Die Karten des Christoph Kolumbus: Unterschied zwischen den Versionen

 
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== Verworfene Skriptfassung==
== Verworfene Skriptfassung==


Don Rosa hatte zwei Dinge vor, die in der publizierten Fassung verloren gingen. Zum einen wollte er mehr Personen oder Gruppen verwenden, die Amerika auf der Basis von verschiedenen Beweismitteln beanspruchten. Dabei wollte Don Rosa versuchen, ein Handlungskonzept zu schreiben, dass ähnlich verrückt und verwickelt war wie in in seinem Lieblingsfilm ''„It's a Mad Mad Mad Mad World“'' (dt. ''„Eine total, total verrückte Welt“'',1963). Den Filmtitel ließ er in der Urfassung des Skriptes auch von einer Figur aussprechen.<ref>[[Don Rosa]]: Kommentar zu „Die Karten des Christoph Kolumbus“. In: [[Hall of Fame 14]], S. 144, S. 169.</ref>
Don Rosa hatte zwei Dinge vor, die in der publizierten Fassung verloren gingen. Zum einen wollte er mehr Personen oder Gruppen verwenden, die Amerika auf der Basis von verschiedenen Beweismitteln beanspruchten. Dabei wollte Don Rosa versuchen, ein Handlungskonzept zu schreiben, das ähnlich verrückt und verwickelt war wie in in seinem Lieblingsfilm ''„It's a Mad Mad Mad Mad World“'' (dt. ''„Eine total, total verrückte Welt“'', 1963). Den Filmtitel ließ er in der Urfassung des Skriptes auch von einer Figur aussprechen.<ref>[[Don Rosa]]: Kommentar zu „Die Karten des Christoph Kolumbus“. In: [[Hall of Fame 14]], S. 144, S. 169.</ref>


In der ursprünglichen Version verlief die Geschichte etwa ab der Hälfte anders als die finale Fassung, denn sie brachte u.a. die Figur ''Schlemil Schlappert'' ins Spiel. Diesen gewieften Staatsdiener hatte Rosa für ''[[Seine Majestät Dagobert I.]]'' erfunden und beabsichtigte, ihn neben Berengar Bläulich und Justizrat Wendig als dritten Gegenspieler einzubinden. Schlappert hätte das chinesische Rad in seine Hände bekommen und damit ebenfalls Besitz auf Amerika angemeldet. Don Rosa nahm an, dass ein Gauner wie Schlemil Schlappert, der es bereits auf Dagoberts Land abgesehen hatte, definitiv auch mitmischen wollte, wenn es um den Besitz von ganz Nordamerika ginge.
In der ursprünglichen Version verlief die Geschichte etwa ab der Hälfte anders als die finale Fassung, denn sie brachte u.a. die Figur ''Schlemil Schlappert'' ins Spiel. Diesen gewieften Staatsdiener hatte Rosa für ''[[Seine Majestät Dagobert I.]]'' erfunden und beabsichtigte, ihn neben Berengar Bläulich und Justizrat Wendig als dritten Gegenspieler einzubinden. Schlappert hätte das chinesische Rad in seine Hände bekommen und damit ebenfalls Besitz auf Amerika angemeldet. Don Rosa nahm an, dass ein Gauner wie Schlemil Schlappert, der es bereits auf Dagoberts Land abgesehen hatte, definitiv auch mitmischen wollte, wenn es um den Besitz von ganz Nordamerika ginge.


Zudem hätte auch eine Allianz der Staaten Norwegen, Finnland und Dänemark als nationale Nachfolger der Wikinger Anspruch auf den amerikanischen Kontinent erhoben - jedoch hätten sie das Land wieder an die USA verkauft, mit Ausnahme der Lizenzen für die [[Disney]]-Figuren. Auch die Briten und die Portugiesen mischten sich als Konfliktparteien um das Erbe ihrer Ahnen ein, sodass es zu einem handfesten Streit vor den Vereinten Nationen gekommen wäre, dem Donald für fünf Tage teilnahmslos beigewohnt hätte.
Zudem hätte auch eine Allianz der Staaten Norwegen, Finnland und Dänemark als nationale Nachfolger der Wikinger Anspruch auf den amerikanischen Kontinent erhoben jedoch hätten sie das Land wieder an die USA verkauft, mit Ausnahme der Lizenzen für die [[Disney]]-Figuren. Auch die Briten und die Portugiesen mischten sich als Konfliktparteien um das Erbe ihrer Ahnen mit, sodass es zu einem handfesten Streit vor den Vereinten Nationen gekommen wäre, dem Donald für fünf Tage teilnahmslos beigewohnt hätte.


Zum anderen hätte sich die ursprüngliche Skriptversion mehr auf die „alberne Idee“ konzentriert, dass irgendwer den Besitz eines Landes beanspruchen könnte, in dem Leute bereits seit Zehntausenden Jahren gelebt hätten. Im Originalentwurf hätte Professor Ortez eine viel größere Funktion eingenommen, denn er hätte schließlich die Sache aufgelöst, dass die amerikanischen Ureinwohner genau so gut den „Entdecker-Kodex“ der Vereinten Nationen für sich hätten nutzen können, als sie in Europa ankamen. Professor Ortez hätte als ziemlicher Held gewirkt, und Don Rosa glaubt, dieser erste Plot sagte einiges darüber aus, wie die wahren Eigentümer Nordamerikas im Laufe der Geschichte behandelt wurden. Rosa findet es schade, dass dieser Aspekt der Originalgeschichte verloren gegangen ist.
Des Weiteren hätte sich die ursprüngliche Skriptversion mehr auf die „alberne Idee“ konzentriert, dass irgendwer den Besitz eines Landes beanspruchen könnte, in dem Leute bereits seit tausenden von Jahren gelebt hätten. Im Originalentwurf hatte Professor Ortez eine viel größere Funktion eingenommen, denn er hätte schließlich die Sache aufgelöst, dass die amerikanischen Ureinwohner genau so gut den „Entdecker-Kodex“ der Vereinten Nationen für sich hätten nutzen können, als sie in Europa ankamen. Professor Ortez hätte als ziemlicher Held gewirkt, und Don Rosa glaubt, dieser erste Plot sagte einiges darüber aus, wie die wahren Eigentümer Nordamerikas im Laufe der Geschichte behandelt wurden. Rosa findet es schade, dass dieser Aspekt der Originalgeschichte verloren gegangen ist.


Am Ende hätten Wendig, Bläulich und Schlappert die phönizische Karte erlangt, die über die mögliche „Entdeckung“ Brasiliens berichtet. Don Rosa fragt sich selbst, ob er dabei eine weitere Fortsetzung im Sinn hatte.<ref>[[Don Rosa]]: Verlorene Karten und gefundene Geschichte. In: [[Don Rosa Collection 5]], S. 219.</ref><ref>Skizzen zu ''Die Karten des Christoph Kolumbus'', in [[Don Rosa Collection 5]], S. 220–233.</ref>
Am Ende hätten Wendig, Bläulich und Schlappert die phönizische Karte erlangt, die über die mögliche „Entdeckung“ Brasiliens berichtet. Don Rosa fragt sich selbst, ob er dabei eine weitere Fortsetzung im Sinn hatte.<ref>[[Don Rosa]]: Verlorene Karten und gefundene Geschichte. In: [[Don Rosa Collection 5]], S. 219.</ref><ref>Skizzen zu ''Die Karten des Christoph Kolumbus'', in [[Don Rosa Collection 5]], S. 220–233.</ref>
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Laut eigener Aussage habe Don Rosa vergessen, weshalb er das Skript abänderte. Er nimmt aber an, dass sein Redakteur dachte, Rosa hätte die Komplexität etwas zu gut hingekriegt und ihn daher angewiesen, die Story umzuschreiben und lediglich beim ursprünglichen Schurkenteam Wendig und Bläulich zu bleiben.<ref>[[Don Rosa]]: Kommentar zu „Die Karten des Christoph Kolumbus“. In: [[Hall of Fame 14]], S. 144, S. 169.</ref>
Laut eigener Aussage habe Don Rosa vergessen, weshalb er das Skript abänderte. Er nimmt aber an, dass sein Redakteur dachte, Rosa hätte die Komplexität etwas zu gut hingekriegt und ihn daher angewiesen, die Story umzuschreiben und lediglich beim ursprünglichen Schurkenteam Wendig und Bläulich zu bleiben.<ref>[[Don Rosa]]: Kommentar zu „Die Karten des Christoph Kolumbus“. In: [[Hall of Fame 14]], S. 144, S. 169.</ref>


Die verworfene Skriptfassung kann in der [[Hall of Fame 14]] oder der [[Don Rosa Collection]] Band 5 analysiert werden.
Die verworfene Skriptfassung kann in der [[Hall of Fame 14]] oder der [[Don Rosa Collection 5]] analysiert werden.


== Veröffentlichungen ==
== Veröffentlichungen ==