Schnurri

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© Disney Achtung! Der Titel dieses Artikels hat mehrere Bedeutungen. Dieser Artikel behandelt den Kater von Donald Duck. Für die italienische Comicserie, die von diesem Kater handelt siehe AMADEO.
Schnurri bei seinem ersten Auftritt in Der Gesundheitsapostel (© Egmont Ehapa)

Schnurri (auch Schnurrli oder Mauzi, Maunzi, Amadeo zuletzt unter Mieze oder unter weiteren deutschen Namen – im Original Tabby) ist der Kater von Donald Duck und lebt später bei Dussel Duck.

Nach längerer Abwesenheit nach seinem Debüt kehrte der drollige Kater für die seit 2020 erscheinende Comicserie AMADEO zurück.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorläufer von Schnurri bei Barks (© Egmont Ehapa)

Carl Barks verwendete erstmals 1946 einen Kater als Haustier in der Geschichte Lore aus Singapore, der gemeinsam mit einem Bernhardiner in Donalds Haus lebt. Barks nannte das Tier Tabby, was dem Namen der typischen Fellzeichnungen von Katzen entspricht.[1] Erika Fuchs übersetzte dies mit Schnurrli. In der Geschichte macht der unverschämte Papagei Lore Donalds Haus unsicher und beißt Schnurrli in den Schwanz. Die Katze dreht daraufhin durch und schlägt Donald ihre Krallen in den Kopf.

Dussel weckt in Schnurri Gefühle (© Egmont Ehapa)

Später im Jahr 1964 entwickelten Dick Kinney und Al Hubbard erneut eine Katze, die sie erstmals gemeinsam mit Dussel Duck in Der Gesundheitsapostel (DDSH 181 und Hall of Fame 17) auftreten ließen. Auch diese Katze heißt im Original Tabby, wobei allerdings unklar ist, ob Kinney und Hubbard ihre Katze auf der von Barks aufbauten und sich am von Barks gewählten Namen orientierten oder sie unabhängig von der Jahrzehnte früher auftauchenden Katze entwickelten.[2][3] Während Schnurrli bei Barks weiblich war, zeichnete Hubbard das Tier als Kater. Interessanterweise hatte Kinney Schnurri zu Beginn ebenfalls noch als weibliche Katze in seinen Skripten entworfen und passte sich erst später an die männliche Form an.[2] In dieser Geschichte wird vom Übersetzer Joachim Stahl kein Name genannt, sondern Schnurri nur als die Katze bezeichnet.

Kinney und Hubbard setzten Schnurri als Haustier Donalds ein und lassen ihn in ihren Geschichten vorrangig auf Dussel treffen, dessen Verhalten und Besuche beim Kater Panikattacken auslösen. Dies ist logische Folge dessen, dass Dussels Auftritte regelmäßig zu Katastrophen führen und insbesondere Schnurri, der die Ruhe liebt, in all dem Chaos dran glauben muss. Bereits in Der Gesundheitsapostel bekommt Schnurri etwas von Dussels Kochkünsten ab, die ihm nicht bekommen. Kinney und Hubbard entwickelten die Figur insoweit weiter, als der Kater nun zum Denken fähig ist und seine sarkastischen Gedanken durch Gedankenblasen dem Leser mitteilt. Dies erinnert stark an Garfield von Jim Davis, der erst später als Schnurri erfunden wurde, aber auch an Habakuks Hund Tiger, ebenfalls eine Erfindung Kinneys und Hubbards.

In Italien ist Schnurri Dussels Katze. Panel aus Tarzonald und das Molken-Per (© Egmont Ehapa)

In Italien wurde die Figur eher seltener verwendet, vorwiegend in den 1970ern. Ein großer Teil davon ist noch nicht auf Deutsch erschienen. Da Schnurri bei Kinney und Hubbard vorwiegend in Geschichten mit Dussel auftrat, entstand in Italien das Missverständnis, der Kater gehöre zu Dussel. In Folge tritt er in älteren italienischen Geschichten als Haustier Dussels in Erscheinung.[2] Bekannte Auftritte hat der Kater in Onkel Dagobert auf Abwegen (LTB 116) und Tarzonald und das Molken-Per (LTB 141). In dieser Geschichte nimmt Dussel Schnurri als sein Haustier mit nach Afrika, wo die vorwitzige Katze vom Molken-Per, einer Erfindung Daniel Düsentriebs, probiert und damit ungeahnte Größen annimmt. Auch die Einseiter-Serie Ein Katzenleben dreht sich um Schnurri und Dussel. Dazu hat der Kater auch viele Auftritte in der Fünfseiter-Serie Im Schnellkurs.

Seit 2020 wird die von Giorgio Salati und Enrico Faccini initierte Serie AMADEO veröffentlicht. Hier wird das Leben Schnurris, der zurück zu Donald zieht, näher unter die Lupe genommen und aus seiner Sicht beleuchtet.

In der 2023 erstveröffentlichten Story Das Katz-und-Tukan-Spiel (erschienen in LTB 611) begleitet Schnurri sein Herrchen Donald sowie Onkel Dagobert zu einem Geschäftstermin mit einem reichen Unternehmer. Dieser hält sich einen frechen Tukan, der Schnurri ständig provoziert, was zu einer wilden verwegenen Jagd quer über das Anwesen führt, die für Schnurri schließlich doch noch ein gutes Ende nimmt.

Auch in dänischen Geschichten hatte Schnurri einige wenige Auftritte. Jedoch wurde die Figur hier auch gelegentlich wegretuschiert und beispielsweise durch eine Lampe ersetzt. [Quelle nötig] 

Im deutschsprachigen Raum gibt es über 60 Veröffentlichungen mit der Figur.[4]

Namensinkonsistenz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er ist mit allen möglichen anderen Tieren bekannt, hier Ahörnchen und Behörnchen (Aus AMADEO, © Egmont Ehapa)

Bis 2021 wurden für die Figur mehrere unterschiedliche Namen verwendet, wobei Schnurri der wohl bekannteste war und ist. Auch auf der LTB-Homepage oder im Inducks ist der Name seit langem hinterlegt.

Seit 2020 erscheint in Italien eine Serie rund um Schnurri, die mit der LTB Enten-Edition 70 teilweise ihren Weg ins Deutsche geschafft hat. Allerdings wurde der Kater hier aus unbekannten Gründen in „Amadeo“ umbenannt, was auf viel Kritik seitens einiger Fans stieß.[5]

In der Episode AMADEO: Superheld auf Samtpfoten (LTB 552) erhielt der Kater erneut einen neuen Namen und wird schlicht „Mieze“ gerufen.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Obwohl der Name Tabby für Katzen steht, die gemustertes Fell haben, wird Schnurri aus Gründen der Vereinfachung in den Comics stets mit einheitlicher, ungemusterter Fellfärbung dargestellt.
  • Schnurri wurde auf der Karte 48 der Duck Stars abgedruckt.[6]
  • Schnurri ist nicht die einzige bekannte Katze im Entenhausen-Kosmos. Bei Minnie lebt zeitweilig die Katze Figaro, die ursprünglich aus dem Meisterwerk Pinocchio stammt. In der Comicserie Kampf der Zauberer spielt zudem die Katze Kiki eine Rolle, die Donna Daisynetta gehört und sich gerne mit Don Ucks Drachenfreund Fafnir streitet.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]