Musik

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Donald in The Band Concert.

Musik ist in den Walt Disney Produktionen recht häufig anzutreffen. Sie steht häufig im Mittelpunkt, manchmal wird sie auch nur verwendet um Atmosphäre und Lebensfreude zu verbreiten. Ihre Verwendung in den Produktionen ist ganz unterschiedlich, sie macht auch vor den Comics nicht halt und wird auch dort gerne verwendet.

Auch in Ägypten wurde die Trompete verwendet.(© Disney)

Wissenschaftler schätzen das seit etwa 35000 Jahren auf der Welt musiziert wird. Indizien hierfür sind unter anderem die Knochenflötenfunde von Geißenklösterle auf der Schwäbischen Alb.

Aus der Jungsteinzeit konnten Trommeln und Pauken, Gestaltrasseln in Menschen- und Tierform gefunden. In Ägypten wurde schließlich die Harfe entwickelt und auch überall auf der Welt konnten neue Instrumenten entwickelt werden.

Im Mittelalter wanderten Barden durch die Landschaften und unterhielten die Leute mit Spottliedern oder Lobhymnen.

1857 entwickelte Édouard-Léon Scott de Martinville den Phonautograph mit dem Schallwellen aufgezeichnet werden konnten, aber der Apparat gab diese Schallwellen nicht wieder. So entwickelte Thomas Alva Edison im 1877 das erste Aufnahmegerät, das die Schallwellen wiedergeben konnten.

Es entstanden weitere Wiedergabegeräte wie das Radio auf dem live Musik und Talk gespielt wurde.

Mit der Entwicklung des Kinos, begann eine neue Ärea der Unterhaltung und diese wurde schließlich mit der Hilfe eines Kinopianisten musikalisch unterstützt. Ein solcher Kinopianist untermalte unter anderem die ersten Cartoons von Walt Disney. Beispiele hierfür sind die kurzen Newman Cartoons, Little Red Riding Hood, die Alice Comedies, die Oswald the Lucky Rabbit Cartoons und die beiden Micky Maus Cartoons Plane Crazy und The Gallopin' Gaucho.

Józef Tykociński-Tykociner präsentierte schließlich die ersten Tonfilmexperimente die von Hollywood erst nach einigen Verbesserungen verwendete. Mit dem Abendfüllenden Film The Jazz Singer aus Jahre 1927 wurde auch die Musik für Disney bedeutend.

Die Musik entwickelte sich in den nächsten Jahrzehnten zu einem Hauptelement von Kinogeschichten. Beispielsweise trat John Wayne als junger Schauspieler gerne als singender Cowboy auf.

In diesem Artikel wollen wir uns vorallem mit der Verwendung von Musik in Disney-Produktionen, Disney-Geschichten und verschiedenen anderen Themen bezüglich Disney beschäftigen. Den Anfang machen die Cartoons.

Cartoons

Musik in Steamboat Willie

Schon Steamboat Willie (1928) hat Musik als Hauptthema. In diesem Debüt von Micky musiziert er mit Minni mit allerlei Gegenständen und benutzt dabei auch Tiere (zum Beispiel zieht er eine Katze am Schwanz).

Auch in Micky's Platzkonzert (The Band Concert) (1935) spielt die Musik die Hauptrolle.

Selbst in den Kriegspropagandafilmen der Disney-Studios ist Musik als wichtiges Ausdrucksmittel verwendet worden. Die Titelmusik von Der Fuehrer’s Face wurde in den USA lange Zeit als Nazi-Spottlied gesungen.

Eine eindeutige Rolle wird der Musik ab 1929 in den Silly Symphonies zugewiesen: Hier werden Musik und Tanz als Stilmittel angewandt.

Eine große Hauptrolle spielt die Musik auch in der Cartoon-Reihe Meastro Minnie. Hier agiert Minni Maus in verschiedene Musikstücke aus der Klassik. Beispiele hierfür sind: Flight of the Bumblebee und der Hungarian Rhapsody #6. Die Cartoon-Reihe wurde von 1999 bis 2002 produziert.

In den Comics

Schon in den Zeitungsstrips von Bob Karp und Al Taliaferro wird Musik verwendet, vor allem als Hausmusik, wenn z. B. Donald Tick, Trick und Track zum Musizieren anleiten will. Eine ähnliche Rolle spielt die Musik in den Geschichten von Carl Barks. In Der Weg zum Ruhm stacheln die Neffen etwa ihren Onkel zu einer Musikerkarriere an, was ihnen aber bald selbst zum Verhängnis wird, da sie kein Auge mehr zu tun können, wenn Donald übt.

Musik als Symbol

Das Symbol Musik fängt schon beim traditionellen auffällig „unschuldigen Pfeifen“ an. Wenn also im Comic jemand etwas ausheckt, pfeift er garantiert vor sich hin, um seine Unschuldigkeit zu zeigen. Dem Zuschauer bzw. Leser ist natürlich gerade dadurch klar, dass er hier an einer Hinterlist ist.

In Musik geht alles besser (LTB 269) findet Donald einen Weg, Motoren mit Musik zu betreiben. Hier soll Musik als beschwingend und vorantreibend symbolisiert werden. In Drei windige Wissenschaftler (LTB 290) machen die Professoren Ecks, Duplex und Triplex jeden Entenhausener mit spezieller Musik zur guten Seele. Hier wird die Musik als beruhigend und versöhnend dargestellt.

Verwendung realer Musik

„Gold und Silber lieb' ich sehr“ bei Barks / Fuchs.

In den Comics werden gern bekannte Musikstücke verwendet. Dabei sind nicht nur klassische Werke anzutreffen, sondern auch Beispiele aus der modernen Popmusik. So singt Inspektor Issel in Der mächtige Maschinenmann (LTB 190) das Lied „Über den Wolken“ von Reinhard Mey und aus den Boxen von Donalds 313 klingt in So gut wie neu (OD 79) „Die da“ von den Fantastischen Vier.

Besonders häufig anzutreffen ist das Studentenlied „Gold und Silber lieb' ich sehr“ von August Schnezler aus dem Jahre 1828, das schon Dr. Erika Fuchs in ihren Übersetzungen verwendet hat. Meist wird es von Dagobert Duck oder den Panzerknackern angestimmt. In LTB 320 ist sogar eine Geschichte mit diesem Titel erschienen. Dort verwendet Dagobert „Gold und Silber lieb' ich sehr“ als Passwort für den Eingang zum Geldspeicher - wie schon bei Barks: In der Fuchs-Übersetzung von Das Münstermännchen (The Phantom of Notre Duck) muss man das Lied mit einer Flöte spielen, damit sich Dagoberts Tresor öffnet. Inzwischen wird das Lied von vielen mit Dagobert Duck identifiziert (siehe unten bei den Weblinks).

Sekundärliteratur

  • Schatzkästlein Entenhausener Poesie, Markus von Hagen

Siehe auch

Weblinks

Gold und Silber lieb' ich sehr