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[[ | [[Bild:Musicland3.JPG|thumb|right|Unterschiedliche Welten können über die Liebe zusammenkommen (© Disney)]] | ||
Der Cartoon [[Music Land]] aus dem Jahre 1935 zeigte den Zuschauern schließlich wie ein Krieg zwischen den Musik-Richtungen Jazz und Klassik aussehen kann und wie er beigelegt werden könnte. | Der Cartoon [[Music Land]] aus dem Jahre 1935 zeigte den Zuschauern schließlich wie ein Krieg zwischen den Musik-Richtungen Jazz und Klassik aussehen kann und wie er beigelegt werden könnte. | ||
Version vom 22. Juli 2009, 17:45 Uhr
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Musik ist in den Walt Disney Produktionen recht häufig anzutreffen. Sie steht häufig im Mittelpunkt, manchmal wird sie auch nur verwendet um Atmosphäre und Lebensfreude zu verbreiten. Ihre Verwendung in den Produktionen ist ganz unterschiedlich, sie macht auch vor den Comics nicht halt und wird auch dort gerne verwendet.
Wissenschaftler schätzen das seit etwa 35000 Jahren auf der Welt musiziert wird. Indizien hierfür sind unter anderem die Knochenflötenfunde von Geißenklösterle auf der Schwäbischen Alb.
Aus der Jungsteinzeit konnten Trommeln und Pauken, Gestaltrasseln in Menschen- und Tierform gefunden. In Ägypten wurde schließlich die Harfe entwickelt und auch überall auf der Welt konnten neue Instrumenten entwickelt werden.
Im Mittelalter wanderten Barden durch die Landschaften und unterhielten die Leute mit Spottliedern oder Lobhymnen.
1857 entwickelte Édouard-Léon Scott de Martinville den Phonautograph mit dem Schallwellen aufgezeichnet werden konnten, aber der Apparat gab diese Schallwellen nicht wieder. So entwickelte Thomas Alva Edison im 1877 das erste Aufnahmegerät, das die Schallwellen wiedergeben konnten.
Es entstanden weitere Wiedergabegeräte wie das Radio auf dem live Musik und Talk gespielt wurde.

Mit der Entwicklung des Kinos, begann eine neue Ärea der Unterhaltung und diese wurde schließlich mit der Hilfe eines Kinopianisten musikalisch unterstützt. Ein solcher Kinopianist untermalte unter anderem die ersten Cartoons von Walt Disney. Beispiele hierfür sind die kurzen Newman Cartoons, Little Red Riding Hood, die Alice Comedies, die Oswald the Lucky Rabbit Cartoons und den Micky Maus Cartoon Plane Crazy.
Józef Tykociński-Tykociner präsentierte schließlich die ersten Tonfilmexperimente die von Hollywood erst nach einigen Verbesserungen verwendete. Mit dem Abendfüllenden Film The Jazz Singer aus Jahre 1927 wurde auch die Musik für Disney bedeutend.
Die Musik entwickelte sich in den nächsten Jahrzehnten zu einem Hauptelement von Kinogeschichten. Beispielsweise trat John Wayne als junger Schauspieler gerne als singender Cowboy auf.
In diesem Artikel wollen wir uns vorallem mit der Verwendung von Musik in Disney-Produktionen, Disney-Geschichten und verschiedenen anderen Themen bezüglich Disney beschäftigen. Den Anfang machen die Cartoons.
Cartoons

Schon Steamboat Willie (1928) hat Musik als Hauptthema. In diesem Debüt von Micky musiziert er mit Minni mit allerlei Gegenständen und benutzt dabei auch Tiere (zum Beispiel zieht er eine Katze am Schwanz).
Auch in Micky's Platzkonzert (The Band Concert) (1935) spielt die Musik die Hauptrolle.
Selbst in den Kriegspropagandafilmen der Disney-Studios ist Musik als wichtiges Ausdrucksmittel verwendet worden. Die Titelmusik von Der Fuehrer’s Face wurde in den USA lange Zeit als Nazi-Spottlied gesungen.
Eine große Hauptrolle spielt die Musik auch in der Cartoon-Reihe Meastro Minnie. Hier agiert Minni Maus in verschiedene Musikstücke aus der Klassik. Beispiele hierfür sind: Flight of the Bumblebee und der Hungarian Rhapsody #6. Die Cartoon-Reihe wurde von 1999 bis 2002 produziert.
Die Silly Symphony Cartoons
Eine eindeutige Rolle wird der Musik ab 1929 in den Silly Symphonies zugewiesen. Komponist Carl W. Stalling brachte Walt Disney schließlich auf die Idee Musik in Bilder zu fassen und diese kleine Reihe neben den Micky Maus Cartoons entstehen zu lassen. Das Vorbild hierfür waren Pantomime und Vaudeville Künstler aus den Theatern der damaligen Zeit.
Der erste Cartoonfiguren agierten schließlich mit der Musik und in der Filmwelt entstand der Begriff des sogenannten Mickey-Mousing. Mit dem ersten Cartoon Tanz der Skelette aus dem Jahre 1929 erlangte das Filmstudio ihren ersten Achtungserfolg ohne Micky Maus. Der Cartoon Hell's Bells verknüpfte schließlich die Melodien Funeral March of a Marionette, In der Halle des Bergkönigs und das Lied Jingle Bells miteinander.
Noch im gleichen startete Disney den ersten Silly Symphony Zyklus mit dem Cartoon Springtime. Auch hier agierten die Tiere des Waldes zur Musik nach dem Mickey-Mousing Prinzip.
1931 kam der erste Mutter Gans Cartoon Mother Goose Melodies in die Kinos. Hier wurden in einigen Bildern die Geschichten der berühmten Gans erzählt. Es sollten weitere Cartoons dieser Art entstehen.
Mit dem Cartoon Flowers and Trees der 1932 in Technicolor in die Kinos kam, begann eine neue Ärea in der Geschichte der Silly Symphonies. Ab diesem Augenblick wurden die Cartoons bunt und weitere Entwicklungen tätigten sich.
Die Charaktere begannen schließlich wie z.B. in dem Cartoon Father Noah's Ark zu singen. In diesem Cartoon aus dem Jahre 1933 besangen sie bespielsweise das Gebet um die Bewahrung während ihrer Fahrt in der Arche. Ein weiteres gesangliches Beispiel ist in dem Cartoon Die drei kleinen Schweinchen aus dem gleichen Jahr zu sehen. Der Hit Wer hat Angst vor'm bösen Wolf? aus der Feder von Frank Churchill wurde zur Hymne gegen die Depression und gegen die Nazis während des zweiten Weltkrieges. Sie schaffte es sogar in die Radiocharts. Auch die die Fortsetzungen die Kriegscartoons The Thrifty Pig und Food Will Win the War enthielten diesen Song.
Weitere bekannte Silly Symphony Cartoons sind The Pied Piper und The Grasshopper and the Ants. Der letzte genannte Cartoon enthält die Urversion von Goofy's Lieblingslied The World Owes Me a Living.
Weiter erwähnenswert ist der Cartoon The Goddess of Spring für welchen neue Lieder und auch neue Elemente versucht wurden. Einige dieser Elemente sind weiterentwickelter Form in dem Meisterwerk Schneewittchen und die sieben Zwerge zu finden.
Der Cartoon Music Land aus dem Jahre 1935 zeigte den Zuschauern schließlich wie ein Krieg zwischen den Musik-Richtungen Jazz und Klassik aussehen kann und wie er beigelegt werden könnte.
Am 5. November 1937 kam der Cartoon The Old Mill in die Kinos. Hier wurde das Micky-Mousing schließlich bei Tieren und auch bei Objekten perfektioniert und weiterentwickelt. Besonders intensiv wurde auch das Wasser beobachtet und auf die Musik ausgelegt.
Mit dem wohl verrückten Cartoon Mother Goose Goes Hollywood endete wohl inoffiziell die Silly Symphony Cartoon Reihe. In manchen Listen wie auch hier wird als letzter Cartoon schließlich das Farbremake Das hässliche Entlein angegeben. Auf jeden Fall ist der Cartoon auch nach Micky Mousing Prinzip produziert worden. In dem Film geht es um ein Schwan der in die falsche Familie hineingeboren wurde und schließlich versucht eine neue Familie zu finden.
Im Zuge der Neuproduktion von Fernsehcartoons entstanden von 1999 bis 2003 weitere Silly Symphony Cartoons mit den Micky Maus und seinen Freunden. Ein bekannteres Beispiel hierfür ist der CArtoon Hänsel und Gretel. Diese Cartoons orientieren sich am sogenannten Micky Mousing Prinzip.
In den Comics
Schon in den Zeitungsstrips von Bob Karp und Al Taliaferro wird Musik verwendet, vor allem als Hausmusik, wenn z. B. Donald Tick, Trick und Track zum Musizieren anleiten will. Eine ähnliche Rolle spielt die Musik in den Geschichten von Carl Barks. In Der Weg zum Ruhm stacheln die Neffen etwa ihren Onkel zu einer Musikerkarriere an, was ihnen aber bald selbst zum Verhängnis wird, da sie kein Auge mehr zu tun können, wenn Donald übt.
Musik als Symbol
Das Symbol Musik fängt schon beim traditionellen auffällig „unschuldigen Pfeifen“ an. Wenn also im Comic jemand etwas ausheckt, pfeift er garantiert vor sich hin, um seine Unschuldigkeit zu zeigen. Dem Zuschauer bzw. Leser ist natürlich gerade dadurch klar, dass er hier an einer Hinterlist ist.
In Musik geht alles besser (LTB 269) findet Donald einen Weg, Motoren mit Musik zu betreiben. Hier soll Musik als beschwingend und vorantreibend symbolisiert werden. In Drei windige Wissenschaftler (LTB 290) machen die Professoren Ecks, Duplex und Triplex jeden Entenhausener mit spezieller Musik zur guten Seele. Hier wird die Musik als beruhigend und versöhnend dargestellt.
Verwendung realer Musik

In den Comics werden gern bekannte Musikstücke verwendet. Dabei sind nicht nur klassische Werke anzutreffen, sondern auch Beispiele aus der modernen Popmusik. So singt Inspektor Issel in Der mächtige Maschinenmann (LTB 190) das Lied „Über den Wolken“ von Reinhard Mey und aus den Boxen von Donalds 313 klingt in So gut wie neu (OD 79) „Die da“ von den Fantastischen Vier.
Besonders häufig anzutreffen ist das Studentenlied „Gold und Silber lieb' ich sehr“ von August Schnezler aus dem Jahre 1828, das schon Dr. Erika Fuchs in ihren Übersetzungen verwendet hat. Meist wird es von Dagobert Duck oder den Panzerknackern angestimmt. In LTB 320 ist sogar eine Geschichte mit diesem Titel erschienen. Dort verwendet Dagobert „Gold und Silber lieb' ich sehr“ als Passwort für den Eingang zum Geldspeicher - wie schon bei Barks: In der Fuchs-Übersetzung von Das Münstermännchen (The Phantom of Notre Duck) muss man das Lied mit einer Flöte spielen, damit sich Dagoberts Tresor öffnet. Inzwischen wird das Lied von vielen mit Dagobert Duck identifiziert (siehe unten bei den Weblinks).
Sekundärliteratur
- Schatzkästlein Entenhausener Poesie, Markus von Hagen