Mickys Gast aus Afrika

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Mickys Gast aus Afrika
An Education for Thursday
Erstveröffentlichung: 15. Januar 1940 – 20. April 1940
Entstehungsdatum: 1940
Storycode: YM 041
Story: Floyd Gottfredson]] & Merrill De Maris
Zeichnungen: Floyd Gottfredson, Bill Wright & Ted Thwaites
Seiten: 84 Tagesstrips, 28 Seiten in der FGL
Deutsche Übersetzung: Manuela Buchholz in der FGL
Weiterführendes
Liste der Fortsetzungsgeschichten von Floyd Gottfredson
Infos zu Mickys Gast aus Afrika beim I.N.D.U.C.K.S.
Herr der Wünsche
Titelbild Micky Maus Sonderheft 6

Mickys Gast aus Afrika oder auch Micky und der wilde Donnerstag (engl. An Education for Thursday) ist eine mit stereotypen versehene Comicgeschichte von Floyd Gottfredson]] und Merrill De Maris aus dem Jahr 1940, die unmittelbar an die Geschichte Der Herr der Wünsche anschließt.

Figuren

Handlung

© Disney
Warnung! Dieser Artikel oder Teil des Artikels behandelt rassistische Stereotype in einem historischen Kontext, inklusive negativer Darstellungen und/oder eine nicht korrekte Behandlung von Menschen oder Kulturen.
Eine Reproduktion dieser Stereotype mit nicht-dokumentarischer Absicht ist beleidigend und kann strafrechtlich relevant sein.

Freitag, jener Afrikaner, den Micky in der Robinson Crusoe Geschichte kennengelernt hat, schickt seinen jüngeren Bruder Donnerstag zu ihm, damit er ihn westliche Erziehung zukommen lässt. Doch Donnerstag erweist sich als kaum zu bändigen. Immer wieder versucht er Pluto zu kochen, stiehlt Hühner, greift Frauen an, verwüstet ein Luxushotel, trommelt pausenlos und sorgt schließlich auf dem Rücken eines Elefanten für Chaos innerhalb der Stadt. Nur vor Goofy ist Donnerstag ehrfürchtig und beruhigt sich. Am Ende verschwindet er wieder nach Afrika.

Hintergrund und Bedeutung

Thomas Andrae stellt fest, dass in der Geschichte „Mickys Gast aus Afrika“ Mickys Unfähigkeit, anderen zu helfen, erneut deutlich werde, etwa daran, dass die Figur Donnerstag trotz Mickys Bemühungen nicht in die amerikanische Gesellschaft integriert werden könne. Zugleich weist er darauf hin, dass die Erzählung inhaltliche Brüche aufweise und rassistische Stereotype reproduziere, indem Donnerstag als kindlich-unkontrollierter „Wilder“ dargestellt werde, was den in den 1930er-Jahren verbreiteten Klischees über Afrika entspreche. Andrae erklärt weiter, dass die Handlung an frühere Geschichten über schwer erziehbare Kinder oder Tiere anknüpfe, wobei Micky eine väterliche Rolle einnehme, jedoch scheitere. Zudem betont er, dass selbst scheinbar integrierte Figuren wie der afroamerikanische Bandleader im Gegensatz zu Donnerstag gesellschaftlich akzeptiert würden, während der „Fremde“ ausgeschlossen bleibe. Insgesamt interpretiert Andrae die Geschichte als Ausdruck zeitgenössischer Vorurteile und als Spiegel isolationistischer Tendenzen in den USA, die den Umgang mit „Fremden“ als problematisch und belastend darstellten.[1]

Jonathan Gray erklärt, dass die Geschichte zwar als besonders witzige, aber zugleich problematische Geschichte gilt. Der Humor, etwa durch absurde Szenen wie einen randalierenden Elefanten, werde durch eine stark stereotype Darstellung des afrikanischen Protagonisten überschattet.

Gray sieht die Erzählung als Fortsetzung einer ebenfalls umstrittenen Vorgeschichte und deutet sie als möglichen Versuch, frühere problematische Darstellungen abzuschwächen. Allerdings sei dabei lediglich ein Klischee durch ein anderes ersetzt worden. Heute entstehe der Reiz der Geschichte weniger aus ihren eigentlichen Gags als aus den überholten moralischen Vorstellungen der Zeit, die sie widerspiegle.

Trotzdem betont Gray den Wert solcher Werke, da sie helfen könnten, ein Bewusstsein für frühere Denkweisen zu schaffen. Abschließend kritisiert er noch einen auffälligen Kontinuitätsfehler zwischen den beiden Geschichten.[2]

Deutsche Veröffentlichungen

Remake und Fortsetzung

  • Mickys Gast aus Afrika (W WDC 237-05P), Micky Maus Magazin 41-45/1961
  • Micky und Goofy in Afrika, Micky Maus Sonderheft 22

Trivia

  • Im Mondadori-Verlag erschien die Geschichte auch in einem Bilderbuch – Mini-Libro Nr. 14 als Il Selvaggio Giovedì.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Andrae, T. (2021). Von Mäusen und Menschen – 1938–1940: Leichtfüssigkeit und Schwermut. In F. Gottfredson, Floyd Gottfredson Library (A. Voigtmann, Übers., Bd. 5, S. 13). Berlin: Egmont Verlagsgesellschaften mbH.
  2. Gray J. (2021). Heute: Der Donnerstag von vorgestern. In F. Gottfredson, Floyd Gottfredson Library (A. Voigtmann, Übers., Bd. 5, S. 232). Berlin: Egmont Verlagsgesellschaften mbH.