Asgardland
Asgardland (auch Asgardland-Saga oder Asgardland-Zyklus) ist eine Comicserie, in der Micky Maus und Goofy in der fiktiven Welt von Asgardland, einem Land in einer fremden Dimension, das von einem schrecklichen Herrscher unterdrückt wird, Abenteuer zu bestehen haben. Die ursprüngliche Tetralogie stammt aus der Feder von Massimo De Vita und wurde auch zeichnerisch von ihm umgesetzt.
Die ersten drei Geschichten erschienen zwischen 1982 und 1984 und wurden in LTB 124 zum ersten Mal in Deutschland veröffentlicht. Der vierte Teil erschien nach neunjähriger Pause 1994 und erschien auf Deutsch in LTB Weihnachten 1. In LTB Fantasy 2 erschienen die ersten vier Teile zum ersten Mal zusammen in einem Band.
Im Jahr 2018 schuf der Humorist Sio mit der Comicgeschichte Das kremige Schwert eine Parodie auf die beliebte Fantasy-Saga, die zeichnerisch von Silvia Ziche umgesetzt wurde.
Ab 2022 wurden mit Topolino e... la leggenda della Spada di Ghiaccio (Die Legende vom gläsernen Schwert, LTB Premium 44) und Topolino e la profezia del Cavaliere Scarlatto (auf Deutsch unveröffentlicht) bisher zwei weitere Geschichten in Italien produziert, die von Marco Nucci und Cristian Canfailla erschaffen wurden.
Asgardland-Saga
Asgardland liegt fernab von Entenhausen in einer fremden Dimension. Die Volksstämme und -gruppen von Asgardland werden vom Fürsten von Niflheim, der sich selbst als Lebensherr aller Asgarden versteht, unterdrückt. Dazu gehören auch die Ulis, die friedvollen Bewohner von Ululand. Jenes Ululand – ein zauberhaftes mittelalterliches Tal in Asgardland, das einst mit fruchtbaren Feldern und Wäldern gesegnet war und sich durch eine Klimakatastrophe in eine kalte, verschneite Welt gewandelt hat.
Hier beginnt die Asgardland-Saga.
Teil 1: Das gläserne Schwert (1982)
Teil 1
Der greise Gelehrte Jor empfängt eine Abordnung der Talbewohner von Ululand, die seinen weisen Rat einholen möchten. Die Ulis leiden aufgrund der klimatischen Bedingungen große Not, so dass sie die zur bevorstehenden weihevollen Julnacht fälligen Tributzahlungen an den Herrn des Nebels nicht leisten können.
Jor berichtet, dass es einmal gelungen sei, den Fürsten zu besiegen. Der sagenumwobene Alf, ein Hyperboreer aus der zehnten Dimension, überwältigte mit seinem gläsernen Schwert den Tyrannen und zwang ihn, sich ins Tal der Schatten zurückzuziehen. Zum Zeichen ewiger Wache wurde das gläserne Schwert als „heiliger Talisman“ am Eingang des Tals der Schatten postiert. Hätte es nicht eine Veränderung in den Gestirnen gegeben, erzählt Jor weiter, wäre der Fürst von Niflheim durch das gläserne Schwert auf ewig in seine Gefilde zurückgedrängt worden. Im Schutze eines gewaltigen Bebens, welches dunkle Schatten auf die Erde legte, konnte sich der Tyrann befreien und Asgardland erneut unterwerfen. Jor schließt mit der Feststellung, dass das gläserne Schwert von Alf seither verschwunden ist.
Der greise Gelehrte Jor und die Abordnung der Ulis sind sich einig, dass Alf zur Rettung von Ululand erneut nach Asgardland geholt werden soll, um den Fürsten ein weiteres Mal in sein Tal zurückzudrängen. Denn auch nur dieser sagenumwobene Held könne mit dem Schwert umgehen. In dem großen Fundus der Zeugnisse der Vergangenheit, die Jor aufbewahrt, findet sich auch ein Dimensionsvektor. Mit diesem Dimensionsvektor ist eine Reise durch Raum und Zeit bis hin zur zehnten Dimension, dem vermuteten Aufenthaltsort von Alf, möglich. Um einen „Freiwilligen“ für diese so wichtige Reise zu finden, lässt Jor die Ulis Strohhalme ziehen. Ausgerechnet der etwas ängstliche, das behagliche Heim abenteuerlichen Strapazen vorziehende Fridthjof zieht den kürzesten Strohhalm und wird auf die Reise geschickt. Doch Fridthjof landet versehentlich in einer falschen Dimension, in Entenhausen, und zerbricht zu allem Überfluss auch noch seinen Kristallklöppel, mit dem der Dimensionsvektor in die nötige Schwingung versetzt werden kann.
Der verzweifelte Fridthjof landet genau vor Mickys Haus, wo dieser mit seinem Freund Goofy gerade den Christbaum schmückt und auf das Fest an diesem Abend vorbereitet. Fridthjof stürzt in das Haus, um nach einem Gerät zu suchen, mit dem sich der zerbrochene Klöppel ersetzen lässt, und stößt in all dem Chaos auf einen Löffel, der ihm adäquat erscheint. Und tatsächlich, mithilfe des Klöppels beginnt die Schale des Dimensionsvektors zu vibrieren und sogar zu schweben. Micky will den so plötzlich aufgetauchten, ihm seltsam erscheinenden Fridthjof aber nicht einfach so gehen lassen, sondern zuerst eine vollständige Erklärung für dessen plötzliches Auftauchen und die nur kurz von Fridthjof angesprochene, ihm aufgetragene Mission erhalten. Er und Goofy greifen nach der schwebenden Schale, um sie wiedder auf den Boden zu ziehen. Doch zu spät. Der Dimensionsübertritt klappt und Fridthjof sowie die sich noch an den Dimensionsvektor festklammernden Freunde landen in Asgardland.
Um seinen Fehler zu vertuschen, dass er es nicht in die zehnte, hyperboreeische Dimension geschafft hat, kommt Fridthjof auf den verwegenen Gedanken, Micky und Goofy als diejenigen zu präsentieren, die er zu holen hatte. Indem er die beiden Freunde auf die Armut, unter der die Ulis leiden, hinweist, hofft er, an ihr Herz zu appellieren. Genau in diesem Moment nähert sich ihnen der herausgeputzte Häuptling des Dorfes Ul, der Goofy als den Größeren als verzweifelt herbeigesehnten Helden Alf feierlich begrüßt. Goofy will gerade zum Einwenden ansetzen, als er den verzweifelten Gesichtsausdruck Fridthjofs bemerkt. Flugs behauptet er, er sei der Vetter von Alf und erklärt sich notgedrungen einverstanden, die Rettungsmission zu übernehmen. Der Häuptling will den beiden neuernannten Helden einen Recken mitgeben, um sie bei ihrer gefahrvollen Mission zu unterstützen, doch Micky und Goofy wählen Fridthjof, der ihnen das Schlamassel immerhin eingebrockt hat.
Sie machen sich auf den Weg zum Reich der Riesen, den Verbündeten des Herrn des Nebels, wo das sagenumwobene gläserne Schwert vermutet wird. Dafür gilt es zunächst das Mondgebirge zu überqueren. Sie beginnen den mühsamen Aufstieg in der Nacht, da der vor Angst schlotternde Fridthjof befürchtet, bei Tag könnten sie von den Häschern des grausamen Fürsten entdeckt werden. Sie wissen allerdings nicht, dass ihr Eintreffen bereits entdeckt wurde. Als der Fürst von Niflheim von seinem treuen Kanzler Wulf die erschreckende Botschaft hört, ein Eindringling aus einer anderen Dimension sei in Ululand gelandet, erinnert er sich gleich voller Schrecken an die letzte Auseinandersetzung mit Alf, im Zuge dessen er seinen Körper verlor. Nun hat er nur noch seinen Schatten, sonst ist er unsichtbar, wenn er nicht seine Kleidung sowie seine Maske trägt. Er kann keinesfalls zulassen, dass er auch noch seinen Schatten einbüßt. Immerhin ist ihm noch eine letzte, furchteinflößende Waffe geblieben, die Macht der Überzeugung, die ihn nach Ansicht der Bewohner Asgardlands unbesiegbar macht, sowie ein ganzes Heer an willfährigen Häschern, die der finstere Fürst sogleich losschickt.
Auf ihrem Weg durch das Mondgebirge begegnen Micky, Goofy und Fridthjof zunächst Jor, der ihnen das Gjallarhorn mitgibt, das nur einmal geblasen werden kann, aber in höchster Not Hilfe bringen soll. Wenig später aber sehen sie plötzlich die Häscher auf fliegenden Scheusalen, die auf sie herabstürzen. Entrinnen scheint unmöglich. Da meldet sich plötzlich Goofy zu Wort und behauptet steif und fest, dass es solch absonderliche Wunderwesen gar nicht geben kann und er nicht an ihre Existenz glaubt. Damit hat er die Macht des Fürsten zur Überzeugung, die all diese Scheusale geboren hat, gebrochen. Die Monster verschwinden und die Häscher stürzen auf den Boden, jetzt kaum mehr wehrfähig. Die drei Freunde setzen ihre Wanderung fort und nehmen schließlich den Schlitten talabwärts. Da sehen sie plötzlich Flammen, die aus einer Gletscherspalte züngeln und in die sie mitten hineinfahren.
Teil 2
Micky und Fridthjof befürchten, dass ihr Ende gekommen ist, doch Goofy glaubt an den Unfug mit Flammen aus der Gletscherspalte nicht – und siehe da, es war wiederum nur eine Luftspiegelung. Ohne Probleme gelangen sie jetzt hinunter ins Tal, in die noch fruchtbar grüne Ebene der Grönen und zu deren einst prächtiger, nun aber heruntergekommener Hauptstadt Zoldeborg. Vor dem Stadttor sehen sie erschrocken, dass die heimtückischen Häscher auch hier schon postiert sind, um sie aufzuhalten. Nun wissen die Häscher leider auch, wie sie aussehen. Doch ein grönischer Bauer mit einer Ladung Heu bringt Fridthjof auf eine Idee. Der Bauer hilft ihnen aus Solidarität, da es ja gegen den verhassten Fürsten geht, gerne. Nur unwesentlich später haben sich drei als zweites Zugtier des Wagens verkleidet. Die Häscher kontrollieren zwar, ob sich nicht jemand im Heu verborgen hält, entdecken aber die drei Freunde nicht.
In Zoldeborg will Fridthjof einen Wagen beschaffen, damit sie die weite und anstrengende Reise nicht mehr zu Fuß zurücklegen müssen. Es tut sich auch ein Angebot für zwei gutmütige und flinke Rhinozerosse auf, doch Fridthjof ist wie alle Ulis geldknapp. Zum Glück lässt sich der Händler mit einem Jo-Jo, das Goofy beizusteuern hat, zufriedenstellen. Die leistungsstarken Rhinozerosse zeigen, was sie draufhaben und rennen die beim Stadttor lauernden Häscher über den Haufen. Doch nun sind die Häscher auf ihren geflügelten Flattermännern erneut hinter den dreien her. Fridthjof lenkt den Wagen, den er ohnehin kaum unter Kontrolle halten kann, in die Nebelwand, die den gefürchteten Helsumpf mit all seinen vielen Todesgefahren umgibt. Die Häscher sind zufrieden, der Sumpf wird den Rest für sie erledigen.
Nun wieder zu Fuß tasten sich die drei durch den dichten Nebel weiter und werden fast von Krokodilen verspeist. Da hören sie das Läuten einer Glocke und sehen die schemenhaften Umrisse eines Mannes, der einen Kahn durch das tückische Wasser stakt. Der zutiefst erschrockene Fridthjof befürchtet zunächst, es handle sich um den Nachen, der die Verstorbenen nach Niflheim geleitet, doch glücklicherweise stellt sch der Fährmann als harmloser und gutmütiger Einsiedler mit Namen Zel heraus, der die drei Freunde zur Göttin Hel, der im Helsumpf residierenden Königin der Hölle, bringt. Diese ist nämlich mit dem Fürsten von Niflheim verfeindet. Aber um zu ihr durchzukommen, müssen die drei erst am aggressiven Höllenhund Garmir vorbei. Micky gelingt es, den Hund zu streicheln, wodurch dieser sanft wird. Die majestätisch thronende Göttin ist tatsächlich bereit ihnen zu helfen und überlässt ihnen sogar ihren privaten Phönikopter. Doch nur unter einer Bedingung: Goofy, den sie mit ihren Blicken verzaubert hat und der sich Hals über Kopf in die schöne Hel verliebt hat, muss bei ihr bleiben. Mit dem verhexten Goofy ist nicht zu diskutieren, also stimmen Micky und Fridthjof der Bedingung zunächst zu. In der Nacht jedoch befreien sie ihren liebestrunkenen Freund, klären ihn über die Hexerei auf und entkommen mit dem Phönikopter.
Wenig später überfliegen sie bereits den Zauberwald, die Heimat der Elfen, die sich noch mit Erfolg der Herrschaft Niflhards entgegenstemmen. Da werden sie plötzlich von unten mit Steinen beschossen. Der Phönikopter stürzt ab und bricht sich den Flügel, doch das soll nicht ihre einzige Sorge bleiben, denn sie werden von den Elfen gefangengenommen und öffentlich zur Schau gestellt. Erregt über dier schlechte Behandlung ruft Goofy, er sei doch der Vetter von Alf. Diese kleine Lüge hat einen erstaunlichen Effekt: Sie werden freigelassen und es kommt sogar der Elfenkönig persönlich, um sich zu entschuldigen, er habe sie für Häscher des Fürsten gehalten. Unglücklicherweise erkrankt Fridthjof bei den Elfen und so müssen Micky und Goofy alleine weiterziehen, ausgestattet mit einem Ring des Elfenkönigs und auf der Suche nach dem ihnen von den Elfen empfohlenen Troll Gunni Helm, der als Einziger weiß, wie man die Grenze zum Land der Riesen überwinden kann.
Teil 3
Trolleland ist eine dünn besiedelte Region und in dieser Gunni Helm zu finden, ist gar nicht so einfach. Als Micky und Goofy eine Imkerin nach ihm fragen, wirft sie ihnen den ganzen Hausrat hinterher. Gunni Helm und dessen Bär haben bei ihr einen äußerst schlechten Ruf, da sie immer ihren Honig stehlen. Auf ihrer Flucht vor den fliegenden Küchenmessern prallen die beiden mit ebenjenem Bären mit Namen Malte zusammen, der sie kurzerhand zu Gunni Helm bringt. Der wagemutige und abenteuerlustige Waldläufer ist sofort bereit, den beiden zu helfen, da er sich ohnehin gerade langweilt. Unter seiner Führung erreichen sie das hohe Gebirge, das Trolleland vom Reich der Riesen trennt. Der einzige Weg zu ihrem Ziel führt über die Regenbogenbrücke, die sich nur frühmorgens bildet, wenn ein Regenbogen kurz zu Eis erstarrt, bevor die Wassertröpfchen in der Luft tauen. Die Brücke überspannt dann eine sehr tiefe Schlucht, in der der kochend heiße Fluss Nifl fließt. Die drei beziehen auf einem Felsvorsprung ihr Nachtlager.
Sie ahnen nicht, in welcher Gefahr sie sich befinden. Ein Yeti hat ihr Essen gerochen, das er gerne selbst möchte. Als sie schlafen, bricht der Yeti mit seiner Keule geschickt einen Spalt in den Fels. Als die drei aufwachen, stürzt gerade der ganze Felsvorsprung in die Tiefe, nur mit letzter Mühe kann sich Gunni Helm noch am Fels und Micky und Goofy an ihrem Troll-Freund halten. Doch der Yeti bemerkt, dass sie nicht in die Tiefe gestürzt sind. Er holt aus, um Gunni Helms sich festklammernde Hand mit seiner Keule zu schlagen. In dieser auswegslosen Situation ist das Gjallarhorn die einzige Rettung. Goofy bläst es – doch es stellt sich als Scherzartikel heraus, den der zerstreute Jor anstelle des echten Horns den Freunden mitgegeben hat. Da Jor glücklicherweise den Fehler bemerkt hat und ihnen mit dem echten Horn nachgeeilt ist, kommt er gerade noch rechtzeitig, um dem Yeti das Horn über den Scheitel zu ziehen und seine Freunde zu retten.
Am nächsten Morgen im Morgengrauen erscheint über der Schlucht tatsächlich der Regenbogen, der für kurze Zeit zu Eis erstarrt. Die Freunde eilen im Laufschritt hinüber. Doch Jor ist zu alt, um so schnell laufen zu können. Er will sich schon wieder auf den Weg zurück machen, Hauptsache, seine Freunde schaffen es, da packt ihn Gunni Helm und trägt ihn huckepack über die Regenbogenbrücke, gerade noch rechtzeitig, ehe der Bogen schmilzt.
Die Riesen, deren Reich die vier Helden nun durchwandern, sind zwar Verbündete des Fürsten von Niflheim, aber gleichzeitig im Grunde gutmüßig und vor allem sehr leichtgläubig. Dies machen sie sich in Folge mehrfach zu Nutzen. Als nämlich ein Riese sie einfängt und seinem Töchterchen schenken will, die für ihr neues „Spielzeug“ auch gleich einen Käfig parat hat, behauptet Micky, sie könnten fliegen und hätten ihre Flügel lediglich in der Hand des Riesen zurückgelassen. Als der einfältige Riese in seinen Handflächen nachschaut, verstecken sich die vier schnell in einer Torte, die der Riese anschließend nach Utgard zum Schloss des Riesenkönigs Gundar bringt. Gundar hat nämlich all seinen Untertanen auferlegt, ihn jeden Tag mit Leckereien zu versorgen. Drt angekommen, glauben Micky, Goofy und ihre Begleiter kaum ihren Augen zu trauen: Das Gläserne Schwert befindet sich vor ihrer Nase und hängt, in einem Medallion gefasst, als Schmückstück um den Hals des Riesenkönigs von Utgard. Doch Jor gelingt es, durch die erfundene Geschichte eines Fluches, den Riesen dazu zu bringen, sich des Schwertes zu entledigen. Dazu nutzt er die Verfressenheit des Riesen aus, indem er dessen daraus resultierende Krankheitssymptome genau beschreiben kann. Gundar gibt den vieren noch Geleitschutz, damit sie das angeblich verfluchte Schwert auch ja außer Landes bringen.
Genau in diesem Moment, da Goofy, der „Vetter von Alf“, das Schwert in Händen hält, hat der böse Fürst Niflhard es geschafft, seinen Bildschirm zu reparieren und kann daher mitansehen, dass seine Feinde das Gläserne Schwert errungen haben. Erzürnt ruft er zu den Waffen, alle seine Getreuen sollen die Helden jagen und vernichten. Diese lagern gerade zur Nacht bei Ruinen, nichts von der Gefahr ahnend. Jor erklärt Micky und Goofy gerade, dass das Gläserne Schwert im Morgengrauen auf der Spitze des unerklimmbaren Gipfels in den Felsen gestoßen werden muss. Da alarmiert sie Gunni Helm, der Wache gehalten hat, dass die Monsterschwadronen nahen. Den ersten Häscher konnte Gunni Helm immerhin noch überraschen und überwältigen. Dessen Flugtier – erneut ein Produkt der grausamen Fantasie Niflhards – kommt Micky und Gunni aber gerade gelegen, um dem Ansturm der Häscher auf dem Luftweg zu entkommen und zugleich den Gipfel zu erreichen, der nicht erklommen werden kann. Goofy muss sich zusammenreißen und unbedingt an das flatternde Scheusal glauben, sonst wären sie verloren. Goofy gelingt das auch mit letzter Mühe, erst kurz vor Erreichen des Gipfels löst sich das Wesen in Luft auf. Während Gunni die Häscher zurückhält, gelingt es Goofy, das Schwert in den Gipfel zu stoßen. Die Strahlen der aufgehenden Sonne werden vom Schwert tausendfach reflektiert, dringen ins Tal der Schatten und lösen den bösen Fürsten von Niflheim und dessen Herrschaft endgültig auf.
Zurück im Dorf der Ulis heißt es Abschied nehmen. Zur Belohnung für ihre großen Verdienste überreicht der Häuptling der Ulis Goofy einen Mistelzweig und Jor überlässt den beiden Helden aus Entenhausen den Dimensionsvektor. Pünktlich zu Heiligabend reisen Micky und Goofy in ihre eigene Dimension zurück.
Teil 2: Das Turnier von Asgardland (1983)
Teil 1
Im weihnachtlichen Entenhausen treffen Micky und Goofy die letzten Vorbereitungen für den Weihnachtsabend. Dabei erinnern sie sich an ihre Freunde in Asgardland, mit denen sie zusammen vor genau einem Jahr das Abenteuer um das gläserne Schwert erlebt haben. In Erinnerungen versunken entdeckt Goofy auf einmal für einen kurzen Moment das Gesicht des greisen Gelehrten Jor in einer Christbaumkugel, doch als er und Micky noch einmal hinsehen, ist Jors Antlitz verschwunden. Micky vermutet folglich einen Streich der Erinnerungen an ihre Freunde in Asgardland. Doch bei den anschließenden Weihnachtsbesorgungen tauchen zwei weitere Hinweise in der Form des Satzes „Jor ruft euch“ auf: Zunächst sehen sie die Botschaft für wenige Sekunden auf einer Leuchtreklame, obwohl der Zuständige für die Reklame versichert, nie diese Worte in den Computer eingegeben zu haben. Wenig später baut ein mit Spielzeug beladener Lastwagen einen Verkehrsunfall, obwohl der Fahrer schwört, nur ganz langsam in die Kurve gegangen zu sein. Im Zuge des Unfalls auf den Boden gefallene Spielzeugwürfel formen ebenfalls den Satz „Jor ruft euch“. Nunmehr sind die beiden Freunde von einem Hilferuf aus Asgardland überzeugt und eilen direkt zum Haus von Minnie davon. Denn dieser haben sie beim letzten Weihnachtsfest den Dimensionsvektor, getarnt als schicke Blumenschale, geschenkt. Minnie ist außer sich vor Zorn, als die beiden Freunde einfach so hineinplatzen und sich ohne lange Erklärungen die Schale und einen Löffel als Klöppel schnappen. Wieder beginnt die Schale zu vibrieren, dann verschwinden Micky und Goofy samt Dimensionsvektor vor Minnies Augen.
Sie landen in einer äußerst ungewohnten Welt, die unmöglich Ululand sein kann. Hypermoderne Bauten, über dem Boden fliegende Fahrzeuge auf meilenweit über dem Grund befestigten avantgardistisch verlaufenden Straßen. Offenkundig ist bei ihrem Dimensionsübertritt etwas schiefgelaufen und sie haben sich nicht richtig auf ihr Ziel konzentriert. Gerade wollen sie es noch einmal versuchen, da bemerkt Goofy plötzlich eine gigantische Plakatleinwand, die ihn als Vetter von Alf ankündigt und die Touristen in Ulustadt willkommen heißt. In diesem Moment entdeckt Fridthjof die beiden, der inzwischen auch ein schnelles Fluggerät sein Eigen nennt. Auf die erstaunte Frage von Micky, wie sich in der kurzen Zeit seit ihrem letzten Besuch alles so fundamental ändern konnte, erwidert Fridthjof, es seien doch inzwischen 222 Jahre vergangen. Denn wie bei ihrem ersten Abenteuer schon festgestellt, vergeht die Zeit in Asgardland viel schneller. Goofy fühlt sich, als er dies hört, gleich ganz alt und schlapp.
Fridthjof führt seine beiden Freunde nun herum und erzählt, dass die Ulis all ihre alten Traditionen über Bord geworfen haben und stattdessen ein modernes Zeitalter Einzug gehalten hat. Ausgelöst wurde dies durch die vielen Touristen, die schon bald nach ihrem ersten großen Abenteuer nach Ululand kamen und all die historischen Stätten des großen Triumphs über den Fürsten von Niflheim besichtigen wollten. Um dem Gästeansturm gerecht zu werden, haben die Ulis ein ganzes Hotelviertel, ein Museum, ein Kino und Restaurants erbaut und all das hat ihrer Wirtschaft mehr als gut getan. Aber nicht alles ist so rosig, wie Micky und Goofy kurz darauf erfahren müssen, als sie einen Feuerball niedergehen und ein Gebäude zerstören sehen. Fridthjof bringt sie eilends zu Jors Burg, wo ihnen der Gelehrte alles Nähere erklärt.
Denn der so lang ruhende Vulkan Ginungagap droht nach 100.000 Jahren wieder auszubrechen und ganz Ululand zu vernichten. Die Stunde Omega, zu der die nächste verheerende, alles zerstörende Eruption stattfinmden wird, rückt tickend näher und liegt Jors Berechnungen zufolge 6 Tage, 6 Stunden und 13 Minuten in der Zukunft. Das Einzige, das helfen würde, wäre der Ginungagapit-Diamant, den der König der Grönnen in seinem Besitz hält. Der Grönenkönig würde den Edelstein mit den besonderen Eigenschaften aber nur unter der Bedingung hergeben, dass Goofy alias der Vetter von Alf, den er für den größten Helden aller Zeiten hält, für ihn zum Turnier von Asgardland antritt und dieses gewinnt. Die Chance, dass Goofy dieses Turnier gegen die Vertreter aller anderen Stämme gewinnt, ist gleich null, aber eine andere Chance hat Ululand nicht und die Zeit rennt. Jor gibt Goofy noch eine Wunschkappe mit, mit der sich alles Gewünschte erreichen lässt und mit der Jor mit Micky und Goofy zuvor in Entenhausen Kontakt aufnahm. Gemeinsam mit Fridthjof und Gunni Helm machen sich Micky und Goofy auf nach Zoldeborg zum Turnier. Die Zeit läuft.
Teil 2
Micky, Goofy, Gunni Helm und Fridthjof kommen nach Zoldeborg, das inzwischen noch heruntergekommener aussieht als bei ihrem letzten Besuch. Der König der Grönen empfängt sie begeistert, denn wenn Goofy alias der Vetter von Alf für ihn antritt, so verspricht er sich mit Sicherheit einen Gewinn der kostbaren Turniertrophäe und ein Preisgeld, das seinesgleichen sucht und den Grönen bei der Bewältigung ihrer finanziellen Probleme helfen kann. Doch erst muss Goofy das Turnier gewinnen. Denn auch die anderen Stämme Asgardlands haben mächtige Recken aufgestellt und die Königin Hel sendet sogar einen Schwarzen Ritter aus, der seit jeher von seinen Gegnern besonders gefürchtet wird.
In der ersten Runde steht das Balancieren auf einem Baumstamm auf der Wettkampfordnung. die Kontrahenten müssen dabei aber nicht nur auf einem hoch über dem Grund aufgespannten Baumstamm gehen, sondern sich auch noch im Kampf mit der Balancierstange gegeneinander beweisen und versuchen, ihren Gegner zu Fall zu bringen. Goofys Gegner in dieser Disziplin ist ausgerechnet Yo der Berserker. Aber Goofy lässt sich nicht beirren. In seiner unnachahmlichen Art entdeeckt er oben auf dem Baumstamm eine winzige Schnecke und beginnt sich liebevoll um diese zu kümmern, womit er, ohne es zu merken, den Schlägen Yos entgeht und diesen schließlich durch eine unabsichtliche Bewegung zu Fall bringt. In der zweiten Aufgabe steht die Ohrfeige des Riesen an. Mit dem Speer muss man versuchen, das Schild eines aufgespannten, hölzernen Riesen zu treffen und danach dessen mechanischen Schlägen, so gut es geht, entgehen. Goofys Reittier bei dieser Aufgabe ist allerdings ein waschechter, normalerweise recht gemächlicher Dickhäuter, mit dem er wohl kaum gewinnen kann. Das jedoch walte Gunni Helm, der dem Elefanten ins Ohr flüstert, der Riese verstecke eine Maus hinter dem Schild. Die Angst vor dem imaginären kleinen Nager verleitet das Tier zu einem gewaltigen Sprung, wodurch Goofy den Ohrfeigen entgeht.
Als nächste Auzfgabe stellt sich den Kämpen der Kampf gegen den Drachen Nidhögg, der im gefürchteten See der Geheimnisse haust. Der Sieger soll die Ohren des Drachen zum Beweis für seinen Triumph bringen. Goofy startet als Erster. Er findet den Drachen, der sich allerdings überhaupt nicht als gefährlich, sondern vielmehr als friedlich, sehr intelligent und kulturell gebildet erweist. Der Drache zeigt Goofy, mit dem er sich sogleich anfreundet, seine falschen Ohren aus Plastik, die er sich zurechtgelegt hat, wenn wieder ein Ritter auftaucht und ihn erlegen will. Er gibt Goofy das letzte Paar Ohren mit, wodurch dieser die Aufgabe meistert, und taucht dann unter, bevor noch die anderen Wettkämpfer auftauchen und ihm an die echten Ohren wollen.
Am nächsten Tag steht das Semifinale an und damit das Bogenschießen auf dem Programm. Der praktisch denkende Gunni Helm baut Goofy sogleich einen Weltklasse-Bogen zusammen, doch Micky macht nicht der Bogen Sorgen, sondern der Schütze. So oft Goofy es auch im Training mit Gunni Helm probiert, er ist ein hoffnungsloser Fall. Da fällt Micky plötzlich die Wunschkappe ein, mit deren Hilfe Goofy den Pfeil ins Ziel wünschen kann. So geschieht es auch im Wettkampf mit Fyr, dem Hyperboreer, der ein erstklassiger Bogenschütze ist. Mithilfe der Wunschkappe kann Goofy locker mithalten und so zieht sich der Wettkampf, da kein Schuss die Entscheidung bringen kann. Plötzlich beginnt Goofy laut zu lachen und nicht nur er, bald kugelt sich das gesamte Publikum vor Lachen. Bei diesem Zustand ist natürlich völlig ausgeschlossen, dass Goofy noch einen Pfeil abschießen kann, selbst, als er es probiert, bricht er gleich wieder in Gelächter aus. Micky kommt da ein furchtbarer Verdacht: Jor hatte sie extra noch gewarnt, dass die Wunschkappe gewaltige Nebenwirkungen verursacht, wenn man sie zu lange aufbehält. Er stürzt vor und reißt Goofy die verhängnisvolle Kopfbedeckung vom Kopf, die ihn beinahe um den Verstand gebracht hätte. Allerdings hat er ohne diese, so scheint es, gar keine Chance mehr, den Hyperboreer zu besiegen. Klappernd vor Angst macht er sich zum letzten Schuss bereit – und trifft wider Erwarten absolut perfekt, spaltet dabei sogar den Pfeil seines Gegners. Damit hat Goofy das Halbfinale gewonnen.
Im Finale wartet der Schwarze Ritter der Königin Hel. Doch der Wettkampfleiter hat zur Verärgerung des Königs der Grönen keinen Wettkampf mehr parat. Goofy schlägt deshalb das Spiel Roto-Ball vor, das der König auch gleich begeistert aufnimmt. Goofy und der Schwarze Ritter messen sich daher im stundenlangen geschickten Kreisenlassen des Roto-Balls. Irgendwann kippt der Ritter um, er ist nur ein Roboter, dendie stundenlange monotone Bewegung überfordert hat. Goofy wird als Sieger und Held gefeiert und der König der Grönen übergibt den Freunden den versprochenen Ginungagapiten. Mit Fridthjofs Fluggerät transportieren sie den schweren Stein zurück nach Ululand und zum gefürchteten Vulkan, der, da die Stunde Omega Jors Berechnungen zufolge in zwölf Minuten beginnt, kurz vor dem Ausbruch steht. Doch Jors Berechnungen zum Ausbruch des Vulkanes waren falsch. Und so bricht der Ginungaga zehn Minuten früher aus, bevor der rettende Diamant in ihm versenkt werden kann, und vernichtet Ulustadt. Glücklicherweise konnten sich die Ulis und Jor gerade noch in die Wälder retten. Die Ulis beschließen, ihre alten Bräuche und Traditionen wieder aufleben zu lassen und bauen aus den Überresten der Stadt ihr altes Dorf wieder auf.
Teil 3: Die Rückkehr des Fürsten von Niflheim (1984)
Prolog: Jor berichtet über die Entwicklungen in Asgardland seit dem verhängnisvollen Ausbruch des Ginungagap. Die Asche des Vulkans, hoch in die Atmosphäre geschleudert, verdichtete sich zu einer gewaltigen Wolke, die das kalte Klima verstärkte. Bald war ganz Asgardland unter meterhohen Schneedecken begraben, die nicht mehr schmolzen. Zu allem Überfluss wirkte die seismische Erschütterung bis in den hohen Norden Asgardlands und beförderte die Maske des Fürsten von Niflheim wieder ans Tageslicht. Mit der Maske einher ging die Rückkehr des Fürsten selbst, der nun wieder Asgardland in Angst und Schrecken versetzt.
In Entenhausen ist von derlei düsteren Ereignissen noch wenig zu spüren, erneut geht es auf Weihnachten zu. In Minnies Haus schläft Pluto in dem als Blumenschale getarnten Dimensionsvektor. Als Minnie tadelnd mit einem kleinen Löffel gegen den Rand schlägt, um den Hund aufzuwecken, setzt dies den Dimensionsvektor in Gang und Schale samt Pluto verschwinden urplötzlich vor Minnies erschrockenen Augen. Micky und Goofy, die kurz darauf hinzukommen, können Minnie zwar aufklären, was mit Pluto geschehen ist, aber mangels Dimensionsvektor, der ihre einzige Verbindung nach Asgardland ist, selbst nichts tun.
In der Nacht wälzt sich Micky mit einem Albtraum, in dem ihm Pluto entgleitet, im Bett hin und her. Da erscheint auf einmal Jor, der es dank seiner Wunschkappe geschafft hat, in Mickys Traum vorzudringen und mit ihm Kontakt aufzunehmen. Um zu Pluto zu gelangen, ist Micky bereit, jedes Wagnis einzugehen. Daher leitet ihn Jor an, die Grenze zwischen Traum und Realität zu überwinden. Mit Jors Hilfe beschwört Micky die große Pyramide von Teotihuacán herauf, die Micky ganz hinaufsteigen muss. Währenddessen wird er von Flugsauriern geplagt, die seine unbewussten Ängste darstellen, kann diese aber zurückschlagen, indem er sich fest auf sein Ziel konzentriert. Als er schließlich ganz oben angekommen ist, weist Jor ihn an, die extreme höhe hinunterzuspringen. In der festen Übersetzung, dass er ja immer noch träumt und solch ein Sprung daher egal ist, wagt Micky es – und tritt über nmach Asgardland, wo Jor, Fridthjof und Goofy, bei dem der Dimensionsübertritt deutlich leichter war, ihn schon erwarten.
In seiner Burg erzählt Jor den beiden Freunden, was inzwischen vorgefallen ist. Da Pluto am Rande des Zauberwaldes gelandet und offenbar weiter nach Norden geirrt ist, nimmt Jor an, dass er dem wiederauferstandenen Herrn des Nebels in die Hände gefallen ist. Ihn wiederzuholen wird alles andere als leicht, noch dazu drängt die Zeit, da das bei Mickys Übertritt entstandene Dimensionsloch sich bald wieder schließen wird. Jor zeigt ihnen auch, welche Bewandtnis es mit der verhängnisvollen und gefährlichen Maske des Fürsten zu tun hat, die jeden, der sie aufsetzt, in ihren Bann schlägt. Von der Maske geht eine immense Kraft der Überzeugung aus, noch dazu befähigt sie ihren Träger, Gedanken zu lesen und zu manipulieren. Noch dazu ist die Maske von einer unerschöpflichen Energiezufuhr gespeist. Die einzige Chance ist, eine kleine Sicherung an der Basis der Energiezufuhr herauszunehmen. Micky und Goofy erklären sich bereit, die gefährliche Mission zu übernehmen.
Auf Ululamas machen sie sich auf die weite Reise in den Norden. Ihre Reittiere fürchten sich allerdings vor Feuer, was Goofy unterwegs vergisst, als er sich auf einer eiskalten, verschneiten Ebene aufwärmen will. Die Ululamas flüchten. Als ein heftiger Schneesturm aufzieht, bauen sich die Freunde schnell ein Iglu und ziehen sich dorthin zurück. Am nächsten Morgen ist der Sturm zum Glück abgeflaut, doch Goofys Füße, die nicht im Iglu Platz hatten, sind eingefroren. Goofy muss schnell erwärmt werden, bevor er erfriert. Aus einer Schlüssel aus Eis bastelt Micky flugs ein Brennglas, das die schwachen Sonnenstrahlen bündelt und ein Feuer entzündet. Goofy taut auf. Sie machen sich nun wieder auf den Weg und finden sogar ihre Ululamas, dank derer sie schneller zum Zauberwald zu den Elfen kommen.
Der Elfenkönig begrüßt die Freunde herzlich und weiß zudem von einer Wunderwaffe, dem Stern von Aldebaran. Dieser ist die einzige Waffe, die nach dem Verschwinden des gläsernen Schwertes die Kräfte des neu auferstandenen Fürsten neutralisieren kann, da sie ihren Träger vor dessen Fähigkeit des Gedankenlesens schützt. Um den aus Eis gefertigten Stern zu erringen, muss Goofy allerdings die drei Prüfungen der Weisheit bestehen, die der in einer Höhle hausende Bergweise ihm stellt. Goofy schafft es, die Prüfung zu lösen, indem er dem Bergweisen ein neues Würfelspiel beibringt und ihm somit die gewünschte Zerstreuung bietet. Die Fragen hätte nämlich niemand beantworten können, nicht einmal der Weise selbst. Gewappnet mit dem Stern von Aldebaran machen sich Goofy, Micky und Fridthjof auf ins Tal der Schatten, wo sie vom finsteren Fürsten tatsächlich empfangen werden. Der Stern schirmt Goofys Gedankern ab, doch als er sich dem Fürsten nähert, beginnt das Eis aufgrund der von einem Kohlebecken ausgehenden Hitze zu schmelzen. Der Fürst von Niflheim erkennt nun, was hier gespielt wird. Schon beschwört er Waffen herauf und ruft die Ausgeburten Niflheims herbei, während sich der Greif zu seinen Füßen auf Micky stürzt. Fast ist das Ende der drei Freunde gekommen, da besinnt sich Goofy auf seine einmalige Gabe, an die Fantastereien des Fürsten nicht zu glauben. So gelingt es ihm, den Fürsten zur Verzweiflung zu bringen und kann schließlich die Sicherung aus der Maske entfernen. Die Monster verschwinden, der Greif entpuppt sich als Pluto, der nur unter dem schlechten Einfluss der Maske stand, und auch der Fürst nimmt seine Maske ab und offenbart seine wahre Identität: Der echte Fürst ist tatsächlich besiegt, der neue Fürst ist ein Einsiedler, der die Maske zufällig fand.
Nunmehr müssen sie aber rasch zurück, denn in der sehr bald anbrechenden Julnacht schließt das Dimensionsloch wieder, durch das sie gekommen sind. Würden sie dies verpassen, müssten sie für immer in Asgardland bleiben. Gerade noch rechtzeitig schaffen Micky und Goofy es, nach Entenhausen zurückzukehren. Der verdutzte Fridthjof jedoch fragt sich, wieso diese den Vektor nicht mitgenommen haben. Jor jedoch verrät, dass er genau dies geplant hat und sagt: „Es ist an der Zeit, dass die Stämme Asgardlands lernen, sich selbst zu helfen.“
Teil 4: Der große Schlaf (1993)
Teil 1
Nachdem Micky zum Ende des dritten Teils die unheilvolle Maske des Fürsten von Niflheim zerschlagen und in die abgrundtiefe Teufelsschlucht geworfen hat, blühte Asgardland wieder auf. Jor berichtet, dass in die Herzen der Menschen Freude und Zuversicht zurückkehrte. Auf dem Höhepunkt des Wohlstands breitete sich jedoch eine große Müdigkeit über die Bewohner von Asgardland aus. Die Leute fühlten sich immer schlapper, bis sie schließlich tagein und tagaus nur noch schliefen. In seiner Burg untersuchte der weise Jor das Geschehen und fand heraus, dass die die Müdigkeit auslösenden Strahlen von der zerstörten, aber offensichtlich immer noch wirkmächtigen Maske des Fürsten von Niflheim ausgehen. Die Zauberin Gullveig rief deshalb den Kometen Miranda herbei, der bei Zoldeborg niederging und damit ein Baby in einem Findelkörbchen nach Asgardland brachte, das aufgrund seiner Reiheit im Herzen befähigt wäre, die Mächte der Maske zu brechen, sobald es erwachsen wäre. Das Mädchen wuchs zur Prinzessin heran, stach sich jedoch unglücklicherweise an seinem 16. Geburtstag am Bogen Gunni Helms, wodurch auch die Prinzessin in einen tiefen Schlaf fiel. Nunmehr befindet sie sich in einer Kristallwiege gebettet hoch oben im Weltraum, wo die Kräfte der Maske auf sie keinen Einfluss ausüben können. Um sie wieder zu erwecken, braucht es jedoch einen Helden – und wer wäre dafür besser geeignet als der Vetter von Alf?
Also nimmt Jor mal wieder Verbindung mit den Freunden aus Entenhausen auf und schickt ihnen eine Botschaft mittels Sternen, dass sie nach Asgardland kommen sollen. Da sie ja den Dimensionsvektor dort vergessen haben, versucht sich Micky ganz fest auf Asgardland zu konzentrieren und lotst damit Fridthjof herbei, der wieder die mysteriöse Schale benutzt. Nach einigen verzweifelten Fridthjofs brechen die Freunde zurück nach Asgardland auf. Erschrocken erfahren sie dort von den aktuellen Zuständen. Goofy ist sofort bereit, die Prinzessin wachzuküssen. Welcher Mann könnte sich denn einer solchen Aufgabe widersetzen? Und so machen sich Goofy, Micky, Fridthjof und Gunni Helm auf den Weg in den hohen Norden Asgardlands zum Helmodturm, von wo aus sie ins All weiterreisen sollen. Diesmal erfolgt ihre Reise unterirdisch, um sie vor den einschläfernden Strahlen der Maske zu schützen. Mit einem Riesenmaulwurf als Reittier kommen sie auch in ganz schönem Tempo voran, allerdings nur, bis der schlecht sehende Maulwurf mit dem Kopf gegen einen Felsen kracht. Da sie das Tier nicht mehr aufwecken können, müssen sie nun zu Fuß weiter.
In Folge haben die vier einige Fährnisse zu bestehen. In einer Krstallhöhle müssen sie unter unzähligen sehr spitzen, geräuschempfindflichen Stalaktiken durchkommen, ohne dass diese herunterfallen. Fast geht dies gut, bis Fridthjof aufgrund einer Allergie heftig niesen muss. Doch sie schaffen es, den Stalaktiken zu entrinnen. Als nächstes müsysen sie ein noch ziemlich lebendiges, beißfreudiges Gerippe passieren, das Gunni Helm mittels eines großen Steins erledigt. Doch schon tauchen gigantische Raupen auf, vor denen sie sich in einen schmalen Durchgang retten. Das nächste Hindernis ist ein gewaltiger Abgrund, gefüllt mit Lava. Doch nun wird es Goofy zu bunt, der sich zornig an den Zeichner der Geschichte wendet und verlangt, dass dieser die Lava wieder entfernt und eine Brücke zeichnet, mithilfe derer sie den Abgrund überwinden können. Bei einem folgenden unterirdischen See treffen sie den Drachen Nidhögg, der sie gerne ans andere Ufer bringt. Nunmehr sind sie am Ende des Tunnels angekommen und sehen vor sich den beeindruckenden Halmodturm.
Teil 2
Der Halmodturm hat zwar viele Stufen, doch je höher sie kommen, desto einfacher wird auch der weitere Aufstieg. Auf der Spitze angekommen, stellen sie jedoch enttäuscht fest, dass die Raumbasis dort völlig veraltet und die Flugzeuge heruntergekommen sind. Damit lässt sich nie im Leben die schlafende Prinzessin erreichen. Fast scheint es, als hätte ihre Mission ein jähes, unschönes Ende gefunden. Da kommt eine Riesenheuschrecke mit Taxifahrer angeflogen, die Jor, der an alles gedacht hat, telepathisch herbestellt hat. So fliegen sie hoch zum Sternbild des Einhorns, wo sich die Kristallwiege der schlafenden Prinzessin befindet. Auf ihrem Flug haben sie jedoch erneut sich mit Gefahren in Form alles verschlingender Astrokrabben und Killerkometen herumzuschlagen, die Goofy dadurch, dass er nicht an sie glaubt, erneut zum Verschwinden bringen kann. Endlich im Sternbild des Einhorns angekommen sehen sie, dass um die Wiege zahlreiche glühende Gesteinsbrocken kreisen, die ein Näherkommen unmöglich machen. Doch Micky hat noch ein wenig der Flechte in der Tasche, auf die Fridthjof allergisch reagiert. Mit einem heftigen Nieser jagt der Uli die Gesteinsbrocken davon. Nun kann Goofy seiner edlen Aufgabe nachkommen und die Prinzessin wachküssen.
Sie fliegen zurück nach Asgardland, wo Jor es am Rande der Teufelsschlucht mit allerletzter Kraft geschafft hat, ein Feuer anzuzünden, das ihnen den Landeplatz signalisiert. Als sie landen, finden sie den Weisen schjlafend vor, da er nicht mehr den Kräften der Maske widerstehen konnte. Mutig springt die Allprinzessin hinunter in die Schlucht, in der sich die Maske befindet, und bittet noch die Mächte des Guten um Hilfe. Ein heftiger Kampf zwischen Gut und Böse tobt unter der Erde, doch schließlich die Prinzessin mit der Maske in der Hand heraus und nimmt das Teufelszeug des Bösen mit sich, um es in die Glut der Sonne zu werfen. Die Bewohner Asgardlands wachen wieder auf und Micky und Goofy treten die Heimreise an, nachdem letzterer dem Taxiunternehmer einige Tierbilder als Belohnung überantwortet hat.
Teil 5: Die Legende des gläsernen Schwerts (2022)
Zum 40-jährigen Jubiläum der Reihe erschien Ende 2022 in Italien eine weitere Fortsetzung in vier Kapiteln, die auf Deutsch erstmalig im LTB Premium 44 veröffentlicht wurde. Von der Redaktion des Topolino wurde Autor Marco Nucci damit beauftragt, ein neues Abenteuer um das gläserne Schwert zu schreiben, das dem Stil der ursprünglichen Tetralogie treu bleibt. Für die künstlerische Umsetzung zeichnete Cristian Canfailla, verantwortlich, der sich auch optisch stark am Stil von Massimo De Vita orientierte. Nucci wollte die beliebten Charaktere von Asgardland zurückkehren lassen, gleichzeitig aber neue Figuren einführen und die Weltkarte von Asgardland noch um einiges reichhaltiger gestalten. Die Legende des gläsernen Schwerts enthält zahlreiche Bezüge an die vergangenen Episoden und fordert die neuen Leser auf, auch die vorhergehenden Geschichten kennenzulernen.
Teil 1: Eine Welt ohne Helden
Der Barde Lasidor besingt im Dörfchen Ul für seine interessierten Zuhörer die Geschichte längst vergangener Zeiten, in der Goofy alias der Vetter von Alf den Stämmen Asgardlands im Allgemeinen und den Ulis im Besonderen zu Hilfe kam. Nach dessen letztem Besuch (in Der große Schlaf) kehrte ein tausendjähriger Frieden ein, beschirmt vom gläsernen Schwert auf seinem Berggipfel. Dann aber geschah das Unglück: Ein Meteor traf den Unerklimmbaren Gipfel und schleuderte das Schwert in unterirdische Tiefen. Dies ermöglichte es dem mächtigen Zaubererkönig Atro zusammen mit seinen düsteren Finsterlingen unter dem Befehl des brutalen Generals Mael Asgardland zu unterjochen. Jor, Fridthjof und Gunni Helm mussten fliehen, ohne Möglichkeit, dieses Mal den Vetter von Alf und seinen Kompagnon Micky Maus um Hilfe zu rufen. Damit nicht genug entfesselte Atro den Fluch des ewigen Vergessens, wodurch praktisch alle Bewohner Asgardlands mit nur wenigen Ausnahmen ihre Erinnerung an all das verloren, was bisher war. Nur Atro allein und sein ihn beratender Spiegel der Finsternis bewahren noch die Erinnerung an das, was war, führt Lasidor weiter aus. Das Einzige, was von all dem blieb, ist die Legende, eine packende Erzählung für Barden wie Lasidor, der nur wenige einen Funken Glauben schenken.
Lasidors Lied wird jäh beendet durch General Mael und seine Schergen, die dem Barden das Verbreiten von Lügengeschichten vorwerfen und ihn mitnehmen, um ihn in Zoldeborg einzukerkern. Aber Lasidors Geschichte hat Wirkung gezeigt. Die glückliche Vorstellung, es könnte tatsächlich einen Helden namens Vetter von Alf geben, lässt den mutigen Jungen Igor nicht mehr los. Die Ermahnungen seines Ululamas züchtenden Onkels Olof ignoriert er und schleicht nachts zu den Ruinen von Jors Burg hoch, zu der sich sonst aus Angst vor Yetis kein Uli mehr traut. Einen Yeti findet Igor glücklicherweise nicht, dafür stößt er auf Jors alte unterirdische Studierstube und darin auf den Dimensionsvektor. Er studiert Jors Bücher, um herauszufinden, wie die „Schale“ funktioniert und schafft es tatsächlich damit nach Entenhausen vorzustoßen, wo er sofort auf Micky und Goofy trifft. Seinen großen Helden der Legende persönlich gegenüberzutreten raubt ihm kurzfristig die Sinne. Als er sich wieder erholt hat, berichtet er den beiden Freunden, was sich inzwischen Entsetzliches in Asgardland zugetragen hat. Goofy und Micky zögern nicht lange und sagen ihre Hilfe gegen den schurkischen König Atro zu. Gemeinsam reisen sie nach Asgardland, mit Goofys kleinem Rotkehlchen Piep als unerwarteter Mitreisender im Gepäck.
Teil 2: Die Gefährten des Schwerts
Die Ankunft der Helden in Ululand bleibt nicht unbeobachtet. Die Krähen unterstehen als geflügelte Spione König Atro und General Mael und berichten unverzüglich an König Atros Burg im ehemaligen Zoldeborg. Auch Atros Schergen ist die Existenz und Bedeutung des Vetters von Alf nicht klar, Atro aber schon. Schwitzend vor Angst weist Atro General Mael an, die Eindringlinge unverzüglich festzunehmen.
Goofy, Micky und Igor sind bei Onkel Olof untergekommen, der nicht so recht weiß, ob er der Wahrheit gewordenen Legende nun glauben kann oder nicht. Mit Ululamas als Reittieren ausgestattet machen sie sich nun auf den Weg. Igors Ziel ist zunächst Zoldeborg, um dort den Bänkelsänger Lasidor zu retten, der sich mit den alten Überlieferungen am besten auskennt und daher bestimmt bei der weiteren Suche nach dem gläsernen Schwert helfen kann. Im Verlauf des Abenteuers stoßen auch Gunni Helm, Fridthjof und der weise Magier Jor zu dem Trupp, der sich auf die Suche nach dem gläsernen Schwert macht, um dem schrecklichen Atro die Stirn zu bieten und damit Asgardland den Frieden zurückzubringen.
Teil 6: Topolino e la profezia del cavaliere scarlatto (2023)
Ein Jahr später schrieb das selbe Künstlerpaar mit Topolino e la profezia del Cavaliere Scarlatto ein weiteres in dem Universum spielendes Abenteuer.
Parodie: Das kremige Schwert
2016 schrieb Sio eine Parodie auf den Asgardland-Zyklus im Allgemeinen und die Geschichte Das gläserne Schwert im Besonderen, die von Silvia Ziche gezeichnet wurde.
Micky und Goofy bringen Minnie wieder ihre „Blumenschale“, die in Wahrheit der Dimensionsvektor ist. Beim genauen Betrachten der Schale entdecken die beiden, dass auf dieser noch weitaus mehr Dimensionen aufgelistet sind als nur die Erde und Asgardland. Als Minnie mit vorbereiteten Schalen mit Eis zurückkommt, entgleitet ihr die Eiskelle und schlägt auf dem Dimensionsvektor auf, der wieder in Schwingung versetzt wird. Micky und Goofy verschwinden vor Minnies erschrockenen Augen, landen aber nicht in Asgardland, sondern in Frostgardland. Dort treffen sie sogleich auf Waffael, den Hüter des Schicksalssorbets, auf Lakritzhjof und Anni vom Volk der Trolle. Die drei Frostis erkennen in Goofy und Micky den sagenumwobenen Ed und Schleck, dessen Knaben von kleiner Statur. Die beiden sollen ihnen daher gegen den skrupellosen Tyrannen, den Fürsten von Schmilzlheim, helfen, der ganz Frostgardland beherrscht. Der Fürst ist sehr gefräßig und versessen auf Kaltes und Süßes, deswegen lässt er allen seinen Untertanen die Haare vom Kopf nehmen, die bunt und wunderbar kremig sind. Nun steht der Winter bevor und es gibt nicht genug Wollmützen, weswegen die Frostis alle Schnupfen bekommen werden. Dagegen helfen kann einzig das kremige Schwert, das ganz und gar aus Eis besteht, und das demjenigen, der es isst, für immer die Lust auf Kaltes vertreibt. Gemeinsam mit Anni und Lakritzhjof machen sich Micky und Goofy auf den Weg, wobei Waffael ihnen noch die mystische Banane von Split mitgibt, die ihnen in Notsituationen helfen wird.
Wie Micky verdutzt feststellt, ist Frostgardland absolut winzig. Nach nur wenigen Schritten gelangen sie zur Regenbogenbrücke, die ein Brückenwächter bewacht, der sie nur durchlässt, wenn sie sein nicht gestelltes Rätsel lösen. Da Goofy keine Antwort gibt, hat er die Aufgabe gelöst. Dann überqueren sie den mystischen Fluss mithilfe von Lianen. Doch kurz darauf fühlt sich Lakritzhjof plötzlich schlecht vor Hunger. Goofy gibt ihm die Banane von Split. Anni ist begeistert, Micky fassungslos. Nur wenig später erreichen sie bereits den unerklimmbaren Gipfel, wo sich das kremige Schwert befindet. Auf den Gipfel des Berges führt eine Rolltreppe, die äußerst langsam fährt und deshalb alle vor Langeweile eingehen lässt. Goofy schlägt vor, die Rolltreppe einfach selbst hinaufzugehen. Gesagt, getan. Schon ein paar Augenblicke später kann Goofy das Schwert in die höhe halten. Auch der Weg zur Sandburg des Fürsten von Schmilzlheim ist nicht mehr weit. Anni bekommt sogar die sich nie öffnende Tür am Schlossportal auf, indem sie sie beleidigt und zum Weinen bringt. Goofy kann nun dem Fürsten das Schwert überreichen und damit dessen Wunsch für Kaltes für immer austreiben. Nun können Micky und Goofy sich mit dem Dimensionsvektor auf den Heimweg machen. Sie denken, dass wie üblich seit ihrer Abreise kaum eine Minute vergangen ist und ahnen nicht, dass sie einen ganzen Monat verschwunden waren.
Entstehung und Hintergrund
In einem Interview schilderte Massimo De Vita die Entstehungsgeschichte der Serie und verriet, dass diese vor allem das Fantasy-Genre etwas auf die Schippe nehmen sollte, wobei jedoch nicht jeder den ironischen Unterton verstanden habe.
- „Ich musste nach einem Unfall im Bett liegen und jemand hatte mir ein Buch über nordische Mythologie geschenkt. Ich dachte mir, dass ich daraus eine lustige Satire machen könnte, aber in dem ich die Rollen vertauschte: Goofy in seiner Naivität sollte der eigentliche Held sein, Micky Maus nur als sein Begleiter fungieren. Dieser kleine Trick machte daraus etwas Besonderes und erlaubte mir, mich über die Gemeinplätze der Fantasy-Literatur lustig zu machen.“– Massimo De Vita [1]
Irrwitzigerweise bekam De Vita viel Lob dafür zugesprochen, dass er die von Tolkien geschaffene Welt aus Herr der Ringe so gut verinnerlicht habe, obwohl er gerade einmal etwas von der Existenz des Autors wusste, aber noch nie etwas von ihm gelesen hatte. Stattdessen mischte er beim Schreiben freigiebig verschiedene Genres, von Fantasy bis Science-Fiction und zudem etwas von Star Wars, da dieses zu damaliger Zeit gerade aktuell und populär war. Mit den Bezügen auf die nordische Mythologie wollte De Vita etwas schaffen, das man auf mehreren Ebenen lesen konnte. So können sich Kinder auf das Abenteuer und den Spaß konzentrieren, während „die Erwachsenen den Geist der komischen Entmythologisierung schätzen, der all das durchdrang“. Außerdem sei es sein Ziel gewesen, „dem Leser keine Zeit zum Atemholen zu lassen. Auf jeder Seite sollte es mindestens einen Gag geben, um den Leser zu fesseln und zu befriedigen.“[1]
Nach dem großen Erfolg der Serie wurde Massimo De Vita gebeten, weitere Geschichten aus der Welt von Asgardland zu erzählen. Mit zeitlicher Verzögerung folgte schließlich ein vierter Teil. Mögliche Fortsetzungen sah er jedoch kritisch: „Sie konnte wegen ihrer satirischen Anlage nicht zu lange fortgeschrieben werden. Die erste Geschichte hatte 102 Seiten, die zweite 81 und die dritte 57. Diese Abnahme kam nicht zufällig zustande.“[1]
Welt von Asgardland
Die Welt von Asgardland reicht von den kleinen Dorfsiedlungen der Ulis (im Südosten) bis ins mächtigen Reich der Riesen, nördlich der Regenbogenbrücke des Trollgebirges. Die Hauptstadt der Riesen ist Utgard, wo der Riesenkönig in seiner Riesenburg residiert. Der böse Fürst von Nilfheim residiert im Tal der Schatten östlich der Senken des Weiten Landes in der Nähe vom sog. „unerklimmbaren Gipfel“, wo Goofy im ersten Teil das Gläserne Schwert seinem Schicksal überreicht. Weitere Orte und Ländereien, die in der Asgardland-Saga vorkommen, sind das Reich der Menschen von Grönnen (speziel die Hauptstadt Zoldeborg, wo im zweiten Teil das große Völkertunier stattfindet), der mystische See der Geheimnisse, wo der große Drache Nidhögg seit Urzeiten haust, die Hellsümpfe der Königsgöttin Hel (welche Goofy im ersten Teil durch ihre Schönheit bezaubert), das wilde Trolleland und auch der Zauberwald der Elfen. Unter anderen erwähnt werden häufig die Volksstämme der Thoren und Berserken, großer Menschen, mit welchen das Ulluland der Ulis verfeindet ist. Auch gibt es den Stamm der Jüten, welcher sich westlich von Ulluland niedergelassen hat. Auch ist von den Zwergen von Munz die Rede, welche Jor als die eigentliche Schmiede des Gläsernen Schwertes bezeichnet.
Geschichte von Asgardland
Schon in grauer Vorzeit führte der Fürst von Nilfheim im Asgardland sein Unwesen. Doch Alf dem Hypobeerer gelang es den Körper des Feindes zu zerstören und seinen Geist ins Tal der Schatten zu verbannen. Das ganze ist schon so lange her, dass sich kaum einer, außer der alterwürdige Jor oder der Bergwaise von Aldebaran sich dieser Tage errinern. Die Ulis entwickelten sich vom einfachen Höhlenvolk zu einer großen Dorfgemeinschaft rund um die Grünhänge, Wäldchen und dem Mondgebirge (dem heutigen Gebiet von Ulluland). Die Ulis trotzten so manchen harten Winter und anderen Naturkatastrophen wie dem Ausbruch des Gunagaga-Vulkans und bauten ihre Kultur und Existenz weiter aus. Mit den starken Menschenstämmen der Thoren und der Berserker aus dem Vermland sind die Ulis seit den Plünderungszügen des Ersten Zeitalters verfeindet. Auch die Zwerge von Munz und die Elfen des Zauberwaldes sind mit einander verfeindet. Beide Völker streiten sich um die Schmiedung des Gläsernen Schwertes mit welchem Alf den finsteren Fürsten von Nilfheim niederstreckte, welche sowohl die Zwerge als auch die Elfen für sich beanspruchen. Erst das Wiedererwachen eines alten Feindes schweißt die Völker des Asgardlandes – mit Ausnahme der Riesen – wieder zusammen . Goofy -der Vetter des großen Alfs- und Micky aus Entenhausen ziehen los um das Gläserne Schwert zu finden. Die Macht des Schwertes macht dem Fürsten von Nilfheim noch einmal den Gar aus und vernichtet ihn endgültig. 222 Jahre danach wird Ullustadt , die Hauptstadt von Ulluland vom Gunagaga zerstört und die Ulis planen mit einfachen Dörfern den Wiederaufbau ihrer Heimat. Bald darauf kündigt sich im ganzen Asgardland als Folge des Vulkanausbruchs und mehrerer Erdbeben der kälteste und härteste Winter seit Eintausend Jahren an. Und ein todgeglaubter Feind kehrt zurück nach Nilfheim. Ein neuer Herr trägt die Maske vom schon längst vernichteten Fürsten und wird selbst eine Bedrohung für die Welt. Doch wieder kehren Micky und Goofy zurück und gebieten auch diesem Unhold Einhalt. Damit schaffen es die Beiden als Alfs Nachfolger in den Heldenhimmel des Asgardlandes.
Bewohner von Asgardland
Jor
Jor ist der Weise von Asgardland und viele sehen ihn als Mentor von Ululand. Er ist ein großartiger Erfinder (zb.die Wunschkappe) und bewahrt Zeugnisse alter Epochen auf. Mit seinem Diemensionsviebrator reiste Frihtjof in eine andere Dimension um den sagenumwobenen Helden Alf zu finden. Jor ist ein alter Gelehrter der Frühgeschichte von Asgardland. Bei ihm holen sich Micky und Goofy immer ein Rat für ihre bevorstehende Abenteuer ein. Doch Jor ist auch ein sehr vergesslicher und verdrisslicher alter Mann. So berechnet er im zweiten Teil (Das Tunier von Asgardland) die Stunde Omega und den damit verbundenen Vulkanausbruch des Gunigaga falsch. Oder überreicht Goofy im Ersten Teil (Das gläsernde Schwert) statt dem Gjaraldhorn, welches in der Not helfen soll, das Spielhorn seines Neffen.
Fridthjof
Fridthjof ist ein Uli aus Ulluland. Dank eines großen Missgeschicks mit dem Dimensionsvibrator (siehe Jor) landet Fridthjof in Entenhausen und lernt statt des großen Helden Alf Micky Maus und Goofy kennen. Mit ihnen zieht Fridthjof im Ersten Teil durchs Asgardland um das gläserne Schwert zu finden mit dessen Hilfe die Macht des bösen Fürsten von Nilfheim gebrochen werden kann. Der etwas tollpatschige aber immer hilfsbereite Fridthjof wird Mickys&Goofys bester Freund im Asgardland und steht den beiden auch in den anderen Teilen als treuer Gefährte zu Seite.
Gunni Helm
Gunni Helm ist ein Freund der Elfen vom Zauberwald und ein waschechter Abenteuerer. Zusammen mit einem ausgewachsenen Bär als treues Jagdtier lebt und streift Gunni Helm in den Ebenen und Wäldern des Trollelandes umher. Im Ersten Teil hilft Gunni Helm Micky und Goofy bei ihrer Suche nach dem Gläsernen Schwert und im Zweiten Teil coacht er Goofy als Kämpfer für das Völkertunier von Asgardland. Danach wird er in den folgenden Teilen jedoch nicht mehr erwähnt.
Fürst Niflhard von Niflheim
Der Fürst Niflhard von Niflheim büßte seine materielle Gestalt im Kampf mit Alf (siehe Teil 1 der Saga – Das gläserne Schwert) ein. Um seine daraus resultierende Unsichtbarkeit zu umgehen, bedient er sich einer Rüstung, die aus mehreren Komponenten besteht. Die zur Rüstung gehörende Maske ist mit einem Hör- und Luftstutzen sowie Luftruder und Mikrofon ausgestattet. In Teil 3 der Saga (Die Rückkehr des Fürsten von Niflheim) erfährt man vom greisen Gelehrten Jor, dass die Maske des Fürsten ein eigenständiges Machtzentrum sei, welche mit einem Mikroprozessor, der von geheimnisvollen, unerschöpflichen Kraftreserven gespeist wird, ausgestattet ist. Der Fürst von Niflheim hat im Ersten Teil bereits fast das gesamte Asgardland unterworfen und plant sich an die starken Menschen des Nordens zu rächen welchen er seinen Fall vor drei Jahrhunderten mit zu verdanken hat Niflhards größte Feinde und Wiedersacher sind zudem die Elfen des Zauberwaldes und Micky und Goofy aus Entenhausen. Goofy wird dem Asgardland fälschlicherweise als Vetter des legendären Helden Alf vorgestellt und so verfolgt Niflhard von Nilfheim insbesonders ihn und seine Freunde um die für ihn größte Gefahr aus dem Weg zu räumen – Goofys wiederlegende Überzeugungskraft gegen jedwillige Illusion. Niflhards Diener und Untergebene sind die grausamen Häscher auf ihren Flugdrachen, genauso wie finstere Gnome und einige verschlagene Menschen. Als Verbündeter von Nilfheim steht das Reich der Riesen dem Fürsten zuseite. Zumindest solange bis es Jor gelingt dem König der Riesen einzureden das er durch das gläserne Schwert des Fürsten verflucht sei. Das Schwert, welches im Ersten Teil von Goofy dem unerklimmbaren Gipfel übergeben wird, bedeutet Niflhards Untergang. Doch schon im Dritten Teil kehrt der Fürst zurück. Allerdings handelt es sich nicht mehr um Nilfhard persönlich, sondern um einen arglosen Sammler welcher sich die Maske des Dunkelherrschers von Einst aufsetzt und somit selbst in den Bann des Bösen gerät.
Deutsche Veröffentlichungen
- LTB 124 (nur die ersten drei Teile) (1987)
- LTB Weihnachten 1 (nur der vierte Teil) (1994)
- LTB Spezial 9 (nur die ersten drei Teile) (2003)
- LTB Fantasy 2 (erstmals alle vier Teile zusammen) (2013)
- Das gläserne Schwert (alle vier Teile sowie die Parodie) (2018)
- LTB Premium 44 (Teile eins bis fünf) (2024)
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 Die besten Geschichten von Massimo De Vita Egmont Comic Collection, 2013, S. 12–13