LTB Europareise 4: Unterschied zwischen den Versionen
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*Erstveröffentlichung: 25.02.1962 | *Erstveröffentlichung: 25.02.1962 | ||
*Genre: [[Adaption]] der gleichnamigen Oper (1816) von Gioachino Rossini | *Genre: [[Adaption]] der gleichnamigen Oper (1816) von Gioachino Rossini | ||
*Figuren: [[Donald Duck]], [[Daisy Duck]], [[Onkel Dagobert]], [[Gustav Gans]], [[Oma Duck]], [[Franz Gans]], zwei [[Panzerknacker]] | *Figuren: [[Donald Duck]] (Figaro), [[Daisy Duck]] (Daisyna), [[Onkel Dagobert]] (Don Dagolo), [[Gustav Gans]] (Graf Gustaviva), [[Oma Duck]] (Donna Doretta), [[Franz Gans]] (Francesco), zwei [[Panzerknacker]], [[Daniel Düsentrieb]] (Alcalde) | ||
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*Nachdruck aus: [[Enthologien 6]] | *Nachdruck aus: [[Enthologien 6]] | ||
Sevilla im Jahre 1784. Mitten in der Nacht befiehlt Graf Gustaviva seinen einfältigen Dienern, eine Leiter an einen der Balkone des Palasts von Don Dagolo anzulehnen: Der selbstherrliche Graf will heimlich mit der schönen Daisyna sprechen, dem Mündel des steinreichen Adligen. Das Mädchen im heiratsfähigen Alter steht unter Hausarrest und wird von der alten Haushälterin Donna Doretta bewacht. Der arrogante Graf aber wird von Geldsorgen geplagt und will gegenüber Daisyna seine Absicht bekunden, sie zu heiraten. | |||
Genau in diesem Moment taucht der Friseur und Barbier Figaro auf – einer der wenigen, die Zutritt zu Don Dagolos imposanter Stadtvilla haben, da alle Bewohner, einschließlich Daisyna, seine Kunden sind. Figaro glaubt, der Graf habe böse Absichten und will ihn auf keinen Fall die wunderschöne Daisyna umwerben lassen, da er selbst vorhat, ihr einen Antrag zu machen. Zwischen den beiden bricht ein Streit aus, die Leiter kippt um und trifft beide, sodass sie das Bewusstsein verlieren und erst am nächsten Morgen wieder zu sich kommen. | |||
Spontan lässt sich der schlaue Figaro eine List einfallen: Da im Spanien jener Zeit jeder wohlhabende Bürger verpflichtet war, im Notfall einen Soldaten bei sich aufzunehmen, schlägt der Barbier dem arroganten Grafen vor, sich bei Don Dagolo als Offizier der Armee auszugeben. Für diesen Einfall lässt er sich zehn Golddublonen als Belohnung auszahlen. In Wirklichkeit weiß Figaro sehr wohl, dass der geizige Don Dagolo eine Sondergenehmigung des Alcaldes (d.h. des Bürgermeisters) von Sevilla besitzt, die es ihm erlaubt, keine Soldaten beherbergen zu müssen. Folglich geht Figaro davon aus, dass sein Rivale ohnehin nicht ins Haus gelangen kann. | |||
Als Graf Gustaviva bei Don Dagolo vorstellig wird, verweigert dieser ihm die Unterkunft und verweist auf die behördliche Genehmigung. Doch Daisyna, die ihren heimlichen Verehrer kennenlernen möchte, lässt das Dokument verschwinden. Dadurch ist Don Dagolo gezwungen, beim Bürgermeister ein Duplikat zu beantragen, wenn er den Gast loswerden will. Zu diesem Zweck schickt er seinen schläfrigen Diener Francesco los, der die Dringlichkeit der Depesche verkennt. Der faule Diener schläft mitten in der Stadt ein und zwei kriminelle Spießgesellen nutzen die Gelegenheit, um den Antrag zu lesen. Daraufhin melden sie sich bei Don Dagolo, wobei sie sich als Geheimpolizisten ausgeben und behaupten, dass für ein Duplikat der Lizenz zwei Dublonen erforderlich seien. Darüber hinaus nutzt Graf Gustaviva die Situation aus und bietet den Panzerknackern Geld an, damit sie in ihrer Maskerade den reichen Don Dagolo verhaften, um so freien Zugang zu seinem Haus zu erhalten. | |||
Als Figaro etwas später die Villa betritt, um seiner Arbeit nachzugehen, ist er fassungslos, als er sieht, dass Graf Gustaviva von Daisyna mit zahlreichen Speisen verwöhnt wird und Don Dagolo nicht da ist. Der Graf beauftragt den Barbier, dem Gefangenen einen Brief zu überbringen, der im selben Laden wie der Friseur festgehalten wird. Nach der Übergabe erfährt der zornige Don Dagolo aus dem Brief, dass der eitle Graf Gustaviva seine Nichte Daisyna nur wegen ihrer Mitgift umwirbt. Wenn Dagolo nämlich seine Freiheit zurückerlangen will, muss er der Heirat zustimmen und dafür 10.000 Golddublonen als Mitgift zahlen oder Graf Gustaviva direkt einen entsprechenden Betrag überweisen. | |||
Nachdem er die Panzerknacker mit seinen eigenen Friseurwerkzeugen außer Gefecht gesetzt und Don Dagolo befreit hat, eilt Figaro zum Bürgermeister, der sich zum Haus des stadtbekannten Geschäftsmannes begibt und den Grafen zum Exil verurteilt. Daisyna versucht, ihn zu verteidigen, doch als sie den Brief liest, in dem Gustaviva erklärt, dass er nur an der Mitgift interessiert sei, gerät sie in Wut und überlässt ihn seinem Schicksal. Der heuchlerische Aristokrat ist gezwungen, seine Strafe zu verbüßen und Sevilla für immer zu verlassen. Dagegen wird Figaro, der in den Augen von Don Dagolo ebenfalls schuldig ist, den Eindringling in sein Haus gebracht zu haben, dazu verpflichtet, der Familie auf unbestimmte Zeit unentgeltlich zu dienen. | |||
=== Donald Quichotte === | === Donald Quichotte === | ||