LTB 1: Rezension
In diesem Artikel wird das LTB 1 rezensiert. Ob dieser Band tolles Top, ein fataler Flop oder einfach nur müdes Mittelmaß ist, erfährst du hier. Dranbleiben ;-) Einen neutralen enzyklopädischen Artikel findest du unter LTB 1.

Jeder kann hier seine persönliche Meinung zu den in LTB 1 erschienenen Geschichten verfassen. Eine Unterschrift unter jedem Kommentar ist erwünscht (einzufügen mit ~~~~). Die Geschichten können mit Highlight
, Gut
, Mittelmaß
oder Schlecht
bewertet werden. Bei der Bewertung sollten Zeichnungen, Plot und Übersetzungen mit einbezogen werden. Eine genaue Anleitung zum Verfassen einer Rezension findest du hier. Viel Spaß!
Cover Bearbeiten
Das Cover ist eher dürftig gezeichnet. Und Dagobert und Donald Arm in Arm? Nicht gerade typisch. --84.142.157.240 18:37, 29. Sep 2006 (CEST)
Das neue Cover ist viel besser. Donald mit Schmetterlingsnetz und dem Kolumbusfalter. --Suiluj Duck 16:22, 1. Jul 2007 (CEST)
Für LTB-Fans ist ja ausgemacht, dass die Reihe in ihrem ersten Band ihr künftiges Cover-Konzept noch nicht so recht gefunden hatte. Tatsächlich handelte es sich ja aber um die Übernahme eines I Classici-Covers mitten aus der in Italien bereits seit Jahren laufenden Reihe - und zwar war dieses Motiv die überhaupt erst zweite Cover-Illustration des jungen Marco Rota für eine Mondadori-Publikation. Es war also Rota, der im Jahr 1966 noch an seinem Stil bastelte. (5/15 - Pretty bad) Hobrowili (Diskussion) 19:02, 14. Okt. 2026 (CEST)
Rahmengeschichte Bearbeiten
: Zeichnungen
: Story
Insgesamt:
-- LTB-User, 17:45, 26.Apr.2009
Donald sitzt im Knast ein – und zwar gleich doppelt: Einmal als Feuerteufel, weil er beim Anzünden der gesammelten Rechnungen, Mahnungen und Zahlungsbefehle gleich das ganze Haus in Brand setzt, einmal als Goldschmuggler (die Geschichte „Die Zebramuschel“ ausleitend). Ein Knaller ist auch, dass Donald mit den Kindern im teuersten Restaurant der Stadt speist und sich einbildet, Onkel Dagobert werde schon dafür zahlen… Als Perego in Deutschland noch neu war: Ich empfinde diese Rahmengeschichte gerade wegen der vielen Knalleffekte als eine der besseren (und lustigeren). Man wundert sich bloß, dass der Zensor das passieren ließ. Aber vielleicht musste Ehapa auch erst Erfahrungen sammeln, was so geht und was nicht. (7/15 – Not bad) Hobrowili (Diskussion) 10:04, 17. Okt. 2026 (CEST)
Der Kolumbusfalter Bearbeiten
„Mal nachschlagen! Wozu hat man Bücher?“ (Onkel Dagobert in der 60er Jahren – natürlich – noch ganz analog unterwegs)
Eine tolle Geschichte, spannend, amüsant und lehrreich. Onkel Dagobert, scheinbar schon geschlagen, findet doch noch (mal wieder) den Schlüssel zum großen Geschäft. Dazu lernt man einiges übr die Entdeckungsreisen des Kolumbus. Der Zeichenstil ist sehr gut. --84.142.157.240 18:56, 29. Sep 2006 (CEST)
Die dritte Scarpa-Geschichte mit seiner Schöpfung Gitta Gans beginnt als Geschäftsgeschichte und endet als abenteuerliche Schatzsuche. Einige wunderbare Wendungen im Handlungsfaden sorgen dafür, dass ein paar aufkeimende Erzählroutinen sich nicht allzu sehr Bahn brechen. Besonders gefallen mir die Szenen mit Dagobert bei seinem Musterzeichner (S. 27 und 29), durch den retardierenden Einschub auf S. 28 auch ein Musterbeispiel für Scarpas dramaturgische Kunst, sowie – o wunder – die gesamte Handlung um die Panzerknacker (S. 56-59, S-63-64), die neue warme Oberbekleidung benötigen („Mit Nummern und so! Sie wissen schon!“) (S. 59) (14/15 – Incredible) Hobrowili (Diskussion) 10:04, 17. Okt. 2026 (CEST)
Die Zebramuschel Bearbeiten
„Ausgerechnet jetzt, wo ich mich schon um Almosen bettelnd durch die Straßen wanken sehe, hast du den traurigen Mut, von Geld zu sprechen?“ (Onkel Dagobert macht Donald ein schlechtes Gewissen)
Spannende und amüsante Geschichte, dazu mit einigen Überraschungen. Dagobert trickst die Panzerknacker aus und sahnt erneut ab. Der Zeichenstil ist gut. --84.142.157.240 18:56, 29. Sep 2006 (CEST)
Abgesehen von der schönen Idee, Donald sich für Weichtiere begeistern zu lassen, können auch die Zeichnungen Giovan Battista Carpis gefallen, wenn auch das Endergebnis um einiges hinter dem etwas früher im Jahr 1962 entstandenen „Gürtel aus dem Morgenland“ (LTB 3) zurückbleibt. (11/15 – Good) Hobrowili (Diskussion) 10:04, 17. Okt. 2026 (CEST)
Der Gespensterschatz Bearbeiten
„Ein Gespenst? Stell dich nicht so an! Das ist doch nichts Besonderes. / Aber daß ein Gespenst in meinem Panzerschrank wohnt, ohne Miete zu bezahlen…“ (Onkel Dagobert nimmt’s nicht nur von den Lebendigen)
Lustige und lehrreiche Geschichte. Unglaublich komisch, wie Dagobert und Donald im Irrenhaus landen, genauso wie die vergeblichen Versuche der Gespenster, Dagobert zu erschrecken. Dennoch können sie ihn austricksen. Der Zeichenstil ist sehr gut. --84.142.157.240 19:02, 29. Sep 2006 (CEST)
Diese Geschichte ist einsame Spitze - wie so vieles, was Luciano Bottaro seit 1958 in Kollaboration mit Carlo Chendi schuf. Ich schätze aufgrund der abgedrehten Ideen, der vielen Lacher, dem auch auf 60 Seiten stets beeindruckenden Erzählfluss und einer unnachahmlichen Leichtigkeit diese Geschichte sogar höher ein als den Scarpa im selben Band. (15/15 - Outstanding) Hobrowili (Diskussion) 10:04, 17. Okt. 2026 (CEST)
Donald im Jahre 2001 Bearbeiten
„Ich spare und spare, aber eines Tages muß jeder diese Erde verlassen und vielleicht auch ich.“ (Onkel Dagobert)
IMHO die beste Geschichte des Bandes. Um zu überprüfen, ob Donald sein Vermögen als Erbe in der Zukunft verplempert, schickt Dagobert ihn und seine drei Neffen vom Jahr 1970 ins Jahr 2001. Dass die Geschichte inzwischen von der Realität überholt ist, tut der Faszination keinen Abbruch. Ungewöhnlich ist die Erwähnung des Todes eines Duck-Charakters: Onkel Dagobert ist in dieser Geschichte im Jahr 2001 bereits gestorben. Der Zeichenstil ist, wie die Geschichte selbst, exzellent. --84.142.157.240 19:10, 29. Sep 2006 (CEST)
Ich bin fast geplättet, wie gut diese Geschichte tatsächlich ist! Unter dem bravourösen Skript von Attilio Mazzanti schwingt sich auch der normalerweise limitierte (wenn auch nie schlechte) Zeichner Luciano Gatto zu einer Höchstleistung auf. Das erste Panel der Geschichte wurde von Giuseppe Perego für die I Classici (und damit auch LTB)-Veröffentlichung neugezeichnet. Die Gründe dafür sind unbekannt. Für eine weitergehende Interpretation fände ich es interessant, warum bereits im Jahr 1961 (Ersterscheinen in Italien) und damit bereits lange vor Stanley Kubrick das Jahr 2001 als Repräsentant für „die Zukunft“ überhaupt stehen konnte. Auch gewisse Ähnlichkeiten zum Handlungsfaden des Films „Zurück in die Zukunft II“ (1989) finde ich bemerkenswert. (13/15 – Superb) Hobrowili (Diskussion) 10:04, 17. Okt. 2026 (CEST)
Fazit Bearbeiten
Vier hervorragende Geschichten, die zudem durch eine zeichnerisch zwar schwache, aber durchaus kreative Rahmenhandlung schön miteinander verknüpft. Das mäßige Cover ist nur ein kleiner Wermutstropfen. --84.142.157.240 19:12, 29. Sep 2006 (CEST)
„Der Kolumbusfalter“ ist für mich ein absoluter Klassiker unter den LTB's, den man, finde ich, unbedingt gelesen haben muss. Das Cover finde ich sympathisch, die Geschichten sind auch schön, nur sind sie ein wenig steifer als heutzutage. Die Themen sind allerdings sehr schön, später gab es viele Geschichten, die nicht mehr so spannend waren. Leider wurde das Cover bei den Nachdrucken geändert, ich finde das nicht so schön. 87.144.143.112 13:16 Uhr, 19. Mai 2021 (CEST)
Kaum zu glauben: Da musste ich erst rund 70 Bände aus der klassischen Phase der Lustigen Taschenbücher rezensieren, um festzustellen, dass der erste Band offenbar bereits der beste war! Zu jeweils einem sehr gelungenen Werk der „großen Drei“ der frühen italienischen Disney-Comics (Scarpa, Carpi, Bottaro) tritt mit der Science-Fiction-Story von Mazzanti/Gatto ein – für mich jedenfalls – echter Überraschungstreffer. Hobrowili (Diskussion) 10:04, 17. Okt. 2026 (CEST)