PlayStation Vita

Die PlayStation Vita ist eine Handheld-Konsole aus dem Hause Sony und der Nachfolger der PlayStation Portable. Während in Japan die Markteinführung am 17. Dezember 2011 erfolgte, kam das Gerät in Europa und Nordamerika am 22. Februar 2012 in den Handel. In Deutschland kostete die Konsole zum Release 249 €.[1] Trotz starker Nachfrage in der Anfangsphase blieb die PS Vita mit rund 16 Millionen verkauften Einheiten deutlich hinter dem Vorgängermodell PSP und dem konkurrierenden Nintendo 3DS zurück. Auch die starke Konkurrenz durch Smartphones trug dazu bei, dass die PS Vita nur schwer Fuß am Markt fassen konnte. Die Veröffentlichung der Nintendo Switch markierte den finalen Sargnagel für die PlayStation Vita. Die Produktion wurde im März 2019 eingestellt, zudem verzichtete Sony auf die Entwicklung eines direkten Nachfolgers.
Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Am 27. Januar 2011 bestätigte Sony erstmals offiziell, dass der Konzern an einem Nachfolger der PlayStation Portable arbeite. Die unter dem Codenamen „Next Generation Portable“, kurz „NGP“, vorgestellte Konsole besitzt unter anderem zwei Analogsticks, ein Touchpad sowie einen fünf Zoll großen Touchscreen.[2] Die PS Vita ist nur digital abwärtskompatibel, da sie statt eines optischen Laufwerks auf Speicherkarten setzt.
Aufgrund schleppender Verkaufszahlen senkte Sony im August 2013 den Verkaufspreis auf 199€ in Europa.[3] 2014 erhielt die Vita eine Revision, die inoffiziell als „PS Vita Slim“ bezeichnet wird. Wie der Name anmutet, ist das neue Modell bei gleicher Größe dünner und leichter, außerdem wurde der OLED-Bildschirm durch einen mit LCD-Technik ersetzt.
Wie bereits beim Vorgängermodell unterstützte Disney die PS Vita aufgrund der Vermarktung an eine ältere Zielgruppe nur in begrenztem Umfang. Auch die niedrigen Verkaufszahlen verhinderten eine Expansion des kalifornischen Konzerns. Dies führte zu einer geringen Anzahl an Multiplattformtiteln wie etwa Micky Epic: Die Macht der 2. Durch die Zusammenarbeit mit dem spanischen Entwicklerstudio Virtual Toys, Disney und Sony selbst entstanden ab 2014 mit Die Muppets: Filmabenteuer und Phineas und Ferb: Doofenshmirtz’ große Stunde jedoch zwei Exklusivtitel.[4] Die finanzielle Schieflage von Disney Interactive sowie die daraus resultierende Neuausrichtung des Konzerns in der Videospielsparte führten dazu, dass im späteren Zyklus der Konsole keine Titel mit Disney-Charakteren veröffentlicht wurden.
Über den digitalen Verkaufsdienst PlayStation Store konnten eine Reihe an älteren PlayStation-Titeln von Disney erworben werden, wie etwa Das große Krabbeln oder Toy Story Racer.
Disney-Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Phineas und Ferb: Quer durch die 2. Dimension (2012)
- Micky Epic: Die Macht der 2 (2013)
- Angry Birds Star Wars (2013)
- Die Muppets: Filmabenteuer (2014)
- Disney Infinity: Marvel Super Heroes (2015)
- Phineas und Ferb: Doofenshmirtz’ große Stunde (2015)
Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Offizielle Support-Website, playstation.com
Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ↑ PlayStation Vita - Release-Termin und Preis für Europa stehen fest, gamepro.de
- ↑ PSP2 unveiled: Next Generation Portable, eurogamer.net
- ↑ PS Vita ab sofort für 199€, consolewars.de
- ↑ A history of Vita games: Disney releases on PlayStation handhelds, kresnik258gaming.wordpress.com