LTB 17: Rezension: Unterschied zwischen den Versionen

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Korrekte Rechtschreibung laut Duden
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[[Bild:LTB_017-4.jpg|left|500px|thumb|Minni als zauberhafte Russin Minuschka in Dalmasso/Carpis "Micky als Kurier des Zaren" (© Egmont Ehapa)]]
[[Bild:LTB_017-4.jpg|left|500px|thumb|Minni als zauberhafte Russin Minuschka in Dalmasso/Carpis "Micky als Kurier des Zaren" (© Egmont Ehapa)]]


Diese Literatur-Adaption von [[Gian Giacomo Dalmasso]] und [[Giovan Battista Carpi]] ist ein durchweg abwechslungsreiches und rasantes Abenteuer. Es macht Spaß, die Helden des Maus-Kosmos in diesem ungewohnten russisch-sibirisch-tatarischen Setting zu beobachten. Es gibt einige große, geradezu spektakuläre Panels (S. 225, der Sturz mit der Kutsche, oder S. 249, die Schlacht von Irkutsk), die das Werk rhythmisch durchziehen und die Aufmerksamkeit des Lesers fesseln. Der Plot aus dem Roman wird gerade so weit beibehalten, dass die Geschichte eindeutig als „Der Kurier des Zaren“ identifizierbar ist, nimmt sich an einigen Schnittstellen der Story aber auch einige sehr vertretbare dichterische Freiheiten heraus, etwa wenn die Tränen Mausoffs, die seine Blendung verhindern, keine Trübsals- sondern Lachtränen sind. Satirisch gut getroffen in ihrer Ahnungslosigkeit (oder Verblödung) sind auch die Staatsspitzen, also der Zar und der Großfürst, die durch falsche Berater mühelos hinter die Fichte geführt werden könn(t)en. Minnis („Minuschkas“) Handeln nervt zwar (wie in den meisten anderen Geschichten des Bandes) auch hier, aber ihr Stolz auf „ihren“ Kurier des Zaren ist ja voll nachvollziehbar, menschlich und dadurch letztlich auch sehr charmant. Die Gags kommen allgemein etwas kürzer, ich persönlich hätte mir wenigstens gewünscht, dass die von Goofylas erzählten Witze noch etwas lustiger hätten sein mögen. Für den Comic-Autor Dalmasso, der ja oft eher im Hintergrund wirkte, so als Verfasser der meisten Vor- und Rahmengeschichte für [[Giuseppe Perego]], ist „Der Kurier des Zaren“, 1966 erstmals veröffentlicht, so etwas wie ein bleibendes Hauptwerk. (14/15 - Brilliant) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 16:17, 1. Okt. 2023 (CEST)
Diese Literatur-Adaption von [[Gian Giacomo Dalmasso]] und [[Giovan Battista Carpi]] ist ein durchweg abwechslungsreiches und rasantes Abenteuer. Es macht Spaß, die Helden des Maus-Kosmos in diesem ungewohnten russisch-sibirisch-tatarischen Setting zu beobachten. Es gibt einige große, geradezu spektakuläre Panels (S. 225, der Sturz mit der Kutsche, oder S. 249, die Schlacht von Irkutsk), die das Werk rhythmisch durchziehen und die Aufmerksamkeit des Lesers fesseln. Der Plot aus dem Roman wird gerade so weit beibehalten, dass die Geschichte eindeutig als „Der Kurier des Zaren“ identifizierbar ist, nimmt sich an einigen Schnittstellen der Story aber auch einige sehr vertretbare dichterische Freiheiten heraus, etwa wenn die Tränen Mausoffs, die seine Blendung verhindern, keine Trübsals- sondern Lachtränen sind. Satirisch gut getroffen in ihrer Ahnungslosigkeit (oder Verblödung) sind auch die Staatsspitzen, also der Zar und der Großfürst, die durch falsche Berater mühelos hinter die Fichte geführt werden könn(t)en. Minnis („Minuschkas“) Handeln nervt zwar (wie in den meisten anderen Geschichten des Bandes) auch hier, aber ihr Stolz auf „ihren“ Kurier des Zaren ist ja voll nachvollziehbar, menschlich und dadurch letztlich auch sehr charmant. Die Gags kommen allgemein etwas kürzer, ich persönlich hätte mir wenigstens gewünscht, dass die von Goofylas erzählten Witze noch etwas lustiger hätten sein mögen. Für den Comic-Autor Dalmasso, der ja oft eher im Hintergrund wirkte, so als Verfasser der meisten Vor- und Rahmengeschichte für [[Giuseppe Perego]], ist „Der Kurier des Zaren“, 1966 erstmals veröffentlicht, so etwas wie ein bleibendes Hauptwerk. (14/15 - Brillant) [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 16:17, 1. Okt. 2023 (CEST)


== Fazit ==
== Fazit ==