Lehrer sind auch Menschen
| Lehrer sind auch Menschen | |
|---|---|
| Teachers are People | |
| © Disney • Quelle: fandom | |
| Uraufführung: | 27. Juni 1952 |
| Titelheld: | Goofy |
| Regie: | Jack Kinney |
| Animation: | Ed Aardal, Georges Nicholas, Harvey Toombs, Hugh Fraser etc. |
| Drehbuch: | Dick Kinney, Brice Mack |
| Produktion: | Walt Disney |
| Musik: | Oliver Wallace |
| Länge: | 6:20 Minuten |
|
| |
Der Cartoon Lehrer sind auch Menschen (im Original Teachers are People) wurde am 27. Juni 1952 uraufgeführt. Der fürsorgliche Lehrer Goofy muss sich an einem ganz gewöhnlichen Schultag mit den Schülern rumplagen, besonders mit dem kleinen George.
Figuren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Goofy
- George
- Mutter von George
- Schulbusfahrer
- Vater eines Schülers
- diverse Schülerinnen und Schüler
- Erzähler
Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn des Cartoons weist der Erzähler darauf hin, wie wichtig die Schule geworden, die mittlerweile in jeder Gemeinde zu finden ist. Auch der aus guten Hause stammende George muss in die Schule gehen, was dieser aber eigentlich nicht will. Die Mutter zieht ihn nach draußen vor die Tür, sodass er keine andere Wahl hat. Schnell schlüpft George in seinem Gartenhaus aus der Schulkleidung in bequemere Sachen, ehe er sich dann auf den Weg in die Schule macht. Von überall, ob zu Fuß, mit dem Bus oder auf dem Fahrrad, machen sich Kinder auf dem Weg in die Schule. Ihr Lehrer ist Goofy, der zu Beginn recht selbstbewusst auftritt. Er schaut auf die Uhr, ehe er sich auf den Weg zur Straße macht. Auf der anderen Seite warten bereits die Schülerinnen und Schüler. Also packt Goofy Mütze, Pfeife und Stoppschild aus, um den Verkehr zum Anhalten zu bewegen, sodass die Kinder die Straße sicher überqueren können. Dann packt er mitten auf der Straße sein Stoppschild ein, wodurch der Verkehr sogleich losfährt. Goofy kann sich gerade noch auf den Gehsteig retten. Derweil ist im Klassenzimmer zwischen den Schülern ein Kampf ausgebrochen. Es wird mit Gegenständen um sich geworfen und allerlei Unfug angestellt. Goofy hat sich auf diese Situation vorbereitet, in dem er in seine Footballschutzkleidung steigt, ehe er das Klassenzimmer betritt. Mit einer Pfeife signalisiert Goofy den Unterrichtsbeginn, sodass sich die Schüler beruhigen. Er stimmt ein Lied an, dass die Schüler singen, während er sie dirigiert. Dabei fällt ihm auf, dass jemand eine Karikatur von ihm an die Tafel gezeichnet hat und darüber Leerer (im Englischen Teecher) geschrieben hat. Erst korrigiert er den Fehler, bemerkt aber danach die Karikatur, die er mit dem Tafelschwamm wegwischt. Aus seinem Jacket kommt ein runder Taschenspiegel hervor, mit dem er sehen kann, was hinter ihm passiert. So bemerkt er, dass George mit einer Schleuder auf ihn zielt. Trotz Ermahnung feuert George das Geschoss ab, doch Goofy kann rechtzeitig ausweichen. Zur Strafe muss George seine Waffen beim Lehrer abgeben, darunter die Schleuder, ein paar Böller und sogar eine tickende Handgranate, die Goofy in einem Wassereimer entsorgt.
Nun überprüft Goofy die Anwesenheit der Schüler, indem er ihre Namen aufruft. Dabei stellen die Schüler unbemerkt alle möglichen Unsinn an, wenn sie entweder ihren Mitschülern Streiche spielen oder mit einem Papierflieger um sich werfen. Als Goofy George aufruft, sieht er, wie dieser vor dem Fenster sich auf den Weg zum Angeln macht. Schnell holt Goofy den Ausreißer hinein. Dann fordert er auf, dass die Schüler ihre Hausaufgaben vorzeigen, welche darin bestand, dem Lehrer einen Apfel mitzubringen. Goofy zählt die Äpfel und bemerkt, dass einer fehlt. Es ist George, der zur Strafe auf einem Stuhl in der Ecke sitzt, während er seinen mitgebrachten Apfel isst. Goofy will sie wieder dem Unterricht widmen, muss George aber ermahnen, nichts an die Tafel zu malen. Nun beginnt Goofy mit dem Erdkundeunterricht, indem er eine Karte aus einem Ständer zieht. George zieht dabei Grimassen. Während Goofy mithilfe der Karte, einem Globus und einer Zeitung versucht, Geographieunterricht zu geben, passen die Schüler nicht auf. George schneidet sogar mit einer Schere ein Loch in die Karte, steckt seinen Kopf heraus und schneidet wieder Grimassen. Da ertönt der Pausengong. Die Kinder eilen nach draußen in den Pausenhof. Dort essen sie Brot und Obst, während Goofy sich von den mitgebrachten Äpfel ernährt. Einige Kinder spielen im Pausenhof. George steht mit einer Gruppe Kinder vor dem Fenster des Klassenzimmers, um ihnen einen neuen Witz zu erzählen. Goofy bekommt davon mit. Als er am Fenster steht und lauscht, bekommt er einen hochroten Kopf als er dem Witz von George lauscht. Das veranlasst Goofy dazu, die Karte zur sexuellen Aufklärung anhand von Bienen, Blumen und Vögel vom Ständer zu reißen, zusammenzuknüllen und in den Müll zu schmeißen.
Der Gong ertönt. Die Pause ist vorbei. Mit gesenktem Kopf kehren die Kinder ins Klassenzimmer zurück. George muss jedoch von Goofy zurückgeschoben werden. Als nächstes steht Rechtschreibung auf dem Lehrplan. George soll das Wort Katze buchstabieren. Weil er sich nicht sicher ist, will er bei seinem Mitschüler auf dem Papier nachschauen. Da dieser es nicht freiwillig herzeigt, bedroht George ihn mit einer Wasserpistole. Es bringt jedoch nichts, da der Schüler das Wort selbst falsch aufgeschrieben hat und somit George das Wort falsch buchstabiert. Zur Strafe macht George seinen Mitschüler nass. Im Anschluss an die Stunde folgen Kunst und Heimwerken als Unterricht, gefolgt von Mathematik. Hier schreibt Goofy einen Mathetest. Veträumt steht er am Fenster und hat in seiner Hand hinter seinem Rücken die Lösung offen. Dadurch ist es einem Schüler möglich die richtigen Antowroten abzuschreiben, die die anderen Schüler dann voneinander kopieren. George stellt sogar die Uhr eine Stunde nach vorne, sodass die Schüler früher nach Hause können. Als der Schulgong ertönt, rasen alle Schüler schnurstracks aus der Schule. Glücklich und zufrieden winkt Goofy ihnen nach. Dann kümmert sich Goofy im Anschluss um einige Aufgaben. Er räumt den Müll weg, wischt die Tafel und klopft die Schwämme aus. Ein Schüler kommt mit seinem Vater vorbei. Dieser knöpft sich den Lehrer vor, mault ihn kurz an und gibt ihm dann mit der Faust eins auf den Kopf. Der Schultag scheint beendet zu sein. Da geht plötzlich die Handgranate hoch, die das halbe Gebäude zerstört. Weil diese George gehört hat, muss der Schüler mehrmals als Strafe an die Tafel schreiben, dass er nie wieder die Schule in die Luft jagen wird. Die Kreide quietscht beim Schreiben. Doch Goofy lässt sich trotz Qual nicht davon beirren, die Schulaufgaben zu korrigieren.
Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| Rolle | Originalsprecher | Deutsche Sprecher |
|---|---|---|
| Goofy | Pinto Colvig | Walter Alich |
| Georges Mutter | Helen Seibert | - |
| Erzähler | Alan Reed | Norbert Gescher |
| Schüler/innen | John Kinney, Mike Kinney, Norma Swank, Majorie Wilcox, Lucille Williams | - |
| Ein Vater | - | - |
Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Dieser Cartoon ist auf der DVD-Sammlung Walt Disney Kostbarkeiten: Goofy’s gesammelte Geschichten zu finden.
- Aufgrund der problematischen Gewalt an amerikanischen Schulen durch Waffen sah man sich verantwortlich, ein Vorwort von Leonard Maltin hinzuzufügen. In einer Szene ist zu sehen, wie der Schüler George verschiedene Waffen aus der Hosentasche zieht und in die Schublade des Lehrers legt. Da Schulschießereien in den 1950er Jahren nicht üblich waren, konnten sich die Disney-Zeichner diesen Gag damals erlauben. Aus der Perspektive der 2010er- und 2020er-Jahre wird er selbstverständlich kritischer betrachtet.
- Die Stimme des Erzählers Alan Reed wurde Jahre später bekannt als die von Fred Feuerstein