Land unter der Erdkruste: Unterschied zwischen den Versionen

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| UEB = [[Dr. Erika Fuchs]]
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| LISTE = Liste aller Comicgeschichten von Carl Barks
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'''Land unter der Erdkruste''' (Original: ''Land Beneath the Ground!'') ist eine Comicgeschichte von [[Carl Barks]] aus dem Jahre 1956.  
'''Land unter der Erdkruste''' (Original: ''Land Beneath the Ground!'') ist eine Comicgeschichte von [[Carl Barks]] aus dem Jahre 1956.  
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==Hintergrund und Entstehungsgeschichte==
==Hintergrund und Entstehungsgeschichte==
Wie so viele andere Geschichten, die Barks mit seinen „[[Carl Barks' Völker|little people]]“ bevölkerte, bestimmte auch in ''Land unter der Erdkruste'' das Setting des unterirdischen Höhlensystems die Geschichte und Gestaltung der Kullern.<ref>[[Carl Barks]]: Interview mit [[Donald Ault]], [[Thomas Andrae]] und Stephen Gong. In: Carl Barks Conversations, S. 96f.</ref> In der Gestaltung der Kullern baute Barks zudem auf früheren seiner Schöpfungen auf, denn die Idee des Aufblasens hatte er bereits für die Gnixen in ''[[Die Sumpfgnome]]'' verwendet. Dieser Gag passte viel besser zur unterirdischen Kultur der Kullern als in die sumpfigen Everglades.<ref>[[Geoffrey Blum]]: Der „klassische Barks“. Übersetzt von [[Johnny A. Grote]]. [[Barks Library Special Donald Duck 3]], S. 33–34.</ref> Zudem konstruierte er mit der rein auf Unterhaltung und Spiel ausgerichteten Welt der Kullern einen Gegenpol zur Arbeitsmoral Dagoberts. Auch wenn sich in Barks' Geschichten insgesamt eine Verklärung der vormodernen Kulturen, und somit auch der Kullern, abzeichnen, war dem ''duck man'' doch klar, dass die beiden Welten nicht kompatibel waren.<ref>[[Geoffrey Blum]]: Nachrichten aus dem Untergrund. Übersetzt von [[Johnny A. Grote]]. [[Barks Library Special Onkel Dagobert 10]].</ref> Dagobert nimmt Reißaus vor den Kullern.
Wie so viele andere Geschichten, die Barks mit seinen „[[Carl Barks’ Völker|little people]]“ bevölkerte, bestimmte auch in ''Land unter der Erdkruste'' das Setting des unterirdischen Höhlensystems die Geschichte und Gestaltung der Kullern.<ref>[[Carl Barks]]: Interview mit [[Donald Ault]], [[Thomas Andrae]] und Stephen Gong. In: Carl Barks Conversations, S. 96f.</ref> In der Gestaltung der Kullern baute Barks zudem auf früheren seiner Schöpfungen auf, denn die Idee des Aufblasens hatte er bereits für die Gnixen in ''[[Die Sumpfgnome]]'' verwendet. Dieser Gag passte viel besser zur unterirdischen Kultur der Kullern als in die sumpfigen Everglades.<ref>[[Geoffrey Blum]]: Der „klassische Barks“. Übersetzt von [[Johnny A. Grote]]. [[Barks Library Special Donald Duck 3]], S. 33–34.</ref> Zudem konstruierte er mit der rein auf Unterhaltung und Spiel ausgerichteten Welt der Kullern einen Gegenpol zur Arbeitsmoral Dagoberts. Auch wenn sich in Barks’ Geschichten insgesamt eine Verklärung der vormodernen Kulturen, und somit auch der Kullern, abzeichnen, war dem ''duck man'' doch klar, dass die beiden Welten nicht kompatibel waren.<ref>[[Geoffrey Blum]]: Nachrichten aus dem Untergrund. Übersetzt von [[Johnny A. Grote]]. [[Barks Library Special Onkel Dagobert 10]].</ref> Dagobert nimmt Reißaus vor den Kullern.


Die Geschichte, die zu Barks' besten gehört, fiel leider der [[Zensur]] zum Opfer. In dieser Zeit hatte die US-Post ihre Tarife geändert und [[Western]], das seine Hefte als ''second class comics'' vermarkten wollte, um weniger Porto zu bezahlen, musste ab nun jedem Heft auch eine Geschichte beiordnen, in der keiner der Figuren der Hauptgeschichte vorkamen. Barks musste seine originalen 32 Seiten auf 27 kürzen und eine [[Daniel Düsentrieb|Daniel-Düsentrieb]]-Geschichte schreiben. Vom Original blieben nur zwei Seiten erhalten, allerdings nicht am Stück, sodass neuere Abdrucke zumindest eine teilweise restaurierte Fassung bieten können. Drei Seiten scheinen jedoch für immer verloren zu sein.
Die Geschichte, die zu Barks’ besten gehört, fiel leider der [[Zensur]] zum Opfer. In dieser Zeit hatte die US-Post ihre Tarife geändert und [[Western Publishing]], das seine Hefte als ''second class comics'' vermarkten wollte, um weniger Porto zu bezahlen, musste ab nun jedem Heft auch eine Geschichte beiordnen, in der keiner der Figuren der Hauptgeschichte vorkamen. Barks musste seine originalen 32 Seiten auf 27 kürzen und eine [[Daniel Düsentrieb|Daniel-Düsentrieb]]-Geschichte schreiben. Vom Original blieben nur zwei Seiten erhalten, allerdings nicht am Stück, sodass neuere Abdrucke zumindest eine teilweise restaurierte Fassung bieten können. Drei Seiten scheinen jedoch für immer verloren zu sein.


Nachdem schon in den amerikanischen Abdrucken die Zensur zu Zerstörungen führte, wurde auch noch in den deutschen Abdrucken weitere Panels gestrichen und durch Überleitungstexte ersetzt, sodass in der deutschen Erstpublikation und einigen folgenden nur 26 1/4 Seiten abgedruckt wurden.
Nachdem schon in den amerikanischen Abdrucken die Zensur zu Zerstörungen führte, wurde auch noch in den deutschen Abdrucken weitere Panels gestrichen und durch Überleitungstexte ersetzt, sodass in der deutschen Erstpublikation und einigen folgenden nur 26 1/4 Seiten abgedruckt wurden.
== Fortsetzung==
[[Datei: 326-12.png|thumb|400px|rechts| Rückkehr in ''König der Katastrophen'' (© Egmont Ehapa)]]
Mit ''König der Katastrophen'' ([[LTB 326]]) entwickelten [[Michael T. Gilbert]] und Zeichner [[Massimo Fecchi]] im Jahr 2004 eine Fortsetzung zu den Ereignissen von ''Land unter der Erdkruste''. Die Geschichte spielt einige Jahre danach, jedoch wird Entenhausen erneut von Erdbeben heimgesucht. In Sorge, dass sein Geldspeicher ein zweites Mal zerstört wird und sein Geld im Untergrund versickert, inszeniert Onkel Dagobert eine Expedition in das Land unter der Erdkruste, der [[Donald Duck]], [[Daisy Duck]], [[Franz Gans]] und [[Daniel Düsentrieb]] angehören. Donald erinnert sich an die Ereignisse, lässt seine Freunde jedoch weitestgehend im Unklaren. So ist der unterirdische See mittlerweile mit Moos überwuchert und hat sich in einen stinkenden Sumpf verwandelt. Im Verlauf treffen die Entenhausener einen freundlichen Kuller namens Tex, der noch immer mit starkem amerikanischem Akzent spricht. Die Kuller hören weiterhin Radio aus der Oberwelt, veranstalten aber keine Wettkämpfe um Erdbeben mehr. Allerdings sind die Kinder der Kullern so angetan von modernem Hip-Hop, das sie mit ihren Tänzen neue Erdbeben provozieren. Donald, Daisy, Franz und Herr Düsentrieb müssen die aufmüpfigen Jung-Kullern dazu bringen, ruhiger zu werden. Das gelingt, in dem diese sich ausgerechnet den schläfrigen Franz Gans zum Vorbild nehmen.


== Veröffentlichungen ==
== Veröffentlichungen ==
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*[[Micky Maus Magazin|MMM]] 46–49/1975
*[[Micky Maus Magazin|MMM]] 46–49/1975
*[[DDSH 111]] (1991)
*[[DDSH 111]] (1991)
*[[Die tollsten Geschichten von Donald Duck]] – Sammelband 18B (1993)
*[[Die tollsten Geschichten von Donald Duck – Sammelband]] 18B (1993)
*[[Donald Classics]] – [[Donald Classics 4|Das Beste aus Entenhausen 4]] (2000)
*[[Donald Classics]] – [[Donald Classics 4|Das Beste aus Entenhausen 4]] (2000)


===Restaurierte Fassung (29 Seiten)===  
===Restaurierte Fassung (29 Seiten)===  
*[[Barks Library Special Onkel Dagobert]] 10 (1999)
*[[Barks Library Special Onkel Dagobert 10]] (1999)
*[[Carl Barks Collection]] 14 (2006)
*[[Carl Barks Collection XIV]] (2006)
*[[Barks Onkel Dagobert 4]] (2010)
*[[Barks Onkel Dagobert 4]] (2010)
*[[Enten, Tiere, Sensationen]] (2017)
*[[Enten, Tiere, Sensationen]] (2017)
*[[LTB Classic Edition 11]] (2021)
*[[LTB Classic Edition 11]] (2021)
*[[Entenhausen-Edition 84]] (2024)


==Anmerkungen und Einzelnachweise==
==Anmerkungen und Einzelnachweise==