Arpin Lusène, auch „Der schwarze Ritter“ genannt, ist ein französischer Meisterdieb, dessen Ziel es ist, der größte Dieb der Welt zu werden. Daher hat er es auch darauf abgesehen, Dagobert Duck als reichsten Mann der Welt zu besiegen. Er ist selbst sehr reich und will das Geld nicht stehlen, sondern einfach verschwinden lassen oder einen „Beweis“ für seinen Einbruch im Geldspeicher mitgehen lassen. Arpin Lusène hat aus einer gestohlener Ritterrüstung von Dagobert Duck und dem schwarzen Stoff Blankweg™, der alles (außer Diamanten) verschwinden lässt, was damit in Berührung kommt, eine schwarze Ritterrüstung hergestellt, mit der er durch alles hindurchgehen kann – also auch durch die Betonwand des Geldspeichers.

Arpin Lusène in Der Schwarze Ritter glorpt wieder, © Egmont Ehapa

Entwicklung Bearbeiten

Don Rosa, der Erfinder des Schwarzen Ritters bzw. Arpin Lusène, ließ diese Figur dreimal in seinen Geschichten auftreten. Sein Debüt gibt der Gentleman-Dieb in Der Schwarze Ritter (1998). Dort gelangt Arpin Lusène, der als Zivilperson partout nicht als der Schwarze Ritter bezeichnet werden will, einen von Daniel Düsentrieb erfundenen Universalauflöser. Diese schwarze, flüssige Chemikalie erhielt seiner ätzenden Wirkung wegen den Namen „Blankweg™“.

Sie taucht erstmals in Reise zum Mittelpunkt der Erde (1995) auf und vermag alles, was damit in Berührung kommt, zu Staubpartikeln zu komprimieren. Die einzige Ausnahme sind jedoch lupenreine Diamanten. Außerdem bemächtigt sich der Meisterdieb einer Ritterrüstung aus dem Privatbesitz von Onkel Dagobert. Nachdem er die Rüstung mit Diamantenstaub angepinsel hat, überzieht er sie mit Blankweg™ – und macht sich so die sicherste und zerstörerischste Ritterrüstung überhaupt. Dagoberts Geld zu stehlen erscheint ihm aufgrund der schieren Menge unmöglich. Also versucht er, es stattdessen aufzulösen, um zumindest vor der Presse den Eindruck zu vermitteln, der größte Verbrecher aller Zeiten zu sein.

 
Erster Auftritt bei einer nicht-Rosa-Geschichte in Neues vom Schwarzen Ritter, gezeichnet von Marco Rota (MM 5/2021, © Egmont Ehapa)

Don Rosa zeichnete und schrieb noch zwei weitere Geschichten mit dem Schwarzen Ritter. In Aaaaaattacke! bekam er nur einen Kurzauftritt, in der Der Schwarze Ritter glorpt wieder wurde ihm wieder eine größere Rolle zuteil.

Seinen ersten Auftritt in einer Geschichte, die nicht von Don Rosa stammt, hat er im Zehnseiter Neues vom Schwarzen Ritter von Lars Jensen, Anne Mette Stevn und Marco Rota (erschienen in MM 5/2021).

Inspirationen für Arpin Lusène Bearbeiten

Viele literarische Figuren nahm Don Rosa als Inspiration für den Charakter der Meisterdiebes Arpin Lusene:

Arsène Lupin ist die größte Inspirationsquelle für Arpin Lusène gewesen. Er ist ein vermögender französischer Intellektueller, der tagsüber ein luxuriöses Leben an der französischen Rivera führt, aber in der Nacht zu einem Meisterdieb wird. Arsène Lupin wurde von Maurice Leblanc für das Magazin „Je Sais Tout“ erschaffen. Bis jetzt wurden unzählige Bücher über ihn geschrieben, es erschienen Filme und Serien, sowie Comics veröffentlicht. Außerdem ist der Name von Arpin Lusène, wie man unschwer erkennen kann, eine Anspielung auf den des Meisterdiebes Arsène Lupin.

 
Erster Roman um Fantômas

Fantômas hat nicht ganz so viel zu der Erschaffung von Arpin Lusène beigetragen. Aber seine „Arbeitskleidung“, das schwarze Trikot, war Inspiration für den „Arbeitsanzug“ von Arpin Lusène gewesen, bis er die Rüstung bekam. Fantômas wurde von den beiden Franzosen Marcel Allain und Pierre Souvestre erfunden, die ihr erstes Buch mit ihm im Jahr 1911 herausbrachten. Auch von ihm sind zahlreiche Bücher erschienen und viele Filme, eine Serie und eine Menge Comics. Die Comicserie Fantômas lief von 1966 bis 1969 und reicherte die Abenteuer des „Genie des Bösen“ mit Sprechblasen an.[1]

Fantômas ist die Hauptfigur einer Serie französischer Kriminalromane, die das Autorenduo Pierre Souvestre und Marcel Allain zwischen Februar 1911 und September 1913 veröffentlichten.[2] Fantômas zeichnete sich durch seine Taten, aber auch durch sein Kostüm aus. Er trug stets schwarze Kleidung: Einen schwarzen Frack, einen schwarzen Mantel und einen schwarzen Spazierstock – nur seine weißen Handschuhe waren in der Nacht zu erkennen. Er gilt als einfallsreicher und gleichsam teuflicher, kühl kalkulierender Verbrecher mit sogar mörderischen Neigungen. Solche Schattenseite konnte und wollte man Donald natürlich nicht verleihen. Bemerkenswert ist jedoch, dass die engsten Verbündeten und einige der schlimmsten Rivalen von Fantômas in irgendeiner Weise mit ihm verwandt waren. In diesem Punkt lassen sich wiederum Parallelen zu Donald als Phantomias erkennen.[3]

Die Katze alias John Robie aus dem Hitchcock-Film Über den Dächern von Nizza ist ein früherer Einbrecher mit einer Vorliebe für Juwelen. Von ihm holte sich Don Rosa die Inspiration für Arpin Lusènes Wohnsitz an der französischen Riviera und seine Fähigkeit als Verbrecher.

Das Phantom ist ein weltberühmter Diamantendieb aus dem Film „Der rosarote Panther“. Die Inspirationen von ihm sind die Visitenkarte in Form eines Handschuhs und die Tatsache, dass alle wussten, wer das Phantom war, aber dennoch keiner ihn fangen konnte.

Inspektor Clouseau ist der Polizist, aus dem Film „Der rosarote Panther“, der es sich zur Aufgabe gemacht hat das Phantom zu fangen. Die Aspekte, die sich Don Rosa für seine Figur nahm, sind, dass Inspektor Clouseau – genau wie Arpin Lusène – oft in eine böse Klemme gerät und einen lustigen Akzent hat, der dazu führt, dass die Leute seine Worte oft irritiert wiederholen, was Inspektor Clouseau nicht versteht – er spricht doch perfekt!

Weblinks Bearbeiten