Goofy und Agnes

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Goofy und Agnes
Goofy and Agnes
Erstveröffentlichung: 4. Mai 1942 – 15. August 1942
Entstehungsdatum: 1942
Storycode: YM 049
Story: Floyd Gottfredson & Merrill De Maris
Zeichnungen: Floyd Gottfredson & Bill Wright
Seiten: 90 Tagesstrips, 30 Seiten in der FGL
Deutsche Übersetzung: Arne Voigtmann in der FGL
Weiterführendes
Liste der Fortsetzungsgeschichten von Floyd Gottfredson
Infos zu Goofy und Agnes beim I.N.D.U.C.K.S.
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Goofy und Agnes oder auch Goofy und der Löwe (engl. Goofy and Agnes) ist eine Comicgeschichte von Floyd Gottfredson und Merrill De Maris aus dem Jahr 1942, die unmittelbar an die Geschichte Der Blender anschließt.

Figuren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Micky Maus
  • Minnie Maus
  • Goofy
  • Klarabella Kuh
  • Pluto
  • Agnes („Aggie“)
  • Zirkusdirektor
  • Futterlieferant
  • Frau Zängli
  • Unterschriftensammler für die Petition
  • Zoodirektor
  • Herr Bieber
  • Obmann des Vereins „Heimat für heimatlose Tiere“
  • Stadtbeamte
    • Kommissar und Polizisten
    • Hundefänger Bullmann
    • Bürgermeister
    • Oberster Ratsherr Nero Nussbaum
    • Stadtrat
    • Bezirksrichter

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Micky erhält einen Anruf von Goofy, der ihn zu sich nach Hause einlädt, um ihm seine neue Freundin Agnes vorzustellen. Micky freut sich, dass sein Freund eine Freundin gefunden hat, ist jedoch etwas verwundert über Goofys ungewöhnliche Bitte, zwanzig Pfund Hackfleisch, für die mysteriöse Agnes mitzubringen.

Bei Goofy angekommen, ist Micky schockiert, als er feststellt, dass Agnes ein ausgewachsener Löwe mit prächtiger Mähne ist, obwohl Goofy sie für ein Weibchen hält. Nachdem er seinen ersten Schrecken überwunden hat und feststellt, dass das Tier tatsächlich völlig harmlos ist, bittet Micky seinen Freund um eine Erklärung.

Goofy erzählt, dass er an einem Zirkus vorbeigekommen war und dort bemerkt hatte, dass die Besitzer einen Löwen einschläfern lassen wollten. Das Tier erinnerte ihn an eine alte Liebe, und so hatte er kurzerhand darauf bestanden, es zu retten und mit nach Hause zu nehmen.

Micky überredet Goofy, Agnes zurück zum Zirkus zu bringen, in der Hoffnung, das Tier dort wieder abgeben zu können. Der Zirkusdirektor bleibt jedoch unnachgiebig. Der Löwe könne ohnehin nicht in den Vorstellungen eingesetzt werden, da er selbst für Zirkuszwecke viel zu zahm sei. Goofy habe zugestimmt, ihn für fünf Dollar zu kaufen, und damit sei Agnes in jeder Hinsicht sein Eigentum.

Zurück zu Hause müssen die beiden eine Reihe von Katastrophen überstehen, die Agnes verursacht. Während Micky zunehmend besorgt ist, bleibt Goofy unbeeindruckt und verteidigt seinen Schützling vehement. Als der Löwe eines Tages im Garten lautstark brüllt und damit die Nachbarn erschreckt, erstatten diese Anzeige.

Als ein Polizist bei Goofy auftaucht, fragt dieser, ob es überhaupt ein Gesetz gebe, das die Haltung eines Löwen in einem Wohnhaus verbiete. Als der Polizist der Frage ausweicht, erwidert Goofy, dass es dann sein gutes Recht sei, Agnes bei sich zu behalten.

Die komischen und grotesken Situationen mit dem Löwen nehmen kein Ende und betreffen unter anderem Klarabella, Minnie und Pluto. Letzterer rebelliert nach anfänglichem Zögern schließlich gegen Agnes, die daraufhin panisch auf einen Baum klettert.

Ein weiterer Wendepunkt scheint erreicht, als Goofy, der nichts von der Katze an Bord ahnt, mit seinem Auto losfährt und plötzlich von Agnes Pfote am Kopf getroffen wird. Er verliert die Kontrolle über den Wagen und verursacht einen Unfall am Haus eines Nachbarn. Agnes wird derweil von der dort wachsenden Katzenminze angelockt und verwüstet den Garten einer Nachbarin.

Wieder einmal landet Goofy auf der Polizeiwache. Zwar erklärt er sich bereit, für den entstandenen Schaden aufzukommen, besteht jedoch weiterhin darauf, dass ihm kein Gesetz verbiete, Agnes bei sich zu behalten.

Goofys Nachbarn sind inzwischen verzweifelt und verängstigt. Sie reichen beim Rathaus eine Petition ein, um den Löwen entfernen zu lassen. Der Stadtrat berät daraufhin über die Angelegenheit, fürchtet jedoch um die Stimmen zahlreicher Wähler. Da es kein Gesetz gibt, das Goofy ausdrücklich daran hindert, das Tier zu halten, beschließt man, den Bürgermeister persönlich zu ihm zu schicken, um den Kauf des Löwen auszuhandeln.

Der Bürgermeister versucht, Goofy mit all seinem Pomp und Prunk zu beeindrucken, sodass dieser beinahe den Kaufvertrag unterschreibt. Doch Micky hält ihn rechtzeitig davon ab, indem er gezielt fragt, was mit Agnes geschehen soll. Als der Bürgermeister andeutet, dass sie eingeschläfert werden soll, gerät Goofy in Wut und bricht die Verhandlungen ab.

Die Situation bleibt zunächst unverändert, zumindest bis der Stadtrat ein Gesetz verabschiedet, das die Haltung eines Löwen in Privathäusern ausdrücklich verbietet. In der Zwischenzeit wird ein Hundefänger mit der Jagd nach Agnes beauftragt. Es gelingt ihm jedoch nicht, den Löwen zu fangen, bevor das Gesetz in Kraft tritt. Agnes kehrt daraufhin zu Goofy zurück.

Goofy gesteht Micky schließlich, dass der Löwe ihn mit seinem unstillbaren Appetit finanziell ruiniert. Auch er wäre nun bereit, einen Kompromiss zu finden, der Agnes ein friedliches Leben ermöglicht.

Das sogenannte „Anti-Löwen-Gesetz“ ist inzwischen verabschiedet. Doch gerade als der Hundefänger mit allen erforderlichen Papieren eintrifft, um Agnes in Gewahrsam zu nehmen, kommt es zu einer überraschenden Wendung: Agnes hat zwei Löwenjunge zur Welt gebracht.

Tatsächlich ist Agnes ein Weibchen. Die imposante Mähne war lediglich eine Attrappe, die ihr vom Zirkus angeklebt worden war, damit sie wie ein männlicher Löwe aussah. Da das neue Gesetz ausschließlich für ausgewachsene Löwen gilt, kann es auf Agnes und ihre Jungen nicht angewendet werden. Eine entsprechende Gesetzesänderung müsste erst ausgearbeitet werden und würde noch mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Währenddessen hat Micky Maus eine eigene Idee. Er verbringt ganze Tage gemeinsam mit Agnes und ihren beiden Jungen in einer Garage. Nach einiger Zeit stellt sich heraus, dass die drei Tiere hervorragend für eine Show dressiert sind. Ein neuer Zirkus zeigt Interesse an ihnen, nimmt sie auf und behandelt sie mit größtem Respekt. Goofy erhält dafür eine angemessene Gage.

Damit hat sich das Problem schließlich von selbst gelöst. Das „Anti-Löwen-Gesetz“ muss nicht mehr angewendet werden, Agnes und ihre Jungen finden ein neues Zuhause, und Goofy erhält für die Tiere sogar eine angemessene Bezahlung. Die Geschichte endet somit zur Zufriedenheit aller Beteiligten.

Hintergrund und Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jonathan Gray zufolge greife Floyd Gottfredson in seinen Micky-Maus-Geschichten häufig das Motiv eines unverstandenen oder wilden Haustiers auf, das 1942 jedoch bereits weitgehend ausgeschöpft gewesen sei. In der betreffenden Geschichte belebe Gottfredson das bekannte Muster neu, indem er Goofy ein gefährliches Haustier anvertraue und Micky die Rolle des besonnenen Sidekicks übernehme. Gray zufolge entstehe dadurch eine humorvolle Umkehrung der üblichen Rollen, bei der Goofy unbedarft durch die Handlung stolpere, während Micky versucht, ihn mit Bedacht zu lenken. Besonders deutlich werde dies, als Micky Goofy dazu bringt, den Plan des Bürgermeisters zu durchschauen, ohne ihm die richtige Entscheidung direkt vorzugeben. Gray hebt hervor, dass Micky Goofy auf diese Weise subtil beeinflusse, anstatt sich als besserwisserischer Ratgeber aufzuspielen, wodurch beide Figuren charakterlich weiterentwickelt würden.[1]

Die Geschichte hat eine außerordentlich gute Bewertung auf Inducks und belegt derzeit (Stand September 2026) den Platz 1141.[2]

Deutsche Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ↑ Gray J. H. (2022). Löwe gegen Maus. In F. Gottfredson, Floyd Gottfredson Library (A. Voigtmann, Übers., Bd. 7, S. 18). Berlin: Egmont Verlagsgesellschaften mbH.
  2. ↑ https://inducks.org/recommend.php?top100=1