LTB 81: Rezension: Unterschied zwischen den Versionen
Die Seite wurde neu angelegt: „{{LTB Rezension|81|LTB 81.JPG}} == Cover == {{schlecht}} Spotlight an auf Donald, der vor rotem Hintergrund für den Fotografen in einer elementaren Ritterrüstung mit Riesenschwert posiert. Von links unten fasst Track einer altersschwachen Kurbelkamera sinnlos an eines der Holzbeine des Stativs. Wo sind bloß seine Brüder?... Fehlende Bildidee trifft auf schlechte Ausführung (durch Giuseppe Perego). Erinnert ein wenig an die misslungensten Cover der…“ |
KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 16: | Zeile 16: | ||
{{mm}} Schauplatz eines Duck-Dramas ist diesmal die Innere Mongolei. Der Füstensohn [[Donaldin Temuzin|Donald Duck]] erobert nach langer Abenteuerreise, bei der er es mit seinem konkurrierenden Vetter Gustavo-Chan|Gustav Gans]] und einer Riesenfledermaus zu tun bekommt, einen Zauberschild. Drei [[Tick, Trick und Track|Hirtenknaben]] schließen sich ihm an. Mit dem Schild will Donaldin nach einer Prophezeiung seinem Vater jene Schätze wiedererringen, die ihm einst der mächtige Herrscher von Auropolis, [[Dagobert Duck|Duckis-Chan]], geraubt hatte, und dann als Dschunkis-Chan über alle Mongolen herrschen. Gustavo lernt derweil den Erfinder [[Daniel Düsentrieb|Danielos Dysagoras]] kennen, der über ein Zauberpulver verfügt, Dinge unsichtbar zu machen. Beide gelangen nach Auropolis und zwingen Duckis-Chan angesichts des mit seinen mächtigen Truppen nahenden Donaldin, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Zwar lässt sich Duckis-Chan mit einem simplen Trick übertölpeln, doch Donaldin findet dessen Schatzkammer vermeintlich leer – Gustavo hatte das Zauberpulver eingesetzt. Zurück in der Heimat, wird Donaldin ob seines Versagens von seinem Vater und dem Großen Rat der Mongolen gedemütigt und plant, ins Exil zu gehen. Bei der Nachricht der Hirtenjungen, dass er hintergangen wurde, sinkt er aber lieber gleich in das selbstausgehobene Grab… | {{mm}} Schauplatz eines Duck-Dramas ist diesmal die Innere Mongolei. Der Füstensohn [[Donaldin Temuzin|Donald Duck]] erobert nach langer Abenteuerreise, bei der er es mit seinem konkurrierenden Vetter Gustavo-Chan|Gustav Gans]] und einer Riesenfledermaus zu tun bekommt, einen Zauberschild. Drei [[Tick, Trick und Track|Hirtenknaben]] schließen sich ihm an. Mit dem Schild will Donaldin nach einer Prophezeiung seinem Vater jene Schätze wiedererringen, die ihm einst der mächtige Herrscher von Auropolis, [[Dagobert Duck|Duckis-Chan]], geraubt hatte, und dann als Dschunkis-Chan über alle Mongolen herrschen. Gustavo lernt derweil den Erfinder [[Daniel Düsentrieb|Danielos Dysagoras]] kennen, der über ein Zauberpulver verfügt, Dinge unsichtbar zu machen. Beide gelangen nach Auropolis und zwingen Duckis-Chan angesichts des mit seinen mächtigen Truppen nahenden Donaldin, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Zwar lässt sich Duckis-Chan mit einem simplen Trick übertölpeln, doch Donaldin findet dessen Schatzkammer vermeintlich leer – Gustavo hatte das Zauberpulver eingesetzt. Zurück in der Heimat, wird Donaldin ob seines Versagens von seinem Vater und dem Großen Rat der Mongolen gedemütigt und plant, ins Exil zu gehen. Bei der Nachricht der Hirtenjungen, dass er hintergangen wurde, sinkt er aber lieber gleich in das selbstausgehobene Grab… | ||
Mit dem „Donaldin Temuzin“ stiegen Anfang 1961 auch Autor [[Ennio Missaglia]] und Zeichner [[Giulio Chierchini]] in das damals bereits florierende Genre der Parodien ein, wobei diesmal kein literarischer, sondern ein historischer Held gewürdigt wird: „Temüdschin“, mongolisch für „Schmied“ (die Namensform „Temuzin“ ist nur für dieses LTB nachweisbar), der im Jahr 1206 zum mongolischen Khagan Dschinghis Khan ernannt wurde und mit seinen Truppen bis nach Europa vordrang und viele asiatische Völker unterwarf. Missaglia bedient sich recht ausgiebig und unkreativ bei den Motiven jener Parodien, wie sie vor allem [[Bottaro]] und [[Pier Lorenzo de | Mit dem „Donaldin Temuzin“ stiegen Anfang 1961 auch Autor [[Ennio Missaglia]] und Zeichner [[Giulio Chierchini]] in das damals bereits florierende Genre der Parodien ein, wobei diesmal kein literarischer, sondern ein historischer Held gewürdigt wird: „Temüdschin“, mongolisch für „Schmied“ (die Namensform „Temuzin“ ist nur für dieses LTB nachweisbar), der im Jahr 1206 zum mongolischen Khagan Dschinghis Khan ernannt wurde und mit seinen Truppen bis nach Europa vordrang und viele asiatische Völker unterwarf. Missaglia bedient sich recht ausgiebig und unkreativ bei den Motiven jener Parodien, wie sie vor allem [[Bottaro]] und [[Pier Lorenzo de Vita|P.L. de Vita]] etabliert hatten. Chierchini kann mit seinem spröden Stil Thema und Setting auch nur wenige charakteristische oder interessante Seiten abgewinnen. Am besten gefallen mir noch der Trichter und der Kochtopf, den Donaldin und Gustavo als Helme auf ihren Köpfen tragen. Es hätten sich bei den Truppenaufmärschen der Geschichte ja vielleicht mal spektakuläre Massenszenen angeboten, doch wohl auch angesichts des Produktionsdruckes fehlen diese leider. „Donaldin Temuzin“ sollte die einzige Parodie dieses Gespanns bleiben, nur Chierchini kehrte später mit einigen mittelalterlichen Stoffen (Die Fehde vom Entenhorst, 1982) noch einmal zum Genre zurück. [[Benutzer:Hobrowili|Hobrowili]] ([[Benutzer Diskussion:Hobrowili|Diskussion]]) 15:12, 27. Mai 2024 (CEST) | ||
== Der Kampf ums Gold == | == Der Kampf ums Gold == | ||