Toni Ross
Toni Ross (ital. Curiazio) ist der Vetter von Rudi. Die Figur wurde von Francesco Vacca erfunden und in bislang drei Geschichten eingesetzt, stets gezeichnet von Lucio Leoni. Von diesen Geschichten wurde bislang zwei auf Deutsch veröffentlicht. Toni Ross ist der Sohn von zia Fufezia, die in der deutschen Übersetzung keinen Namen hat.
Aussehen Bearbeiten
Toni ist ebenso wie Rudi ein anthropomorphes Pferd, hat aber lange braune Haare, die hinten am Kopf in einen langen Pferdeschwanz übergehen, sowie nach vorne eine vorstehende Tolle bilden. Dadurch, sowie durch sein Outfit (grüner Hoodie und Schirmkappe) wirkt Toni jünger als Rudi.
Charakter Bearbeiten
Die Erschaffung Tonis lässt sich in einen neueren Trend in italienischen Comics einordnen, Figuren mit Familienangehörigen zu konfrontieren, die das komplette Gegenteil ihrer selbst darstellen. Toni ging dabei die Erfindung Grufys als pedantischer, überkorrekter Vetter Goofys voraus, der im Übrigen ebenfalls von Lucio Leoni gezeichnet wurde.
Toni ist so tollpatschig, wie Rudi gewissenhaft ist. Alles Erdenkliche, was Toni berührt, geht unweigerlich zu Bruch, was im Normalfall Rudi zu büßen hat, der die zerstörten Gegenstände wieder reparieren muss. Schon als Kind war Rudi damit beschäftigt, die Zerstörungen zu beheben, die sein Cousin angerichtet hatte. Dadurch konnte Rudi allerdings all die Fähigkeiten erwerben, die für seinen jetzigen Beruf als Handwerker und Reparateur so wichtig sind. Toni ist zwar sehr nett, aber da er ein furchtbarer Schussel und nichts in der Umgebung vor ihm sicher ist, will Rudi ihn erst gar nicht sehen, als er ihn in Zwei wie Tag und Nacht besuchen kommt und versucht, sich vor Toni zu verstecken. Als Toni im Zuge seiner Suche nach Rudi Klarabellas Haus und dann auch noch einen Bus demoliert, wird ihm der Prozess gemacht. Rudi übernimmt zähneknirschend die Verantwortung, die Schäden zu reparieren, erkennt aber dadurch, welche Bedeutung Toni für sein jetziges Leben hat und versöhnt sich mit ihm.
In Die wandelnde Abrissbirne offenbart Toni zudem seine große Gutgläubigkeit. Er wird von Kater Karlo vermeintlich dafür angestellt, baufällige Gebäude zu überprüfen, die, als er sie betritt, alle sofort zusammenbrechen. Er ahnt in keiner Weise, dass Karlo sein besonderes Talent für kriminelle Touren nutzt und die Stadtverwaltung Entenhausens damit erpresst, nach Belieben Gebäude einstürzen zu lassen. Am Ende der Geschichte erkennt Toni, dass er nur dann Sachen zu Bruch bringt, wenn er innerlich versucht, genau dies zu vermeiden.