Donald Duck: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Donald Fauntleroy Duck''' (meistens einfach ''Donald Duck'') ist eine Figur aus dem [[Universum der Ducks]]. Er ist die bei weitem am häufigsten verwendete [[Disney]]-Figur und neben [[Micky Maus]] wohl auch die bekannteste. Donald ist Star zahlreicher [[Liste aller Donald-Duck-Cartoons|Cartoons]], [[Liste aller Computer- und Videospiele|Videospiele]] und vor allem [[Comic]]s. Er hat zwar das Aussehen einer Ente, denkt, handelt und spricht aber meistens wie ein Mensch. Sein Charakter ist sehr komplex, berühmt sind jedoch vor allem seine Wutausbrüche und sein unfassbares Pech, das ihn oft den Job verlieren lässt. Ein zusätzliches Problem sind allerdings auch der leere Geldbeutel und seine Schulden bei Dagobert, durch die er oft vom Münzen polieren in ein spannendes Abenteuer rutscht. | '''Donald Fauntleroy Duck''' (meistens einfach ''Donald Duck'') ist eine Figur aus dem [[Universum der Ducks]]. Er ist die bei weitem am häufigsten verwendete [[Disney]]-Figur und neben [[Micky Maus]] wohl auch die bekannteste. Donald ist Star zahlreicher [[Liste aller Donald-Duck-Cartoons|Cartoons]], [[Liste aller Computer- und Videospiele|Videospiele]] und vor allem [[Comic]]s. Er hat zwar das Aussehen einer Ente, denkt, handelt und spricht aber meistens wie ein Mensch. Sein Charakter ist sehr komplex, berühmt sind jedoch vor allem seine Wutausbrüche und sein unfassbares Pech, das ihn oft den Job verlieren lässt. Ein zusätzliches Problem sind allerdings auch der leere Geldbeutel und seine Schulden bei Dagobert, durch die er oft vom Münzen polieren in ein spannendes Abenteuer rutscht. | ||
Donald debütierte 1934 in [[Cartoon]]s der [[Walt Disney Company]], doch heute ist er vor allem aus den [[Comic]]s bekannt, wobei insbesondere der Autor und Zeichner [[Carl Barks]] ihn entscheidend weiterentwickelte. Er hat zahlreiche Verwandte, wie seine Neffen [[Tick, Trick und Track]], seinen Onkel [[Dagobert]], seinen Vetter [[Gustav Gans]] oder seine Schwester [[Della]]. Ferner ist er mit [[Daisy Duck]] verlobt. Laut [[Don Rosa]] sind seine Eltern [[Degenhard]] und [[Dortel]]. Donald hat zahlreiche Geheimidentitäten, so ist er beispielsweise als [[Phantomias]], der Beschützer [[Entenhausen]]s, als Agent IQ 001 beim [[DGD]] oder als Geheimagent [[DoppelDuck]] unterwegs. | Donald debütierte 1934 in [[Cartoon]]s der [[Walt Disney Company]], doch heute ist er vor allem aus den [[Comic]]s bekannt, wobei insbesondere der Autor und Zeichner [[Carl Barks]] ihn entscheidend weiterentwickelte. Er hat zahlreiche Verwandte, wie seine Neffen [[Tick, Trick und Track]], seinen Onkel [[Dagobert]], seinen Vetter [[Gustav Gans]] oder seine Schwester [[Della]]. Ferner ist er mit [[Daisy Duck]] verlobt. Laut [[Don Rosa]] sind seine Eltern [[Degenhard]] und [[Dortel Duck|Dortel]]. Donald hat zahlreiche Geheimidentitäten, so ist er beispielsweise als [[Phantomias]], der Beschützer [[Entenhausen]]s, als Agent IQ 001 beim [[DGD]] oder als Geheimagent [[DoppelDuck]] unterwegs. | ||
==Entstehungsgeschichte== | ==Entstehungsgeschichte== | ||
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==Donald in den Cartoons== | ==Donald in den Cartoons== | ||
===Der Erstauftritt (1934)=== | ===Der Erstauftritt (1934)=== | ||
[[Bild:Donald19.jpg|thumb|right|Donald bei seinem ersten Auftritt (© Disney)]]Im Jahre 1934 kam die „[[Silly Symphony]]“ „[[The Wise Little Hen]]“ in die amerikanischen Kinos, die Regie dieses [[Cartoon]]s führte [[Wilfred Jackson]]. In diesem Kurzfilm trat Donald Duck zum allerersten Mal auf, allerdings hatte er dort nur eine kleine Rolle. Man sieht ihn zum allerersten Mal, wie er auf seinem kleinen, klapprigen Schiff fröhlich singt und tanzt, diese Vorliebe Donalds kommt auch noch in folgenden Cartoons zur Geltung. Als die kluge, kleine Henne den Enterich aber um einen Gefallen bittet, täuscht Donald plötzlich Bauchschmerzen vor, auch solche Täuschungen und auch die Arbeitsverweigerung kommt bei ihm in späteren Kurzfilmen vor, so gibt er sich also schon am Anfang seiner großen Karriere als unverlässiger und etwas fragwürdiger Charakter zu erkennen. Dank seiner darauffolgenden Beliebtheit trat er nach seinem Debüt auch in den [[Liste aller Micky-Maus-Cartoons|Micky-Maus-Cartoons]] auf, schließlich wurde er dank seiner unverwechselbaren Stimme, die ihm seit seinem ersten Cartoon der Synchronsprecher [[Clarence Nash]] lieh, ziemlich schnell zu einer prominenten Ente. | [[Bild:Donald19.jpg|thumb|right|Donald bei seinem ersten Auftritt (© Disney)]]Im Jahre 1934 kam die „[[Silly Symphony]]“ „[[The Wise Little Hen]]“ in die amerikanischen Kinos, die Regie dieses [[Cartoon]]s führte [[Wilfred Jackson]]. In diesem Kurzfilm trat Donald Duck zum allerersten Mal auf, allerdings hatte er dort nur eine kleine Rolle. Man sieht ihn zum allerersten Mal, wie er auf seinem kleinen, klapprigen Schiff fröhlich singt und tanzt, diese Vorliebe Donalds kommt auch noch in folgenden Cartoons zur Geltung. Als die kluge, kleine Henne den Enterich aber um einen Gefallen bittet, täuscht Donald plötzlich Bauchschmerzen vor, auch solche Täuschungen und auch die Arbeitsverweigerung kommt bei ihm in späteren Kurzfilmen vor, so gibt er sich also schon am Anfang seiner großen Karriere als unverlässiger und etwas fragwürdiger Charakter zu erkennen. Dank seiner darauffolgenden Beliebtheit trat er nach seinem Debüt auch in den [[Liste aller Micky-Maus-Cartoons|Micky-Maus-Cartoons]] auf, schließlich wurde er dank seiner unverwechselbaren Stimme, die ihm seit seinem ersten Cartoon der Synchronsprecher [[Clarence Nash]] lieh, ziemlich schnell zu einer prominenten Ente. | ||
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Besondere Erwähnung verdienen zudem noch drei Propaganda-Filme mit Donald in der Hauptrolle. Der von dem Finanzministerium in Auftrag gegebene Film „[[The New Spirit]]“ sollte den US-Bürgern zeigen, weshalb es wichtig ist, rechtzeitig seine Steuern zu bezahlen, in diesem Film läuft Donald von Los Angeles nach Washington, um dort persönlich seine Steuern zu bezahlen. Der Film war ein großer Erfolg und viele US-Bürger gaben an, dass sie aufgrund dieses Filmes rechtzeitig ihre Steuern bezahlt haben. | Besondere Erwähnung verdienen zudem noch drei Propaganda-Filme mit Donald in der Hauptrolle. Der von dem Finanzministerium in Auftrag gegebene Film „[[The New Spirit]]“ sollte den US-Bürgern zeigen, weshalb es wichtig ist, rechtzeitig seine Steuern zu bezahlen, in diesem Film läuft Donald von Los Angeles nach Washington, um dort persönlich seine Steuern zu bezahlen. Der Film war ein großer Erfolg und viele US-Bürger gaben an, dass sie aufgrund dieses Filmes rechtzeitig ihre Steuern bezahlt haben. | ||
Außerdem bekam der Film eine [[Oscar]]-Nominierung in der Kategorie der besten Dokumentarfilme und eine Fortsetzung („[[The Spirit of '43]]“). [[Bild:Oscarwinner.jpg|thumb|left|Donald in [[Der Fuehrers Face]], 1943 (© Disney)]] | Außerdem bekam der Film eine [[Oscar]]-Nominierung in der Kategorie der besten Dokumentarfilme und eine Fortsetzung („[[The Spirit of '43]]“). [[Bild:Oscarwinner.jpg|thumb|left|Donald in [[Der Fuehrers Face]], 1943 (© Disney)]] | ||
Der für viele beste, aber zugleich auch ungewöhnlichste Donald-Cartoon stammt ebenfalls aus den Kriegsjahren: Im Anti-Nazi-Propaganda-Film „[[Der Fuehrers Face]]“ von 1943 zeigt Donald, wie er in Nazi-Deutschland der irrsinnigen Ideologie des Nazi-Regimes ausgeliefert ist und u.a. in einer Munitionsfabrik arbeiten muss. | Der für viele beste, aber zugleich auch ungewöhnlichste Donald-Cartoon stammt ebenfalls aus den Kriegsjahren: Im Anti-Nazi-Propaganda-Film „[[Der Fuehrers Face]]“ von 1943 zeigt Donald, wie er in Nazi-Deutschland der irrsinnigen Ideologie des Nazi-Regimes ausgeliefert ist und u. a. in einer Munitionsfabrik arbeiten muss. | ||
Dieser Cartoon erhielt als einziger Donald-Cartoon den Oscar für den besten animierten Kurzfilm. | Dieser Cartoon erhielt als einziger Donald-Cartoon den Oscar für den besten animierten Kurzfilm. | ||
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===Nach dem Ende der „Classic Cartoons“ (1956–1966)=== | ===Nach dem Ende der „Classic Cartoons“ (1956–1966)=== | ||
Während seine Auftritte im Kino innerhalb der späten 1950er Jahre immer seltener wurden, setzte man Donald dafür in den Disney-TV-Shows ein. In „[[Disneyland (Show)|Disneyland]]“, „[[Walt Disney Presents]]“ und später in „[[Walt | Während seine Auftritte im Kino innerhalb der späten 1950er Jahre immer seltener wurden, setzte man Donald dafür in den Disney-TV-Shows ein. In „[[Disneyland (Show)|Disneyland]]“, „[[Walt Disney Presents (Show)|Walt Disney Presents]]“ und später in „[[Walt Disney’s Wonderful World of Color]]“ trat er regelmäßig mit [[Walt Disney]] auf und moderierte mit ihm gemeinsam das Programm, welches oft aus alten Kurzfilmen der 1940er Jahre bestand. Außerdem widmete man ihm mehrere Folgen, in denen altes Cartoon-Material gemeinsam mit neuer Animation verbunden wurde und neue Geschichten erzählte. | ||
Am bekanntesten sind die Programme „[[Your Host, Donald Duck]]“ und „[[This Is Your Life, Donald Duck]]“, ein weiteres berühmtes Beispiel ist der Fernsehfilm „[[A Day in the Life of Donald Duck]]“, der 1956 innerhalb der Serie „Disneyland“ gezeigt wurde. | Am bekanntesten sind die Programme „[[Your Host, Donald Duck]]“ und „[[This Is Your Life, Donald Duck]]“, ein weiteres berühmtes Beispiel ist der Fernsehfilm „[[A Day in the Life of Donald Duck]]“, der 1956 innerhalb der Serie „Disneyland“ gezeigt wurde. | ||
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Gemeinsam mit Dauerkonkurrent [[Micky]], Comicfigur [[Onkel Dagobert]] und zahlreichen anderen Disneystars trat Donald 1983 in „[[Mickys Weihnachtsgeschichte]]“ auf, der beliebten und erfolgreichen Neuerzählung des Charles-Dickens-Klassikers ''[[Eine Weihnachtsgeschichte]]''. Dies war der letzte Cartoon, in dem [[Clarence Nash]] der Ente seine Stimme lieh. 1987 schaffte Donald es zu einigen Kurzauftritten in einer Farb[[fernsehserie]]; in „[[DuckTales]]“ wurden Abenteuer der Familie Duck nacherzählt. Allerdings nur selten mit Donald, sondern hauptsächlich mit Onkel Dagobert, den es erst seit 20 Jahren als Zeichentrickfigur gab. Aus Angst, Donald könne allen anderen Figuren die Schau stehlen, schrieb man Donald aus den meisten Geschichten der neuen Serie heraus. Seit Donalds ersten Auftritten in „DuckTales“ wurde er von dem ursprünglichen Trickfilmzeichner [[Tony Anselmo]] gesprochen. | Gemeinsam mit Dauerkonkurrent [[Micky]], Comicfigur [[Onkel Dagobert]] und zahlreichen anderen Disneystars trat Donald 1983 in „[[Mickys Weihnachtsgeschichte]]“ auf, der beliebten und erfolgreichen Neuerzählung des Charles-Dickens-Klassikers ''[[Eine Weihnachtsgeschichte]]''. Dies war der letzte Cartoon, in dem [[Clarence Nash]] der Ente seine Stimme lieh. 1987 schaffte Donald es zu einigen Kurzauftritten in einer Farb[[fernsehserie]]; in „[[DuckTales]]“ wurden Abenteuer der Familie Duck nacherzählt. Allerdings nur selten mit Donald, sondern hauptsächlich mit Onkel Dagobert, den es erst seit 20 Jahren als Zeichentrickfigur gab. Aus Angst, Donald könne allen anderen Figuren die Schau stehlen, schrieb man Donald aus den meisten Geschichten der neuen Serie heraus. Seit Donalds ersten Auftritten in „DuckTales“ wurde er von dem ursprünglichen Trickfilmzeichner [[Tony Anselmo]] gesprochen. | ||
Bereits ein Jahr später konnte man den wütenden Erpel erneut auf der Leinwand sehen; | Bereits ein Jahr später konnte man den wütenden Erpel erneut auf der Leinwand sehen; in dem [[Spielfilm]] „[[Falsches Spiel mit Roger Rabbit]]“ aus dem Jahr 1988 kämpfte er gegen einen anderen Cartoonerpel, nämlich Daffy Duck. Dies war das erste und einzige Mal, dass diese beiden Figuren zusammen auftraten, denn sie stammten aus unterschiedlichen Produktionsgesellschaften. Außerdem war es für Donald das erste Mal seit 1948, als er im Film „[[Musik, Tanz und Rhythmus|Melody Time]]“ auftrat, dass er in einem Spielfilm mitwirkte. | ||
1990 versuchte sich [[Micky Maus]] erneut an einem Literaturklassiker; „[[Der Prinz und der Bettelknabe]]“ war ein erneuter langer Cartoon, mit dem die [[Walt Disney Pictures|Disney Studios]] ihre Zeichner trainierte und die Cartoontradition wiederbeleben wollte. Donald fand sich hier erneut in einer Nebenrolle wieder. | 1990 versuchte sich [[Micky Maus]] erneut an einem Literaturklassiker; „[[Der Prinz und der Bettelknabe]]“ war ein erneuter langer Cartoon, mit dem die [[Walt Disney Pictures|Disney Studios]] ihre Zeichner trainierte und die Cartoontradition wiederbeleben wollte. Donald fand sich hier erneut in einer Nebenrolle wieder. | ||
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*Clarence Nash (1934–1983) | *Clarence Nash (1934–1983) | ||
*Tony Anselmo (1986–?) | *Tony Anselmo (1986–?) | ||
*Peter Krause (1988–2019) | *[[Peter Krause]] (1988–2019) | ||
*[[Thomas Keck]] (1989 für „[[DuckTales – Neues aus Entenhausen]]“) | *[[Thomas Keck]] (1989 für „[[DuckTales – Neues aus Entenhausen]]“) | ||
*[[Christian Zeiger]] (2013 für „[[Micky Maus (2013)]]“-Folge 88 und 91) | *[[Christian Zeiger]] (2013 für „[[Micky Maus (2013)]]“-Folge 88 und 91) | ||
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====Donald nach Barks==== | ====Donald nach Barks==== | ||
=====Strobl & Co.===== | =====Strobl & Co.===== | ||
Nachdem sich für die Comic Books in den | Nachdem sich für die Comic Books in den 1940er Jahren nur sehr sporadisch andere Zeichner mit der Ente befasst hatten (vor allem [[Jack Hannah]], [[Al Taliaferro]] und [[Walt Kelly]]), bekam Barks in den frühen 1950ern Unterstützung von einer ganzen Reihe weiterer DD-Zeichner. Neben [[Jack Bradbury]], [[Paul Murry]] und [[Tony Strobl]] (alle drei ab 1950) waren dies vor allem [[Riley Thomson]] (1950/51), [[Bob Moore]] (1950–53), [[Frank McSavage]] (1951), [[Dick Moores]] (1953–56) und [[Phil DeLara]] (1954–57). Alle diese Zeichner schufen auch längere Donald-Comics, aber ab Ende 1954 war es schließlich Strobl, der sich zum vorerst wichtigsten Barks-Nachfolger in diesem Genre entwickelte. Die häufigsten Szenaristen für die Abenteuer waren in den 1950er- und 1960er-Jahren [[Del Connell]], dessen Donald-Geschichten zum Großteil bis heute nicht identifiziert werden konnten, [[Carl Fallberg]], [[Bob Gregory]] (ab Ende 1958, auch als Zeichner aktiv) und [[Vic Lockman]] (vor allem in den 1960ern). | ||
Freie Film-Adaptionen: | Freie Film-Adaptionen: | ||
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*Donald and the Wheel – Die Geschichte des Rades (1961, Strobl/?, Mickyvision 1/1964) | *Donald and the Wheel – Die Geschichte des Rades (1961, Strobl/?, Mickyvision 1/1964) | ||
Die WDC-Zehnseiter wurden ab 1964 nur noch sporadisch von Barks gezeichnet, bis er sie 1966 ganz aufgab. Tony Strobl führte sie mit diversen Autoren bis Anfang 1969 fort, als sie durch Nachdrucke ersetzt wurden. Donalds Abenteuergeschichten wiederum waren schon seit den frühen | Die WDC-Zehnseiter wurden ab 1964 nur noch sporadisch von Barks gezeichnet, bis er sie 1966 ganz aufgab. Tony Strobl führte sie mit diversen Autoren bis Anfang 1969 fort, als sie durch Nachdrucke ersetzt wurden. Donalds Abenteuergeschichten wiederum waren schon seit den frühen 1960er-Jahren einem langsamen Siechtum ausgesetzt. Oft waren sie weder Fisch noch Fleisch, da sie selten die Länge von 14 Seiten überschritten. Diese Entwicklung mochte zum einen damit zusammenhängen, dass den Autoren die Ideen ausgingen, einem ohne Dagobert agierenden Donald das nötige Kleingeld für Weltreisen zu verschaffen, zum anderen aber auch mit einer zusätzlichen Arbeitsbelastung, der sich einige der wichtigeren US-amerikanischen Zeichner und Autoren jener Zeit aussetzten. | ||
=====S-Code-Comics===== | =====S-Code-Comics===== | ||
Parallel zu ihrer Arbeit für [[Western Publishing]] produzierten sie, nicht zuletzt aufgrund der größeren Einträglichkeit, im Auftrag der Disney Studios ab 1962 eine große Zahl meist kürzerer Comics, die ausschließlich für den ausländischen Markt bestimmt waren. Unter diesen am sogenannten „S-Code“ identifizierbaren Routine-Comics gab es durchaus auch längere Donald-Geschichten, auf die hier aber nicht näher eingegangen werden soll, da sie entweder längere Gag-Geschichten ohne Abenteuer-Flair oder aber (meistens) verkappte Dagobert-Abenteuer waren. Was Donald betrifft, so waren hier eher die kürzeren Geschichten von Interesse, vor allem die, in denen er erstmals auf die zipfelbemützte Nervensäge [[Dussel Duck]] traf, mit dem zusammen er in den | Parallel zu ihrer Arbeit für [[Western Publishing]] produzierten sie, nicht zuletzt aufgrund der größeren Einträglichkeit, im Auftrag der Disney Studios ab 1962 eine große Zahl meist kürzerer Comics, die ausschließlich für den ausländischen Markt bestimmt waren. Unter diesen am sogenannten „S-Code“ identifizierbaren Routine-Comics gab es durchaus auch längere Donald-Geschichten, auf die hier aber nicht näher eingegangen werden soll, da sie entweder längere Gag-Geschichten ohne Abenteuer-Flair oder aber (meistens) verkappte Dagobert-Abenteuer waren. Was Donald betrifft, so waren hier eher die kürzeren Geschichten von Interesse, vor allem die, in denen er erstmals auf die zipfelbemützte Nervensäge [[Dussel Duck]] traf, mit dem zusammen er in den 1970ern auch als Journalist beim Entenhausener Kurier tätig war. [[Dussel Duck]], eine Kreation des Teams „[[Al Hubbard|Hubbard]]/[[Dick Kinney|Kinney]]“, tauchte erstmals im Jahre 1964 in der Geschichte ''Der Gesundheitsapostel'' (''The Health Nut'') auf, die zunächst in Europa und Australien sowie Brasilien veröffentlicht und erst sehr viel später in den USA nachgedruckt wurde. Die erste Geschichte mit Dussel für den amerikanischen Markt, nämlich für die Heftreihe „Donald Duck“, zeichnete 1966 [[Tony Strobl]]. | ||
=====Van Horn und Rosa===== | =====Van Horn und Rosa===== | ||
In den 1970er- und | In den 1970er- und 1980er-Jahren war das Genre der langen Donald-Geschichten in den USA praktisch ausgestorben – erwähnenswert ist aus diesem Zeitraum allenfalls ''The Pirates of Ashcanistran'' von [[Bob Gregory]] aus dem Jahre 1974. Erst ab 1988 erfuhr Donald, der Abenteurer, eine kleine Renaissance, zu der ihm die amerikanischen Zeichner/Autoren [[William van Horn]] und [[Don Rosa]] verhalfen. Beide schufen für den neuen Verleger [[Gladstone]] neue Geschichten mit den Ducks und umgaben sie mit neuen Verwandten und Gegenspielern, die jedoch bislang von keinen anderen Zeichnern aufgegriffen wurden. Van Horn kümmerte sich in erster Linie um die Donald-Zehnseiter, während Rosa sich vor allem seiner Lieblingsfigur [[Dagobert Duck]] widmete. Beide schufen aber auch einige lange Donald-Geschichten. | ||
Aufs Ganze gesehen steht die Anzahl der langen Donald-Abenteuer in keinem Verhältnis zu der Unzahl der langen Dagobert-Abenteuer, zumindest was die US-amerikanischen Enten-Comics betrifft. Während Donald von jeher der unbestrittene Star der kürzeren Geschichten war, muss er sich in den Abenteuergeschichten seit 1953 zumeist mit einer Nebenrolle hinter dem treibenden Motor [[Dagobert Duck]] begnügen. Dieses Dasein als Joker füllte er wechselweise als „Mann fürs Grobe“, als kritischer Gegenpol zu den Ansichten Dagoberts oder schlicht als ''comic relief'' aus. | Aufs Ganze gesehen steht die Anzahl der langen Donald-Abenteuer in keinem Verhältnis zu der Unzahl der langen Dagobert-Abenteuer, zumindest was die US-amerikanischen Enten-Comics betrifft. Während Donald von jeher der unbestrittene Star der kürzeren Geschichten war, muss er sich in den Abenteuergeschichten seit 1953 zumeist mit einer Nebenrolle hinter dem treibenden Motor [[Dagobert Duck]] begnügen. Dieses Dasein als Joker füllte er wechselweise als „Mann fürs Grobe“, als kritischer Gegenpol zu den Ansichten Dagoberts oder schlicht als ''comic relief'' aus. | ||
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Das italienische Magazin [[Topolino]] sorgte mit seiner wöchentlichen Erscheinungsweise schnell für ein Versiegen des amerikanischen Materials. Um dennoch die große Nachfrage nach neuen Geschichten zu stillen, wurden nach der Übernahme durch den Verlag [[Mondadori]] neue Geschichten produziert. Bald führte man ein zweites Heft ein, das nach Donald benannte „Paperino giornale“ (aka „Paperino e altre avventure“), in dem am 30.12.1937 die erste längere italienische Donald-Eigenproduktion erschien. Die von [[Federico Pedrocchi]] geschriebene und gezeichnete 18-seitige Geschichte hieß ''Paolino Paperino e il mistero di Marte'' und wird als Donalds erste eigene Abenteuergeschichte angesehen. | Das italienische Magazin [[Topolino]] sorgte mit seiner wöchentlichen Erscheinungsweise schnell für ein Versiegen des amerikanischen Materials. Um dennoch die große Nachfrage nach neuen Geschichten zu stillen, wurden nach der Übernahme durch den Verlag [[Mondadori]] neue Geschichten produziert. Bald führte man ein zweites Heft ein, das nach Donald benannte „Paperino giornale“ (aka „Paperino e altre avventure“), in dem am 30.12.1937 die erste längere italienische Donald-Eigenproduktion erschien. Die von [[Federico Pedrocchi]] geschriebene und gezeichnete 18-seitige Geschichte hieß ''Paolino Paperino e il mistero di Marte'' und wird als Donalds erste eigene Abenteuergeschichte angesehen. | ||
In den 1950ern begann Mondadori die Eigenproduktion an Geschichten stark zu steigern, verantwortlich für den Boom waren die Autoren [[Guido Martina]] und, mit etwas Zeitverzögerung, die Brüder [[Abramo und Giampaolo Barosso]]. Zeichnerisch umgesetzt wurden die meisten Geschichten von [[Romano Scarpa]], [[Giovan Battista Carpi]], [[Luciano Bottaro]] und [[Pier Lorenzo De Vita]]. Scarpa, der besonders in den | In den 1950ern begann Mondadori die Eigenproduktion an Geschichten stark zu steigern, verantwortlich für den Boom waren die Autoren [[Guido Martina]] und, mit etwas Zeitverzögerung, die Brüder [[Abramo und Giampaolo Barosso]]. Zeichnerisch umgesetzt wurden die meisten Geschichten von [[Romano Scarpa]], [[Giovan Battista Carpi]], [[Luciano Bottaro]] und [[Pier Lorenzo De Vita]]. Scarpa, der besonders in den 1950ern seine Geschichten auch selbst schrieb, schuf in diesem Jahrzehnt einige der bedeutendsten italienischen Abenteuergeschichten mit Donald Duck als Titelheld (bspw. ''[[Der Fliegende Schotte]]'', ''[[Der Rasende Kurier]]'', ''[[Der Kolumbusfalter]]'' oder ''[[Der Südsee-Yeti]]''), wenngleich etliche dieser Geschichten wie in Amerika verkappte Dagobert-Geschichten waren. Auch in den folgenden Jahrzehnten waren die langen Abenteuergeschichten oft Dagoberts Metier, während sich allerdings eine bedeutende Menge italienischer Comicproduktionen Donalds Fährnissen im Alltag und den Konflikten innerhalb der Familie [[Duck]] zuwandte, die oft bis zu 30 Seiten stark waren. | ||
Ein neues Einsatzgebiet für Donald, den Abenteurer, bildeten schließlich die [[Parodie]]n, für die Donald sich in besonders gutem Maße als Titelheld eignete. Donald eignete sich etwa als Don Quijote, als Baron von Münchhausen, als Dschingis Khan oder als Hamlet. Besonders die Comics Giovan Battista Carpis brachten Blüten des Genres der Parodie hervor, die zugleich zu den besten Donald-Duck-Geschichten gehören. Erwähnenswert sind ''Donald in geheimer Mission'', ''Die Ducks ... vom Winde verwehrt'', ''Krieg und Frieden'', ''Der Tiger von Masalia'' und ''[[Das Geheimnis der Silberleuchter]]'' (das letztere allerdings untypischerweise mit Dagobert in der Hauptrolle). | Ein neues Einsatzgebiet für Donald, den Abenteurer, bildeten schließlich die [[Parodie]]n, für die Donald sich in besonders gutem Maße als Titelheld eignete. Donald eignete sich etwa als Don Quijote, als Baron von Münchhausen, als Dschingis Khan oder als Hamlet. Besonders die Comics Giovan Battista Carpis brachten Blüten des Genres der Parodie hervor, die zugleich zu den besten Donald-Duck-Geschichten gehören. Erwähnenswert sind ''Donald in geheimer Mission'', ''Die Ducks ... vom Winde verwehrt'', ''Krieg und Frieden'', ''Der Tiger von Masalia'' und ''[[Das Geheimnis der Silberleuchter]]'' (das letztere allerdings untypischerweise mit Dagobert in der Hauptrolle). | ||
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Die wohl wichtigste italienische Neuerung Donald selbst betreffend, und eine weitere von seinen in italienischen Comics zuhauf kreierten Geheimidentitäten, war die Erschaffung seines Alter Egos: Als [[Phantomias]] rächte er sich zunächst an seinen Verwandten und mauserte sich schließlich zum ruhmreichen Beschützer der [[Entenhausen]]er Bürger. Mit [[Paperinik New Adventures]] fand ab 1996 ein Reboot der Figur statt, ohne dass allerdings der „alte“ Phantomias in den Comics nicht mehr verwendet worden wäre. | Die wohl wichtigste italienische Neuerung Donald selbst betreffend, und eine weitere von seinen in italienischen Comics zuhauf kreierten Geheimidentitäten, war die Erschaffung seines Alter Egos: Als [[Phantomias]] rächte er sich zunächst an seinen Verwandten und mauserte sich schließlich zum ruhmreichen Beschützer der [[Entenhausen]]er Bürger. Mit [[Paperinik New Adventures]] fand ab 1996 ein Reboot der Figur statt, ohne dass allerdings der „alte“ Phantomias in den Comics nicht mehr verwendet worden wäre. | ||
Der Schöpfer | Der Schöpfer Phantomias', [[Guido Martina]], gab Donald eine neue Seite; dieser erhielt zusätzliche Eigenschaften, unter anderem erhöhte Intelligenz, Ruchlosigkeit und Nüchternheit. Er findet nun meist Methoden, sich den teilweise ungerechtfertigten Strafen seines Onkels [[Dagobert]] zu entziehen. Auch ohne sein Phantomias-Kostüm ist er bei Martina scharfsinnig, erwachsener und auch gerissener. | ||
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass italienische Comicautoren und -zeichner die vielschichtigen Charakterzeichnungen und Einsatzmöglichkeiten Donalds, wie sie in den amerikanischen Comics bereits angelegt waren, aufgriffen und weiterentwickelten, zugleich aber durch den Einsatz von Donald als wandelbare Hauptfigur zahlreicher Parodien und durch die Kreation mehrerer Geheimidentitäten neue Wege öffneten. | Zusammenfassend lässt sich sagen, dass italienische Comicautoren und -zeichner die vielschichtigen Charakterzeichnungen und Einsatzmöglichkeiten Donalds, wie sie in den amerikanischen Comics bereits angelegt waren, aufgriffen und weiterentwickelten, zugleich aber durch den Einsatz von Donald als wandelbare Hauptfigur zahlreicher Parodien und durch die Kreation mehrerer Geheimidentitäten neue Wege öffneten. | ||
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==Donald in den Videospielen== | ==Donald in den Videospielen== | ||
[[Datei:Quackshot.jpg|thumb|right|Bis heute gehört ''[[QuackShot]]'' zu den populärsten Videospielen mit Donald. (© Disney)]] | [[Datei:Quackshot.jpg|thumb|right|Bis heute gehört ''[[QuackShot]]'' zu den populärsten Videospielen mit Donald. (© Disney)]] | ||
Neben [[Micky Maus]] ist Donald Duck die wohl populärste Disney-Figur in der Welt der Videospiele. Sein Debüt in diesem Medium feierte der Enterich 1982 | Neben [[Micky Maus]] ist Donald Duck die wohl populärste Disney-Figur in der Welt der Videospiele. Sein Debüt in diesem Medium feierte der Enterich 1982 auf der LCD-Spielkonsole Game & Watch mit dem Einzeltitel ''[[Mickey & Donald]]''. 1983 sollte mit ''[[Donald Duck's Speedboat]]'' ein Videospiel für das Atari 2600 erscheinen. Das Spiel wurde kurz vor Release aus unbekannten Gründen gecancelt. Durch mehrere Listungen in europäischen Spielekatalogen gelangten Screenshots und ein Prototyp der Verpackung an die Öffentlichkeit.<ref>[https://www.atari-computermuseum.de/cx26108.htm Donald Duck's Speedboat auf atari-computermuseum.de]</ref> Eines der ersten Heimcomputerspiele mit Donald Duck als Hauptfigur war ''[[Donald Duck's Playground]]'' von [[Al Lowe]] aus dem Jahr 1984. Auf den Heimkonsolen der 8-Bit-Ära trat Donald nur sporadisch auf, wie etwa im Sportspiel ''[[Donald Duck (NES)|Donald Duck]]'' für das [[Nintendo Entertainment System|Nintendo Famicom]] oder in ''[[Adventures in the Magic Kingdom]]'' an der Seite von Micky und [[Goofy]]. Anfang der 1990er avancierte Donald zum Star in zahlreichen Plattformern. Den Anfang machten ''[[Lucky Dime Caper]]'' und ''[[Deep Duck Trouble Starring Donald Duck]]'', wo Donald seinem [[Onkel Dagobert]] aus der Klemme hilft. Im 1991 erschienenen ''[[QuackShot]]'' begibt er sich hingegen auf eine Schatzsuche und muss seine Neffen aus den Fängen von Karlo befreien. Darüber hinaus macht Karlo im Japan-exklusiven Titel ''[[Donald Duck no Mahō no Bōshi]]'' ihm das Leben schwer. Donald erhielt auch mehrere kleinere Auftritte in diversen Spielen mit Micky Maus als Titelheld, wie etwa in ''[[Mickey's 123's: The Big Surprise Party]]'', ''[[Mickey no Tokyo Disneyland Daibōken]]'' oder ''[[Land of Illusion]]''. Gelegentlich arbeiten die beiden auch zusammen und gehen wie in ''[[World of Illusion]]'' ''[[Disney's Magical Quest 3 Starring Mickey & Donald]]'' gemeinsam auf ein Abenteuer. Im 1995 veröffentlichten Jump ’n’ Run ''[[Maui Mallard]]'' erhält Donald ein neues Alter Ego in Form des Detektivs namens Maui Mallard. In der nordamerikanischen Fassung des Spiels fehlen jedoch alle Bezüge zu Donald Duck, da die Marketingabteilung von Disney der Meinung war, dass Donald in den USA nicht populär genug sei.<ref>[https://retrovolve.com/why-was-donald-ducks-name-removed-from-maui-mallard-in-cold-shadow/ Why Was Donald Duck’s Name Removed from Maui Mallard in Cold Shadow?]</ref> | ||
Mit dem Multiplattform-Titel ''[[Donald Duck Quack Attack|Donald Duck Qu@ck Att@ck ?*!]]'' gelang Donald im Jahr 2000 der Sprung in die dritte Dimension. In der Folgezeit gehört Donald in zahlreichen Sport- und Rennspielen wie ''[[Mickey's Speedway USA]]'' oder ''[[Disney Golf]]'' zudem dem Teilnehmerfeld an und ist ein spielbarer Charakter. Außerdem ist er ein wesentlicher Bestandteil der ''Disney Sports''-Reihe und stellt in den Sportsimulationen ''[[Disney Sports Fußball]]'', ''[[Disney Sports Basketball]]'' und ''[[Disney Sports Football]]'' sein sportliches Können als Captain der Mannschaft „Seaducks“ unter Beweis. In ''[[Donald Duck: Phantomias|Donald Duck: Phantomias – Platyrhynchos Kineticus]]'' beweist seine Fähigkeiten als frisch gebackener Superheld. Donald sowie sein Alter Ego spielen auch im [[Handyspiel]] ''[[The Duckforce Rises]]'' eine größere Rolle. Ein auf Donald basierender Animatronic tritt in ''[[Micky Epic]]'' und dessen Nachfolger ''[[Micky Epic: Die Macht der 2]]'' als Nebencharakter auf. Er selbst hat einen kurzen Auftritt in ''[[Micky Epic: Macht der Fantasie]]''. Neben vielen anderen Disney-Figuren tritt Donald in Spielen wie ''[[Disney Mirrorverse]]'' oder ''[[Disney Speedstorm]]'' auf und stellt im 2011 erschienenen ''[[Disneyland Adventures]]'' einen der rund 40 Charakteren dar, mit denen man im virtuellen Freizeitpark interagieren kann. Ebenfalls trat Donald in ''[[Disney Magical World]]'' sowie ''[[Disney Magical World 2]]'' in Erscheinung. Eine größere Rolle spielt Donald zusammen mit Micky, [[Minnie]] und Goofy in ''[[Illusion Island]]''. Die ''[[The Sensational Six|Fabulous Four]]'' bestreiten hier zusammen eine Expedition und erkunden die Insel Monoth auf der Suche nach drei mystischen Büchern, die die Welt vor dem Unheil bewahren sollen. Wie die anderen Protagonisten erhielt Donald von der leitenden Designerin Lucy Kyriakidou ein Redesign für das Spiel. | Mit dem Multiplattform-Titel ''[[Donald Duck Quack Attack|Donald Duck Qu@ck Att@ck ?*!]]'' gelang Donald im Jahr 2000 der Sprung in die dritte Dimension. In der Folgezeit gehört Donald in zahlreichen Sport- und Rennspielen wie ''[[Mickey's Speedway USA]]'' oder ''[[Disney Golf]]'' zudem dem Teilnehmerfeld an und ist ein spielbarer Charakter. Außerdem ist er ein wesentlicher Bestandteil der ''Disney Sports''-Reihe und stellt in den Sportsimulationen ''[[Disney Sports Fußball]]'', ''[[Disney Sports Basketball]]'' und ''[[Disney Sports Football]]'' sein sportliches Können als Captain der Mannschaft „Seaducks“ unter Beweis. In ''[[Donald Duck: Phantomias|Donald Duck: Phantomias – Platyrhynchos Kineticus]]'' beweist seine Fähigkeiten als frisch gebackener Superheld. Donald sowie sein Alter Ego spielen auch im [[Handyspiel]] ''[[The Duckforce Rises]]'' eine größere Rolle. Ein auf Donald basierender Animatronic tritt in ''[[Micky Epic]]'' und dessen Nachfolger ''[[Micky Epic: Die Macht der 2]]'' als Nebencharakter auf. Er selbst hat einen kurzen Auftritt in ''[[Micky Epic: Macht der Fantasie]]''. Neben vielen anderen Disney-Figuren tritt Donald in Spielen wie ''[[Disney Mirrorverse]]'' oder ''[[Disney Speedstorm]]'' auf und stellt im 2011 erschienenen ''[[Disneyland Adventures]]'' einen der rund 40 Charakteren dar, mit denen man im virtuellen Freizeitpark interagieren kann. Ebenfalls trat Donald in ''[[Disney Magical World]]'' sowie ''[[Disney Magical World 2]]'' in Erscheinung. Eine größere Rolle spielt Donald zusammen mit Micky, [[Minnie]] und Goofy in ''[[Illusion Island]]''. Die ''[[The Sensational Six|Fabulous Four]]'' bestreiten hier zusammen eine Expedition und erkunden die Insel Monoth auf der Suche nach drei mystischen Büchern, die die Welt vor dem Unheil bewahren sollen. Wie die anderen Protagonisten erhielt Donald von der leitenden Designerin Lucy Kyriakidou ein Redesign für das Spiel. | ||
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====Frühe Optik==== | ====Frühe Optik==== | ||
Der frühe Comic-Donald änderte sein Aussehen analog zum Cartoon-Donald. War er in der Comic-Adaption von „The Wise Little Hen“ noch ganz Ente, entwickelte sich sein Äußeres in der Folge langsam weiter, bis er gegen Ende 1936 endlich auch seinen langen Schnabel verlor. Dies war sowohl in den „Silly Symphonies featuring Donald Duck“ der Fall, als auch in dem zu der Zeit noch laufenden Micky-Fortsetzungsstrip „The Seven Ghosts“. Dort hatte sich Donald langschnabelig ins Geschehen gestürzt, sagte jedoch am Ende der Geschichte Micky aus kurzem Schnabel Adieu. | Der frühe Comic-Donald änderte sein Aussehen analog zum Cartoon-Donald. War er in der Comic-Adaption von „The Wise Little Hen“ noch ganz Ente, entwickelte sich sein Äußeres in der Folge langsam weiter, bis er gegen Ende 1936 endlich auch seinen langen Schnabel verlor. Dies war sowohl in den „Silly Symphonies featuring Donald Duck“ der Fall, als auch in dem zu der Zeit noch laufenden Micky-Fortsetzungsstrip „The Seven Ghosts“. Dort hatte sich Donald langschnabelig ins Geschehen gestürzt, sagte jedoch am Ende der Geschichte Micky aus kurzem Schnabel Adieu. | ||
Die Tatsache, dass Donald keine Hose trägt, erklärte der deutsche Comiczeichner [[Jan Gulbransson]] in einem Interview einmal so, dass dies noch aus den Zeiten des Zeichentrickfilms stamme: Hosen behinderten die Animation und insbesondere der Faltenwurf der Hose erfordere detailgetreue Arbeit und wäre somit zeit- und kostenintensiv.<ref>[https://www.nachrichten.at/kultur/der-erfolgreichste-versager-der-welt-donald-duck-wird-90;art16,3954351 Der erfolgreichste Versager der Welt, Donald Duck, wird 90], nachrichten.at, 04.06.2024, abgerufen am 18.07.2025</ref> | |||
====Neue Farben==== | ====Neue Farben==== | ||
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Während Donalds Matrosenhemd im Film generell blau dargestellt wird, ist es in den Comics schwarz. Bei Donalds frühen Comic-Auftritten innerhalb der farbigen „Silly Symphonies“ und Mickys Sonntagsseiten hatte er noch das blaue Hemd, erst mit der Einführung seiner eigenen Tagesstrips kam es zur Änderung. Da die Dailies schwarz-weiß waren, tuschte man, um Donalds Äußerem mehr Kontrast zu geben, sein Hemd der Einfachheit halber schwarz, anstatt mit Folien umständlich einen bestimmten Grauton zu treffen, der das originale Blau imitiert hätte. Schon in seinen ersten beiden Strips war Donald in Schwarz gekleidet, erst im dritten jedoch, erschienen am 9.2.1938, trug er erstmals den nun ebenfalls schwarzen Matrosenanzug. | Während Donalds Matrosenhemd im Film generell blau dargestellt wird, ist es in den Comics schwarz. Bei Donalds frühen Comic-Auftritten innerhalb der farbigen „Silly Symphonies“ und Mickys Sonntagsseiten hatte er noch das blaue Hemd, erst mit der Einführung seiner eigenen Tagesstrips kam es zur Änderung. Da die Dailies schwarz-weiß waren, tuschte man, um Donalds Äußerem mehr Kontrast zu geben, sein Hemd der Einfachheit halber schwarz, anstatt mit Folien umständlich einen bestimmten Grauton zu treffen, der das originale Blau imitiert hätte. Schon in seinen ersten beiden Strips war Donald in Schwarz gekleidet, erst im dritten jedoch, erschienen am 9.2.1938, trug er erstmals den nun ebenfalls schwarzen Matrosenanzug. | ||
Da sich die neue „Farbe“ bei den Lesern als die Norm einprägte, änderte man nichts daran, als die Comics bunt wurden. Lediglich in Italien erlaubte sich [[Giovan Battista Carpi]] in den | Da sich die neue „Farbe“ bei den Lesern als die Norm einprägte, änderte man nichts daran, als die Comics bunt wurden. Lediglich in Italien erlaubte sich [[Giovan Battista Carpi]] in den 1950er Jahren die Eigenart, in den dortigen abwechselnd bunten und schwarz-weißen Comics den Anzug nur alle zwei Seiten schwarz zu tuschen. Ansonsten sah man einen blau behemdeten Donald nur noch auf Titelbildern: Hier wurde das Blau zum Standard, da diese Farbe an den Zeitungsständen besser geeignet ist, die Aufmerksamkeit des Käufers zu erregen. In den Covern der letzten Jahre, besonders denen aus Italien, sieht man allerdings vermehrt Donald einen schwarzen Matrosenanzug tragen, sodass wohl das Blau langfristig gesehen zurückgedrängt wird. | ||
Um Donalds ehemals schwarze Fliege vom Hemd abheben zu können, wurde sie nun in den Dailies weiß. Ihre typische Farbe Rot erhielt sie erstmals in den Ende 1939 eingeführten farbigen Donald-Duck-Sonntagsseiten. Dort trug Donald auch zum ersten Mal die blaue Mütze, die drei Monate zuvor in den Cartoons eingeführt worden war. Die weiße Mütze tauchte fortan nur noch gelegentlich auf [[Cover]]n der 1940er Jahre auf. | Um Donalds ehemals schwarze Fliege vom Hemd abheben zu können, wurde sie nun in den Dailies weiß. Ihre typische Farbe Rot erhielt sie erstmals in den Ende 1939 eingeführten farbigen Donald-Duck-Sonntagsseiten. Dort trug Donald auch zum ersten Mal die blaue Mütze, die drei Monate zuvor in den Cartoons eingeführt worden war. Die weiße Mütze tauchte fortan nur noch gelegentlich auf [[Cover]]n der 1940er Jahre auf. | ||
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====Barks und danach==== | ====Barks und danach==== | ||
Waren Mimik und Gestik des Erpels bei Taliaferro noch eher begrenzt gewesen, entwickelte er sich in den 1940er-Jahren unter der Obhut von [[Carl Barks]] zu einem visuell ungemein expressiven Charakter. Donald konnte die gesamte Gefühlspalette ausdrücken, anfangs noch karikaturhaft übersteigert, später auch nuancierter. In den späten 1940ern wurden Donalds Schnabel und vor allem sein Hals verkürzt, nachdem Barks sie eine Weile recht lang gezeichnet hatte. Donalds Körper wurde runder, die zunächst typischen „Tortenstücke“ in den Augen wurden kleiner und verschwanden in späteren Jahren fast vollständig. Den Matrosenanzug zierten ab Ende 1948 nur noch zwei statt vormals vier Knöpfe. Ab etwa 1950 hatte Donald bei Barks ein Aussehen, | Waren Mimik und Gestik des Erpels bei Taliaferro noch eher begrenzt gewesen, entwickelte er sich in den 1940er-Jahren unter der Obhut von [[Carl Barks]] zu einem visuell ungemein expressiven Charakter. Donald konnte die gesamte Gefühlspalette ausdrücken, anfangs noch karikaturhaft übersteigert, später auch nuancierter. In den späten 1940ern wurden Donalds Schnabel und vor allem sein Hals verkürzt, nachdem Barks sie eine Weile recht lang gezeichnet hatte. Donalds Körper wurde runder, die zunächst typischen „Tortenstücke“ in den Augen wurden kleiner und verschwanden in späteren Jahren fast vollständig. Den Matrosenanzug zierten ab Ende 1948 nur noch zwei statt vormals vier Knöpfe. Ab etwa 1950 hatte Donald bei Barks ein Aussehen, das bis heute den Zeichnern mehr oder weniger zur Orientierung dient. | ||
Da sich seit den 1950er-Jahren unzählige verschiedene Comic-Künstler mit jeweils individuellem Zeichenstil Donald gewidmet haben, ist es schwierig, spätere allgemeingültige Entwicklungen in dessen Optik auszumachen. So gab es auch Einflüsse aus dem [[Manga]]. Auffällig ist jedoch, dass einige Zeichner heute einen eher nostalgischen Stil pflegen, indem sie einen Donald präsentieren, der stark dem von Barks aus den späten 1940ern ähnelt. Ausgelöst wurde dieser Trend in den | Da sich seit den 1950er-Jahren unzählige verschiedene Comic-Künstler mit jeweils individuellem Zeichenstil Donald gewidmet haben, ist es schwierig, spätere allgemeingültige Entwicklungen in dessen Optik auszumachen. So gab es auch Einflüsse aus dem [[Manga]]. Auffällig ist jedoch, dass einige Zeichner heute einen eher nostalgischen Stil pflegen, indem sie einen Donald präsentieren, der stark dem von Barks aus den späten 1940ern ähnelt. Ausgelöst wurde dieser Trend in den 1970ern von [[Daan Jippes]] und [[Freddy Milton]]. In Italien ist die Darstellung Donalds durch [[Giorgio Cavazzano]] zum Standard geworden, die an die klassischen Barks-Comics aus den 1950ern anknüpft und die viele Zeichner beeinflusst hat. Einige Zeichner der jüngeren Generation pflegen allerdings wieder einen moderneren, expressiveren Stil, der sich vom Standard abzugrenzen sucht. | ||
===Videospiele=== | ===Videospiele=== | ||
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[[Bild:Engel und teufel.JPG|thumb|right|Donalds gutes und schlechtes Ich in '[[Donald's Better Self]]' (© Disney)]] | [[Bild:Engel und teufel.JPG|thumb|right|Donalds gutes und schlechtes Ich in '[[Donald's Better Self]]' (© Disney)]] | ||
[[Bild:Eine-heilsame-Erfahrung.jpg|thumb|right|Keinerlei Selbsteinschätzungsvermögen, der Mann... (© Egmont Ehapa)]] | [[Bild:Eine-heilsame-Erfahrung.jpg|thumb|right|Keinerlei Selbsteinschätzungsvermögen, der Mann... (© Egmont Ehapa)]] | ||
*Donalds innere Stimmen führen oft Diskussionen gegeneinander, die regelmäßig in Kämpfe ausarten. Donalds innerer Teufel versucht Donald zu Faulheit, Racheakten und Unrecht zu überreden, während Donalds innerer Engel das Gegenteil versucht. Zum ersten Mal fanden Donalds innere Stimmen Verwendung in dem Cartoon „[[Donald's Better Self]]“, aber sie finden ihren Weg auch in einige Comics. Den „Besitz“ innerer Stimmen hat Donald mit einigen Disneyfiguren, wie z. B. [[Pluto]] gemeinsam, ist jedoch für ihn besonders charakteristisch, da diese Methode der Darstellung innerer Handlung bei der Ente am häufigsten verwendet wurde. | *Donalds innere Stimmen führen oft Diskussionen gegeneinander, die regelmäßig in Kämpfe ausarten. Donalds innerer [[Teufel]] versucht Donald zu Faulheit, Racheakten und Unrecht zu überreden, während Donalds innerer Engel das Gegenteil versucht. Zum ersten Mal fanden Donalds innere Stimmen Verwendung in dem Cartoon „[[Donald's Better Self]]“, aber sie finden ihren Weg auch in einige Comics. Den „Besitz“ innerer Stimmen hat Donald mit einigen Disneyfiguren, wie z. B. [[Pluto]] gemeinsam, ist jedoch für ihn besonders charakteristisch, da diese Methode der Darstellung innerer Handlung bei der Ente am häufigsten verwendet wurde. | ||
*Auch wenn Donald des Öfteren bei Wettbewerben mit seinen Neffen schummelt und teilweise sadistische Streiche ausheckt (Wofür er aber am Ende normalerweise die Rechnung kriegt), hat Donald einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, den er unter anderem als Polizist auslebt, oder indem er sich in ''Abenteuer im Regenwald'' ([[LTB 155]]) für den Umweltschutz einsetzt. In diesem Zusammenhang ist auch zu erwähnen, dass Donald (wenn er nicht gerade wütend ist) ein liebevoller Erpel ist, dem nichts wichtiger ist, als seine Freunde und Verwandten. Allein die Tatsache, dass er seine Neffen [[Tick, Trick und Track]] erzieht, obwohl er nicht dazu verpflichtet ist, zeugt von seinem guten Herz.[[Bild:That'sDonaldVHS.jpg|thumb|right|Die Ente mit den über 1.000 Gesichtern (© Disney)]] | *Auch wenn Donald des Öfteren bei Wettbewerben mit seinen Neffen schummelt und teilweise sadistische Streiche ausheckt (Wofür er aber am Ende normalerweise die Rechnung kriegt), hat Donald einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, den er unter anderem als Polizist auslebt, oder indem er sich in ''Abenteuer im Regenwald'' ([[LTB 155]]) für den Umweltschutz einsetzt. In diesem Zusammenhang ist auch zu erwähnen, dass Donald (wenn er nicht gerade wütend ist) ein liebevoller Erpel ist, dem nichts wichtiger ist, als seine Freunde und Verwandten. Allein die Tatsache, dass er seine Neffen [[Tick, Trick und Track]] erzieht, obwohl er nicht dazu verpflichtet ist, zeugt von seinem guten Herz.[[Bild:That'sDonaldVHS.jpg|thumb|right|Die Ente mit den über 1.000 Gesichtern (© Disney)]] | ||
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=== Alter Egos und neue Lebensstandards === | === Alter Egos und neue Lebensstandards === | ||
[[Bild: | [[Bild:LTB Enten-Edition 8.png|thumb|right|280px|Donalds bekanntestes Alter Ego ist der Superheld Phantomias. (© Egmont Ehapa)]] | ||
Im Laufe der Jahre hat sich Donald eine stattliche Anzahl an Alter Egos („andere Ichs“) aufgebaut, wobei die meisten dieser neuen Identitäten nur für in einem einzigen Comic oder Cartoon auftreten. In diesen Geschichten wird die gesamte Geschichte des Alter Egos gezeigt, von der Schöpfung dieser Identität (meistens durch eine fixe Idee Donalds) bis hin zu ihrem Ende, dass meistens aus der Erfolglosigkeit von Donald in seiner neuen Rolle resultiert. | Im Laufe der Jahre hat sich Donald eine stattliche Anzahl an Alter Egos („andere Ichs“) aufgebaut, wobei die meisten dieser neuen Identitäten nur für in einem einzigen Comic oder Cartoon auftreten. In diesen Geschichten wird die gesamte Geschichte des Alter Egos gezeigt, von der Schöpfung dieser Identität (meistens durch eine fixe Idee Donalds) bis hin zu ihrem Ende, dass meistens aus der Erfolglosigkeit von Donald in seiner neuen Rolle resultiert. | ||
Langlebigstes und berühmtestes Alter Ego von Donald ist [[Phantomias]], der zunächst als eigennütziger Rächer auftrat, der lediglich Donalds Interessen im Kopf hatte und dabei dessen Mitmenschen bestrafte oder schadete. Später setzte er sich auch für Dinge ein, die nicht nur in Donalds Interesse lagen, wie etwa Umweltschutz oder Wirtschaftskriminalität (häufig von [[Dagobert Duck|Donalds Onkel Dagobert]] oder dessen Konkurrent [[Klaas Klever]] ausgeführte Verbrechen). So entwickelte sich aus [[Phantomias]] schließlich ein echter Superheld, der auch mehrfach die Erde retten musste. | Langlebigstes und berühmtestes Alter Ego von Donald ist [[Phantomias]], der zunächst als eigennütziger Rächer auftrat, der lediglich Donalds Interessen im Kopf hatte und dabei dessen Mitmenschen bestrafte oder schadete. Später setzte er sich auch für Dinge ein, die nicht nur in Donalds Interesse lagen, wie etwa Umweltschutz oder Wirtschaftskriminalität (häufig von [[Dagobert Duck|Donalds Onkel Dagobert]] oder dessen Konkurrent [[Klaas Klever]] ausgeführte Verbrechen). So entwickelte sich aus [[Phantomias]] schließlich ein echter Superheld, der auch mehrfach die Erde retten musste. | ||
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Donald besuchte die Emil-Erpel-Schule.<br> | Donald besuchte die Emil-Erpel-Schule.<br> | ||
Von Donalds Grundschulzeit ([[LTB 8]]) künden eine Eselsmütze, ein zusammengeklebtes Rechenbuch und ein altes Zeugnis, das seine Neffen später einmal auf dem Dachboden fanden („Betragen: 4! Anmerkung: Wird's im Leben nicht weit bringen!“). Schon damals unberechenbar, besuchte der Erpel anschließend das Gymnasium („[[So war mein Leben]]“), wohl, um es allen mal richtig zu zeigen. Seine Zeit dort war allerdings vor allem geprägt durch das Spielen von Streichen und Schwänzen. Laut der Geschichte „Klassenunterschied“ von [[Kari Korhonen]] (u.a. in [[80 Jahre Donald Duck]]) erlitt Donald nach seinem Abgang nach der zehnten Klasse einen heftigen Stromschlag am ersten Tag seiner begonnenen Lehre bei den Entenhausener Elektrizitätswerken und verlor dadurch jegliche Erinnerungen an seine Schulzeit und seine Klassenkameraden. | Von Donalds Grundschulzeit ([[LTB 8]]) künden eine Eselsmütze, ein zusammengeklebtes Rechenbuch und ein altes Zeugnis, das seine Neffen später einmal auf dem Dachboden fanden („Betragen: 4! Anmerkung: Wird's im Leben nicht weit bringen!“). Schon damals unberechenbar, besuchte der Erpel anschließend das Gymnasium („[[So war mein Leben]]“), wohl, um es allen mal richtig zu zeigen. Seine Zeit dort war allerdings vor allem geprägt durch das Spielen von Streichen und Schwänzen. Laut der Geschichte „Klassenunterschied“ von [[Kari Korhonen]] (u. a. in [[80 Jahre Donald Duck]]) erlitt Donald nach seinem Abgang nach der zehnten Klasse einen heftigen Stromschlag am ersten Tag seiner begonnenen Lehre bei den Entenhausener Elektrizitätswerken und verlor dadurch jegliche Erinnerungen an seine Schulzeit und seine Klassenkameraden. | ||
Drei italienische Geschichten aus dem Jahr blicken auf Donalds Vergangenheit als Teenager bzw. jungen Mann zurück. Den Auftakt markiert ''Am Anfang war die Hängematte'' ([[LTB 484]]) von [[Carlotta Quattrocolo]] und [[Marco Gervasio]], gefolgt von ''Etwas leckeres fürs Leben'' (u. a. [[LTB 455]]) sowie ''Nummer eins auf der Liste'' ([[LTB 492]]). In diesen Rückblenden sieht man Donald als Schüler an einer Highschool, immer begleitet von Dussel Duck, Gustav Gans, Franz Gans sowie natürlich seiner Freundin Daisy Duck. | |||
Mittlerweile flügge geworden, verließ er den Bauernhof und verbrachte die letzten Tage seiner Jugend singend und tanzend auf einem Hausboot auf dem Lande, wie in seinem Comic-Debüt „[[The Wise Little Hen]]“ geschildert. Dann wurde er des Faulenzerlebens überdrüssig – pekuniäre Erwägungen spielten wohl auch eine Rolle – und versuchte sich eine Zeit lang gemeinsam mit seinen Kindheitsfreunden (siehe „[[So war mein Leben]]“) [[Micky Maus]] und [[Goofy]] in den verschiedensten Berufen, z.B. als Zeitungsjunge für „The Daily War-Drum“ oder als Geisterjäger (siehe [[Floyd Gottfredson|Gottfredson]]). | Mittlerweile flügge geworden, verließ er den Bauernhof und verbrachte die letzten Tage seiner Jugend singend und tanzend auf einem Hausboot auf dem Lande, wie in seinem Comic-Debüt „[[The Wise Little Hen]]“ geschildert. Dann wurde er des Faulenzerlebens überdrüssig – pekuniäre Erwägungen spielten wohl auch eine Rolle – und versuchte sich eine Zeit lang gemeinsam mit seinen Kindheitsfreunden (siehe „[[So war mein Leben]]“) [[Micky Maus]] und [[Goofy]] in den verschiedensten Berufen, z.B. als Zeitungsjunge für „The Daily War-Drum“ oder als Geisterjäger (siehe [[Floyd Gottfredson|Gottfredson]]). | ||
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[[Bild:Donald und goofy.jpg|thumb|right|Donald und Goofy (© Disney)]] | [[Bild:Donald und goofy.jpg|thumb|right|Donald und Goofy (© Disney)]] | ||
Donald ist außerdem mit [[Goofy]] befreundet, mit dem er auch ohne Micky die Welt bereist (siehe u.a. „[[Crazy With The Heat]]“). Möglicherweise versteht sich der Enterich deshalb gut mit den eher optimistischen Goofy, weil sich beide oft ungeschickt verhalten. Donalds Verhältnis zu seinem früheren Kollegen [[Micky]] ist da eher unklar. Es existiert zwar kein richtiger Hass zwischen ihnen, aber durchaus Konkurrenzkampf und es kommt öfters zu Streit. Allerdings ist Donald bei Mickys Geburtstagsfeiern anwesend (siehe [[LTB 318]] oder auch „[[Mickey's Birthday Party]]“), was dann doch für eine Freundschaft spricht. | Donald ist außerdem mit [[Goofy]] befreundet, mit dem er auch ohne Micky die Welt bereist (siehe u. a. „[[Crazy With The Heat]]“). Möglicherweise versteht sich der Enterich deshalb gut mit den eher optimistischen Goofy, weil sich beide oft ungeschickt verhalten. Donalds Verhältnis zu seinem früheren Kollegen [[Micky]] ist da eher unklar. Es existiert zwar kein richtiger Hass zwischen ihnen, aber durchaus Konkurrenzkampf und es kommt öfters zu Streit. Allerdings ist Donald bei Mickys Geburtstagsfeiern anwesend (siehe [[LTB 318]] oder auch „[[Mickey's Birthday Party]]“), was dann doch für eine Freundschaft spricht. | ||
===Berufsleben=== | ===Berufsleben=== | ||
[[Bild: | [[Bild:LTB Enten-Edition 18.png|thumb|right|Das Cover der LTB Enten-Edition „Donald 1001 Jobs“ (© Egmont Ehapa)]] | ||
Donald hat in seinem Leben eine Unzahl von Berufen ausgeübt. Hier eine sehr unvollständige Liste: | Donald hat in seinem Leben eine Unzahl von Berufen ausgeübt. Hier eine sehr unvollständige Liste: | ||
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Bild:LTB356.jpg|<center>...als Sheriff (Cover)</center> | Bild:LTB356.jpg|<center>...als Sheriff (Cover)</center> | ||
Datei:DJ-1.jpg|<center>…als Fassadenreiniger in luftigen Höhen<br><small>© Disney Hachette Presse</small> </center> | Datei:DJ-1.jpg|<center>…als Fassadenreiniger in luftigen Höhen<br><small>© Disney Hachette Presse</small> </center> | ||
Datei: | Datei:Vergebliches Streben.jpg|<center>…als Postbote </center> | ||
Datei: | Datei:Kommt zur Küstenwache.jpg|<center>…bei der Küstenwache </center> | ||
Datei: | Datei:Die Schulschwänzer 1949.jpg|<center>…als Schulinspektor </center> | ||
Datei: | Datei:Eine Schreckensnacht.jpg|<center>…als aufgeweckter Nachtwächter </center> | ||
Datei:DJ-6.jpg|<center>…als Matratzenschlepper </center> | Datei:DJ-6.jpg|<center>…als Matratzenschlepper </center> | ||
Datei: | Datei:Der Jaguargott von Culebra Splash.jpg|<center>…als Geldwender für Dagobert </center> | ||
Datei: | Datei:Seemannslos.jpg|<center>…als Käpitän </center> | ||
Datei:Ein Fall für den Fahrlehrer.jpg|<center>…als Fahrlehrer </center> | Datei:Ein Fall für den Fahrlehrer.jpg|<center>…als Fahrlehrer </center> | ||
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=== Hobbys === | === Hobbys === | ||
Ähnlich vielfältig wie seine Berufslaufbahn ist Donalds bisher angesammelte Liste von Steckenpferden. Neben beständigen Hobbys wie „Faulenzen“, „in der Hängematte liegen“ und „Fernsehen“ hat Donald auch diverse andere | Ähnlich vielfältig wie seine Berufslaufbahn ist Donalds bisher angesammelte Liste von Steckenpferden. Neben beständigen Hobbys wie „Faulenzen“, „in der Hängematte liegen“ und „Fernsehen“ hat Donald auch diverse andere Möglichkeiten der Freizeitgestaltung für sich entdeckt. Einige Hobbys werden ihm konstant zugeschrieben (zum Beispiel Angeln), für manche Aktivitäten kann er sich aber auch spontan und zeitlich befristet begeistern. | ||
In vielen Geschichten ist Donald ein leidenschaftlicher Koch, dessen Gerichte innerhalb der Familie Duck nur von [[Oma Duck]] überflügelt werden. Am liebsten bäckt Donald für sich und seine Neffen Schmalzkringel, deren Duft regelmäßig [[Onkel Dagobert]] anlockt. Dieser erschnorrt sich daraufhin zumeist ein ganzes Mittag- bzw. Abendessen von seinem Neffen. | |||
Außer beim Kochen entspannt Donald am liebsten bei der Gartenarbeit und beim Angeln. Der Naturbursche in ihm kommt auch dadurch zum Vorschein, dass sein Interesse als Hobby-Fotograf vor allem Tiermotiven gilt (''[[Familie Duck auf Ferienfahrt]]'') und er als begnadeter Taucher die Wunderwelt des Meeres genießt (''Ein seltener Fang'', 1995, u. a. [[Neue Abenteuer der Ducks 4]]). Weitere sportliche Interessen Donalds waren u. a. Wasserski, Body-Building, Autorennen und die Freuden des Drachensteigenlassens. Er ist ein exzellenter Schwimmer, Schlittschuhläufer und Bogenschütze, aber nur mäßig begabter Golfspieler, Skispringer und -langläufer. In der Geschichte ''Faule Tricks auf BMX'' (u. a. [[LTB 122]]) erzählt er seinen Neffen, dass er bereits auf eine dreißigjährige Erfahrung beim Fahrradfahren zurückblicken könne. Seine tänzerischen Aktivitäten reichen von Rock'n'Roll bis Walzer, je nachdem, was in Entenhausen gerade in Mode ist. | |||
Ferner frönt Donald Duck diversen Sammelleidenschaften. Schon bei Carl Barks sammelte Donald leidenschaftlich Briefmarken (beispielsweise in ''[[Gute Vorsätze]]'' von 1945, u. a. [[DDSH 88]]) und stürzte sich Hals über Kopf in ein gefährliches Abenteuer auf der ''[[Jagd nach der roten Magenta]]'' (1952, u. a. [[DDSH 88]]). Zudem gilt sein Interesse der Numismatik, so zu sehen in Barks′ ''[[Der Münzsammler]]'' (1944, u. a. [[DDSH 77]]) sowie in der Geschichte ''[[Seltene Münzen]]'' (1959, u. a. [[DDSH 107]]), die mit ''[[Der Wert des Geldes]]'' eine Fortsetzung von Don Rosa erfuhr (1990, u. a. [[DDSH 195]]). Aber auch bei den italienischen Künstlern hegt Donald nicht nur eine Leidenschaft für das Polieren, sondern auch für das Sammeln von raren Münzen (''Experten unter sich...'', 2009, [[LTB 460]]). [[William Van Horn]] zeigt Donald sogar in einer regelrechten ''Sammelwut'' (2000, u. a. [[Hall of Fame 8]]). | |||
Auch Disney-Comics haben es Donald angetan: Er ist stolzer Besitzer von 3.000 Micky-Maus-Heften, die allerdings bei einem Nachbarschaftsstreit mit [[Zacharias Zorngiebel|Zorngiebel]] einen beträchtlichen Wasserschaden erlitten haben dürften (''[[Gute Nachbarn]]'', 1943, u. a. [[DDSH 109]]). In ''Sammelleidenschaft'' (2019, [[LTB 581]]) ist Donald hinter in geringer Stückzahl publizierten Magazinen her. | |||
Des Weiteren wurde Donald als talentierter Hausmusiker mit Hang zur Selbstinszenierung geschildert. In dem Bestreben, aus seinem Hobby einen Beruf zu machen, versuchte sich Donald hintereinander als Sänger, Basstubaspieler, Schlagzeuger und Ein-Mann-Orchester, um es bei Barks an einer Orgel für Lokomotivpfeifen tatsächlich zu kurzzeitigem Ruhm zu bringen (''Der Weg zum Ruhm'', 1954, u. a. [[DDSH 13]]). Auch sein Schlager „Der rührselige Cowboy“ wurde zu einem achtbaren Erfolg (''[[Der Schnee-Einsiedel]]'', 1951, u. a. [[DDSH 10]]). Donalds breitgefächerter Musikgeschmack ist durch eine kurze Episode als Pop-Star „Donny-Donny“ sowie seine Mitgliedschaft im Entenhausener Kammerorchester dokumentiert. | |||
Damit noch nicht ausgelastet, versuchte er sich als glückloser Laienschauspieler, vom Pech verfolgter Zauberkünstler und in der hohen Dichtkunst („Holdes Wesen in Engelsgestalt, so wonniglich und wundersam zu schaun...“). Seine chemischen Experimente führten zu so explosiven Ergebnissen wie dem „Duckamit“ und einer kosmischen Bombe. Donald war kurzzeitig Anhänger des Knoblismus und ist Mitglied der Entenhausener Elternvereinigung, des Klubs der Blumenfreunde, des städtischen Surf-Klubs und der Baseballmannschaft Popper-Süd. | Damit noch nicht ausgelastet, versuchte er sich als glückloser Laienschauspieler, vom Pech verfolgter Zauberkünstler und in der hohen Dichtkunst („Holdes Wesen in Engelsgestalt, so wonniglich und wundersam zu schaun...“). Seine chemischen Experimente führten zu so explosiven Ergebnissen wie dem „Duckamit“ (''Donaldchens Mondfahrt'', 1944, u. a. [[DDSH 177]]) und einer kosmischen Bombe. Donald war kurzzeitig Anhänger des Knoblismus (''[[Wappen oder Zahl?]]'', 1952, u. a. [[DDSH 179]]) und ist Mitglied der Entenhausener Elternvereinigung, des Klubs der Blumenfreunde, des städtischen Surf-Klubs und der Baseballmannschaft Popper-Süd. | ||
==== Bildergalerie: Donalds liebste Aktivitäten ==== | ==== Bildergalerie: Donalds liebste Aktivitäten ==== | ||
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Bild:Die-Algenplage-Panel.jpg|Na ja, nicht immer… | Bild:Die-Algenplage-Panel.jpg|Na ja, nicht immer… | ||
Bild:Die-gestrandete-Galeone.jpg|Reisen! | Bild:Die-gestrandete-Galeone.jpg|Reisen! | ||
Bild: | Bild:LTB Enten-Edition 10.png|Mit viel Gepäck… (Cover) | ||
Bild:Unter-Rittern.jpg|Ritter-Rollenspiele | Bild:Unter-Rittern.jpg|Ritter-Rollenspiele | ||
Bild:Der-König-der-Windsurfer.jpg|Windsurfen | Bild:Der-König-der-Windsurfer.jpg|Windsurfen | ||
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Vor allem in den 1990er-Jahren veröffentlichte [[Walt Disney Records]] zahlreiche [[CD]]s mit von Disney-Figuren gesungenen Versionen von Charterfolgen und/oder neu geschriebenen Liedern, deren Zielgruppe vornehmlich Kinder waren. Auf diesen CDs wird Donald meistens seltener verwendet, um so die Verständlichkeit zu gewähren. Häufig spricht Donald auch nur vor, nach oder während der Lieder, und singt im Gegensatz zu anderen Figuren eher selten. | Vor allem in den 1990er-Jahren veröffentlichte [[Walt Disney Records]] zahlreiche [[CD]]s mit von Disney-Figuren gesungenen Versionen von Charterfolgen und/oder neu geschriebenen Liedern, deren Zielgruppe vornehmlich Kinder waren. Auf diesen CDs wird Donald meistens seltener verwendet, um so die Verständlichkeit zu gewähren. Häufig spricht Donald auch nur vor, nach oder während der Lieder, und singt im Gegensatz zu anderen Figuren eher selten. | ||
Im Zuge ihres durch den ARD [[Disney Club]] geförderten Erfolges sang der Kinderstar [[Gwen]] Anfang der | Im Zuge ihres durch den ARD [[Disney Club]] geförderten Erfolges sang der Kinderstar [[Gwen]] Anfang der 1990er Jahre ebenfalls einen Song namens ''[[Disco Duck (1990)|Disco Duck]]'', der mit Ausnahme des Titels und einer ähnlichen Handlung nichts mit dem 1970er Jahre Lieds gemein hat und im Gegensatz zu ihm auch von Donald Duck handelt. Der Comic „Disco-Ducks“ ([[Hall of Fame 17]]; [[Disco, Ducks und Dauerwelle]]) von [[Freddy Milton]] und [[Daan Jippes]] ist an den Songtitel angelehnt. | ||
1995 veröffentlichte der deutsche Musikverlag Polydor auf der Höhe des ''Eurodance''-Booms und als Teil der internationalen Aktion ''[[That's Donald]]'' die Maxi CD ''[[Mr. Duck]]'', die fünf Tracks enthält. Ein Videoclip zu diesem ''Eurodance''-Song über Donald ist auf dem Video ''That's Donald'' von 1995 enthalten. | 1995 veröffentlichte der deutsche Musikverlag Polydor auf der Höhe des ''Eurodance''-Booms und als Teil der internationalen Aktion ''[[That's Donald]]'' die Maxi CD ''[[Mr. Duck]]'', die fünf Tracks enthält. Ein Videoclip zu diesem ''Eurodance''-Song über Donald ist auf dem Video ''That's Donald'' von 1995 enthalten. | ||
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==Serien, Spiele und Cartoons== | ==Serien, Spiele und Cartoons== | ||
===[[Oscar]]nominierte Cartoons=== | ===[[Oscar]]nominierte Cartoons=== | ||
''Kursiv'' geschriebene Titel gewannen den Oscar für den besten Cartoon. | ''Kursiv'' geschriebene Titel gewannen den Oscar für den besten Cartoon. | ||
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===Computer- und Videospiele=== | ===Computer- und Videospiele=== | ||
Videospiele mit Donald Duck in einer tragenden Rolle: | Videospiele mit Donald Duck in einer tragenden Rolle: | ||
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*[[Die glorreichen sieben (minus vier) Caballeros]], [[Don Rosa]] | *[[Die glorreichen sieben (minus vier) Caballeros]], [[Don Rosa]] | ||
== | == Trivia == | ||
[[Datei:Donals Duck Walk of Fame.JPG|right|thumb|Donald Ducks Stern auf dem [[Hollywood Walk of Fame]] in [[Los Angeles]] ]] | [[Datei:Donals Duck Walk of Fame.JPG|right|thumb|Donald Ducks Stern auf dem [[Hollywood Walk of Fame]] in [[Los Angeles]] ]] | ||
Seit 2004 hat Donald Duck Donald Duck einen Stern auf dem [[Hollywood Walk of Fame]] bei der Adresse 6840 Hollywood Blvd. | Seit 2004 hat Donald Duck Donald Duck einen Stern auf dem [[Hollywood Walk of Fame]] bei der Adresse 6840 Hollywood Blvd. | ||
Aufgrund der Form und Farbe der Front erhielt die Baureihe 403 der Deutschen Bundesbahn den Spitznamen „Donald Duck“. | Aufgrund der Form und Farbe der Front erhielt die Baureihe 403 der Deutschen Bundesbahn den Spitznamen „Donald Duck“. | ||
Donalds zweiter Vorname Fauntleroy findet fast nie Verwendung, in den Comics ist eines der rar gesähten Beispiele ''Das letzte Lachen der Stummen Hügel'' ([[LTB 469]]). | |||
== Siehe auch == | == Siehe auch == | ||
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* [http://www.donald.org/ Webpräsenz der Donaldisten] | * [http://www.donald.org/ Webpräsenz der Donaldisten] | ||
* [https://www.lustiges-taschenbuch.de/entenhausen/charaktere/die-ducks/donald-duck Donald Duck] auf Lustiges-Taschenbuch.de | * [https://www.lustiges-taschenbuch.de/entenhausen/charaktere/die-ducks/donald-duck Donald Duck] auf Lustiges-Taschenbuch.de | ||
* [https://www.nachrichten.at/kultur/der-erfolgreichste-versager-der-welt-donald-duck-wird-90;art16,3954351 Artikel zu Donalds 90. Geburtstag] auf nachrichten.at (''OÖ Nachrichten'') | |||
== Einzelnachweise == | == Einzelnachweise == | ||