Robert Iger: Unterschied zwischen den Versionen

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== Karriere bei ABC ==
== Karriere bei ABC ==
Bob Iger studierte am New Yorker Ithaca College und wurde dann Wetter-Experte für einen lokalen Fernsehsender. Im Jahr 1974 begann er seine Karriere beim Fernsehsender [[ABC]], der damals noch nicht Teil der Disney Company war. Durch seine erfolgreiche Arbeit erreichte Iger stetig höhere Positionen innerhalb des Unternehmens. So war er von 1989 bis 1992 Präsident von ABC Entertainment und von 1993 bis 1994 Präsident der ABC-TV Network Group. Igers Ansehen in der Wirtschaftswelt stieg durch TV-Hits wie [[Hör mal, wer da hämmert]] und [[America's Funniest Home Videos]], die er bei ABC eingeführt oder weitergeführt hatte. Die immer profitabler werdenden Kabelsender des Unternehmens wie [[ESPN]] und Lifetime waren ein maßgeblicher Grund für den Erfolg, den ABC in den 1990er Jahren hatte. ABC schaffte es in dieser Zeit, sich als eines der drei großen US-TV-Networks neben NBC und CBS zu etablieren.
Bob Iger studierte am New Yorker Ithaca College und wurde dann Wetter-Experte für einen lokalen Fernsehsender. Im Jahr 1974 begann er seine Karriere beim Fernsehsender [[ABC]], der damals noch nicht Teil der Disney Company war. Durch seine erfolgreiche Arbeit erreichte Iger stetig höhere Positionen innerhalb des Unternehmens. So war er von 1989 bis 1992 Präsident von ABC Entertainment und von 1993 bis 1994 Präsident der ABC-TV Network Group. Igers Ansehen in der Wirtschaftswelt stieg durch TV-Hits wie [[Hör’ mal, wer da hämmert]] und [[America’s Funniest Home Videos]], die er bei ABC eingeführt oder weitergeführt hatte. Die immer profitabler werdenden Kabelsender des Unternehmens wie [[ESPN]] und Lifetime waren ein maßgeblicher Grund für den Erfolg, den ABC in den 1990er Jahren hatte. ABC schaffte es in dieser Zeit, sich als eines der drei großen US-TV-Networks neben NBC und CBS zu etablieren.


Von 1994 bis 1996 war Iger Präsident und Chief Operating Officer (COO) von Capital Cities/ABC, dem Mutterkonzern des Fernsehsenders, der nach der Fusion von Capital Cities und ABC im Jahr 1985 entstanden war. Im Jahr 1995 übernahm die Disney Company den ABC-Konzern für eine Milliardensumme. In die vorherigen Übernahmeverhandlungen war Bob Iger maßgeblich involviert. Kurz bevor der Deal zwischen Tom Murphy, dem Vorsitzenden von Cap Cities/ABC, und [[Michael Eisner]], CEO von Disney, abgeschlossen wurde, versuchte Eisner Bob Iger zu überreden, bei einer Übernahme weiter im Konzern zu verbleiben. Iger entgegnete in diesem Gespräch allerdings, dass er noch nicht wisse, ob er überhaupt in dem Unternehmen verbleiben wolle. Tom Murphy, der sich nach dem Deal als Spitzenmanager zurückziehen wollte, legte Eisner später nahe, Iger unbedingt im Konzern zu halten. Am 6. August 1995 wurde die Übernahme beschlossen. Bob Iger hatte sich dazu entschieden, bei Disney zu arbeiten.
Von 1994 bis 1996 war Iger Präsident und Chief Operating Officer (COO) von Capital Cities/ABC, dem Mutterkonzern des Fernsehsenders, der nach der Fusion von Capital Cities und ABC im Jahr 1985 entstanden war. Im Jahr 1995 übernahm die Disney Company den ABC-Konzern für eine Milliardensumme. In die vorherigen Übernahmeverhandlungen war Bob Iger maßgeblich involviert. Kurz bevor der Deal zwischen Tom Murphy, dem Vorsitzenden von Cap Cities/ABC, und [[Michael Eisner]], CEO von Disney, abgeschlossen wurde, versuchte Eisner Bob Iger zu überreden, bei einer Übernahme weiter im Konzern zu verbleiben. Iger entgegnete in diesem Gespräch allerdings, dass er noch nicht wisse, ob er überhaupt in dem Unternehmen verbleiben wolle. Tom Murphy, der sich nach dem Deal als Spitzenmanager zurückziehen wollte, legte Eisner später nahe, Iger unbedingt im Konzern zu halten. Am 6. August 1995 wurde die Übernahme beschlossen. Bob Iger hatte sich dazu entschieden, bei Disney zu arbeiten.
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Kurz nach der erfolgreichen Übernahme diskutierten Michael Eisner und Bob Iger über die weitere Zusammenarbeit und die künftige Strategie im neuen Megakonzern. Obwohl sich Eisner im Anschluss an diese Gespräche beeindruckt von Iger zeigte, sollte dieser noch nicht eine zu große Macht über das Unternehmen erhalten. Eisner benötigte für Disney einen neuen Präsidenten, nachdem Frank Wells, der Disney-Präsident seit der ersten [[SaveDisney]]-Kampagne und der daraus resultierenden Umstrukturierung des Konzerns im Jahr 1984 [[Image:abc-logo.jpg|thumb|left|ABC-Logo (© Disney)]]gewesen war, im Jahr 1994 bei einem Helikopterunfall tödlich verunglückte. Da Eisner allerdings nicht seine Position an der Spitze des Unternehmens gefährden wollte – bis 1994 waren Eisner und Wells nicht einander unterstellt, wobei Wells auch niemals Ambitionen hatte, alleiniger Chef zu werden – brauchte er einen vertrauenswürdigen Partner, der als Präsident dennoch nur Nr.2 im Konzern sein sollte. Diesem Präsidenten sollte dann Iger unterstellt sein. Eisner führte zum Zeitpunkt der Übernahme schon längere Zeit Gespräche mit [[Michael Ovitz]], Hollywoods Top-Agent, der seit langer Zeit ein guter Freund von Eisner war. Ovitz wehrte sich allerdings jahrelang gegen eine solche Führungsposition – einerseits, weil er zuvor nie in einer solchen Position gearbeitet hatte und andererseits, weil er seine Freundschaft zu Eisner nicht aufs Spiel setzen wollte. Doch schließlich ließ er sich überreden und wurde Ende 1995 der Präsident der Disney Company und war damit faktisch der Vorgesetzte von Robert Iger.[[Image:Eisner-ovitz.jpg|thumb|right|[[Michael Eisner]] (links) und [[Michael Ovitz]]]] Doch die Bedenken von Ovitz waren nicht unbegründet: Kurz nach seinem Amtsantritt verweigerten wichtige Persönlichkeiten in der Disney-Führungsetage ihre Zusammenarbeit mit ihm. Seine Unerfahrenheit und unkonventionellen Arbeitsmethoden führten schnell dazu, dass Eisner ihn nicht mehr als Partner, sondern als Feind ansah, den er so schnell wie möglich loswerden musste oder wollte.
Kurz nach der erfolgreichen Übernahme diskutierten Michael Eisner und Bob Iger über die weitere Zusammenarbeit und die künftige Strategie im neuen Megakonzern. Obwohl sich Eisner im Anschluss an diese Gespräche beeindruckt von Iger zeigte, sollte dieser noch nicht eine zu große Macht über das Unternehmen erhalten. Eisner benötigte für Disney einen neuen Präsidenten, nachdem Frank Wells, der Disney-Präsident seit der ersten [[SaveDisney]]-Kampagne und der daraus resultierenden Umstrukturierung des Konzerns im Jahr 1984 [[Image:abc-logo.jpg|thumb|left|ABC-Logo (© Disney)]]gewesen war, im Jahr 1994 bei einem Helikopterunfall tödlich verunglückte. Da Eisner allerdings nicht seine Position an der Spitze des Unternehmens gefährden wollte – bis 1994 waren Eisner und Wells nicht einander unterstellt, wobei Wells auch niemals Ambitionen hatte, alleiniger Chef zu werden – brauchte er einen vertrauenswürdigen Partner, der als Präsident dennoch nur Nr.2 im Konzern sein sollte. Diesem Präsidenten sollte dann Iger unterstellt sein. Eisner führte zum Zeitpunkt der Übernahme schon längere Zeit Gespräche mit [[Michael Ovitz]], Hollywoods Top-Agent, der seit langer Zeit ein guter Freund von Eisner war. Ovitz wehrte sich allerdings jahrelang gegen eine solche Führungsposition – einerseits, weil er zuvor nie in einer solchen Position gearbeitet hatte und andererseits, weil er seine Freundschaft zu Eisner nicht aufs Spiel setzen wollte. Doch schließlich ließ er sich überreden und wurde Ende 1995 der Präsident der Disney Company und war damit faktisch der Vorgesetzte von Robert Iger.[[Image:Eisner-ovitz.jpg|thumb|right|[[Michael Eisner]] (links) und [[Michael Ovitz]]]] Doch die Bedenken von Ovitz waren nicht unbegründet: Kurz nach seinem Amtsantritt verweigerten wichtige Persönlichkeiten in der Disney-Führungsetage ihre Zusammenarbeit mit ihm. Seine Unerfahrenheit und unkonventionellen Arbeitsmethoden führten schnell dazu, dass Eisner ihn nicht mehr als Partner, sondern als Feind ansah, den er so schnell wie möglich loswerden musste oder wollte.


Das von Disney neu erworbene Fernsehnetzwerk ABC musste im Jahr 1996 Marktanteile einbüßen und verlor den ersten Rang unter den drei großen Sendern. Serien wie ''[[Roseanne]]'', ''[[NYPD Blue]]'' und ''[[Hör mal, wer da hämmert]]'' waren mittlerweile schon älter und erreichten nicht mehr die Einschaltquoten wie zuvor. Diese Misserfolge führte Eisner schließlich nicht auf Iger selbst, sondern auf Michael Ovitz zurück. Eisner zog Konsequenzen und redete mit Iger über die Situation um Ovitz, woraus resultierte, dass Iger nunmehr mit Eisner persönlich über Geschäfte kommunizieren sollte. Ovitz war somit für Iger praktisch kein Vorgesetzter mehr.
Das von Disney neu erworbene Fernsehnetzwerk ABC musste im Jahr 1996 Marktanteile einbüßen und verlor den ersten Rang unter den drei großen Sendern. Serien wie ''[[Roseanne]]'', ''[[NYPD Blue]]'' und ''[[Hör’ mal, wer da hämmert]]'' waren mittlerweile schon älter und erreichten nicht mehr die Einschaltquoten wie zuvor. Diese Misserfolge führte Eisner schließlich nicht auf Iger selbst, sondern auf Michael Ovitz zurück. Eisner zog Konsequenzen und redete mit Iger über die Situation um Ovitz, woraus resultierte, dass Iger nunmehr mit Eisner persönlich über Geschäfte kommunizieren sollte. Ovitz war somit für Iger praktisch kein Vorgesetzter mehr.


Am 13. August 1996 wurde öffentlich bekannt, dass Michael Ovitz Disney knapp 10 Monate nach seinem Amtsantritt verlassen wird. Der Kampf um den Präsidentenposten bei Disney war wieder voll entbrannt. Doch vorerst blieb dieser Posten unbesetzt – das Ovitz-Dilemma sollte sich nicht so schnell wiederholen.
Am 13. August 1996 wurde öffentlich bekannt, dass Michael Ovitz Disney knapp 10 Monate nach seinem Amtsantritt verlassen wird. Der Kampf um den Präsidentenposten bei Disney war wieder voll entbrannt. Doch vorerst blieb dieser Posten unbesetzt – das Ovitz-Dilemma sollte sich nicht so schnell wiederholen.
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====Rückkehr zu den Wurzeln?====
====Rückkehr zu den Wurzeln?====
[[Datei:Bob Iger Micky.jpg|thumb|left|Robert Iger mit [[Micky Maus]] (2010)]]
[[Datei:Bob Iger Micky.jpg|thumb|left|Robert Iger mit [[Micky Maus]] (2010)]]
Gestärkt von der Pixar-Übernahme, konnte die Disney-Aktie deutliche Kursgewinne verzeichnen. Im Mai 2006 brachte Disney [[Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 2]] in die Kinos. Das zweite Abenteuer um Captain Jack Sparrow brach alle Rekorde und wurde mit einem weltweiten Einspielergebnis von über 1 Milliarde US-Dollar zum dritterfolgreichsten Kinofilm aller Zeiten hinter ''Titanic'' und ''Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs''. ''Pirates 2'' wurde also gleichzeitig auch zum erfolgreichsten Film aller Zeiten in der [[Image:Walt-disney-feature-animation.jpg|thumb|200px||right|Disney kehrt langsam zurück zur klassischen Animation (© Disney)]]Geschichte des Disney-Konzerns – vorher hatte diesen Titel ''[[Findet Nemo]]'' inne. Iger erkannte das überwältigende Potenzial des Franchises, sodass es nicht verwunderlich ist, dass schon Gespräche über eine zweite [[Trilogie]] (also ''Pirates 4-6'') geführt werden. Auch der Pixar-Film ''[[Cars]]'' erreichte sehr gute Zuschauerzahlen. Die Disney-Parks erreichen neue Rekordergebnisse und das finanziell desaströse [[Disneyland Resort Paris]] lockte 2006 ca. 17 Millionen Besucher an, was das bisherige Rekordjahr 2004 mit 12,4 Mio. Besuchern deutlich übertreffen würde. Der Sender ABC macht immer mehr Gewinne und erfreut sich an Hits wie [[Grey's Anatomy]], ''Lost'' und ''Desperate Housewives''. Außerdem wurde angekündigt, dass Disney vermehrt wieder klassische 2D-Animation ins Kino bringt: Im Juli 2006 wurde ''[[The Princess and the Frog]]'', der erste klassische Animationsfilm seit Jahren, für das Jahr 2009 angekündigt. [[Ron Clements]] und [[John Musker]], die zuvor für Disney Filme wie ''[[Arielle]]'', ''[[Aladdin]]'' oder ''[[Hercules]]'' produziert hatten und sich später vom Unternehmen entfernt hatten, wurden für das Projekt engagiert. Und schon im Jahr 2007 sollen neue 2D-Kurzfilme mit klassischen Disney-Charakteren wie [[Goofy]] vor den Hauptfilmen des Unternehmens im Kino zu sehen sein, wie es schon zu Walt Disneys Zeiten war. Außerdem erscheint 2007 der Kinofilm ''[[Enchanted]]'', der wie bei ''[[Mary Poppins]]'' klassischen Zeichentrick mit realem Film verbindet. Das 3D-Kinoprojekt ''[[American Dog]]'' soll sogar auf klassische 2D-Animation umgestellt werden.  
Gestärkt von der Pixar-Übernahme, konnte die Disney-Aktie deutliche Kursgewinne verzeichnen. Im Mai 2006 brachte Disney [[Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 2]] in die Kinos. Das zweite Abenteuer um Captain Jack Sparrow brach alle Rekorde und wurde mit einem weltweiten Einspielergebnis von über 1 Milliarde US-Dollar zum dritterfolgreichsten Kinofilm aller Zeiten hinter ''Titanic'' und ''Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs''. ''Pirates 2'' wurde also gleichzeitig auch zum erfolgreichsten Film aller Zeiten in der [[Image:Walt-disney-feature-animation.jpg|thumb|200px||right|Disney kehrt langsam zurück zur klassischen Animation (© Disney)]]Geschichte des Disney-Konzerns – vorher hatte diesen Titel ''[[Findet Nemo]]'' inne. Iger erkannte das überwältigende Potenzial des Franchises, sodass es nicht verwunderlich ist, dass schon Gespräche über eine zweite [[Trilogie]] (also ''Pirates 4-6'') geführt werden. Auch der Pixar-Film ''[[Cars]]'' erreichte sehr gute Zuschauerzahlen. Die Disney-Parks erreichen neue Rekordergebnisse und das finanziell desaströse [[Disneyland Resort Paris]] lockte 2006 ca. 17 Millionen Besucher an, was das bisherige Rekordjahr 2004 mit 12,4 Mio. Besuchern deutlich übertreffen würde. Der Sender ABC macht immer mehr Gewinne und erfreut sich an Hits wie [[Grey’s Anatomy]], ''Lost'' und ''Desperate Housewives''. Außerdem wurde angekündigt, dass Disney vermehrt wieder klassische 2D-Animation ins Kino bringt: Im Juli 2006 wurde ''[[The Princess and the Frog]]'', der erste klassische Animationsfilm seit Jahren, für das Jahr 2009 angekündigt. [[Ron Clements]] und [[John Musker]], die zuvor für Disney Filme wie ''[[Arielle]]'', ''[[Aladdin]]'' oder ''[[Hercules]]'' produziert hatten und sich später vom Unternehmen entfernt hatten, wurden für das Projekt engagiert. Und schon im Jahr 2007 sollen neue 2D-Kurzfilme mit klassischen Disney-Charakteren wie [[Goofy]] vor den Hauptfilmen des Unternehmens im Kino zu sehen sein, wie es schon zu Walt Disneys Zeiten war. Außerdem erscheint 2007 der Kinofilm ''[[Enchanted]]'', der wie bei ''[[Mary Poppins]]'' klassischen Zeichentrick mit realem Film verbindet. Das 3D-Kinoprojekt ''[[American Dog]]'' soll sogar auf klassische 2D-Animation umgestellt werden.  


Robert Igers Coup, Pixar zu kaufen, hat sich für Fans des klassischen Animationsfilms als grandios herausgestellt, denn John Lasseter fixiert sich nicht nur auf 3D-Filme, sondern will auch die 2D-Filme zurück auf die Leinwand bringen. Ob das Konzept glückt, wird man 2007 sehen, wenn die Kurzfilme und ''Enchanted'' ins Kino kommen. Iger selbst hätte keinen besseren Start bei Disney haben können: Durch die mögliche Rückkehr zu 2D sind Animationsabteilungen und Roy Disney zufrieden und die Kinofilme wie ''Pirates 2'' erzielten Rekordergebnisse. Die Pixar-Übernahme wurde von den Aktionären begrüßt und die Disney-Aktie stieg seit Igers Antritt als Chef am 02.Oktober 2005 um ca. 37% an (Stand: 06. Januar 2007).  
Robert Igers Coup, Pixar zu kaufen, hat sich für Fans des klassischen Animationsfilms als grandios herausgestellt, denn John Lasseter fixiert sich nicht nur auf 3D-Filme, sondern will auch die 2D-Filme zurück auf die Leinwand bringen. Ob das Konzept glückt, wird man 2007 sehen, wenn die Kurzfilme und ''Enchanted'' ins Kino kommen. Iger selbst hätte keinen besseren Start bei Disney haben können: Durch die mögliche Rückkehr zu 2D sind Animationsabteilungen und Roy Disney zufrieden und die Kinofilme wie ''Pirates 2'' erzielten Rekordergebnisse. Die Pixar-Übernahme wurde von den Aktionären begrüßt und die Disney-Aktie stieg seit Igers Antritt als Chef am 02.Oktober 2005 um ca. 37% an (Stand: 6. Januar 2007).  
[[Datei:Bob Iger 2013.jpg|right|thumb|Robert Iger im Jahre 2013]]
[[Datei:Bob Iger 2013.jpg|right|thumb|Robert Iger im Jahre 2013]]
2014 wurde bekannt gegeben, dass Igers Vertrag als CEO bei Disney, der ursprünglich bis zum 3. Juni 2018 lief, bis zum 2. Juli 2019 verlängert wurde.<ref>Marc Graser: [https://variety.com/2014/biz/news/disney-extends-bob-iger-contract-through-2018-1201319561/ Bob Iger to Remain Disney Chief through 2018], variety.com, 02.10.2014, abgerufen am 15.01.2019</ref><ref>Ben Fritz: [https://www.wsj.com/articles/disney-extends-bob-igers-contract-until-2018-1412273135 Disney Extends CEO Bob Iger’s Contract Until 2018], The Wallstreet Journal, 02.10.2014, abgerufen am 15.01.2019</ref><ref name=richwine>Lisa Richwine: [https://www.reuters.com/article/us-disney-ceo/disney-board-extends-ceo-igers-contract-by-one-year-idUSKBN16U23I Disney board extends CEO Iger's contract by one year], reuters.com, 23.03.2017, abgerufen am 15.01.2019</ref> 2017 gab man bekannt, dass Iger danach für drei Jahre als Berater weiterhin für das Unternehmen tätig sein werde.<ref name=richwine/><ref>Gregg Kilday: [https://www.hollywoodreporter.com/news/disneys-dilemma-can-bob-iger-ever-find-a-successor-989599 Disney's Dilemma: Can Bob Iger Ever Find a Successor?], hollywoodreporter.com, 29.03.2017, abgerufen am 15.01.2019</ref> Während des Gewinnaufrufs der Walt Disney Company im ersten Quartal 2017 erklärte Robert Iger: „Wenn es im besten Interesse des Unternehmens ist, meine Amtszeit zu erweitern, bin ich dafür offen...“<ref>Frank Pallotta: [https://money.cnn.com/2017/02/07/media/bob-iger-disney-ceo-succession/index.html Disney's Bob Iger 'open' to extending tenure as CEO], cnn.com, 07.02.2017, abgerufen am 15.01.2019</ref>
2014 wurde bekannt gegeben, dass Igers Vertrag als CEO bei Disney, der ursprünglich bis zum 3. Juni 2018 lief, bis zum 2. Juli 2019 verlängert wurde.<ref>Marc Graser: [https://variety.com/2014/biz/news/disney-extends-bob-iger-contract-through-2018-1201319561/ Bob Iger to Remain Disney Chief through 2018], variety.com, 02.10.2014, abgerufen am 15.01.2019</ref><ref>Ben Fritz: [https://www.wsj.com/articles/disney-extends-bob-igers-contract-until-2018-1412273135 Disney Extends CEO Bob Iger’s Contract Until 2018], The Wallstreet Journal, 02.10.2014, abgerufen am 15.01.2019</ref><ref name=richwine>Lisa Richwine: [https://www.reuters.com/article/us-disney-ceo/disney-board-extends-ceo-igers-contract-by-one-year-idUSKBN16U23I Disney board extends CEO Iger’s contract by one year], reuters.com, 23.03.2017, abgerufen am 15.01.2019</ref> 2017 gab man bekannt, dass Iger danach für drei Jahre als Berater weiterhin für das Unternehmen tätig sein werde.<ref name=richwine/><ref>Gregg Kilday: [https://www.hollywoodreporter.com/news/disneys-dilemma-can-bob-iger-ever-find-a-successor-989599 Disney’s Dilemma: Can Bob Iger Ever Find a Successor?], hollywoodreporter.com, 29.03.2017, abgerufen am 15.01.2019</ref> Während des Gewinnaufrufs der Walt Disney Company im ersten Quartal 2017 erklärte Robert Iger: „Wenn es im besten Interesse des Unternehmens ist, meine Amtszeit zu erweitern, bin ich dafür offen...“<ref>Frank Pallotta: [https://money.cnn.com/2017/02/07/media/bob-iger-disney-ceo-succession/index.html Disney’s Bob Iger 'open' to extending tenure as CEO], cnn.com, 07.02.2017, abgerufen am 15.01.2019</ref>


2009 wurde unter Igers Regie der Comicverlag [[Marvel Enterprises|Marvel]] zusammen mit der [[Filmproduktionsgesellschaft]] [[Marvel Studios]] für rund 4 Milliarden Dollar übernommen.<ref>[https://www.thewaltdisneycompany.com/disney-to-acquire-marvel-entertainment/ Disney To Acquire Marvel Entertainment], thewaltdisneycompany.com, 31.08.2009, abgerufen am 14.02.2019</ref><ref>[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/milliardenuebernahme-walt-disney-kauft-kult-comic-schmiede-marvel-a-646099.html  Milliardenübernahme: Walt Disney kauft Kult-Comic-Schmiede Marvel], Spiegel Online, 31.08.2009, abgerufen am 14.02.2019</ref>  
2009 wurde unter Igers Regie der Comicverlag [[Marvel Enterprises|Marvel]] zusammen mit der [[Filmproduktionsgesellschaft]] [[Marvel Studios]] für rund 4 Milliarden Dollar übernommen.<ref>[https://www.thewaltdisneycompany.com/disney-to-acquire-marvel-entertainment/ Disney To Acquire Marvel Entertainment], thewaltdisneycompany.com, 31.08.2009, abgerufen am 14.02.2019</ref><ref>[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/milliardenuebernahme-walt-disney-kauft-kult-comic-schmiede-marvel-a-646099.html  Milliardenübernahme: Walt Disney kauft Kult-Comic-Schmiede Marvel], Spiegel Online, 31.08.2009, abgerufen am 14.02.2019</ref>  
2012 wurde [[George Lucas]]' Filmstudio [[Lucasfilm]] für rund 4 Milliarden US-Dollar von Disney übernommen.<ref>[https://abcnews.go.com/blogs/business/2012/10/disney-to-acquire-lucasfilms-for-4-billion/ Disney to Acquire Lucasfilm for $4 Billion], ABC News, 14.02.2019, abgerufen am 30.10.2019</ref>
2012 wurde [[George Lucas]]’ Filmstudio [[Lucasfilm]] für rund 4 Milliarden US-Dollar von Disney übernommen.<ref>[https://abcnews.go.com/blogs/business/2012/10/disney-to-acquire-lucasfilms-for-4-billion/ Disney to Acquire Lucasfilm for $4 Billion], ABC News, 14.02.2019, abgerufen am 30.10.2019</ref>


2015 wurde [[Thomas O. Staggs|Tom Staggs]] neuer [[Chief Operating Officer]] von Disney. 2016 wurde bekannt gegeben, dass Staggs, der 26 Jahre lang bei der [[Walt Disney Company]] in verschiedenen Funktionen gearbeitet hatte, Disney verlassen werde. Staggs blieb jedoch bis Ende 2016 als Sonderberater Igers im Unternehmen.<ref>Brooks Barnes: [https://www.nytimes.com/2016/04/05/business/media/thomas-staggs-walt-disney-company.html Thomas Staggs, Disney’s Heir Apparent, Is Stepping Down], New York Times, 04.04.2016, abgerufen am 15.01.2019</ref><ref>Daniel Miller: [https://www.latimes.com/entertainment/envelope/cotown/la-et-ct-thomas-staggs-disney-to-step-down-company-20160404-story.html Thomas Staggs, Disney's No. 2 executive, is leaving the company], Los Angeles Times, 04.04.2016, abgerufen am 15.01.2019</ref><ref>Dylan Byers: [https://money.cnn.com/2016/04/04/media/thomas-staggs-disney/index.html Disney's No. 2 exec Thomas Staggs leaving company], cnn.com, 04.04.2016, abgerufen am 15.01.2019</ref><ref>Natalie Rohbemet: [https://www.forbes.com/sites/natalierobehmed/2016/04/04/disney-coo-thomas-staggs-steps-down-from-the-mouse-house/#71b463052f67 "Disney COO Thomas Staggs Steps Down From The Mouse House"], forbes.com, 04.04.2016, abgerufen am 15.01.2019</ref><ref>[https://www.businesswire.com/news/home/20160404006630/en/Statement-Walt-Disney-Company Statement from The Walt Disney Company], businesswire.com, 04.04.2016, abgerufen am 15.01.2019</ref> Dabei soll Staggs, der oftmals als potentieller Nachfolger Igers für den Posten des [[CEO]]s gehandelt wurde<ref>Daniel Miller, Meg James: [https://www.latimes.com/entertainment/envelope/cotown/la-et-ct-disney-thomas-staggs-bob-iger-ceo-20150206-story.html At Disney, Staggs' elevation puts him as front-runner to succeed Iger as CEO], Los Angeles Times, 05.02.2015, abgerufen am 15.01.2019</ref><ref>Cynthia Littleton: [https://variety.com/2015/biz/news/disney-promotes-tom-staggs-to-no-2-post-positioning-him-as-igers-successor-1201423601/ Disney Promotes Tom Staggs to No. 2 Post, Positioning Him as Iger’s Successor], variety.com, 05.02.2015, abgerufen am 15.01.2019</ref><ref>Michal Lev-Ram: [http://fortune.com/2015/02/05/tom-staggs-next-ceo-disney/ Will Tom Staggs be the next CEO of Disney?], fortune.com, 05.02.2015, abgerufen am 15.01.2019</ref>, keine Zusicherungen für eine spätere Amtsübernahme des Posten Igers erhalten habe und Iger sich auch nicht für einen Verbleib von Staggs bei Disney eingesetzt haben.
2015 wurde [[Thomas O. Staggs|Tom Staggs]] neuer [[Chief Operating Officer]] von Disney. 2016 wurde bekannt gegeben, dass Staggs, der 26 Jahre lang bei der [[Walt Disney Company]] in verschiedenen Funktionen gearbeitet hatte, Disney verlassen werde. Staggs blieb jedoch bis Ende 2016 als Sonderberater Igers im Unternehmen.<ref>Brooks Barnes: [https://www.nytimes.com/2016/04/05/business/media/thomas-staggs-walt-disney-company.html Thomas Staggs, Disney’s Heir Apparent, Is Stepping Down], New York Times, 04.04.2016, abgerufen am 15.01.2019</ref><ref>Daniel Miller: [https://www.latimes.com/entertainment/envelope/cotown/la-et-ct-thomas-staggs-disney-to-step-down-company-20160404-story.html Thomas Staggs, Disney’s No. 2 executive, is leaving the company], Los Angeles Times, 04.04.2016, abgerufen am 15.01.2019</ref><ref>Dylan Byers: [https://money.cnn.com/2016/04/04/media/thomas-staggs-disney/index.html Disney’s No. 2 exec Thomas Staggs leaving company], cnn.com, 04.04.2016, abgerufen am 15.01.2019</ref><ref>Natalie Rohbemet: [https://www.forbes.com/sites/natalierobehmed/2016/04/04/disney-coo-thomas-staggs-steps-down-from-the-mouse-house/#71b463052f67 "Disney COO Thomas Staggs Steps Down From The Mouse House"], forbes.com, 04.04.2016, abgerufen am 15.01.2019</ref><ref>[https://www.businesswire.com/news/home/20160404006630/en/Statement-Walt-Disney-Company Statement from The Walt Disney Company], businesswire.com, 04.04.2016, abgerufen am 15.01.2019</ref> Dabei soll Staggs, der oftmals als potentieller Nachfolger Igers für den Posten des [[CEO]]s gehandelt wurde<ref>Daniel Miller, Meg James: [https://www.latimes.com/entertainment/envelope/cotown/la-et-ct-disney-thomas-staggs-bob-iger-ceo-20150206-story.html At Disney, Staggs’ elevation puts him as front-runner to succeed Iger as CEO], Los Angeles Times, 05.02.2015, abgerufen am 15.01.2019</ref><ref>Cynthia Littleton: [https://variety.com/2015/biz/news/disney-promotes-tom-staggs-to-no-2-post-positioning-him-as-igers-successor-1201423601/ Disney Promotes Tom Staggs to No. 2 Post, Positioning Him as Iger’s Successor], variety.com, 05.02.2015, abgerufen am 15.01.2019</ref><ref>Michal Lev-Ram: [http://fortune.com/2015/02/05/tom-staggs-next-ceo-disney/ Will Tom Staggs be the next CEO of Disney?], fortune.com, 05.02.2015, abgerufen am 15.01.2019</ref>, keine Zusicherungen für eine spätere Amtsübernahme des Posten Igers erhalten habe und Iger sich auch nicht für einen Verbleib von Staggs bei Disney eingesetzt haben.


Im Dezember 2017 verlängerte die Disney Company Igers Vertrag bis Ende 2021.<ref>Meg James und Ryan Faughnder: [https://www.latimes.com/business/hollywood/la-fi-ct-disney-iger-extends-contract-20171214-story.html Disney extends CEO Bob Iger's contract through 2021], LAtimes.com, 14.12.2017, abgerufen am 05.07.2019</ref>
Im Dezember 2017 verlängerte die Disney Company Igers Vertrag bis Ende 2021.<ref>Meg James und Ryan Faughnder: [https://www.latimes.com/business/hollywood/la-fi-ct-disney-iger-extends-contract-20171214-story.html Disney extends CEO Bob Iger’s contract through 2021], LAtimes.com, 14.12.2017, abgerufen am 05.07.2019</ref>


Im Juli 2018 genehmigten die Aktionäre von Disney und 21st Century Fox unter der Führung von Iger einen Deal, mit dem Disney 21st Century Fox mitsamt deren Filmstudiotocher [[20th Century Fox]] übernehmen konnte.<ref>Michelle Castillo: [https://www.cnbc.com/2018/07/27/twenty-first-century-fox-and-walt-disney-company-shareholders-approve-.html Disney receives shareholder approval to buy Fox assets], cnbc.com, 27.07.2018, abgerufen am 05.07.2019</ref> Die Übernahme wurde im März 2019 abgeschlossen<ref name="wdc">[https://www.thewaltdisneycompany.com/disney-and-21st-century-fox-announce-per-share-value-in-connection-with-71-billion-acquisition/ Disney and 21st Century Fox Announce per Share Value in Connection with $71 Billion Acquisition], thewaltdisneycompany.com, 19.03.2019, abgerufen am 22.03.2019</ref><ref name="rad">Artur Stähr: [http://www.robots-and-dragons.de/news/119707-walt-disney-ubernahme-von-21th-century-fox-erfolgreich-abgeschlossen Walt Disney: Übernahme von 21st Century Fox erfolgreich abgeschlossen], robots and dragons.de, 21.03.2019, abgerufen am 07.05.2019</ref><ref>Ingo Pakalski: [https://www.golem.de/news/uebernahme-disney-zahlt-fuer-21st-century-fox-71-milliarden-us-dollar-1903-140123.html Übernahme: Disney zahlt für 21st Century Fox 71 Milliarden US-Dollar], golem.de, 20.03.2019, abgerufen am 07.05.2019</ref>; mit 71,3 Milliarden US-Dollar (62,8 Milliarden Euro) ist die Übernahme die bis dato teuerste Firmenübernahme in der Geschichte der amerikanischen Filmindustrie.<ref>Alexander Friedrich: [https://www.moviepilot.de/news/ryan-reynolds-bestatigt-deadpool-ist-jetzt-eine-disney-prinzessin-1117017 Ryan Reynolds bestätigt: Deadpool ist jetzt eine Disney-Prinzessin], moviepilot.de, 19.03.2019, abgerufen am 05.07.2019</ref>
Im Juli 2018 genehmigten die Aktionäre von Disney und 21st Century Fox unter der Führung von Iger einen Deal, mit dem Disney 21st Century Fox mitsamt deren Filmstudiotocher [[20th Century Fox]] übernehmen konnte.<ref>Michelle Castillo: [https://www.cnbc.com/2018/07/27/twenty-first-century-fox-and-walt-disney-company-shareholders-approve-.html Disney receives shareholder approval to buy Fox assets], cnbc.com, 27.07.2018, abgerufen am 05.07.2019</ref> Die Übernahme wurde im März 2019 abgeschlossen<ref name="wdc">[https://www.thewaltdisneycompany.com/disney-and-21st-century-fox-announce-per-share-value-in-connection-with-71-billion-acquisition/ Disney and 21st Century Fox Announce per Share Value in Connection with $71 Billion Acquisition], thewaltdisneycompany.com, 19.03.2019, abgerufen am 22.03.2019</ref><ref name="rad">Artur Stähr: [http://www.robots-and-dragons.de/news/119707-walt-disney-ubernahme-von-21th-century-fox-erfolgreich-abgeschlossen Walt Disney: Übernahme von 21st Century Fox erfolgreich abgeschlossen], robots and dragons.de, 21.03.2019, abgerufen am 07.05.2019</ref><ref>Ingo Pakalski: [https://www.golem.de/news/uebernahme-disney-zahlt-fuer-21st-century-fox-71-milliarden-us-dollar-1903-140123.html Übernahme: Disney zahlt für 21st Century Fox 71 Milliarden US-Dollar], golem.de, 20.03.2019, abgerufen am 07.05.2019</ref>; mit 71,3 Milliarden US-Dollar (62,8 Milliarden Euro) ist die Übernahme die bis dato teuerste Firmenübernahme in der Geschichte der amerikanischen Filmindustrie.<ref>Alexander Friedrich: [https://www.moviepilot.de/news/ryan-reynolds-bestatigt-deadpool-ist-jetzt-eine-disney-prinzessin-1117017 Ryan Reynolds bestätigt: Deadpool ist jetzt eine Disney-Prinzessin], moviepilot.de, 19.03.2019, abgerufen am 05.07.2019</ref>