Walt Disney Animation Studios: Unterschied zwischen den Versionen
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*2004: Umwandlung in ein [[CGI]]-Studio, d.h. in ein Computer Generated Imagery-Studio, also ein Studio, das Bilder nur auf Basis von Computeranimation erzeugt. Nur noch 600 Angestellte waren nunmehr beschäftigt, die traditionelle Animationsausrüstung wurde verkauft<ref name="thehour">[https://news.google.com/newspapers?nid=1916&dat=20040131&id=5xEhAAAAIBAJ&sjid=3HQFAAAAIBAJ&pg=3417,3996403 Disney-Pixar split heightens pressure for new hits], ''The Hour'', 30.01.2004, abgerufen am 19.12.2018</ref><ref name=wiki/> | *2004: Umwandlung in ein [[CGI]]-Studio, d.h. in ein Computer Generated Imagery-Studio, also ein Studio, das Bilder nur auf Basis von Computeranimation erzeugt. Nur noch 600 Angestellte waren nunmehr beschäftigt, die traditionelle Animationsausrüstung wurde verkauft<ref name="thehour">[https://news.google.com/newspapers?nid=1916&dat=20040131&id=5xEhAAAAIBAJ&sjid=3HQFAAAAIBAJ&pg=3417,3996403 Disney-Pixar split heightens pressure for new hits], ''The Hour'', 30.01.2004, abgerufen am 19.12.2018</ref><ref name=wiki/> | ||
*2004: Verhandlungen zwischen [[The Walt Disney Company|Disney]] und [[Pixar]] über eine Verlängerung des Distributionsvertrags scheitern. Disney-CEO [[ | *2004: Verhandlungen zwischen [[The Walt Disney Company|Disney]] und [[Pixar]] über eine Verlängerung des Distributionsvertrags scheitern. Disney-CEO [[Michael Eisner]] hatte darauf beharrt, dass Sequels wie [[Toy Story 3]] im Vertrag nicht als eigene Filme gezählt werden sollten.<ref name="thehour"/><ref name=wiki/> | ||
*2005: Mit ''[[Himmel und Huhn]]'' erscheint erstmals ein vollständig computeranimierter Langfilm des Disney Animation-Studios.<ref name=wiki/> | *2005: Mit ''[[Himmel und Huhn]]'' erscheint erstmals ein vollständig computeranimierter Langfilm des Disney Animation-Studios.<ref name=wiki/> | ||
*Ende 2005: [[Michael Eisner]] tritt wegen Auseinandersetzungen mit [[Roy E. Disney|Roy Edward Disney]] und [[Steve Jobs]] (damaliger Leiter der [[Pixar|Pixar-Studios]] von der Konzernspitze zurück. [[Robert Iger]] ersetzt ihn. Dieser nimmt die Verhandlungen mit [[Pixar]] wieder auf.<ref name=wiki/> (siehe hierzu auch ''[[The Walt Disney Company#Sonstiges]]'' und ''[[Pixar#Zusammenarbeit mit Disney]]'') | *Ende 2005: [[Michael Eisner]] tritt wegen Auseinandersetzungen mit [[Roy E. Disney|Roy Edward Disney]] und [[Steve Jobs]] (damaliger Leiter der [[Pixar|Pixar-Studios]] von der Konzernspitze zurück. [[Robert Iger]] ersetzt ihn. Dieser nimmt die Verhandlungen mit [[Pixar]] wieder auf.<ref name=wiki/> (siehe hierzu auch ''[[The Walt Disney Company#Sonstiges]]'' und ''[[Pixar#Zusammenarbeit mit Disney]]'') | ||
Version vom 20. Dezember 2018, 23:35 Uhr

Die Walt Disney Animation Studios sind ein US-amerikanisches Animations- und Zeichentrickstudio mit Sitz im kalifornischen Burbank.[1] Die Disney Animation Studios produzieren Animations- und Zeichentrickfilme sowie TV-Serien für die Walt Disney Company[1].
Die Leitung des Unternehmens übernehmen Ed Catmull (President), John Lasseter (Chief Customer Officer (CCO) = Geschäftsführer) und Andrew Millstein (President und Generaldirektorin)[1].
Eine Tochterfirma der Disney Animation Studios sind die DisneyToon Studios, die auf Direct-to-Video-Filme spezalisiert sind, d.h. Filme, die weder für das Kino noch für den Fernsehmarkt, sondern gleich für den Verkauf auf DVD bzw. Blue-Ray (früher noch: VHS) gedacht sind[1]. Sie werden ebenfalls von Catmull und Lasseter geleitet.
Geschichte
- 1923: Gründung durch Walt Disney in Hollywood-Burbank, nachdem das erste Filmstudio Disneys, Laugh-O-Gram, pleite gegangen war
- Entstehung von Filmreihen/Cartoons wie: Micky Maus, die Silly Symphonies-Filme, Donald Duck und viele weitere; diese legen den Grundstein für Disneys späteren Erfolg.
- erster abendfüllender Zeichentrickfilm „Schneewittchen und die sieben Zwerge“, Beginn der „Goldenen Jahre der Animation“[1], jahrzehntelange Prägung der Zeichentrickfilmlandschaft durch die Disney-Studios.[1]
- ab 1950: Trotz des Aufstrebens des Realfilms und Fernsehens: Erfolge Disneys durch 101 Dalmatiner, Winnie Puuh und Das Dschungelbuch[1]
- 1966: Tod Walt Disneys, danach: die Zeichner Gary Goldman und John Pomeroy und der Drehbuchautor Don Bluth verlassen Disney, gründen eigenes Studio, das Disney Konkurrenz macht[1].
- 1983: John Lasseter wird entlassen, da er die Verwendung von Computeranimation ins Gespräch brachte[1].
- Der Film Taran und der Zauberkessel floppt, Michael Eisner überlegt, die Animationssparte komplett zu schließen, was der damalige Aufsichtsratsvorsitzende gerade noch verhindern konnte[1].
- Eisner wird Leiter der Animationsabteilung und möchte diese erneuern.
- 1990er: „Disney-Renaissance“[1] durch die Filme Oliver & Co. und Arielle, die Meerjungfrau, ein Großteil der Szenen wird computeranimiert[1]
- 1991: Jeffrey Katzenberg, gemeinsamer Leiter (mit Roy Edward Disney) der Animationsstudios, macht einen Deal mit Pixar: Disney wird am Film Toy Story beteiligt und hält Rechte an den Figuren sowie Filmproduktionsrechte[1].
- 1994: Jeffrey Katzenberg verlässt die Disney-Studios aufgrund von Differenzen mit Roy Edward Disney; gründet stattdessen mit DreamWorks Animation ein Unternehmen, das Disney später einmal große Konkurrenz machen sollte.[1]
- ab ca. 1995: Krise für die Disney Animation Studios setzt ein; Filme wie Pocahontas (1995) oder Hercules (1997) floppen. Daher Dezimierung der Mitarbeiter von 2.200 auf 1.200[1]. Der handgezeichnete Zeichentrickfilm Ein Königreich für ein Lama (2000) ist im Vergleich zu den computeranimierten Dreamworks- bzw. Pixar-Filmen unerfolgreich, viele riefen daher ein Ende des klassischen Zeichentrickfilms herbei[1].
- 2002/2003: Mit Lilo & Stitch (2002) und Bärenbrüder (2003) letzte Erfolge der Disney-Studios vor deren vorläufiger Schließung[1]
- ab 2003: sukzessive Schließung der Disney Feature Animation-Studios. Eigene Filme wie Der Schatzplanet waren wirtschaftlich nicht erfolgreich[1].
- 2004: Umwandlung in ein CGI-Studio, d.h. in ein Computer Generated Imagery-Studio, also ein Studio, das Bilder nur auf Basis von Computeranimation erzeugt. Nur noch 600 Angestellte waren nunmehr beschäftigt, die traditionelle Animationsausrüstung wurde verkauft[2][1]
- 2004: Verhandlungen zwischen Disney und Pixar über eine Verlängerung des Distributionsvertrags scheitern. Disney-CEO Michael Eisner hatte darauf beharrt, dass Sequels wie Toy Story 3 im Vertrag nicht als eigene Filme gezählt werden sollten.[2][1]
- 2005: Mit Himmel und Huhn erscheint erstmals ein vollständig computeranimierter Langfilm des Disney Animation-Studios.[1]
- Ende 2005: Michael Eisner tritt wegen Auseinandersetzungen mit Roy Edward Disney und Steve Jobs (damaliger Leiter der Pixar-Studios von der Konzernspitze zurück. Robert Iger ersetzt ihn. Dieser nimmt die Verhandlungen mit Pixar wieder auf.[1] (siehe hierzu auch The Walt Disney Company#Sonstiges und Pixar#Zusammenarbeit mit Disney)
- Januar 2006: Die Walt Disney Company übernimmt Pixar vollständig.
- Januar 2006: Im Zuge der Übernahme werden John Lasseter und Edwin Catmull zum künstlerischen Leiter bzw. Direktor sowohl von Walt Disney Feature Animation, darunter die DisneyToon Studios, als auch Pixar Animation ernannt[1]. Jedoch bleiben die beiden Sparten strikt voneiander getrennt[1].
- 2007: Disneys Zeichentrickabteilungen werden nach vierjähriger Pause wiedereröffnet[1]
- 2009: Mit Küss den Frosch wird der erste handgezeichnete Animationsfilm seit Die Kühe sind los (2004) publiziert[1].
Bekannte Filme (Auswahl):
- 2008: Bolt – Ein Hund für alle Fälle
- 2009: Küss den Frosch
- 2010: Rapunzel – Neu verföhnt
- 2011: Winnie Puuh
- 2012: Ralph reichts
- 2013: Die Eiskönigin - Völlig unverfroren
- 2014: Baymax – Riesiges Robowabohu
- 2016: Zoomania
- 2016: Vaiana – Das Paradies hat einen Haken[1]
Einzelnachweise
- ↑ 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 1,12 1,13 1,14 1,15 1,16 1,17 1,18 1,19 1,20 1,21 1,22 1,23 1,24 1,25 1,26 Wikipedia-Atikel zu den „Walt Disney Animation Studios“, abgerufen am 08.05.2018
- ↑ 2,0 2,1 Disney-Pixar split heightens pressure for new hits, The Hour, 30.01.2004, abgerufen am 19.12.2018