Kitty

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Kitty (engl. Lucifer oder Sluggy) ist ein streunender und zugleich aggressiver Kater, der in den Kurzfilmen und Comicgeschichten als Rivale von Pluto auftritt.

Vorgänger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Streunende Katzen gab es in den Comics schon viele Jahre vor dieser Figur. So ist in den Comicstrips von Al Taliaferro bereits seit 1938 eine streunende schwarze Katze bekannt, die Donald, Bolivar und die Ducks terrorisiert. Diese angriffslustige Katze könnte demnach als historische Vorgängerin von Kitty betrachtet werden. Der US-Amerikaner Carl Barks griff im selben Jahr wie die Kurzfilme und die Gottfredson-Geschichte ebenfalls die Idee der streunenden Straßenkatze auf, nämlich in 'Falsch wie Gift.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seinen ersten Auftritt hatte der Kater im Kurzfilm Plutos kleiner Bruder aus dem Jahr 1946. Dort jagte er den Hund Pluto mit einem Elektroschock aus seinem Versteck.[1] Einen weiteren Auftritt hatte der bösartige Kater im selben Jahr im Kurzfilm Badetag. In diesem Carton flüchtet der Kater Figaro vor seiner Besitzerin Minnie, nachdem diese ihn gebadet hat, und trifft dabei auf eine „Gang“ von Straßenkatzen. Anführer der Straßenkatzen ist Kitty, der sich auch gleich mit Figaro raufen möchte. Zuerst spielt er vor, unterlegen zu sein, doch dann zeigt er seine wahre Natur und dass seine scharfen Krallen auch Haare spalten können. Figaro kann ihn nur besiegen, da mehrere gestapelte Mülltonnen auf Kitty runterfallen und ihn dadurch außer Gefecht setzen.[2] In seiner Entwicklungsgeschichte wurde Kitty zuerst von den Autoren Harry Reeves und Jesse Marsh und später von Eric Gurney skizziert.

Noch im selben Jahr (1946) erschien in den Zeitungen die Comicgeschichte Die kratzbürstige Katze von Floyd Gottfredson, in der Kitty wieder in Erscheinung tritt. Hier tyrannisiert der Kater die Nachbarschaft und nistet sich bei Micky Maus ein. Micky hat zuerst Angst vor dem Kater und versucht ihn loszuwerden, am Ende rettet er den Vierbeiner jedoch vor dem sicheren Tod, als Kitty ins Tierheim gebracht wird und dort seine letzte Reise antreten soll. Da der Kater aber das Tierheim und alle Personen vor einer herannahenen Feuerbrunst warnt, erhält Kitty vom Bürgermeister sogar einen Orden. In der Geschichte wird auch Kittys Familie gezeigt, die aus 53 weiteren Katzen besteht. Das Familienverhältnis wird nicht geklärt, aber er scheint der Vater der Katzenbabys zu sein.

Damit gehört die Figur zu einer kleinen Gruppe von Disney-Comicfiguren der Gottfredson-Spätphase, die unmittelbar von der damaligen Animationsproduktion inspiriert wurde. Insgesamt wurde der Kater noch über 25 weitere Male verwendet – 17 davon in Deutschland, wobei ein Großteil aber Einseiter sind.

Aussehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kitty ist kein niedlicher Hauskater wie Figaro, sondern ein langgestreckter, schlaksiger Straßenkater mit ziemlich aggressiver Körpersprache. Eine italienische Disney-Analyse beschreibt ihn ausdrücklich als „dinoccolato, allampanato“, also etwa schlaksig und dürr und hebt seine ungewöhnliche Gestaltung und Bewegungsweise hervor.[3] In den Kurzfilmen ist der Kater rot und hat grüne Augen. In den Comics weicht die Fellfarbe ab, hier wird der Kater auch mal grau, schwarz oder in anderen Fellfarben dargestellt. Die größere Körpergröße und die aggressive Körpersprache bleiben aber bestehen.

Charakter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kitty ist ein extrem aggressiver, nahezu psychopathisch wirkender Straßenkater und Gegenspieler von Pluto, bzw. später Figaro. In Zeitungen wird mehrfach über ihn berichtet und er landet mit seinen Taten auch mehrfach auf der Titelseite. Er rettet aber auch Menschenleben, sodass man hier nicht nur von einem bösartigen Verhalten sprechen kann.

Namensgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Kurzfilmen werden keine Namen genannt. Jedoch führt IMDB und verschiedene Webseiten den Namen „Lucifer“ oder auch „a rough alley cat“ an.[4][5]Die Bezeichnung „Sluggy“ ist eine spätere bzw. datenbankbasierte Charakteridentifikation. Der Name Sluggy vermittelt also ungefähr das Bild eines raubeinigen, etwas heruntergekommenen, schwerfälligen Straßenkaters und stammt vom englischen Wort „slug“ ab (ein schwerer Schlag, Faustschlag).

In den Kurzfilmen hat die Figur keinen deutschen Namen, da die Tiere nicht sprechen. Im Deutschen erhielt die Figur ihren Namen in der Gottfredson-Geschichte Die kratzbürstige Katze.

Auftritte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cartoons[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Comicgeschichten (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]