Inbetweener
Ein Inbetweener, auf deutsch auch Zwischenphasenzeichner genannt, ist ein Trickfilmzeichner (Animationszeichner), der Zeichnungen für die Übergänge zwischen einem Start- und einem Endpunkt (sogenannten keyframes (Schlüsselbilder)) erstellt, um so die Illusion einer (flüssigen) Bewegung zu erzeugen[1], deswegen auch Schlüsselbildanimation genannt.
In der 2D-Animation können Keyframes beispielsweise die Anfangs- und Endpose einer Figur einfangen, während die Zwischenbilder die Lücke füllen und so eine natürliche Bewegung erzeugen[1].
Man spricht bei diesem Vorgang auch vom Inbetweening oder auch Tweening[1].
In den Disney-Studios fertigte ein Inbetweener die Zeichnungen jedes zweiten Frames an, bei den üblichen 24 Frames die Sekunde wurden also zwölf von Inbetweenern angefertigt. Die restlichen zwölf stammen vom Trickfilmzeichner und seinem Assistenz-Animator.[2] Speziell für die Donald-Duck- und Micky-Maus-Cartoons war und ist dieser Vorgang für die Disney Studios auch heute noch von Bedeutung (sofern heutzutage nicht computeranimiert wird).
In den frühen Disney Studios begannen die Karrieren der Trickfilmzeichner stets als Inbetweener, bevor sich die Angestellten als Trickfilmzeichner, Storyautor oder Gag-Man hochgearbeitet haben.[3] Auch Carl Barks begann seine Karriere in den Disney Studios als Inbetweener. John Richard McDermott verarbeitete in dem 1971 erschienenen satirischen Roman „The Rat Factory“ seine Erfahrungen als Zwischenphasenzeichner bei Disney während des Streiks 1941.
Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ↑ 1,0 1,1 1,2 Exploring Inbetweening in Animation, GarageFarm.NET, abgerufen am 16.07.2025
- ↑ „Chapter 3: Starting At Disney“ in: Rolly Crump und Jeff Heimbuch (2012). „It's kind of a cute story“, Bamboo Forest Publishing, ISBN 978-0985470647
- ↑ Jim Korkis (01.04.2020). „The True Story of Roy ‚Big Mooseketeer‘ Williams“. mouseplanet.com, abgerufen am 16.07.2025