Abenteuer im Spukschlösschen: Unterschied zwischen den Versionen

Handlung: Schreibfehler korrigiert und Schuftikus verlinkt
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
 
(Eine dazwischenliegende Version von einem anderen Benutzer wird nicht angezeigt)
Zeile 46: Zeile 46:
Abends wollen sie bei einem Gasthaus einkehren, haben jedoch kein Geld, um die Zeche zu zahlen und wollen dafür dem Wirt ein Ständchen bringen. Ihr Katzenkonzert verärgert den Milliardär Goldmann, der ihnen das Essen zahlt, wenn sie nur endlich Ruhe geben. Während des Essens werden sie vom kleinen Äffchen Bimbo interessiert beobachtet. Bimbo gehört einem Kriminellen und kann diesem nun alles über die Gesellschaft und vor allem über Schneewittchens Geschmeide erzählen. Er lauert ihnen auf, als sie am nächsten Morgen einen Wald durchqueren. Mit aufgestellten Pappkameraden narrt er Donald, der, des schönen Schneewittchens zuliebe, außerordentlich mutig wird und sich mit einem Schwert wie ein Besessener auf die angeblichen Wegelagerer stürzt. Donalds Ablenkung wollen Bimbo und sein Besitzer ausnutzen und ihn von hinten überfallen und entwaffnen. Das klappt sogar, doch da sind immer noch die Zwerge. Brummbär lässt die große Trommel auf den Schurken rollen und Donald, nun wieder bewaffnet, knöpft ihn sich endgültig vor. Doch der Mann fleht um Vergebung. Er ist nur ein armer, ehemaliger Polizist, der unter Kleptomanie leidet und sich keine Klinik leisten kann, um seine Beschwerden zu kurieren. Donald hilft ihm, an das erforderliche Geld zu gelangen, indem er dem in genau diesem Moment vorbeikommenden Milliardär Goldmann sein Schwert verkauft. Er weiß allerdings nicht, dass die verkaufte Waffe das berühmte Schwert des Ritters Götz von Berlichingen ist und er es gerade für einen Pappenstiel an Goldmann abgetreten hat.
Abends wollen sie bei einem Gasthaus einkehren, haben jedoch kein Geld, um die Zeche zu zahlen und wollen dafür dem Wirt ein Ständchen bringen. Ihr Katzenkonzert verärgert den Milliardär Goldmann, der ihnen das Essen zahlt, wenn sie nur endlich Ruhe geben. Während des Essens werden sie vom kleinen Äffchen Bimbo interessiert beobachtet. Bimbo gehört einem Kriminellen und kann diesem nun alles über die Gesellschaft und vor allem über Schneewittchens Geschmeide erzählen. Er lauert ihnen auf, als sie am nächsten Morgen einen Wald durchqueren. Mit aufgestellten Pappkameraden narrt er Donald, der, des schönen Schneewittchens zuliebe, außerordentlich mutig wird und sich mit einem Schwert wie ein Besessener auf die angeblichen Wegelagerer stürzt. Donalds Ablenkung wollen Bimbo und sein Besitzer ausnutzen und ihn von hinten überfallen und entwaffnen. Das klappt sogar, doch da sind immer noch die Zwerge. Brummbär lässt die große Trommel auf den Schurken rollen und Donald, nun wieder bewaffnet, knöpft ihn sich endgültig vor. Doch der Mann fleht um Vergebung. Er ist nur ein armer, ehemaliger Polizist, der unter Kleptomanie leidet und sich keine Klinik leisten kann, um seine Beschwerden zu kurieren. Donald hilft ihm, an das erforderliche Geld zu gelangen, indem er dem in genau diesem Moment vorbeikommenden Milliardär Goldmann sein Schwert verkauft. Er weiß allerdings nicht, dass die verkaufte Waffe das berühmte Schwert des Ritters Götz von Berlichingen ist und er es gerade für einen Pappenstiel an Goldmann abgetreten hat.
[[Datei:Abenteuer im Spukschlösschen-3.jpg|mini|rechts|400px|Die Pro- und Antagonisten dieses Crossovers werden von Scarpa in einem besonders gelungenen Panel eingefangen (© Egmont Ehapa)]]
[[Datei:Abenteuer im Spukschlösschen-3.jpg|mini|rechts|400px|Die Pro- und Antagonisten dieses Crossovers werden von Scarpa in einem besonders gelungenen Panel eingefangen (© Egmont Ehapa)]]
Donald, die Zwerge und Schneewittchen ziehen weiter. Als sie abends lagern, werden der schurkische Fuchs [[Der ehrliche John|Schuftikus]] (der "ehrliche" John) und dessen Freund und Gehilfe, der Luchs Gideon, auf die Gruppe aufmerksam. Schuftikus weiß, dass [[Stromboli]], [[Pinocchio (Figur)|Pinocchios]] großer Gegner, viel für Schneewittchen und die Zwerge geben würde. Also denkt er sich einen üblen Trick aus. Unter einem Vorwand nähert er sich dem Lager und als alle abgelenkt sind, weil Gideon gerade einen Salto mortale schlägt, schüttet Schuftikus ein Schlafmittel in die Suppe der Zwerge. Da nützt alles Misstrauen und alle Vorsicht Donalds nichts mehr. Als er in der Nacht eingeschlafen ist, kommen Schuftikus und Gideon und schleppen den Wagen mit Schneewittchen und den sieben Zwergen ab. Erst als Donald am nächsten Morgen erwacht und feststellen muss, dass seine Freunde verschwunden sind, fällt ihm siedend heiß ein, wer Schuftikus eigentlich ist. Sofort macht er sich auf die Verfolgung, wobei ihm die Tiere des Waldes den Weg weisen. Unterwegs sieht er drei riesige, furchteinflößende Gestalten mit schauerlichen Kürbisköpfen, Geisterwesen wahrscheinlich, die ihm feindlich gesinnt sind. Von Wagemut gepackt stürzt sich Donald auf die absonderlichen Wesen – die sich als seine Neffen herausstellen, die lediglich für eine Theateraufführung geprobt haben. Gemeinsam ziehen die Ducks weiter und gelangen schließlich zu dem Turm, in den Schuftikus und Gideon Schneewittchen und die Zwerge gesperrt haben. Die Schurken sind gerade nicht da, also ist der optimale Zeitpunkt gekommen, die Freunde zu befreien. Doch zum Fenster hinaufzukommen ist gar nicht so einfach. Donald versucht es über die Stelzen seiner Neffen, erwischt aber nur mit knapper Not die  Ranken an der Mauer. Diese geben nach und schleudern Donald meilenweit davon.
Donald, die Zwerge und Schneewittchen ziehen weiter. Als sie abends lagern, werden der schurkische Fuchs Schuftikus und dessen Freund und Gehilfe, der Luchs Gideon, auf die Gruppe aufmerksam. Schuftikus weiß, dass [[Stromboli]], [[Pinocchio (Figur)|Pinocchios]] großer Gegner, viel für Schneewittchen und die Zwerge geben würde. Also denkt er sich einen üblen Trick aus. Unter einem Vorwand nähert er sich dem Lager und als alle abgelenkt sind, weil Gideon gerade einen Salto mortale schlägt, schüttet Schuftikus ein Schlafmittel in die Suppe der Zwerge. Da nützt alles Misstrauen und alle Vorsicht Donalds nichts mehr. Als er in der Nacht eingeschlafen ist, kommen Schuftikus und Gideon und schleppen den Wagen mit Schneewittchen und den sieben Zwergen ab. Erst als Donald am nächsten Morgen erwacht und feststellen muss, dass seine Freunde verschwunden sind, fällt ihm siedend heiß ein, wer Schuftikus eigentlich ist. Sofort macht er sich auf die Verfolgung, wobei ihm die Tiere des Waldes den Weg weisen. Unterwegs sieht er drei riesige, furchteinflößende Gestalten mit schauerlichen Kürbisköpfen, Geisterwesen wahrscheinlich, die ihm feindlich gesinnt sind. Von Wagemut gepackt stürzt sich Donald auf die absonderlichen Wesen – die sich als seine Neffen herausstellen, die lediglich für eine Theateraufführung geprobt haben. Gemeinsam ziehen die Ducks weiter und gelangen schließlich zu dem Turm, in den Schuftikus und Gideon Schneewittchen und die Zwerge gesperrt haben. Die Schurken sind gerade nicht da, also ist der optimale Zeitpunkt gekommen, die Freunde zu befreien. Doch zum Fenster hinaufzukommen ist gar nicht so einfach. Donald versucht es über die Stelzen seiner Neffen, erwischt aber nur mit knapper Not die  Ranken an der Mauer. Diese geben nach und schleudern Donald meilenweit davon.


Donald landet schließlich beim sagenumwobenen Eulennest. Vor sich sieht er riesenhafte Schatten. erneut erweist Donald enorme Courage und stürzt sich auf die Riesen, doch es handelt sich um eine Filmprojektion von Professor Schleiereul, der nun ganz begeistert ist, dass Donald keine Angst empfindet. Weniger erfreut ist er allerdings, als er hört, dass Donald das Katzenkraut im Spukschlösschen vernichtet hat. Und er will Donald auch erst dann das Katzenkraut vom Eulennest geben, wenn dieser eine Birne vom Baum der 3333 Birnen gegessen hat, wovon allerdings nur eine genießbar, die anderen aber giftig sind. Donald hat enorme Angst um sein Leben, aber sein Aufopferungswille für Schneewittchen ist stärker und so beißt er vorsichtig in die erste Birne. Professor Schleiereul ist hochzufrieden. Dies war erneutg ein Test, ob Donald des Katzenkrauts würdig ist, denn alle Birnen sind essbar. Er gibt Donald das Kraut. Fortan kommt Donald in den Genuss der besonderen Zauberwirkungen des Katzenkrauts, das nicht nur Blinden die Sehkraft zurückgibt, sondern auch zum Fliegen verhilft und einem Läufer Siebenmeilenstiefel gibt. So ist es ihm ein Leichtes, zum Turm zurückzugelangen, Schuftikus und Gideon zu besiegen und seine Freunde zu befreien, die er sodann zurück zum Spukschlösschen bringt, wo die Grinsekatz' sie bereits erwartet. Das Kraut wird schleunigst eingepflanzt und nun – oh Wunder – offenbart sich der Schatz der Katze als Goldmünzen. Doch Professor Schleiereul taucht abermals auf und berichtet Donald, dass er einst ein Komet und die Münzen sein goldener Schweif waren, dass er aber in eine Eule vetrzaubert wurde. Donald verzichtet großmütig auf das Gold, damit der Komet glücklich wird. In den Strahlen der Morgensonne werden Schneewittchens Augen vom Kraut benetzt und sie kann wieder sehen.
Donald landet schließlich beim sagenumwobenen Eulennest. Vor sich sieht er riesenhafte Schatten. erneut erweist Donald enorme Courage und stürzt sich auf die Riesen, doch es handelt sich um eine Filmprojektion von Professor Schleiereul, der nun ganz begeistert ist, dass Donald keine Angst empfindet. Weniger erfreut ist er allerdings, als er hört, dass Donald das Katzenkraut im Spukschlösschen vernichtet hat. Und er will Donald auch erst dann das Katzenkraut vom Eulennest geben, wenn dieser eine Birne vom Baum der 3333 Birnen gegessen hat, wovon allerdings nur eine genießbar, die anderen aber giftig sind. Donald hat enorme Angst um sein Leben, aber sein Aufopferungswille für Schneewittchen ist stärker und so beißt er vorsichtig in die erste Birne. Professor Schleiereul ist hochzufrieden. Dies war erneut ein Test, ob Donald des Katzenkrauts würdig ist, denn alle Birnen sind essbar. Er gibt Donald das Kraut. Fortan kommt Donald in den Genuss der besonderen Zauberwirkungen des Katzenkrauts, das nicht nur Blinden die Sehkraft zurückgibt, sondern auch zum Fliegen verhilft und einem Läufer Siebenmeilenstiefel gibt. So ist es ihm ein Leichtes, zum Turm zurückzugelangen, Schuftikus und Gideon zu besiegen und seine Freunde zu befreien, die er sodann zurück zum Spukschlösschen bringt, wo die Grinsekatz' sie bereits erwartet. Das Kraut wird schleunigst eingepflanzt und nun – oh Wunder – offenbart sich der Schatz der Katze als Goldmünzen. Doch Professor Schleiereul taucht abermals auf und berichtet Donald, dass er einst ein Komet und die Münzen sein goldener Schweif waren, dass er aber in eine Eule verzaubert wurde. Donald verzichtet großmütig auf das Gold, damit der Komet glücklich wird. In den Strahlen der Morgensonne werden Schneewittchens Augen vom Kraut benetzt und sie kann wieder sehen.


Donald und die Kinder kehren nach dem turbulenten Abenteuer zurück nach Hause. Dort wartet bereits ein sehr verärgerter Dagobert vor der Tür. Bisher hatte er immer die größte und bedeutendste Sammlung von Antiquitäten, doch durch Donalds unfreiwilliges Zutun konnte ihn Milliardär Goldmann übertrumpfen. Rettung naht in Form des Bogens, den Donald aus dem Spukschlösschen mitgebracht hat und der Wilhelm Tell gehörte. Donald handelt seinem Onkel tausend Taler für das wertvolle Stück ab und alle sind glücklich.
Donald und die Kinder kehren nach dem turbulenten Abenteuer zurück nach Hause. Dort wartet bereits ein sehr verärgerter Dagobert vor der Tür. Bisher hatte er immer die größte und bedeutendste Sammlung von Antiquitäten, doch durch Donalds unfreiwilliges Zutun konnte ihn Milliardär Goldmann übertrumpfen. Rettung naht in Form des Bogens, den Donald aus dem Spukschlösschen mitgebracht hat und der Wilhelm Tell gehörte. Donald handelt seinem Onkel tausend Taler für das wertvolle Stück ab und alle sind glücklich.
Zeile 66: Zeile 66:


=== Märchenelemente ===
=== Märchenelemente ===
Anders als die Vorlage bezieht Martina in seiner Geschichte einige Märchenelemente ein, die gut zum allgemeinen Figurensetting passen (Schneewittchen und Zwerge stammen ja selbst aus einer Märchenverfilmung). Auch in Martinas frühere geschichten mit Schneewittchen fügen sich diese Elemente ein. Besonders betrifft dies die Verwandlung von Professor Schleiereul in einen Kometen mit goldenem Schweif, die auch gleichzeitig seine Erlösung ist, sowie die Verwandlung der Kronkorken in Goldmünzen, sobald wieder Katzenkraut im Garten des Spukschlösschens wächst. Auch das Katzenkraut mit seinen wundertätigen Fähigkeiten ist ein Element aus Märchen. Mit den vermeintlichen Ungeheuern, die Donald auf seinem Weg zu besiegen hat, sind weitere Märchenelemente zu beobachten. Interessanterweise erinnert die  
Anders als die Vorlage bezieht Martina in seiner Geschichte einige Märchenelemente ein, die gut zum allgemeinen Figurensetting passen (Schneewittchen und Zwerge stammen ja selbst aus einer Märchenverfilmung). Auch in Martinas frühere Geschichten mit Schneewittchen fügen sich diese Elemente ein. Besonders betrifft dies die Verwandlung von Professor Schleiereul in einen Kometen mit goldenem Schweif, die auch gleichzeitig seine Erlösung ist, sowie die Verwandlung der Kronkorken in Goldmünzen, sobald wieder Katzenkraut im Garten des Spukschlösschens wächst. Auch das Katzenkraut mit seinen wundertätigen Fähigkeiten ist ein Element aus Märchen. Mit den vermeintlichen Ungeheuern, die Donald auf seinem Weg zu besiegen hat, sind weitere Märchenelemente zu beobachten. Interessanterweise erinnert die  
Erlösung Professor Schleiereuls, die durch Donalds Großmut ermöglicht wird, an eine ganz ähnliche Szene am Ende der Barks-Geschichte ''[[Der goldene Weihnachtsbaum]]''.
Erlösung Professor Schleiereuls, die durch Donalds Großmut ermöglicht wird, an eine ganz ähnliche Szene am Ende der Barks-Geschichte ''[[Der goldene Weihnachtsbaum]]''.