Erika Fuchs: Unterschied zwischen den Versionen
Mattes (Diskussion | Beiträge) Erstmals erschienen in der Micky-Maus-Ausgabe 11/1954. "Die Erbuhr" erschien erst drei Jahre später. |
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'''Dr. Erika Fuchs''' (* 7. Dezember 1906 in Rostock; † 22. April 2005 in München) war die wichtigste deutsche [[Comic]]-[[Übersetzerin]] und 1951 erste [[Liste der Chefredakteure des Ehapa Verlages|Chefredakteur]]in des [[Egmont Ehapa Verlag]]es. Durch ihre über vierzigjährige Tätigkeit zählen die von Fuchs verfassten Texte zu den meistgelesenen im deutschsprachigen Raum. In ihrem langen Leben wurde sie mehrfach ausgezeichnet, darunter 2001 mit dem ''Roswitha-Preis'' und dem ''Heimito-von-Doderer-Preis'' – ersterer für ihren „Sprachstil, der Genre-prägend wurde und sich auch fest in der deutschen Umgangssprache etabliert hat“, der andere „für ihren Beitrag zur Entwicklung der deutschen Sprache“. Ihr Tod im April 2005 bedeutete den Verlust der „''Grande Dame des Comics''“, so ihr ehemaliger Verlag in einem Nachruf.<ref name="nachruf">[https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20050425_OTS0194/trauer-um-dr-erika-fuchs-die-grande-dame-des-comics-verstarb-am-22-april-in-muenchen Presseaussendung mit Nachruf]</ref> | '''Dr. Erika Fuchs''' (* 7. Dezember 1906 in Rostock; † 22. April 2005 in München) war die wichtigste deutsche [[Comic]]-[[Übersetzerin]] und 1951 erste [[Liste der Chefredakteure des Ehapa Verlages|Chefredakteur]]in des [[Egmont Ehapa Verlag]]es. Durch ihre über vierzigjährige Tätigkeit zählen die von Fuchs verfassten Texte zu den meistgelesenen im deutschsprachigen Raum. In ihrem langen Leben wurde sie mehrfach ausgezeichnet, darunter 2001 mit dem ''Roswitha-Preis'' und dem ''Heimito-von-Doderer-Preis'' – ersterer für ihren „Sprachstil, der Genre-prägend wurde und sich auch fest in der deutschen Umgangssprache etabliert hat“, der andere „für ihren Beitrag zur Entwicklung der deutschen Sprache“. Ihr Tod im April 2005 bedeutete den Verlust der „''Grande Dame des Comics''“, so ihr ehemaliger Verlag in einem Nachruf.<ref name="nachruf">[https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20050425_OTS0194/trauer-um-dr-erika-fuchs-die-grande-dame-des-comics-verstarb-am-22-april-in-muenchen Presseaussendung mit Nachruf]</ref> | ||
Erika Fuchs ist u.a. die Etablierung des Inflektivs (scherzhaft „[[Erikativ]]“ genannt) in der deutschen Umgangssprache zu verdanken, der Verkürzung von Verben auf ihre Stammform (''Ächz!'', ''Seufz!''). Sie war eine der Ersten, die diese Wortform in ihren Übersetzungen für die [[Micky Maus Magazin|Micky Maus]] in der Schriftsprache verwendete. Neben dem Inflektiv gingen auch einige ihrer Formulierungen in den allgemeinen Sprachgebrauch über wie z.B. der Spruch „Dem Ingeniör ist nichts zu schwör“, den sie erstmals | Erika Fuchs ist u.a. die Etablierung des Inflektivs (scherzhaft „[[Erikativ]]“ genannt) in der deutschen Umgangssprache zu verdanken, der Verkürzung von Verben auf ihre Stammform (''Ächz!'', ''Seufz!''). Sie war eine der Ersten, die diese Wortform in ihren Übersetzungen für die [[Micky Maus Magazin|Micky Maus]] in der Schriftsprache verwendete. Neben dem Inflektiv gingen auch einige ihrer Formulierungen in den allgemeinen Sprachgebrauch über wie z.B. der Spruch „Dem Ingeniör ist nichts zu schwör“, den sie erstmals 1954 in ihrer Übersetzung der Barks-Geschichte ''The Talking Dog'' (''Die Quiz-Show'') verwendete. | ||
Besondere Bekanntheit erreichten Erika Fuchs' Übersetzungen der Comic-Erzählungen von [[Carl Barks]], an denen sie teilweise bis in die 1990er Jahre feilte. | Besondere Bekanntheit erreichten Erika Fuchs' Übersetzungen der Comic-Erzählungen von [[Carl Barks]], an denen sie teilweise bis in die 1990er Jahre feilte. | ||