Die Macht der Töne: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:Die Macht der Töne 01.jpg|mini|rechts|Donald sieht in der Zeitung ein Stellenangebot (© Egmont Ehapa)]] | |||
'''Die Macht der Töne''' (im Original: ''Land of the Totem Poles'', früher auf Deutsch: ''Donald Duck im Land der Totems'', auch als ''Im Land der Totempfähle'' veröffentlicht) ist eine [[Comicgeschichte]] von [[Carl Barks]] (Story und Zeichnungen) aus dem Jahr 1949, bei der es um [[Donald Duck]] als Vertreter geht. In Deutschland wurde die Geschichte erstmals in ''[[Ich Donald Duck]]'' 1974 veröffentlicht. | |||
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[[Donald Duck]] sieht eine Zeitung ein freies Stellenangebot für den Job als Vertreter: „Dynamischer Vertreter gesucht! Kontaktfreude und Durchsetzungsvermögen Bedingung! Wir bieten eine einmalige Aufgabe bei hoher Provision.“ Die Bewerber müssen sich laut Annonce in der Schillerstraße 73 vorstellen. Dort angekommen, bemerkt Donald eine äußerst lange Schlange an Bewerbern, doch um seine Wartezeit zu verkürzen, knüllt er eine Zeitung zusammen und gibt vor, ein wichtiges Paket für den Chef zu haben, so kommt er ins Büro. Der Chef ist zuerst aufgebracht, doch dann hat er eine spezielle Aufgabe für Donald: „ein Gebiet im hohen Norden, wo noch nie ein Vertreter seinen Fuß hingesetzt hat.“ Diese Gegend ist der Kickmiquikfluss fast am Nordpol. Laut Donald müsse er dort „eine Art Dampfkochtopf“ verkaufen und wird von [[Tick, Trick und Track]] begleitet, die auch einige Dinge mitnehmen, um ein bisschen Geld zu machen. Der Ausgangspunkt befindet sich in Freezed Foot. | [[Donald Duck]] sieht eine Zeitung ein freies Stellenangebot für den Job als Vertreter: „Dynamischer Vertreter gesucht! Kontaktfreude und Durchsetzungsvermögen Bedingung! Wir bieten eine einmalige Aufgabe bei hoher Provision.“ Die Bewerber müssen sich laut Annonce in der Schillerstraße 73 vorstellen. Dort angekommen, bemerkt Donald eine äußerst lange Schlange an Bewerbern, doch um seine Wartezeit zu verkürzen, knüllt er eine Zeitung zusammen und gibt vor, ein wichtiges Paket für den Chef zu haben, so kommt er ins Büro. Der Chef ist zuerst aufgebracht, doch dann hat er eine spezielle Aufgabe für Donald: „ein Gebiet im hohen Norden, wo noch nie ein Vertreter seinen Fuß hingesetzt hat.“ Diese Gegend ist der Kickmiquikfluss fast am Nordpol. Laut Donald müsse er dort „eine Art Dampfkochtopf“ verkaufen und wird von [[Tick, Trick und Track]] begleitet, die auch einige Dinge mitnehmen, um ein bisschen Geld zu machen. Der Ausgangspunkt befindet sich in Freezed Foot. | ||
Dort erhält Donald seinen „Musterkoffer“ – nach einem Blick danach ist er erschüttert: „Oje-oje! Ich werde ein Verkaufsgenie sein müssen, um das Ding an den Mann zu bringen. Mit Dynamik allein läuft da nichts“. Weiter nach Norden, wo Donald als Vertreter tätig ist, gibt es keine Straßen, sondern die Ducks müssen per Floß reisen. Sie finden eine Blockhütte, doch die Frau, die sie treffen, hat nur 22 Taler – drei Nullen zu wenig, denn Donalds Produkt kostet 22.000 Taler. Inzwischen haben die drei Neffen 22 Taler eingenommen. | Dort erhält Donald seinen „Musterkoffer“ – nach einem Blick danach ist er erschüttert: „Oje-oje! Ich werde ein Verkaufsgenie sein müssen, um das Ding an den Mann zu bringen. Mit Dynamik allein läuft da nichts“. Weiter nach Norden, wo Donald als Vertreter tätig ist, gibt es keine Straßen, sondern die Ducks müssen per Floß reisen. | ||
[[Datei:Die Macht der Töne 02.jpg|mini|In unwegsamem Gelände behilft man sich auf dem Kickmiquickfluss mit einem Floß (© Egmont Ehapa)]] | |||
Sie finden eine Blockhütte, doch die Frau, die sie treffen, hat nur 22 Taler – drei Nullen zu wenig, denn Donalds Produkt kostet 22.000 Taler. Inzwischen haben die drei Neffen 22 Taler eingenommen. | |||
Die zweite Station ist eine Höhle, aus der Rauch kommt, wodurch sie vermuten, dass dort jemand wohnt. Donald nimmt die Waren der drei Neffen, da er damit auf mehr Erfolg hofft. Tick, Trick und Track meinen, sie müssen eben Donalds Waren verkaufen und bemerken, was die Ware ist: eine Dampforgel! In der Höhle trifft Donald auf einen Eremit, der sich als Erasmus vorstellt. Da er über und über behaart ist, meint Donald, er wäre an Pflegeprodukten interessiert. Doch der meint: „Es gibt nur eine Sache auf der Welt, die ich gern hätte, aber die hast du nicht, mein Sohn!“ Donald kehrt zum Floß zurück und meint, der Eremit habe nur einen Wunsch, würde aber nicht sagen, welchen. Tick, Trick und Track versuchen es daraufhin – die Sache, die sich der Eremit wünscht, ist eine Dampforgel! Tick, Trick und Track verkaufen ihm eine. | Die zweite Station ist eine Höhle, aus der Rauch kommt, wodurch sie vermuten, dass dort jemand wohnt. Donald nimmt die Waren der drei Neffen, da er damit auf mehr Erfolg hofft. Tick, Trick und Track meinen, sie müssen eben Donalds Waren verkaufen und bemerken, was die Ware ist: eine Dampforgel! In der Höhle trifft Donald auf einen Eremit, der sich als Erasmus vorstellt. Da er über und über behaart ist, meint Donald, er wäre an Pflegeprodukten interessiert. Doch der meint: „Es gibt nur eine Sache auf der Welt, die ich gern hätte, aber die hast du nicht, mein Sohn!“ Donald kehrt zum Floß zurück und meint, der Eremit habe nur einen Wunsch, würde aber nicht sagen, welchen. Tick, Trick und Track versuchen es daraufhin – die Sache, die sich der Eremit wünscht, ist eine Dampforgel! Tick, Trick und Track verkaufen ihm eine. | ||
[[Datei:Die Macht der Töne 03.jpg|mini|Tick, Trick & Track haben mit ihrem Verkaufsversuch Erfolg (© Egmont Ehapa)]] | |||
Der Fluss wird immer flacher und nach dem Fluss kommt einer der letzten weißen Flecken auf der Landkarte. Von Weitem sehen die Ducks schon Rauchsignale. Donald begibt sich mit den Waren der drei Neffen zum Indianerdorf. Die Indianer sind noch nicht mit weißen Männern in Berührung gekommen. | |||
[[Datei:Die Macht der Töne 04.jpg|mini|Den Indianern ist die Ankunft der Fremden nicht entgangen (© Egmont Ehapa)]] | |||
Donald preist seine Waren an, doch sie werden nicht abgenommen. Er beschließt, die Produkte vorzuführen, so streicht er sich die Lippen mit Lippenstift. Der Indianer Edler Elch trinkt die von ihm erworbene Flasche ''Eau de Cologne'', der Freund der Indianerin Weiße Wolke streicht seine Lippen mit Lippenstift, zwei weitere essen Seife und ein anderer möchte mit Haarentferner das Haar des Häuptlings rosa färben, doch der ist außer sich vor Wut: „Wer bezahlt den Skalp den großen Häuptlings?“ Der Medizinmann salbt sein Gesicht mit Nagellack ein und es wird steif. Das ''Eau de Cologne'' ist „sehr, sehr scharf! Brennt wie Feuer im Bauch!“ | |||
[[Datei:Die Macht der Töne 05.jpg|mini|Die Indianer wollen Donald an den Kragen (© Egmont Ehapa)]] | |||
Die Indianer geben Donald die Schuld an ihrem Missgeschick und wollen seinen Skalp. Inzwischen haben die drei Neffen ein Feuer gemacht, um die Dampforgel zu bedienen, durch die lauten Töne ist die Schlucht eingestürzt, in der sich der Fluss befindet – „das war die Macht der Töne“. Dadurch ist ihnen ein Weg geebnet. | |||
[[Datei:Die Macht der Töne 06.jpg|mini|Der Weg ist durch ''die Macht der Töne'' geebnet (© Egmont Ehapa)]] | |||
Die Indianer haben Donald aus den Augen verloren: „Bleichgesicht wie Geist! Ist noch da, aber nicht zu sehen!“ Klein-Iltis bemerkt, dass ein Totempfahl höher ist als gestern – Donald hat sich auf diesem Totempfahl versteckt. Die drei Neffen, die mit dem Fahrzeug und der Dampforgel anrücken, bemerken, dass ihr Onkel in Schwierigkeiten steckt und möchten ihn retten. Doch das Fahrzeug stürzt über den Abgrund und die Dampforgel ist zerstört. | |||
[[Datei:Die Macht der Töne 07.jpg|mini|Donald schreit sich um Kopf und Kragen (© Egmont Ehapa)]] | |||
Tick, Trick und Track haben einen Plan. Sie sammeln alles ein, was von der Orgel übriggeblieben ist und präparieren mit diesen Dingen die Totempfähle. Am Morgen wird das Bleichgesicht zum Tag des Gerichts geführt und der Häuptling sagt: „Der Häuptling ruft die Totems der in den ewigen Jagdgründen wallenden Ahnen als Zeugen für die Vergeltung der Freveltat!“ „Die Totems erwidern auf eine Art, die sowohl Zustimmung wie Ablehnung bedeuten kann. Jedenfalls fällt die Antwort sehr laut aus …“. | |||
[[Datei:Die Macht der Töne 08.jpg|mini|Die präparierten Totempfähle verängstigen zunächst die Indianer (© Egmont Ehapa)]] | |||
Die vier Ducks, die fliehen wollen, werden von den Indianern gefangen, worauf Donald sagt: „Jetzt ist es aus! Ganz aus!“ Doch der Häuptling ist freundlich und meint: „Der weiße Mann lasse die Totems tönen! Der Häuptling liebt das.“ | |||
Zwei Wochen später ist Donald bei seinem Chef, um zu berichten, dass er 50 Dampforgeln verkauft hat. | |||
[[Datei:Die Macht der Töne 09.jpg|mini|Donald verkündet seinem Chef den vollen Erfolg seiner Mission (© Egmont Ehapa)]] | |||
Die Kunden haben mit Nerzfellen bezahlt, „am [[Bahnhof Entenhausen|Bahnhof]] stehen drei Güterzüge voll von dem Zeug“. | |||
Zwei Wochen später ist Donald bei seinem Chef, um zu berichten, dass er 50 Dampforgeln verkauft hat. Die Kunden haben mit Nerzfellen bezahlt, „am [[Bahnhof Entenhausen|Bahnhof]] stehen drei Güterzüge voll von dem Zeug“. | |||
Vor lauter Schreck fällt der Chef in Ohnmacht. Als Prämie erhält Donald eine Dampforgel und als [[Daisy]] zu Besuch kommt, meint er: „Das hab’ ich gewonnen! Es ist der Ehrenpreis für den besten Vertreter, den es je auf Erden gab! Und das bin ich!“ | Vor lauter Schreck fällt der Chef in Ohnmacht. Als Prämie erhält Donald eine Dampforgel und als [[Daisy]] zu Besuch kommt, meint er: „Das hab’ ich gewonnen! Es ist der Ehrenpreis für den besten Vertreter, den es je auf Erden gab! Und das bin ich!“ | ||
== Hintergrund und Bedeutung == | == Hintergrund und Bedeutung == | ||