Wettlauf auf dem Eis: Unterschied zwischen den Versionen
McDuck (Diskussion | Beiträge) Die Seite wurde neu angelegt: „{{Infobox Comicgeschichte | TITEL = Wettlauf auf dem Eis | ORTITEL = The Long Race to Pumpkinburg | PUBL = März 1945 | ENTST = 27. Oktober 1944 | CODE = W WDC 54-02 | STORY = Carl Barks | ZEICH = Carl Barks | PAG = 10 | UEB = Dr. Erika Fuchs | D-PUBL = Micky Maus 52/1975 | LISTE = Liste aller Comicgeschichten von Carl Barks }} '''Wettlauf auf dem Eis''' ist eine zehnseitige Comicgeschichte von Carl Barks aus de…“ |
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''Wettlauf auf dem Eis'' ist erneut ein typischer Donald-gegen-die-Neffen-Comic, bei dem sich die Ducks in einem sportlichen Wettbewerb messen. In früheren Comics waren sie bereits im Schifahren gegeneinander angetreten, hatten Drachen steigen lassen oder Fallen für Wildtiere ausgelegt. Wie schon im früheren Zehnseiter ''[[Vier Männer im Schnee]]'' spielt die Geschichte im Winter und nach dem Schifahren war es für Barks wohl naheliegend, als nächstes das Schlittschuhlaufen als die Disziplin zu definieren, in der die Ducks gegeneinander antreten würden. | ''Wettlauf auf dem Eis'' ist erneut ein typischer Donald-gegen-die-Neffen-Comic, bei dem sich die Ducks in einem sportlichen Wettbewerb messen. In früheren Comics waren sie bereits im Schifahren gegeneinander angetreten, hatten Drachen steigen lassen oder Fallen für Wildtiere ausgelegt. Wie schon im früheren Zehnseiter ''[[Vier Männer im Schnee]]'' spielt die Geschichte im Winter und nach dem Schifahren war es für Barks wohl naheliegend, als nächstes das Schlittschuhlaufen als die Disziplin zu definieren, in der die Ducks gegeneinander antreten würden. | ||
Doch Barks konnte auch auf seine Storyboardskizzen für den nie fertiggestellten Cartoon „The Hockey Champ“ zurückgreifen. Dieser wurde 1938 von Barks und Harry Reeves geschrieben, die meisten Storyboardskizzen stammen von Barks. Im Cartoon sollte ein überheblicher Donald seine Fähigkeiten als Eisläufer demonstrieren und seine Neffen zu einem Eishockey-Spiel herausfordern, das Donald natürlich krachend verliert. Der Cartoon wurde nie produziert, aber die Handlung schuf das Muster, dem auch viele frühe Zehnseiter von Barks folgen sollten, in der Donald sich brüstet, alles besser zu können, seine Neffen herausfordert und am Ende in der Regel verliert. Das Storyboard zeigt | Doch Barks konnte auch auf seine Storyboardskizzen für den nie fertiggestellten Cartoon „The Hockey Champ“ zurückgreifen. Dieser wurde 1938 von Barks und Harry Reeves geschrieben, die meisten Storyboardskizzen stammen von Barks. Im Cartoon sollte ein überheblicher Donald seine Fähigkeiten als Eisläufer demonstrieren und seine Neffen zu einem Eishockey-Spiel herausfordern, das Donald natürlich krachend verliert. Der Cartoon wurde nie produziert, aber die Handlung schuf das Muster, dem auch viele frühe Zehnseiter von Barks folgen sollten, in der Donald sich brüstet, alles besser zu können, seine Neffen herausfordert und am Ende in der Regel verliert. Das Storyboard zeigt Barks’ Talent, aus Bewegungen Gags zu entwickeln und die Handlung eines ganzen Filmes mit einfachen Mitteln zu gestalten. Am beeindruckendsten ist wohl die Eröffnungsszene, in der Donald die norwegische Eiskunstläuferin Sonja Henie imitiert.<ref>„Der Hockey Champion“, in [[Barks Library Special Donald Duck 6]].</ref> | ||
Für ''Wettlauf auf dem Eis'' drehte Barks den Beginn um. Nun zeigen die Neffen völlig übertrieben, was sie am Eis so draufhaben und brechen dabei alle Regeln der Physik. Barks stellt also bewusst eine Figur dar, die im Eiskunstlauf unmöglich ist. Die Rufe ihres Onkels hören sie nicht, wie schon in den Zehnseitern ''[[Die drei dreckigen Ducks]]'' und ''[[Auf dem hohen Seil]]''. Sodann benutzt Barks den Streit um den Abwasch, um die Haupthandlung, den Wettlauf, auszulösen. Der Streit um den Abwasch ist ein neues Motiv in Barks-Comics, fügt sich aber an den früheren Kampf um das sonntägliche Bad der Neffen in ''Die drei dreckigen Ducks'' an. In beiden Fällen handelt es sich um innerfamiliäre Konflikte, die für das Amerika der 1940er sicher typisch waren. | Für ''Wettlauf auf dem Eis'' drehte Barks den Beginn um. Nun zeigen die Neffen völlig übertrieben, was sie am Eis so draufhaben und brechen dabei alle Regeln der Physik. Barks stellt also bewusst eine Figur dar, die im Eiskunstlauf unmöglich ist. Die Rufe ihres Onkels hören sie nicht, wie schon in den Zehnseitern ''[[Die drei dreckigen Ducks]]'' und ''[[Auf dem hohen Seil]]''. Sodann benutzt Barks den Streit um den Abwasch, um die Haupthandlung, den Wettlauf, auszulösen. Der Streit um den Abwasch ist ein neues Motiv in Barks-Comics, fügt sich aber an den früheren Kampf um das sonntägliche Bad der Neffen in ''Die drei dreckigen Ducks'' an. In beiden Fällen handelt es sich um innerfamiliäre Konflikte, die für das Amerika der 1940er sicher typisch waren. | ||
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Die Übersetzung von Dr. Erika Fuchs orientiert sich weitgehend am Original. Die meisten Versionsunterschiede sind klein und fallen kaum ins Gewicht. Auf der ersten Seite etwa sagt Donald im Deutschen, dass die Kinder jeden Tag Schlittschuhlaufen und nicht zum Essen kommen. Im Original erwähnt er dies nicht. Auf der zweiten Seite erlaubt sich Barks zwei Wortwitze, die in der deutschen Version fehlen. Als Donald ihnen die Aufgabe stellt, durch einen Reifen, auf Englisch hoop, zu springen, sagen die Neffen: | Die Übersetzung von Dr. Erika Fuchs orientiert sich weitgehend am Original. Die meisten Versionsunterschiede sind klein und fallen kaum ins Gewicht. Auf der ersten Seite etwa sagt Donald im Deutschen, dass die Kinder jeden Tag Schlittschuhlaufen und nicht zum Essen kommen. Im Original erwähnt er dies nicht. Auf der zweiten Seite erlaubt sich Barks zwei Wortwitze, die in der deutschen Version fehlen. Als Donald ihnen die Aufgabe stellt, durch einen Reifen, auf Englisch hoop, zu springen, sagen die Neffen: „We’re super duper hooper men“, also „Wir sind Superduper-Reifen-Männer“. Donald transportiert sie in der Kiste ab und meint: „Soup’s on, super men“, also „Die Suppe steht an, Supermänner.“ | ||
Im Original geht die Wettfahrt der Ducks drei Kilometer den Fluss hinab nach Pumpkinburg, in der Übersetzung liegt das Ziel in Gänseburg. | Im Original geht die Wettfahrt der Ducks drei Kilometer den Fluss hinab nach Pumpkinburg, in der Übersetzung liegt das Ziel in Gänseburg. | ||
Im Englischen ist Donald eher bewusst, dass er die Regeln bricht, als er sich eine Abkürzung erlaubt. Aber er findet „I | Im Englischen ist Donald eher bewusst, dass er die Regeln bricht, als er sich eine Abkürzung erlaubt. Aber er findet „I won’t be breaking the rules – much!“ Und als ihm sein Regelbruch gelingt, findet er, dass er heute wirklich schlau ist. Im Deutschen sagt er, dass die Regeln in keinem Fall bricht, solange er nicht den Boden berührt. Und er lobt seinen Sprung, der so gewesen sei, „wie in jungen Tagen“. | ||
In den beiden Versionen unterscheiden sich die Zeitangaben im Finale des Wettlaufs. Als Kinder das Sägewerk passieren, meinen sie im Original, es brauche nur noch eine Minute bis zum Ziel. Im Deutschen sind sie vorsichtiger und reden von fünf Minuten. Das ist natürlich zutreffender, da die folgenden Ereignisse weit mehr Zeit in Anspruch nehmen as nur eine Minute. Als Donald dann endlich seine Schlittschuhe aus dem Wasser gefischt hat und die Verfolgung aufnimmt, meint er im Original, dass die Kinder in 20 Sekunden unter der Brücke seien. In der Übersetzung ist er wiederum realistischer und geht von 30 Sekunden aus. | In den beiden Versionen unterscheiden sich die Zeitangaben im Finale des Wettlaufs. Als Kinder das Sägewerk passieren, meinen sie im Original, es brauche nur noch eine Minute bis zum Ziel. Im Deutschen sind sie vorsichtiger und reden von fünf Minuten. Das ist natürlich zutreffender, da die folgenden Ereignisse weit mehr Zeit in Anspruch nehmen as nur eine Minute. Als Donald dann endlich seine Schlittschuhe aus dem Wasser gefischt hat und die Verfolgung aufnimmt, meint er im Original, dass die Kinder in 20 Sekunden unter der Brücke seien. In der Übersetzung ist er wiederum realistischer und geht von 30 Sekunden aus. | ||
Aktuelle Version vom 29. Mai 2026, 11:51 Uhr
| Wettlauf auf dem Eis | |
|---|---|
| The Long Race to Pumpkinburg | |
| Erstveröffentlichung: | März 1945 |
| Entstehungsdatum: | 27. Oktober 1944 |
| Storycode: | W WDC 54-02 |
| Story: | Carl Barks |
| Zeichnungen: | Carl Barks |
| Seiten: | 10 |
| Deutsche Übersetzung: | Dr. Erika Fuchs |
| Deutsche Erstveröffentlichung: | Micky Maus 52/1975 |
| Weiterführendes | |
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Wettlauf auf dem Eis ist eine zehnseitige Comicgeschichte von Carl Barks aus dem Jahr 1944. Die Erstveröffentlichung folgte im März 1945 in den USA. In der Geschichte treten Donald und seine drei Neffen gegeneinander in einem Schlittschuhrennen an.
Figuren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Donald Duck
- Tick, Trick und Track
- Tauschratten
Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Im Winter sind die Kinder jeden Tag am Schlittschuhlaufen und probieren die kühnsten Kunststücke aus. Wenn ihr Onkel sie zum Essen ruft, hören sie ihn gar nicht. Aber Donald denkt sich einen Trick aus und bringt doch noch die Neffenschar an den heimatlichen Mittagstisch. Als nun die Frage aufkommt, wer an diesem Tag das Geschirr abwäscht, schlägt Donald einen Wettlauf vor, drei Kilometer den Fluss hinunter nach Gänseburg. Der Verlierer muss einen Monat lang das Geschirr abwaschen. Schnell zeigt sich aber, dass Donald nicht nur viel schneller ist ayls seine Neffen, sondern es mit sportlicher Redlichkeit nicht so genau nimmt. Er beginnt, seine Kontrahenten zu sabotieren, indem er Sand aufs Eis streut. Außerdem schummelt er, indem er ein Stück überspringt. Der Vorsprung macht Donald allzu siegessicher und er gönnt sich ein Päuschen. Als die Kinder an ihm vorbeipreschen, wird es höchste Eisenbahn, also „borgt“ sich Donald erst ein Segel und dann sogar eine Rakete aus. Doch die Kinder verfälschen die Flugbahn und Donald landet nicht unter, sondern über der Brücke, dem Zielpunkt ihres Wettlaufs. Also hat er verloren und muss abwaschen.
Hintergrund, Bedeutung und Analyse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Wettlauf auf dem Eis ist erneut ein typischer Donald-gegen-die-Neffen-Comic, bei dem sich die Ducks in einem sportlichen Wettbewerb messen. In früheren Comics waren sie bereits im Schifahren gegeneinander angetreten, hatten Drachen steigen lassen oder Fallen für Wildtiere ausgelegt. Wie schon im früheren Zehnseiter Vier Männer im Schnee spielt die Geschichte im Winter und nach dem Schifahren war es für Barks wohl naheliegend, als nächstes das Schlittschuhlaufen als die Disziplin zu definieren, in der die Ducks gegeneinander antreten würden.
Doch Barks konnte auch auf seine Storyboardskizzen für den nie fertiggestellten Cartoon „The Hockey Champ“ zurückgreifen. Dieser wurde 1938 von Barks und Harry Reeves geschrieben, die meisten Storyboardskizzen stammen von Barks. Im Cartoon sollte ein überheblicher Donald seine Fähigkeiten als Eisläufer demonstrieren und seine Neffen zu einem Eishockey-Spiel herausfordern, das Donald natürlich krachend verliert. Der Cartoon wurde nie produziert, aber die Handlung schuf das Muster, dem auch viele frühe Zehnseiter von Barks folgen sollten, in der Donald sich brüstet, alles besser zu können, seine Neffen herausfordert und am Ende in der Regel verliert. Das Storyboard zeigt Barks’ Talent, aus Bewegungen Gags zu entwickeln und die Handlung eines ganzen Filmes mit einfachen Mitteln zu gestalten. Am beeindruckendsten ist wohl die Eröffnungsszene, in der Donald die norwegische Eiskunstläuferin Sonja Henie imitiert.[1]
Für Wettlauf auf dem Eis drehte Barks den Beginn um. Nun zeigen die Neffen völlig übertrieben, was sie am Eis so draufhaben und brechen dabei alle Regeln der Physik. Barks stellt also bewusst eine Figur dar, die im Eiskunstlauf unmöglich ist. Die Rufe ihres Onkels hören sie nicht, wie schon in den Zehnseitern Die drei dreckigen Ducks und Auf dem hohen Seil. Sodann benutzt Barks den Streit um den Abwasch, um die Haupthandlung, den Wettlauf, auszulösen. Der Streit um den Abwasch ist ein neues Motiv in Barks-Comics, fügt sich aber an den früheren Kampf um das sonntägliche Bad der Neffen in Die drei dreckigen Ducks an. In beiden Fällen handelt es sich um innerfamiliäre Konflikte, die für das Amerika der 1940er sicher typisch waren.
Genau wie im Cartoon ist es Donald, der den Wettkampf vorschlägt und mit seinen Fähigkeiten am Anfang die Nase vorn zu haben scheint. Trotzdem beginnt Donald seine Neffen zu sabotieren und sich mit allen möglichen Tricks und Hilfsmitteln über die Regeln hinwegzusetzen, wobei er immer betont, dass das, was er macht, erlaubt sei. Aber schließlich hat er die Regeln aufgestellt. Wenn man schon Donald mit seinem schleißigen Regelverständnis nachsehen möchte, dass er über ein Stück Land springen darf, so ist aber auf jeden Fall verboten, dass er im Sägewerk eine Pause einlegt. Denn um ins Sägewerk und wieder hinaus zu gelangen, muss er auf jeden Fall das Eis verlassen und den Boden berühren. Ähnliches gilt für seinen erzwungenen Abstecher in die Feuerwerksfabrik. Dass Donald bei diesen klaren Regelbrüchen am Ende auch noch meint, gewonnen zu haben, als er die Steinbrücke in hohem Bogen überfliegt, zeigt seine anmaßende Unehrlichkeit. Donald ist sich keiner Schuld, keines Regelbruchs bewusst und obwohl schon längst disqualifiziert worden wäre, reklamiert er nassforsch den Sieg für sich. Die Neffen sind dagegen ausschließlich fair und wollen auch nur fair gewinnen, sonst gar nicht. Als sie einmal in Versuchung geführt werden, erbenfalls zu tricksen, schlagen sie den Gedanken schnell aus. Bis zum Ende bleiben sie die besseren, sportlicheren Wettkämpfer und obwohl Donald ihnen so übel mitgespielt hat, sind sie als erstes darum besorgt, ihren Onkel zu finden und ihm zu helfen.
Einige weitere Aspekte im Comic fallen auf: Donald kann mehrfach ganz ohne Schlittschuhe aufs Eis gehen, ohne auszurutschen. Auch beim Anschnallen der Schlittschuhe an die Füße haben die vier Ducks keinerlei Probleme, obwohl in anderen Barks-Comics die Wabbligkeit der Füße betont wird und sie nur mit Mühe in Wasserski passen. Die verwendeten Schlittschuhe sind einfache Stahlkufen zum Umschnallen. Diese gibt es bereits seit gut 2000 Jahren und sie wurden noch bis in die 1950er-Jahre hinein benutzt, bis sie endgültig aus der Mode kamen. Heutigen Eisläufern, die nur noch eigene Schuhe mit fix befestigten Kufen kennen, können die von den Ducks benutzten Modelle daher sehr ungewöhnlich und altmodisch erscheinen.
In einigen deutschen Abdrucken tragen außerdem in einem Panel zwei Neffen eine rote Mütze und keiner eine grüne. Es handelt sich also um einen Kolorierungsfehler.
Übersetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Übersetzung von Dr. Erika Fuchs orientiert sich weitgehend am Original. Die meisten Versionsunterschiede sind klein und fallen kaum ins Gewicht. Auf der ersten Seite etwa sagt Donald im Deutschen, dass die Kinder jeden Tag Schlittschuhlaufen und nicht zum Essen kommen. Im Original erwähnt er dies nicht. Auf der zweiten Seite erlaubt sich Barks zwei Wortwitze, die in der deutschen Version fehlen. Als Donald ihnen die Aufgabe stellt, durch einen Reifen, auf Englisch hoop, zu springen, sagen die Neffen: „We’re super duper hooper men“, also „Wir sind Superduper-Reifen-Männer“. Donald transportiert sie in der Kiste ab und meint: „Soup’s on, super men“, also „Die Suppe steht an, Supermänner.“ Im Original geht die Wettfahrt der Ducks drei Kilometer den Fluss hinab nach Pumpkinburg, in der Übersetzung liegt das Ziel in Gänseburg.
Im Englischen ist Donald eher bewusst, dass er die Regeln bricht, als er sich eine Abkürzung erlaubt. Aber er findet „I won’t be breaking the rules – much!“ Und als ihm sein Regelbruch gelingt, findet er, dass er heute wirklich schlau ist. Im Deutschen sagt er, dass die Regeln in keinem Fall bricht, solange er nicht den Boden berührt. Und er lobt seinen Sprung, der so gewesen sei, „wie in jungen Tagen“.
In den beiden Versionen unterscheiden sich die Zeitangaben im Finale des Wettlaufs. Als Kinder das Sägewerk passieren, meinen sie im Original, es brauche nur noch eine Minute bis zum Ziel. Im Deutschen sind sie vorsichtiger und reden von fünf Minuten. Das ist natürlich zutreffender, da die folgenden Ereignisse weit mehr Zeit in Anspruch nehmen as nur eine Minute. Als Donald dann endlich seine Schlittschuhe aus dem Wasser gefischt hat und die Verfolgung aufnimmt, meint er im Original, dass die Kinder in 20 Sekunden unter der Brücke seien. In der Übersetzung ist er wiederum realistischer und geht von 30 Sekunden aus.
Donald kracht im Original in ein Fabriksgebäude von „Brimstone Fireworks“, also übersetzt „Schwefels Feuerwerkskörper“. Im Deutschen heißt die Firma „Knall & Co Feuerwerks GmbH“.
Remake[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Ab Mitte der 1950er begann Barks, Ideen aus seinen früheren Geschichten zu recyceln und Remakes anzufertigen. 1955 schrieb und zeichnete er die Geschichte Die flinken Schwimmer und übernahm dafür den Grundplot und groben Handlungsverlauf von Wettlauf auf dem Eis. Die flinken Schwimmer ist damit eines der frühesten Remakes von Barks. Der augenfälligste Unterschied der Geschichte aus den 1940ern zu der zehn Jahre später ist, dass Barks eine völlig andere Jahreszeit gewählt hat. Wettlauf dem Eis spielt im Winter und die Ducks messen sich im Schlittschuhlaufen, während Die flinken Schwimmer einen Schwimmwettbewerb im Sommer darstellt. Der grobe Handlungsverlauf ist ähnlich. Die Neffen geben mit ihren Schwimmkünsten an, Donald fängt sie mit einem Trick ein, schlägt ein Wettschwimmen vor und sabotiert seine Neffen, wo er nur kann. Sogar vor dem Einsatz technischer Hilfsmittel ist er sich in beiden Geschichten nicht zu schade. Doch Barks dachte sich für das Remake eine ganze Menge neuer Gags aus und er integrierte eine ganz andere Moral in die Geschichte, die im Vorläufer noch fehlt. Die flinken Schwimmer zeigt einen Donald in erzieherischer Funktion, der möchte, dass seine Neffen Klavierspielen lernen. Und dies nicht zum Zeitvertreib, denn er denkt, dass sie damit viel Geld verdienen können, während Schwimmen ihnen nichts einbringen wird. Am Ende zeigt Barks nicht nur eine Strafe für Donald, seine Schummeleien und seinen Hochmut, auch die Kinder müssen ihm beim Kirschenernten helfen und bekommen die Rechnung dafür serviert, dass sie nur Spaß haben wollten.
Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Carl Barks gesammelte Werke 8 (1976)
- Micky Maus Magazin 3/1991
- Barks Library 5 (1993)
- DDSH 176 (2001)
- Barks Comics & Stories 2 (2001)
- Micky Maus Magazin 8/2005
- Carl Barks Collection II (2005)
- Micky TV Extra 3 (2005)
- Olympia Sonderheft Micky Maus (2006)
- Entenhausen-Edition 5 (2010)
- LTB Classic Edition 2 (2019)
Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ↑ „Der Hockey Champion“, in Barks Library Special Donald Duck 6.