LTB 94: Rezension: Unterschied zwischen den Versionen
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So ein Meta-Cover hat schon seinen Reiz und auch die große Micky-Figur tritt flott auf. Es fehlt aber völlig die Dynamik und die Comic-Handlung auf der „Tapete“ ist nicht gut gezeichnet. Die Illusion ist somit nicht ganz gelungen. (7/15 – Not bad) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 16:12, 1. Aug. 2026 (CEST) | So ein Meta-Cover hat schon seinen Reiz und auch die große Micky-Figur tritt flott auf. Es fehlt aber völlig die Dynamik und die Comic-Handlung auf der „Tapete“ ist nicht gut gezeichnet. Die Illusion ist somit nicht ganz gelungen. (7/15 – Not bad) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 16:12, 1. Aug. 2026 (CEST) | ||
[[Bild:LTB_094-1.jpg|right|thumb|500px|Trotz seiner Vorhersehbarkeit ist Pavese/Asteritis Krimi "Unter falschem Verdacht" so etwas wie das Aushängeschild dieses Bandes (© Egmont Ehapa)]] | |||
== Unter falschem Verdacht == | == Unter falschem Verdacht == | ||
{{gut}} Offenbar unternimmt [[Micky Maus]] Raubzüge in den Banken und Schmuckgeschäften Entenhausens. Ihm ist dies auch deshalb möglich, weil ihm [[Kommissar Hunter]] und seine Polizei völlig vertrauen. Doch auch die schöpfen irgendwann Verdacht, dass Micky stets in die mysteriösen Fälle verwickelt ist. Doch wie wir schon ahnten: Es war gar nicht der echte Micky, der plötzlich kriminell geworden wäre, sondern ein ihm ähnlich sehender und überdies als er verkleideter Gauner, der ihn in Gewahrsam genommen und sich dessen Nähe zur Polizei zunutze gemacht hatte. Nun kann sich Micky aber befreien und seinem Peiniger die Maske vom Gesicht zerren. Dieser macht noch einen Versuch, dem echten Micky den Schwarzen Peter zuzuschieben, doch Hunter kann ihn durch ein geschicktes Verhör der Lüge überführen. Es ist alles wieder im Lot und das letzte Panel zeigt Micky und Hunter beim intensiven Händeschütteln… | {{gut}} Offenbar unternimmt [[Micky Maus]] Raubzüge in den Banken und Schmuckgeschäften Entenhausens. Ihm ist dies auch deshalb möglich, weil ihm [[Kommissar Hunter]] und seine Polizei völlig vertrauen. Doch auch die schöpfen irgendwann Verdacht, dass Micky stets in die mysteriösen Fälle verwickelt ist. Doch wie wir schon ahnten: Es war gar nicht der echte Micky, der plötzlich kriminell geworden wäre, sondern ein ihm ähnlich sehender und überdies als er verkleideter Gauner, der ihn in Gewahrsam genommen und sich dessen Nähe zur Polizei zunutze gemacht hatte. Nun kann sich Micky aber befreien und seinem Peiniger die Maske vom Gesicht zerren. Dieser macht noch einen Versuch, dem echten Micky den Schwarzen Peter zuzuschieben, doch Hunter kann ihn durch ein geschicktes Verhör der Lüge überführen. Es ist alles wieder im Lot und das letzte Panel zeigt Micky und Hunter beim intensiven Händeschütteln… | ||
Aktuelle Version vom 4. August 2026, 18:25 Uhr

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Cover[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Micky, im überbunten Outfit eines Sommerfrischlers der Jahre um 1900, durchbricht von hinten eine Art Comic-Tapete, die daraufhin einreißt…
So ein Meta-Cover hat schon seinen Reiz und auch die große Micky-Figur tritt flott auf. Es fehlt aber völlig die Dynamik und die Comic-Handlung auf der „Tapete“ ist nicht gut gezeichnet. Die Illusion ist somit nicht ganz gelungen. (7/15 – Not bad) Hobrowili (Diskussion) 16:12, 1. Aug. 2026 (CEST)

Unter falschem Verdacht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Offenbar unternimmt Micky Maus Raubzüge in den Banken und Schmuckgeschäften Entenhausens. Ihm ist dies auch deshalb möglich, weil ihm Kommissar Hunter und seine Polizei völlig vertrauen. Doch auch die schöpfen irgendwann Verdacht, dass Micky stets in die mysteriösen Fälle verwickelt ist. Doch wie wir schon ahnten: Es war gar nicht der echte Micky, der plötzlich kriminell geworden wäre, sondern ein ihm ähnlich sehender und überdies als er verkleideter Gauner, der ihn in Gewahrsam genommen und sich dessen Nähe zur Polizei zunutze gemacht hatte. Nun kann sich Micky aber befreien und seinem Peiniger die Maske vom Gesicht zerren. Dieser macht noch einen Versuch, dem echten Micky den Schwarzen Peter zuzuschieben, doch Hunter kann ihn durch ein geschicktes Verhör der Lüge überführen. Es ist alles wieder im Lot und das letzte Panel zeigt Micky und Hunter beim intensiven Händeschütteln…
Auch wenn wir natürlich keinen Moment glauben, dass Micky zum Schurken geworden ist, gibt es genügend Spannungsmomente, welche den jungen Leser bei Laune halten. Vor allem gelingt es dem Zeichner Sergio Asteriti mal wieder, diese Settings aus nächtlich verlassenen Schalterräumen einer Bank, geschäftigen Überwachungszentralen der Polizei und eklig-muffigen Kellerverstecken atmosphärisch darzustellen. Die meisten Sequenzen spielen in der Nacht und nur wenige am Tag, was sehr effektvoll ist. Auch die letzte Wendung, als der eigentlich bereits überführte Gauner den Spieß umdreht und behauptet, er sei ein Detektiv, den der abgefeimte Maus-Gauner gefangen halte, hat einiges für sich und täuscht etwas über den abgenudelten Plot von Osvaldo Pavese hinweg. (9/15 – Fine) Hobrowili (Diskussion) 16:12, 1. Aug. 2026 (CEST)
Eine lohnende Golfpartie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Micky und Goofy bekommen heraus, dass mehrere Schmugglerbanden, zu denen auch Kater Karlo und Al Popone gehören, kooperieren und über die Reihenfolge des Lochspiels auf ihren Golfplätzen miteinander kommunizieren und sich für ihre nächsten „Dinger“ absprechen. Es gelingt ihnen, ein Spiel auf dem Platz Karlos so zu manipulieren, dass bei seinen Geschäftspartnern der Code „Die Bahn ist frei“ ankommt, obwohl sie den Banden doch offenbar auf der Fährte sind. Am Ende werden geschmuggelte Edelsteine in einem Kontrabass sichergestellt…
Ein ganz schönes Durcheinander, zumal bis zuletzt nicht ganz klar wird, wie die Übermittlung der komplizierten Golfspiel-Botschaften in der Praxis funktioniert. Doch über die anfangs angesprochene Vereinszeitung?... Allerdings gefällt mir, wie Andrea Fanton und Giulio Chierchini einige falsche Fährten einbauen, so die Stippvisite Goofys im Zirkus, wo er plötzlich zum Super-Seiltänzer mutiert, oder auch die ihren „Paps“ anhimmelnde Tochter Al Popones, die späterhin aber doch keine Rolle mehr spielt. Wie auch Chendis Skript für Chierchinis „Micky und die fliegende Kiste“ vier Bände zuvor (LTB 90) ist auch dieses hier mit einigen Anspielungen an die Comic-Strips Floyd Gottfredsons, mithin die Disney-Frühgeschichte durchsetzt: Goofys Begrüßung eines Löwen bei Entladung des Zirkus-Equipments („Hallo, Putzi! Kennst du deinen Freund Goofy nicht mehr?“, S. 34) ist wahrscheinlich eine Hommage an „Goofy und Agnes“ von 1942. Und dass Kater Karlo plötzlich anfängt, die Golfpartie mit seinem Fuß zu bestreiten (S. 51), nimmt offenbar Bezug zu der ursprünglichen Holzbeinigkeit dieser Figur („Peg-Leg Pete“), die in den Cartoons schon seit 1936 kassiert worden war, aber in Gottfredsons Comic-Strips noch bis 1941 fortgedauert hatte. (6/15 – Below average) Hobrowili (Diskussion) 16:12, 1. Aug. 2026 (CEST)
Das Stimmwunder Carlo Caruso[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der soeben aus dem Gefängnis ausgebrochene Kater Karlo wird unverhofft von dem Talentsucher Dieter Jonas Tscheck entdeckt, dem an dem Schurken „diese volltönende dunkle, männliche Stimme“ gefällt, die „den Abenteurer und Raufbold“ (S. 60) verrät. Karlo wird Tscheck zunächst los, doch dann ist es Trudi, die doch noch mit dem Talentsucher ins Geschäft kommt. Als „Carli Caruso“ wird Kater Karlo also ein Radiostar, jedenfalls bis Goofy und Pluto die Radiostimme erkennen und mit Micky das Gaunerpärchen auf einer kleinen Palmeninsel aufstöbern und überwältigen…
„Gemeinheit! Wenn ich einmal im Leben auf legalem Weg gutes Geld machen könnte, funkst du dazwischen!“ (S. 84). Der Klage Kater Karlos schließe ich mich an: Tatsächlich erscheint Micky hier als humorloser, kleinlicher Spielverderber, für den es unmöglich erscheint, dass Karlo seinen „wundervollen Baß“ woanders als im Gefängnischor erklingen lassen könnte. Man kann der Geschichte von Ennio Missaglia und Luciano Capitanio lediglich zugutehalten, dass sie versucht, der Kater-Karlo-Figur für ihre Zeit ungewohnte Seiten abzugewinnen. Aber zu viel geht daneben: Dieter Jonas Tscheck, dessen Name wohl an den damals populären „ZDF-Hitparaden“-Moderator Dieter Thomas Heck erinnern soll, identifiziert Kater Kalo gar als potenzielles Talent, obwohl er dessen Stimme noch genau keinmal gehört hat. Selten war ein Skript-Fehler vermeidbarer. (3/15 – Really bad) Hobrowili (Diskussion) 16:12, 1. Aug. 2026 (CEST)
Micky und der Inkabrunnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Als Micky und Goofy in dessen Garten auf ein freiliegendes Stromkabel treten, werden sie mir nichts dir nichts an einen ganz anderen Ort der Erde versetzt und geraten in eine präkolumbianische Ruinenstadt. Dort stoßen sie auf einen sich als der Prof. Schürfmann vorstellenden Unsympathen, der auf der Suche nach einem berühmten Inkaschatz sei. Doch der vorgebliche Archäologe versucht die beiden Entenhausener als Spione aus dem Weg zu räumen. Mithilfe eines sehr robusten Regenschirmes gelingt es den beiden, aus ihrer Falle zu entkommen und den sauberen Altertumsforscher selbst in Gewahrsam zu nehmen. Auf dem nächstgelegenen Polizeirevier wird das Rätsel gelöst: Bei dem Gauner handelt es sich um den ehemaligen Museumswärter Bruno, der kürzlich den Inkaschatz entwendet hatte. In der Ruinenstadt wollte er den mysteriösen Schatz nicht bergen, sondern verstecken. Zurück in Entenhausen, lässt Micky noch durch Daniel Düsentrieb das Rätsel ihres spektakulären Raumsprungs lösen: Laut ihm seien die beiden für kurze Zeit ionisiert und damit quasi in einen Ionenmotor verwandelt worden. Na dann…
Guido Martina hatte im abgelaufenen Jahr 1968 bereits einen ganz ähnlichen Plot für Romano Scarpa entworfen („Der Kompaß des Khan“, LTB 40). Wer kann es ihm, wenn man sich die unerschöpflichen Möglichkeiten solcher Mystery-Stoffe vor Augen führt, verdenken, dass er auch mit Sergio Asteriti, mit dem er erst im zweiten Jahr ihrer Zusammenarbeit stand, derartiges ausprobieren wollte?... Allerdings belässt er es hier bei einem unerklärlichen Raumsprung (im „Kompaß des Khan“ war es noch um eine Reise in Zeit und Raum gegangen). Die überschaubaren Stärken dieser Geschichte liegen in dem Motiv des vielseitig verwendbaren Regenschirms, natürlich ein Erbstück eines der verrückten Vorfahren Goofys, der ursprünglich damit seine Tulpen vor der Sonne schützen wollte, und in der nicht bis ins Letzte vorhersehbaren Auflösung. Das durch den Auftritt Daniel Düsentriebs realisierte Crossover ist das Allerverzichtbarste an der Sache. (7/15 – Fair) Hobrowili (Diskussion) 16:12, 1. Aug. 2026 (CEST)
Operndiebstahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitten während einer Opernvorstellung wird einer Zuschauerin das Collier vom blanken Hals geklaut. Micky, der mit Minni der Premiere beiwohnt, beginnt sofort zu ermitteln und stößt auch gleich auf einige Ungereimtheiten, über die der hinzugezogene Inspektor Issel ignorant hinwegsieht. Wie er von Kommissar Hunter erfährt, war dies auch nicht der erste Diebstahl dieser Art. Verdächtig macht sich vor allem der Operndirektor, und bei einer nächtlichen Erkundungstour durch das Opernhaus bekommt Micky auch heraus, wie der Dieb es angestellt haben muss: Über ein Speichergeschoss über den Logen zwackte er mit einer Zange das Geschmeide von den Damenkörpern ab. Der räuberische Intendant hat schon in seinem Büro mit der Pistole auf Micky gewartet, zieht aber auf einer Verfolgungsjagd durch den Backstage-Bereich den Kürzeren. Die echten Steine finden sich, wie Micky es schon vermutet hat, versteckt in einer Truhe mit dem nachgemachten Theaterschmuck an…
Für so einen von zweitrangigem Personal (Osvaldo Pavese und Luciano Capitanio) verantworteten Micky-Krimi ist das eigentlich ziemlich in Ordnung. Man atmet sogar einiges an Opernatmosphäre, vor allem was den Kostümfundus, die Requisite und die Kulissen eines solchen Hauses anbetrifft. Auch die klischeehafte Opernvorstellung am Anfang hat ein paar angenehme satirische Anklänge („Gelübte moin! Üch befroie Oich!!“, S. 117). Die Auflösung liegt nicht von Anfang an auf der Hand, zumal sich mit dem diensthabenden Inspektor Wiesel zunächst noch ein anderer Verdächtiger in den Vordergrund schiebt. Der nächtliche „Einbruch“ Mickys in das Opernhaus ist ebenfalls leidlich spannend und atmosphärisch umgesetzt. Wirklich „gut“ kann man „Operndiebstahl“ aufgrund des mangelhaften Artworks aber auch wieder nicht nennen. Besonderheit: Die Geschichte erschien im Topolino im November 1969 erst nach dem Tod ihres Zeichners Capitanio. (8/15 – Alright) Hobrowili (Diskussion) 16:12, 1. Aug. 2026 (CEST)
Der Marathonlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Wie sehr viele andere Entenhausener Bürger nehmen auch Micky, Goofy, Rudi und Kommissar Hunter an dem großen städtischen Marathonlauf teil. Aber auch Kater Karlo und ein Komplize, eben erst aus dem Gefängnis entlassen, wollen sich nach einem Juwelendieb unter die Läufer mischen, um keinen unnötigen Verdacht zu wecken. So entwickelt sich der Marathon – die übrigen Läufer spielen bald keine Rolle mehr – zu einem Verfolgungsrennen zwischen Micky, Goofy, Rudi und Hunter auf der einen und Karlo mit seinem Komplizen auf der anderen Seite. Karlo „gewinnt“, wird aber direkt nach dem Zieleinlauf vom Zweitplatzierten Micky gestellt. Pech für Karlo: Hauptpreis ist ein Urlaub im Gebirge, den dieser aber nicht antreten kann – sitzt er doch wieder ein…
Wie schon im „Carli Caruso“ hat Karlo nix von seiner achtenswerten eigenen Leistung – und wie schon im „Carli Caruso“ ist das Skript nichtsdestoweniger versemmelt. Wie bescheuert diese Idee Karlos (bzw. des Barosso-Brüderpaars) ist, einen zweiten Komplizen (den das Skript am Ende komplett vergisst) aus der Stadt herausfahren und dann die Inkognito-Läufer Komplize 1 und Karlo in der Nähe des Zieleinlaufs abholen zu lassen!... Schließlich hätten die drei Gauner ja nach dem gelungenen Juwelenraub seelenruhig gemeinsam in diesem Wagen aus der Stadt rausgondeln und frohlocken können, dass die ganze Stadt inkl. ihrer Polizeispitzen vom Sport-Event abgelenkt ist. Romano Scarpa ist wahrlich ein sehr guter Zeichner, ist hier aber gezwungen, eine versalzene Suppe auszulöffeln. (4/15 – Quite bad) Hobrowili (Diskussion) 16:12, 1. Aug. 2026 (CEST)
Die Flugzeugentführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Micky und Minni sind auf dem Weg nach Maishofen, um mit Klarabella und Rudi Ross zu feiern, dass letzterer auf eine Erdölquelle gestoßen ist. Parallel setzt sich auch ein Vertreter des Juweliers Ring & Co. in dieselbe Stadt im Wilden Westen in Bewegung, um Klarabella eine Kollektion von Juwelen zu präsentieren – man gönnt sich ja sonst nichts. Doch Kater Karlo raubt die Schmuckstücke und zwingt den Piloten, den Flieger in einer Wüstenei zwischenzulanden und ihn dort auszusetzen. Micky und Minni, in einer kleinen Sportmaschine unterwegs, riechen den Braten, können aber nicht verhindern, dass Karlo einen tölpelhaften Sheriff gegen sie aufhetzt und mit den Juwelen entkommt. Doch als Karlo mit Juwelier Ring, mit dem er unter einer Decke steckt, den Coup feiert, sind die Hüter des Gesetzes wieder auf Zack…

Mit diesem Machwerk von 1969 untermauern Gian Giacomo Dalmasso und Giulio Chierchini mal wieder ihren Ruf als das schwächste Autor-Zeichner-Gespann überhaupt während der Frühphase der italienischen Disney-Comics. Vom unplausiblen Plot über die zusammengestoppelte Dramaturgie hin bis zu den hölzernen Zeichnungen stimmt so gut wie nichts. Es gibt immerhin einen (einzigen) guten Dialog, als ein Mitarbeiter den tumben Sheriff, der gerade von Kater Karlo so restlos verarscht worden war, über die Geschehnisse aufklären will und von diesem ein „Weiß ich!“ erntet: „Woher wissen Sie das?“ – „Ein Sheriff verliert eben nie den Überblick!“ (S. 193) (2/15 – Terrible) Hobrowili (Diskussion) 16:12, 1. Aug. 2026 (CEST)
Der geheimnisvolle Mister K.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Des Nachts erhält Micky überraschenden Besuch von Kater Karlo, der um Hilfe bittet: Ein Mister K. treibe bei ihm und der restlichen Entenhausener Ganovenwelt seit einiger Zeit „Steuern“ ein. Eine Verabredung mit diesem mysteriösen Über-Gauner endet für Micky, Goofy und Karlo unter einem Gummiknüppel und in Haft. Zunächst noch zusammen eingesperrt, wird nach einem Fluchtversuch Karlo von Micky und Goofy getrennt. Mister K. erpresst ein Lösegeld, das Entenhausener Bürger über Spenden aufbringen, denkt aber gar nicht daran, sein Versprechen, die prominenten Geiseln freizulassen, einzulösen. Bald darauf gelingt den beiden aber doch die Flucht. Einige Zeit später lässt sich ein fieser Geschäftsmann namens Karlowski in Entenhausen nieder. Über die Observation Trudis kommt Micky der Pointe eines abgefeimten Plans auf die Spur: Karlowski alias Mr. K. ist eigentlich Kater Karlo, der das ganze Versteckspiel inszeniert hatte. Identifiziert hatte Micky den Gauner durch die Art, wie er in der Maskerade „Karlowski“ die Zigarrenspitze auf den Boden zu spucken pflegte…
Schon beim Opening Splash sind wir versucht, unsere Augen mit Entsetzen abzuwenden: Diese Schattengestalt, die sich da mit der Brechstange an Mickys Fenstern zu schaffen macht, das ist doch… Genau, Kater Karlo schon wieder, im nicht weniger als dem fünften Auftritt im achten Comic dieses Bandes, womit jedes vernünftige Maß überschritten wird. Durch Fehler in den Maschinenteilen Logik und Plausibilität stottert der von Jerry Siegel konstruierte und von Luciano Gatto betriebene Comic-Motor beträchtlich, doch ist der Plot mit der anfänglichen Kooperation von Micky und Karlo und dem Zeitsprung in der Mitte ungewöhnlich genug, um zumindest zeitweise unsere Aufmerksamkeit zu fesseln. Am Anfang hätten wir noch schwören können, dass es Kater Karlo ehrlich meint und tatsächlich von einem Mister K. unter Druck gesetzt wird, womit wir uns aber, je länger die Chose dauert, als im Grunde nicht weniger beeinflussbar erweisen als der schwachsinnige Sheriff im Comic zuvor. (6/15 – Average) Hobrowili (Diskussion) 16:12, 1. Aug. 2026 (CEST)
Ein wahres Hundeleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Pluto hat offenbar eine Psychose entwickelt: Immer wieder rennt er laut kläffend hinter fahrenden Autos hinterher. Aus einem Ratgeber holen sich Micky und seine Neffen Mack und Muck wertvolle Tipps, wie dem Einhalt zu gebieten wäre, deren Umsetzung sie jedoch immer wieder mit der Grünen Minna in Konflikt bringen…
Die Barossos und der junge Massimo de Vita schufen 1965 diese kurze Gagstory in verblüffend amerikanischem Stil – was sicher auch daran liegt, dass Mack, Muck und Pluto Figuren waren, die man eher in den amerikanischen S-Code-Geschichten und Comic-Strips antraf. Einige Sequenzen, zum Beispiel jene beim Tierarzt und mit dem gebeutelten Inspektor Lade, sind durchaus zum Schmunzeln. Und als Mack und Muck im drittletzten Panel ihrem Pluto in kompliziertesten Wendungen erklären, was er in Zukunft darf und was nicht, ahnen wir schon, dass auch dies beim Versuch bleiben wird. (7/15 – Fair) Hobrowili (Diskussion) 16:12, 1. Aug. 2026 (CEST)
Das Nacht-Fahrzeug[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Goofy hat eine Idee, wie er sein Schlafwandeln abwandeln kann… Einfach weder intelligent noch lustig. (2/15 – Very bad) Hobrowili (Diskussion) 16:12, 1. Aug. 2026 (CEST)
Fazit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Also, „groß in Form“ ist Micky in diesem Band nicht gerade, jedenfalls reicht es nur einmal und dann auch nur haarscharf für eine einzige „gute“ Bewertung für den nachtseligen Asteriti-Opener „Unter falschem Verdacht“. Im Fortgang des Bandes überwiegt dann immerhin das Mittelmaß und nicht der Ausschuss. In der Bandmitte überraschen positiv ein Lichtblick von Capitanio und negativ ein äußerst verzichtbarer Scarpa.