Dolly Parton
Dolly Rebecca Parton (* 19. Januar 1946 in Pittman Center, Tennessee; † 25. August 2026 in Nashville, Tennessee) war eine US-amerikanische Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin. Mit über 100 Millionen verkauften Tonträgern zählt Dolly Parton zu den bedeutendsten Country-Sängerinnen aller Zeiten.[1] Sie war zudem als Unternehmerin aktiv und für ihr soziales Engagement bekannt. Seit 1984 hat sie einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

Parton war die Patentante der Schauspielerin und Sängerin Miley Cyrus. Von 1965 bis zum Tod ihres Partners war sie mit dem Bauunternehmer Carl Dean (1942–2025) verheiratet.
Leben und Karriere Bearbeiten
Bereits im Alter von zehn Jahren trat Parton in lokalen Radio- und Fernsehsendungen auf, nachdem ihr Onkel, der Songwriter Bill Owens, ihr Talent erkannte. Mit gerade einmal 13 Jahren debütierte sie mit ihrem selbstkomponierten Song „Puppy Love“ in der von Nashville aus übertragenen Radioshow Grand Ole Opry. Im Jahr 1965 unterzeichnete die aufstrebende Sängerin ihren ersten Plattenvertrag bei Monument Records, gefolgt von einem Vertrag als Songwriterin bei Combine Music. Am 18. September 1967 erschien ihr erstes Debüt-Album „Hello, I'm Dolly“, welches insgesamt 14 Wochen in den Billboard Top Country-Albumcharts verbrachte. In den folgenden Jahrzehnten feierte sie als Countrysängerin eine Reihe von Erfolgen und erreichte mit zahlreichen Titeln die Spitze der Charts, darunter „Joshua“ (1970), „Jolene“ (1973), „I Will Always Love You“ (1974), „9 to 5“ (1980) und „Tennessee Homesick Blues“ (1984). Ihr Chartstürmer „9 to 5“ wurde mehrfach von Disney aufgegriffen, darunter im Kurzfilm Zoff in Entenhausen aus dem Jahr 1987 in einer Filmmontage sowie im Abspann der Episode „Rache ist süß“ der Zeichentrickserie Willkommen in Gravity Falls. Außerdem performte sie das Lied live im vom ABC produzierten Jubiläumsspecial Walt Disney World 15th Anniversary an der Seite zahlreicher Disney-Figuren. 1980 startete sie mit dem Spielfilm Warum eigentlich … bringen wir den Chef nicht um? ihre langjährige Schauspielkarriere. Dabei wirkte Parton seit Anfang der 1990er Jahre auch in Disney-Produktionen, wie Sag’s offen, Shirlee und Frank McKlusky, C.I, mit. Des Weiteren bewies sie ihr Gespür als Unternehmerin und eröffnete 1986 den Freizeitpark „Dollywood“ in Pigeon Forge, Tennessee. Schon zu Lebzeiten hatte Dolly Parton dem sozialen Engagement einen großen Stellenwert eingeräumt. So gründete sie etwa 1988 die Non-Profit-Organisation „Dollywood Foundation“ und rief 1995 das Programm „Imagination Library“ ins Leben. Bis heute wurden im Rahmen dessen über 300 Millionen kostenlose Bücher an Kinder im Alter von null bis fünf Jahren weltweit verteilt.[2]
Dolly Parton stand bis 2026 auf der Bühne und verstarb im Alter von 80 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.
Filmografie Bearbeiten
- Für Disney
- Sag’s offen, Shirlee als „Shirlee Kenyon“ (1992)
- Frank McKlusky, C.I als „Edith McKlusky“ (2002)
- Hannah Montana als „Tante Dolly“ (2006–2010)
- Sonstige (Auswahl)
- Warum eigentlich … bringen wir den Chef nicht um? (1980)
- Das schönste Freudenhaus in Texas (1982)
- Magnolien aus Stahl (1989)
Diskografie (Auswahl) Bearbeiten
- „Puppy Love“ (1959)
- „Joshua“ (1970)
- „Jolene“ (1973)
- „I Will Always Love You“ (1974)
- „Love Is Like a Butterfly“ (1974)
- „9 to 5“ (1980)
- „Tennessee Homesick Blues“ (1984)
- „Think About Love“ (1985)
- „Yellow Roses“ (1989)
- „Rockin’ Years“ (1991)
Weblinks Bearbeiten
Einzelnachweise Bearbeiten
- ↑ Dolly Parton erhält Auszeichnung für mehr als 100 Millionen verkaufte Alben, countrymusicnews.de
- ↑ Biografie von Dolly Parton, dollyparton.com