ei in einem Nest liegt, bricht und den noch ungeborenen Donald mit in die Tiefe reißt, klingt nach dem englischen Schlaflief „Rock-a-Bye, Baby“, wo aber statt einem Nest und Ei eine Wiege mit Kind den Baum herabfällt:

„Rock a bye baby, on the tree top,
When the wind blows the cradle will rock.
When the bough breaks the cradle will fall,
And down will come baby, cradle and all.“

Das Schlaflied begann als Gedicht mit etwas abgewandeltem Text, welches sich als „Warnung für die Stolzen und Ehrgeizigen, die so hoch klettern, dass sie im Allgemeinen schließlich fallen“, sieht.[11]

Dass Oma und Dagobert beim Vorbeifahren das Waisenkind Donald finden und es auf einer Farm aufziehen, wo Donald erst als Erwachsener in die Großstadt zieht, entspricht einem Teil der Entstehungsgeschichte von Superman.[12]

Donalds erster Job in der großen Stadt ist es, Zeitungen zu verkaufen. Dies tat er auch bei seinem ersten Auftritt in den Tagesstrips, genauer gesagt 1935 in der Geschichte „Presse unter Druck“ von Floyd Gottfredson, Ted Osborne und Ted Thwaites. Der Zeitungsverkauf ist nur der erste zahlreicher Jobs, die Donald sowohl in „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“ als auch anderen Comics übernimmt. Zahlreiche Zehnseiter von Carl Barks behandeln seine häufigen Berufswechsel, in denen er sich zeitweise gut anstellt.[8] Der Besuch von Tick, Trick und Track referiert auch einen Comicstrip, nämlich die Sonntagsseite vom 17. Oktober 1937, in der Ted Osborne und Al Taliaferro das Trio das erste Mal einführen.[13] Dank der drei Satansbraten lernt Donald Daisy kennen und geht mit ihr auf mehrere Dates. In einem davon trägt er einen Anzug und Strohhut, was er auch in den Cartoons „Ein Tänzchen mit Daisy“ (1940), „Die schmucken Neunziger“ (1941) und „Verrückt nach Daisy“ (1950) trägt.

Dass Donald unter anderem in Hollywood Kurzfilme zur Kriegspropaganda dreht, ist ein Meta-Witz[8] und verweist auf die Donald-Cartoons, die während des Zweiten Weltkriegs in den Disney-Studios entstanden. Sechs dieser Cartoons zeigen Donald beim Militär, obwohl er lieber bei der Air Force gelandet wäre.[14] Auch in dem Comic „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“ zieht es Donald zum Flugzeug hin, mit desaströsem Ende.

Dagobert schenkt Donald bald darauf ein Haus, welches von ihm ordentlich renoviert werden muss. Dass Donalds Haus eigentlich Dagobert gehört,[15] wurde erst in den italienischen Geschichten eingeführt, in denen Dagobert Donald regelmäßig mit seiner enormen Schuldenliste droht.

Trivia Bearbeiten

 
Donald versank die Gigantic.
(© Egmont Ehapa)

Bei der deutschen Erstveröffentlichung der Geschichte im Disney-Sonderalbum 1 wurde kein Übersetzer der Geschichte angegeben. Dies führte dazu, dass die Angabe dessen auch bei den Nachdrucken der Geschichte fehlt.

In den internationalen Übersetzungen wurde der Glückwunsch im italienischen Comictitel „Buon compleanno, Paperino!“ meist auch als solcher übersetzt, wobei es nennenswerte Ausnahmen gibt. Die brasilianische Veröffentlichung lautet „Esta é A Sua Vida, Donald!“ (entspricht ungefähr „Das ist dein Leben, Donald!“), in China wurde es „唐老鸭“蛋”生记“ (ungefähr „Die Geschichte von Donald Ducks ‚Ei‘“), der dänische Titel „Mit liv i en æggeskal“, norwegische Titel „Mitt liv i et eggeskall“, schwedische Titel „Mitt liv i ett äggskal“ und der litauische Titel „Mano gyvenimas kiaušinio lukšte“ bedeuten dasselbe („Mein Leben in einer Eierschale“), der Erstabdruck in Frankreich lautete „Un canard nommé Donald“ („Eine Ente namens Donald“), wurde bei Nachdrucken aber in Glückwünsche geändert. Bevor der Comic 2024 in den USA abgedruckt wurde, hatte er den inoffiziellen Titel „From Egg to Duck“, der dem niederländischen Titel „Van ei tot eend“ („Vom Ei zur Ente“) entspricht. In Spanien ist der Titel mit „Del cascarón a la fama“ („Von der Eierschale zum Ruhm“) leicht anders.[8][16]

Der Name des Reporters, aus dessen Perspektive die Rahmenhandlung erzählt wird, lautet E. E. Kusch und spielt damit an den mehrfach ausgezeichneten, deutschen Journalisten Erich B. Kusch (1930 bis 2010) an.[17]

Die Großstadt, in der Kusch die Ducks trifft und in die Donald nach seiner Kindheit auf Omas Farm fährt, ist in der italienischen Originalfassung des Comics Entenhausen,[6] was auch in die englische und italienische Übersetzung übertragen wurde.[8] In der deutschen und niederländischen Übersetzung wurde daraus die Großstadt New York, in der trotzdem der Entenhausener Kurier seinen Hauptsitz hat.[18]

Optisch gestaltete Rota die Stadt ohnehin nach New York. Auf der Titelseite ist klar das Chrysler Building (405 Lexington Avenue) zu erkennen. Als Donald in die Stadt reist, ist das spitzwinklige Gebäude das bekannte Flatiron Building (175 5th Avenue). Dagoberts Wagen sieht weiterhin aus wie Fiat Torpedo, das von Donald versenkte Schiff ist die SS United States. Das von Donald stibitzte Flugzeug ist ein Vultee P-66 Vanguard, wird im Comic aber als P-34 markiert, um auf Donalds Geburtsjahr anzuspielen. Eine P-34 gibt es nämlich nicht.

Der Prominente, der während Donalds Aufenthalt in Hollywood jungen Damen Autogramme gibt, wird im deutschen Text bereits als Clark Gable genannt, bei dem Mann, der Donalds Raub des Vultee P-34 bemerkt, handelt es sich wahrscheinlich um Joe E. Brown. Auf den Straßen New Yorks wird Donald von Ward Kimball „Also, was wollen Sie?“ gefragt.

Zu Beginn seiner Erzählung sagt Donald, wie er in einem Ei in einem Nest auf einem Ast steckte, bevor der Ast brach und er so seine Verwandtschaft verlor. Obwohl es fraglich ist, ob anthropomorphe Enten zur Fortpflanzung Eier legen, kann man mit Sicherheit sagen, dass sie nicht auf Bäume nisten.[8] Ein paar Seiten später bewirft Baby Donald Dagobert mit Eiern von Omas Farm.

Wenn Donalds Angaben stimmen und er sowohl 1934 geboren wurde als auch während des Krieges Werbefilme drehte, müsste er während des Angriffs auf Pearl Harbor (1941) sieben Jahre alt gewesen sein.[8]

Auffällig ist das Verwandtschaftsverhältnis von Donald und der Mutter von Tick, Trick und Track, welche in der italienischen Fassung Cousin und Cousine sind. Das entspricht dem Verwandtschaftsgrad in den Comicstrips von Taliaferro, wo von Base Della die Rede ist,[13] anders als die Cartoon-Adaption des Comicstrips „Kurzbesuch bei Onkel Donald“, wo aus ihr Schwester Dumbella wurde.[6][19] Da Donald ein Findelkind ist, passt es auch besser, wenn er eine Cousine (über seine Adoptiveltern) statt einer Schwester hat. In der deutschen Übersetzung wird dieses Thema umgangen, indem die Drillinge als Donalds Neffen beschrieben werden, die einen Brief von ihrer namentlich nicht genannten Mutter dabei haben.

Der Comic wurde 2023 von Disney Publishing Worldwide zu einer der 100 besten Disney-Geschichten ernannt.[20]

Dorette und Dagobert als Geschwister Bearbeiten

 
Lieblingsschwester und Oma zugleich.
(© Egmont Ehapa)

Als Marco Rota 2006 von Michael Bregel unter anderem über diesen Comic interviewt wurde, geht Rota explizit auf die Entscheidung ein, Dagobert und Dorette als Geschwisterpaar zu zeigen:

„Im Folgenden will ich ein weiteres Mal erklären, diesmal etwas detaillierter, warum Dagobert und Oma Duck in dieser Geschichte Bruder und Schwester sind. Die Sache ist etwas komplex.
Ich erinnere mich nicht, in welchem Heft oder Buch das war, aber damals kam es mir vor – und ich bin davon noch immer überzeugt – dass ich mal eine Geschichte (nicht von Barks) gelesen habe, in der die beiden Geschwister waren.
Als ich also über „Buon compleanno, Paperino!“ nachdachte, musste ich einen Anschein von Familie erwecken. Kurz: Ich brauchte ein Entenpaar, das Donald, nachdem es ihn zufällig gefunden hatte, großziehen würde. So kam ich auf Onkel Dagobert und Oma Duck und zeigte sie als Bruder und Schwester zusammenlebend. Es erschien mir einfach als die richtige Lösung. Ansonsten hätte ich echte Eltern für Donald erfinden müssen, und dieser Ansatz hat mir nicht gefallen. Das hätte die Geschichte ziemlich durcheinandergebracht und als Konsequenz Donalds Geburt beeinträchtigt.
Dass Oma Duck von Dagobert „Oma“ genannt wird, war für mich ein Ausdruck freundschaftlicher Zuneigung. Er nennt sie so, weil sie seine ältere Schwester ist, und nicht, weil sie vielleicht tatsächlich jemandes Großmutter ist. Und so ist sie eben für immer „Oma“ geblieben – nicht „Mama“ – auch für Donald. Dasselbe gilt für „Onkel“ Dagobert.
Es ist, als hätte er diese Anrede gewollt. Als hätte er Donald, als der als Kind fragte, „Wer bist du denn?“, geantwortet: „Dein ‚Onkel‘!“, weil er nicht „Papa“ genannt werden wollte. Was „den Papa“ und „die Mama“ betrifft, das sind üblicherweise Institutionen, die einen gewissen Respekt einflößen, manchmal schüchtern sie auch ein. Und im Licht dieser Emotionen wird es natürlich schwieriger, ihnen Streiche zu spielen, mit ihnen zu spielen und zu scherzen, allgemein mit ihnen zu leben. Mit den Großeltern oder mit Onkel und Tante ist die Beziehung dagegen freier und freundschaftlicher. Mit denen kann man auch mal Spaß machen, das ist ein Verhältnis, das manchmal eher in Richtung „Freund“ als „Verwandter“ geht. Tja, und dann hat Don Rosa diesen Stammbaum der Entenhausener Enten geschaffen… Ich persönlich halte es mit Barks, der gesagt hatte, die Enten hätten keine Eltern. Auch mir hat der Gedanke immer gefallen – und er tut es bis heute – dass die Verwandtschaftsbeziehungen zwischen den verschiedenen Charakteren auf einem sympathischen Nimbus des Geheimen aufgebaut sind! Da sollte es in Sachen Verwandtschaft keinerlei Gewissheiten geben, weder „Väter“ noch „Mütter“ oder sonst wen. Das würde ansonsten notwendigerweise ein Element einführen, das bei Disney nie auftreten sollte, nämlich den Tod. Deswegen konnte auch der Freiraum, den ich der Fantasie des Lesers in der Geschichte gelassen habe, gefallen haben und die dadurch gegebene Möglichkeit, sich verschiedene mögliche Szenarien vorzustellen, wie Donald geboren worden sein könnte, und dabei trotzdem den Schleier des Geheimnisses zu belassen, der vielleicht das eigentlich mitreißende Element des Ereignisses ist.“[5]

Obwohl „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“ einer der prominenteren Geschichten ist, in denen Dorette und Dagobert als Geschwister bezeichnet werden,[21][22] gab es bereits vorher Beispiele in italienischen Comics, in denen die beiden bereits diesen Verwandtschaftsgrad haben. Rota berichtet in einem Interview, dass er bereits vor der Arbeit an „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“ in einem Comic las, dass Dagobert und Dorette Geschwister wären. Er wisse nur noch, dass der Comic nicht von Barks wäre.[5] Tatsächlich stammt der heute früheste bekannte Fall, bei dem in Italien die beiden als Geschwister bezeichnet werden, 1960 von Guido Martina[23][24][25] In den Jahrzehnten bis zu Rotas Comic erschienen zahlreiche weitere Beispiele.[24]

Auch in Deutschland wurden Dagobert und Dorette als Geschwister bezeichnet, laut Boemund von Hunoltstein seit 1958.[26] wo Dorette Dagobert im Micky-Maus-Magazin-Comic „Onkel Dagoberts zweite Kindheit“ als ihren Bruder bezeichnete.[24][27] Seitdem taucht die Verwandtschaft der beiden immer wieder in Geschichten auf[28] und wurde auch in Grobian Gans’ Stammbaum der Ducks aufgegriffen, bevor Don Rosas Stammbaum der Ducks 1994 mit dieser Norm brach.[26]

Weitere Donald-Biografien Bearbeiten

„So viel wir auch über Donald zu wissen glauben, es wird sich immer noch ein Schwank aus seinem Leben finden, der das Gegenteil zu beweisen scheint.[29]


Donald Duck – Eine Ente wie Du und ich
This Is Your Life, Donald Duck
So war mein Leben
Alte Erinnerungen https://inducks.org/story.php?c=W+DD+++93-05
Rota ignorierte die bereits vorher von Guido Martina etablierten Verwandtschaftsverhältnisse aus „Glanz und Gloria derer von Duck[6]

Veröffentlichungen Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. „Happy Birthday Paperino“. inducks.org  
  2. Disney-Sonderalbum 1, S. 48
  3. „Disney-Sonderalbum 1“. inducks.org  
  4. „Marco Rota – Happy Birthday Paperino, cover“. comicartfans.com
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 Michael Bregel (Interviewpartner und Übersetzer; 24.10.2006). Interview mit Marco Rota, Die tollsten Geschichten von Donald Duck – Spezial 8, S. 49-51. Volles Interview: ehapa.de (archiviert), Qde/TGDDSP 8
  6. 6,0 6,1 6,2 6,3 6,4 „Buon compleanno, Paperino!“ disney-comics.fandom.com
  7. Peter Kylling. „Marco Rota“. cbarks.dk
  8. 8,0 8,1 8,2 8,3 8,4 8,5 8,6 Geoff Moses / GeoX (07.02.2011). „From Egg to Duck“. duckcomicsrevue.blogspot.com
  9. Wolfgang J. Fuchs (1994). „60 Jahre Superstar Donald Duck“, in: DDSH 131
  10. „The Wise Little Hen“. wikipedia.org, abgerufen am 13.02.2026
  11. „Rock-a-bye Baby“. wikipedia.org, abgerufen am 26.03.2026
  12. „Origin of Superman“. wikipedia.org, abgerufen am 26.03.2026
  13. 13,0 13,1 inducks.org  
  14. „Donald Gets Drafted“. wikipedia.org, abgerufen am 26.03.2026
  15. „Donald’s House“. disney.fandom.com
  16. „Buon compleanno, Paperino!“ inducks.org  
  17. „Erich B. Kusch“. wikipedia.org, abgerufen am 27.03.2026
  18. Geoff Moses / GeoX (17.02.2014). „‚From Egg to Duck‘ Re-ducks“. duckcomicsrevue.blogspot.com
  19. Simone Cavazzuti (18.05.2023). „Alla ricerca di Della Duck“. ecodelmondo.blogspot.com
  20. „Donald Duck: The 90th Anniversary Collection“, S. 181
  21. Scroogerello (02.04.2018). „Dorette = Dagoberts Schwester?“ comicforum.de
  22. NRW-Radler (12.01.2019). „Dorette = Dagoberts Schwester?“ comicforum.de
  23. Spectaculus 1/4 (12.01.2019). „Dorette = Dagoberts Schwester?“ comicforum.de
  24. 24,0 24,1 24,2 Simone Cavazzuti (26.05.2022). „Nonna Papera e Zio Paperone sono fratelli?“ ecodelmondo.blogspot.com
  25. „Ignara Nonna Papera al fratello“. inducks.org  
  26. 26,0 26,1 Boemund von Hunoltstein / Plattnase (12.01.2019). „Dorette = Dagoberts Schwester?“. comicforum.de
  27. „Scrooge’s Second Childhood“. inducks.org  
  28. Plattnase (12.01.2019). „Dorette = Dagoberts Schwester?“ comicforum.de
  29. Donald Duck – Der Duck! in: Die Ducks – Eine Familienchronik, S 50f. Qde/DDEF 1B

Kategorie:Comicgeschichte


https://inducks.org/story.php?c=I+HBP+++1-1
https://disney-comics.fandom.com/it/wiki/Buon_compleanno,_Paperino!
https://it.wikipedia.org/wiki/Marco_Rota
https://duckcomicsrevue.blogspot.com/2014/02/from-egg-to-duck-re-ducks.html
https://duckcomicsrevue.blogspot.com/2011/02/from-egg-to-duck.html
https://ecodelmondo.blogspot.com/2022/05/nonna-papera-e-zio-paperone-sono.html
https://ecodelmondo.blogspot.com/2023/05/alla-ricerca-di-della-duck.html
https://ecodelmondo.blogspot.com/2021/03/a-proposito-di-cornelius-coot.html
https://www.fieselschweif.de/kuenstler/wahl-2013/rota/6/