Kingdom Hearts Re:coded

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Kingdom Hearts Re:coded
Cover von Kingdom Hearts Re:coded

(© Disney/Square Enix)

Entwickler: h.a.n.d Inc.
Publisher: Square Enix
Release: 07.10.2010
11.01.2011
14.01.2011
Systeme: Nintendo DS
Genre: Action-Rollenspiel


Kingdom Hearts Re:coded (jp. キングダムハーツ Re:コーデッド) ist ein Videospiel, welches für den Nintendo DS veröffentlicht wurde. Bei dem Titel handelt es sich um ein vollständiges Remake des japanexklusiven Handyspiels Kingdom Hearts coded. Das Action-Adventure wurde von Square Enix in Zusammenarbeit mit dem japanischen Studio h.a.n.d. entwickelt. Re:coded führt die Handlung von Kingdom Hearts II fort und wurde in Japan im Oktober 2010 veröffentlicht. Im Januar 2011 folgten die Vereinigten Staaten und Europa.

Im Jahr 2014 erhielt das Spiel eine Neuauflage in Form eines rund drei Stunden langen Films, der in der Videospielsammlung Kingdom Hearts HD 2.5 ReMIX enthalten ist.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Ihre Schmerzen werden heilen,
wenn wir zurück zu Hilfe eilen.“
Mysteriöse Nachricht aus Jiminys Tagebuch

Beim Sortieren seiner Notizen findet Jiminy Cricket eine mysteriöse Nachricht in seinem Tagebuch. Anstelle seiner Aufzeichnungen stößt er lediglich auf ihm unbekannte Worte: „Naminé danken“. Da er sich keinen Reim darauf machen kann, fragt die verdutzte Grille König Micky um Rat. Der weise Monarch ist ebenso überfragt und möchte deshalb das Buch mit Hilfe einer speziellen Apparatur analysieren. Schnell stellt sich heraus, dass Bugs die Ursache des Problems sind. Um das Übel an der Wurzel zu packen, kreiert Micky einen digitalen Avatar von Sora und schickt ihn auf eine Rettungsmission. Er soll mit Hilfe seines Schlüsselschwertes die Daten der defekten Welten reparieren und die Bugs aus den einzelnen Einträgen beseitigen. Schnell wird klar, dass das Vorhaben kein Zuckerschlecken wird, denn der Teenager ist wider Erwarten nicht allein in der digitalen Welt. Wie aus dem Nichts taucht eine verdächtige Person in schwarzer Kutte auf. Obwohl Daten-Sora geistesgegenwärtig die Verfolgung aufnimmt, verliert er die Spur der ominösen Gestalt. Infolge der Konfrontation beginnt Sora mit der Beseitigung der Bugs und befreit so mehrere Welten. Dadurch tauchen mit der Zeit neue, rätselhafte Einträge auf. Micky und seine Freunde verfolgen die Situation vom Monitor aus und bemerken, dass sie in der Bibliothek des Disney-Schlosses eingeschlossen wurden. Zu allem Überfluss tauchen auch noch Herzlose auf, die aber durch das beherzte Eingreifen von König Micky schnell bezwungen werden. Überraschenderweise eilt auch Daten-Sora zur Rettung in die Bibliothek. Bevor sich alle fragen können, wie ein digitales Geschöpf in die reale Welt gelangen konnte, taucht die Person in Schwarz auf. Die mysteriöse Figur gibt vor, das Tagebuch von Jiminy zu sein, das die Form von Soras bestem Freund Riku angenommen hat. Er erklärt ihnen, dass sie sich in der digitalen Welt befinden und dass bei der Defragmentierung des Buches Bugs aufgetreten sind, die eine Wiederherstellung unmöglich machen. Das Buch erwählte deshalb die Erscheinung von Riku, um die Erinnerungen vor Schaden zu beschützen. Riku importierte daraufhin Micky und Freunde in die digitale Welt, um die rätselhaften Nachrichten zu entschlüsseln. Während Riku die Situation erläutert, kappt ein Hacker die Verbindung zur realen Welt. Damit alle nach Hause können, macht sich Sora auf, um das Problem zu lösen.

Eine mysteriöse Person konfrontiert Daten-Sora. (© Disney)

In der Arena des Olymps trifft Sora auf einen neuen Unruhestifter. Es ist der ehemalige Dampfschiffkapitän Kater Karlo, der die digitale Welt unterjochen will. Der Bösewicht reist nach Agrabah, um gemeinsam mit Dschafar die Macht zu übernehmen. Sora vereitelt jedoch seine Pläne. Gerade als Karlo flieht, offenbart sich, wer der wahre Drahtzieher hinter der Operation steckt: Malefiz. Die böse Fee zerstört das Schlüsselschwert und greift Daten-Sora mit Herzlosen an. Ohne sein Schlüsselschwert ist Sora aufgeschmissen und kann seinem Gegner nur wenig entgegensetzen. Doch plötzlich eilen Micky und Riku in der prekären Situation zu seiner Rettung. Karlo, der sich trotz der Unterstützung von Malefiz plötzlich in der Unterzahl wiederfindet, erklärt, dass er zufällig Wind von der Datenwelt bekommen hat und hier gelandet ist. In der Folge sorgte er für Chaos und kaperte die einzige Verbindung ins Schloss. In einem unachtsamen Moment entführen die Übeltäter Riku, aka das Tagebuch, und verschwinden in der Dunkelheit. Zurück im Schloss rekapituliert die Gruppe die Situation und bespricht das weitere Vorgehen. Während Micky sich um die Bugs kümmert und Riku sucht, halten Donald und Goofy im Schloss Stellung. Auch Sora bleibt nicht untätig und bricht auf eigene Faust nach Hollow Bastion auf, wo er auf Karlo trifft. Obwohl er nicht im Besitz eines Schlüsselschwertes ist, stellt sich Sora mit einer gehörigen Portion Tapferkeit dem Kater entgegen. Glücklicherweise eilen Donald und Goofy zu Hilfe, denen das Abwesen von Sora aufgefallen ist. Durch die Kraft der Freundschaft und seine Erlebnisse auf der Reise erlangt Sora ein neues Schlüsselschwert. Gemeinsam retten sie Riku aus Karlos Gewalt, müssen aber feststellen, dass er mit Bugs infiziert wurde. Sora möchte ihn debuggen, um den ursprünglichen Zustand von Riku wiederherzustellen.

Sora betritt infolgedessen die Daten-Welt innerhalb Daten-Riku. Dort übergibt Riku ihm zusätzliche Daten, die erst nachträglich hinzugefügt wurden und deren Urheber unbekannt ist. Sora besucht nun die verschiedenen Welten, die aus den Erinnerungen des Tagebuches bestehen, und beginnt mit der Eliminierung der Bugs. Dadurch öffnen sich neue Welten. Riku entschuldigt sich dafür, alle mit hineingezogen zu haben. Im Zentrum der Erinnerungen finden Sora und Riku die Wurzel des Übels: Ein paar Bugs haben die Form von Riku angenommen, um seine Kräfte zu erlangen. Sora behält die Oberhand und kann den Doppelgänger besiegen. Der Schlüsselschwertträger verlässt danach die Welt innerhalb des Tagebuchs, da jemand die Verbindung nach draußen kapern will. Dank des Debuggings ist Riku wieder der Alte. Micky, Donald, Goofy und Jiminy verabschieden sich und Sora und Riku verlassen die digitale Welt. Dort werden sie bereits von Chip und Chap erwartet. Riku erklärt ihnen, dass die Einträge auf den ursprünglichen Zustand zurückgesetzt werden. Deshalb werden Sora und er keine Erinnerungen an das Abenteuer mehr haben. Als alle Beteiligten sich gerade verabschieden wollen, treten plötzlich Komplikationen auf, die zum Verlust aller Daten führen könnten. Als wäre das nicht schon genug, sind Malefiz und Karlo immer noch in der digitalen Dimension gefangen. Sora will die beiden retten, denn er ahnt Schlimmes.

Schnell wird klar, dass Daten-Sora den richtigen Riecher hatte, denn Karlo und Malefiz befinden sich in einer prekären Lage und werden von einem Schattenborn attackiert. Zwar hat Sora die Anomalie bereits in der Vergangenheit bekämpft, doch dieses Mal wirkt sie viel stärker. Riku vermutet, dass der Schattenborn die Ursache aller Bugs und zugleich der Herzlose des echten Sora ist. Nach einem langen Kampf bricht Daten-Sora vor Erschöpfung zusammen. Glücklicherweise eilt Micky ihm zu Hilfe und gemeinsam bereiten sie dem Schrecken ein Ende. Erneut trennen sich die Wege aller und Micky begibt sich auf den Weg nach Hause, nachdem er sich von Daten-Sora verabschiedet. Auch Malefiz und Karlo kehren in die reale Welt zurück. Auf der Heimreise kommt Malefiz der Gedanke, dass das Tagebuch mit dem Buch der Prophezeiungen in Verbindung steht, mit dessen Hilfe man die Zukunft vorhersagen und Welten erschaffen kann.

Im Tagebuch taucht derweil eine neue Welt auf, da die Reparatur aller Daten abgeschlossen ist. Micky und seine Freunde hoffen, endlich Klarheit bezüglich der mysteriösen Nachricht zu erlangen, und bitten Sora erneut um Mithilfe. Der Monarch beritt wieder die digitale Welt und die beiden Schlüsselschwertträger öffnen ein Schlüsselloch, wodurch sie in das Schloss des Entfallens gelangen. Ein schwarz gekleideter Junge führt Sora herum und erklärt ihm, dass die Traurigkeit überhandnimmt, wenn man einen Freund vergisst. Er empfiehlt Sora, die Vergangenheit ruhen zu lassen und das Vergessen vollständig zuzulassen, da ansonsten das Herz allmählich in Dunkelheit versinkt. Daten‑Sora widerspricht jedoch und betont, dass gerade dieser Herzschmerz der Schlüssel zu seinen Erinnerungen sei. Nach einem erbitterten Kampf offenbart die Gestalt sich als Daten-Roxas und zeigt ihm, wo er Antworten findet. Sora betritt daraufhin mit Micky, der in der Zwischenzeit hinzugestoßen ist, einen weißen Raum, wo er ein blondes Mädchen vorfindet. Sie stellt sich als Naminé vor und erklärt, dass die Bugs ein Nebenprodukt bei der Wiederherstellung von Soras Erinnerungen sind. Außerdem offenbart sie, dass Soras Wesen der „Schlüssel ist, der alles verbindet“, weil er mit ihr, Roxas, Axel und Xion verknüpft ist. Des Weiteren berichtet Data‑Naminé Data‑Sora von Terra, Ventus und Aqua – drei weitere Herzen, die mit seinem verbunden sind und seine Hilfe benötigen.

Mickey verabschiedet sich von Data-Sora und verspricht Data-Naminé, den echten Sora davon in Kenntnis zu setzen. Er schreibt seine Erkenntnisse in eine Flaschenpost, die von den echten Sora, Riku und Kairi auf den Inseln des Schicksals gefunden wird.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das in den Jahren 2008 bis 2010 in Episoden veröffentlichte Rollenspiel Kingdom Hearts coded stellte ein Novum innerhalb der Serie dar. Abgesehen von Ausreißern wie etwa Kingdom Hearts V CAST, welches ohne Einflussnahme seitens Square Enix entstand, konnten alle Titel der Hauptreihe weltweit gespielt werden. Die Verfügbarkeit von coded war jedoch auf Mobiltelefone des japanischen Mobilfunkanbieters NTT Docomo beschränkt, was zu einem begrenzten Kundenkreis führte. Um das Spiel einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, entschieden sich die Verantwortlichen für die Entwicklung eines Remakes. Angepeilt wurde ein weltweiter Release, zudem solle das Spiel nicht an eine einzelne Plattform gebunden sein. Ursprünglich wurde die Onlinevertriebsplattform WiiWare favorisiert. Da der Nintendo DS allerdings bessere Verkaufszahlen aufwies, fiel die Entscheidung letztendlich zugunsten der Handheld-Konsole.[1]

Das Kommandosystem kehrte in diesem Ableger wieder zurück. (© Disney)

Da Teile der Entwickler in andere Projekte eingespannt waren, suchte das Team rund um Tetsuya Nomura nach externer Unterstützung. Die Wahl fiel auf das japanische Studio h.a.n.d., welches an der Entwicklung von Kingdom Hearts: 358/2 Days beteiligt war und somit die nötige Expertise besaß. In der Anfangsphase herrschten Unklarheiten über den Umfang des Remakes. Bevor h.a.n.d. ins Boot geholt wurde, favorisierte man eine originalgetreue Umsetzung des Gameplays. Aufgrund der Arbeit von h.a.n.d. an 358/2 Days entschied man sich jedoch für eine umfangreichere Fassung mit dreidimensional gestalteten Welten sowie den etablierten Mechaniken älterer RPG-Serienableger. Im Vergleich zu diesem Ableger sollte das neue Projekt allerdings weniger anspruchsvoll sein, da viele Fans die Schwierigkeit als zu hoch empfunden hatten. Das Kampfsystem, dessen Zuständigkeit bei Tai Yasue lag, erhielt deshalb eine umfangreiche Frischzellenkur, unter anderem sollten mehr Fertigkeiten und Kommandos für mehr Abwechslung sorgen. Außerdem übernahm man das Tafelsystem aus dem Vorgänger.[1]

Im Laufe der Zeit erreichte das Projekt immer neue Dimensionen, wobei Nomura dem Entwicklerteam neue Vorschläge unterbreitete. Die umfangreichen Pläne stießen bei den beiden Co-Direktoren Jun Katou und Hiroyuki Itō sowie beim Planungsleiter Tai Yasue vom Produktionsteam in Osaka – dem zuständigen Team für Kingdom Hearts: Birth by Sleep – auf breite Unterstützung. Obwohl Tai Yasue bereits mit Birth by Sleep an einem anderen Projekt betraut war, stieß er Anfang 2010 mit zwei weiteren Mitarbeitern des Osaka-Teams hinzu. Zum Ende hin wirkten 20 Beschäftigte an der Entwicklung mit, die an beiden Titeln parallel arbeiteten.[2] Alle Mitglieder des Entwicklerteams beteiligten sich mit neuen Ideen; so legte Yasue etwa den Grundstein für die Statusmatrix. Das Team aus Osaka entwarf hierfür eine Designstudie, die Nomura schlussendlich von dem Konzept überzeugte. Weitere Anleihen für das neue Vorhaben, wie etwa der „Cheat-Tuner“, entstammen dem 2007 veröffentlichten Action-Rollenspiel The World Ends With You. Andere Features wie die Systemkerne waren ursprünglich bereits für das Handyspiel geplant, wurden aufgrund der technischen Limitationen verworfen und fanden erst mit dem Remake einen Weg in das Spiel.[1]

Der Titel des Spiels – „Re:coded“ – sollte die Atmosphäre des Plots einfangen und auf das Geheimnis in Jiminys Tagebuch und das daraus resultierende Abenteuer hinweisen. Hinsichtlich der Handlung legte Nomura Wert auf eine kompakte Erzählstruktur, die sich von den bisherigen Titeln der Reihe durch eine geringere Extravaganz unterscheidet. Die Erstellung des Skripts erfolgte unter Mitwirkung des Scenario Supervisor Daisuke Watanabe, der bereits an der Originalfassung von coded beteiligt war. Die Handlung blieb gegenüber der Vorlage überwiegend unverändert. Dementsprechend fungierte erneut Daten-Sora als Protagonist, der laut Nomura auch für neue Spieler einen hohen Wiedererkennungswert besitzt. Gleichzeitig ermögliche der Einsatz von Daten-Sora als Alter Ego eine unproblematische Erklärung innerhalb der Kontinuität, warum der Spieler zu Beginn auf Level 1 beginnt.[1]

Aufgrund des hohen Arbeitsaufwandes und der technischen Limitationen der Handheld-Konsole verzichtete das Entwicklerteam auf animierte Zwischensequenzen und setzte stattdessen auf vorgerenderte Standbilder, die eine ausdrucksstarke Darstellung der Charaktere ermöglichen.[1] Um der geringen Auflösung der Konsole gerecht zu werden, orientierte sich das Team rund um den zuständigen Planungsdirektor Masaru Oka bei der Komposition der Standbilder an The World Ends With You. Insgesamt erstellten die Grafiker für die Charaktere rund 400 Einzelbilder für die Zwischensequenzen, wovon 55 auf Sora und Micky entfallen.[2]

Laut des Planungsdirektors Takahito Ebato solle das abwechslungsreiche Gameplay mit seinen zahlreichen Minispielen an einen Besuch im Disneyland mit seinen Attraktionen erinnern. Die vereinfachte Steuerung sowie Mechaniken wie das von Birth by Sleep übernommene Kommando-System wurden mehrfach modifiziert und einjustiert, um eine breite Spielerschaft zu erreichen. Im Rahmen der Entwicklung wurden sowohl die Kamera als auch die Kollisionskontrolle vollständig neu implementiert. Im Vergleich zu den PlayStation-2-Titeln war es erforderlich, die Anzahl der Polygone der Figuren auf rund ein Fünftel zu reduzieren, um den Hardwareanforderungen des Nintendo DS zu entsprechen. Dies gestaltete sich bei Cloud besonders schwierig, da der Schwertkämpfer mit seinen etlichen Accessoires ein besonders auffälliges Design vorzuweisen hatte. Auch bei Donald und Goofy stieß das Team aufgrund ihres ikonischen Erscheinungsbilds auf Herausforderungen. Um eine stabile Bildrate zu garantieren, wurde im Gegenzug die Anzahl der Polygone der Gegner reduziert. Des Weiteren legte man ein besonderes Augenmerk auf die Animationen des Schlüsselschwertes.[2]

Das Remake wurde im Vorfeld der Fachmesse E3 2010 angekündigt und wurde auf der Messe der Öffentlichkeit präsentiert.[3] Auf der Tokyo Game Show war Square Enix mit einer spielbaren Demo des Spiels vertreten.[4]

Soundtrack[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie schon bei den Vorgängern komponierte Yoko Shimomura den Soundtrack des Spiels. Für den Titelbildschirm kreierte sie ein neues Arrangement von Dearly Beloved. Für diesen Ableger zielte das melancholische Musikstück darauf ab, ein Gefühl der Aufregung, nicht der Traurigkeit, zu erzeugen. Im Gegensatz zu früheren Titeln hatte Tetsuya Nomura präzise Vorstellungen bezüglich einiger Areale des Spiels und teilte Shimomura detaillierte Anweisungen mit. Der Matrixbildschirm sollte etwa ein Gefühl von Elektrizität und Licht vermitteln. Die Implementierung des Werkes stellte das Soundteam aufgrund der schwächeren Hardware des Handhelds im Vergleich zu einer Heimkonsole vor große Herausforderungen. Außerdem achtete Sounddesigner Yuki Hirose darauf, dass zwischen den Disney-Welten und der Computerwelt ein spürbarer Kontrast besteht.[2]

Spielprinzip[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kingdom Hearts Re:coded übernimmt große Teile des Gameplays von Birth by Sleep sowie 358/2 Days. Wie in den Vorgängern übernimmt der Spieler die Kontrolle über die Spielfigur – in diesem Falle Daten-Sora – und erkundet mehrere dreidimensional gestaltete Welten. Das Bekämpfen der Gegner erweist sich als vielfältig. Neben der Möglichkeit, Gegner durch Betätigen des A-Knopfes direkt mit dem Schlüsselschwert anzugreifen, kann Daten-Sora auch verschiedene Kommandos einsetzen. Dies geschieht mittels der X-Taste, wobei man mit „L“ zwischen den einzelnen Kommandos wechselt. Später erhält man Zugriff auf fortgeschrittene Aktionen wie das Blocken und Kontern gegnerischer Attacken, die über die Y-Taste ausgeführt werden. Besiegte Gegner, ausgeführte Kommandos sowie das Zerstören von Blöcken füllen die Taktleiste auf, welche wiederum Fertigkeiten für Vorteile im Kampf bereitstellt. Sobald die Liste komplett gefüllt ist, kann ein mächtiges Abschlusskommando aktiviert werden. Die R-Taste dient der Kontrolle der Kamera.

Anstelle der genretypischen Erfahrungspunkte erhält der Spieler für das Bekämpfen von Gegnern Systempunkte, die im Anschluss eines Levels für Belohnungen wie etwa Chips eingetauscht werden können. Über die sogenannte Status-Matrix können die so gewonnenen Items verwendet werden, um Statuswerte zu verbessern und neue Fertigkeiten zu erlangen. Die Kommando-Matrix dient hingegen dem Aufleveln und Kombinieren von Kommandos.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gegensatz zu den älteren Titeln der Reihe konnte Re:coded nicht an deren Erfolg anknüpfen. Die Abenteuer von Daten-Sora stießen bei den Fans und der Fachpresse lediglich auf durchwachsene Bewertungen. So hält das Spiel etwa bei Metacritic eine durchschnittliche Bewertung von 66 von 100 Punkten.[5] Wesentlich positiver fiel die Resonanz auf dem heimischen Markt in Japan aus, wo etwa das renommierte Magazin Famitsu dem Spiel 36 von 40 möglichen Punkten vergab.[6] Bei den Nintendo Power Awards 2011, einer Preisverleihung der Zeitschrift Nintendo Power, gewann das Spiel in der Leserumfrage in der Kategorie „Best Nintendo DS Graphics“ eine Auszeichnung.[7] Obwohl das Spiel anfängliche kommerzielle Erfolge verbuchen konnte, blieb es hinter den Erwartungen von Square Enix und Disney zurück. Insgesamt wanderte Kingdom Hearts Re:coded rund 930.000 Mal über die Ladentheke.[8]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Während der Entwicklung diente ein Bild des Streifenhörnchens Chip als Platzhalter für die Standbilder in den Zwischensequenzen.[2]
  • Ursprünglich sollte im Schloss des Entfallens hinter der in schwarz gekleideten Person Axel anstelle von Roxas stecken.[2]
  • Das Spiel markiert das Debüt für Phil Snyder in der Rolle von Jiminy Cricket.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kingdom Hearts-Serie
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Entwickler Square Enix Disney Interactive StudiosTetsuya Nomura
Sonstiges FigurenMangaV CAST