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'''Autor''' oder '''Autorin''' (von lateinisch ''auctor'' „Urheber, Schöpfer, Förderer, Veranlasser“; früher und englisch ''author'') oder '''Verfasser(in)''' bezeichnet eine Person, die ein sprachliches Werk erschafft. Autoren verfassen im weitesten Sinn | {{wikipedia}} | ||
'''Autor''' oder '''Autorin''' (von lateinisch ''auctor'' „Urheber, Schöpfer, Förderer, Veranlasser“; früher und englisch ''author'') oder '''Verfasser(in)''' bezeichnet eine Person, die ein sprachliches Werk erschafft. Autoren verfassen im weitesten Sinn „literarische“ Werke, die den Gattungen Epik, Drama und Lyrik oder der Fach- und Sachliteratur zugeordnet werden. Die Werke können auch illustriert sein und mehr Bilder als Text enthalten, beispielsweise Bilderbücher, [[Comic]]s oder Fotoromane. Im Regelwerk der Zoologie (Tierkunde) gelten die Erstbeschreiber<ref>eine Erstbeschreibung ist die erstmalige, bestimmten formalen Ansprüchen genügende wissenschaftliche Beschreibung eines der Wissenschaft bisher unbekannten Lebewesens</ref> einer Tierart als ihr eigentlicher „Autor“. Seltener und meist mit rechtlichem Beiklang werden auch die Urheber von nicht literarischen Werken als Autoren bezeichnet, etwa von Software, Filmkunst oder Musik. Erfinder von modernen Gesellschaftsspielen (Autorenspiele: German-style games „Spiele im deutschen Stil“) werden als „Spieleautor“ bezeichnet. | |||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Das Verständnis von | Das Verständnis von Autorenschaft ist geschichtlichen Veränderungen unterworfen. Im Mittelalter verwiesen die Begriffe Autor und Autorität mit großer Selbstverständlichkeit aufeinander. Der Rechtssprache entstammend, bezeichnete auctor den Urheber, Verfasser oder Sachwalter eines Werkes. Dabei schloss die Wortbedeutung, anders als in der Neuzeit, grundsätzlich den Aspekt der Autorität (auctoritas) ein: Verfasser waren gemeint, die hohes Ansehen erworben und breite Anerkennung gefunden hatten. | ||
Besonders die medialen Umbrüche von der Mündlichkeit zur Schrift und von der Handschrift zum Buchdruck förderten die Ablösung der Person des Autors und ihrer Autorität von ihrem (reproduzierbaren und vor Verfälschung zu schützenden) Werk, zunächst jedoch eher in Gattungen der theologischen und wissenschaftlichen Literatur. Erst seit der Genieästhetik des [https://de.wikipedia.org/wiki/Sturm_und_Drang Sturm und Drang] bildete sich ein Konzept des „autonomen, schöpferischen, über sein Werk herrschenden [https://de.wikipedia.org/wiki/Belletristik belletristischen] Autors“ heraus. Das 19. und 20. Jahrhundert bilden die Hochphase dieses emphatischen, idealisierten Autorbegriffs. | Besonders die medialen Umbrüche von der Mündlichkeit zur Schrift und von der Handschrift zum Buchdruck förderten die Ablösung der Person des Autors und ihrer Autorität von ihrem (reproduzierbaren und vor Verfälschung zu schützenden) Werk, zunächst jedoch eher in Gattungen der theologischen und wissenschaftlichen Literatur. Erst seit der Genieästhetik des [https://de.wikipedia.org/wiki/Sturm_und_Drang Sturm und Drang] bildete sich ein Konzept des „autonomen, schöpferischen, über sein Werk herrschenden [https://de.wikipedia.org/wiki/Belletristik belletristischen] Autors“ heraus. Das 19. und 20. Jahrhundert bilden die Hochphase dieses emphatischen, idealisierten Autorbegriffs. | ||
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==Juristische Aspekte== | ==Juristische Aspekte== | ||
Autorenschaft umfasst in der Gegenwart ein Recht am geistigen Eigentum. Zum Schutz des Werkes dienen das Urheberrecht (welches nicht veräußerlich ist) und das Verwertungsrecht. | |||
==Konnotationen des Begriffs== | ==Konnotationen des Begriffs== | ||
Der Begriff Autor bzw. dessen Urheberschaft für ein in der Regel meist schriftlich niedergelegtes Werk oder dessen Konzeption gilt unabhängig von ihrer Veröffentlichung oder (bisherigen) Nichtveröffentlichung. Die Urheber- bzw. | Der Begriff Autor bzw. dessen Urheberschaft für ein in der Regel meist schriftlich niedergelegtes Werk oder dessen Konzeption gilt unabhängig von ihrer Veröffentlichung oder (bisherigen) Nichtveröffentlichung. Die Urheber- bzw. Autorenschaft findet dabei jedoch grundsätzlich verschiedene Bedeutung, nicht zuletzt nach Maßgabe ihrer Zielsetzung einer nicht beabsichtigten bzw. beabsichtigten und tatsächlich erreichten Öffentlichkeitswirkung von Name und Werk. | ||
===Im nicht-öffentlichen Umfeld=== | ===Im nicht-öffentlichen Umfeld=== | ||
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===Im begrenzt öffentlichen Umfeld=== | ===Im begrenzt öffentlichen Umfeld=== | ||
*Innerhalb des akademisch-universitären Umfelds erfahren die über einen längeren Zeitraum konzipierten und verfassten Abschlussarbeiten von Studenten als Diplomarbeiten bereits zum Teil und als Dissertation per se eine zumindest begrenzte Öffentlichkeitswirksamkeit. In einigen Fällen erreichen die dann in der Regel überarbeiteten Dissertationen auch als populärwissenschaftliche Publikationen eine über dieses Umfeld hinausreichende Öffentlichkeit. Der Begriff Autor wird hierbei dann von den Kritikern und Rezensenten eines solchen in der Öffentlichkeit diskutierten Werkes genutzt. Ansonsten aber werden die Urheber solcher Abschlussarbeiten in der Regel nicht als Autor bezeichnet, sondern mit dem durch sie erlangten akademischen Grad angesprochen. | *Innerhalb des akademisch-universitären Umfelds erfahren die über einen längeren Zeitraum konzipierten und verfassten Abschlussarbeiten von Studenten als Diplomarbeiten bereits zum Teil und als Dissertation per se eine zumindest begrenzte Öffentlichkeitswirksamkeit. In einigen Fällen erreichen die dann in der Regel überarbeiteten Dissertationen auch als populärwissenschaftliche Publikationen eine über dieses Umfeld hinausreichende Öffentlichkeit. Der Begriff Autor wird hierbei dann von den Kritikern und Rezensenten eines solchen in der Öffentlichkeit diskutierten Werkes genutzt. Ansonsten aber werden die Urheber solcher Abschlussarbeiten in der Regel nicht als Autor bezeichnet, sondern mit dem durch sie erlangten akademischen Grad angesprochen. | ||
*Eine andere Begrenzung erfährt die Urheberschaft, wenn z. B. ein Artikel in der Duckipedia breite Öffentlichkeitswirksamkeit hat, dessen Autor jedoch bewusst anonym bleibt und somit auch auf seine Urheberrechte verzichtet. Als technischer Begriff findet Autor hier zwar innerhalb von Duckipedia zuweilen seine Anwendung, jedoch nur bedingte Berechtigung, da die | *Eine andere Begrenzung erfährt die Urheberschaft, wenn z. B. ein Artikel in der Duckipedia breite Öffentlichkeitswirksamkeit hat, dessen Autor jedoch bewusst anonym bleibt und somit auch auf seine Urheberrechte verzichtet. Als technischer Begriff findet Autor hier zwar innerhalb von Duckipedia zuweilen seine Anwendung, jedoch nur bedingte Berechtigung, da die Autorenschaft eines Artikels nicht selten nur zeitlich begrenzt und so gut wie gar nicht auf eine Person allein beschränkt bleibt. | ||
===Im öffentlichen Umfeld=== | ===Im öffentlichen Umfeld=== | ||
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==Publikationsmöglichkeiten der Autoren== | ==Publikationsmöglichkeiten der Autoren== | ||
Seit Einführung der Personal Computer ist es für Autoren relativ einfach, ein Manuskript als digitalen Datensatz zu erstellen, der wiederum als Druckvorlage für Verlage oder von Selbstpublikationen dienen kann. | Seit Einführung der Personal Computer ist es für Autoren relativ einfach, ein Manuskript als digitalen Datensatz zu erstellen, der wiederum als Druckvorlage für Verlage oder von Selbstpublikationen dienen kann. | ||
===In Verlagen=== | ===In Verlagen=== | ||
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==Vergütung und Tantiemen== | ==Vergütung und Tantiemen== | ||
Im Januar 2005 einigten sich Belletristikverlage und der Verband deutscher Schriftsteller darauf, dass zehn Prozent vom Nettopreis jedes verkauften [[ | Im Januar 2005 einigten sich Belletristikverlage und der Verband deutscher Schriftsteller darauf, dass zehn Prozent vom Nettopreis jedes verkauften [[Taschenbuch#Paperback und Hardcover|Hardcover]]-Exemplars künftig als Honorar an den Autor eines Buches fließen sollen. Für [[Taschenbuch|Taschenbücher]] gelten gesonderte Regelungen, bei bis zu 20.000 verkauften Exemplaren sollen die Autoren fünf Prozent erhalten. Diese Regelungen haben allerdings nur empfehlenden Charakter, in der Praxis sind auch niedrigere Tantiemen üblich. Der Erlös aus der Verwertung buchferner Nebenrechte geht meistens zu 60 Prozent, der aus anderen Nebenrechten zur Hälfte an den Autor. Sachbuchautoren handeln häufig ihr Honorar mit dem Verlag im Rahmen der Konzeptionsphase vor Aufnahme der Schreibtätigkeit aus. Um die zwölf Prozent sind bei ''Erfolgsautoren'' üblich, jedoch keineswegs verbindlich. Häufig wird auch ein Garantiehonorar vereinbart, das dem Autor bei Vertragsabschluss oder bis zum Abgabetermin oder nach Manuskriptabgabe ausgezahlt wird und das dann mit gegebenenfalls später anfallenden Tantiemen verrechnet wird. Dadurch ist der Autor nicht auf den kommerziellen Erfolg des Buches angewiesen, partizipiert aber dennoch an guten Verkaufszahlen. | ||
==Quelle== | ==Quelle== | ||
[https://de.wikipedia.org/wiki/Autor Wikipedia-Artikel „Autor“], abgerufen am: 10.12.2018 | *[https://de.wikipedia.org/wiki/Autor Wikipedia-Artikel „Autor“], abgerufen am: 10.12.2018 | ||
==Siehe auch== | |||
*[[Liste der Comicautoren]] | |||
==Anmerkungen und Einzelnachweise== | ==Anmerkungen und Einzelnachweise== | ||
[[Kategorie:Comic]] | [[Kategorie:Comic]] | ||