Der Glockendoktor: Unterschied zwischen den Versionen
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''Der Glockendoktor'' war die drittletzte Geschichte, die Barks für die ''[[Walt | ''Der Glockendoktor'' war die drittletzte Geschichte, die Barks für die ''[[Walt Disney’s Comics and Stories]]'' schrieb, sowie die letzte, die nur Donald zum Helden hatte (die beiden letzten titelten „Donald and Daisy“). Das Skript zur Geschichte stammt nicht von Barks, es ist allerdings durchaus möglich, dass er – wie bei anderen Skripts auch – einige Änderungen daran vornahm. Die Geschichte spiegelt stark Barks' Weltbild wider, was solch einen Eingriff umso wahrscheinlicher macht. | ||
Die Geschichte entstand 1964 und spielt deutlich auf den aufflammenden Vietnamkrieg an. Es ist somit eine der wenigen Geschichten, die sich direkt dem politischen Zeitgeschehen widmet und dies in einer Phase von Barks' Schaffen, in der der Entenvater zunehmend desillusioniert war. Barks war stets Pazifist gewesen, aber in dem Comic steigert sich seine kritische Haltung gegenüber amerikanischen Auslandseinsätzen noch weiter. 1964 waren zwar noch keine amerikanischen Soldaten, wohl aber 23.000 Militärberater in Südvietnam. Barks' Kritik zufolge richteten die Berater mehr Schaden als Nutzen an, wie im Comic am Beispiel Dagoberts ersichtlich ist. Die zu Waffen umfunktionierten Affen vertreiben zunächst die Reisfinken (laut Thomas Andrae ein Symbol für Guerillakrieger), lösen dann aber den Krieg mit dem Nachbarland aus. Wiederum gelingt es mittels der Affen, die Feinde in die Flucht zu schlagen, doch am Ende kehren die Finken zurück und die Ducks müssen aus dem Land fliehen. | Die Geschichte entstand 1964 und spielt deutlich auf den aufflammenden Vietnamkrieg an. Es ist somit eine der wenigen Geschichten, die sich direkt dem politischen Zeitgeschehen widmet und dies in einer Phase von Barks' Schaffen, in der der Entenvater zunehmend desillusioniert war. Barks war stets Pazifist gewesen, aber in dem Comic steigert sich seine kritische Haltung gegenüber amerikanischen Auslandseinsätzen noch weiter. 1964 waren zwar noch keine amerikanischen Soldaten, wohl aber 23.000 Militärberater in Südvietnam. Barks' Kritik zufolge richteten die Berater mehr Schaden als Nutzen an, wie im Comic am Beispiel Dagoberts ersichtlich ist. Die zu Waffen umfunktionierten Affen vertreiben zunächst die Reisfinken (laut Thomas Andrae ein Symbol für Guerillakrieger), lösen dann aber den Krieg mit dem Nachbarland aus. Wiederum gelingt es mittels der Affen, die Feinde in die Flucht zu schlagen, doch am Ende kehren die Finken zurück und die Ducks müssen aus dem Land fliehen. | ||
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* [[Barks Library]] 51 (2001) | * [[Barks Library]] 51 (2001) | ||
* [[Barks Comics and Stories – von Carl Barks]] 17 (2003) | * [[Barks Comics and Stories – von Carl Barks]] 17 (2003) | ||
* [[Carl Barks Collection]] | * [[Carl Barks Collection XXVII]] (2007) | ||
* [[Entenhausen-Edition 51|Entenhausen Edition – Donald von Carl Barks 51]] (2018) | * [[Entenhausen-Edition 51|Entenhausen Edition – Donald von Carl Barks 51]] (2018) | ||
* [[LTB Classic Edition 19]] (2022) | * [[LTB Classic Edition 19]] (2022) | ||